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WELLENREUTHER, MARTIN: Grundkurs: Empirische Forschungsmethoden.

Für
Pädagogen, Psychologen, Soziologen, Königstein/Ts. : Athenäum 1982.

gelesen im März 2002 Uni Bib Essen, Signatur 11HYN1458

Fragestellungen:
• Welche Möglichkeiten der empirischen Forschung gibt es?
• Welche sind für meine geplante Studie geeignet?
• Was muss bei empirischen Forschungen grundlegend beachtet werden?
Dies ist das erste Buch, das ich zu empirischen Methoden lese!

Kapitel Teil 1 Wissenschaftstheoretische Grundlagen,


1. Grundprobleme der Forschungsmethodologie
17 „‚Demgemäß besteht jeder Erkenntnisfortschritt in der Veränderung bisherigen
Wissens – entweder in seiner Wandlung oder in seiner Verwerfung. Die Erkenntnis
fängt nie am Nullpunkt an, sondern immer mit einem Hintergrundwissen – das
augenblicklich als unproblematisch angenommen wird – und gewissen
Schwierigkeiten, gewissen Problemen. Diese entstehen in der Regel aus
Unstimmigkeiten zwischen Erwartungen, die dem Hintergrundwissen entsprechen,
und neuen Befunden wie Beobachtungen oder durch sie angeregte Hypothesen.‘
POPPER 1973, S. 85.“ (Herv. v. mir)
Grundausstattung sind also Theorien, Erwartungen, Dispositionen, Hypothesen.
18 Forschungsmethoden sind zur Überprüfung dieser Theorien nötig, um sich selbst
erfüllenden Prophezeihungen vorzubeugen. Auch Annahmen, die dem gesunden
Menschenverstand entsprechen, müssen überprüfbar sein und überprüft werden.
19 Empirische Forschung dient dazu, aus verschiedenen Standpunkten und Theorien
denjenigen herauszusuchen, der der Wirklichkeit am nächsten und somit am
objektivsten ist. Wellenreuther benutzt das Wort „Wahrheit“.
Das Problem der verschiedenen Standpunkte werde ich
zumindest bezüglich des Kerns meines Themas nicht bekom-
men, was es für mich allerdings insgesamt schwieriger
macht, weil die Untersuchung umso authentischer sein muss.

Empirische Forschung hat die Aufgaben:


1 Exploration und genaue Beschreibung eines unbekannten Problemfeldes
2 Überprüfung von Theorien (Hypothesen)
3 Entwicklung und Überprüfung von Technologien.
Es gibt drei Forschungstypen:
1 deskriptive Forschung: informiert über Vorgänge und Zustände in
gesellschaftlichen Bereichen
20 2 hypothesenprüfende Forschung: überprüft Theorien, orientiert an Kurt
Lewins Verhaltensformel: V = f (P,U) = Funktion der Bedingungen in der
Person und in der Umwelt, Umwelt (unabhängige Variablen), Person
(intervenierende Variablen), Verhalten (abhängige Variablen).
22 „Um Hypothesen überprüfen zu können, müssen die theoretischen Begriffe
auf die Wirklichkeit übertragen werden.“ = Operationalisierung,
Variablen = operationalisierte Begriffe,
3 Entwicklungsforschung für mich uninteressant

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23 wichtig: Objektivität der Forschungsergebnisse!!
Normen und Standards zur Überprüfung:
a Standardisierung: Hatte der Forscher keine Einflussmöglichkeit?
b Auswahl der Personen nach objektiven Merkmalen, nach Vergleichbarkeit
24 c Auswertung der Ergebnisse: Messungen nur durch den Forscher?
möglichst genaue Angaben sollten gegeben werden !!
die Untersuchung muss sich intersubjektiver Prüfung stellen !!
→ um Objektivität und Möglichkeiten für intersubjektive Prüfung bemühen !!
→ 1. beste Theorie auswählen, 2. diese Theorie streng überprüfen !!
25f → alternative Theorien mit anderen Prognosen im Test berücksichtigen !!
Forschungsprozess =
1 Auswahl und Entwicklung von Theorien, Präzisierung der Problemstellung,
zu erfüllende Anforderungen: hoher Informationsgehalt, empirische
Überprüfbarkeit, empirische Bewährung trotz harter Tests,
Widerspruchsfähigkeit
2 Versuchsplanung: Auswahl von Personen, Bildung von Versuchs- und
Kontrollgruppen, Stichprobenbildung, organisatorische Planung.
3 Messmethoden: z.B. standardisierte Tests, Interviews, teilnehmende
Beobachtung, nicht-reaktive Messverfahren.
4 Statistische Auswertungsmethoden: Überprüfung, ob die Hypothesen
bestätigt oder widerlegt wurden
5 Interpretation der Forschungsergebnisse: sorgfältige Abwägung der im
Forschungsprozess wirksamen „Störfaktoren“, Kritik durch andere Forscher
26 zu entscheiden:
1 Dient die Forschung einem Problem der Grundlagenforschung oder einem
drängenden linguistischen Problem?
hier: Grundlagenforschung??
2 Laborexperiment?, Feldexperiment?, Fragebogenerhebung?,
Entwicklungsforschung (für Sowi)?
hier: Fragebogenerhebung
3 Sollen die Personen über die Ziele der Untersuchung aufgeklärt werden?
hier: Ich glaube, ja. Zumindest müssen sie
wissen, dass es um meinen Gegenstand geht.
4 Ist aufgrund der personalen und materiellen Voraussetzungen eine
erfolgreiche Bearbeitung des Problems möglich? ja
5 Sind die nötigen Methoden, Messverfahren vorhanden?
ja – sie müssen nur noch genau bestimmt werden
27 „[...] Irgendwann muss der Forscher subjektiv entscheiden und den
Begründungsprozeß, warum er gerade so empirisch oder geisteswissenschaftlich
arbeitet, abbrechen, was alles wieder rationaler Diskussion offen stehen muß.“

Teil 1 Wissenschaftstheoretische Grundlagen,


Teil 2. Theorie, Erklärung u. Problemlösung
32 Wellenreuther findet es wenig ergiebig, sich um das „wahre Verständnis von
Begriffen zu streiten“, Definieren sei zu weit von der Wirklichkeit entfernt.
33 Hypothesen = „allgemeine Aussagen über Zusammenhänge in der Wirklichkeit“,
Theorien = Systeme solcher Hypothesen.
Es sollen wirklichkeitsnahe, wahre Behauptungen aufgestellt werden.
Hier stellt W. ein interessante Trennung zwischen Geisteswissenschaft
und Empirie vor - stimmt das so?

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