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Entwicklungspsychologie

Psychische Grundfunktionen
Grundlagen des Sozialverhalten

Lehrbuch:
- Psychische Grundfunktionen Kap. 5, S.47-68
- Grundlagen des Sozialverhaltens Kap. 6, S.69-115
- Entwicklungspsychologie Kap. 8, S.135-249

Psychosoziale Medizin befasst sich


- mit der Bedeutung psychologischer und soziologischer Faktoren für die Entstehung,
den Verlauf und die Behandlung von Krankheiten und der Förderung und Erhaltung
von Gesundheti
- mit Fragen der Kommunikation und Interaktion zw. Arzt u Patient

Unterteilung in
- Grundlagen
- Für die Medizin relevante bereiche (Themenblöcke im klin. Studium)

Entwicklungspsychologie
- befasst s. mit der Entwicklung der Persönlichkeit
- Entwicklung verläuft in Phasen
- Phasenübergänge erfordern Anpassungen
- Entwicklung ist ein dyn. Prozess, von Interaktion zw. individuellen (vererbten)
Anlagen und sozialer Umgebung.

19.12.2005

Buch S. 139 – 142; S. 188 – 189

Welche Rolle spielen die vererbten Anlagen und die Umwelt für die Entwicklung des
Menschen ?

Vererbte Anlagen ÅÆ Einflüsse der Umwelt

Gibt es Gesetzmässigkeiten oder spielen Zufälle eine entscheidende Rolle ?

Gesetzmässigkeiten ÅÆ Zufälle

Grundsätzlich sind alle vier Koeffizienten verantwortlich, wobei drei Aspekte eine zentrale
Rolle spielen:
- Vererbung
- Reifung des Organismus
- Lernen

Patientengespräch mit zystischer Fibrose (Gendefekt Æ zu zähe Schleimproduktion im


Bereich Atemwege u Verdauung):
- Erbkrankheit (Symptome treten ab Geburt auf) Æ Feststellung 3 Tage nach Geburt
(Darmverschluss)
- Krankheit nicht zentral (Medikation u Physiotherapie); Grundsätzlich nie wirkliche
Einschränkungen (ausser Physiotherapie und Medikation)
- In Pubertät „man will sein, wie die anderen“. Æ Kampf mit den Eltern („Trotz“) Æ
Ermahnung der Eltern (erschwert Ablösung; ergab sich aber von selber durch
Erwachsen)
- Einschränkungen begannen mit ca. 21 (mehrere Pneumothoraxen); eingeschränkte
Lungenfunktion
- Richtige Probleme fingen mit ca. 35 an; es ging permanent schlechter; div. Therapien
schlugen nicht mehr an. Æ massive Atemnoten
- Juni 2004 Lungentransplantation Æ enorme Steigerung d. Lebensqualität
- Wissen um Freunde und Leidensgenossen half (auch Erfolgsberichte); „Wenn es
einem schlecht geht, sieht man die Dinge anders“ (z.B. Lungentransplantation als
Erlösung); Bewältigungsstrategie Hoffnung. Unterstützung durch Familie.
- Staatl. Unterstützung: Da lange zeit Vollzeit gearbeitet keine Probleme mit IV und
Krankenversicherung. Zusätzliche Ersparnisse (Vorteil, wenn Krankheit erst in
fortgeschrittenem Alter Probleme bereitet).

Interaktionelles Modell:
- Protektive Faktoren Î Rsilienz:
o Temperament
o Urvertrauen
o Bildung u. materielle Sicherheit
o Bsp. in diesem Fall:
ƒ Leidensgenossen
ƒ gute Ausbildung und finanzielle Lage
ƒ günstiger Krankheitsverlauf
ƒ Medikation und Transplantationstechniken und Anwendungen
ƒ Intelligenz
- Risikofaktoren Î Vulnerabilität:
o genetische
o perinatale
o psychosoziale
- Familiale Systeme; soziales Umfeld Î Anforderungen:
o Struktur d. Systeme
o Offenheit u. Geschlossenheit
o Qualität von Beziehungen
- Soziokulturelle Systeme Î Unterstützung:
o Politisches System
o Kultureller Kontext
o Lebensbedingungen

Zusammenhang Psyche und Biologie

- Gehirn und Psyche bilden eine funktionelle Einheit


- Biologische Abläufe im Gehirn haben psychische Auswirkungen
- Neuronale Netzwerke spielen eine grosse Rolle
o informationsverarbeitende Systeme, die aus mehreren einfachen Schaltungen
zusammengesetzt sind
o Informationsvermittlung durch Anregung oder Blockung von Neuronen
- Î vernetztes Gehirn
- Neuronale Plastizität
o Fähigkeit des Gehirns, sich beständig den Erfordernissen seines Gebrauches
anzupassen. Das passiert während des ganzen Lebens (im Alter langsamer als
bei jungen). Æ Verbindungen zwischen Synapsen werden neu gebildet oder
zerstört (auch Nervenzellen können sich teilen [vermehren]).
- Psychische Grundfunktionen zur Beschreibung des Psychischen Zustandes einer
Person:
o Bewusstsein
ƒ stellt sich nur ein (wird gesteigert)
• beim Aufnehmen neuer Informationen
• beim Lernen neuer Fähigkeiten und Fertigkeiten
• bei der Abgabe von Beurteilungen
• beim Nicht-Eintreffen erwarteter Reize und Ereignisse
ƒ Störungen:
• Koma = tiefe Bewusstlosigkeit
• Sopor = tiefe Benommenheit
• Somnolenz = leichte Benommenheit
o Wahrnehmung
ƒ Sinneseindruck (Element der Sinneserfahrung wie z.B. süss, sauer, hell,
dunkel)
ƒ Sinnesempfindung = Summe von Sinneserfahrungen
ƒ Deutung von Sinnesempfindungen = Empfindungen durch Bezug auf
Gelerntes und Erfahrenes
o Denken
o Lernen und Gedächtnis (Lernen = Unterscheidung richtig; falsch)
ƒ Klassische Konditionierung
• neutraler Stimulus wird mit einem unkonditionierten Stimulus
gekoppelt, so dass ersterer ein konditionierter Stimulus und
zweiter eine konditionierte Reaktion wird (z.B. Hund von
Pavlow).
ƒ Operante Konditionierung („lernen aus den Konsequenzen“)
• unmittelbar auf die zu trainierende Reaktion folgt ein
belohnender oder bestrafender Reiz. Dadurch ergibt sich eine
positive oder eine negative Verstärkung des Verhaltens.
ƒ Immitationslernen (=Modelllernen)
• Soziales Lernen durch kognitive Prozesse
• Erlernen praktischer Fähigkeiten und Fertigkeiten durch
Beobachten und angeleitetes Üben
o Emotionen
o Intelligenz als Konstrukt einer Kombination verschiedener Basisfunktionen