Está en la página 1de 260

Der begriff der genese in physik, biologie und entwicklungsgeschichte;

eine untersuchung zur vergleichenden wissenschaftslehre, von


Kurt Lewin ... Mit 45 zum teil farbigen textabbildungen.
Lewin, Kurt, 1890-1947.
Berlin, J. Springer, 1922.

https://hdl.handle.net/2027/uc1.b4519729

Public Domain in the United States,


Google-digitized
http://www.hathitrust.org/access_use#pd-us-google

We have determined this work to be in the public domain


in the United States of America. It may not be in the
public domain in other countries. Copies are provided
as a preservation service. Particularly outside of the
United States, persons receiving copies should make
appropriate efforts to determine the copyright status
of the work in their country and use the work accordingly.
It is possible that current copyright holders, heirs or
the estate of the authors of individual portions of the
work, such as illustrations or photographs, assert copyrights
over these portions. Depending on the nature of subsequent
use that is made, additional rights may need to be obtained
independently of anything we can address. The digital
images and OCR of this work were produced by Google,
Inc. (indicated by a watermark on each page in the
PageTurner). Google requests that the images and OCR
not be re-hosted, redistributed or used commercially.
The images are provided for educational, scholarly,
non-commercial purposes.
UC - NRLF

B 4 519 729
REUSKARA
RSITATIS

UNIVER
.

ENSISORNIEN ALIFOR
VN

.
VM
CIGILLV

TD
T

YMDCCC
II
EX LIBRIS

RASSOWIE
DER BEGRIFF DER GENESE
IN PHYSIK , BIOLOGIE UND
ENTWICKLUNGSGESCHICHTE

EINE UNTERSUCHUNG ZUR VERGLEICHENDEN


WISSENSCHAFTSLEHRE

VON

KURT LEWIN
PRIVATDOZENT DER PHILOSOPHIE
AN DER UNIVERSITÄT BERLIN

MIT 45 ZUM TEIL FARBIGEN


TEXTABBILDUNGEN
LLE

BERLIN
-

VERLAG VON JULIUS SPRINGER


1922
2175
L45

ALLE RECHTE ,
INSBESONDERE DAS DER ÜBERSETZUNG IN FREMDE SPRACHEN , VORBEHALTEN .
COPYRIGHT 1922 BY JULIUS SPRINGER IN BERLIN .
MEINEM BRUDER FRITZ
GEFALLEN AM 9. AUGUST 1918

1 : 03
Vorwort.
Die vorliegende Arbeit aus allgemeinen Überlegungen über

ist
die Struktur einer Wissenschaft und das Wesen der Wissenschafts
lehre erwachsen Aber die Durchführung stieß bald auf eine solche
.

Fülle spezieller Sachverhalte die eine begriffliche Fassung verlangten


,

,
die

daß allgemeinen Fragen


hinter der Notwendigkeit einer müh
sameren Kleinarbeit
zurücktraten Ich habe diesen Weg gerne be
schritten und schließlich den Charakter dieser
.
Arbeit als einer
Spezialarbeit aus der vergleichenden Wissenschaftslehre be
wußt hervorgekehrt
.

Junge Wissenschaften pflegen sich gerne allgemeinsten Über

in
ihr

legungen über ihre Methode und über die Natur ihres


Wesen
. ,

Gesamtgebietes

zu
ergehen
Wenn solche Diskussionen auch meist
zu

keiner allzu weitgehenden Klärung dieser Probleme selbst führen

,
die
eigentliche
sie

pflegen doch den Boden dafür


zu
so

bereiten daß
,

Einzelforschung innerhalb dieser Wissenschaft der mangelnden


Kenntnis der allgemeinen Grundlagen zum Trotz kräftig emporblühen
kann Daß sehr viel späteren Stadien eine Hypertrophie der un
in
.

philosophisch empirischen Einstellung zur Krisis der Spezialforschung


selbst führen und eine erneute ernsthafte Nachprüfung der Grund


philo
die

begriffe fordern kann beweist demgegenüber nicht daß


,

sophische Grundlegung einer Wissenschaft vollendet sein muß bevor


,

die Arbeit ihr beginnen kann sondern zeigt nur das enge Auf
in

einander Angewiesensein beider Untersuchungskomplexe Auch die


-

Erforschung der Grundlageprobleme einer Wissenschaft kann nämlich


,

gewisse Stadien
an

wie dieser Arbeit wiederum deutlich wird



,
-

nur schwer überschreiten bevor diese Wissenschaft nicht gewisse


,

Entwicklungsstufen erreicht hat Selbst der Grundlagen


im

Interesse
.

forschung wird man also bei jugendlichen Wissenschaften


zu

denen
als (

die meisten philosophischen Disziplinen


sie

sofern man Wissen


,

schaften ansieht durchaus gehören auf die Gefahr des überlangen


,

Disput über die Methode hinzuweisen haben der


im

Steckenbleibens
,

Erforschung der aufgegebenen Einzel


die

gegenüber sachliche
objekte
ist

Angriff gilt auch


zu

entschlossen nehmen Das von


in

den philosophischen Grundlagewissenschaften selbst obgleich ihre


,

Sonderstellung dieser Hinsicht häufig betont wird


in

.
VI Vorwort .

Gerade in der Erkenntnistheorie und in der Wissenschafts


lehre , wo die „ Gegenstände “ dor Untersuchung selbst begriffliche Ge
gebenheiten, wie Probleme und Theorien , sind , erscheint die Notwen
digkeit , die Struktur von Theorien zu erforschen , nicht selten eine
Neigung zum Überschätzen des bloßen „ Theoretisierens “ auch inner
halb der eigenen Wissenschaft mit sich zu bringen . Es kommt hinzu , daß
man die philosophischen Disziplinen in einer unglücklichen Terminologie
pflegt und

sie
den „ Einzel “ -Wissenschaften gegenüberzustellen damit
zu

zu
verpflichten scheint bei allgemeinen Erwägungen stehen bleiben

.
Demgegenüber beginnt sich gegenwärtig einzelnen erkenntnis

in
theoretischen Arbeiten inhaltlich sehr heterogener Richtung eine
größerer Gegenstandsnä he
zu
Tendenz geltend machen

zu
wachsende

, .
ich
Soll Wissenschaftslehre für notwendig

es
die wie halte

, ,
bewußt als Sonderdisziplin auftreten bedarf sie gewiß einer ein

so
gehenden Erörterung ihrer Ziele und Methoden sowie einer klaren
Abgrenzung vor allem gegenüber der Erkenntnistheorie nicht zu


mancher Hinsicht fortgeschrittneren Dis
im

letzt Interesse dieser


in
ein

ziplin Aber auch gerüttelt Maß jener natürlichen Einstellung


.

der empirischen Wissenschaften wird man ihr von vorne herein


wünschen müssen die bloße Theorien und zwar auch formal sinn
,

volle und selbst geistreiche Theorien gering schätzt sofern nicht ihre

,
Adäquatheit ihre sachliche Richtigkeit als begriffliche Fas
,

sung der untersuchten Gegenstände gewährleistet

Ich
ist
habe

.
daher geglaubt eine Spezialarbeit aus der Wissenschaftslehre der
,

Diskussion ihrer allgemeinen Grundlagen voranstellen


zu
sollen

.
Dis
es

Handelt sich doch bei solchen sich noch ungefestigten


in

ziplinen weniger darum eigentliche als eine


zu

Theorien beweisen
,
,


bestimmte Betrachtungsweise unverfälscht festzuhalten ein be


,
d
h
.
.

Gegenstandsgebiet nicht Augen


zu

stimmtes aus den verlieren


und die Gegenstände möglichst adäquat schlicht
gefundenen
zu
so

als

beschreiben Überzeugender aber alles Reden über eine



.

Wissenschaft wirkt für das Aufweisen eines solchen Gegenstandsge


bietes schließlich die Arbeit ihm
in

lei

Was der fortgeschrittenen Wissenschaft als


erklärenden
,


als

tender Zusammenhangswert und zugleich Gewähr für die Sicher


heit der Einzelerkenntnisse die Theorie bedeutet das bedeutet für die
,
»

die «

junge beschreibende Wissenschaft vergleichende Methode


«
,

.

eine vergleichende Gegenüber


ist

Methode und Ziel dieser Arbeit


nicht
zu

stellung Ich bitte geneigten Leser dies vergessen


, ,
,

den
.

wenn ihn das Eingehen auf scheinbar nebensächliche Besonderheiten


Physikteil Gerade solchen Eigenheiten
im

zumal ermüden sollte


in

,
,

die mir selbst erst spät bei der eingehenden Gegenüberstellung


mehrerer Existenzarten aufgefallen sind scheinen sich nicht selten
,
Vorwort . VII

ein
sehr tiefliegende Sachverhalte anzudeuten. Erst Vergleich mit

ein
weiteren Wissenschaften und Ausbau der dieser Arbeit nur

in
nebenbei verfolgten axiomatischen Durcharbeitung deren Haupt

ist
leistung neben ihrem heuristischen Nutzen hier die Möglichkeit

,
wesentliche Momente trennen kann ihre

zu
von unwesentlichen

)
wirkliche Bedeutung zeigen Schon jetzt
weisen diese bei aller

.
Nebensächlichkeit äußerst komplizierten und schwer

zu
scheinbaren
analysierenden Eigenschaften darauf hin daß auch der physika

in
,
lischen Existentialbeziehung nicht vielleicht oberflächlicher

es
wie

so —
,
Betrachtung scheinen könnte etwas wie eine Selbstverständ


,
lichkeit vorliegt Dieser Schein würde übrigens nicht entstehen

,
.

wenn man nicht noch immer bei wissenschaftlichen Überlegungen


über Beziehungen der Existenz geneigt wäre ausschließlich physi

an
,
kalische Existentialbeziehungen und juristischen
zu
denken den

B
z
.
.
oder ökonomischen selbst den psychischen konkreten Einzel
ja
,

gebilden eine minder gute Realität zuzusprechen Die für die


.
physikalische Existentialbeziehung selbstverständlichen Eigenschaf

die
ten aber gelten ebenso selbstverständlich keineswegs für


Existentialbeziehungen einer Aktiengesellschaft eines Staates eines
,

,
Rochtes
.

Wenn die Beschreibung der untersuchten genetischen Reihen


durch Angabe ihres Ordnungstypus geschieht soll damit
so
,

die
kein erkenntnistheoretischer Subjektivismus vertreten und Ord
nung als eine gemachte Ordnung hingestellt werden Den speziellen
.

Erkenntnistheorien gegenüber völlig neutral wird der Ordnungstypus


vielmehr als Ausdruck einer inneren Geordnetheit aufgefaßt deren
,
ein

spezifische Eigenart wesentliches Charakteristikum der unter


suchten Gegenstände ausmacht Diese Unabhängigkeit gegen -
.

über speziellen Erkenntnistheorien gilt auch von den übrigen


sich innerhalb der Wissenschaftslehre bewegenden Ausführungen
dieser ArbeitRichtigkeit oder Falschheit der gefundenen Sätze
:

bleibt von ihnen unberührt


.

Eher ließen sich Beziehungen gewissen logisch mathematischen


zu

der Unter
sie

Problemen aufweisen wenn auch nur die Technik


,

suchung oder Darstellung betreffen neuerdings ge


zu
so

den
,

B
.
.
z

äußerten Bedenken gegen den Zweischnitt


.

Es erscheint mir aus einer ganzen Reihe von Gründen gewiß


,

daß für die sachlichen Probleme der wissenschaftstheoretischen Syste


die

matik für das System der Wissenschaften verbreitete


,
d
h


.
.

Methode des Zweischnitts ver


ein

völlig unzureichendes sachlich


,
die

fehltes Verfahren darstellt Für begriffliche Formulierung gewisser


.

spezieller Eigenheiten der untersuchten Existentialbeziehungen


ich

habe jedoch dieses bequeme Mittel vielfach verwendet wenn


,
VIII Vorwort .

So ich
schon mir seiner noch gefährlichen Fallstricke bewußt
auch hier
bin würde man Untersuchung
für eine die sich nicht auf

,
.
(
Existentialbeziehungen
beschränkt kaum alle Nicht Existential

,

-
beziehungen einer einheitlichen hier als Eigenschaftsbeziehungen

zu

,


bezeichneten Gruppe zusammenfassen dürfen sondern ihnen wohl

,
zumindest zwei Gruppen die eigentlichen Eigenschafts und die


-
Teil Ganzes Relationen koordinieren müssen


-

.)
Die Möglichkeit die für eine Existenzart charakteristischen Sätze

,
die sich mir der Regel einzeln ergeben haben und deren Richtig
in

keit wie jede Beschreibung einzelner Sachverhalte zunächst nur


wahrnehmungsmäßig fundiert war wenigstens zum Teil einem

in
,

einheitlichen “
Ableitungszusammenhang vereinigen

zu
habe

,

um
ich als eine Gewähr und Bestätigung ihrer Richtigkeit freudiger

so
begrüßt als mir dieser Zusammenhang wesentlichen erst spät

im
,

,
bei der abschließenden vergleichenden Zusammenstellung also

,
T
z
.
.

rein induktiv erwachsen ist Trotzdem kann ich bei der Zahl der
.

formulierten Sätze und der Ausdehnung und Kompliziertheit des


Materials kaum hoffen daß diese erste Bearbeitung die untersuchten
,

Sachverhalte abgesehen von der selbstverständlichen Unvollständig


keit jedem Punkt völlig adäquat wiedergibt


Aber wo einzelne

in

.
Sätze fehlerhaft sein mögen sie
da

wird man dank des induktiven


,

Verfahrens berichtigen oder präzisieren können ohne zugleich das ,


Gesamtgebäude abbrechen und ganz von vorne beginnen

zu
müssen

.
Ich hoffe mit der Formulierung bestimmter greifbarer Sätze über
die

die Existenzart Klärung eines zentralen Grundlageproblems


wenigstens soweit durchgeführt daß bei ihm für die Dis
zu

haben
,

kussion des Verhältnisses von Biologie und Physik und der Be


ziehungen der organismischen und entwicklungsgeschicht
lichen Begriffsbildung eine nicht mehr vage sondern auf Richtig
,

keit oder Falschheit eindeutig prüfbare Basis geschaffen


ist
.

Er

Die Forderung daß die Wissenschaftslehre nicht der


in
,

örterung ihrer eigenen Grundlageprobleme stecken bleiben soll kann


,

Verkennung der geforderten Gegen


sie

nicht bedeuten daß


in
,

standsnähe selbst zur Physik Biologie oder Psychologie werden


,

Psychologie usw einer fröhlichen Auf


zu

und der spekulativen


.

erstehung verhelfen soll Die speziellen Gegenstände der Wissenschafts


.

lehre sind selbst doch nur Grundlageprobleme der Physik oder


Biologie und gehören also auch nicht ihren theoretischen Teil
in

.

Gerade wenn man glaubt daß die Wissenschaftslehre auch den


,

untersuchten Wissenschaften einmal nicht unwesentliches begriffliches


Handwerkszeug wird liefern können wird man zwar auf eine mög
,

lichst enge Berührung der Forschungsarbeiten aber nicht minder


,

auf reinlichstes Auseinanderhalten der verschiedenen Problem kreise


Vorwort . IX

die
Gewicht legen . Wasmüssen untersuchten Wissenschaften hier

,
also Physik Biologie
und von den Resultaten solch wissenschafts

,
theoretischer Forschung unmittelbar für ihre eigene Zwecke ver
werten können hängt fast ganz von den Bedürfnissen und Ent

,
wicklungen dieser Wissenschaften

ab
Die Wissenschaftslehre kann

.
gegenwärtig einer von ihr untersuchten Wissenschaft nur beschreibend

,
aber kaum fordernd gegenübertreten Die gegenwärtige Situation

in
.
der Biologie die besonders deutlich auch die rein begrifflichen
,

Schwierigkeiten Problem des Organismus der Vererbung des Typus


im

, ,

,
des Todes des Individuums der Generation zeigt und das
,

u
ä
.
.
Aufgeschlossensein der Biologie für ihre Grundlageprobleme läßt mich
immerhin hoffen daß der Biologe hier einiges auch für seine eigene
,

Arbeit Verwertbare wird finden können

.
Darüber hinaus möge die Arbeit zeigen daß die bewußte An

,
wendung einer eigentlichen vergleichenden
im

Sinne Methode

in


der Wissenschaftslehre die weder die einzelnen Wissenschaften aus
,

dem Begriff einer Wissenschaft überhaupt deduziert noch ein

in
,


seitigem Zweischnitt eine einzelne Wissenschaft der Gesamtheit

aller übrigen Wissenschaften gegenüberstellt wohl imstande

ist
die
,

,
Diskussion der Grundlageprobleme einer Wissenschaft einen wesent
um

lichen Schritt von dem Streit Standpunkte weg

zu
einer

zu in

sachhaltiger Erkenntnis stetig fortschreitenden Wissenschaft


führen
.

Für Durchsicht der Arbeit und der Korrekturen


die danke ich
meiner Frau
und Fräulein stud phil Eberhardt
.

Der Abschnitt 167 bis 180 wurde mit unwesentlichen Ände


S
.

die

rungen bereits einer Arbeit über Verwandtschaftsbegriffe 1920


in

veröffentlicht Die Klischees der zugehörigen Abbildungen Nr , )


, 24
.

sind vom Verlage Gebr Bornträger


27
26

30

33

bis Berlin
,

,
.

freundlichst zur Verfügung gestellt


.
die

Ausführungen nicht der Linie der Hauptprobleme liegen


,

,
in
wo

allgemeineres Interesse beanspruchen


im
sie

sind auch vielleicht


,
,

Kleindruck wiedergegeben
.

Charlottenburg Januar 1922


,

Kurt Lewin
.
Inhaltsverzeichnis .
Seite

als
Der Begriff der Genese Problem der vergleichenden Wissenschaftslehre

.
Die vergleichende Beschreibung wissenschaftstheoretisch äquivalenter
I.

Begriffe der Physik und der Biologie

1
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
Zur Technik der vergleichenden Wissenschaftslehre
II
.

7 5
.
.
.
.
.
.
.
.
III Der Begriff der genetischen Reihe Die Genidentität
.

.
.
.
.
. .
.
- .
Genidentität und Identität Genidentität und Gleichheit

b
c a

-
.
) )

. )
Die Feststellung der Genidentität Existentialbeziehung und

d

)
Eigenschaftsbeziehung Genidentität und Kausalität Gen


e
.

.
-
)

f)
identität und Erklärungszusammenhang

.
Die

21
IV

Genidentität von Dingen und von Geschehnissen


.

.
.
.
.
.
.
.
Die Sätze über Genidentität und die physikalischen Gesetze Die
V
.

.
einzelnen Eigentümlichkeiten der Genidentitätsbeziehung und ihr Zu
sammenhang

23
.
.

.
.

.
Erster Teil
.

Die genetischen Reihen der Physik


in

.
Der Begriff der restlosen Genidentität
.II I.

.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
Die Genidentität als symmetrische Relation
III
. .
. .
. .. .
.
.
.
.
.
.
.
.
Die Genidentitätsreihe
.

.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
IV

32 31
Die restlose Genidentität als transitive Relation
.

.
.
.
.
.
.
.
.
Die Ableitung der Transitivität
IV
a
.

.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
ti .
Die beiderseitige Unendlichkeit der physikalischen restlosen Geniden
V
.

40 39 37
tätsreihen
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.

VI Die Bedingungen der Identität restloser Genidentitätsreihen


.
.
.
.
.

VII Die Spaltung und Vereinigung von restlosen Genidentitätsreihen


.
.
.

Die begriffliche Unterscheidung physikalischer Teile Die reale



b
a

.
)

Vereinigung und Trennung


.

VIII Die weniger eindeutig bestimmenden physikalischen Genidentitäts


.

beziehungen
48
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.

Zur Frage allgemeinster Konstanzgesetze von Eigenschaften restlos


IX
.

genidentischer Gebilde 48
.
.
.
.
.
.
.
.
„ .
.
.
.
.
.
.
.
.
.
. “ .
.
.

Zusammenstellung der Sätze über die restlose Genidentität als


X
.

die eindeutige Existentialbeziehung der Physik 49


in

.
.
.
.
.
.

Zweiter Teil
.

Die genetischen Reihen der Biologie


in

Die Selbständigkeit der biologischen Existentialreihen


.

der Biologie
55 53

Genetische Definitionen
in
I.

.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.

Die Verschiedenheit der genetischen Reihen Physik und Biologie


in
II
.
Inhaltsverzeichnis . XI
Seite
III . Die wissenschaftstheoretische Äquivalenz des biologischen und des
physikalischen Begriffs der genetischen Beziehung . . . . . . . . . 58
a ) Die verschiedenen Begriffe von „ Entwicklung “ und „ Werden in

als
ihrer gebräuchlichen Bedeutung Begriffe von Reihen die durch

,
Eigenschaftsgleichheiten und Ungleichheiten ihrer Glieder bestimmt
sind Die durch Existentialbeziehungen bestimmten Reiben der
b
— )
.
-
Biologie Die Feststellung von Genidentitätsbeziehungen der

in
c
)
.
Biologie Zusammenfassung der Faktoren wissenschaftstheoretischer

d
)
.

Åquivalenz der physikalischen und der biologischen Genidentität

.
der biologischen
IV

Die Frage nach den fundamentalen Bestimmungen


.

.
Genidentität und die wissenschaftstheoretische induktive Methode ihrer
Untersuchung 68
am .
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
Die Physik Lebenden und die Frage nach physikalischen Gen
V


.

identitätsreihen der Biologie


in

.
.
.
.
.
VI

als
Die Dualität von Lebendem und Totem Der Begriff des Toten
.

.
Begriff der Biologie
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
Erster Abschnitt

.
Die genetischen Reihen der organismischen Biologie
in

.
Die Avalgenidentität Die Ahnen
A
.

.
(

.)
Das Vorhandensein verschiedener Genidentitätsbeziehungen der

in
I.

Biologie
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
Die biologische Avalgenidentität
. II
.

.
.

III
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
Die Unabhängigkeit der Avalgenidentität vom Generationsabstand und
ihr Charakter als symmetrische Relation
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
Die vollständige Ava genidentität

78 76
V a IV
.

.
'

.
.
.
.
.

.
.
.,
.
Zweisini
,

.
..
IV

Regelmäßige Eineltrigkeit und regelmäßige


gkeit und regelmäßige Zweieltrigkeit
.

.
.
.
.
.
.
Die bevorzugte Stellung des generationsjüngsten Schnittes einer Reihe
.

vollständig avalgenidentischer Schnitte

86 85 83
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
. .
. .
. .
Die biologische Avalreihe und der Begriff der Zielstrebigkeit
V
. . a.

VI Die Bedingungen der Identität vollständig avalgenidentischer Reihen


VII Die Zerlegung der Avalreihen der Längsrichtung
in

. .
. .
. .
. .
. .
. .
. .
. als . .
.

VIII Die Stellung biologischer Gebilde


91
in

Reihen
A
v
.

.
.-

Die durch die vollständige Avalgenidentität bestimmten Reihen


IX
.

geordnete Reihen
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.

und die Undichtigkeit


Die Diskontinuität der Avalgenidentitätsreihen
X
.

.
99 95

Die Generation
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.

XI Die Ava genidentität als zeitfremde Relation


. . . .

.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
'

XII Die Bedingungen für die Transitivität der vollständigen Avalgenidentität 103
XIIa Die Ableitung der Transitivitätsbedingungen 104
.
.
.
.
der .
.
.
.
.
.
.

XIII Die Unendlichkeit der Reihen der Richtung generations


. in
. A
. -
. v.
.

älteren Schnitte 108


.
.
.

.
.
.

.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.

XIV Das Nebeneinander den Avalreihen und die Frage nach dem allge
in
.

meinen Parameter verschiedener Avalreihen 112


.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.

XV Zusammenstellung der Sätze über die vollständige Aval



.

genidentität 116

.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.

Die Individualgenidentität Der Organismus


B
.

.
(

. .)

Individualzusammenhang und Lebenszusammenhang 121


. I.

.
.
.
.
.
.
.

Die vollständige Individualgenidentität


. II

125
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
III

Die Individualgènidentität überhaupt und ihre Beziehung zur voll


. “

. „

ständigen Individualgenidentität 131


.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.

.
.
XII Inhaltsverzeichnis .
Seite
IV . Die Individualgenidentität symmetrische Relation
als . . . . . . . 134
V. Die Individualreihe als kontinuierliche Reihe . . . . . . . . . . . 134
VI. Die Bedingungen der Transitivität der vollständigen Individualgen
identität . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 135
VIa . Die Ableitung der Transitivität . . . . . . . . . . . . . . . . . 136
VII . Die beiderseitige Begrenztheit der vollständgen Invidualreihen . . . 143
VIII . Die „ Zielstrebigkeit “ der Ontogenese . . . . . . . . . . . . . . . 144
IX . Anfang und Ende der vollständigen Individualreihen und der Begriff
des Lebens . Der Todesschnitt . . . . . . . . . . . . . . . . . . 145
X . Die Teilung und Vereinigung von Individualreihen . . . . . . . . 148
XI. Die Voraussetzungen für die Identität von Individualreihen . . . . 153
XII . Der Parameter der v. I.-Reihen . . . . . . . . . . . . . . . . . 155
XIII . Der Begriff der Entwicklung und die vollständigen Individual - und
Avalreihen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 156
XIV . Zusammenstellung der Sätze über

die
vollständige Individual


genidentität 161

.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
Zweiter Abschnitt

.
Die genetischen Reihen in der Entwicklungsgeschichte

.
Die Verwandtschaft

.
als

Verwandtschaft Eigenschaftsbeziehung 165


I.

. ) .
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
Verwandtschaftsbegriffe der Physik
. — Verwandtschaftsbegriffe
. b
a

. .
)

der Biologie 165


.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.

). . .
. .
. .

. .
. .
. .
. .
. .
. .
. .
Die Verwandtschaft als Existentialbeziehung
II

167
.

b .
DieGattenschaft Connubialverwandtschaft Die Blutsver
a

-
)

)
wandtschaft Consanguinitas
).
(

Die Stammgenidentität Der Stamm


.
(

.)

Die Stammgenidentität 180


. I.

.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
Die Kontinuität der reinen Stammreihe 183
. II

.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
III Die Blutsverwandtschaft onsanguinitas Selbständigkeit und


).
(C

Zugehörigkeit 185

.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
V IV

Der Stamm und die Stammeltern 187


.

.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
Spaltung und Kreuzung von reinen Stammreihen 192
.

.
.
.
.
.
.
.
. .
. .

VI Organismisches und entwicklungsgeschichtliches Individuum 195



.

VII Zusammenfassung Entwicklungsgeschichte und Geschichtswissenschaft 198


.

Dritter Teil
.

Vergleichende Gegenüberstellung der genetischen Reihen Physik


in

organismischer Biologie und Entwicklungsgeschichte


.

Die Genidentität 201


. I.

.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
in .
.
.
.
, .
.
.
.
.
.
.

Die Ordnungstypen der genetischen Organismik


II

Reihen Physik
und Entwicklungsgeschichte 202
.
b .
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
. .
.
) .
.
.
.

Physik und Organismik Entwicklungsgeschichte Nahe



a

c
.
)

stehende Probleme
.

III Die Genidentität als Problem der vergleichenden Wissenschaftslehre


.

und das natürliche System der Wissenschaften 211


.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
Inhaltsverzeichnis . XIII
Seite
Anhang .
I. Wissenschaftslehre und Erkenntnistheorie . Zur Methode der Wissen
schaftslehre . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 213
II. Der Begriff der Identität bei Windelband . . . . . . . . . . . . 216
III. „ Eingeschlossene Systeme “ und „ geschlossene Systeme “ . . . . . . 217
IV . Die Genidentität und der Gegensatz von Substanz - und Funktions
begriffen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 218
V . Der Grad der Unmittelbarkeit und der Subjektivität der Erkenntnis
von Genidentität und Gleichheit . . . . . . . . . . . . . . . . . 220
VI. Genidentität und funktionelle Abhängigkeit . . . . . . . . . . . . 222
VII. Existenz und Tatsache . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 222
VIII. Die Begriffe : „ existierendes Gebilde “ , „Kraft “ und „ Feld " . . . . . 224
IX . Die Auffassung der Glieder einer Genidentitätsbeziehung als Mengen 225
X . Der Übergang von Beschreibungs - zu Erklärungsbegriffen in der Biologie 226
XI. Die Verschiedenheit der Existentialbeziehung und die Frage der
Zurückführbarkeit von Biologie auf Physik . . . . . . . . . . . . 227
XII. Biologie und Psychologie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 229
XIII . Die Generationsverschiedenheit als Voraussetzung des Vererbungs
begriffes . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 231
XIV . Der wissenschaftstheoretische Sinn der Frage nach dem physikalischen
und dem historischen Charakter des Lebenden . . . . . . . . . . 231
XV . Die Bedeutung der Wissenschaftslehre für die anderen Wissenschaften 233

Literaturverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 234
Sachverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 237
G('rerated at U:1•ver~ity o* Cali*crria, Las A1gPlPs c~ 2F20-G8-2~ ll 46 GMT / https //~dl t-irile net/2G27/icl.b451172Q
Publ•c Dom ii•1 ir t'le United S+a+1:s, Googl('-digitized / t-ttp /lwww ht 1itrust org/access use#pd-Ls-googlr

a
,a·
rt

~
~

CJ
0

-
Q.Q
~

C
z
<
m
:,:,
l/1

=H'
0~
-,,_
n~
l> 3
r-
~
:,:,
z
;;
vergleichen

als
Der Begriff der Genese Problem der
den Wissenschaftslehre

.
Die vergleichende Beschreibung wissenschaftstheoretisch
I.

äquivalenter Begriffe der Physik und Biologie


.

.
D

Untersuchungen über den Begriff der Existenz


:

Die folgenden

ein
Physik
und Biologie entspringen der Absicht Problem der
in

,
vergleichenden Wissenschaftslehrel Physik
zu
erörtern

-
.
)
diese Bezeichnung umfasse zugleich die Chemie und Biologie

sie
sollen einander gegenübergestellt werden und zwar als das was

,
für die Wissenschaftstheorie sind als gegebene Gegenstände

,
:


als

individuelle Wirklichkeiten denen gegenüber die Wissenschaftslehre


,
die

zunächst gleiche Aufgabe erfüllen hat wie andere Wissenschaften


zu

ihren Gegenständen gegenüber die Aufgabe nämlich diese Gegen


,
:

beschreiben
zu

stände
.

Eine solche charakterisierende Darstellung eines einzel


nen Gegenstandes kann dadurch versucht werden daß man ihn als
,

Spezialfall einer bestimmten womit Klasse


vollständig nachweist
er
,

bestimmt erscheint kann dieses Einzelgebilde mit


Oder aber man
.

anderen Einzelgebilden vergleichen wodurch immer nur einzelne


,

Merkmale bestimmt werden Die erste Art hat sich gerade bei
?
).

als

noch nicht weit fortgeschrittenen Wissenschaften immer wieder


der weniger gangbare Weg erwiesen abgesehen von anderen Grün
;

als

weil mehr deduktive Elemente enthält der zweite


er

den deshalb
,

und weil die für die Deduktion nötige Voraussetzung nämlich der
,

besondere Klassenbegriff nicht rein hypothetisch sein


er

soll


,

Definition
ab

Ich sehe hier davon eine der Wissenschaftslehre


1


)


die

die

die Spitze Untersuchungen


an

zu

folgenden
ja

stellen doch erst durch


,

Sinn und Leben


es

im

bekommen könnte Soweit nötig erscheint werden


,
.

Anhang einzelne Abgrenzungen und Charakteristiken dieser Wissenschaft gegeben


XIV
IX

vor allem XV
I,

,
A

.
, Es :
(

soll hiermit keine tiefgreifende erkenntnistheoretische Verschiedenheit


2
)

behauptet sondern sollen nur zwei häufig beobachtbare methodische Unter


es

schiede des wissenschaftlichen Vorgehens charakterisiert werden


.

Lewin Genese
,

.
als
2 Der Begriff det Genese Problem der vergleichenden Wissenschaftslehre

.
wiederum erst auf Grund von vergleichenden Untersuchungen der
einzelnen Gegenstände also auf mehr induktivem Wege aufgestellt

,
werden kann

.
vollständige Definition

ist
Die des Einzelgebildes immer erst
am
Ende einer Untersuchung möglich diese müßte eine verglei

.
chende Bestimmung der Merkmale der Einzelgebilde selbst dann
enthalten wenn die Darstellung des Einzelnen und nicht die Schaffung
,
eines durchgängigen allgemeinen Zusammenhanges das Hauptziel der
betreffenden Wissenschaft wäre

.
induktive Vergleichung einzelner Merkmale
Die erstrebt nicht
unmittelbar die vollständige Bestimmung der einzelnen Gegenstände

,
die
hier also einer bestimmten Wissenschaft sondern Schaffung eines

,
Bezugssystems von Gleichheiten und Verschiedenheiten

.
zwischenden Merkmalen der verschiedenen Untersuchungsgegen
stände das sich schrittweise erweitern und präzisieren läßt Von der
,

.
Ansicht ausgehend daß sich die vergleichende Methode auch

in
,

der Wissenschaftslehre als die zunächst fruchtbringendere erweisen


wird will ich folgenden den Begriff der Physik
im

nicht versuchen
,

,
oder Biologie allseitig
zu

bestimmen sondern nur die bescheidenere


,

Aufgabe der vergleichenden Gegenüberstellung einer einzelnen wenn

,
auch fundamentalen Eigentümlichkeit beider Wissenschaften Angriff

in
nehmen die ihnen zugrunde liegenden Existenzbegriffe resp die
in

,
:

.
für ihren Begriff der Genese maßgebenden Existentialbeziehungen
sollen verglichen Dabei wird nicht erörtern sein welche
zu

werden

,
.

Begriffe einer Existentialbeziehung möglich sind auch nicht wie


,


sie

möglich sind sondern lediglich welche Begriffe tatsächlich

in
,

,

Physik und Biologie verwendet werden AI


)".
(
)
ich

Daß mich dabei auf einen Vergleich zweier Wissenschaften


beschränke statt wie bei einer solchen vergleichenden Untersuchung
es
,

ist
an

und für sich wünschenswert einen größeren Umkreis von


,

Objekten der Wissenschaftslehre den Kreis der Vergleichung


in

einzubeziehen liegt nicht einer Verkennung des anzustrebenden


in
,

Zieles sondern entspringt dem Wunsche gemäß den Schwierigkeiten


,

die sich vor allem bei den ersten Gegenüberstellungen einzustellen


pflegen schrittweise vorzugehen Ich bin mir daher klar daß
,
,

wesentliche Eigentümlichkeiten der Existentialbeziehungen Bio


in

logie und Physik infolge der Beschränkung der Untersuchung auf


diese Wissenschaften unbeachtet geblieben
beiden sein können vor
,

allem Bestimmtheiten die diesen Beziehungen beiden Wissen


in
,

induktiv verglei
Da

schaften gleichermaßen zukommen aber eine


.

Die Zeichen AI AII usw verweisen auf die Kapitel des Anhangs
,
1

.
)
Vergleichende Beschreibung wissenschaftstheoretisch äquivalenter Begriffe usw . 3

chende , schrittweise vorwärtsgehende Merkmalsbestimmung angestrebt


wird , enthält eine mögliche Unvollständigkeit nicht schon

als
solche
die Gefahr der Unrichtigkeit wie das bei definitorischen Bestim


,

die
mungen ohne weiteres der Fall sein würde sondern läßt

,

Möglichkeit eines kontinuierlichen Fortbauens unter voller Wahrung
der gefundenen Ergebnisse offen

.
Gemäß dieser Art des Vorgehens entgegen einer bei philo

ist
--


sophischen Untersuchungen nicht seltenen aber wie mir scheint

, ,

durchaus verfehlten Tendenz nicht darauf Wert gelegt worden


möglichst vielen Problemen die sich mit der behandelten Frage
zu

,
irgendwie Zusammenhang bringen lassen entscheidend Stellung
in

,
Es besteht
zu

die
Gegenteil Tendenz solche die
im
nehmen

,
.

Untersuchung krouzenden Probleme soweit irgend mög

als
eliminieren vor allem die mit dem Begriff
So

lich konnten
zu

).

der Existenz und der Wirklichkeit zusammenhängenden erkennt



nistheoretischen Fragen fast ganz unberührt bleiben

.
Wenn sich die Methode der vergleichenden Beschreibung auch
vorwiegend auf Induktion stützt und diesen induktiven Charakter
fehlen ihr darum doch nicht alle deduktiven
so

bewußt betont
,

Voraussetzungen
.

Auf die erkenntnistheoretischen Voraussetzungen die der

in
,
Auffassung eines Etwas als eines vorliegenden Gegenstandes liegen

,


braucht hier nicht ist darauf hin
zu

eingogangen werden Doch


.

zuweisen daß eine vergleichende Gegenüberstellung nur bei Gegen


,

und desselben Gegenstandsgebietes


ein

ständen einen Sinn


hat oderanders ausgedrückt daß für den ganzen Umkreis der Ver
,

Betrachtungsweise
ein

gleichung und dieselbe beibehalten


werden muß Die Grundauffassung der untersuchten Gegenstände


.

als Objekte einer bestimmten Wissenschaft darf innerhalb einer ver


gleichenden Gegenüberstellung auch dann nicht verlassen werden
,
ist

wenn diese Wissenschaft Wissenschaftslehre


die Ähnlich wie
.

bei den meisten jungen


nicht sicherem Fortschritt begriffenen
noch
in
,

Wissenschaften denen man die vergleichende Wissenschaftslehre


zu
,

trotz der wissenschaftstheoretischen Elemente fast aller bisherigen


in

Philosophie rechnen muß die Grundeinstellung


ist

der Wissenschafts
,

lehre noch wenig sich und gegen Verwechslungen ge


gefestigt
in

die

schützt Vor allem liegt hier Gefahr einer Verquickung wissen


.

schaftstheoretischer mit erkenntnistheoretischen Fragestel


AI
an
ist

lungen nahe Daher ein bewußtes Festhalten den


).
(

Fragestellungen der Wissenschaftslehre nötig


.

Wo Hinweise auf verwandte Fragen zur Verdeutlichung des Gemeinten


1
)

angebracht schienen sind sie den Anhang verwiesen


in
,

.
4 Der Begriff der Genese als Problem der vergleichenden Wissenschaftslehre .

Für vergleichende Untersuchungen in dieser Wissenschaft ergibt


sich daraus unter anderem die Forderung , daß nur „ wissenschafts
theoretisch äquivalente “ Gebilde einander im Vergleich
gegenübergestellt werden dürfen .
Die Unterschiede zweier Wissenschaften sind gemäß der hier
vertretenen Ansicht , die im übrigen in dieser Arbeit unerörtert
bleiben kann , in allen ihren Theorien oder sonstigen Bestandteilen
wirksam , und es muß im Prinzip möglich sein , Unterschiede von
Wissenschaften an der Gegenüberstellung beliebiger Bestandteile

ist
aufzuzeigen . praktisch nicht angängig sofern man

es
Trotzdem

,
überhaupt wissenschaftstheoretische Verschiedenheiten untersuchen

zu
beabsichtigt irgendwelche beliebigen Begriffe die wie Gegensätze
,

,
als
typische Vertreter der betreffenden
anmuten einander Wissen
,

Es
schaften gegenüberzustellen hat keinen wissenschaftstheo

B
z
.

.
.
retischen Wert irgendwelche entwicklungshafte Gegenstän

an
Züge
,


am
den der Physik oder mechanische Züge Lebenden herauszu


greifen und diese
wie vielfach üblich ohne weiteres als Dokumente
,

,
der Gleichheitbeider Wissenschaften anzusetzen Man kann auch

.
nicht zum Beweis der Verschiedenheit beider Wissenschaften irgend
einen Gegensatz den vom Sein und Werden herausgreifen
,

,
.
, B.
z

vergleichende

zu
oder der Absicht Wissenschaftslehre treiben
in
,

Reihen wie Entwickeln Geschehen


Erschaffen bilden ohne jedes
,

,


mal gegenübergestellten Begriffe
im

ob

untersuchen
zu

einzelnen die
,

beiden Wissenschaften wirklich korrespondieren


in

.
Eine solche Untersuchung der Vergleichbarkeit darf sich nicht
damit begnügen die einschneidende oder grundlegende Bedeutung
,

der Beziehung gesetzten Begriffe jeder der verglichenen Wissen


in

in

schaften für sich zeigen hat darüber hinaus darzutun


zu

sondern
,

,
daß Begriffe
diese den betreffenden Wissenschaften eine wirklich
in

analoge Stellung einnehmen daß wissenschaftstheoretisch


sie
,

äquivalent sind Ohne daß diese Äquivalenz zweier Begriffe


bleiben ihre Gegen


ist

verschiedener Wissenschaften sichergestellt


,

überstellung und das Aufzeigen irgendwelcher Unterschiede oder


die

Gleichheiten für Wissenschaftslehre der Regel nichtssagend


in

und sind sogar irreführend ähnlich wie gewisse Vergleiche der


in

Biologie ohne Nachweis der Homologie denn sie können dazu



;

verleiten Unterschiede die auch innerhalb einer der betreffenden


,

Wissenschaften auftreten als Verschiedenheiten von Wissenschaften


,

und andererseits Gleichheiten konstatieren wo wissen


zu

anzusehen
,

schaftstheoretisch ganz unvergleichliche Sachverbalte vorliegen


.

Diese Gefahr bei dem gegenwärtigen Stand der Wissen


ist

schaftslehre beträchtlich daß man dem Nachweis der wissenschafts


so

ein

theoretischen Äquivalenz kaum geringeres Gewicht wird beilegen


Zur Technik der vergleichenden Wissenschaftslehre .

als
müssen dem eigentlichen der äquivalenten Begriffe
Vergleich

.
Das bestimmten Begriff einer anderen

zu
Aufsuchen des einem

Wissenschaft äquivalenten Begriffes eine Voraussetzung der

ist
wissenschaftstheoretischen Relevanz und Gültigkeit aller bei der
·

Es
Vergleichung gefundenen Unterschiede und Übereinstimmungen

.
schien mir daher eines gesicherten

im
Interesse Fortschreitens vor
allem wichtig die wissenschaftstheoretische Äquivalenz
, möglichst
weitgehend Begriffe nebeneinander
zu

zu
sichern also stellen die

,
vom Standpunkt der Wissenschaftslehre aus wirklich vergleichbar sind

.
Gelingt
es

bestimmten Begriffe
einmal jeweils

zu
erst
die einem ,
wissenschaftstheoretisch äquivalenten Begriffe einer größeren Reihe

in
von Wissenschaften aufzufinden muß sich aus ihrer Gegenüber

so
stellung mit jedem neuen ,
Schritt leichter und vollständiger auch
die vergleichende Bestimmung ihrer wissenschaftstheoretischen Merk
male gewinnen lassen
.

ist

Gemäß diesen Prinzipien folgenden für den Begriff der


im

Existenz und für die durch die Existentialbeziehung konstituierten


genetischen Reihen sowie für die anderen etwa noch wissen

in
,

schaftstheoretischen Vergleich gebrachten Gebilde nirgends die voll


,
ständige Bestimmung
als

das ausschlaggebende Moment angesehen


doch eine Eigentümlichkeit aller vergleichenden
Ist

worden
es

.

Beschreibung Gebilde miteinander Beziehung bringen die nicht


zu
in
,

allen ihren Merkmalen vollständig


definiert sondern nur aufgezeigt ,
in

oder sonst eindeutig bezeichnet sind Vielmehr wird nach einer


--
.

Charakterisierung des Begriffs der Existentialreihe der Physik


in
ihm

der äquivalente Begriff der Biologie aufgesucht wobei die ganze


,

zu

Stellung dieser Begriffe den beiden Wissenschaften berücksich


in
ist

tigen
.

Zur Technik der vergleichenden Wissenschaftslehre


II
.

weil man bei philosophischen Untersuchungen Gegensatz


im

zu

Gerade
fast allen Wissenschaften auf bloße Fragen der wissenschaftlichen
anderen
die zu

Technik sehr wenig oder gar kein Gewicht legen pflegt


es

scheint

sich
,
um

sei auf technisch relativ günstigen


, zu

doch reines Denken


handeln
,

Umstände hingewiesen die für die vergleichende Bestimmung der Exi


stentialbeziehung Physik und Biologie vorliegen
in

Eine Hauptschwierigkeit der wissenschaftstheoretisch vergleichenden Unter


suchung korrespondierender Begriffe aus zwei verschiedenen Wissenschaften
vergleichenden Begriffsgebilde wirklich eindeutig aus
Es zu

besteht darin die


,

um

der Regel nicht Begriffsgebilde


ja

einanderzuhalten handelt sich


in
.

deren Definition man fertig aus den betreffenden Wissenschaften übernehmen


kann und selbst wenn eine derartige Definition vorliegt
so

sind die wissen


,
,

schaftstheoretischen Eigentümlichkeiten dieser Begriffsgebilde jedenfalls erst


Bei der großen Mannigfaltigkeit und Differenziertheit ihrer
zu

neu bestimmen
.
6 Der Begriff der Genese als Problem der vergleichenden Wissenschaftslehre .

zu
Eigenschaften und Beziehungen

ob
ist

es
häufig schwer entscheiden eine

,
bestimmte Eigentümlichkeit dem einen oder beiden oder keinem von beiden
Begriffsgebilden zukommt Diese Schwierigkeit liegt nicht nur der Auf

in
.
gabe einer logisch einwandfreien Formulierung der Betracht kommenden

in
Eigentümlichkeit sondern vor allem darin daß man leicht mit jeder genaueren

ob
Bestimmung und feineren Unterscheidung unsicherer wird man die betreffen

,
den Begriffsgebilde wirklich noch dem Begriffsgefüge

so
festhält wie sie

in
,
der betreffenden Wissenschaft selbst vorliegen

.
Als eindringliches Beispiel sei nur

an
die Schwierigkeiten erinnert denen

,
Begriff des Organismus und

ist
die Frage begegnet

ob
dem biologischen

in
,
Begriff des Körpers

die
dem physikalischen gleichen oder verschiedene Teil
Ganzesbeziehungen verwendet werden

es
Nicht anders verhält sich mit der

.
als besonderes Kriterium des Organismus benutzten von Schaxel 1919

,
(z
.
.
141 Autonomie seiner inneren oder Selbst Gesetzlichkeit Auch
S

,

er “
"
)
.

.
-

die
der Organismus unterliegt äußeren fremden Einflüssen auf gesetz

,

am
mäßig nicht willkürlich reagiert Der Biologe wenigsten wird leugnen
,

.
wollen daß das Leben des einzelnen Organismus ebenso wie der physikali
,

sche Körper völlig irgendwelche allgemeinen wenn auch vielleicht spe


in

(
eingespannt

ist
zifisch biologischen Gesetze Wenn aber die Autonomie nicht

.
Freiheit des Organismus oder nur für das eine Individuum verbindliche Gesetz
mäßigkeit bedeutet worin ist dann noch die Innerlichkeit der Gesetzmäßig
,

die
keit Daß der Organismus selbst Art der Reaktion auf eine
zu

suchen
?

äußere Einwirkung mitbestimmt gilt ganz entsprechend auch von der Reaktion
,

einer chemischen Substanz auf eine äußere Einwirkung

.
Wie dem angedeuteten Beispiel von Organismus und physikalischem
in

. die
Körper scheint der Regel jeder folgende Schritt der Gegenüberstellung
in

Unterschiede wieder aufzuheben die der vorhergehende Schritt ergeben hat


,

Auch eine definitorische Einführung der betreffenden Eigentümlichkeiten


vgl XIV betreffend Driesch nützt hier nichts weil damit die eigentlich
,
A
.
(

diese Eigentümlichkeiten
ob

wissenschaftstheoretische Frage den den unter

in
:

suchten Wissenschaften vorliegenden Begriffsgebilden wirklich zukommen oder


nicht lediglich
hinausgeschoben wird
,

besteht das schließliche Ergebnis der Analyse häufig entweder


So

ein

darin daß wissenschaftstheoretischer Unterschied zwischen den untersuchten


,

Begriffsgebilden überhaupt geleugnet Organismusbegriff


im

wird daß also


,
als

nichts weiter der physikalische Körperbegriff gesehen wird Oder aber das
.

Gefühl der tiefliegenden Verschiedenheit der Begriffe drängt wenn


es

trotz der
,

Analyse als primär und maßgebend festgehalten wird zur Einführung eines
,

besonderen realen Gebildes das der vorhandenen Verschiedenheit gewissermaßen


,

die wohl
Im

ist

es

sichtbar Ausdruck verleiht Neovitalismus die Entelechie


,


.

nicht zuletzt diesem Bedürfnis ihre Anerkennung verdankt


.

Die wissenschaftstheoretische Gegenüberstellung der Existenzbezie


hung Physik und Biologie bietet demgegenüber den Vorteil daß hier
in

in
,

der Tat eine konkrete Handhabe zum Vergleich der beiden Begriffsgebilde
die Existenzbeziehung konstituiert der Physik sowohl wie
ist

vorhanden
in
:

der Biologie genetische Reihen


an

und diesen Existentialreihen lassen


in

sich die Eigentümlichkeiten des zugrunde liegenden Existenzbegriffs sehr viel


leichter aufzeigen Diese genetischen Reihen geben auch ohne weiteres die
.

Möglichkeit wenigstens das Faktum der Verschiedenheit


an

die Hand
,

der Existenzbeziehung Physik und Biologie als solches immer wieder klar
in

und deutlich aufzuzeigen Wenn man von einem bestimmten Einzelgebilde


, ,
:

ausgehend das eine Mal der biologischen Existentialreihe


Ei

etwa einem
,
der
Der Begriff genetischen Reihe Die Genidentität

.
Mal physikalischen folgt

so
das andere der Existentialreihe kommt

,
der biologischen

zu
man verschiedenen Gebilden
konkreten Während

in
.
Reihe aus dem Ei ein erwachsenes Huhn hervorgegangen ist sind die Sub

in ,
die physikalisch

Ei
stanzen aus diesem herzuleiten sind ganz anderen

,
,

zu
Gebilden suchen oder allenfalls macht ein Bruchteil von ihnen noch einen

,
Teil des erwachsenen Huhns aus Dieser Umstand auf den noch ausführlich

,
.
zeigt daß für die wissenschaftstheoretische Unter

es
einzugehen sein wird

,
suchung der Existentialreihen Fälle gibt

zu
denen die Verschiedenheit

in
,
einer sicher aufweisbaren konkreten Sonderung führt Auf sie läßt sich zurück

.
, zu
so

greifen oft die Unterschiede verschwimmen drohen


,

.
Gewiß ist der ganze Gewinn der der konkreten Fabbarkeit der Ver

in
schiedenheit liegt lediglich als ein technischer Vorteil Er be

zu
bewerten
,

.
steht darin subjektiven

zu
die Anschaulichkeit heben und daher die Vor
,


aussetzungen für das eindeutige Auseinanderhalten und Vergleichen der gegen
übergestellten Begriffsgebilde
zu
verbessern Wer aber erkannt hat daß auch

,
.
die Wissenschaftslehre sich der Aufgabe beschreibender Bestimmung gegebener


Gegenstände nicht entziehen darf wird den Fragen der Technik einer solchen
,

Bestimmung Aufmerksamkeit schenken müssen

.
vergleichende Gegenüberstellung der Existentialbeziehung
die

Auch
verschiedener Wissenschaften hat abgesehen von ihrem größeren Wert für eine
,

systematische Ordnung dieser Wissenschaften eine wesentliche technische Bedeu


,

tung eine vergleichende relative Beschreibung mehrerer Gegenstände

ist
fast
, „


:

immer leichter ausführbar als eine absolute Bestimmung eines einzelnen


Gegenstandes den sich alle Wissenschaften dort wo

es
Diesem Sachverhalt
,

,
.
um

sich schwierige Beschreibungen handelt mit Erfolg zunutze gemacht


,

haben sollte auch zur Erleichterung des gewiß nicht einfachen Geschäfts einer
,

wissenschaftstheoretischen Beschreibung Maße Rechnung getragen


in

erhöhtem
werden Wie sehr die Methode der Vergleichung die Bestimmung der Unter
.

suchungsobjekte jeder Hinsicht erleichtert und das Auffinden mancher Eigen


in

ist

erst möglich macht Fortgang der Untersuchung


im

schaften geradezu
,

selbst sehr viel stärker zutage getreten der Darstellung sichtbar


an

als
,

werden konnte
.

III Der Begriff der genetischen Reihe Die Genidentität


.

.
Es

gilt eine Beziehung täglichen


im

erörtern die
zu

Leben
,

als

sowohl wie der experimentellen Physik der Regel etwas


in

in

Selbstverständliches angesehen wird Als Selbstverständ


so

etwas
.

gewisse Schwierigkeiten macht Aufmerksamkeit


es

liches daß die


,

auf Beziehung
besonderes Denkobjekt
zu

diese als lenken Daß


.

einer wissenschaftstheoretischen Arbeit ein Denkgegenstand


in

zu in

Frage gestellt allgemeinen nicht Frage


im

wird den man


in
,

Es

stellen pflegt bedeutet gewiß nichts Außergewöhnliches kommt


,

aber hinzu daß hier von einer Beziehung und damit von einer
,


wo

Mehrheit von Gegenständen die Rede allgemeinen


ist

im

man
,

nur von physikalischen Gegenstand sprechen pflegt


zu

einem
.

Wenn man einen Stein der Hand hält oder einen Stern mit
in

Hilfe des Fernrohrs eine Zeitlang beobachtet pflegt man von


so
,

einen Stein dem einen Stern sprechen der innerhalb der


zu

dem
,

,
als
8 Der Begriff der Genese Problem der vergleichenden Wissenschaftslehre

.
beobachteten Zeit wohl irgendwelche Veränderungen erleiden mag

,
aber abgesehen von diesen Veränderungen der eine identische


ist
Gegenstand Die Grundeigentümlichkeit der physikalischen

.
Gegenstände als zeitliche Gebilde existieren hat mit sich

zu

es
,

,
gebracht einen über eine Zeitspanne existierenden Körper begrifflich

,
zeitlich ausgedehnten Körper

zu
als einen identischen eben be

,
handeln
.
Es

kommt hinzu daß bloße Verschiedenheiten der Zeitstellen nicht als

,
eigentlich physikalische Unterschiede angesehen

zu
werden pflegen Ferner

.
wirkt dieser Richtung der Umstand daß momentane Zustände meist nur
in

,
als unselbständige Bestandteile von Vorgängen auftreten die natürliche Ein


heiten bilden

.
Ja

selbst wenn das zeitlich beharrende Gebilde während dieser


Zeit irgendwelche physikalischen Veränderungen erleidet pflegt man

,
physikalischer Gegenstände

zu
nicht von einer Mehrheit sprechen

,
ein
sondern von verschiedenen Zuständen und desselben Gegenstandes

als .
folgenden jedoch soll von einem physikalischen Gebilde nur
Im

einem einem ganz bestimmten Zeit moment existierenden Gegen


in

zu
stande die Rede sein Physikalische Gebilde die verschiedenen

,
.

?
)
Zeitmomenten existieren sollen also allemal als eine Mehrheit von Ge
,

bilden aufgefaßt werden nicht anders wie gewisse räumlich verschiedene


,

Gebilde Auch wenn zeitverschiedene Gebilde derart auseinander


.

hervorgegangen sind daß man von einem der Zeit beharrenden


in
,

Gebilde reden pflegt wird daher von einer Beziehung zwischen


zu

mehreren Gebilden sprechen


zu

sein
.

Wenn Chemiker verschiedene Stoffe gemischt hat und nun


der
Behälter den Reaktionsvorgang
geschlossenen verfolgt
um im

sei

es
,
eine Analyse durchzuführen eine bekannte Reaktionsweise nach
,

zuprüfen unbekanntes Verhalten


zu

so
oder ein noch erforschen
,

wird häufig nicht mit Sicherheit angeben können welche Reaktion


er

und wie die Eigenschaften dessen


ob

eintreten wird das heißt


,

dort
er

im

im

was Behälter vor sich hat sich Laufe der Zeit ändern
,

darüber gerade soll der Versuch Aufschluß geben Die


ja

werden
;

Beziehungen der Gleichheit und Verschiedenheit der Eigenschaften


am

des Behälterinhalts Beginn und Ende der Reaktion können


zu

unbekannt sein ohne daß darum eine Beziehung zweifelhaft


in zu
,

werden braucht die Beziehung des Auseinanderhervorgehens der


:

den verschiedenen Zeitmomenten existierenden Behälterinhalte Die


.
Gt

komplexen
im

Gesamtheit der oder einfachen Gebilde Behälter


,
am

am

der Reaktion wird was sich Anfang der


zu

Schlusse dem
,

Go
es
im

Reaktion Behälter befunden hat sei hier mit bezeichnet


,

,
-

Und zwar verschieden Beziehung auf dasselbe zeitliche Bezugssystem


in
1

.
)
Der Begriff der genetischen Reihe . Die Genidentität .

– eindeutig in die Beziehung des existentiellen Auseinanderhervor


gegangenseins gebracht . Und diese Existenzbeziehung zwischen
gerade diesem Gt und gerade diesem Gt wird unabhängig von allen
Gleichheiten und Verschiedenheiten der Eigenschaften dieser G , und
Go behauptet und mit Sicherheit auf alle dazwischenliegenden oder
späteren Gtr ohne Rücksicht auf deren Eigenschaften ausgedehnt,
sofern nur der Behälter die Abgeschlossenheit gewährleistet .
offenbar daß dieser Begriff der Genese für alles physi
ist

Es

,
kalische Denken hat große Bedeutung
der Mehrzahl der Fälle

In
.
denen vonwährend einer bestimmten
einem Zeitspanne exi
in


stierenden Körper gesprochen wird Begriff maßgebend

ist
dieser

.
Wenn man von der Ruhe der Bewegung oder dem Sichausdehnen
,
eines Körpers redet ferner häufig dann wenn man den Begriff der
,

,
Konstanz oder Inkonstanz verwendet hat man Eigenschaftsverhält

,
einer Reihe Auge die durch diese Beziehung
im
nisse von Gliedern

,
der existentiellen Herkunft eines Gliedes aus dem andern bestimmt
wird Alle chemischen Gleichungen beruhen auf der Untersuchung
.

derartiger Reihen und lassen sich als das Verhältnis der Eigen
schaften zeitverschiedener Gebilde oder Gebildekomplexe auffassen

,
der

die Beziehung des existentiellen Auseinanderhervorgegangen


in

seins stehen
.

Bevor auf die diese Beziehung der Physik charakterisierenden


in

Sätze eingegangen muß zur Vermeidung von


werden kann Ver
,

wechslungen versucht werden die gemeinte Beziehung genauer kennt


,

lich machen und ihre Eigenart gegenüber anderen Beziehungen


zu

genügend deutlich Daß dabei nicht eine jeder


zu

bezeichnen
in
, .

aufweisen
ein

Hinsicht vollständige Definition sondern nur


des Bezeichnen
zu

wurde bereits erwähnt


ist

erstreben
,

.

Genidentität und Identität


a

.
)
ist

Zunächst bei Auseinander


zu

es

bemerken daß sich dem


,

Beziehung handelt
um

um

hervorgehen eine eine Relation die


,

zumindest zwei voneinander unterscheidbare Relata voraus


setzt Zwar spricht man häufig bei zwei zeitlich verschiedenen Kör
, .

ein

pern die voneinander herstammen auch von und demselben


,

oder schlechthin von einem Körper aber eine derartige Selbigkeit


;

von der logischen Identität


ist

durchaus
zu

trotzdem unterscheiden
.

Denn die logische Identität die Windelband 1910 die


,

7
S
.
(

reine Selbigkeit eines be


nennt bezeichnet nur das Festhalten
,
»

«

fixierten Gegenstandes Die Konstatierung


im

stimmten Denken
.

dieser Identität bedeutet daß nicht eine Mehrzahl gemeinter Gegen


,

die

stände vorliegt sondern nur eine Mehrzahl von Denkakten


,

,
10 Der Begriff der Genese als Problem der vergleichenden Wissenschaftslehre .

alle denselben Gegenstand meinen ). Im Gegensatz zu dieser nur


eine Verschiedenheit der Denkakte voraussetzenden logischen Identität

bedeutet das Auseinanderhervorgehen in der Physik eine Beziehung


zwischen mehreren Gegenständen . Sie setzt eine Verschiedenheit
der in Beziehung gesetzten Denkgegenstände voraus . Physika
lische Gebilde , die auseinander hervorgegangen sind ,
müssen abgesehen von anderen möglichen Unterschieden jedenfalls
zeitlich verschieden sein .
Wir wollen , um Verwechslungen zu vermeiden ,

die
Beziehung

,
der Gebilde existentiell auseinander hervorgegangen
stehen die
in

,
sind Genidentität nennen Dieser Terminus soll nichts anderes
,

als
bezeichnen als die genetische Existentialbeziehung solche
,

.
Zunächst hatte ich versucht einen neuen Terminus

zu
vermeiden Der

.
Fortgang der Arbeit brachte jedoch die Notwendigkeit mit sich entsprechend

,
den Zeichen die später den exakten Formulierungen benutzt werden be
in
,

,
sondere sprachliche Ausdrücke einzuführen Der Terminus Genidentität für


,
.
Verwendung der Gegensatz den Eigenschaftsbeziehungen der Gleich
zu
dessen
heit und Ungleichheit maßgebend war möge jedoch nicht mit Identität
,


verwechselt werden
.

gegenständliche Beziehung
ist

im
Die Genidentität also eine

,
Gegensatz zur logischen Identität
II
(A

) .

Genidentität und Gleichheit


b

.
)

dieser notwendigen Beziehung auf verschiedene Denk


In

gegenstände stimmt die Genidentität mit der Kategorie der Gleich


heit überein Auch die Gleichheit setzt eine Mehrzahl zeitlich oder
.

sonst irgendwie verschiedener Gegenstände voraus Sie steht also


.

als eine Gegenstandsbeziehung ebenfalls Gegensatz zur logischen


in

Identität übrigen aber zeigen die Beziehungen


Im

Gleichheit und


.

Genidentität tiefgehende Unterschiede und sind durchaus aus


.

nicht durch eine Gleichung oder Un


ist

einanderzuhalten Genidentität
:

gleichung ausdrückbar
.

Körper
ein

Bewegung
zu

Wenn Beginn einer derselbe


,
a

genannt wird wie der Körper späteren Verlauf der Bewegung


im
,

,
a

soll damit der Regel nicht oder nicht nur einer Beziehung der
so

in

Gleichheit Ausdruck gegeben werden Denn eine entsprechende Gleich


.

heit mit Stelle des Körpers


an

wäre auch dann vorhanden wenn


,

,
a

Körper
ein

mit dessen Eigenschaften übereinstimmender aufgetreten


, b

Körper sich bewegt hat schließt ab


ein

wäre Das Urteil daß


,

,
.

gesehen von allen etwa darin liegenden Angaben über Gleichheiten


oder Ungleichheiten der Lage oder anderer Eigenschaften der beiden

Vgl Stumpf 1907 Natürlich kann man auch den Begriff


,

,
C
1

9
zu S
.
.

.
.
)

zeitlich ausgedehnter Körper einem solchen Denkgegenstand machen


.
Der Begriff der genetischen Reihe . Die Genidentität . 11

Körper ,

ein
die Behauptung

sie
daß ihrer Existenz nach auseinander

,
hervorgegangen daß

sie
genidentisch sind

.
")
Die Gleichheiten und Ungleichheiten der Eigenschaften
genidentischer Körper können mannigfachster Art sein

.
Eine Anzahl Körper eine Reihe von Reagenzgläsern kann
etwa

,
gleich sein ohne daß darum eine Genidentität vorliegen müßte
,

.
die
Von einer Reihe genidentischer Körper

ag

ein
az
an
,
,

.,

B
..

.
z

.
sich gleichbleibendes Reagenzglas bedeuten existiert jeder not

,
wendig einem anderen Zeitmoment Die Beziehung der Gleich
in

.
heit kann dagegen ebensogut zwischen mehreren gleichzeitig exi
Reagenzgläsern

an

bz
stierenden wie zwischen mehreren

,
,

,
C
. .
..
zeitlich verschiedenen Gläsern bestehen Der Sinn der Aussage der

um
Gleichheit bleibt wenn die Gleichheit zeitlich verschie
es
sich
,

die
verglichenen Gebilde

ob
dener Gebilde handelt unberührt davon
,

um
es
genidentisch

ob
miteinander sind oder nicht sich also die

,
aq

ag
Ag

verschiedenen Stadien eines sich gleichbleibenden


,

..
.
bą um

Reagenzglases handelt oder zeitlich verschiedene Stadien mehrerer


gleicher Reagenzgläser
ay

Cz
,
,
:

.
...

bedeutet keineswegs vollkommene Gleichheit


Genidentität Sie

.
"
unabhängig
ist

Prinzip allen bestimmten


im

vielmehr von
Gleichheiten überhaupt
Es

genidentisch
an

an
sei Dann kann
.

.
sowohl Gleichheit wie Ungleichheit der Lage
an

an

zwischen und

,
der räumlichen Gestalt der chemischen Struktur bestehen beide

;
,

Körper können alle Unterschiede des Aggregatzustandes aufweisen

,
sie

Prinzip jeder ihrer physikalischen Eigenschaften


ja

im

können
in

Unterschiede zeigen
.

quantitative Gleichheit
ist

Insbesondere die des Gewichtes

,
ay

resp der Masse von nicht mit


an

und dem Bestehen einer


.

Genidentitätsbeziehung Nicht alle


zu

zwischen ihnen verwechseln


:

zeitlich verschiedenen Körper die massengleich sind stammen aus


,

einander her Schon daraus ergibt sich daß das Gesetz von der
,
.

Konstanz der Masse bleibt hier gleichgültig


ob

der
es

es

in
,

,
-

älteren Form gilt oder gemäß der Relativitätstheorie


den Prinzipien
etwas anderes behauptet als das Vor
ist

modifizieren
zu

noch
,

um

handensein von Genidentitätsreihen Man könnte die Identität


,
.

der Begriffe Massengleichheit und Genidentität etwa


zu

erweisen
,

darauf hindeuten daß quantitative Massengleichheit häufig vor


,

allem der Chemie zum Nachweis des restlosen Auseinander


in

herstammens also der Genidentität zeitlich verschiedener Gebilde


,

benutzt wird Aber schon der Umstand daß der Satz von der
,
.

Be

Damit soll übrigens nicht behauptet werden daß der Begriff der
,
1

.
)

wegung nur mit Hilfe eines bewegten Körpers und also der Beziehung der
Genidentität definiert werden kann
.
als
12 Der Begriff der Genèse Problem der vergleichenden Wissenschaftslehre

.
Konstanz der Masse nicht umkehrbar ist den Satz von

in
der Genidentität massengleicher Gebilde gibt

es
doch

, ,
-
auch gleichzeitige Gebilde die massengleich sind zeigt daß auch


,

,
die Massengleichheit zeitlich verschiedener Gebilde noch nicht Gen

ein
identität bedeutet sondern daß hier besonderer Schluß von

von
Massengleichheit auf Genidentität vorliegt

Im
Gesetz der Konstanz

.
der Masse bestimmt überhaupt erst die Beziehung der Genidentität von

,
welchen Gebilden die quantitative Gleichheit der Masse gilt Explizit

.
ausgedrückt besagt nämlich dieses Gesetz wenn mehrere Gebilde mit

:
einander genidentisch und zwar restlos genidentisch vgl

26
S
.
.
(

])


auch massengleich Dieses Gesetz ist durch Vergleich
sie

sind
so

sind
,

.
einer bestimmten Eigenschaft Gebilden ge

an
nämlich der Masse

,
funden worden deren Genidentität zuvor allemal anderweitig fest
,

gestellt werden mußte Wie Genidentität sich feststellen läßt wird

,
. .
zu

gleich erörtern sein Hier ist nur wesentlich daß die Behauptung

,
Rück

ein
einer Genidentität auf Grund von Massengleichheit als
schluß basiert auf der Umkehrung eines
ist

charakterisieren
er
zu

empirisch gefundenen Gesetzes über genidentische Gebilde das die

,
mögliche Feststellung der Genidentität ohne Benutzung ihrer Massen
gleichheit voraussetzt
.

Der Chemiker schließt aus der Massengleichheit der untersuchten Stoffe


am Anfang und am Ende der Reaktion übrigens der Regel nur darauf daß
in

,
kein Teil der betreffenden Substanzen verloren gegangen oder hinzugekommen
ist wenn bereits feststeht daß die betreffenden Gebilde überhaupt auseinander
,

hervorgegangen sind
.
der

Der Begriff Genidentität und die Behauptung des Vor


liegens dieser Beziehung einem bestimmten Falle bliebe demnach
in

unverändert auch wenn sich das Gesetz von der Konstanz der
,

als falsch erweisen würde wäre möglich daß gen


es

Masse
,

,
d
h
.
.

identische Gebilde nicht immer massengleich sind auch wenn


,

die

man die Modifikation durch Relativitätstheorie berücksichtigt


,
-

und wie jede andere auch eine solche Ungleichheit


es

ließe sich
,

genidentischer Gebilde empirisch feststellen Die Genidentität


.

prinzipiell ihrer quantitativen


an

zweier Gebilde steht also


zu
az

und
Massengleichheit oder ungleichheit keinem anderen Verhältnis
in
-

den quantitativen oder qualitativen Gleichheiten oder Ungleich


zu

als
ist

Prinzip
sie

Eigenschaften
im

heiten der anderen dieser Gebilde


:

unabhängig von dem Vorliegen bestimmter Gleichheiten Dasselbe gilt


.

von den Ungleichheiten mit Ausnahme lediglich der Zeitposition


,
da

Zeitverschiedenheit der Relata eine notwendige Voraussetzung für


das Vorliegen der physikalischen Genidentitätsbeziehung zwischen
ihnen bildet Diese Verschiedenheit bezieht sich jedoch nicht auf
.

solche mit der Zeit zusammenhängenden Eigenschaften wie die



Der Begriff der genetischen Reihe . Die Genidentität . 13

Geschwindigkeit , sondern lediglich auf die Verschiedenheit der


Stellung des Gebildes innerhalb der Ordnung des Nacheinander .
Es wird sich später zeigen , daß die Ordnung innerhalb der Reihen

ist
genidentischer Gebilde nicht auf die Zeitordnung zurückzuführen sondern

,
daß der Begriff der genetischen Reihe wahrscheinlich fundamentaler ist als
der der Zeitordnung

.
.
Wie mit der Massengleichheit verhält sich überhaupt mit der

es
Beziehung der Konstanz zur Genidentität Man versteht unter

.
Konstanz oder Inkonstanz die Gleichheit oder Ungleichheit der
Eigenschaften einer beliebigen Reihe von Gegenständen der

In
.
Physik wird der Begriff häufig wenn auch keineswegs ausschließ

,
die
lich von Reihen gebraucht aus genidentischen Gebilden be
,

ein

ein
so

stehen daß dann Konstanz Gleichbleiben Inkonstanz


,

,


Sichverändern der Eigenschaften von Gliedern einer genetischen

Reihe bezeichnet Überdies interessiert sich die Physik der Regel

in
.

nicht für die Genidentität als solche sondern nur für das Verhältnis
der Eigenschaften der genidentischen Gebilde und mag ,

es
so
kommen

,
daß der Begriff der Konstanz nicht immer deutlich von dem der
Genidentität getrennt wird
.
Ein

anderer Begriff der vielleicht


zu
Irrtümern Anlaß geben
,

der der Äquivalenz Äquivalenz zweier Gebilde be


ist

könnte
,

deutet der Physik die Austauschbarkeit dieser Gebilde einem


in

in
Wirkungszusammenhange ihre Wirkungsgleichheit Die
,
d

h
.
.

.
Äquivalenz läßt sich nicht derselben Weise unmittelbar wahr
in

nehmen wie qualitative oder quantitative Gleichheiten Be


in
schreibungszusammenhängen könnte fraglich erscheinen

ob
es

und
;

,
überhaupt mit einer Gleichheitsbeziehung tun hat
zu
es

man Daß
.

die Äquivalenz jedoch nicht eine Genidentität sondern eine Gleich


,

heitsbeziehung daß zwei Gebilde sehr wohl


ist

wird daran deutlich


,

äquivalent sein können ohne auseinander hervorgegangen


zu
,

sein
:

auch mehrere gleichzeitig existierende Gebilde können äqui


B
z
.
.

Äquivalenz typische Er
ist

valent sein Die die Gleichheit bei



.

klärungszusammenhängen vgl nämlich diejenige Gleich


IV

),
A

A
X
u
(
.

.

heitsbeziehung die sich bei einer auf Ursachen resp Bedingungs


,

. .

zusammenhänge gerichteten Betrachtungsweise ergibt Äquivalenz


beziehungen Gegensatz zur Genidentität
im

kann man der Form


in

einer Gleichung darstellen


.

Der Begriff der Genidentität der Existentialbeziehung


als
die

von Gebilden auseinander hervorgegangen sind ist demnach


,

wohl unterscheiden von allen qualitativen oder quanti


, zu

tativen unmittelbar wahrnehmbaren oder nicht unmittel


bar wahrnehmbaren Gleichheiten und Ungleichheiten Als
.

charakteristisches Zeichen dieses Unterschiedes ergibt sich der Um


als
14 Der Begriff der Genese Problem der vergleichenden Wissenschaftslehre

.
daß eine Genidentitätsbeziehung

als
stand solche sich nie durch

,
eine mathematische Gleichung ausdrücken läßt

.
Die Feststellung der Genidentität

.
)
Da
Genidentität nicht immer mit Gleichheit und Nicht Genidentität nicht

ab
immer mit Ungleichheit parallel geht

ist

es
von dem besonderen Einzelfall

,
hängig der Nachweis einer Genidentität über die Feststellung einer Gleichheit
ob
,

oder einer Ungleichheit führt Wenn auseinanderliegenden Zeitabschnitten

in
.
beobachtet wird daß ein Stern die gleiche Bahn zurücklegt und daß

er
beide

,
Male etwa ,
Helligkeit und Spektrum

so
wesentlich übereinstimmt wird man
in

,
auf die Genidentität der beiden Sterne schließen also davon sprechen

,
B
z
.
.
als

daß der Stern Komet die gleiche Strecke zum zweiten Male durchläuft

.
Würde sich jedoch aus der Berechnung der Sternbahn ergeben daß infolge Ein

,
wirkens anderer Körper inzwischen notwendig eine Änderung hätte eintreten
spricht sich trotz der vor

es
so

müssen die Gleichheit der Bahn dafür daß


,

,
liegenden großen Übereinstimmungen um zwei verschiedene Himmelskörper
Sinne von nichtgenidentisch
im

handelt verschieden Werden zwei ruhende


,

.
Körper am
gleichen Ort unveränderter Form und
zu

in
verschiedenen Zeiten
Lage beobachtet sprechen die vorhandenen Gleichheiten für die Genidentität
so
,

der beiden Körper nur dann wenn kein Vorgang eingetreten ist der die Form

,
,

oder die Lage des Körpers inzwischen hätte ändern müssen Wenn man

B
z
.

.
.
ein Reagenzglas
an

an
derselben Stelle des Laboratoriums wiederfindet dem

,
am

im
Tage zuvor verlassen hat wird die Genidentität beider Gläser
so
es

man
,

allgemeinen nicht zweifelhaft sein Wenn dagegen inzwischen mit Sicherheit


.

ein Ereignis eingetreten das die Zerstörung des Reagenzglases hätte nach
ist
,

aus der Gleichheit der Lage und Gestalt der Gläser


ist
so

sich ziehen müssen


,

ein anderes Reagenzglas


an
zu schließen daß inzwischen die Stelle des ersten
,

um
ist

es

gesetzt worden daß sich also nicht genidentische Gläser handelt

In
,

.
der Tat wird häufig gerade von einer bestimmten Ungleichheit weil sie gesetz ,
mäßig erwarten war positiv auf die Genidentität zweier Gebilde geschlossen
zu

.
Alle diese Beispiele enthalten jedoch Rückschlüsse auf Genidentität

,
die auf Grund von Erfahrungen über Gleichheit und Ungleichheit genidentischer
ob
es

Gebilde gezogen werden und erscheint zweifelhaft sich Genidentität


,

überhaupt
so

unmittelbar feststellen läßt wie Gleichheit Man könnte diesem


in
.

Zusammenhang
an

die kontinuierliche Beobachtung des Beharrens denken Aber


.

wenn man dieses Beharren auf den kontinuierlichen Übergang der wahrnehm
Eigenschaften bezieht
so

baren scheint das Vorliegen solcher Kontinuität


,

physikalischer Erscheinungen wie das Beispiel des Films wenigstens einem


in
,

Punkte zeigt und Entsprechendes wäre für die nicht visuell wahrnehm
ja
-

Eigenschaften denkbar noch nicht jedem Falle die Genidentität


baren
in
,

der physikalischen Körper


zu

beweisen
?
)
.

Eine wesentliche Rolle bei der Feststellung der Genidentität spielt der
in

Physik die Benutzung eingeschlossener Systeme Durch das Auf III


A

).
(

richten physikalischer Grenzen wird dafür Sorge getragen daß von den ein
,

geschlossenen Gebilden nichts verloren geht und


zu

ihnen nichts hinzukommt


.

Der physikalische Abschluß von anderen Gebilden das für die experimen
ist

telle Physik fundamentale Mittel die restlose Genidentität zeitlich


,

verschiedener Gebilde sicherzustellen Sobald feststeht daß die Grenzen


,
.
- als

die

Vgl Analogie der Biologie Darstellung einer Entwicklung


in
1

.
)

Präparate Reihen
66

durch
S
.
.
.
Der Begriff der genetischen Reihe . Die Genidentität . 15

für die betreffenden Gebilde wirklich undurchlässig sind ,

ist
die Genidentität
der eingeschlossenen Gebilde auf jeden Fall einwandfrei gesichert mögen sich

,
die Eigenschaften dieser Gebilde noch

im
ein

so
sehr verändert haben Was

.
überhaupt ein besonderer Ab

ob
zelnen Falle als Grenze anzusehen ist und

.
schließungskörper notwendig ist von den besonderen Umständen abhängig

ist
,

.
Das Prinzip der Abschließung und die Bedeutung des Verhaltens solcher ab
geschlossenen Systeme als experimentum crucis für die Untersuchung der Eigen
schaftsbeziehungen genidentischer Gebilde bleibt dadurch unberührt Gelingt

.
an
eine bestimmte Veränderung Gegenständen nachzuweisen
es

die ein ein


,

,
selbst die Veränderung

es
geschlossenes System bilden und wäre ihrer Masse

,
so

damit die Möglichkeit der Veränderung genidentischer Körper


ist

dieser

in
Hinsicht eindeutig festgestellt

.
Es

Begründung der Genidentität

ob
könnte somit scheinen als die

,
überhaupt unabhängig von demGleichheiten oder Ungleich
Nachweis von
sei vgl Windelband

19
Demgegenüber ist zweierlei

zu
heiten 1910

S
,

,
(

.
).
bedenken Nicht immer wird aus dem Verhalten der einem System ver

in
:

einigten Gebilde auf die Eigentümlichkeiten genidentischer Gebilde geschlossen

,
sondern statt dessen behauptet daß die abschließenden physikalischen Körper
,

den betreffenden Fällen keine wirklichen Grenzen sondern durchlässig


in


waren Schon dies legt nahe daß hier noch andere Prinzipien mit
,
.

spielen müssen Vor allem aber beweist das tatsächliche Abgeschlossensein


.

nur die Restlosigkeit

b die
der Genidentität zweier Komplexe nicht aber

,
Genidentität dieser Komplexe selbst Die Abschließung des Inhalts und

a
:

zweier Kolben und mag vollkommen sein um aber von der Genidentität
B
A

zu
az

der Substanzen und und der Substanzen und sprechen können


b

b
a
,

,
muß außerdem feststehen daß der Kolben wirklich von und nicht
,

,
A

A
von abstammt Der Nachweis der Genidentität ist nur von den einge
B
,

schlossenen auf die einschließenden


Substanzen Körper abgeschoben Der Fort

.
für

schritt Beweisführung der Genidentität besteht lediglich darin


die daß

,
wenn die einschließenden Körper genidentisch sind die Restlosigkeit der
,

Auf diesen Begriff


ist ist

Genidentität der eingeschlossenen Substanzen bewiesen


.

der Restlosigkeit wird später einzugehen sein Hier wesentlich daß der
,
.

Nachweis der Genidentität überhaupt mit der Anwendung des Prinzips der
nicht erledigt bietet das Zurückgehen auf
, ist

Abgeschlossenheit Ebenso
.

kleinste unteilbare Elemente


auf Moleküle Atome Elektronen keine
,

,

besonderen Hilfsmittel
Beweis der Genidentität
zum zweier Körper Bei der
.

Frage
B ob

ein bestimmtes Elementarteilchen mit einem zweiten solchen


«
,

Teilchen genidentisch ist oder nicht fällt bei wirklicher Unteilbarkeit lediglich
,
.

die Möglichkeit teilweiser Genidentität fort


1
).

der Praxis des Experiments benutzt man zur Feststellung der Gen
In

identität der einschließenden Körper zweifellos häufig bestimmte Gleichheiten


,
die

irgendwelche besonderen Kennzeichen


ist zu

eventuell ausdrücklich
,

diesem Zwecke angebracht werden Ob damit die Notwendigkeit erwiesen


,
.

Genidentität prinzipiell mit Hilfe irgendwelcher Gleichheiten oder Ungleich


um
zu

sich nicht
es

heiten beweisen kann hier wo diese erkenntnistheoreti


,
,

schen Fragen als solche handelt sondern wo der Begriff der Genidentität nur
,

genügend deutlich charakterisiert werden soll dahingestellt bleiben Möglich


,

der Begriff des kontinuierlichen Beob


es

wäre immerhin daß etwa


,

Windelband
18

Gegensatz
im

Allerdings
zu

vermag
in

ich 1910
S
,
1

)
.
(
)

der Anwendung der Genidentität auf Atome auch nicht eine prinzipielle Er
höhung der Schwierigkeiten
zu

sehen
.
als
16 Der Begriff der Genese Problem der vergleichenden Wissenschaftslehre

.
der
achtens einen Ausweg öffnete der mit der Befreiung von durchgängigen

,

Notwendigkeit eines indirekten Beweisganges der Genidentität zugleich
die Loslösung ihrer Begründung von dem Eingehen auf Gleichheitsbeziehungen
mit sich brächte Jedenfalls müßte man sich dann zur Behauptung der

.
unmittelbaren Wahrnehmbarkeit der Genidentität entschließen Denn

.
man wird kaum annehmen können daß die Begründung der Genidentität über

ist
haupt unabhängig von Gleichheit und Ungleichheit

an
und zugleich der

,
lediglich indirekten Erkenntnis

an
der bloßen Erschließbarkeit der Genidentität

,
festhalten ( AV
).
Existentialbeziehung und Eigenschaftsbeziehung
d
)

.
Unberührt von allen Erwägungen über ihre Feststellung bleibt

als
die völlige Trennung der Beziehung der Genidentität einer be
sonderen Gegenstandsbeziehung von den Beziehungen der Gleichheit
und der Ungleichheit Selbst wenn die Feststellung der Genidentität
.

ein
konkreten Falle notwendig

an
das Gleich
im

Schlußverfahren

,
heitsbeziehungen verwendet gebunden sein sollte wäre damit der

so
,

,
Begriff der Genidentität dem Begriff der Gleichheit keiner Weise

in
Es

angenähert würde sich damit nämlich ergeben haben daß

,
.

Genidentität Gegensatz Teil unmittelbar wahr


im

zu

den zum
nehmbaren Gleichheiten prinzipiell nur erschließbar

ist
.
Sinne spricht man von der Gleichheit als einer

re
In

diesem


flexiven Kategorie gl Windelband 1910 der gegenüber die
,

),
.

(v

Genidentität als konstitutive Kategorie bezeichnen wäre zu

.

Auch wenn sich jedoch die Behauptung einer geringeren Unmittel


barkeit der Erkenntnis die ähnlicher Weise von der Beziehung
ja
in
,

Ursache Wirkung seit Hume immer wieder hervorgehoben


-

wird bei der Genidentität nicht durchgehends aufrechterhalten


, ,

ließe bliebe noch ein anderer Unterschied anzuerkennen der mit


,

der Gegenüberstellung Kategorie ausgedrückt


zu

dieser werden
Eigenschaften von
ist

pflegt Die Gleichheit eine Beziehung der



:

Dingen während die Genidentität eine Beziehung der Dinge


,

im „


ist

selbst Das hängt damit zusammen daß Genidentität Gegen


,
.

satz zur Gleichheit auf Existenz geht und Existenz keine Eigen

eines Dinges läßt sich nie von irgend


ist

schaft Genidentität

die
sie

welchen Eigenschaften aussagen bedeutet auch nicht Bo


,

ein

sie

zogenheit verschiedener Eigenschaften auf einziges Ding wie


,

für die Unterscheidung von Substanz und Akzidenz maßgebend


pflegt eine Beziehung zwischen


ist
zu

sein sondern verschiedenen


,

existierenden Dingen als solchen eine Existentialbeziehung Um


,

1
).


die

gekehrt läßt sich Gleichheit oder Ungleichheit immer nur von den
sie

Eigenschaften und nicht von der Existenz aussagen sind Eigen


;

Über die Gründe warum hier nicht von einer Realbeziehung


,

son
1

,
)

dern einer Existentialbeziehung gesprochen wird vgl VII und VIII


A
,

.
Der Begriff der genetischen Reihe . Die Genidentität .

schaftsbeziehungen “. Dieser Unterschied , — der übrigens nicht zu

ist
verwechseln mit
Unterschied von Substanz und Funktions
dem

-
begriffen und den dabei Betracht kommenden Ding und

in


Eigenschafts begriffen

IV
macht sich mit Rücksicht auf das

),

,
(A



was durch Genidentität und was durch Gleichheit aufeinander be
zogen wird mehrerer Hinsicht bemerkbar
in
,

:
der gebräuchlichen Ansicht festhält daß nur

an
Wenn man

,
1
.

die Eigenschaften nicht aber die Dinge unmittelbar erfaßbar sind


,

,
ist

wie erwähnt die Genidentität gegenüber der wahrnehmbaren


,

indirekt erkennbar anzusehen AV


als
Gleichheit immer nur

).
(
Ferner kommen einem Gebilde einem bestimmten Zeit

in
2
.

punkt eine große Anzahl verschiedener Eigenschaften

zu
aber

,
jedenfalls für die Betrachtung innerhalb einer bestimmten Wissen
-

immer nur eine Existenz

ein
schaft Daher bietet Gegenstand

.
der Regel für das Vergleichen eine reichere Bezugsmöglichkeit
in

;
und zwar nicht wegen der Anzahl der Gebilde die mit ihm

in
,
Beziehung gebracht werden

ist
können denn diese Anzahl auch
,

bei der Genidentität unbeschränkt wohl aber bleibt selbst für zwei
;

gegebene Gebilde die Vergleichsmöglichkeit noch mannigfaltig gemäß

,
der Mannigfaltigkeit der Eigenschaften während die Genidentitäts
,

beziehung zweier gegebener Alle gleichen


Gebilde nur eine ist
.
Gegenstände müssen notwendig irgendeiner Hinsicht verschieden
in

sein wie alle ungleichen Gebilde irgendeiner Hinsicht notwendig


in
,

gleich sein müssen Gebilde die genidentisch sind brauchen da


,

,
.

keiner Weise auch irgendwie nichtgenidentisch sein oder


zu

gegen
in

umgekehrt
.

Bei
der Gleichheit lassen sich ferner quantitative und
3
.

qualitative Gleichheit unterscheiden sie besitzt Grade während


,

diesem Sachverhalt auf seiten der Genidentitätsbeziehung


in
B
z
.
.

der Physik nur allenfalls der Unterschied zwischen der Genidentität


»

überhaupt und der restlosen Genidentität der Genidentität


,
d
h
«

.
.

der Gesamtheit aller Bestandteile der Beziehung gebrachten Ge


27 in

bilde gegenüberzustellen Vgl


ist
,

S
.

.
.
(

.)
die

Will
man Gleichheit oder Ungleichheit nicht auf die Eigenschaften
,

auf die Dinge selbst beziehen formu


zu
so

so

sondern wäre der Unterschied


,

um

lieren Die Gleichheit zwischen zwei physikalischen Gebilden bedarf eine


,
:

eindeutige Beziehung bezug auf die die


zu

sein noch einer Hinsicht


in
,

,

Gleichheit resp Ungleichheit besteht Die Existentialbeziehung der Genidentität


.

bereits durch die beiden physikalischen Gebilde eindeutig bestimmt


ist

ohne
,

daß eine Hinsicht der Beziehung nötig oder möglich wäre


.

Die ganze Mannigfaltigkeit der einzelnen Gegenstände


4
.

sowohl wie der Gesetze einer Wissenschaft und ihre Anord


nung gehen auf Unterschiede zurück die sich bei der Anwendung
,

der Gleichheits und Ungleichheitsbeziehung ergeben Alle


-

Lewin Genese.
,
als
18 Der Begriff der Genese Problem der vergleichenden Wissenschaftslehre

.
Abgrenzung verschiedener Konstanz
und Variationsbereiche leitet

-
sich von diesen Relationen her Denn die Genidentität
reflexiven

.
stellt kein solches Ober und Untergruppen klassifizierendes resp

in

,
-

.
spezialisierendes Element dar obschon sie häufig bei Gesetzen der

,
Konstanz und Inkonstanz benutzt wird und gerade sie oft die Reihe
von Gebilden bestimmt die das Gesetz Beziehung zueinander

in
,
bringt wie beim Gesetz von der Konstanz der Masse Gemäß
,

B
z
.
.

.
dem Willen zur Systematik und Ordnung geht das Interesse der
einzelnen Wissenschaft auch wo sich mit Gebilden beschäftigt

sie
,

, ,
die Genidentitätsbeziehung stehen nicht auf diese Genidentität
in

,
Gleichheiten und Ungleichheiten der gen
die

sondern auf

so
identischen Gebilde Die Erkenntnis der Genidentitätsbeziehung

,
.

einmal als besondere Aufgabe angestrebt wird


sie

ist
fern immer

,
sie
nur Mittel zum Zweck sei denn daß idiographischen
es
Zielen
,


dient
.

Genidentität und Kausalität


e

.
)

der Eigentümlichkeit auf Dinge und nicht auf Eigenschaften


In

gehen stimmt die Genidentität zum Teil mit der Beziehung


zu

Wechselwirkung

sie
von ihr ein

ist
der überein Unterschieden
.

mal dadurch daß die Wechselwirkung eine Beziehung gleichzeitiger


,

Gebilde darstellt während die Genidentität eine Existentialbeziehung


,

Nacheinander Ferner dadurch daß die Wechsel


ist
im

der Gebilde
,
.

wirkung keine eigentliche Existentialbeziehung sondern eine funk


,


tionelle Abhängigkeit ausdrücken will

Das gleiche gilt von der der Wechselwirkung allgemeinen


im

gegenübergestellten Beziehung von Ursache und Wirkung

die
,
sich ebenfalls nicht mit der Genidentität deckt wenn auch der
,

häufig recht vage gebrauchte Ursachenbegriff der Regel irgend


in

welche Genidentitätsbeziehungen mitumfassen soll Der Unterschied


.

liegt einmal darin daß man von Ursache und Wirkung nur bei
,

einer Reihe Geschehnissen


sprechen pflegt die auseinander
zu

von
,

hervorgegangen sind Man pflegt zwar eine Bewegung die


,
B

a
.

.
.
z

Ursache einer Wärmeenergie aber man pflegt nicht


zu

nennen
,

),
a

einen Stein die Ursache desselben Steines einem späteren


in
,

,
b

b


zu

Moment nennen obgleich gerade diesem Falle ein besonders


in
,

einfaches Beispiel einer Genidentitätsbeziehung vorliegt Dinge


,
.

hervorgegangen allgemeinen
im

die auseinander sind bezeichnet man


,

nicht als Ursache und Wirkung Der Begriff der Genidentität drückt
.
die

demgegenüber Beziehung des existentiellen Auseinanderhervor


Ob

ist

eine solche Bezeichnung wirklich einwandfrei braucht hier nicht


,
2
)

zu

untersucht werden
.
Der Begriff der genetischen Reihe . Die Genidentität . 19

gegangenseins unabhängig davon aus , ob es sich um Geschehnisse


oder um Dinge handelt .
Es kommt hinzu , daß im Begriff von Ursache und Wirkung
die Behauptung einer funktionellen Abhängigkeit der Wirkung
derart daß der eine Faktor als der

ist
von der Ursache enthalten

,
bestimmende der andere als der abhängige Faktor betrachtet
wird ,
Der Begriff der Genidentität dagegen läßt diese Abhängigkeits
.

VI Der Begriff der Ursache Sinne des be

im
verhältnisse offen
(A

.
ist )
stimmenden Faktors denn auch nicht auf Fälle beschränkt bei

,
denen eine Genidentitätsbeziehung vorliegt das zeigt die Defi

B
.
.
z
nition der Kraft Veränderung Der Begriff VIII
als

Ursache einer

(A

).
der Ursache und Wirkung hebt ferner auch wo auf genidentische

er
,
Gebilde angewendet wird der Regel weniger die Beziehung der
in
,

der Eigen
als

Existenz hervor die funktionelle Abhängigkeit

Er
schaften dieser genidentischen Gebilde faßt seine Beziehungs

.
stücke als Größen auf die qualitativen und quantitativen
in
,

Gleichheitsbeziehungen stehen
.

dieser Hinsicht steht der auf genidentische Gebilde bezogene Ursachen


In

begriff der Genidentität ähnlich gegenüber wie der Konstanzbegriff sofern

,
dieser auf genidentische Gebilde angewandt wird befaßt sich mit dem er
:

Gleichbleiben oder der Veränderung dem Ungleichwerden genidentischer



(

)
Gebilde deren funktionelle Abhängigkeit behauptet
er
,

Genidentität und Erklärungszusammenhang .


f)

Schließlich soll zur Charakteristik des Genidentitätsbegriffs kurz


auf die Rolle eingegangen werden die der fortschreitenden Ent
er
in
,

wicklung einer Wissenschaft spielt Die Genidentitätsbeziehung ent


.

faltet ihre volle Bedeutung einer Wissenschaft erst dann wenn es


in

dieser nicht mehr vorwiegend auf einen Beschreibungs sondern


-,

auf einen Erklärungszusammenhang ankommt Unter Erklären ver


.

stehen wir hierbei nicht das Schaffen einer Ordnung das Hinein
,

stellen eines einzelnen Faktums den Zusammenhang einer Theorie


in

als was das Erklären häufig aufgefaßt wird Denn ebenso wie
?
. ).

Erklärungs gibt auch Beschreibungstheorien Der mit der Gegen


es
-

überstellung von Beschreiben und Erklären hier gemeinte Unter


schied liegt vielmehr darin daß bei Beschreibungszusammenhängen
,

die Eigenschaften der Untersuchungsobjekte unabhängig von den


Ursachen Wirkungszusammenhängen dieser Gebilde Beziehung ge
in
-

bracht werden während die Erklärungsbegriffe gerade die Besonder


,

an

heiten betreffen die den genetischen Reihen und funktionellen


,

Abhängigkeiten dieser Gebilde zutage treten der Entwicklung


In
.

196

Rickert 1913 106 Driesch 1917 braucht den


,

,
B
1

S
z


.
.

.
)

Terminus erklären für endgültig ordnen



.
20 Der Begriff der Genese als Problem der vergleichenden Wissenschaftslehre .

der Physik und neuerdings der Biologie läßt sich verfolgen ,


in der
wie die Forschung von einer Bevorzugung der Beschreibungs
zusammenhänge zur Bevorzugung der Erklärungszusammenhänge
fortschreitet (vgl. A X ). Erst wenn diese typische Wandlung eintritt, die
zugleich dem Gesetzesbegriff eine zentrale Stellung im System gibt ,
und die unter den reflexiven Beziehungen der Vergleichungen be
sonders die Beziehung der Äquivalenz in den Vordergrund schiebt ,
macht sich die Bedeutung des Genidentitätsbegriffs im Erkenntnis
prozeß voll geltend .
Insofern ist es nicht zufällig , wenn sich erst jetzt , nachdem die Biologie
diese Entwicklungsstufe erreicht hat , eine vergleichende wissenschaftstheoretische
Gegenüberstellung des Genidentitätsbegriffes in Physik und Biologie in Angriff
nehmen läßt . Denn der Ausbau des Erklärungssystems bedeutet eine große
technische Erleichterung für die Durchführung eines derartigen wissenschafts
theoretischen Vergleichs . Auch so noch macht sich der immerhin relativ ge
ringe Ausbau des biologischen Erklärungssystems erschwerend bemerkbar .

Zusammenfassend wäre als charakterisierende Kennzeichnung


des Genidentitätsbegriffs , wie er sich an dem Beispiel der Gen
identitätsbeziehung von physikalischen Dingen ergeben hat , Folgendes
zu erwähnen : Die Genidentität , die genetische Beziehung ,

ist

im
die
Gegensatz zur logischen Identität auf einer Mehrheit von
,

Denkakten beruht eine Beziehung zwischen mehreren Gegen


,

ständen Sie setzt


zumindest zwei verschiedene Gebilde vor
.

aus und zwar müssen genidentische Gebilde der Physik jedenfalls


,

zeitverschieden sein Abgesehen von dieser Stellenverschieden


.

heit der Zeit hat der Begriff der Genidentität keine prin
in

zipielle Beziehung irgendwelchen bestimmten Gleichheiten


zu

oder Ungleichheiten läßt sich nicht durch eine Gleichung


Er
.

ausdrücken und auch die Feststellung der Genidentität ist unab


,

hängig von allen oder jedenfalls von bestimmten Gleichheiten und


Ungleichheiten nicht mit der quantitativen
sie

Insbesondere ist
.

Massengleichheit sonst Konstanzbegriff ver


zu

oder einem
Gegensatz Kate
im

wechseln betrifft reflexiven


zu

Sie diesen


.

Eigenschaften eine Existential


ist

gorien nicht sondern


,

beziehung zwischen Dingen und zwar die Existentialbeziehung


im
,

Nacheinander Von der Ursache Wirkungsbeziehung unterscheidet


-
.

sich die Genidentität unter anderem dadurch daß sie keine funk
,

tionelle Abhängigkeit zwischen einem unabhängigen und einem ab


hängigen Faktor bedeutet Ob Genidentität direkt oder nur indirekt
.
ist

erkennbar steht mit der Frage der Wahrnehmbarkeit der exi


,

stierenden Dinge als solcher Zusammenhang


in

.
Die Genidentität von Dingen und von Geschehnissen .

IV . Die Genidentität von Dingen und von Geschehnissen .


Bei der Anwendung des Genidentitätsbegriffes in der Physik werden in
der Regel zwei verschiedene Arten von Reihen auseinander hervorgehender
Glieder unterschieden . Verfolgt man , was aus einer physikalischen Gegeben
heit , z. B. einer verbrennenden Kohle , hervorgeht , so kommt man einmal zu
bestimmten Gasen oder Bestandteilen von Gasen und Rückständen , die später
etwa in irgendwelchen Teerprodukten wiederzufinden sind . Andererseits führt
die Reihe des Auseinanderhervorgehens über die Erwärmung des Wassers und
die Erhitzung des Dampfes , über die Drehung des Schwungrades der geheizten
Maschine zum Licht der elektrischen Birne . Diese beiden Arten von Reihen
werden herkömmlich als Verwandlung der Materie und der Energie bezeichnet ,
Die Möglichkeit , sich in mehrere Zweige zu spalten und mit anderen solchen
Reihen zu vereinigen , wie sie beim Zerfall eines Körpers in mehrere Bestand
teile vorliegt , und wie sie auch gegeben ist , wenn eine Bewegung sich zum
Teil in eine andere Bewegung, zum Teil in Wärme umsetzt , ist eine wesentliche
Bestimmung der Genidentitätsreihen der Physik , auf die noch ausführlich ein
zugehen sein wird (vgl. S. 40 ff.). Aber bei der Unterscheidung der beiden
Arten von Genidentitätsreihen , die hier als die Existentialreihe der „ Dinge
und die Existentialreihe der „Geschehnisse “ bezeichnet werden sollen ?) .
scheint es sich um mehr als um eine derartige Spaltung zu handeln . Auch
wo eine Spaltung der Dingreihe nicht eintritt , etwa bei einem fallenden Stein ,
der ohne zu zerspringen auf einer Unterlage zur Ruhe kommt , verläuft daneben
die Reihe der auseinander hervorgehenden Geschehnisse , die in irgendwelchen
sich fortleitenden Wärmeprozessen zum Ausdruck kommt . Diese Geschehnisse ,
zu denen die relative „ Ruhe “ ebenso zu rechnen ist wie die relative Bewegung,
zeigen sich zugleich immer an “ irgendwelchen Dingen . Die Verschiedenheit
beider Reihen tritt besonders darin zutage , daß man von demselben An
fangsglied , z . B. einem bewegten Körper , aus zu verschiedenen gleichzeitigen
Gliedern kommt . Diese Reihen sind vielleicht insofern völlig voneinander
getrennt, als aus Dingen nicht Geschehnisse hervorgehen können oder um
gekehrt .
Die Frage , ob die Zweiheit der Genidentitätsreihen endgültig aufrecht
ein

zuerhalten und ihr Unterschied prinzipiell anderer sei als etwa der
,

Zusammenhange nicht
so

zwischen Elektrizität und Wärme ist diesem


in
,

wesentlich daß hier ausführlich auf die zahlreichen Versuche die eine Reihe
,

auf die andere zurückzuführen eingegangen werden müßte Hervorzuheben


,

.
ist

nur daß auch bei den Geschehnisreihen die Genidentität zweier Gescheh
. ,

nisse die Tatsache ihres Auseinanderhervorgegangenseins nicht mit der


,

,
d
h
.

quantitativen Gleichheit ihrer Energie Ebensowenig wie


ist
zu

verwechseln
.

aus der Gleichheit der Masse oder chemischen Valenz verschiedener Dinge
eindeutig auf ihre Genidentität geschlossen werden kann folgt aus der Gleich
sie ,

heit der Energie zweier Geschehnisse eindeutig daß auseinander hervor


,

gegangen sind Das Gesetz von der Erhaltung der Energie das besser das
es ,


.

Gesetz der Konstanz der Energie genannt wird


da

ja

Gleichheits
,

beziehungen ausdrückt besagt Wenn verschiedene Geschehnisse existentiell


,

restlos auseinander hervorgegangen


so

restlos genidentisch sind sind ihre


,
(„


)

Energiemengen gleich Dieses Gesetz ist ebenso wie das Konstanzgesetz der
.

Masse nicht umkehrbar gleichzeitig existierende


im

Denn auch
,
d
h
.

.
.

gleichen Zeitabschnitt verlaufende Geschehnisse können bezug auf ihre


in

Vgl Lotze Metaphysik


,

,
2

8
S
.

.
.
)
22 Der Begriff der Genese als Problem der vergleichenden Wissenschaftslehre ,

Energie quantitativ gleich sein . Das Gesetz der Konstanz der Energie
daher analog dem Gesetz von der Konstanz der Masse ein empirisches

ist
Gesetz über die Gleichheit und Verschiedenheit genidentischer Geschehnisse

,
das auf Grund von Untersuchungen aufgestellt ist deren

an
Geschehnissen

,
Genidentität bereits unabhängig von ihrer Energiegleichheit feststehen mußte

.
Auch hier hat das Schaffen eingeschlossener Systeme eine wesentliche
Rolle gespielt die Experimente von Joule über das mechanische

an
es
sei nur

;

Aquivalent der Wärme erinnert Die abschließenden physikalischen Grenzen

-
müssen jedoch bei Geschehnissen häufig von anderer physikalischer Beschaffen
heit sein als bei Dingen Ebenso wie bei den Dingen hat man demnach die

.
existierenden Geschehnisse als solche von ihren Eigenschaften der

B
.z
,

.
Richtung und Geschwindigkeit einer Bewegung Die Energie

zu
unterscheiden

.
ist diesem Zusammenhang als eine Eigenschaft anzusehen die potentielle
in

,

"
Energie als Eigenschaft einer Ruhelage
B
z
.
.

.
Wiederum soll übrigens wie bei der Bezeichnung der Masse als Eigen
schaft eines Dinges diese Auffassung nicht bedeuten , daß hier irgendwelche

,
,

Reihenbegriffe isolierten Eigenschaften verdinglicht daß Funktions


zu

,

begriffe wiederum Substanzbegriffe zurückverwandelt werden sollen vgl
in

.
IV

sich auch bei den Beziehungen zwischen Gescheh


es

Vielmehr handelt
A

)
.
un

nissen die notwendige Unterscheidung der Existentialbeziehung von den


.

reflexiven Relationen der quantitativen oder qualitativen Vergleichung Daß

.
bei physikalischen Geschehnissen die Eigenschaften

im
engeren Sinne wie sie

,
bei Beschreibungs zusammenhängen betrachtet werden zugunsten der durch

,

Ursache oder Wirkungseigentümlichkeiten definierten Äquivalenzbeziehungen


-

der Not

an
vielleicht noch stärker zurücktreten als bei Dingen ändert nichts ,
wendigkeit auch hier die Unterscheidung der Gleichheits und der Existential
,

Denn die Äquivalenz -


beziehungen durchzuführen die zwei Gegenstände
,
.

als gleich bedeutend einem Wirkungszusammenhange bezeichnet gehört


in

,
den Gleichheitsbeziehungen als irgend
zu

wie erwähnt nicht weniger eindeutig


,

eine andere quantitative oder qualitative Gleichheit vgl


IV
A
.

).
(

Ebenso bei den Dingen


wie geht das Interesse der Physik bei den
Geschehnissen der Regel nicht auf die Genidentitätsbeziehungen als solche
die in

,
sondern auf meßbaren oder sonst vergleichbaren Eigentümlichkeiten der
genidentischen Geschehnisse sie fragt wiederum nach Konstanz oder Inkonstanz
;

,
nach Äquivalenz kurz nach allen eine Gleichung einsetzbaren Faktoren
in
,

auch wo sie sich mit genidentischen Geschehnissen befaßt Dadurch mag , es ,


.

bedingt sein daß häufig der Terminus Energie analog dem der Masse
,

Sinne einer meßbaren Eigentümlichkeit eines Geschehens sondern


im

im

nicht
,

Sinne eines existierenden Etwas selbst gebraucht wird Die gelegentlich der
.

Existentialreihen von Dingen erwähnten Eigentümlichkeiten des Genidentitäts


begriffes werden also durch die Unterscheidung von Dingen und Geschehnissen
nicht berührt gleichgültig
ob

die beiden Arten von Genidentitätsreihen schließlich


,

aufeinander zurückzuführen sind oder nicht


.

die

Der Unterschied von Dingreihen und Geschehnisreihen für


in ist

Gegenüberstellung von Chemie und Physik wesentlich und besteht analoger


Weise innerhalb der Biologie wo für die Gegenüberstellung von Morphologie
er
,

und Physiologie wesentlich ist vgl Lewin 1920 folgenden nicht die
im
15

Da
S
,
,

.
).
(

engeren Sinne sondern die Biologie und die Physik


im

Chemie und die Physik


im

weiteren Sinne einander gegenübergestellt werden sollen braucht jedoch auf diese
,

Unterscheidung nicht eingegangen Es soll deshalb


im

zu

allgemeinen werden
.

bei Genidentitätsreihen einfach von genidentischen Gebilden gesprochen



ob

es

Dieser Terminus soll offen lassen sich dem betreffenden


in

werden
,
.
Die Sätze über Genidentität und die pbysikalischen Gesetze usw . 23

Falle um eine Reihe genidentischer Dinge oder genidentischer Geschehen handelt ,


und ferner , ob diese beiden Arten von Genidentitätsreihen prinzipiell zu trennen
sind oder nicht . Der Begriff des Gebildes bedeutet hier einen physikalischen
Gegenstand , sofern ihm die Stellung als Glied einer Existentialreihe (Bezugs
punkt einer Existentialbeziehung ) zukommt (A VIII ) , während die besonderen
Eigenschaften , das „ Sosein “ und damit die Gesamtheit der Gleichheitsbeziehungen
- abgesehen von den Verschiedenheiten des Zeitpunktes der Existenz – un
bestimmt bleiben .

V . Die Sätze über Genidentität und die physikalischen Gesetze .


Die einzelnen Eigentümlichkeiten der Genidentitätsbeziehung
und ihr Zusammenhang .
nach den Sätzen fragt ,

die
Vorher

im
Wenn man von der
gehenden charakterisierten Genidentitätsbeziehung physikalischer Ge
bilde gelten darf man nicht erwarten als Antwort irgend
so
,

,
welche besonderen oder allgemeinen Gesetze der Physik vor
zufinden Denn die gesamte Über Unter und Nebenordnung der
-,

-
.

physikalischen und ebenso der biologischen Gegenstands und

-
Gesetzesbegriffe gründet sich auf die Mannigfaltigkeit der durch
Eigenschaftsgleichheiten und ungleichheiten bestimmten Beziehungen
-

.
Die Berücksichtigung von Genidentitätsbeziehungen

ist
zwar für die
übergroße Mehrzahl aller Gesetze durchaus wesentlich aber diese

,
Existentialbeziehung bildet keinen bestimmenden Faktor für die
Zusammenfassung und Gliederung des Systems Die immer neu
.

wiederholte Anwendung desselben Begriffes der Genidentität vermag


wohl eine eindeutige Beziehung zwischen einzelnen Gegenständen
sie

Reihen von Gegenständen schaffen und von anderen ab


zu

oder
zusondern dies aber erzeugt innerhalb der Physik nicht einen auf
;

bauenden Zusammenhang von Klassen und Gesetzen wie bei der


es
,

Anwendung von Gleichheitsbeziehungen der Fall ist


.

Genidentitätsbeziehungen pflegen wesentlich sie bei der


so
,

Begriffsbildung der Physik auch sind die Formeln und Gesetze


in

in
,

der Physik ebensowenig explizit einzugehen wie die bestimmten


Zeitindizes der untersuchten physikalischen Gebilde
.

Daß die theoretische Physik


an

den Fragen über die Genidentitätsbeziehung


am im

mag allerdings abgesehen


ist

ganzen vorbeigegangen von ihrem Interesse


,

es

System auch dadurch veranlaßt sein daß sich hier von der theore
,

,

tischen Physik aus gesehen um eine Frage experimenteller Technik handelt


,

Da die Physik und das gleiche gilt von der Biologie


-
als

also nirgends die Eigentümlichkeiten der Genidentitätsbeziehung


von ihr auch keine formulierte Antwort über
ist

solcher untersucht
,

, er

die von der physikalischen Genidentität


zu

die Sätze gelten


,

warten Für die Forschung innerhalb der Physik resp der Biologie
,
.

ist die Benutzung des betreffenden Genidentitätsbegriffes eine Selbst


der

als
24 Der Begriff Genese Problem der vergleichenden Wissenschaftslehre

.
verständlichkeit eine gegebene Voraussetzung Daher hat man sich

, .
zur Untersuchung des Begriffs der Genidentität den die physikalische
Forschung verwendet vor allem ihre Technik die Art und

an

an
,

,
ihr
Weise ihres Experimentierens

An
zu

es
halten vor allem kann

.
ein
deutlich werden wann der Physiker Auseinanderhervorgegangen

,
sein mehrerer Gebilde annimmt und von welchen Prämissen

er
sich

,
bei Schlüssen über diese Beziehung leiten läßt

.
Es

folgenden
im
soll versucht werden die der Schlußweise

in
,
der Physik liegenden Sätze über die Genidentitätsbeziehung aufzu
weisen Diese Untersuchung erhebt jedoch keineswegs den Anspruch
.

Physik oder Biologie speziell theoretische Physik oder Biologie

,


mit philo
Es

soll auch nicht versucht werden


zu

sein

,
.

sophischen Mitteln allgemeinste oder oberste


„physi


kalische Gesetze aufzustellen Weder bei der induktiven Ab


leitung allgemeiner Gesetze aus speziellen Gesetzen noch bei der

,

deduktiven Ableitung der speziellen aus den allgemeinen Gesetzen


tritt der Begriff der Genese der physikalischen Erkenntnis


in

in
Funktion sondern lediglich bei dem direkten empirisch experimentellen
,

,
Beweis der experimentellen Technik des einzelnen individuellen


(

)
mag
um

ein

allgemeines
es

Gesetzes sich oder spezielles


nun
,


Gesetz handeln Die hier erörterten Sätze über Genidentität sind
.

keineswegs allgemeinste physikalische Gesetze aus denen sich irgend


,

welche speziellen physikalischen Gesetze ableiten lassen

.
Gerade weil der Begriff der Genese keinen Einteilungsgrund
der physikalischen Gegenstände oder Gesetze abgibt noch

,
er als

selbst allgemeines oder spezielles physikalisches Gesetz auftritt

,
Gegenstandsbegriffes
als

kommt Charakteristikum des


der Physik überhaupt also der Wissenschaft Physik gegen


,
d

h
.
.

über anderen Wissenschaften und damit als spezieller Gegenstand


,

die

der vergleichenden Wissenschaftslehre Frage Nicht physi


in

kalische Forschung sondern erst die wissenschaftstheoretische


,

Gegenüberstellung verschiedener Wissenschaften vermag verschiedene


Arten von Genidentität unterscheiden und damit einer be
zu

zu

grifflichen Ordnung und wirklichen Erkenntnis der Besonderheit auch


zu

der einzelnen Genidentitätsart kommen


.

auch richtig nicht die Aufgabe der Physik


ist

Wenn daß
es

es
,

sein kann die hier Betracht kommenden Begriffe und Sätze über
in
,

zu

Genidentität beweisen oder widerlegen liegt trotzdem der


zu

so
,

Gedanke völlig fern der Physik irgendwelche Normen vorzuschreiben


;
,

vielmehr gilt welchen Begriff die Physik selbst


zu
es

erforschen
,

Die Richtigkeit der gefundenen


ist
im

benutzt Sätze wesentlichen


.

zu

nicht durch Nachprüfen irgendwelcher Denkmöglichkeiten sichern


,,

,

ein

sondern gegebenes wenn auch einer Wissenschaft vor


in
,


«


»
die
physikalischen Gesetze usw

25
Die Sätze über Genidentität und

.
zu
ist
liegendes Faktum beschreibend konstatieren Wo daher

.
im folgenden darüber hinaus versucht wird verschiedene Sätze über

,
Zusammenhang ver

zu
die Genidentität durch einen theoretischen
knüpfen soll die Gültigkeit der einzelnen Sätze nicht von der Richtig
,
keit dieses Zusammenhanges abhängen Unter Betonung des vor

.
wiegend induktiven Charakters dieser Untersuchung

sei
vielmehr
darauf hingewiesen daß auch wo etwa dieser theoretische Zusammen

,
hang Gültigkeit der
Sätze als beschreibungs
ist

irrig die einzelnen


,

mäßig konstatierbarer Eigentümlichkeiten des Genidentitätsbegriffes


in

der Physik und Biologie anzuerkennen sein könnte Zwar hat

.
auch die Wissenschaftslehre das Ziel einen schließlich zur Deduktion

,
brauchbaren Zusammenhang ihrer Untersuchungsobjekte

zu
schaffen

.
Trotzdem wird ihren Einzeluntersuchungen zunächst die Induktion
in

vorherrschen müssen Denn auch die Wissenschaftslehre kann


.

wenig irgendeine andere Wissenschaft die Stufen


so

wie
des allmählichen Aufbaues aus speziellen aufs einzelne ge

,
richteten Erkenntnissen zugunsten einer reinen Deduktion
überspringen und erst mit der fortschreitenden Induktion wird
,
die

sich auch Deduktion für ihre Einzeluntersuchungen stärker


heranziehen lassen
.

Gemäß der wenig fortgeschrittenen Erforschung der Betracht kommenden


in

Gegenstände hat sich die Darstellung


im

folgenden häufig mit einem Neben


einanderstellen nur wenig oder gar nicht verbundener Fakten begnügen müssen

.
Aber selbst dort wo die Darstellung einer gewissen inneren Ordnung folgen
,

konnte wurde der Zusammenhang wesentlichen induktiv gefunden Er


im
,

.
bringt bisweilen zwar eine gewisse Sicherung mit sich und ist mir vor allem
als heuristisches Mittel wertvoll gewesen soll hier aber das selbständige Gewicht
,

der Einzelfakten nicht schmälern


.

Der Gedanke daß alle Erkenntnis ihren Wert und ihre Be


,

gründung notwendig aus einem Zusammenhang schöpft wird bei


,

einer philosophischen Wissenschaft bisweilen dahin miſdeutet daß


,


sie

Um eine falsche Einstellung


zu

rein deduktiv verfahren habe


.

gegenüber Folgenden war daher darauf hinzu


zu

dem vermeiden
,

weisen daß auch der Wissenschaftslehre zunächst durch be


in
,

schreibende Darstellung der gegebenen einzelnen Untersuchungs



ist
ein

zu

gegenstände gesicherter Unterbau schaffen


).

um

Damit soll allerdings nicht gesagt sein Phäno


es

daß sich hier


,
1


)

menologie als Wesenswissenschaft handelt



.
26 . Die genetischen Reihen in der Physik .

Erster Teil.

Die genetischen Reihen in der Physik .


I . Der Begriff der „ restlosen Genidentität“ .
Wenn man verfolgt , was aus einem gegebenen physikalischen
Gebilde physikalisch hervorgeht , so stößt man häufig nicht mehr
auf eine Mehrzahl physikalischer Ge
ein

auf einzelnes sondern


,

ist
bilde fester Körper
Ein etwa Teile zer

in
,

',,
",
,
,
..,
a

a
"

.
, :

fallen jeder nun eine gesonderte


deren Veränderung durchmacht

.
Es hier gleichgültig die Auffassung des früheren Körpers
ist

ob

an
,
als

eines Körpers daß für seine Abgrenzung

ist
derart willkürlich

,
gegen die Umwelt nicht mehr innere physikalische Berechtigung
als

vorliegt beim Herausgreifen irgendeiner Flüssigkeits oder Gas

-
als
menge und ihrer Auffassung ein Gebilde Selbst wenn was

,
für .

die
ist

keineswegs der Fall die Abgrenzung eines experimentelle


,

Untersuchung herausgegriffenen physikalischen Gebildes allemal will


bleibt jedenfalls seine Einheit und Geschlossenheit
so

kürlich wäre
,

nicht ohne weiteres gewahrt Es lösen sich chemische oder physi


.

ab
im

kalische Teile Laufe der Zeit von ihm bleiben relativ selb
,
neuen physi

zu
ständig oder vereinigen sich mit anderen Gebilden
kalischen oder chemischen Einheiten denen die ursprünglichen
,
in

Bestandteile sich häufig nicht mehr eindeutig bestimmen lassen Ein

.
solches durch Spaltung entstandenes Teilgebilde
aa

ab

ein
etwa
',

gesprengter Bestandteil eines festen Körpers der Wasserdampf einer


,

zum Teil verdampften Wassermenge oder der Sauerstoff der aus


,

einer Verbindung frei geworden


ist

wäre also aus dem zeitlich früheren


,

komplexen Gebilde existentiell hervorgegangen Es wäre daher


,
a

.
als

genidentischmit gemäß der gegebenen


zu

auch bezeichnen
',

,
a

Definition der Genidentität als der Beziehung von Gebilden die exi
,

stentiell auseinander hervorgegangen sind Ebenso wäre eine durch


.

eine Verbindung verschiedener Gebilde entstandene


',
",
,
,
..,
a

a
""

einheitliche chemische Substanz mit jedem einzelnen Teilgebilde


,

',,
d

a
ag

ag

genidentisch genidentisch gen


zu

und setzen
,

, ',

';
a

a
"

identisch genidentisch
,

'".,
;
a

a
"

der Physik begnügt man sich der Regel nicht mit


In

in

einer derartigen Genidentitätsbeziehung vielmehr pflegt man sich


,

die

mit den Eigenschaftsverhältnissen von Gebilden


zu

befassen
in
,

einer weniger unbestimmten Beziehung des Auseinanderhervor


gegangenseins stehen Zu einem abgesprengten Stücke setzt
B
z

.
.
.

man nicht den ganzen früheren Körper eindeutige Existential


in
Der Begriff der „ restlosen Genidentität “ . 27

beziehung , sondern nur einen bestimmten Teil desselben ; der Dampf ,


entwickelt hat,

ist
der sich exakterem Sinne nur aus einer gewissen

in
Reihe von Wassertropfen hervorgegangen Und umgekehrt wird

in
.
den Fällen wo zwei Gebilde eine chemische Vereinigung eingegangen

,
sind nicht das gesamte resultierende Gebilde sondern nur ein
,

,
Bestandteil dieses Gebildes mit einem der früheren Gebilde ein

in
deutige Existentialbeziehung gebracht auch wenn dieser Bestandteil

,
im

einzelnen nicht bekannt nicht ohne weiteres kenntlich

zu
oder
ist

machen
.

Der eindeutige Begriff


des existentiellen Auseinanderhervor
ist

gehens der Physik also folgendermaßen gekennzeichnet


in

:
Auf beiden Seiten der Relation stehen ein oder mehrere gleichzeitig
existierende Gebilde die einen existieren einem bestimmten

in
;

späteren die anderen bestimmten früheren Zeitmoment


in

einem
,

.
Gleichzeitig späteren Zeitmoment existierenden Ge
im

mit den
die

bilden auf der einen Seite der Relation genannt werden darf
,

,
weiteres teilfremdes Gebilde geben das mit irgendeinem
es

kein

,
der auf der anderen der Relation genannten Gebilde
Seite Gen

in
identitätsbeziehung steht Umgekehrt darf gleichzeitig mit diesen
es
.

früheren
im

Zeitmoment existierenden Gebilden kein teilfremdes


physikalisches Gebilde geben welches mit einem Gebilde oder einem
,

das als zeitspäteres Relatum


ist

Teil eines Gebildes genidentisch


,

genannt wird Alle jedem der beiden Zeitmomente existierenden


in
.

Gebilde die mit der anderen Seite der Relation überhaupt geniden
,

tisch sind müssen restlos ergriffen werden Erst dann wird diese
,

Beziehung der Physik als eine eindeutige Existentialbeziehung


in

angesprochen
.

Diese der Physik maßgebende eindeutige Beziehung des


in

existentiellen Auseinanderhervorgehens sei restlose Geniden


tität genannt
zu

Gegensatz der unbestimmteren physikalischen


im

Genidentität überhaupt


.

Die restlose Genidentität ließe sich dann folgendermaßen


definieren
:

physikalisches Gebilde
ist

Def Ein restlos genidentisch


,
1

a
.
(

.)

Zeitpunkt teilfremdes physikalisches


ag

im

zu

wenn kein
,

,
1

a
.

Gebilde Teil eines Gebildes existiert das mit Genidentitäts


zu in
,

,
a
(

beziehung steht und wenn Zeitpunkt


im

kein teilfremdes
,

,
2

a
.

physikalisches Gebilde Teil eines Gebildes existiert das mit


in
,

a
,
(

Genidentitätsbeziehung steht
.

Die Bedingung oder allein genügt wie man sich unschwer über
,
1

zeugen kann noch nicht Diese Definition führt also die restlose Genidentität
,

auf die physikalische Genidentität überhaupt als deren Spezialfall zurück


.

Experiment
im

Die restlose Genidentität zweier Gebilde wird


er

wie
,

wähnt mit Hilfe des Prinzips des eingeschlossenen Systems sichergestellt


,

,
28 Die genetischen Reihen in der Physik .

d . h . durch vollständigen physikalischen Abschluß der untersuchten Gegen


stände von der Umwelt . Insofern ist diese Definitionder restlosen Genidentität
nichts anderes als eine Beschreibung des Vorgehens der Physik beim Experi
mentieren . Daß sich die Beziehung der Restlosigkeit des existentiellen Aus
einanderhervorgehens nicht durch eine qualitative oder quantitative Gleichheit
irgendwelcher Eigenschaften , wie der Masse oder der räumlichen Ausdehnung ,
definieren läßt, hat sich bereits ergeben .
Als Zeichen für physikalisch „ restlos genidentisch “ werde
PS verwendet unter Einschränkung auf diese eindeutige Beziehung ,
während die unbestimmtere Beziehung der physikalischen „ Geniden
tität überhaupt “ durch p = ausgedrückt werde . PE bedeutet dann
„ nicht restlos genidentisch “ und P + „ physikalisch überhaupt nicht
in Genidentitätsbeziehung stehend “ .
Man kann die physikalische restlose Genidentität
unter Ausschluß
des Begriffs „ gleichzeitiges teilfremdes Gebilde “ auch so definieren : Die je in
einem Zeitmoment existierenden physikalischen Gebilde a, und a, sind restlos
genidentisch , wenn 1. a, mit jedem beliebigen Teil von a , physikalisch über
haupt genidentisch ist , und wenn 2. a, mit jedem beliebigen Teil von a, physi
vgl Satz

50
kalisch überhaupt genidentisch
ist

S
a
,

).
.

.
(

Welche von diesen sachlich vollständigen logisch aber durchaus nicht

,
gleichwertigen Definitionen vorzuziehen ist hängt vor allem von ihrer Stellung
,

der Gesamtheit der Sätze über die physikalische Genidentität und von der
in

Geschlossenheit der möglichen Ableitungen sowie von etwaigen Parallelen zur


,

Definition der Genidentitätsbegriffe anderer Wissenschaften

ab
Da die Fragen

.
des systematischen Zusammenhangs der einzelnen

an
Sätze hier erst zweiter
ich

Stelle stehen bin bei der ersten Definition geblieben


,

.
Der eindeutige Begriff des existentiellen Auseinanderhervor

.
gehens ist der Physik durch eine Relation gekennzeichnet die zu
in

,
gleich das Vorhandensein mehrerer solcher eindeutiger Beziehungen
Ge
zu

eines Gebildes verschiedenen untereinander gleichzeitigen


,

bilden ausschließt Von einem einem bestimmten Zeitmoment


in
.

zu

existierenden Gebilde kann Gebilden eines bestimmten anderen


um
Zeitmoments wird sich später zeigen dabei
es

es

daß sich
,

,

charakteristisches Merkmal des physikalischen Genidentitäts


ein

begriffes handelt immer nur eine einzige Beziehung der restlosen


,

Genidentität bestehen Darüber hinaus schließt die Restlosigkeit


.

jedoch auch die Genidentität überhaupt mit weiteren gleichzeitigen


teilfremden Gebilden aus Will man diesen zur Definition der Rest
.

Aus
als

losigkeit benutzten Sachverhalt besonderen Satz der


,,

schließung
er

formulieren würde
so

lauten
,

Die physikalisch eindeutige Genidentitätsbeziehung


wrestlose
2

(
.

Genidentität eines gegebenen Gebildes Teilgebildes Gebildekomplexes mit


,
)

)

einem bestimmten anderen Gebilde Teilgebilde Gebildekomplex schließt


,
(

das Bestehen von Genidentitätsbeziehungen zwischen gleichzeitig mit


letzterem existierenden teilfremden Gebilden und dem gegebenen Ge
bilde aus
:
Die Genidentität als symmetrische Relation . 29

Ist

ist

x2
und für alle

so

,
],
,
, P,
+
,
+
,

,
=

x
a

[
x
P
1

x
a

.
P
a

.
die nicht ganz oder teilweise identisch mit sind

,
[3

a
[a

.
]

]
Daß dieser die Definition der Restlosigkeit begründende Satz durchaus
nicht selbstverständlich oder eine Tautologie ist ergibt sich auch aus

35
S
,

f.
und aus den eindeutigen Genidentitätsbeziehungen der Biologie

.
Die so charakterisierte Beziehung der restlosen Genidentität

,
die den eingeschlossenen Systemen der physikalischen Experi
in

als
mente zum Ausdruck kommt erweist sich der Physik die

in
,
eigentlich zugrunde liegende Beziehung auf der alle Beziehungen des

,
existentiellen Auseinanderhervorgehens letzthin beruhen Es gilt

.
nämlich der Satz
:

ist
überhaupt genidentisch mit

so
Wenn enthalten und

,
3

. b
a

a
.

ist
mindestens derart daß restlos genidentisch
je

einen Teil und

,
ß

) ß
e
«

ein
gibt

a1
Ist mindestens
es
so

je
und
=

=
,

.,

..,
0
b
a
P

[.

]
derart daß PEß ist
=
.,
,

,
b

a
[.

..

.
]

ein

ich
Fällt eine Flüssigkeit

so
Stückchen Metall weiß in daß

,
B

in a
z
.
.

diese Substanz irgendeiner Form der Flüssigkeit vorhanden sein muß


in

,
auch wenn sie Verbindungen mit ihr eingegangen ist Werden jedoch der

.
Flüssigkeit Teile entnommen
so

setzt man die verbleibenden Reste nur dann

b
,

Existentialbeziehung
zu

es
dem Metallstückchen wenn feststeht daß nicht
in
a

,
alle von dem Metall herrührenden mit irgendwelchen Teilen des
d
h

a
,


,

.
.

Metalls restlos genidentischen


Bestandteile dabei mit entfernt worden
ß

sind Nur vermag man aus der


diesem Falle Genidentität überhaupt
in


.

irgendwelche auf bestimmte mit der Anwesenheit


Schlüsse einer solchen
,


Substanz zusammenhängende Eigenschaften der Flüssigkeit
zu
ziehen

.
Jede Behauptung einer Genidentität überhaupt enthält

in
der Physik den Gedanken der restlosen Genidentität irgendwelcher
Teile worunter hier als Grenze auch jener Fall gerechnet wird wo
,

,
An

restlos genidentisch
ist

ganz mit einem Teil von dieser


b
a

Idee einer restlosen Genidentität von Teilen wird selbst dann fest
gehalten wenn die betreffenden Teile praktisch nicht isoliert werden
,

folgenden der Regel nur auf die rest


Im

können wird daher


in
.


sei
Es

lose Genidentität eingegangen werden jedoch hervorgehoben


,
.

daß auch die weniger eindeutigen Genidentitätsbeziehungen der


in

Physik zumal der qualitativen chemischen Analyse eine recht


in
,

beträchtliche Rolle spielen


.

Die Genidentität als symmetrische Relation


II
.

.
ist

Die physikalische Genidentität vorhergehenden zugleich


im

symmetrische Relation gilt


als

behandelt worden
es

eine
,
D

h
).
.
.
?

ap
ist

wenn auch und ebenso für die restlose Genidentität


=

=
,

,
b

a
P

Das Zeichen bedeutet Arbeit ebenso wie


u in

der Mathematik
=

dieser
in
1

,
)

wirkliche Identität Vgl 217


9
S
.

.
.

Die symmetrische Relation Russel


ist

durch 1903 dahin definiert


ist R

,
2
)

)
ist

daß wenn auch


,

,
R

R
b

b
a

.
30 Die genetischen Reihen in der Physik .

Eine solche Festsetzung als sym

ist

ist
wenn a = b

so

=
,

a
P

.
metrische Relation enthält zweifellos eine gewisse Willkür Aber

.
sie
ist unvermeidbar und betrifft Grunde nur die Schreibweise

im

;
bei anderer Festsetzung nämlich der Benutzung zweier

,
d

h
.
.
asymmetrischer Relationen statt einer symmetrischen Rela
tion würden zwar die Formulierungen der folgenden Sätze ver
,

ändert werden müssen aber ihr Sinn bliebe davon unberührt

.
beantwortende Zweckmäßigkeitsfrage noch wesent

zu
so
Auch bleibt die
Der einsinnige Zeitablauf legt

es
genug

ja
lich nahe unter Berücksich

,
.

tigung der Zeitrichtung die Genidentität als asymmetrische Relation

zu
definieren und wenn der zeitlich frühere der spätere Zeitpunkt be
,

,
1

a 2
deutet etwa festzusetzen aber Auch die Tatsache daß

=
p

,
,
a

a
,,

,
a
,
,

.
die Physik ihren Gesetzen zum Teil auf die Zeitrichtung Rücksicht nimmt
in

,
könnte vielleicht zugunsten einer derartigen Definition angeführt werden Ich

.
habe mich jedoch aus Zweckmäßigkeitsgründen für die Definition der Gen
identität als einer symmetrischen Relation entschieden einmal weil sonst die

,
Formulierungen der folgenden Sätze sehr viel umständlicher werden würden

,
entgegen
da

man dann eine besondere zweite der rückwärts gerichteten


,
gesetzte vorwärts gerichtete Genidentitätsbeziehung einführen müßte und ferner

;
,

,
weil mir diese einfachere nicht von vornherein viele verschiedene Fälle unter

so
,

scheidende Festsetzung für die Darstellung der behandelten Sachverhalte über


all auszureichen hier also als eine symmetrische
ist

schien Die Genidentität


.

Relation angesetzt die als solche auf das Früher oder Später der auseinander
,

hervorgehenden Gebilde keine Rücksicht nimmt Zugleich kommt damit deut


.

licher zum Ausdruck daß hier nirgends die funktionelle Abhängigkeit


,

der Wirkung von der Ursache Frage steht


in

III Die Genidentitätsreihe


.

Die physikalische genetische Beziehung zeigt folgende Grund


eigentümlichkeit
:

ein
Zu

genidentischen Gebilden gibt


es

zwei restlos immer


in
4
.

einen dazwischenliegenden Zeitpunkt existierendes Gebilde das mit jedem


,

der beiden Gebilde restloser Genidentitätsbeziehung steht


in

:
ag

ag
Ist

ein
az

gibt derart
es
so

zeitlich zwischen und


,

,
1

2
P

(x

Pea
ist
az

az

daß und
,

,
=
p
a

gleiche gilt bereits von der Genidentität überhaupt


Das
=
[p

].

Eine physikalische Genidentitätsbeziehung setzt also zugleich eine


ganze Verbindungsreihe von untereinander durchgehends wechsel
seitig Genidentitätsbeziehung stehenden Gebilden Sie unterscheidet
in

sich darin typisch von einer solchen Beziehung des Auseinander


sie

ist

hervorgehens wie bei der Eltern Kind Relation vorhanden


,

-
.
.

.
z

ist

Diese Verbindungsreihe durch den angeführten Satz zunächst


als

eine überall dichte Reihe bestimmt gemäß


der Definition der
,
als

dichten Menge einer geordneten Menge der Eigenschaft


von daß
,

zwei Elementen immer andere Elemente gefunden


je

wischen noch
als

31
Die restlose Genidentität transitive Relation

.
die
werden Als geordnet
kann man Reihe restlos genidentischer

.
")
Gebilde deshalb ansprechen weil gemäß der Unmöglichkeit der Gen

,
identitätsbeziehung zwischen gleichzeitig existierenden Gebilden von
irgend zwei unterschiedenen restlos genidentischen Gebilden immer
eins früher existiert als das andere und weil ferner aus früher

»
a
als

als
und früher als immer früher folgt Die Gen
b
«

b
»

»
a
c

«
c

?
).
identität überhaupt ordnet dagegen ihre Relata noch nicht eindeutig
vgl
94
S
.
.
).
(

noch nicht gefordert die Stetigkeit der

ist
Durch Satz
4

nicht zweifelhaft sein

es
Genidentitätsreihe Trotzdem kann daß

,
.

die Physik eine solche Reihe von auseinander hervorgehenden Ge


bilden als eine stetige Reihe ansieht der jeder Schnitt durch

,
in
ein bestimmtes
Element der Reihe erzeugt wird Nicht nur der

.
als
Parameter der Zeit gilt der Physik stetig sondern existiert

es
in

,
zwei gegebenen genidentischen Gebilden jedem da
zu

auch

in
ein

zwischenliegenden Zeitpunkte physikalisches Gebilde das der

,
verbindenden Genidentitätsreiho angehört :
Ist

es

gibt
so

jedem liegenden
a in

und
,

ta
=

to
zwischen
5

to a
P

b
.

Zeitmoment daß
ein XP
derart ist
=

=
,

b
P
x

.
Die Ableitung der Stetigkeit der Genidentitätsreihen aus den bisher
nicht möglich
ist
angeführten Eigentümlichkeiten der Genidentitätsbeziehung

.
Die Stetigkeit dieser Reihe ist als eine besondere neue Eigentümlichkeit

an
zusehen die sich aus der unmittelbaren Beschreibung der physikalischen
,

ein
Begriffsbildung ergibt Ähnlich wie bei der Zahlenreihe bildet sie neues
.

Axiom vgl Dedekind 1892 Und zwar muß diese Eigentümlichkeit


ff
,

9
S
(

.).

lange als unverbundenes neu hinzukommendes Axiom angesehen werden als


so

man überhaupt von der Genidentitätsbeziehung zwischen einzelnen Ge ,


bilden ausgeht und nicht von dem Begriff der stetigen Genidentitätsreihe
denen die
einzelnen Gebilde Reihenschnitte darstellen Dieser Umstand ,
in

legt für eine deduktive Ableitung der einzelnen Eigentümlichkeiten


es

nahe
,

als

von der Genidentitätsreihe resp dem Begriff des Auseinanderhervorgehens


,

,
.

dem zugrunde liegenden Begriff auszugehen Diese logische Priorität des



.

Begriffs der Genidentitätsreihe gegenüber dem Begriff der Existenz des ein
zelnen Gegenstandes macht sich auch ferne rhin bemerkbar
.
IV

Die restlose Genidentität als transitive Relation


.

Die physikalische rest ose Genidentität ist eine transitive


'

Relation gilt der Physik für beliebige verschiedene


es

in
3
),

4
d
h
.
.

Gebilde und folgender Schluß


,
b
a

:
Es

Weber eine Menge


ist

1898 ohne benachbarte Elemente


,
1

4
S S


.
84 ).

.
)

( (

Vgl Hausdorf 1914 Vgl Weber 1898


4
S
,

2,

,
(
.

).

.
).

Die transitive nach Russel 1903 gegenüber


in
ist

Relation der
R
3
)

transitiven nicht transitiven


und Relation dadurch gekennzeichnet daß wenn
,

,
-

Rb und aạch ist Rc


R
b
a

a
,
c

da

gilt der Schluß nicht


so

Sind zwei dieser Gebilde identisch gemäß


,

,
4
)

des hier zugrunde liegenden Ansatzes identische Gebilde nicht als genidentisch
bezeichnet werden dürfen
.
32 Die genetischen Reihen in der Physik .

6.Ist a P = b und b P = 0 , so PEC

ist
a

.
Das gleiche gilt nicht mehr von der physikalischen Genidentität
überhaupt PEC sein kann

da
trotz und

=
,

C
,
b

b
a

a
P

.
immer dann der Fall wenn der Teil

ist
Dies von der mit einem

,
(B

b
)
ist

ist
Teil von restlos genidentisch nicht ganz oder teilweise derselbe wie

,
a

«
' ) a(
)

ist
der Teil von der mit einem Teil von restlos genidentisch wenn

(y
y b,

;
8

c
. = (
'

)
und ist ohne daß ganz
oder teilweise ist Vgl

=
also

R
B
,
29 ß

ß
P
3 a
S P

.
''
"

'
Satz und das zugehörige Beispielwobei das Metall als die zunächst

,
a
ergebende Flüssigkeit und der Flüssigkeitsrest als

ist
sich als anzusetzen

.
Die Transitivität der restlosen Genidentität

ist
zunächst ein
Beschreibungsfaktum Unzählige Male wird dieser Schluß beim Ex
.
perimentieren der Physik gezogen allerdings all

im
ohne daß

er
in

,
gemeinen als solcher hervorgehoben wird Immer wenn zeitlichen

in
,
.
Abständen Gebilde beobachtet werden deren restlose Genidentität

,
für jede einzelne Zwischenzeit gesichert

ist
wird ohne weiteres auch

,
die restlose Genidentität des ersten mit dem letzten Reihenglied
behauptet Fallo liegt das die Verbindung vermittelnde
In

diesem
.

Glied zeitlich zwischen den beiden anderen Gebilden Der Schluß


b

.
der Physik Gegensatz zur Biologie seine Gültig
im

behält
in

B
.
.
z
keit auch dann wenn zeitlich vor oder nach und existiert Die
,

.
also unabhängig von der Reihenfolge der Zeitindizes
ist

Transitivität

.
Ableitung der Transitivität
IV

Die
a
.

.
Versucht man die Satz ausgedrückte Eigentümlichkeit der
in

restlosen Genidentität eine transitive Relation


zu
sein einen

in
,

,
systematischen Zusammenhang mit anderen Eigentümlichkeiten dieser
zu

Beziehung bringen also irgendwie abzuleiten


sie

findet man
so
,

folgende auffallende Voraussetzungen


:

Die Transitivität läßt sich nur ableiten wenn die bisherige


,
1
.

Beziehung einzelner
als

Definition der Genidentität Gebilde ver


lassen und statt dessen von dem Begriff einer Genidentitätsreihe
ausgegangen wird wobei dann die Genidentität als Beziehung be
,

ist

liebiger Glieder einer solchen Reihe zueinander


zu

definieren
.

Die Transitivität der hier angegebenen uneingeschränkten


in
2
.

Form setzt die vorwärts und rückwärtsgerichtete Unendlichkeit


-

der Reihen restlos genidentischer Schnitte voraus die


,
d
h
.
.

Gültigkeit des Satzes Schnitte einer physikalischen Gen


in Zu

jedem
:

identitätsreihe gibt beliebigen früheren und späteren


es

jedem
ihm

ist
ein

Zeitmoment Gebilde das mit restlos genidentisch


,

Für die Ableitung des Schlusses


:
=
с b
a
P

Ър

=
a

C
P

drei Fälle unterscheiden


zu

sind
.
Die Ableitung der Transitivität .

Fall liegt zeitlich zwischen a und c .


1: b

Da a und b einerseits und b und c andererseits gemäß Satz 5


durch eine kontinuierliche Reihe genidentischer Gebilde miteinander
verbunden sind , stehen auch a und c in kontinuierlicher Verbindung .
Trotzdem ist es ohne Einführung eines neuen Axioms noch nicht
gestattet , von der Genidentität von a und c zu sprechen . Denn
solange man von der Beziehung der Genidentität als Grund
begriff ausgeht , behalten die genidentischen Gebilde

die
Stellung als
Endpunkte einer Reihe Es bedarf dann besonderer Axiome sowohl

.
für die Berechtigung Teilreihen dieser Reihe selbst wiederum als
,

als
eine ganze Reihe aufzufassen beliebige Schnitte Endpunkte

,
d
h
.
.
von Reihen als auch dafür und das kommt bei Fall Be

in
,

1

die
tracht mehrere Reihen aneinanderstoßen resp ein Grenzglied

,

.
gemeinsam haben als eine einzige Reihe anzusehen
,

.
hier
Daß der Tat keine Denknotwendigkeit vorliegt zeigt die
in

B
: z.
.
Beziehung des Auseinanderhervorgehens bei der intransitiven Relation Vater

.
ist

ist
nicht

so
Denn wenn Vater von und Vater von darum noch

,
b

b
. a

a
c
Vater von
c

diesem Beispiel allerdings erzeugt


In

die Relation auch keine Zwischen


reihe von Gliedern von denen immer das eine zum anderen der Beziehung

in
,

Vater steht Aber auch das Vorhandensein einer solchen Zwischenreihe


bringt noch nicht wie man vielleicht vermuten könnte notwendig die Transi
,

tivität der erzeugenden Beziehung mit sich Dies erläutere ein bestimmter Ent
.

wicklungsbegriff Es ist eine kontinuierliche Reihe von Schnitten vorhanden

,
:

von denen innerhalb gewisser Strecken jeder Schnitt zum vorhergehenden

in
Beziehung steht ein Ent
so

der gleichen eine solche Strecke wird als


;

wicklungsprozeß aufgefaßt daß mit einem anderen derartig einheitlichen Ent


er
,

an

wicklungsprozeß zusammen auch wenn dieser sich den ersten anschließt


,

,
nicht Sinne als eine Entwicklung erscheint und ebenso lassen
in

demselben
;

sich nicht beliebige Teile eines solchen Entwicklungsprozesses ohne Sinnände


rung als ganze Entwicklungsprozesse auffassen Auch der Physik übri
in
?
)
.

gens werden den chemischen Prozessen solche ausgezeichneten An


B



z
.
.

fangs und Endpunkte zugesprochen denn selbst wenn man die Grenzen als
;
-

willkürlich gesetzt ansehen wollte bleibt die logische Struktur des benutzten
,

Begriffes unverändert
.

Wenn man also Satz nicht selbst als Axiom aufstellen will
,
6

wäre für den Fall jedenfalls noch der Satz nötig


so

als Axiom
1

, :

Restlose Genidentitätsreihen die einen Grenzschnitt gemeinsam haben


,

lassen als eine Genidentitätsreihe ansehen


sich
.

Aber auch dann hätte man die Genidentität zuvor als Be


ziehung der Schnitte einer genidentischen Reihe definieren
zu

Die Ableitung der Schlußfolgerung gemäß Satz setzt also allemal


6

eine Definition der Genidentität mit Hilfe des Begriffs der Gen
Ob

Fällen wo von Vorentwicklung und ähnlichem der Bio


in

den
in
. ,
1
)

.vgl

Schaxel
50
ist

logie die Rede 1915 tatsächlich eine solche


,

),
B

S
z

.
(

gemeint wird hier gleichgültig


ist

intransitive Relation
,

Lewin Genese
,

.
34 Die genetischen Reihen in der Physik .

identitätsreihe voraus . Es mag daher für den Ableitungszusammen


hang zweckmäßig sein , bei der Definition der verschiedenen Begriffe
so vorzugehen :
der Begriff der Reihe physikalischer rest

ist
Zugrunde
zu legen


genidentischer

ist
los Schnitte die bestimmt durch die

,
1
"

.
Kontinuität des existentiellen Auseinanderhervorgehens ihrer Schnitte
und dadurch daß kein Schnitt mit einem Gebilde physikalisch

,
2
.

überhaupt genidentisch gleichzeitig mit

ist
das teilfremd

zu
einem

,
ihm existierenden Reihenschnitte ist

.
Um

im
“ zu
Umständlichkeiten des Ausdrucks vermeiden wird folgenden

,
häufig von restloser Genidentitätsreihe gesprochen trotzdem sich die

,

die
Restlosigkeit nicht auf Reihe sondern die Genidentität bezieht

.
Die Beziehung
der restlosen Genidentität ließe sich dann


definieren restlos genidentisch heißen Gebilde die einer restlosen
so

,
:

rest
als

Genidentitätsreihe Schnitte angehören Damit wären der


.
losen Genidentität vier Bestimmungen zuerkannt

:
Vorhandensein eines kontinuierlichen Übergangs zwischen
1
.

den bezogenen Gebilden


.

Unabhängigkeit der Beziehung von der Reihenrichtung


2
.

Symmetrie der Relation


).
(

Unabhängigkeit der Beziehung von dem Abstand der


3
.

Schnitte der Reihe


in

Ausschließung eines gleichzeitig mit einem von zwei rostlos


4
.

genidentischen Schnitten existierenden teilfremden Gebildes

,
ist
das mit dem anderen Schnitte genidentisch überhaupt

.
Eine derartige Bestimmung würde alle bisher erwähnten Eigen
tümlichkeiten der restlosen Genidentität enthalten mit Einschluß
Es

der Transitivität der Beziehung läßt sich nämlich


im

Falle
1
.

die Reihe als eine restlose Genidentitätsreihe auffassen da


,
6
a

-c
-
--

die von der Definition geforderte Kontinuität durch die Identität


des Grenzgliedes gewahrt Infolge der Unabhängigkeit der Gen
ist
.

ist

identität von dem Abstand innerhalb der Reihe dann


=
a
P

c
.

Fall liegt zeitlich


als und später
2

c
.
:

für den Fall daß der vermittelnde Schnitt


Auch zeitlich vor
,

oder nach den Schnitten und liegt scheint zunächst die


,
a

Möglichkeit der Schlußfolgerung mit der veränderten Definition mit


gesetzt Denn wenn zeitlich zwischen und bliegt läßt
,
B

a
c
.. .

.
.
z

sich als eine restlose Genidentitätsreihe auffassen die durch


.b

,
a

den Schnitt die beiden Teile und geteilt wird Aus der
in


c

b
c
-

Möglichkeit einer solchen Auffassung scheint ohne weiteres


zu
=
a
P

folgen gemäß der Unabhängigkeit der restlosen Genidentitätsbeziehung


vom Abstand der Schnitte der Reihe Trotzdem wird diese Schluß
in

folgerung durch die gegebene Definition noch nicht gedeckt


.
Die Ableitung der Transitivität . 35

an für
Daß die bisher angeführten Bestimmungen der Genidentität
Schlußfolgerung

im
die Falle nicht ausreichen kann man

,
2
folgendem Beispiel veranschaulichen Man verfolge die Entwicklung

.
zwei Tochterzellen von denen die eine sterbe und

zu
einer Zelle

,
wende den Begriff der physikalischen
Restlosigkeit auf diese Reihe wie
folgt ausgehend

az
an

Abb Von 1

a
.
)
(

):

ca
spalte sich die Genidentitätsreihe
zwei Zweige Zeit Abb . 1.

im
so
daß
in

,
als

punkt genidentisch mit die

; ,
2

der
Zweig breche zwischen
xz

Gebilde und
existieren
,

den

x
c

-
ab

Zeitpunkten und während der andere Zweig über nach


,

,
C
2

zwar definitionsgemäß

da
ist

führt Dann und

=
p
,

,,
C
b

b
a

P
.

beide Male gleichzeitig kein anderes Gebilde existiert das Gen

in
,
identitätsbeziehung
Cg zu

den Betracht kommenden Gebilden steht


in

.
ist
Trotzdem gilt vielmehr
,

,,
,
+

=
p
;

[C
a

a
P

x
].
Solange man die Möglichkeit des Abbrechens einer restlosen
offen läßt gilt die Schlußfolgerung

im
Genidentitätsreihe Falle
,

2
nicht eindeutig Sie gilt jodoch mit Notwendigkeit wenn man den

,
.

Satz der Unendlichkeit jeder restlosen Genidentitätsreihe hinzu


nimmt und zwar hier den der vorwärts gerichteten Unendlichkeit
,

.
Mit Hilfe dieser Unendlichkeit läßt sich nämlich folgender indirekte

ein
Zeitpunkt
im

Beweis führen Angenommen


es

sei PE dann müßte

2
C

;
a
,

,
:

von verschiedenes existierenUnendlichkeit gemäß dem Satz der


=

,
,

,
c,

a
P
x

wobei und allerdings gemeinsame Teile und ferner enthalten dürfen


),
c,
,
x
(

xz

bz
Zeitpunkt
PE
im

ein gemäß demselben Satze Dieses müßte von


X
3

b ,
x

C2

verschieden sein weil sonst wäre da dann nicht nur mit sondern
p

b
,

C,

X3 X3
auch mit Genidentitätsbeziehung stehen würde Ferner wäre
in

= =
a
p P
x
,

ay

gemäß der Folgerung


b Xz

ist

ist
so

wenn und auch


=

=
p

p
,

,
X
0

x
:

Folglich gäbe Zeitpunkt


im

Fall
bz
es

außer ein von verschiedenes


1

,
(

).

das mit restlos genidentisch Dies widerspricht


xz

je

Gebilde wäre doch der


,

a
,

Voraussetzung die Richtigkeit der Schlußfolgerung für den Fall


ist

Damit
2
.

mit Hilfe des Satzes der Unendlichkeit der restlosen Genidentitätsreihen in


direkt bewiesen
.

daß die rückwärts


Es

vgl
ist

nicht uninteressant festzustellen 105


),
S
.
.

f.
(

gerichtete Unendlichkeit der Genidentitätsreihen nach der bisherigen Definition


der Restlosigkeit keine Voraussetzung der Transitivität
im

ist

Falle Nimmt
2

.
an

man nämlich eine Genidentitätsreihe könne ohne


,

vorausgehenden
Zweig
Schnitt aus dem Nichts anfangen kaz
nicht nur
so

würde
in

Abb
2

= b

2
,
a (

(
.
.
.
b .
p .

)
.

und sondern gegebenen


=
p

nach der
,
b

věc
zu

Definition der Tat auch setzen sein


in

Abb
a

.2
.

gibt
es

Denn nebené und keine teilfremden


b
a
,

Genidentitätsbeziehung
zu

Gebilde die einem der anderen Schnitte stehen


in
,

.
um

Wirklichkeit nicht physikalisch restlos gen


es

Daß sich hier


in
1
)

identischeGebilde handelt bleibt für die Frage der logischen Ableitbarkeit


,

ohne Belang
.

3
*
Die
36 genetischen Reihen der Physik

in

.
Sinne der Physik liegende Möglich

im
Wollte man diese offensichtlich nicht
keit den bisherigen Bestimmungen

zu
so
hier vermeiden
schon müßte man

,
der Restlosigkeit noch ein neues Axiom hinzufügen nämlich den Satz

:
Ein physikalisches Gebilde

4b
kann nicht zugleich mit einem Gebilde

b
a
.
und einem Teil von restlos genidentisch sein

.
04

= Ist

ist
so
und ferner

[. =

=
p
,
,

,
..,
,

,
{
b

ß
a

a
P
?
..

(.
..
..
.
[

.]

.)
und p

Q
,
,
( b

..

..
.
.]
Aus diesem Satz würde sich nämlich Abb die Folgerung

in

#
p
2

a
poc

c
.
da und damit wäre die rückwärts ge

ist
ergeben
ja
und

=
a
,

?,

,
c

c
c
[

)
richtete Unendlichkeit der restlosen Genidentitätsreihen indirekt abgeleitet

.
Allerdings wäre dann von vorne herein anzusetzen falls nämlich ferner

b
a

,
die Gültigkeit des Satzes wird aus dem die Zerlegbar

11

40
vorausgesetzt

(S

,
)
.
keit von auf Grund der Zerlegbarkeit von folgt
b

)
.
4b
Da

Satz jedoch zur Ableitung der Transitivität


infolge der durch die
Wechselseitigkeit bedingten Gleichwertigkeit

im
des Ausschlusses Satz der

2
Richtungen der Genidentitätsreihe nicht notwendig vgl Fall

ist

so
kann
in

),
3
(

.
werden
er

hier als besonderes Axiom vermieden

.
nicht möglich den Satz zur

an
es

Andererseits ist Stelle von Satz

2
4
b
,
Definition der Restlosigkeit bildet nur ein negatives
zu

Denn

er
verwenden

.
Kriterium der Restlosigkeit Er schafft lediglich eine Beziehung zwischen Pa
.

ist ps
und pe aber nicht wie Satz eine Beziehung zwischen und und ver

=
p
2
,

bürgt daher nicht daß überhaupt genidentisch mit


,

b
a

.
Fall liegt zeitlich früher als und
3

c
:

.
Die Folgerung stützt sich wiederum auf den Satz der Unendlich

Be
sie
keit der restlosen Genidentitätsreihen ohne den nicht gilt Der
,

-
.

.
weis läßt sich analog dem Beweisgang nur kommt
im

Falle führen

;
2

diesmal die rückwärts gerichtete Unendlichkeit der Reihen Frage

in

.
Die Transitivität der restlosen Genidentität ist damit unein
geschränkt abgeleitet aus dem Begriff der restlosen Genidentitäts
1
.

reihe der obigen ist


34

wie Definition bestimmt und


er
in
,

2
(S
.

.
)

aus dem Satz der Unendlichkeit


der restlosen Genidentitätsreihen

.
Welch innerer Grund dafür vorliegt daß der Satz der Unendlichkeit für
,

die Schlußfolgerung nicht notwendig umgekehrt die


ist
im

Falle und warum


,
1

Definition der restlosen Genidentitätsreihe den Fällen und nicht aus


in

reicht sondern eine andere Gesetzmäßigkeit hinzukommen muß soll hier nicht
,

,
ist
Es

an

näher untersucht werden und für sich nicht ausgeschlossen daß


,
.

eine geeignetere Definition der Restlosigkeit eine weniger zwiespältige Ableitung


ermöglichen würde wenn auch einige noch
zu

der Transitivität erwähnende


,

Sätze dagegen sprechen Die Ableitung sämtlicher Sätze über die physi
.

kalische Genidentität aus einem einzigen


als

Definition benutzten Axiom


erscheint mir jedenfalls ausgeschlossen
, .

Es sei übrigens darauf hingewiesen daß sich außer dem Satze der Un
endlichkeit der restlosen Genidentitätsreihen auch andere Voraussetzungen als
logisch ausreichend für die Ableitung der Transitivität angeben ließen die
,

der Physik keine Gültigkeit


so

jedoch haben der Satz Rest


in

Z
B
,

:
.
.
die

im

lose Genidentitätsreihen ein Glied gemeinsam haben brechen selben


,
,

gleichen Zeitmoment ein vgl


im
ab

Moment und setzen 108


S
ist .
).
(

Gültigkeit übrigen ab
im

Die des Satzes der Unendlichkeit


gesehen von diesem Zusammenhang rein beschreibungsmäßig gesichert
.
Der Satz der Unendlichkeit der physikalischen restlosen Genidentitätsreihen . 37

V . Die beiderseitige Unendlichkeit der physikalischen


restlosen Genidentitätsreihen .
In der Physik gilt der Satz der Unendlichkeit der restlosen
Genidentitätsreihen : ..
Zu jedem Schnitte an einer restlosen Genidentitätsreihe gibt
es in jedem vorhergehenden und späteren Zeitmoment + x ein (und
ein

nur restlos genidentisches


Gebilde Teil oder Komplex von
)

(
az

az
Gebilden
,
=
;
[a
P

].
)

Dieser Satz läßt sich auch formulieren

so

:
Die Reihen physikalisch restlos genidentischer Schnitte gehen beider
7
.

seits ins Unendliche VIII


(A

).

nicht
ist
Erhaltung mit irgendwelchem

zu
Dieser Satz der verwechseln

Konstanzgesetz
Er

sagt nicht die unveränderliche Gleichheit irgend



.

welcher meßbarer Eigenschaften aus wie etwa das Gesetz der Konstanz der
,

Masse oder Energie Die Unendlichkeit einer Genidentitätsreihe schließt noch


.

keiner Weise daß alle dieser Reihe angehörenden physikalischen


in

sich
in

Gebilde bestimmte physikalische Gleichheiten aufzuweisen haben Es

ist
bereits

.
darauf hingewiesen daß das Gesetz der Konstanz der Masse ein nicht um
,

kehrbares empirisches Gesetz der Physik das auf Grund von Untersuchungen
ist
,

restlos genidentischer Gebilde nämlich physikalisch eingeschlossener Systeme


,

,
ay
ist

aufgestellt worden und besagt


ax
daß wenn zwei Gebilde und restlos
,

genidentisch sind sie auch massengleich sind Dieses Gesetz allerdings läßt sich
,

.
ein

behauptet daß die


es

als Gesetz der Unveränderlichkeit bezeichnen


,
;

Eigenschaften bestimmter
zu

verschiedenen Zeitmomenten existierender Gebilde


,

sich ebenso zueinander verhalten wie die Eigenschaften gewisser gleichzeitig


,

miteinander existierender Gebilde Aber dieses Gesetz bestimmt nicht selbst


.

die Existentialbeziehung Es besagt nicht daß einem Zeit


es

unter den
in
,
.

moment existierenden physikalischen Gebilden immer ganz bestimmte Gebilde


gibt die eindeutiger Existentialbeziehung des restlosen Auseinanderhervor
in
,

gegangenseins mit ganz bestimmten Gebilden eines andern Zeitmomentes


)

stehen denn Gebilde die mit einem bestimmten zeitverschiedenen Gebilde


,
,
-

sind gibt für jeden Zeitmoment unendlich viele Es besagt


es

massengleich
,

vielmehr nur daß die solch eindeutiger Existentialbeziehung stehenden Ge


in
,

bilde auch massengleich sind Umgekehrt sagt der Satz der Unendlich
.

keit aller restlosen Genidentitätsreihen lediglich etwas über die


Existentialbeziehungen aus und läßt alle Veränderungen völlig
dahingestellt Es ist daher von den Gliedern einer Gen
zu

vermeiden
,
.

identitätsreihe als von einer unveränderlich sich erhaltenden Substanz des


Geschehens von einem unveränderlich Existierenden oder von etwas


zu ,

welches nach diesem seinem reinen Begriff notwendig


zu

Realem reden

denken ist Grundbestand immer sich selbst identischer


als seinem also
in

ungewordener und unzerstörlicher nicht vermehrbarer noch verminderbarer


,

keiner Qualitätsänderung unterliegender Raume beweg


im

auch dagegen
,

licher Rauminhalt Natorp 1910 349 Genidentische Gebilde zeigen


S
,

,

).
(

vielmehr wie erwähnt durchaus qualitative und quantitative Ver


,

schiedenheiten nicht etwa nur scheinbare Verschiedenheiten sondern


,
,


physikalische Veränderungen die den einzelnen Fällen ebensogut meßbar


in
,

und genau feststellbar sind wie ihre quantitativen Gleichheiten etwa die der Masse
,

.
38 Die genetischen Reihen in der Physik .

ferner nicht gleichbedeutend mit eindeutiger

ist
„ Restlose Genidentität “
Bestimmtheit VII Eindeutig bestimmen lassen sich auch die biologi

A

).
(
seitig ins Unendliche gehenden Existentialreihe angehören

.
der von Driesch häufig hervorgehobene Satz

Im
Auch Laufe des


:
Werdens kann sich der Grad der Mannigfaltigkeit eines Systems nicht von

15
selbst erhöhen 1911 hat wenn ihm überhaupt der Physik

in
ein

,
S

,

(

)
.
gültiger Sinn zukommt vgl dazu AIX jedenfalls nichts mit dem Satz

45
S

),
(

zu
der Unendlichkeit der restlosen Genidentitätsreihen tun Denn auch der

.
von Driesch angegebene Satz behauptet eine Gleichheit und zwar

in
,
Bezug auf den Grad der Mannigfaltigkeit gewisser Systeme verschie

in


denen Zeiten
.

die
Gegenüber diesem und ähnlichen meist unklaren Sätzen über Be

ist
harrung der Menge oder Materie immer wieder darauf hinzuweisen

,


daß die Genidentitätsbeziehung nicht durch eine Gleichung ausdrückbar

an ist
.
Ebensowenig einem physikalischen Gebilde
ist

zu
der Satz daß jedem

in
,

ein
deren Zeit moment immer ein und nur bestimmtes einfaches oder komplexes
physikalisches Gebilde existiert das mit ihm eindeutiger Beziehung des Aus

in
,

einanderhervorgehens steht durch eine Gleichung ausdrückbar

ein
Auch
,

.
allgemeines Konstanzgesetz das etwa besagte daß jedenfalls irgend


,

,
eine Eigenschaft
an

den genidentischen Gebilden quantitativ und qualitativ


gleichbliebe wobei eine Aufgabe der empirischen Forschung wäre fort
es
,

,
92

1921 und Cassirer 1910 253 würde noch eine Gleichung aus
ff
S
,

S
,

],
(

.
)

).

drücken und wäre damit von dem Satz der unendlichen Existenz alles Physischen
deutlich geschieden Der diesem Satz vorkommende Begriff des Existierenden
in


.

am

steht nicht als allgemeinste Konstante Ende einer Reihe von Invarianten die

,
fortschreitend für einen immer größeren Kreis gelten wie etwa der Begriff des
,

Unzerlegbaren der Physik der immer nur als relativer Abschluß als Aus
in

,
druck eines bestimmten Ausmaßes der Variation aufzufassen wäre Auch nicht
die Idee eines solchen schrittweisen Vorwärtsgehens überhaupt wie .
es
vielleicht
,

neukantischer Auffassung naheliegen würde kommt ihm zum Ausdruck


in
,

,
sondern steht als Existential begriff außerhalb dieser ganzen für die
er

reflexiven Kategorien der Vergleichung typischen Relativität von physikalischen


Varianten und Invarianten
.

Auch der Satz daß jede Wirkung notwendig eine Ursache hat und
,

umgekehrt jede Ursache eine Wirkung und daß beide gleich resp äqui
,


.

nicht gleichbedeutend mit dem Satz von der


ist

valent sind mindestens


,

T
z

.
.

Unendlichkeit aller physikalischen restlosen Genidentitätsreihen Denn für den


.

Begriff von Ursache und Wirkung und der durch sie bestimmten unendlichen
die funktionelle Abhängigkeit von Veränderungen
ist

Reihen wesent
lich Gleichheits und Ungleichheitsverhältnisse werden andern Gleichheits und
:

Ungleichheitsverhältnissen eindeutig zugeordnet auch wenn dadei restlos gen


,

identische Gebilde Beziehung gebracht werden Hier ist der Tat Driesch
in

in

'
.

Ausdruck Änderungsübertragung treffend Der Satz daß jede Ursache eine Wir

,
.

kung hat und daß zwischen beiden eine durchgängige notwendige eindeutige Ab
,

hängigkeit besteht gilt auch der Biologie und ist auch dort die Voraussetzung für
in
,

Betracht kommenden Existentialreihen nicht beiderseitig ins Unendliche gehen


in

Mit Satz ergibt sich zugleich folgender nicht weniger charak


7

teristische Satz
:
Die Bedingungen der Identität restloser Genidentitätsreihen . 39

8 . Die physikalischen Existentialreihen als solche enthalten keine aus


gezeichneten Schnitte .
Jeder Schnitt steht vielmehr zu jedem andern in restloser ,
Genidentität , ohne daß in Bezug auf Existentialbeziehung irgendein
Schnitt vor den anderen Schnitten ausgezeichnet wäre. Jeder be
liebige Schnitt bestimmt

die
ganze beiderseits unbegrenzte Reihe
eindeutig
.

Wo daher wie etwa beim Begriff des Anfangs oder Endes eines
,

chemischen Prozesses besondere Schnitte einer Genidentitätsreihe


,

von
hervorgehoben werden geschieht dies lediglich auf Grund Gleich
,
heits oder Ungleichheitsbeziehungen also von irgendwelchen Eigen

. ,
-

auf Grund des Vergleich

im
schaftsverhältnissen dieser Gebilde

B
z

.
zum Mittelstadium langsamen Tempos oder der Richtungsänderung
der Veränderung Besondere Existentialbeziehungen zwischen


.

den hervorgehobenen Schnitten werden diesem Falle nicht gesetzt

in
und der häufig betonte Charakter der Willkürlichkeit oder Relativi


tät die einem derartigen Hervorheben bestimmter Schnitte anzuhaften
,

scheint ist jedenfalls auf diesen Umstand zurückzuführen


,

T
z
.
.

.
Eine solche Abgrenzung kann übrigens ebensogut innere physikalische
Berechtigung haben und sogar auf Maß und Zahl zurückführbar sein wie sonst

,
irgendeine meßbare Beziehung und daher subjektiv

be
zu
einer reflexiven


stimmenden Kategorie vgl VII
A
.

).
(

folgenden seien einige Sätze angeführt die von der


Im

noch
,

Genidentitätsbeziehung der Physik gelten Diese Sätze enthalten


in

nicht durchwegs neue Bestimmungen sondern lassen sich zum Teil


,

mehr oder weniger vollständig aus bereits angegebenen Sätzen ab


an

leiten sie sollen aber weil sich ihnen der Gegensatz zur Bio
,
;

logie deutlich formulieren läßt gesondert erwähnt werden


,

VI Die Bedingungen der Identität restloser


.

Genidentitätsreihen
.

Erweist sich ein Glied einer restlosen Genidentitätsreihe als


9
.

mit Glied
so

identisch einem einer anderen Reihe sind beide Reihen


in
,

allen gleichzeitig miteinander existierenden Gliedern identisch


.
ist
bg
Ist
az

bv
so

und ferner auch


,

,,

,
=
es =

=
=
p

3
die b
z a

a
P

Gelingt Identität
zweier Sterne für einen bestimmten Zeit
.,
B
.

moment nachzuweisen indem etwa von der für einen bestimmten Zeitmoment
,

berechneten Gleichheit der Raumlage auf Identität geschlossen wird der


Schluß geht hier also von der Gleichheit nicht auf Genidentität sondern auf
,

ist damit die Identität dieser Sterne auch für die anderen
so

Identität
,
-

Zeitmomente sichergestellt
.
40 Die genetischen Reihen in der Physik .

Dieser Satz , der ausdrückt , daß jedes physikalische Gebilde nur

ist
Schnitt einer einzigen restlosen Genidentitätsreihe und daß eine

,
restlose Genidentitätsreihe bereits durch ein Glied eindeutig bo
gilt nicht von den Genidentitätsreihen überhaupt aus der

ist
stimmt

;
Definition der Restlosigkeit Verbindung mit dem Satz läßt

in

4
b


jedoch leicht
er

sich ableiten

- az an
an

br

an bs
Die beiden restlosen Genidentitätsreihen und die


seien

- ;

am
Angenommen das Glied

de

be
identischen Glieder seien der Reihe

,
.

bx

bs
sei mit dem gleichzeitig Gliede der Reihe nicht identisch

br
existierenden

.
Das aber widerspricht der Gleich
be
ae

bx
, ax
Dann wäre und de be
=

=
p

.
zeitigkeit von

im
de

be
und und zwar Falle der Teilfremdheit von az und br
gemäß der Definition der Restlosigkeit Falle der Teilgemeinsamkeit von

im
,
az

gemäß Satz
bc

und
b
4

Der Satz sagt noch .


nicht die Unendlichkeit aller restlosen Gen
identitätsreihen aus und gilt unabhängig von ihr

.
VII Die Spaltung und Vereinigung von restlosen
.

Genidentitätsreihen

.
Die begriffliche Unterscheidung physikalischer Teile
a

.
)

ein
physikalisches
ist
Es

bereits erwähnt worden daß Gebilde


,

,
Ding
ein

ein

nicht immer mit als ein


es

sei oder Geschehen einem


,

heitliches Ganzes anzusehenden andern Zeitmoment existie


in

einem
,

renden Gebilde restlos genidentisch auch mit einem


ist

sondern
,

Teil oder einem Komplex von Gebilden restlos genidentisch sein


kann Restlose Genidentitätsreihen können sich also mehrere in
.

Zweige spalten und umgekehrt können mehrere Reihen sich ver


,

einigen der Physik geltenden


an

Den hierüber Sätzen denen


in

,
.

sei
die Unterschiede zur Biologie besonders deutlich zutage treten
,
an

der schon genannte Satz die Spitze gestellt


:

Teil eines physikalischen Gebildes und jeder Komplex


10

Jeder reale
.

von Gebilden läßt sich soweit Genidentitätsbeziehungen Frage stehen


in
,

wiederum als physikalisches Gebilde betrachten


.

Wendet man diesen Satz auf den gelegentlich des biologischen


,

Genidentitätsbegriffes noch zurückzukommen sein wird auf die Gen


,

ergibt sich das Vorhandensein von neben


an

identitätsreihen
so
,

einander laufenden Teilreihen


:
es Zu
11

jedem realen Teil eines Schnittes einer restlosen Genidentitüts


.

ein

reihe gibt jedem anderen Schnitte dieser Reihe Teilgebilde oder


in

ist (

einen Komplex von Teilgebilden das mit ihm restlos genidentisch


),

.
; ap
Ist

gibt Zerlegung
an

Bro und
es
so

Ano eine
.,

,
=
$
n

an a
P P
..
.. [

]
Pn

ist
Bc

derart daß SMP


,
,
.,
,

,
=

=
p

;
.;
B
[0

0
a

P
.

..
]
Die Spaltung und Vereinigung von restlosen Genidentitätsreihen . 41

von

Br
an
(wobei die Teile aus mehreren P2

,
selbst Teilen

[B

.]
.
.

..
"
z
bestehen können

?
).
)
Dieser Satz wird der Physik festgehalten auch wenn sich

in

,
die

einzelnen Teilgebilde nicht jedesmal als selbständige Gebilde

ein
Die Physik hat allgemeinen Inter

im
isolieren lassen nur dort

.
esse den besonderen restlos genidentischen Teilreihen einer kom
,

Art

sie
plexen Genidentitätsreihe nachzugehen wo auch der und dem

,
Verhalten ihrer Gebilde nach verschieden sind Innerhalb von

in
.
sich gleichartigen Genidentitätsreihen deren Teilgebilde also unter

,
einander äquivalent sind kann die Physik infolge der Möglichkeit
,

,
der wechselseitigen Subsumption der Teilgebilde die einzelnen

,
Genidentitätszusammenhänge bei der Feststellung von Gesetz


mäßigkeiten unbeachtet lassen Wo die Physik getrennte Gen

.
identitätsreihen festhalten will muß sie zur Herstellung besonderer
,

gegen die Umwelt abgeschlossener Systeme greifen

.
Es wesentliches Charakteristikum der physikalischen Gen
ein
ist

identitätsreihe daß jeder beliebige Schnitteil wiederum einer beider


,

ein als
seitig unendlichen restlosen Genidentitätsreihe Schnitt angehört

,
beliebigen Zeitmoment gerade mit ihm
es

derart daß jedem


in
,

restlos genidentisches Teilgebilde Gebilde oder Komplex von Ge


(

bilden gibt Enthält also irgendein Glied einer restlosen Genidenti


.
)

was nur bei einem wirklich

im
tätsreihe Teile elementaren

,

,

so “
Sinne von unzerlegbaren Gebilde nicht der Fall wäre läßt ,

sich die ganze restlose Genidentitätsreihe als eine Gesamtheit mehrerer


beiderseitig unbegrenzter restloser Genidentitätsreihen auffassen
Zusammenhang mit Satz steht folgender Satz der sich .
11
In

zur vollständigen Induktion einer restlosen Genidentitätsbeziehung



verwenden läßt
.

physikalischer
12

Sind alle einzelnen Teile zweier Gebilde wechsel


.

genidentisch die Gesamtgebilde gen


so

weise restlos sind auch restlos


,

identisch miteinander
.

Istan
Em
em
am

Pm
Bu

und ferner
[@
,
,
.,

..,
.,
],
=

=
$
n

n
]

[
..

)?
Pm

ist

am
an

an

PnP
so

auch
m

m
,
;

;
.;
=

=
&

&
$
n
P

P
..
º

unabhängig davon
ob

Dieser Satz gilt die einzelnen Teile


,

physikalisch real verbunden sind oder nicht gl 152


S
.
.

).
(v

Eine Anwendung desselben Satzes anderer Form bedeutet


am es
in

Genidentität zweier Gesamtkomplexe


Bn an

wenn bei gegebener und


An

aus der wechselseitigen Genidentität gewisser Teile und


,

..
.
die

ComeBom auf restlose Genidentität der beiden Restteile und


..
.
Am

geschlossen wird
.

Zerlegung immer eine Zerlegung


im

Unter wird hier und folgenden


,
1


)

teilfremde Teile verstanden


in

.
Es

muß hier der Tat Identität vorliegen Gleichheit genügt nicht


in

=
;
2

(3

.
)

)
42 Die genetischen Reihen in der Physik .

Ein Beispiel möge dies erläutern :

ein

an
Zusammensetzung aus

ist
Gegeben Gebilde dessen verschiede

an

ist
Bn
im
nen einfachsten Falle also Bestandteilen und bekannt sei

,
2

im
es

ist es
weil aus diesen Bestandteilen Laboratorium selbst zusammengesetzt
,
auf Grund der Bestimmung seiner physikalischen

es
worden sei oder chemi

,
schen Eigenschaften mit Hilfe irgendwelcher Reagenzien

An
sei Wasser

,

z

.

.
.
das durch Verbrennen von Wasserstoff Sauerstoff gewonnen oder das als

in
Gelingt der Be

ist

es
Wasser auf andere Weise bestimmt nun den einen

,
.
an
standteile etwa den Sauerstoff abzusondern ohne daß dabei die restlose

,
(
)
Genidentitätsbeziehung der ersten Flüssigkeit

an
mit der Gesamtheit der

re
Pm
ſan

so
sultierenden getrennten Substanzen am zweifelhaft wird erachtet

,
(

an Bm
man damit auch die restlose Genidentität der übrigbleibenden Substanz mit

Bn
dem anderen Bestandteil der ursprünglich unzerlegten Flüssigkeit als
gesichert Auf Grund dieser angenommenen Genidentitätsbeziehung kann man
.

Bm
dann auf gewisse Eigenschaften der verbleibenden Substanz schließen falls

,
die Konstanz dieser Eigenschaft unter den Betracht kommenden Umständen

in
bereits empirisch festgestellt ist Daß bei derartigen Fällen der Tat immer

in
.
ein Schluß von Genidentität auf Gleichheit vorliegt auch wenn dieser Schluß

,
nicht umständlich explizit gezogen pflegt wird
so

an
zu
werden folgendem

,
deutlich
:

Der Schluß läßt sich nicht mehr eindeutig ziehen sobald die Gen
1

,
.

identitätsbeziehung infolge Undichtigkeit


abschließenden Gefäße nicht der
ist

gesichert und muß empirisch bekannt sein daß durch die Betracht

in
,

,
2
.

kommende Vereinigung und Trennung die Eigenschaften der betreffenden


Substanz nicht verändert werden daß also nicht eine der ersten Teil
B
;

z
.
.
substanz nur isomere Substanz aus der Trennung hervorgeht

.
Ergibt sich daß die übrigbleibende Substanz andere als die erwarteten
,

Eigenschaften besitzt die restlose Genidentitätsbezie


so

wird trotzdem
,

hung dieser Substanz zu gewissen Teilen der Ausgangssubstanz nicht Frage

in
es

gezogen schließt man vielmehr eine der


In

diesen Fällen daß sich um


,
.

erwarteten Substanz isomere Substanz handelt Trifft ein solcher Fall chemi
„,

scher Eigenschaftsverschiedenheit chemisch unzusammengesetzte Substanzen

,


so

würde auch dann die restlose Genidentität nicht Frage gestellt werden
in

,
sofern nur die übrigen Voraussetzungen zweifellos feststehen Vielmehr wäre
.

dann geglückt
zu
es

ein chemisches Element ein anderes verwandeln Die


in
,

Gültigkeit des oben angeführten Satzes bleibt also unabhängig von


allen Gleichheiten oder Verschiedenheiten bestehen
.
die

Daß Genidentitätsbeziehung der zeitlich verschiedenen bei solchen


,

Experimenten benutzten Gebilde selbst nicht explizit den Beweisgang ein


in
sie

zugehen pflegt trotzdem der mannigfachsten Weise die Voraussetzung


in
,

der benutzten Schlußverfahren bildet liegt vor allem daran daß die Wahrung
,

der Genidentitätsbeziehung eine unmittelbare Aufgabe des Laboratoriums


ist
,

der die experimentelle Hantierung selbst genügen muß Sie ist eine selbst
.

verständliche Voraussetzung die Diskussionen nur bei der Besprechung der


zu
,

Versuchsanordnungen oder dann Anlaß gibt wenn ein Ergebnis als fehlerhaft
,

und auf einem Mangel der Technik beruhend hingestellt wird


.

Die reale Vereinigung und Trennung


b

.
)

Die eindeutige Beziehung des existentiellen Auseinanderhervor


gehens der Physik wird durch das Einschließen undurchlässige
in

in
Die Spaltung und Vereinigung von restlosen Genidentitätsreihen . 43

Grenzen gesichert . Werden nun verschiedene solche Systeme real ver


einigt , indem die betreffenden Gebilde räumlich zusammengebracht wer

die
den und Grenze zwischen ihnen beseitigt wird setzt man das nun

so
,
mehr entstandene allseitig begrenzte System restlos genidentisch mit der
Gesamtheit der dem früheren Zeitmoment existierenden einzelnen

in
Systeme Es gilt also folgender Satz der realen Verbindungen

:
.
13

real mit

bz
C7
physikalische

an
Werden mehrere Gebilde

,
,
,
.

..
.
ist
vereinigt das aus dieser Vereinigung hervorgehende Ge
so
einander
,
bilde restlos genidentisch der Gesamtheit der unverbundenen Gebilde
,
bz v

Vz
C7

=
[Q
,,

,
,

P
..
.

.
]

Existentialbeziehung
an

ist
Wesentlichdieser hier daß das

.
einzelnen Gebilden

zu
Produkt der realen Vereinigung nicht den

,
ihrer Gesamtheit restlose Genidentitätsbeziehung
zu

sondern

in
gesetzt wird
IX
A

).
(

Wenn zwei Flüssigkeiten und einer Flüssigkeit

zu
,

,
B

b
a

v
z
.
.

vereinigt werden schließt man etwa gemäß dem Satz von der Ge
,

wichtsgleichheit restlos genidentischer Körper auf die Gewichtsgleich

by
an
heit zwischen und der Summe der Gewichte von und
,
v

ist

Gai G011 Auch hier nicht der Schluß von Gleichheit


=

+
,
[G

).

auf Genidentität ursprünglich sondern setzt den empirischen Nach


er
,

weis des Satzes von der Gleichheit genidentischer Gebilde voraus und
damit den Ansatz des bei der Vereinigung resultierenden Gebildes als
restlos genidentisch mit der Gesamtheit der unvereinigten Gebilde

.
Daß die Anwendbarkeit des Satzes von der Konstanz der Masse er

(
gänze restlos genidentischer Gebilde auf chemische Vereinigungen eine
:
·

empirische Untersuchung der Gewichtsverhältnisse der als restlos genidentisch


betrachteten Gebilde vor und nach der Vereinigung zur Voraussetzung hat
,
--
wie denn auch historisch eine solche empirische Untersuchung der Anerkennung
braucht kaum besonders ausgeführt
zu
dieses Satzes vorausgegangen ist
,
-

vgl Aber auch auf irgendwelche chemische Eigenschafts


11

werden
.S
.

f.
).
(

gleichheiten kann man den der Formel ausgedrückten


in

=
p

b
a
v,

,
,
,
[

.]
.
.

Ansatz der restlosen Genidentitätsbeziehung nicht zurückführen Gelingt etwa


.

eine neue Zusammensetzung das neue Gebilde zunächst lediglich definiert


ist
so
,

als dasjenige welches aus den und den Substanzen unter ganz bestimmten
,

Bedingungen entsteht ohne daß darum seine physikalischen und chemischen


,

Eigenschaften sein Verhalten bei verschiedenen Temperaturen seine Einwir


,
:

kung auf andere Substanzen die Bedingungen seines chemischen Zərfalls usw
,

.
im

zu

einzelnen bekannt sein brauchen


.
die

Die Sätze über Genidentität sind also keine allgemeinen oder spe
ziellen physikalischen Gesetze Auch die Überlegungen über die möglichen


.

physikalischen Eigenschaftsbeziehungen gehören die theoretische Physik aber


in

nicht die Wissenschaftslehre


So in

.
ein

kann Gebilde vor Feststellung irgendwelcher Eigenschafts


gleichheit oder ungleichheit durch die restlose Genidentitäts
-
-
-
-

Da bier von Eigenschaften und deren Größen die Rede ist ist auch
1

,
)

das Gleichheits und das Pluszeichen eindeutig verwendbar


.
-
44 Die genetischen Reihen in der Physik .

beziehung zu der Gesamtheit bestimmter anderer Gebilde defi


niert

die
. In der Tat werden sehr häufig
werden Eigenschaften

ihr er
der zunächst auf solche Weise definierten Gebilde erst sekundär

es
forscht erst später gelingt ihre genaue Konstitutionsformel

,
;
Bedingungen fest

im
Verhalten unter verschiedenen usw einzelnen

.
zustellen
. auch keine Bestimmung durch quivalenz

ist
Eine derartige Definition

,
Å
ist
den Eigenschaftsgleichheiten Denn die be

zu

zu
ja

die durchaus rechnen

.
treffende zusammengesetzte Substanz wird hier nicht dadurch definiert daß

,
sie irgendwelche andere Substanzen bei bestimmten

zu
chemischen Prozessen
vertreten vermag
.

um

ein
Fall

zu
Ebenso kann diesen sogleich vorweg nehmen
,

,
Gebilde zunächst als das eine von mehreren Gebilden definiert sein

,
die bei der Trennung einer bestimmten Ausgangssubstanz entstehen

.
ist
Zusammen mit einer Reihe anderer Gebilde

es
restlos genidentisch
mit demjenigen Gebilde das unter bestimmten Bedingungen jene

in
,
Es

nur als ein einer Genidentitätsbezie


.. ist

Reihe zerfällt

, ,
x
.

hung definiert ohne daß seine Eigenschaften


Xg
,

,
,
.,
],
=

n
P
v

schon festzustehen brauchten Gewisse chemische Elemente sind

B
z
.

.
.
auf diese Weise gefunden und definiert worden Erst die weitere

.
Eigenschaftsuntersuchung ihrer Bestimmung als che
zu

führte dann
mischer Elemente
.

hier wesentlich
ist
Jedenfalls erweist sich und das allein
.

-
Art des Ansatzes der Genidentitätsbeziehung

im
die besondere Falle
der realen Vereinigung oder Trennung physikalischer Gebilde als
unabhängig vonihren besonderen Eigenschaftsbeziehungen und
zugleich als
ein

fundamentaler Sachverhalt der bei der experimentel


,
len

Arbeit der Physik immer von neuem von wesentlicher Bedeu


tung ist
.
Es

für

darf bei der Betrachtung der die physikalische Ver


ay

67

keines
C7

einigung geltenden Genidentitätsformel


,

,
,
..,
=
P
v

.]

falls aus den Augen gelassen werden daß nur eine Seite der Gen
,

identitätsbeziehung mathematisch zusammengefaßt ist Die mathe


.

matische Beziehung besteht nur zwischen den einzelnen Gebilden


, ,,
a
ag

eben dieser identischen Gebilde


C1 by

17

und der Gesamtheit


,

,
..
.

Verhältnis von Teilmenge und Vereinigungsmenge


im

die sich
..,
,
.)

gegenüberstehen Keinerlei mathematische Beziehungen jedoch


die
.

werden durch Formel zwischen dem zeitlich späteren Gebilde


ay

einerseits und den zeitlich früheren Gebilden


C7
67
,

oder
,
,
.,
v

..

die

der Gesamtheit dieser Gebilde andererseits geknüpft mag man nun


(

Formel
C7
67

oder die Formel


,

,,
,
,

,
=

+
b
IX [a

[a
P

P
v

v
.]

.]
..

..
c

benutzen
13 A
(

).
)

Satz behauptet keine Gleichheit zwischen einerseits und


,
v
Die Spaltung und Vereinigung von restlosen Genidentitätsreihen . 45

0 , , b, , C, , . . .
oder deren Gesamtheit andererseits und läßt sich also
nicht die Formel v . = a + 1 , + , + . . . ausdrücken , auch
durch

als
wenn man an dem Sinn von + dem Mengenplus festhält

.


der qualitativen und quantitativen physikalischen und
Daß das Verhältnis
chemischen Eigenschaften
wie Gewicht Dichte Valenzverhältnisse usw

an ,

.
durch die restlose Genidentitätsbeziehung und für sich offen gelassen wird

,
Daß die räumliche Ausdehnung das Vo
ist

schon wiederholt hervorgehoben

ist ,
.

um
Bestimmungen gehört
, zu

so
lumen ebenfalls diesen offengelassenen
,

,
weniger leugnen als dieses Verhältnis bei restlos genidentischen Gebilden
zu

der Tat variabel Aber Formulierungen wie die daß bei chemischen
ist
in

,
.
Veränderungen stets die Menge der Materie nach der Veränderung die gleiche
Remsen Seubert Ge

ist
wie vor derselben 1906 scheinen den

,
3
S

.
(

)
danken nahezulegen daß man -
oder Mengenverhältnissen
doch von Größen
,

-
der Genidentität stehenden Gebilde als solcher sprechen kann ohne auf ihre
in

,
Eigenschaften einzugehen Aber inwiefern sind denn die restlos genidenti

,,

schen Gebilde mengengleich Sind es


die Anzahl ihrer Volumeneinheiten die

,
?

Anzahl ihrer Moleküle oder ihrer Atome oder ihrer Ionen oder welcher Ein
heiten sonst Man sieht erst eine empirische Untersuchung genidentischer
,
?

Gebilde kann Aufschluß darüber geben welches denn jene Einheit ist deren
,

,
Anzahl jedesmal konstant bleibt ab

es
Zugleich wird damit deutlich daß

,
.

gesehen von Konstanz und Inkonstanz überhaupt jeden Sinn verliert von den
,

,
Mengenverhältnissen mehrerer Gebilde
zu

reden ohne zuvor eindeutig festzu


,

Ein
ob

legen man von den Anzahlen der Atome oder Moleküle oder welchen
,

spricht
ist

Hinsicht des Ver


es

heiten sonst Immer also eine bestimmte


.

gleichs eine Anwendung reflexiver Beziehungen denn auch solche Be


,

,

griffe wie und Molekül und ihre Unterschiede sind mit Hilfe reflexiver
Atom
Beziehungen definiert die die Voraussetzung bildet für irgendwelche angeb
,
--

baren Mengenbeziehungen zwischen restlos genidentischen Gebilden und ohne ,


welche man genidentischen Gebilden ein bestimmtes Mengenverhältnis mit Sinn
nicht zusprechen kann
.

setzt also noch kein be


bq

Der Ausdruck
,

,,
,
,
..,
. P=

C
a
v

.)

Mengenverhältnis
vn

stimmtes Größen oder zwischen und der


-
ist az

Menge
an

formulierte Genidentitäts
67

67

Die
,
,
..,

ihm
in
[

.]

.

beziehung
zu

vollends nicht verwechseln mit jenen Beziehungen


,
so
SO

die Formeln wie ihren Ausdruck finden


in

,
,

,
=

+
H

H
0

, , .

chemische Gleichungen
um

Denn hier handelt der Tat


es

sich
in

eine Darstellung nicht von Existentialbeziehungen


um

als solchen
sondern von Gleichheits oder Äquivalenzbeziehungen die allerdings
,
-

Äquivalenz Verhältnisse restlos genidentischer Gebilde


die

häufig
-

wiedergeben oder doch nur durch eine Untersuchung solcher Gebilde


gefunden allgemeinen
im

sind Die chemischen Formeln sind


.

Molekularformeln und kennzeichnen schon dadurch ihre Verwendung


reflexiver Kategorien Sie geben Auskunft über die qualitative
.

Beschaffenheit der Beziehung gebrachten Gebilde über


in

,
d

h
.
.

die Art der Stoffe ferner über ihre quantitativen Gewichtsver


,

hältnisse die Volumenverhältnisse evtl die Konstitutionsverhältnisse


,

und bringen diese Bestimmungen funktionelle Abhängigkeit von


in

einander
.
46 Die genetischen Reihen in der Physik .

Vor allem drücken chemische Gleichungen in der Regel keine


Existentialbeziehungen bestimmter im Zeitpunkt n existierender

Gebilde zu ganz bestimmten im Zeitpunkt m existierenden Gebilden


nicht die Gleichheitsbeziehungen zwischen indi

Sie
aus . bezeichnen

die

von
viduellen Gebilden irgendwelchen anderen nur qualitativ

,
und quantitativ gleichen Gebilden unterschieden werden Vielmehr

.
enthalten chemische Formeln nur die generelle Behauptung daß

,
solche Stoffe mit Hilfe gewisser anderer Stoffe und wie die thermo

,

chemische Gleichung angibt unter gewissen Wärmevorgängen

in
,
Stoffe bestimmter anderer Art umgewandelt werden können und zwar
ganz bestimmten quantitativen Verhältnissen

In
den chemischen
in

.
betreffenden Gebilde ihre Zeitindizes

die
Formeln verlieren daher

.
Die chemische Gleichung
selbst legt also keine Genidentitäts
beziehung fest Auch wenn die Gleichung gelegentlich einen be
.

stimmten individuellen Reaktionsvorgang darstellen soll werden

,
allemal die Eigenschaftsveränderungen ausgedrückt
sie

durch

;
wird die Reihe genidentischer Gebilde als eine Reihe unter
es

.
einander Größen aufgefaßt Die Umsatz
Beziehung stehender
in

.
sie „


gleichung

ein
geht auch wenn
etwa nicht Gleichheitszeichen
,

,

sondern ein zugleich die Richtung der Veränderung zum Ausdruck


bringendes Zeichen benutzt ebenso wie der Ausdruck aller Gesetz
,

mäßigkeit der Physik stets auf eine Darstellung irgendwelcher


in

qualitativer oder quantitativer funktioneller Abhängigkeiten



aus wesentlich für sie sind die Begriffe Konstanz und Variation
;

,
Größe Veränderung Prozeß und ähnliche deren reflexiver Charakter
,

um
ist

bereits hervorgehoben Die Umsatzgleichung setzt also die


,
.

anfangs benutzte Terminologie gebrauchen nicht eine Existential


zu

beziehung zwischen den Dingen sondern Gleichheits oder Un


,

-

gleichheitsbeziehungen zwischen ihren Eigenschaften Mit dem Sinn


.

der chemischen Gleichungen haben daher die hier benutzten Formeln


,
die die Genidentitätsbeziehungen bei einer realen Vereinigung oder
Spaltung ausdrücken sollen
zu

nichts tun Allenfalls ließe sich


,

.
die

sagen daß hier Existentialbeziehung zwischen Gebilden ausge


:

drückt wird deren Eigenschaften durch chemische Gleichungen


in
,

reflexive Beziehungen zueinander gebracht werden können


.

Dieselbe Formel die die restlose Genidentitätsbeziehung bei


,

der Vereinigung zum Ausdruck bringt läßt sich unter Veränderung


,

Falle der Spaltung einer Reihe verwenden


im

der Zeitindizes auch


.

Analog dem Satz der realen Vereinigung gilt der Physik folgender
in

Satz der realen Spaltung


:
ein
bą 14

Spaltet sich physikalisches Gebilde real mehrere Gebilde


,

in
v
, .

ist

restlos genidentisch der


ag

das unzerlegte
so

Gebilde
.,
.,
,

..
Die Spaltung und Vereinigung von restlosen Genidentitätsreihen . 47

die

die
Gesamtheit aller physikalischen Gebilde , durch Spaltung entstanden

az
bg

Ca
sind

,
,
..,
=
p
;
v

.
[

.)
ist
Wesentlich hierwiederum daß nicht jedes der entstandenen

,
für
Gebilde eindeutige Existentialbeziehung

zu
sich dem früheren

in
Gebilde gesetzt wird wie etwa jedes von mehreren Kindern für

,
zu

sich den gemeinsamen Eltern sondern daß das frühere Gebilde

,
nur mit der Gesamtheit der späteren Gebilde eindeutig gen
identisch ist
.

als
Es könnte scheinen

ob

13

14
Satz und ohne weiteres

Sie
aus der Definition der Restlosigkeit folgten lassen sich

in
.
der Tat aus ihr ableiten wenn einmal fest steht daß jeder reale
,

,
Teil der bei dem Zerfall eines physikalischen Ganzen entsteht
,

,
überhaupt genidentisch mit unzerlegten Ganzen

zu
dem
eine neue Bestimmung betrifft nicht
ist

ist

setzen Das aber Sie


.

.
das Verhältnis der restlosen Genidentität zur physikalischen Gen
identität überhaupt sondern die Beziehung der physikalischen
,

physikalischen realen Ganzheit und zwar


sie zu

Genidentität der

,
konstatiert die Unabhängigkeit beider voneinander für

:
die Stellung eines Gebildes als Schnitt einer restlosen Genidenti
ist

gleichgültig physikalischen
es

es

aus getrennten
ob

tätsreihe
,

Teilgebilden besteht oder ein physikalisches Ganze bildet Diese

.
der physi
ist

ein

Unabhängigkeit wesentliches Charakteristikum


kalischen Genidentität gegenüber der biologischen Genidentität
B
.
.

.
z

Gemäß der Unabhängigkeit der restlosen Genidentität vom Zeit


abstand ergibt sich über die reale Trennung und Vereinigung fol
gender Satz
:

Die restlose Genidentitätsbeziehung eines physikalischen


15

Gebildes
.

Gesamtheit anderer Gebilde wird durch die zeitliche Reihenfolge


zu

einer
der realen Vereinigung oder Trennung dieser Gebilde nicht berührt
.
..cny
vm

Die Formel früher oder später als


(m
,
,
=
p

n
[a

.]

unabhängig davon eine reale Vereinigung


ob

also bleibt bestehen


1
.
:

oder Trennung stattgefunden hat oder nicht wobei dann die Gebilde
(
Ano

als

nur begrifflich getrennte Teile anzusehen


On

sind
),

bne
..
.

wann der Zwischenzeit die Vereinigung oder Trennung statt


in
2
.

die

gefunden hat welcher Reihenfolge Vereinigung oder Tren


in
,
3
.

nung der einzelnen Teile stattgefunden hat


.

die

Würde was offengelassen war der Satz gelten daß Beziehungen


,

existentiellen Auseinanderhervorgehens nur zwischen Dingen oder Gescheh


nissen aber nicht zwischen Dingen und Geschehni sen bestehen
so

wäre eine
,

,
-

reale Verbindung von genidentischen Dingreihen mit genidentischen Geschehnis


reihen nicht derselben Weise möglich wie zwischen verschiedenen Dingreihen
in

untereinander Auf diese Frage braucht jedoch hier nicht näher eingegangen
.
zu

werden
.
48 Die genetischen Reihen in der Physik .

VIII. Die weniger eindeutig bestimmenden physikalischen


Genidentitätsbeziehungen .
Die Physik beschäftigt
nicht nur mit den Eigenschaften
sich
der Glieder restloser Genidentitätsreihen , sondern häufig auch mit
Gebilden ,

die
weniger eindeutig bestimmender Existentialbeziehung

in
stehen Allerdings genügt fast nie die Beziehung der Genidentität
.

überhaupt wohl aber bisweilen der Umstand daß der Zwischen

in
,

,
zeit entweder nichts hinzugekommen oder nichts verloren gegangen
ist bei der qualitativen Analyse der Chemie stehen die unter
;


suchten Gebilde häufig solchen Beziehungen

in

.
die
Auch von diesen Beziehungen ihre Relata weniger eindeutig

,
bestimmen gelten bestimmte Sätze
,

am
Bezeichne ich an wenn außer mit auch mit
>
,

,
xm B
a

a
P
z
.
.

gleichzeitigen Zeitpunkt

ist
genidentisch

im
während

,
einem

n
am

ist
genidentisch
an

außer kein Gebilde existiert das mit , und

,
PC
am

definiere analog gelten folgende Schlußfolgerungen


an

so
,

:
<

> >
1

b
a
P

b
a
P
.

. bp
<
P

.
ar

>
<

a
P

c
.
c

Diese Schlußfolgerung gilt wiederum für beliebige Reihenfolgen


der Zeitindizes
.

Auf die Modifikationen der bisher angeführten

im
Sätze Falle
solcher nur teilweise bestimmten Genidentitätsbeziehung sei hier
nicht eingegangen Nur erwähnt sei daß experimentelle
es

die
,
.

Physik selten mit wirklich restlos genidentischen Gebilden


zu
tun hat
und zwar infolge der meist nicht idealen Zuverlässigkeit der ab
schließenden Grenzen und daß daher bei der Formulierung des
,

Ergebnisses der Untersuchung solcher restlos genidentischen Gebilde


die

die

diskutiert wird wie groß durch Mangelhaftigkeit des Ab


,

schlusses bedingten Verschiebungen sein können


.

Zur Frage allgemeinster Konstanzgesetze von Eigen


IX
.

schaften restlos genidentischer Gebilde


.

Die Untersuchung der Sätze über die physikalisch restlose


Genidentität sei damit ohne Anspruch auf Vollständigkeit abgebrochen
.

Die Verwendung der induktiven Methode wissenschaftstheoretischer


Untersuchung läßt auch auf einige Sicherheit der Ergebnisse
so

hoffen Auf die der Physik vielleicht durchgängig bestehenden


in
.

Gleichheitsbeziehungen der restlos genidentischen Gebilde soll


nicht eingegangen werden damit behauptet sei daß
es

ohne daß
,

,
die

49
Zusammenstellung der Sätze über restlose Genidentität usw

.
allgemeine Sätze über reflexive Beziehungen genidentischer Gebilde
nicht gibt

.
der von Riehl 1921

92
Hierher würde angegebene Satz gehören

,
, B

S
z

:
'
.
.

.
(

)
Daß die Masse beharrt ist ein empirisches Gesetz daß irgend etwas notwendig

,
beharrt ein Gesetz des Empirischen Angenommen die Masse zeigte sich
,

,
.
könnte sie nur das Veränderliche von etwas Unveränder
so
veränderlich ,
.
.
.
lichem sein Ein solcher Satz widerspräche nicht der Unabhängigkeit des
.“

Begriffs der Existentialbeziehung vom Begriff der Gleichheitsbeziehung Vertritt

.
man die Ansicht daß eine Existentialbeziehung nie direkt erkennbar ist

so
müßte
,

,
sogar notwendig solche den Schluß auf die Existentialbeziehung vermittelnden
es

allgemeinen Sätze reflexiver Natur über genidentische Gebilde geben

.
Es wäre zunächst sogar denkbar daß besondere derartige

es
,
Sätze gibt die nur für die Physik charakteristisch sind Doch
,

.
als
sei darauf hingewiesen daß folgender Satz den man besonderes
,

,
Charakteristikum der physikalischen gegenüber den biologischen Ge
bilden hingestellt hat auch der Physik nicht gilt
in
,

:
Ist allen Eigenschaften

an
ist auch
so

am wenn
=

in
,

,
a
P

a
nicht der Zeit zwischen und eine äußere Einwirkung
m
in

n
ein

auf

am
Glied der restlosen Genidentitätsreihe a bis stattgefun
den hat
.

Tritt nämlich trotz des Vermeidens äußerer Einwirkungen

in
der Zwischenzeit eine Veränderung der Glieder einer restlosen Geniden
ein

titätsreihe wird auch der Physik auf eine innere Ursache


so

in
,


der Veränderung geschlossen
.

Zusammenstellung der Sätze über die restlose Genidenti


X
.

tät als die eindeutige Existentialbeziehung der Physik


in
.

.

Als Grundbegriff des eindeutigen existentiellen Auseinander


hervorgehens der Physik hatte sich der Begriff der Reihe rest
in

los genidentischer Schnitte ergeben Diese erwies sich als eine


.

geordnete kontinuierliche beiderseits unbegrenzte Reihe


,

Der Beziehung der restlosen Genidentität kommen vier


Grundbestimmungen denen sich eine größere Anzahl der ent
zu

in
,

wickelten Sätze zusammenfassen läßt


:

Vorhandensein eines kontinuierlichen Übergangs zwischen den


1
.

bezogenen Gebilden
.

Unabhängigkeit der Beziehung von der Zeitrichtung


2
.

Unabhängigkeit der Beziehung von dem Abstand der Schnitte


3
.

der Reihe
in

Ausschließung eines gleichzeitig mit einem von zwei restlos


4
.

genidentischen Schnitten existierenden teilfremden Gebildes das mit


,

,
ist

dem anderen Schnitte genidentisch überhaupt


.

Lewin Genese
4
,

.
BO Die genetischen Reihen in der Physik .

Sätze .
Symmetrie der Relation .

Ist
1. Bestimmung Grund

ist
des

so
auch

2
b

b
a

a
P

P
-
.
(
begriffes

.)
Restlosigkeit

.
Ex und Ex

ist
Ist für alle

so
=

-p
,

,,

,
2

2
a

a
P

x
:

-
.

.
Xq

resp nicht ganz oder teilweise identisch mit


die resp sind
,

,
a

a
.

.
Bestimmung des Grundbegriffes
4
(

.)
Zusammenhang zwischen restloser Genidentität


und Genidentität überhaupt


.
Jeder Teil des einen von zwei restlos genidentischen Gebilden
3
a
.

mit überhaupt
ist

dem zweiten Gebilde genidentisch

:
Vgl Satz

3a
ist
Ist

so
und
=

=
.,
,

),

,
6

b
a

«
P

P
.-
-

..

..
.

.
[

(
78
S
.

.)

Ist überhaupt genidentisch mit enthalten und

so
,
3
b

b
a

a
.

/
mindestens einen Teil mit restloserGenidentität
je

der dem anderen

in
,

steht
:
. .. Ist

gibt ein
je

mindestens und
es
so
,

.,
..,
=

=
Q
. a

a
v

.]
PEß ..
Entspricht Satz

29
ist

derart daß
=
.,
,

,
3
b

S
ß

«
..

.
(

zu so .)
3c

Sind zwei Gebilde überhaupt physikalisch genidentisch

,
gleichzeitig existierende weitere Gebilde
sie

lassen sich durch


restlos genidentischen Gebilden ergänzen
.
an
am

Ym
am Ist

es
so

gibt
Yn
weitere derart
xn

und
,

,
=
=
» P

( .
..

S .
. ..
)Vg

3c
am
xm

85
ist
Xn

Satz
Yn

Ymo
,

daß
..,
,
=
,

.)
.
.
P

.)
[
..
.]
[

Zusammenhang zwischen Restlosigkeit und Nicht


Restlosigkeit

.
4a

Zwei gleichzeitig existierende nicht identische Gebilde können


.
P ein

nicht mit und demselben Gebilde restlos genidentisch sein


. .

Xn• Vgl Satz


. Ist
am

ist
am
an

so

und 107
,

,,

,
=

S
a

a
P
x

.
(

, .)
ein
4b

Ist Gebilde mit einem Gebilde restlos genidentisch


b
a

nicht mit einem


ist
so

Teil von restlos genidentisch


es

[. .

PE
Ist

ist

ferner
so
,

.,
..,
,

,
..,
4b =

B
b

b
a

P
v

.)

.)
..

..

Vgl
36

Satz
,
S
.

.
(

.)

Kontinuität der Reihe


.

jedem zwischen den Existenzmomenten zweier restlos


In
5
.

ein

genidentischer Gebilde liegenden Zeitpunkt gibt physikalisches


es

Gebilde das mit den beiden Gebilden restlos genidentisch


ist
,

:
Zusammenstellung der Sätze über die „ restlose Genidentität “ usw . 51

0g
gibt

Ist
für alle Zeitpunkte

es
so
zwischen den

,
=
p
a

x
an

) ist
ein
Zeitpunkten und derart daß und

; ,

. ,
=

, =
p
1

5 P
. a.

.
des
Bestimmung Grundbegriffes entspricht Satz

30
1

u
(

f.
s
Transitivität der Relation

.
Für beliebige verschiedene Gebilde und gilt unabhängig

,
6

b
a

c
.

von der Reihenfolge der Zeitindizes folgender Schluß Ist

:
PSb

U
ЪР


С
=
p

0
a
Unendlichkeit der restlosen Genidentitätsreihen

.
ist
Eine Reihe restlos genidentischer Schnitte beiderseits
7
.

unbegrenzt
.

Homogenität der Reihe

.
Eine Reihe physikalisch restlos genidentischer Schnitte enthält
8
.

als solche keinen ausgezeichneten Schnitt


.

Die Bedingungen der Identität von Reihen restlos


genidentischer Schnitte
.

Erweist sich irgend ein Glied einer Reihe restlos geniden


9
.

als

tischer Schnitte identisch mit einem Gliede einer andern Reihe

,
sind beide Reihen allen gleichzeitig miteinander existierenden
so

in

Gebilden identisch
:

abc 31
ist

Ist und auch


so

ferner
,

,
,

,
=
b

b
a

a
P

P
.

Teil und Ganzes


.

Teil eines physikalischen Gebildes und jeder


10

Jeder reale
.

Komplex von Gebilden läßt sich sofern Genidentitätsbeziehungen


in
,

Frage stehen wiederum als physikalisches Gebilde betrachten


,

Teilreihen Längsschnitt
im

.
11

Zu jedem Teil eines Schnittes einer restlosen Genidentitäts


.

gibt anderen Schnitte dieser Reihe ein Teilgebilde


es

reihe jedem
in

Komplex von Teilgebilden das mit ihm restlos genidentisch


ist

einen
),

:
(

wn
Ist

Paan gibt Zer


es
so
ai an

und auch eine


j
,
..,
.,

,
=

Pie B

a
.

.
[

Px

FM

legung derart daß


Pn
,

.,

. ,

,
=

=
g
;

;
.;
[Q

$
d
e

P
x

c
..

..
]

By
an
ist

wobei die Teile von selbst aus mehreren Teilen


,

,
B
z

.
(

bestehen können
..,
[

.]

).
12 "

Sind alle einzelnen Teile zweier physikalischer Gebilde


.

restlos genidentisch sind auch die Gesamtgebilde


so

wechselweise
,

restlos genidentisch miteinander


:

*
4
Die genetischen Reihen in der Physik .
52

Ist

am
$ cm
Pro und ferner

an @
m

m
,
ßmo

, $,

.,
],
=
=

;
&
n

n
a

P
..
.

..
[

so ]

[
ist

am
BMP Pmi auch

m
=

=
.;

&
P

P
..
Reale Trennung und Vereinigung

.
13

ein
Wird physikalisches Gebilde die Gebilde

bo
in
,, v,

, a,
,
,
C
,
.

..
, .
Cq
real zerlegt vereinigt

bz

zu
oder werden die Gebilde

,
a

v
..
.
Gebilde restlos genidentisch und zwar unabhängig von dem Zeitpunkt

,
und der Reihenfolge der realen Vereinigung resp Trennung der

.
einzelnen Glieder
Como
:
Um

als
bylo für früher oder später besteht

m
,

,
=

n
[a
P

.]
..
unabhängig davon eine reale Vereinigung resp Trennung statt
ob
,
1
.

.
gefunden hat oder nicht wann und welcher Reihenfolge

in
,
2

3
.

.
die Vereinigung resp Trennung stattgefunden hat Entspricht
.

.
(
13

14

15

Satz
,
,
.)

Zugehörigkeit Reihe restlos genidentischer


zu

einer
Schnitte .
physikalisches Gebilde Komplex von Gebilden
14

Ein kann
.

)
nicht mehreren Reihen restlos genidentischer Schnitte angehören
als

oder einer Reihe mehrmals Schnitt oder Schnitteil vorkommen


in

.
Vgl
93
16

Satz
,
S
(

)
.

.
.

Von den weniger eindeutig bestimmenden Genidentitäts


beziehungen gilt unabhängig von der Reihenfolge der Zeitindizes

.
der Schluß
:

<

>
1
a
P

a
P
.

ЪР br
>
с

c

ar
>
<

a
P

c
c

Restlose Genidentität und Eigenschaftsgleichheit


.
Ist

am

ist

am

darum noch nicht notwendig


so
an

auch
,

,
=

=
a
P

wenn der Zeit zwischen und keine äußere Einwirkung auf


m
in

Am

ein Glied der restlosen Genidentitätsreihe stattgefunden hat


,
a

..
.

.
Genetische Definitionen in der Biologie .

Zweiter Teil .
Die
genetischen Reihen der Biologie

in

.
Die

Selbständigkeit der biologischen Existential


reihen

.
Genetische Definitionen der Biologie

in
I.

.
die

Ebenso wie experimentelle Physik beschäftigt sich die


experimentelle Biologie ausgiebig mit den Eigenschaftsbeziehungen
von Gebilden die einer genetischen Beziehung zueinander stehen
in
,

.
die

Wenn Wachstumsvorgänge von Wurzel und Sproß oder die Bildung


eines Organs verfolgt wird wenn dem Reifungsprozesse eines Eies
,

,
den Furchungsvorgängen überhaupt der Embryonalentwicklung nach
,

gegangen wird aber auch wenn die Vererbbarkeit von Eigenschaf


,

ten auf Grund von Bastardierungen untersucht oder reine Linien


erzeugt werden allen diesen Fällen handelt sich vor allem
es
in
,

die Eigenschaftsbeziehungen solcher Gebilde unter

zu
darum
,

suchen die der Beziehung des existentiellen Auseinanderher


in
,

vorgehens zueinander stehen Der Darwinismus hat mit der Be


.

tonung des Abstammungsbegriffs durch den


er

die Gleichheits und


,

-
Ähnlichkeitsbeziehungen begründet zugleich die Existentialbezie
,

hung gegenüber diesen reflexiven Beziehungen den Vordergrund


in

geschoben Die Embryologie die Entwicklungsmechanik kurz die


,

,
.

Biologie
sie

gesamte sofern sich mit phylogenetischen oder onto


,

genetischen Entwicklungsvorgängen morphologischer oder physiologi


scher Natur beschäftigt geht vor allem auf Untersuchung biologi
,

scher Gebilde die existentiell auseinander hervorgehen


,

Dieses Eingehen auf die Existentialreihen und die Berücksich


tigung der Stellung eines Objektes irgendwelchen Bildungszu
in

sammenhängen tritt bei der Definition biologischer Begriffe immer


um

stärker zutage Wenn man nur einige Beispiele


zu

nennen
,

,
.

bei derVerzweigung Dichotomie und falsche Dichotomie die Form


,

des Monopodiums und die des Sympodiums trennt wenn man ana
,

loge und homologe Gebilde unterscheidet und nur den homologen


Gebilden denselben morphologischen Wert zuspricht Straßbur

ger 1908 wenn man den Phänotypus und den Genotypus


,

),
6
S
.

eines Organismus unterscheidet und den Genotypus zum ausschlag


gebenden Moment erhebt tritt gleichermaßen zutage
so

daran
,

Zweigen der Biologie


so

wie allen verschieden und verschieden


in

,
54 Die genetischen Reihen in der Biologie .

die
gerichtet übrigen

sie
beschreibungs

im
sein mögen bloß

,
mäßigen auf das Entstandensein nicht Rücksicht nehmenden Gegen

,
überstellungen von Gleichheiten zurücktreten
und Ungleichheiten
gegenüber einer Begriffsbildung
die von den Entwicklungsreihen

,
selbst ausgeht Wenn diese Art der Begriffsbildung der Biologie

in
.
noch nicht annähernd dieselbe Ausbreitung wie der Physik

in
erreicht hat machen sich doch auch hier immer stärker neben

so
, Erklärungszusammen

die
den Beschreibungszusammenhängen


hänge bemerkbar Das einzelne Gebilde wird immer mehr durch
?
.
)
Stellung Entwicklungsverlauf definiert AX

zu
eine oder einem
in

).
Diese Tendenz zur fortschreitenden Bevorzugung genetischer

2


)
Begriffe wie der Entwicklung
sie

sich auch sonst einer Wissen

in
,

schaft beobachten läßt bleibt unberührt von der Stellung der


,
betreffenden biologischen Theorien zum Darwinismus Auch

.
wenn die Biologie wieder stärker Gedankengängen der

zu
idea

-.

listischen Morphologie zurückkehren und systematische Biologie


als

wieder unter anderen bloß entwicklungsgeschichtlichen Gesichts


punkten betreiben sollte wozu eine wachsende Tendenz vorzu
,

liegen scheint würde damit vielleicht eine Herabminderung


so
,

der Rolle bestimmter Hypothesen oder der Hypothesenbildung


überhaupt Hand Hand gehen zugunsten der Verstärkung des
in

induktiven Elements der Theorienbildung keinesfalls aber würde


;
)

eine solche Umkehr bedeuten daß man die einzelnen Zellen


,

,
Organe Gebilde und Funktionen nunmehr einander gegenüberstellen
, , ,

wollte wie sie abgesehen von ihrem individuellen Entwicklungs


,

prozeß also als isolierte Gebilde eines bestimmten Zeitmoments sich


Es
ist

darbieten nicht die Rede davon die ganzen durch Vergleich


,
.

von Entwicklungsprozeßen gefundenen Begriffe seien sie nun


,

morphologischer oder physiologischer Natur


zu

über Bord werfen



,

,
.

sondern allenfalls davon gewisse hypothetische Entwicklungsreihen


,

der Phylogenie bei der Begriffsbildung auszuschalten zugunsten einer


Beschränkung auf die beobachtbaren ontogenetischen Zusammen
hänge Die Unterscheidung der Biologie als einer beschreiben
.

den Wissenschaft von der Physik als einer erklärenden Wissen



um

die

Gegenüberstellung von Sub


Es

handelt sich hier also nicht


1
)

stanz und Funktionsbegriffen Allerdings läßt sich auch eine fortschreitende


.
-

sie

Betonung der Funktionsbegriffe der Biologie verfolgen Auf braucht


in

vgl
IV
zu

jedoch hier nicht näher eingegangen werden


, A
(

)
.

Da Mißverständnisse nicht spreche


zu

befürchten sind dieser


in

ich
2
)

um
es

Arbeit der Kürze halber von genetischen Definitionen wo sich De


,

finitionen handelt die den Begriff der Genese benutzen


,

Nur wenn man unter erklären das Hineinstellen hypothetische


in
,,

“ “
„ „

3
)

Zusammenhänge meint könnte allenfalls von einer Rückkehr zur Beschreibung


,

Sinne des Betonens beobachtbarer Bestimmungen die Rede sein


im

.
Die Verschiedenheit der genetischen Reihen in Physik und Biologie . 55

schaft würde in einer solchen Entwicklung jedenfalls keine Stütze


finden .
In der Tat lassen sich dieselben typischen Arten der erklärungs
mäßigen Begriffsbildung , wie in der Physik , auch in der Biologie
betreffende Gebilde wird als Endprodukt
unterscheiden : Das
einer bestimmten Bildungsreihe definiert ; z . B . das Sym
podium als eine Verzweigungsart , die so und so zustande ge
Gebilde wird als Anfangsglied einer wirklichen
ein
ist

kommen oder
;

oder möglichen Reihe von Gebilden oder Vorgängen definiert wie

,
die
der Genotypus eines Organismus definiert ist durch Eigen
B
z
.
.

tümlichkeiten der reinen Linien die sich aus ihm gewinnen lassen

;
,


oder wie die Spermatozoidmutterzelle eben als Mutterzelle des Sper
matozoids definiert Auf Grund der biologischen Untersuchungen
ist
.

wird dann häufig einem zunächst etwa als Anfangsglied definierten

als
Gebilde auch die gesetzmäßige Stellung Endglied bestimmter
anderer Prozesse zugesprochen Fortpflanzungszellen entwickeln
,
B
. z

.:

sich immer aus dem mittleren Keimblatt .

die
Nicht also nur jenen Gedankengängen sich speziell mit
in

ge , ,
als

den Bildungsgesetzen solchen befassen sondern dem

in

samten Begriffsgefüge der Biologie spielt ähnlich wie der Physik

in
der Begriff des existentiellen Hervorgehens der einzelnen Gebilde
oder Funktionen auseinander eine Rolle und entwickelt sich immer


zu

stärker einem beherrschenden Element


.
Es

fragt sich nun diese genetischen Reihen


ob

identisch sind
,

mit den physikalischen genetischen Reihen


.

Die Verschiedenheit der genetischen Reihen Physik


II

in
.

und Biologie
.

Die Eigentümlichkeitdes Begriffs des Auseinanderhervorgehens


,
ein

gewisse Reihen konstituieren gibt technisches


zu

einfaches
,

die Frage der Identität oder Verschiedenheit


an

Mittel die Hand


,

der beiden Reihen Begriffe Biologie und Physik eventuell schon


in
-
zu

entscheiden bevor die Eigentümlichkeiten der beiden Begriffe


,

erforscht und sichergestellt sein müßten


im

einzelnen vollkommen
.

Ergibt sich nämlich daß man von demselben Anfangsglied ausgehend


,

bei gleichartiger Anwendung beider Beziehungsbegriffe


zu

verschie
Endgliedern kommt
ist

damit unbeschadet der sonstigen


so

denen
,

Eigentümlichkeiten der verwendeten Reihentypen jedenfalls ihre Ver


schiedenheit offensichtlich
.

der Tat läßt sich auf diesem Wege unschwer zeigen daß
In

Begriff der biologischen Entwicklungsreihen


im

nicht einfach der


Begriff der physikalischen Reihen restlos genidentischer Schnitte
56 Die genetischen Reihen in der Biologie .

anderer Existential

ein
der Biologie

ist
übernommen sondern daß

in
,
reihentypus verwendet wird

Ei
Geht man von einem bestimmt bezeichneten aus und ver

B
.
.
z
folgt die biologische Reihe von Gebilden Laufe der Ent

im
die

,
wicklung aus ihm hervorgegangen sind kommt man etwa über

so
,

Ei
Blastula und Gastrula über das aus dem schlüpfende junge

,
Folgt

zu
Hühnchen schließlich einem bestimmten erwachsenen Hubn

.
mit diesem beginnend

Ei
man jedoch , selben identischen der Reihe

,
(

)
physikalisch hervorgegangenen Gebilde

ist
der aus ihm nicht

so
,
nur die Eischale liegen geblieben sondern auch die Substanzen des

,
Protoplasmas sind die verschiedensten chemischen Verbindungen ein

als
gegangen und haben infolge Muskelarbeit bei der Verdauung

,
abgestorbene Epidermiszellen oder auf einem der vielen anderen
Wege den Körper des Huhnes jedenfalls zum Teil längst verlassen

.
Ei

Die von dem zeitlich vorwärts gehenden physikalischen Geniden


titätsreihen führen den verschiedensten Gebilden und wenn über
zu

,
haupt eine physikalische Genidentitätsbeziehung zwischen und Ei
Huhn besteht gehören jedenfalls zum Huhn nur
so

erwachsenen
. , ,

noch Gebilde die mit einem Bruchteil des Eies physikalisch gen
identisch sind Ebenso führen die vom Huhn nach rückwärts gehen
den physikalischen Genidentitätsreihen jedenfalls noch

zu
sehr vielen
Ei
als

zu

anderen Gebilden diesem


.

Dieser Satz bleibt mag man nun der von Liebig ausgehenden
gültig
,

Theorie des dauernden Zerfallsund der Wiederneubildung des lebenden Plas


mas insbesondere des organisierten Eiweiß folgen oder der Theorie von Vogt
,

,
die die lebende Substanz beim Eiweißstoffwechsel als relativ stabil ansieht

.
Vgl Tigerstedt 1909 170
ff
.,

S
,
.

Von einer eindeutigen Beziehung


des existentiellen Hervorgehens
Ei

Sinne der physikalischen


im

des Huhnes aus dem restlosen


Genidentität kann vollends nicht die Rede sein Wenn die Biologie

daher hier trotzdem von einer Entwicklung des Huhnes aus einem
spricht und damit eine eindeutige Beziehung der
Ei

bestimmten
Herkunft behauptet zeigt dies daß eine andere Beziehung
sie
so
,

des Auseinanderhervorgehens meint als die Physik


.

Und wie bei der Entwicklung des Huhns aus dem Ei


bei allen biologischen
es

verhält sich mehr oder minder deutlich


Es

man die Entwicklung


ist

Entwicklungsreihen gleichgültig
ob
,
.

eines Organs oder eines Gewebes verfolgt oder selbst der Ent
wicklung der biologischen Elementarorganismen der Zellen und
,

ihrer Bestandteile nachgeht Sofern man nur die Entwicklungsspanne


,

, ,
.

die die beiden Existentialbeziehung gebrachten Gebilde trennt


in

nicht allzu klein wählt ergibt sich immer wieder daß dieselben
,

biologisch eindeutig
die

als

Gebilde voneinander abstammend


,

angesetzt werden physikalisch durchaus nicht eindeutiger


in
,
Die Verschiedenheit der genetischen Reihen in Physik und Biologie . 57

Genidentitätsbeziehung . Geht man endlich


stehen einer Entwicklung
über mehrere Generationen nach , so kann von einer physikalisch
eindeutigen Existentialbeziehung eines Einzellers etwa mit einem
Nachkommen der 10 . Generation keine Rede sein ; und zwar auch
dann nicht , wenn dieser Nachkomme durch einfache Teilung ohne
dazwischenliegende Kopulation aus dem ersten Einzeller hervor
gerade Einzeller
ist

zu
gegangen sodaß der Nachkomme diesem
,

biologisch eindeutiger Abstammungsbeziehung steht Physikalisch


in

.
wären jedenfalls mit mindestens gleicher Berechtigung eine ganze
Reihe anderer mit dem ersten Einzeller gleichzeitig existierender
als
physikalischer Gebilde genidentische Ausgangspunkte für den
späteren Einzeller anzusetzen
jenen
.
Ähnlich verhält relativ seltenen Fällen
es

sich
in

in
,
(
denen von einer ontogenetischen Entwicklung biologischer Funk
tionen des Wachstums der Atmung des Stoffwechsels die Rede
,

,
ist

Keineswegs besteht eine solche Entwicklungsreihe aus ver


.

schiedenen Stadien einer Umwandlung begriffenen physikalischen


in

Energiemenge also einer Reihe physikalisch genidentischer Ge


,

schehnisse
.

Vollends jeden Sinn als physikalische Existentialbeziehung ver


liert der Begriff der Entwicklung wenn man phylogenetische
an
,

Entwicklungsreihen denkt Wenn eine geschichtliche Abstam


.

mung bestimmter Pflanzenstämme aus bestimmten primitiveren Pflan


behauptet wird wird damit keiner Weise eine
so

zenstämmen
in
,

physikalische restlose Genidentität der späteren mit den früheren


Organismen postuliert
.

Wo immer biologischen Auseinanderhervor


von einem
gehen bestimmter Gebilde oder Funktionen der Biologie
in

gesprochen wird besagt dieser Begriff etwas anderes als


,

die physikalische Existentialbeziehung Auch wenn irgend


.

welche Molekel oder selbst umfassendere Bestandteile der Be


in

ziehung Gebilde physikalisch wirklich


gebrachten genidentisch sein
ist

der Ansatz dieser Gegenstände als entwicklungsmäßig


so

sollten
,

hervorgegangener Gebilde Sinne der Biologie nicht


im

auseinander
identisch mit der Behauptung ihrer physikalischen teilweisen Gen
identität
.

handelt sich auch bei dem Auseinanderhervorgehen


es

Trotzdem
um

der Biologie eine durchaus bestimmte Beziehung der be


in

treffenden Gebilde zueinander Wenn behauptet wird daß die ge


,
.

samten Chlorophyllkörner eines entwickelten Blattes biologisch auf


die Chromatophoren einiger weniger Zellen des ursprünglichen Vege
tationspunktes zurückzuführen sind wenn die Gesamtheit der Zell
,

Kern der befruchte


zu

kerne eines erwachsenen Tieres gerade dem


58 Die genetischen Reihen in der Biologie .

ten Eizelle in genetische Beziehung gebracht wird , so ist damit zu


gleich abgelehnt , daß dieselbe Beziehung auch etwa zwischen den
späteren Chlorophyllkörnern oder den Zellkernen einerseits und dem
Protoplasma der früheren Zelle besteht . Die Zusammenhänge des
Auseinanderhervorgehens , die die Biologie hier ansetzt , haben für
sie einen ganz bestimmten Sinn . Daß gewisse biologische Gebilde
mit bestimmt bezeichneten anderen Gebilden in eine derartige Be
ziehung zu setzen sind , bedeutet eine positive Erkenntnis , die häufig
erst in komplizierter Arbeit gewonnen wird , und die lange ungewiß
und heftig umkämpft sein kann . Die Frage , welche Gebilde zu ge
gebenen Gebilden in dieser biologischen Beziehung des Auseinander
hervorgehens ,
beschäftigt die Biologie immer wieder von
stehen
. andere Frage als die nach der physikalisch
ist

neuem Sie eine


eindeutigen Existentialbeziehung aber darum nicht minder eindeutig

.
Die Chlorophyllkörner des fertigen Blattes stehen den Chloro

zu
plasten der Keimzellen zwar nicht physikalisch bestimmter

in
Genidentitätsbeziehung aber darum doch einer bestimmten Be

in
,

ziehung des Auseinanderhervorgegangenseins

.
III Die wissenschaftstheoretische Äquivalenz des biologischen
.

und des physikalischen Begriffs der genetischen Beziehung

.
Für denwissenschaftstheoretischen Wert der angegebenen Unter
scheidung von ausschlaggebender Wichtigkeit
ob
ist

es
sich bei den
,

beiden gegenübergestellten Beziehungen des Auseinanderhervorgehens


wissenschaftstheoretisch äquivalente
um

Beziehungen handelt
vgl 4f
.S
.

.
(

.)

Zur Entscheidung dieser Frage ist vor allem prüfen


ob

man
zu

bei dem biologischen Begriff mit einer Existentialbeziehung


es

auch
gewisse Ähnlich
ob

der betreffenden Gebilde tun hat oder


zu

es
,

keits oder Gleichheitsbeziehungen als solche sind irgend


,

B
z
-

.
.
die

die

welche Ähnlichkeiten der Form gemeinten Reihen konstituieren


,

Handelt sich hier ebenso wie bei den betreffenden physikalischen


um es

existentielles Auseinanderhervorgehen der biologi


ein

Reihen
schen Gebilde das die Gleichheits und Ungleichheitsbeziehungen der
,

Eigenschaften dieser Gebilde Prinzip offen läßt


im

Ober handelt
?
um

eine bestimmte Konstanz oder Variationsbeziehung


es

sich
,
-

Eigenschaften
um

um das Auseinanderhervorgehen gewisser also


,

eine Veränderung die sich durch irgendwelche Gleichheits oder


,

-

Ungleichheitsbeziehungen ausdrücken ließe


?
Die wissenschaftstheoretische Äquivalenz usw .

Die
a) verschiedenen Begriffe von Entwicklung und Werden

in
ihrer gebräuchlichen Bedeutung von Reihen die durch Eigen

,
schaftsgleichheiten und ungleichheiten ihrer Glieder bestimmt sind

.
-
Der Physiker sowohl wie der Biologe gewohnt soine Unter

ist

,
suchungsgegenstände mit Hilfe irgendwelcher Gleichheits oder Un

-
gleichheitsbeziehungen ihrer Eigenschaften bestimmen und

zu
sein

in
Theoriengefüge einzuordnen sei durch direkt wahrnehmbare

es
,
Zustandsgleichheiten oder auf Grund irgendwelcher Gleichheiten oder
Verschiedenheiten des Verhaltens unter bestimmten Bedingungen also

,
mit Hilfe des Äquivalenzbegriffes Man hat sich immer wieder be

.
müht auch die Besonderheit des Lebenden durch das Herausstellen
,

irgendwelcher gemeinsamer Eigenschaften die Eigen

es
von den

Es
des Unbelebten trennen eindeutig kann

zu
schaften bestimmen
,

.
folgenden nicht unsere Aufgabe sein den bisherigen Bemühungen
im

,
einen eindeutigen Trennungsstrich der Eigenschaften des Lebenden
und Unbelebten aufzufinden einen neuen Versuch anzureihen XI
,

(A
Vielmehr sei offen gelassen und welche

ob
XIV
,
A
u
.

).

Eigenschaftsunterschiede hier tatsächlich bestehen und

,
auf diese Gedankengänge
nur soweit eingegangen als ihnen die

in
,

als
Auffassung Lebens resp der Entwicklungsreihe
des einer Reihe
.
ist

von Gebilden enthalten die durch bestimmte Eigenschaftsbezie


,

hungen und nicht durch Existentialbeziehungen miteinander ver


knüpft sind
.

der Begriff der Organisation


im

Soweit Sinne eines besonderen

als
Verhältnisses der Teile zum Ganzen bei den lebenden Gebilden
typisches Unterscheidungsmerkmal angesetzt wird kann hier un
er
,

berücksichtigt bleiben Denn betrifft nicht Eigenschaftsverhältnisse


er
.

zeitlich verschiedener Gebilde einer Reihe Dasselbe gilt wenn man


,
.

morphologischer
an

Stelle solcher Unterschiede die Funktionen des


Lebenden irgendwelchen physikalischen Geschehnissen vergleichend


gegenüberstellt Standpunkt wird dann entweder eine
Je

nach dem
.

prinzipielle Gleichheit oder eine Verschiedenheit zwischen dem Funk


tionieren einer Maschine und den Lebensvorgängen behauptet oder
,
ein

man nimmt auch einen vermittelnden Standpunkt dahingehend


,

daß die Verhaltungsweisen des Lebenden einerseits und die verschie


denen möglichen Eigentümlichkeiten physikalischer Gebilde anderer
um

seits noch nicht genügend erforscht worden