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Zinsformeln & Barwertberechnungen

[Prof. Dr. R. Capitelli, Kurs Fixed Income HS 07]

• Einfache Verzinsung [einmalige Zinszahlung]

• Zinseszinsliche Verzinsung

• Zinseszinsliche unterjährige Verzinsung

• Grenzfall der stetigen Verzinsung

• Einfache Barwertberechnung

• Exkurs: T-Bill Yields

• Rentenbarwerte
1. Einfache Verzinsung [einmalige Zinszahlung]
Beispiel: Ein Kapital von 1'000 werde über 250 Tage zu einem Jahressatz von 4%
verzinst. Wie gross ist das Schlusskapital nach 250 Tagen?

Schlusskapital = 1'000 + 1'000 x 0.04 x [250 / 365] ≈ 1'027.40

Allgemein: Kt = K0 [1 + i (t/365)]

2. Zinseszinsliche Verzinsung
Beispiel: Ein Kapital von 1'000 wird über 5 Jahre zinseszinslich verzinst, wobei der Zins
jährlich gutgeschrieben wird. Wie gross ist das Schlusskapital nach 5 Jahren?

Annahme: Folgende 1-Jahreszinssätze werden sich über die nächsten 5 Jahre realisieren
[perfect foresight!]

R1,t R1,t+1 R1,t+2 R1,t+3 R1,t+4


5% 4.5% 5.5% 5% 3.5%

Schlusskapital = 1'000 x 1.05 x 1.045 x 1.055 x 1.05 x 1.035 ≈ 1'258

Allgemein: Kn = K0 (1 + R1,t) (1 + R1,t+1) (1+ R1,t+2) (1 + R1,t+3) …..(1 + R1,t+n-1)

Wie hoch ist im obigen Beispiel der einfache durchschnittliche Zinssatz?


5 1/5
1'000 [1 + i] = 1'258 == > i = [1'258 / 1'000] – 1 ≈ 0.047
1/n
Allgemein: i = [Kn / K0] –1

== > Man beachte, dass i ein geometrischer Durchschnitt der Einjahressätze ist!

n
[1 + i] = (1 + R1,t) (1 + R1,t+1) (1+ R1,t+2) (1 + R1,t+3) …..(1 + R1,t+n-1)

1/n
i = [(1 + R1,t) (1 + R1,t+1) (1+ R1,t+2) (1 + R1,t+3) …..(1 + R1,t+n-1)] - 1
Beispiel Aktien:
t0 t1 t2
1'000 2'000 1'000

Falsch: +100% von t0 auf t1, -50% von t1 auf t2 == > [100 – 50] / 2 = 25% == >
Durchschnitts-Renditen sind keine arithmetischen Mittel!
1/2 1/2
Richtig: ∅-Rendite = [(1+R1) (1+R2)] -1 = [(2'000/1'000) (1'000/2'000)] – 1 = 0%

3. Zinseszinsliche unterjährige Verzinsung


Beispiel: Ein Kapital von 1'000 wird 3 Jahre zinseszinslich verzinst, zu einem gleich
bleibenden Jahressatz von 3%, wobei die Zinsgutschrift monatlich erfolgt. Wie gross ist
das Schlusskapital nach 3 Jahren?
(12 x 3)
Schlusskapital = 1'000 [1 + (0.03/12)] ≈ 1'094.05
(m n)
Allgemein: Kn = K0 [1 + (i / m)]

4. Grenzfall der stetigen Verzinsung


Beispiel: Ein Kapital von 1'000 wird zu 3% zinseszinslich verzinst, wobei die
Zinsgutschrift a) monatlich, b) täglich und c) stündlich erfolgt. Wie gross ist das jeweilige
Schlusskapital nach einem Jahr?
12
a) Schlusskapital = 1'000 [1 + (0.03/12)] ≈ 1'030. 42
365
b) Schlusskapital = 1'000 [1 + (0.03/365)] ≈ 1'030.45
(365 x 24)
c) Schlusskapital = 1'000 [1 + (0.03/(365 x 24))] ≈ 1'030.46

Man beachte, dass keine Explosion im Schlusskapital stattfindet. Insbesondere gilt:


x
limx→∞ [1 + (1/x)] = e

== > Den Grenzfall einer kontinuierlichen Zinsgutschrift bezeichnet man als stetige
Verzinsung. Dabei gilt insbesondere der folgende Zusammenhang:
(m n) rn
limm→∞ [1 + (i / m)] =e mit: r = stetiger Jahreszinssatz

== > Die Formel für das Schlusskapital nach t Jahren lautet dann:
rt
K t = K0 e wobei e der 'Eulerschen Zahl' (= 2.7182818) entspricht.
Einige wichtige Zusammenhänge

(i) Welcher stetige Zinsfuss r (= konformer Zinssatz) entspricht dem Jahresszinssatz i?


[der diskrete Satz i ist gegeben und wir wollen den stetigen Satz r wissen]
n rn
== > wegen K0 [1 + i] = K0 e gilt: n ln [1 + i] = r n (ln e) = r n

== > r = ln [1 + i]

(ii) Welcher einfache Jahreszinssatz i (= effektiver Zinsfuss) entspricht dem stetigen


Zinssatz r? [r ist gegeben und wir wollen den diskreten Satz i wissen]
r ln [1 + i]
== > wegen r = ln [1 + i] gilt: e = e = [1+ i]
r
== > i = e – 1

Einige einfache Fragen zur Renditen-Mathematik

Beispiel: Eine Aktie notiere anfangs des Monats bei 1'000. Am Ende des Monats
werde eine Dividende von 20 bezahlt und der Ex-Dividend-Kurs am Ende des
Monats betrage 1'020.

a) Wie hoch ist die (einfache) monatliche Rendite?

== > RM = [1'040 / 1'000] – 1 = 0.04 = 4%

b) Wie hoch ist die annualisierte Rendite?


12 12
== > RJ = (1 + RM) – 1 = 1.04 – 1 = 0.6010 = 60.10%

c) Wie hoch ist die stetige monatliche Rendite?

== > rM = ln [1 + RM] = ln [1 + 0.04] = 0.0392 = 3.92%

d) Wie hoch ist die annualisierte stetige Rendite?

== > rJ = 12 rM = 12 x 0.0392 = 0.4704 ≈ 47.05%


5. Einfache Barwertberechnung
a) Beispiel: Welches Kapital muss heute einfach verzinst zu 4% angelegt werden,
damit in 100 Tagen ein Betrag von 1'000 verfügbar ist?

Barwert = 1'000 / [1 + (0.04 x 100 / 365)] = 989.16

Allgemein: wegen Kt = K0 [1 + i (t/365)] == > K0 = Kt / [1 + i (t/365)]

b) Beispiel: Welches Kapital muss zinseszinslich bei jährlicher Zinsgutschrift von 6%


p.a.. angelegt werden, damit nach 4 Jahren ein Betrag von 1'000 verfügbar ist?
4
Barwert = 1'000 / [1 + 0.06] = 792.09
n
Allgemein: K0 = Kn / [1 + i]

== > Man beachte, dass falls kein Rechner vorhanden ist, die Abzins-
n
faktoren {1 / [1 + i] } in speziellen Tabellen nachgeschaut werden
können!

c) Beispiel: Welches Kapital muss stetig zu 6% p.a. angelegt werden, damit nach 200
Tagen ein Betrag von 1'000 verfügbar ist?
- (0.06 x 200 / 365)
Barwert = 1'000 e = 967.66
- r (t/365)
Allgemein: K 0 = Kn e

Fazit für alle Beispiele: Den heutigen Wert von zukünftigem Kapital bezeichnet
man als Gegenwarts- oder Barwert. Je höher die Zinssätze sind, desto geringer ist
der heutige Wert und umgekehrt. [Prinzip: heutiger Franken ist mehr wert als
morgiger Franken; ein sicherer Franken ist mehr wert als ein unsicherer Franken]
6. Exkurs: T-Bill-Yields
Der Preis eines T-Bills widerspiegelt den Gegenwartswert der zukünftigen Nennwert-
rückzahlung.

P Preis des T-Bills


N Nennwert, fällig in t Tagen
i, r einfacher respektive stetiger Zinssatz p.a.
τ (Rest-) Laufzeit des T-Bills als Bruchteil eines Jahres [= t / 360]

Für die Preisbestimmung gilt dann:

P = N / (1 + i τ) == > einfacher Zinsfuss i = [(N/P) – 1] x 1/τ

-rτ
P = Ne == > stetiger Zinsfuss r = ln [N/P] x 1/τ

Damit entspricht jedem T-Bill-Preis genau ein Zinssatz.

Beispiel: Welchem einfachen und stetigen Zinsfuss entspricht der Preis eines 3-monati-
gen T-Bills von 97% des Nennwertes?

i = [(100 / 97) – 1] x [1/(90/360)] = [(100 / 97) – 1] x [360 / 90] = 0.1237 = 12.37%

r = ln [100 / 97] x [1/(90/360)] = ln [100 / 97] x [360 / 90] = 0.1218 = 12.18%

Preisangabe in den Kursblättern: [Bid = Kauf Bank; Ask = Verkauf Bank; Yid = bond
equivalent yield bezogen auf 365 Tage]
Achtung:

Die Preise der T-Bills sind als Discount publiziert, d.h. es wird jeweils der annualisierte
Abschlag in % des Nennwerts angegeben! Der Preis in % des Nennwerts berechnet sich
deshalb wie folgt:

P* = 100 – [D x t / 360] mit: P* = Preis in % des Nennwerts


t = (Rest-) Laufzeit in Tagen
D = annualisierter Discount [Bid oder Ask]

Zudem wird als 'bond equivalent yield' nicht die Rendite bezogen auf 360 Tage, sondern
bezogen auf 365 Tage angegeben. Dies erleichtert Renditevergleiche mit Treasury-
Bonds. Der 'bond equivalent yield (bey)' berechnet sich wie folgt:

bey = [(100 – P*) / P*] x [365 / t] = [(100 – 100 + (D x t / 360)) / P*] x [365 / t]

= [(D x t / 360) / P*] x [365 / t]

= D x [365 / 360] x [1/ P*]

Beispiel: Wie gross ist der Bid- und Ask-Preis des 1. August T-Bills mit Laufzeit 122
Tagen? Wie gross ist der 'bond equivalent yield'? Stimmt der berechnete bey
mit der Angabe im Kursblatt überein?

Bid-Preis = 100 - [8.45 x 122 / 360] ≈ 97.14 == > Bank kauft

Ask-Preis = 100 - [8.35 x 122 / 360] ≈ 97.17 == > Bank verkauft

bey = 8.35 x [365 / 360] / 97.17 = 0.0871 = 8.71% == > berechnet auf Ask-Seite!
[stimmt mit Kursblatt überein!]

Ende des Exkurs 'T-Bill'


7. Rentenbarwerte
Eine Rente ist eine Folge von Zahlungen. Deren Barwert bezeichnet man als Kapital-
oder Rentenbarwert.

Beispiel: Eine Maschine wirft in den kommenden 4 Jahren jeweils folgende Jahresend-
Zahlungen ab:

Jahresende 1 2 3 4
Ertrag 400 600 800 600
Zinsstruktur heute 5% 4.5% 4% 4%

Wie gross ist der Kapitalwert dieser Maschine? [d.h. welcher Geldbetrag
würde heute benötigt, um denselben Ertragsstrom zu erzeugen?]
2 3 4
Kapitalwert = 400 / (1.05) + 600 / (1.045) + 800 / (1.04) + 600 / (1.04) = 2'154.47

Beachte zudem, dass das 'present value criterion' additiv ist, d.h. bei zwei Maschinen
M1 und M2 gilt: PV(M1) + PV(M2) = PV(M1 + M2)

Allgemeine Rentenbarwertformel
2 n
K0 = A1 / (1 + R1,0) + A2 / (1 + R2,0) + … …+ An / (1 + Rn,0)

mit: Ai = Auszahlung zum Zeitpunkt i


Rn.t = in t geltender Jahreszins für
n-Perioden Anlagen

Spezialfälle:

a) konstanter Zinsfuss [Ri,0 = r ∀ i] und konstante Rentenauszahlung [Ai = A ∀ i]


n
== > K0 = (A / r) x [1 – 1/(1 + r) ]

b) ewige Rente mit konstantem Zinsfuss und konstanter Rentenzahlung

== > K0 = A / r

c) endliche Rente mit konstantem Zinsfuss und geometrisch wachsender


Rentenzahlung [mit: g = konstante Wachstumsrate]
n n
== > K0 = [A / (r - g)] x [1 – (1 + g) /(1 + r) ]

d) ewige Rente, konstanter Zinsfuss und geometrisch wachsende Rentenzahlung [r > g]

== > K0 = A / (r - g)

Herleitung dieser Spezialfälle als Hausaufgabe!