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Gibt es einen Ausweg aus der Finanzkrise? v. Werner L.

Ende

stay-free Artikel vom 10. Oktober 2010

Werner L. Ende

Gibt es einen Ausweg aus der Finanzkrise? von Werner L. Ende

Angesichts der in „Die Weltwirtschaftskrise im September 2010“ und „Oktober


2010 - Ist die Krise vorbei?“ beschriebenen Situation stellt sich die Frage nach
Lösungen und Auswegen aus der Krise.

Kern und Ausgangspunkt der Weltwirtschaftskrise ist die gescheiterte


Finanzpolitik.1

Geld ist das Blut, das in den Adern der Wirtschaft fließt. Die ständige Verdünnung
dieses „Besonderen Saftes“2 führte zu einer andauernden Inflation und das
künstliche Herabsetzen des Kreditzinses durch die FED und die anderen
Zentralbanken weltweit zur Fehlallokation3 von Gütern, die in den USA 2007 zum
Platzen der Immobilienblase führte und im Herbst die bisher größte
Wirtschaftskrise der Welt auslöste.

Bis heute sind mehr Werte vernichtet worden als im II. Weltkrieg und der Tiefpunkt
dieser gewaltigen Krise ist noch nicht erreicht.
Mit dem Platzen der Derivateblase , die 2009 auf 684 Billionen Dollar (!)
geschätzt wurde, käme die Weltwirtschaft schlagartig zum Stillstand.

Was tun?

1 Das Greenspan Dossier, Roland Reuschel und Claus Vogt

2 Mephisto zu Faust "Blut ist ein ganz besonderer Saft"

3 Fehlallokation: Die durch Vergabe von billigem Geld verursachte Investition in nicht benötigte Güter
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Niemand kann den Zusammenbruch des Finanzsystems verhindern, der jeden Tag
durch den Zusammenbruch der USA oder weiterer PIGGS4 möglich ist.

Da es nahezu unmöglich erscheint, daß sämtliche Staaten verschwinden und ihr


Geldmonopol5 gänzlich aufgeben, werden Währungsreformen kommen.

Nicht unwahrscheinlich ist, daß einige Golfstaaten und vielleicht Malaysia zu


islamischen Tradition von Gold- und Silberwährungen zurückkehren und/oder
eGold6 wie dem eDirrham zum Durchbruch verhelfen.

Ron Paul, libertärer US-Kongress-Abgeordneter schlägt für die USA folgenden


Stufenplan vor:
1.Der Kongress muß der Forderung der Goldkommission nachkommen und
Goldmünzen ausschließlich in Einheiten und Teilen der Feinunze in den Umlauf
bringen.
2.Anhänger der Remonetisierung von Gold müssen sowohl auf der politischen
Arena als auch am Markt darauf hinwirken, daß möglichst viele dieser
Goldmünzen unter das Volk kommen. Politisch bedeutet das, einer
verbleibenden Besteuerung oder Regulierung der neuen Goldmünzen
entgegenzuwirken, gleichgültig ob sie getauscht, für Waren oder
Dienstleistungen ausgegeben werden. Wie Ludwig von Mises in Theory of Money
and Credit,[10] zeigte, erhalten diese ihren Geldcharakter durch ihre Verbreitung
am Markt. Je stärker die neuen Goldmünzen am Markt wahrgenommen werden
und sich durchsetzen, desto mehr werden sie als echtes Geld erkannt.

3.Die Feinunze Gold ist exakt definiert und der Papierdollar besitzt keine
Referenz. Darauf sollte bei einer fortgesetzten Erziehung und Debatte
fokussiert werden, genauso wie wir es derzeit tun. Das kontinuierliche
akademische Wirken von Schülern Carl Mengers und Ludwig von Mises‘s ist
von vitaler Bedeutung, insbesondere um die Irrtümer und das Versagen
Makroökonomischer Zentralplanung und „des Geldmanagements“
aufzuzeigen. Die Duldung durch Ökonomische Zunft, die Gold bislang
ablehnt, muß gesichert werden. Eine ernsthafte akademische Tätigkeit wird

4 PIGGS: Portugal, Irland, Griechenland, Großbritannien, Spanien


5Geldmonopol = legal tender. Geld darf ausschließlich von Staatsbehörden, meist von der Zentralbank,
herausgegeben und bewertet werden. Dies schließt in der Regel die Steuerung des Kreditzinses ein.
6eGold = elektronisches, digitales Gold ist zu 100% gedeckt und in physikalisches Gold oder andere
Währungen konvertierbar
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das Interesse an einer neuen Goldkommission stimulieren, was das


Fokussieren der Ökonomischen Theorie auf die Politische Frage der
Geldreform ermöglichen wird. Es ist essentiell die Debatte über die Art- und
Weise wie die Zentralbank ein Geldmanagement betreiben soll in eine
allgemeine Diskussion über eine gelenkte Geldwirtschaft versus Marktgeld
umgewandelt werden.

4. Das erklärte Ziel würde sein, eine Kongressmehrheit zu überzeugen, einen


Nennwert für den US-Dollar in Goldeinheiten in Kraft zu setzen. Wenn jede
amerikanische Familie an Goldmünzen gewöhnt ist und die Eigenschaften
von Papiergeld versteht, kann eine Kongressmehrheit durch die Forderungen
der Wähler überzeugt werden, einen neuen Nennwert für den US-Dollar
festzusetzen und eine Konversions-Behörde einzurichten, wie sie von Ludwig
von Mises beschrieben wurde.

Ron Paul hat auch nach seiner Kandidatur für das Präsidentenamt der USA viele
Anhänger gewonnen. Im Kongress und im Senat findet er allenfalls wenige
Verbündete.

Eine Durchsetzung seiner Vorschläge halte ich nur regional für möglich und dies
erst wenn die USA in einzelne Staaten und unabhängige Regionen zerfällt. Dies
wird erst dann geschehen, wenn die Vereinigten Staate finanziell am Ende sind und
der militärische Komplex in sich zusammenfällt.

Friedrich August von Hayek schlug bereits 1943 in “A Commodity Reserve


Currency,” Economic Journal 53, no. 210 (June–September 1943) einen
künstlichen Warenkorb vor, den Rothbard (in MONEY, BANK CREDIT, AND
ECONOMIC CYCLES) und andere Ökonomen der Österreichischen Schule m.E.
zu recht kritisieren.

Die von Rothbard/Hülsmann gemachten Vorschläge bauen auf denen von Ludwig
von Mises auf:
„Wir empfehlen die Privatisierung der Währung und die Beendung der
Interventionen von Staat und Zentralbank betreffend der Herausgabe
und der Festsetzung ihres Wertes. Dieses Ziel erfordert die Aufhebung
des Geldmonopols, die alle Bürger betrifft, auch wenn sie dagegen sind,
das Staatliche Zahlungsmittel in jedem Fall zu akzetieren. Der Widerruf
des gesetzlichen Geldmonopol ist deshalb ein essentieller Teil der
Deregulierung des Finanzmarktes.“

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John Zube hat mir in einer E-Mail vom 8. Oktober 2010 eine Reihe von anderen
Lösungsvorschläge mitgeteilt.
So schlägt John Zube u.a. folgende Arten von Geld vor, die durch Güter (Waren
und Dienstleistungen) gedeckt sind:
Geld auf Ölbasis, Eisenbahngeld, Bus- und Autogeld, Elektrizität‘ s und Gasgeld.
Weiterhin schlägt er Straßengeld, Bordellgeld, Teehausgeld und Restaurantgeld vor.
Wie der Autor schreibt, kommen diese Geldarten nur regional und sehr begrenzt
vor. Weitere Akzeptanz wäre nur über Diskontwechsel (bill discount) oder
persönliche Wechsel möglich. Eine optimale Clearingstelle würde auch Noten von
Einzelpersonen annehmen, wenn diese Zahlungsbelege vorlegten.
Anmerkung: In John Zube's Bibliography on Monetary Freedom finden Sie zahlreiche
Quellen. John Zube ist unter jzube@acenet.com.au erreichbar.

Am Freien Markt, eventuell auch unter einer sehr Liberalen Regierung, könnte die
FIAT-Money- (ungedecktes Papiergeld) Produktion unterdrückt werden.
Solange der Staat nicht völlig verschwindet und kein von außen unbeeinflusster
Markt besteht, werden Banken und staatliche Einrichtungen immer wieder zum
Falschgeld greifen.

Es dürfte auch deshalb sehr schwer werden den Staat dazu zu bringen eine echte
Golddeckung zu garantieren.
Diese müßte nach Milton Friedmann folgende Kriterien erfüllen:

Ein echter und ehrlicher Goldstandard ....wäre einer bei dem


Transaktionen wortwörtlich in Einheiten des gelben Metalls oder mit
Papierscheinen, die 100% ige Gold-Warenhaus-Zertifikate
darstellen.

Die bisherige Geschichte hat seit der Antike gezeigt, daß Banker und Banken nur
über kurze Zeiträume, an wenigen Orten und nur durch drastische Maßnahmen,
wie der Konfiszierung aller Vermögenswerte und die Verhängung der Todesstrafe
davon abgehalten wurden Falschgeld/FIAT Money herauszugeben.
Jesus Huerta de Soto hat dies detailliert in seinem bedeutenden Werk, Money, Bank
Credit, and Economic Cycles, L.v.Mises Institute, 2008. pdf beschrieben.

Ludwig von Mises, Murray N. Rothbard, Friedrich August von Hayek, Hans
Herrmann Hoppe u.a. libertäre Ökonomen haben die zerstörerische Rolle der
Zentralbanken umfassend analysiert und dokumentiert.

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Zu den absolut notwendigen Schritten gehört daher auch die Abschaffung der FED
und der Zentralbanken weltweit!
Dies setzt den erfolgreichen Aufstand der Völker gegen ihre Regierung voraus und
die Einrichtung einer neuen, freien Ordnung.
Wann und wo dies geschieht kann keiner voraussagen. Eine kleine Chance aber
bleibt, daß nach einem Zusammenbruch der USA und der Entmachtung der
amerikanischen Zentralbank und der EUdSSR7 mit der Europäischen Zentralbank
autonome und freie Regionen entstehen.

Sollten solche selbstverwalteten Regionen bestand haben wäre die Einführung


eines echten Goldstandards, wie ihn Milton Friedmann und Lips vorschlugen eine
wichtige Voraussetzung für einen freien überregionalen bzw. globalen Handel.

Darüber hinaus wäre denkbar, daß Clearingstellen zur Abfertigung und


Überwachung des Geschäftsverkehrs mit Wechseln und Güter gedeckten Noten
eingerichtet würden.

Propheten waren auf religiösem Gebiet erfolgreich. Auf dem Gebiet der Ökonomie
bleibt uns nur das rationale Verfolgen von wirtschaftlichen Abläufen unter
Berücksichtigung der Praxeologie8

Werner L. Ende 9. Oktober 2010

http://www.stay-free.de
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7Der Russe Bukowski, Dissident und ehemaliger Insider des Sowjetregimes, beschreibt die frappierenden
Übereinstimmungen zwischen den Machtapparaten der Europäischen Union und der Sowjetunion.94
Strukturen des Machtapparates in Brüssel und die Politik der Kommissare weisen nach seiner Analyse
derartige Parallelen zum ehemaligen Sowjetimperium auf, dass man die EU getrost als „EUdSSR“
bezeichnen kann.

8Praxeologie = deduktive Theorie vom Handeln. Ludwig von Mises hat diese Wissenschaft ausführlich in
Human Action abgehandelt

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Anhang: Literatur und Zitate


• John Zube, Bibliography on Monetary Freedom, http://www.panarchy.org/
zube/money.sz.html
•John Zube: E-Mail vom 8. Oktober 2010 an werner.ende@mac.com /stay-
free.de
! Precedents:
Roselands Shopping Centre, which for the last few months of building
it granted a wage rise in its own notes.
1765? _ Acceptance declaration by London retailers stopped a run on
the Bank of England.
Petrol money, railway money, bus and street car money, electricity and
gasworks money. Street money, brothel, tea shop and restaurant money
already in ancient China.
Subsistence local village economies, especially in France, managed, for
centuries, much of their internal trade via private IOU issues, mutually
accepted and periodically cleared. Australia has also a history of the
issue of local private trading tokens, issued by general stores or other
well_known enterprises.
Anyone is a potential issuer or could establish a clearing centre who
has locally many payments to make and to receive.
The self_limiting and self_liquidating nature of private issues, based
on the own labour, goods and services, is obvious. It is also obvious
that mutual acceptance, especially by retail shops, would form the
most acceptable redemption fund basis. A single labourer or tradesman
or shop would not find as wide and ready acceptance _ although, in a
perfect clearing system, their notes would be accepted, too and
presented to them when payments are due to them. But they could
issue their certificates only to a limited extent, to a limited circle and at
a discount. They would, like formerly the issuers of bills of exchange
and their acceptors, have to resort to a bill discount and its business, to
get more widely acceptable bank notes for their personal notes. And
these notes, based upon the bills of exchange or personal IOUs, would
ultimately serve and suffice to repay the bills of exchange and personal
IOUs and this could and should be recognized by issuing them right
away as for clearing purposes only.
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• Die ultimative Krise – die Derivat Blase, http://gedankenblitze.net/


archives/7833

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Warren Buffett der Gott der Banker und Broker soll einmal gesagt
haben, dass Derivate Massenvernichtungswaffen sind.
Bei den Derivaten handelt es sich um alte Bekannte. Sie sind Luft
wie die Hypotheken der Subprime-Krise.
Derivate sind keine Werte, sie sind Spekulation (oder Wetten)
darauf wie sich die Geschäfte und Rohstoffpreise in der Zukunft
entwickeln. Der Klassiker sind Rohstoffgeschäfte, bei denen auf
einen Termin in der Zukunft Rohstoffe zu einem spekulativen
Preisen gekauft werden. Wenn der Marktpreis bei Übernahme der
Rohstoffe höher ist, als beim Kauf festgelegt wurde, gewinnt der
Besitzer des Derivats, sonst verliert er.
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•Ist die FED eine unabhängige Privatbank?
von Dr. Werner L. Ende
Unter dem Titel „The Independence of the Fed?“
publizierte Sarel Oberholster in Mises Daily vom 19. März 2010 eine
grundlegende Darstellung und Richtigstellung zur tatsächlichen
Funktion der Amerikanischen Zentralbank.
Planung (1910) und Gründung (1914) der FED hatten einen
ausgeprägten Verschwörungscharakter.
_____________________________________________
•Zitat aus "Was Sie schon immer über Wirtschaft (nicht?) wissen sollten"9S.
75:
Im Jahre 1910 trafen sich Vertreter der amerikanischen Regierung und
der Hochfinanz zu einem konspirativen Treffen auf Jekyll Island, einer
kleinen Insel vor der Ostküste der Vereinigten Staaten. In seinem Buch
„Die Kreatur von Jekyll Island. Die US-Notenbank Federal Reserve –
das schrecklichste Ungeheuer, das die internationale Hochfinanz je
schuf“ beschreibt G. Edward Griffin die Ereignisse, die im Jahre 1910
auf jener kleinen Insel stattfanden.
•Zitat aus Wikipedia.org (en):
Jekyll Island was the location of a meeting in November 1910 that may
have hastened the creation of the Federal Reserve. Following the Panic
of 1907, Banking reform became a major issue in the United States.
Senator Nelson Aldrich, (R-RI) the chairman of the National Monetary
Commission, went to Europe for almost two years to study that
continent's Banking systems. Upon his return, he brought together
many of the country's leading financiers to Jekyll Island to discuss

9"Was Sie schon immer über Wirtschaft (nicht?) wissen sollten" ISBN, 978-3-00-027471- 8. 2009, 209 Seiten,
Taschenbuch

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monetary policy and the Banking system, an event which some say
was the impetus for the creation of the Federal Reserve.
On the evening of November 22, 1910, Sen. Aldrich and A.P. Andrews
(Assistant Secretary of the Treasury Department), Paul Warburg (a
naturalized German representing Kuhn, Loeb & Co.), Frank A.
Vanderlip (president of the National City Bank of New York), Henry P.
Davison (senior partner of J. P. Morgan Company), Charles D. Norton
(president of the Morgan-dominated First National Bank of New York),
and Benjamin Strong (representing J. P. Morgan), left Hoboken, New
Jersey on a train in complete secrecy, dropping their last names in
favor of first names, or code names, so no one would discover who
they all were.10
Auf Jekyll Island wurde die Gründung der amerikanischen
Zentralbank Federal Reserve System – kurz: Fed – beschlossen, die
dann auch tatsächlich vom Kongress der Vereinigten Staaten als
oberste und Hauptbank der USA bestätigt wurde. Mit diesem Coup
verschaffte sich die Regierung der USA jenes Instrument, mit dem sie
den Ersten Weltkrieg, den Zweiten Weltkrieg, zahlreiche kleinere
Kriege und ausufernde Wohlfahrtsprogramme finanzieren konnte.11

Wegen der auch in wissenschaftlichen Kreisen - ich denke u.a. an die


Publikationen von Prof. Dr. Eberhard Hamer, Leiter des
Mittelstandsinstituts Niedersachsen - weit verbreiteten falschen
Vorstellung, dass die FED eine typisch private und vom Staat
unabhängige Institution sei, möchte ich diesen Artikel im Original und
in voller Länge veröffentlichen.
•Die abschliessenden Zeilen aus Sarel Oberholsters Artikel besagen
alles:
>> Das Einkommen des Federal Reserve Systems leitet sich in erster
Linie von den Zinsen her die durch Sicherheiten der US-Regierung am
Freien Markt erzielt werden. Andere bedeutende Einkünfte sind die
Zinsen von Fremdwährungsanlagen die vom System ( der FED12 )
gehalten werden; Zinsen von Darlehen für andere Reserve-Banken;
Gebühren, die von Reserve-Banken für Dienstleistungen erhoben

10 http://en.wikipedia.org/wiki/Jekyll_Island_Club

11 Nach ihren Statuten ist die Zentralbank eine Privatbank (!), de facto dient sie jedoch der US-Regierung als Instrument zur
Steuerung ihrer Finanzpolitik.

12 eingefügt von Dr. Werner L. Ende

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werden, wie z.B. „check clearing“13 , „fund transfers“ 14 und


automatisierte Verrechnungsoperationen.15
Nach Abzug der Kosten übergibt die Federal Reserve Bank (FED) den
Überschuss an das US-Schatzamt. Es gingen seit dem Bestehen der
FED im Jahre 1914 ungefähr 95 % der Nettogewinne an das
Schatzamt. ..... Im Jahre 2003 überwies die FED ca. 22 Milliarden US-$
an das Schatzamt.
Die Feststellung, dass ungefähr 95 $ der Nettogewinne der FED seit
Ihrem Bestehen (1914) an das Schatzamt gingen ist
unmissverständlich. Sie ist ein unwiderlegbarer Beleg dafür, dass die
Bundesregierung das Hauptrecht hat von den Gewinnen zu
profitieren.
Der absolut nicht wegzudiskutierende Schluss ist folgender:
Wenn die FED selbst nach US-Amerikanischen
Bilanzierungsrichtlinien (US- GAAP ) verfährt, wenn sie die von ihr
16

regulierten Institutionen veranlagt, dann ist sie eine Sonderabteilung


der US-Bundesregierung ......... Da die Konsolidierungsregeln für die
Jahresabschlüsse damit übereinstimmen, muss die FED als eine
Institution betrachtet werden, die von der Bundesregierung
kontrolliert wird. Sie wird dadurch zu einem integralen Bestandteil der
Bundesregierung. Die Vortäuschung, unabhängig zu sein, bleibt eine
Vortäuschung.
Es kann weder behauptet werden, dass die Banken kein
ausserordentliches Interesse daran hätte, die FED zu beeinflussen noch
dass der Präsident (der US-Regierung) kein Ziel dieser Interessen
wäre. Jedoch liegt die Macht, die FED zu kontrollieren nicht in den
Händen der „Besitzer“ sondern fest in den Händen der
Bundesregierung und des Präsidenten der Vereinigten Staaten. <<
(inhaltliche Wiedergabe v. Dr. Werner L. Ende)
_____________________________________________

•„The Independence of the Fed?“ von Sarel Oberholster im Original: =>

13 check clearing: A federal law that took effect on October 28, 2004, and gives banks and other organizations
the ability to create electronic image copies of consumers' checks. The images are then sent to the relevant
financial institutions to be processed, where money from a consumer's account is transferred to the receiving
party's account. Deutsch: elektronische Kopien von Schecks/ Abwicklung des Scheck-Zahlungsverkehrs
elektronisch

14 fund transfer (elektronische) Geldüberweisung


15 clearinghouse operations: Abrechnung über Verrechnungsstellen
16 GAAP: Generally Accepted Accounting Principles (US-GAAP). Bilanzierungsregeln nach US-Recht

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•The Political and Economic Agenda for a Real Gold Standard


! ! by Ron Paul
• Gold, Freedom and Free Markets, Hans F. Sennholz, Murray N. Rothbard,
Mark Sousen et al. , Books for Business, 2004, ISBN 0-89499-221-X

_____________________________________________
• Das Greenspan Dossier, Roland Reuschel und Claus Vogt, Finanzbuch
Verlag, 2006, ISBN-10: 3898790452

•BIS Quarterly Review, June 2010,


http://www.bis.org/statistics/otcder/dt1920a.pdf

•MACHLUP, FRITZ, Euro-Dollar Creation: A Mystery Story. BANCO


NAZIONALE DEL LAVORO QUARTERLY REVIEW, 94, 1970. - FRANKEL, S.
HERBERT, Money:

Two Philosophies. - When it comes to note issue banking, then every


aspect of it should be fully publicized. For shop currencies - every buyer
in the shops, paying with their shop currency, would, so to speak, act as a
controller of this currency. He could not help noticing if, what he and many
others wanted, (apart from some special bargains, rapidly sold out) would
be out of stock and he would be confronted by many empty shelves, a
view still much remembered from wartimes and the few inflationary years
afterwards. The first ones noticing a lack of stock would raise an alarm.
But this is a hypothetical case. In reality, even under the limited liberties of
today, the shelves of most shops are rather overflowing with goods and
restocking can be done even overnight. – J.Z., 30.5.10

• GOVERNMENT‘S Money MONOLY It‘s Source and Scope and how to fight it
(ISBN 0-595-13966-3)
The gold standard as a constitutional restraint on our government was
abolished in the United States, not in 1934 nor in 1971, but in 1819 with
the US Supreme Court case of McCulloch v. Maryland.[12] With this
famous Supreme Court interpretation of the Constitution, the federal
government acquired the sovereign power to manipulate the nation's
money, from which the legal tender laws of the Civil War, the central-
banking powers of the Federal Reserve System, and the ultimate
prohibition on any private use of gold as money in 1934 derived. This link
between sovereignty and currency manipulation has been ably argued by
Henry Mark Holzer.

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•Rothbard, Murray N.: Das Schein-Geld-System (Gräffeling, Resch,


2000) ISBN 3-9300039-72-9
Es gibt in deutscher Sprache keine bessere Einführung, Darstellung
und Erklärung zu Geld und Papiergeld, seinen Eigenschaften und
seiner zentralen Funktion in der Wirtschaft. Werner L. Ende

•Rothbard, Murray N., Hülsmann, Guido, MONEY, BANK CREDIT, AND


ECONOMIC CYCLES, mises.org, 2.nd edition, pp. 737, 738
We recommend the privatization of currency and an end to state
and central-bank intervention with respect to its issuance and
control over its value. This goal requires the elimination of legal
tender regulations which oblige all citizens, even against their will,
to accept the state-issued monetary unit as a liberatory means of
payment in all cases. The revocation of legal tender laws is
therefore an essential part of any process of deregulation of the
financial market. This “denationalization of money,” in Hayekʼs
words, would allow economic agents, who possess far more
accurate, first-hand infor- mation on their specific circumstances of
time and place, to decide in each case what type of monetary unit it
would most benefit them to use in their contracts.
It is not possible to theorize a priori about the future evo- lution of
money. Our theoretical analysis must be limited to the observation
that money is an institution which emerges spontaneously, like law,
language, and other legal and eco- nomic institutions which involve
an enormous volume of information and appear in an evolutionary
manner through- out a very prolonged period of time in which many
genera- tions of human beings participate. Moreover, as with lan-
guage, certain institutions which in the social process of trial and
error best fulfill their function tend to predominate. Trial alone,
throughout the spontaneous, evolutionary market process, can lead
to the predominance of those institutions most conducive to social
cooperation, without the possession by any one person or group of
the intelligence and informa- tion necessary to create these types
of institutions ex novo.
...........we find it regrettable that Hayek ultimately proposed a
completely artificial standard (com- prised of a basket of various
commodities) as a new monetary unit. Although one can interpret
Hayekʼs proposal as a procedure for return- ing to traditional money
(a pure gold standard and a 100-percent reserve requirement),....

• Murray N. Rothbard, Hans-Hermann Hoppe and Joseph T.


Salerno“Mises and Hayek Dehomogenized.”

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• “Has Gold Lost its Monetary Role?” in Milton Friedman in South Africa,
Meyer Feldberg, Kate Jowel, and Stephen Mulholland, eds.
[Johannesburg: Graduate School of Business of the University of Cape
Town, 1976])
The gold standard we propose does not remotely resemble the
spurious gold standard used until the 1930s, a standard based on
the existence of central banks and a fractional-reserve banking
system. As Milton Friedman indicates: A real honest-to-God gold
standard . . . would be one in which gold was literally money and
money literally gold, under which transactions would literally be
made in terms either of the yellow metal itself, or of pieces of paper
that were 100-percent warehouse certificates for gold.

• Baader, Roland, Geld, Gold und Gottspieler: Am Vorabend der nächsten


Weltwirtschaftskrise(Resch, Gräfelfing, Nov 2005) ISBN 9783935197427
Das Buch hat das Zeug, zum Klassiker zu werden. Es beginnt so:
>>Die Sozialsysteme der Wohlfahrts- und Sozialstaaten der
westlichen Welt steuern dem Zusammenbruch entgegen. Viele
sind bereits am Ende und werden nur noch mit budgetpolitischen
Tricks und betrügerischen Manipulationen mühsam
aufrechterhalten. Der Wohlstand der Industrienationen besteht
seit rund drei Jahrzehnten zu einem Gutteil nur noch aus Schein
und Illusion - konkret: aus Kapitalverzehr - und steht mit seinen
Fundamenten auf dem schlammigen Untergrund eines riesigen
Schuldenmeeres.<<
Was dann folgt, ist eine packende Abhandlung über die
Entstehung des Geldes, über seine moderne Entartung zu
Scheingeld (im doppelten Sinne), über Realitätsverlust und
Machtkalkül der Herrschenden, über falsche Wirtschaftstheorien
und ihren verheerenden Einfluss, über die sich zuspitzende Krise
des Systems und über Wege zur Rettung. Die Stärke Baaders
liegt darin, nicht nur das grosse Gemälde der Finanzkrise mit
kräftigen Pinselstrichen zu malen, sondern nebenbei auch
wirtschaftstheoretische Kenntnisse zu vermitteln, ohne langweilig
zu werden!

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•Bonner. William and Wiggin, Addison Empire of Debt: The Rise of an


Epic Financial Crisis (Wiley, Oct 6, 2006)
Review by Alex Roslin
Many Americans have resisted the notion that their country is an
imperial power. The idea seems to contradict the values of the
Republic and its Founding Fathers. But in "Empire of Debt",
prominent financial analysts Bill Bonner and Addison Wiggin argue
passionately that not only is the United States an empire, but it is
also one whose end is coming soon. Bonner and Wiggin are the
brains behind www.dailyreckoning.com, an iconoclastic and
irreverent market advisory service that has long raised concerns
about American indebtedness and warned of a looming dollar
crisis. In "Empire of Debt", a sequel to their earlier doom-and-gloom
book "Financial Reckoning Day", they elaborate on their argument
that the U.S. economy is about to implode.
Bonner and Wiggin enumerate a long list of chronic ailments that
imperil the American financial system--a massive trade deficit,
soaring personal and government debt, a housing bubble, runaway
military expenditures. These problems "hardly disturb the sleep of
the imperial race," the authors write. "[But] all empires must pass
away." Bonner and Wiggin argue that American imperial delusions
are similar to the fantasies that fueled the dot-com market mania.
They recommend readers buy gold as insurance in the event of a
financial crisis. "Empire of Debt" flounders when discussing how
America indebted itself; the authors blame the Federal Reserve
Board's low interest rates but gloss over the fact that rates were
slashed because the U.S. teetered on the brink of deflation in 2002
and 2003 (a topic they give more attention to in "Financial
Reckoning Day"). As hardcore free-marketeers, Bonner and Wiggin
also seem to long for the pre-welfare days of the 1920s but forget
how that period's policies led to the Great Depression. That said,
"Empire of Debt" contains many revelations that will open eyes. "--
Alex Roslin

• Ende ,Werner, „Was Sie schon immer über Wirtschaft (nicht?) wissen
sollten", stay-free Verlag, 2009, ISBN 978-3-00-027471-8
• Soto, Jesus Huerta de: Financial Crisis and Recession,(mises.org, daily
article, 6. Oktober 2008)
• Soto, Jesus Huerta de: Money BankCredit And Economic Cycles(2006,
© Jesús Huerta de Soto, Translated from Spanish by Melinda A. Stroup,
First English edition 2006, Ludwig von Mises Institute, 518 West Magnolia
Avenue, Auburn, Alabama 63832-4528)

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A wholesale reconstruction of the legal framework for Money and


Banking, from the ancient world to modern times, an application of
law-and-Economics logic to Banking that links microEconomic
analysis to macroEconomic phenomena, a comprehensive critique
of fractional-reserve Banking from the point of view of history,
theory, and policy, an application of the Austrian critique of
socialism to central Banking, the most comprehensive look at
Banking enterprise from the point of view of market-based
entrepreneurship.

•Lips, Ferdinand, Die Goldverschwörung (Kopp-Verlag, 2006) ISBN


3-930219-54-9.
Der Autor beklagt die Abschaffung des Goldstandards des 19.
Jahrhunderts mit den daraus resultierenden Folgen als "grösste Tragödie
aller Zeiten". Er begründet ausführlich seine Überzeugung, dass die
Ersetzung des Goldstandards durch den US-$-Standard für die Welt von
heute "lebensgefährlich" ist. Der Prozess dieser Ersetzung hat sich über
Jahrzehnte schrittweise vollzogen. Welche Kräfte und Mächte an einer
solchen Entwicklung interessiert waren und sind, den Goldmarkt
manipulieren und daraus riesenhaftes Kapital schlagen, - das sind die
Hauptaussagen des nun schon in wiederholter Auflage vorliegenden
Buches, das bezeichnenderweise zuerst in den Vereinigten Staaten
erschien.

• Mises, Ludwig von: Human Action: A treatise on Economics (1949 (4th edition,
1996. San Francisco: Fox & Wilkes) ISBN 0-930073-18-5

This is Ludwig von Mises's magnum opus, the magisterial contribution in


which he develops his flagrantly controversial philosophy of the social
sciences, his brilliant entrepreneurial theory of the market process, and his
devastatingly consistent classical liberal perspective on political economy,
into an overarching system of extraordinarily impressive scope. Human
Action is a work that has, for almost half a century, retained its freshness
and its relevance, showing how deep Economic understanding is to be
attained, not by virtuosity of mathematical technique, but by subtlety and
penetration of Economic insight and interpretation. Recent developments in
the Economics profession suggest that the most far-reaching impact upon
Economic thought exerted by this celebrated work may be that still to
come.“ -- Israel M. Kirzner, N

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