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ARPÈGES ARPÈGES
The very name of this exhibition, Arpèges (Arpeggio), lures us into a musical world. Could this be synesthesia, the ability to see sound or hear colour which Michèle Frank is rumoured to possess, and whose music inspires her painting, or else what René Wiroth might improvise on the violin in the presence of his partner’s paintings or in the motion of his sculptures? No doubt they have Baudelaire’s “Correspondances” – the title they gave their second art book – in mind. Here, shapes and colours interact, like Baudelaire’s “perfumes, sounds and colours”.Placed side by side, their pieces offer new depth, a complementary symbiotic relationship. Analogies spontaneously form between sculptures and paintings, conferring a new shared dimension, an echo of sorts. René’s sculptures, balanced, human or organic, inhabit and complement Michèle’s interior landscapes. Michèle’s paintings provide a backdrop and new perspectives on René’s pieces. Their pieces mirror each other, converse and interact.Art is their way of life, and their life is a major work of art, as they convey in their first art book, “L’Or et l’Argile”, “L’Art et le Quotidien” (Gold and Clay, Art and Everyday Life). It is rare indeed to witness artists bloom in a relationship with such complicity, in which one partner’s creativity does not stifle that of the other. These two Luxembourg artists have succeeded in avoiding this pitfall, managing to preserve their individuality and creative drive. An intense exchange nourishes their art, and one can hear the whispering between their respective works.Their work, so different in its plasticity and personal expression, becomes complementary in the same way as the two artists find harmony in this duality, rather than opposition. They invite us to share the emotion and intense sensitivity inspired by their work, and the deeply human way they see the world.It is an honour for Banque Internationale à Luxembourg (BIL) to welcome Michèle Frank and René Wiroth, and to host their two worlds in the Galerie l’Indépendance, where they come together as one. We are pleased to invite you on a sensory journey that goes hand in hand with our bank’s policy of art and culture sponsorship, firmly committed to contributing to the cultural dynamism and openness to the world that are the hallmarks of Luxembourg.
Hugues Delcourt
CEOBanque Internationale à LuxembourgDer Titel dieser Ausstellung scheint uns in die Welt der Musik entführen zu wollen. Handelt es sich um Synästhesie, diese Fähigkeit, Töne zu sehen oder Farben zu hören, die Michèle Frank besitzen soll, die sich bei der Malerei von der Musik inspirieren lässt, oder die René Wiroth auf seiner Geige vor den Gemälden seiner Lebensgefährtin oder in den Bewegungen seiner Skulpturen nachempfunden haben soll? Die Künstler dachten hierbei wohl an die „Correspondances“ von Baudelaire, den Titel, den sie ihrem zweiten Kunstband gaben. Hier harmonieren Formen und Farben wie die „Düfte, Farben und Töne“ bei dem Dichter.Zusammengenommen bieten ihre Werke uns eine neue Betonung, eine symbiotische Ergänzung. Wie selbstverständlich entstehen Analogien zwischen Skulpturen und Gemälden, die eine neue Dimension einbringen, die verbindet wie ein Echo. Die menschlichen oder organischen Skulpturen von René Wiroth besiedeln und ergänzen in ihrer Ausgewogenheit die inneren Landschaften von Michèle Frank. Die Gemälde von Michèle Frank werden zur Schatztruhe, indem sie einen neuen Blick auf die Werke von René Wiroth eröffnen. Ihre Werke ähneln sich, sprechen miteinander und ergänzen sich.Die Kunst ist für sie eine Art zu leben und ihr Leben eine große Kunst, was sie in ihrem ersten Kunstband „L’Or et l’Argile“ mit dem Untertitel „L’Art et le Quotidien“ ausdrücken. Es geschieht selten, dass Künstlerpaare sich in einem so engen gegenseitigen Einvernehmen entwickeln, ohne dass die Kreativität des einen die des anderen lähmt. Dem luxemburgischen Künstlerpaar ist es gelungen, nicht in diese Falle zu geraten, sondern vielmehr darauf zu achten, dass jeder seine Individualität bewahrt und seinen Wunsch, sich zu verwirklichen, lebt. Ihre Kunst lebt vom intensiven Austausch und wir können hören, wie die Werke miteinander flüstern.Ihre Werke, die in ihrer Plastizität und in ihrer persönlichen Note so unterschiedlich sind, ergänzen einander, so wie sich die beiden Künstler ergänzen, die in dieser Dualität zu einem Einklang finden, statt zu zwei Gegenpolen zu werden. Sie laden uns ein, die Emotion und die große Sensibilität, die ihre Werke ausströmen, und ihren zutiefst menschlichen Blick auf die Welt zu teilen.Es ist der Banque Internationale à Luxembourg (BIL) eine Ehre, Michèle Frank und René Wiroth begrüßen zu dürfen, und in der Galerie l’Indépendance ihre beiden Welten, die sich hier vereinen, vorzustellen. Die Reise der Sinne, zu der wir Sie einladen möchten, fügt sich nahtlos in die Politik der Förderung von Kunst und Kultur unserer Bank ein, die den festen Willen hat, einen Beitrag zur kulturellen Dynamik und zur Weltoffenheit zu leisten, von denen das Großherzogtum geprägt ist.
Hugues Delcourt
CEOBanque Internationale à Luxembourg
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