Está en la página 1de 36

Verlagspostamt 6020 Innsbruck - P.b.b.

- 02Z030036

ISSN 2531-4874

9 772531 487407

Mitteilungsblatt der Schützen der Alpenregion


41. Jahrgang • erscheint zweimonatlich • N° 6 | Dezember 2017 • Bozen · Innsbruck · Kronmetz · Weyarn

Dankbar sein ...


… sollten wir nicht nur, aber ganz
besonders auch zum Jahresende.
Gemeinsam sind wir in den letzten
12 Monaten ein ganzes Stück wei-
tergekommen. Das Schützenwesen
blüht mehr den je, in Waidbruck
im Eisacktal und in Söll im Bezirk
Kufstein wurde in den letzten Tagen
je eine neue Kompanie gegründet.
Auf allen Ebenen setzen sich unsere
Kommandanten für ein lebendiges
Schützenwesen ein. Und tragen
mit ihrer umsichtigen aber doch
bestimmten Art dazu bei, dass die
Schützen mehr und mehr das Ge-
wissen des Landes werden. Das trägt
Früchte. Auf allen Ebenen. Deshalb
weiter so – und danke ...

meint euer Landeskommandant


Elmar Thaler
Die Ereignisse in Barcelona zeigen, dass Europa die Nationalstaaten verteidigt und die
Regionen benachteiligt.

Spanische Scherben
INNSBRUCK: von Hans Baur
Patriotischer
Aufmarsch beim
Eigentlich wurde Europa gegründet, um den Nationalstaaten entgegenzuarbeiten.
Nationalfeiertag
4 Der ehemalige bayerische Ministerpräsident Max Streibl hat dazu den Begriff „Euro-
pa der Regionen“ erfunden. Ein Ausschuss der Regionen wurde eingerichtet. Es zeigt
sich aber, dass Regionen für viele europäische Nationalstaaten ein Problem darstel-
len: Regionen mit starker Identität, Sprache, Geschichte und Kultur.

THAUR:
Sozialer Einsatz Wie das Beispiel Katalonien zeigt, verließen sich die Regionen bei ihren Auseinandersetzungen
beim Mullerlauf mit den Nationalstaaten darauf, im großen Europa gut und sicher aufgehoben zu sein. Europa
13 verweigert ihnen aber die Hilfe und verweist dabei auf die nationalen Zuständigkeiten. Ein
Ausscheiden aus der Gemeinschaft ist in den Europäischen Verträgen nicht vorgesehen, weder
für Nationalstaaten noch für Regionen. Beim Brexit hat man aber Mittel und Wege gesucht und
gefunden und spricht in langen Verhandlungsrunden miteinander. Bei Regionen halten sich die
BAD TÖLZ/ EU und ihre Mitgliedsstaaten heraus. Wird mit zweierlei Maß gemessen? Ach Europa!
KREUTH: Im Fall Katalonien hat sich die EU um ihre Verantwortung gedrückt, während sich das Nicht-
Sportlicher EU-Mitglied Schweiz als Vermittler angeboten hat. Spanien hätte den Katalanen frühzeitig
Wettstreit beim Gespräche anbieten können, um die gewährte Autonomie Kataloniens innerhalb Spaniens
Bundesschießen
18 fortzuentwickeln. Das Ziel wäre eine Abstimmung gewesen, die im Rahmen der Verfassung
das Volk fragen sollte, ob es unabhängig werden will – und das alles unter Bedingungen, die
Julius Mosen * 8. Juli 1803 in Marieney

2
† 10. Oktober 1867 in Oldenburg

Aus den LANDESTEILEN …

man vorher gemeinsam aushandelt. Das ist. Die Verantwortlichen auf beiden Seiten ohne die Gesamtstruktur mit aller Gewalt
hat Spanien nicht getan, was selbst viele mögen wachsam sein. Bei der Einweihung zu verändern? Damit könnte man der Mili-
Spanier kritisieren. Europa hat diese harte des Niedersächsischen Landtages hat Bun- tanz auf beiden Seiten begegnen und starke
Haltung bestärkt und auch den Einsatz von despräsident Walter Steinmeier „Parlamen- Regionen schaffen. Europa liegt dort, wo
Knüppeln und Gummigeschoßen nicht tarische Demokratie und Föderalismus als sich die Menschen als Europäer begreifen.
kritisiert. Das Referendum war illegal. Es die besten Wege zur Lösung schwieriger Offensichtlich eher in den Regionen als
war auch nicht tragfähig, da nur weniger als Probleme in einer vernetzten Welt“ be- in den Hauptstädten der Nationalstaaten.
die Hälfte der wahlberechtigten Katala- zeichnet. „Vermittlung, Verständigung und Aber gemeinsam muss es doch möglich
nen abgestimmt hat. Aber das rechtfertigt Ausgleich“ sind nach seinen Worten „Mittel sein, ein freundschaftliches Zweckbündnis
nicht die harten Maßnahmen Knüppel und eines modernen Staates“; man muss hinzu- zu schaffen, mit dem alle leben können.
Verhaftung. Die Entwicklung in Spanien ist fügen: auch Europas. Wäre es nicht besser, Das wäre dann der Kitt für die spanischen
ein Beispiel dafür, wenn man unnachgiebig die Autonomie der Regionen auszubauen, Scherben. n

Bozen/Plauen
von Elmar Thaler

Schützenbünde gedenken Schöpfer der Tiroler Landeshymne


Mit einem Festakt in Plauen hat eine Abordnung der Tiroler Schützen Julius Mosens gedacht, der mit seiner Dichtung „Zu
Mantua in Banden“ den Grundstein für die Tiroler Landeshymne gelegt hat. Julius Mosens Todestag hat sich am 10. Oktober
zum 150. Mal gejährt.

Bürgermeister Ralf Oberdorfer hatte zu einer Gedenkfeier anlässlich des 150. Todestages von Julius Mosen geladen. Die Tiroler Schützen
dies- und jenseits des Brenners waren daher in das sächsische Plauen gereist und würdigten den Schöpfer der Tiroler Landeshymne mit
ihrer Anwesenheit.

Plauens Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer länder allgemeinhin als zänkisches Bergvolk überschäumenden Freiheitswillen“, so Tha-
hatte am vergangenen Sonntag zum Festakt bekannt waren, so dass, wie es Julius Mosen ler, der die Verbindung Tirols mit Sachsen
in den Festsaal des Vogtlandmuseums in der ausdrückte, die Vogtländer für ihn die „säch- zuvor nachgezeichnet hatte und aktuelle
sächsischen Stadt Plauen geladen; gekom- sischen Tyroler seien, nur genügsamer, nur Entwicklungen in Tirol und Europa anspre-
men waren der Landeskommandant des SSB regsamer, nur hartnäckiger in Verfolgung chen konnte. Europa darf kein Gefängnis
Elmar Thaler und der Landeskommandant- ihres Zieles, doch ebenso bieder, wenn auch sein, sondern sollte zulassen, dass sich im
Stv. des BTSK Christian Meischl jeweils mit derber“. Sinne Mosens jedes Volk seine Partner selbst
einer Abordnung samt Bundesfahne. Es galt In einem viel beachteten Vortrag behan- aussuchen kann.
an den bekannten Dichter und Schriftsteller delte Prof. Dr. Rüdiger Bernhardt Mosens Nach einem Exkurs in die Geschichte der
Julius Mosen zu erinnern, der von 1803 bis Modernität und Aktualität. „Synapsen zur Tiroler Freiheitskämpfe von 1809 durch
1867 gelebt hatte und neben bedeutenden Gegenwart zeichnen längst verstorbene den wissenschaftlichen Mitarbeiter Gerd
Dichtungen unter anderem auch den Text Künstler aus“, meinten Prof. Bernhardt Naumann mit besonderem Bezug auf die
für die Tiroler Landeshymne geschaffen sinngemäß. Genau diese Verbindungen sächsischen Soldaten, die dabei mitgewirkt
hatte. An der Veranstaltung hat auch der stellte der Landeskommandant der Tiroler hatten, erfolgte die Kranzniederlegung am
Landtagsabgeordnete Bernhard Zimmerho- Schützen in seiner Festansprache her. Mosen-Denkmal in der Innenstadt von
fer vom Südtiroler Landtag teilgenommen. „Heimatliebe – das erkennen wir in Mosens Plauen, wo LKdt.-Stv. Christian Meischl in
Bürgermeister Oberdorfer erinnerte in seiner Gedichten − verknüpfte er sehr gerne mit seiner Gedenkrede die besondere Beziehung
Begrüßung an den Umstand, dass die Vogt- einem tief empfundenen und von Tatkraft Mosens zu Tirol aufzeigte und würdigte. n
Über 120 Fotos der Großtagung des

3
Südtiroler Schützenbundes unter
www.schuetzen.com
Aus den LANDESTEILEN …
Absam
von Thomas Saurer

Hunderte Schützen und Marketenderinnen


beteten gemeinsam für eine Heimat ohne Grenzen!
Am Sonntag, den 8. Oktober 2017 trafen
sich bereits zum 52. Mal hunderte Schüt-
zen, Marketenderinnen, Ehrenkranzträ-
gerInnen, Angehörige und Freunde zur
traditionellen Schützenwallfahrt in Absam.
Nach dem Bittgang durch das Dorf und
dem Einzug in die Marien-Basilika, eine der
bedeutendsten Marien-Wallfahrtsstätten
Österreichs, zelebrierte der Landeskurat
der Tiroler Schützen, Dekan Mag. Martin
Ferner den Festgottesdienst: „Wir beten
gemeinsam für eine Heimat ohne Grenzen,
die Einheit im Glauben, die Anliegen unse-
rer Zeit und all jene, die sich dafür einsetz-
ten und ihr Leben wagten.“ Bezugnehmend Die Landeskommandanten Mjr. Mag. Fritz Tiefenthaler (BTSK), Mjr. Elmar Thaler (SSB) und
auf den abgeschlossenen Nachdenkprozess Mjr. Enzo Cestari (WTSB) konnten zahlreiche Abordnungen aus allen Teilen Tirols und Bay-
der Tiroler Schützen unterstrich er in erns in Absam willkommen heißen und dankten für die Teilnahme.
seiner Predigt: „In der Umsetzung sind nun
Glaube, Hoffnung und Liebe das Öl im Ge- panie bereiteten am Gemeindehaus einen Landesrätin Dr. Beate Palfrader, und des
triebe!“ Die Bundesmusikkapelle Rum und Landesüblichen Empfang − im Beisein des Absamer Bürgermeisters Arno Guggen-
die Speckbacher SK Absam als Ehrenkom- Mitgliedes der Tiroler Landesregierung, bichler. n

Kurtatsch
von Efrem Oberlechner

Südtiroler Schützenbund bringt Zukunftswerkstatt


auf den Weg
Bei der Großtagung des Südtiroler Schützenbundes am 28.
Oktober in Kurtatsch wurden unter Begleitung hochkarätiger
Referenten aus allen Bereichen der Gesellschaft Ideen zu einer
Weiterentwicklung Süd-Tirols erarbeitet.

Nur einen Tag nach der Unabhängigkeitserklärung in Katalonien


haben die Süd-Tiroler Schützen in Kurtatsch eine Großtagung zur
Zukunft Süd-Tirols unter dem Motto „Süd-Tirol kann“ abgehalten.
Unter der fachlichen Beratung namhafter Experten, unter anderem
dott. Stefan Perini vom AFI, Universitätsprofessor Karl Socher und
Universitätsdozent Dr. Helmut Schuchter haben sich Vertretungen
der 143 Mitgliedskompanien des Südtiroler Schützenbundes intensiv
mit den Zukunftsszenarien „Rückkehr Süd-Tirols zu Österreich“ und
„Eigenstaatlichkeit“ auseinandergesetzt. „Es ist wichtig, sich immer
wieder mit ganz spezifischen Fragen dieser Thematik zu befassen“, so Die Teilnehmer im Plenum.
LKdt. Elmar Thaler. Themen wie Wirtschaft, Steuern, Finanzen, Bil-
dung, Soziales und staatliches Gefüge, aber auch das Zusammenleben Arch. Simon Constantini, Dr. Elisa Reiterer, RA Dr. Otto Mahl-
der Volksgruppen müssen perfekt durchdacht sein, wenn man die knecht, Saskia Fuchs-Roller, Mag. Arno Mall, Dr. Thomas Benedikter,
Zukunft des Landes mitgestalten will. Insofern war die heutige Ta- Mag. Wolfgang Niederhofer und Harald Mair. Die Ergebnisse aus den
gung ein kleiner Meilenstein auf dem Weg zur Loslösung vom Staat Arbeitsgruppen werden in Kürze publiziert. Sie werden den Südtiro-
Italien.“ Zu Beginn der Veranstaltung hat Tony Tschenett vom ASGB ler Schützenbund bei seiner volkstumspolitischen Arbeit begleiten.
über den Südtiroler Autonomiekonvent berichtet. Er wies in einer LKdt. Elmar Thaler äußerte abschließend den Wunsch, dass sich
tiefgehenden Analyse auf drohende Gefahren für die Grundsäulen auch die Politik − ähnlich den Schützen − offen wichtigen Fragen der
der Autonomie hin. Weitere Impulsgeber in den Arbeitsgruppen wa- Weiterentwicklung des Landes stellen wird und die Bevölkerung bei
ren Mag. Florian Georg Grabenweger, RA DDr. Franz Watschinger, diesem Prozess einbindet. n
N° 6 | Dezember 2017

4 Aus den LANDESTEILEN …


Innsbruck
von Thomas Saurer

„Großer Österreichischer Zapfenstreich“


mit Fieberbrunner Schützen

„Der Große Österreichische Zapfenstreich“ ist ein zeremonielles Musikstück, das im Jahr 1965 von Siegfried Somma nach alten österreichi-
schen Trommelrufsignalen und Traditionsmärschen anlässlich der 600-Jahr-Feier der Zugehörigkeit Tirols zu Österreich zusammenge-
stellt wurde. Fixer Bestandteil sind die österreichische Bundeshymne und der Marsch „O du mein Österreich“. Variabel eingefügt werden
die jeweilige Landeshymne und ein weiterer Traditionsmarsch; meist wird dabei der Radetzkymarsch oder ein Traditionsmarsch aus der
jeweiligen Region gewählt.

Am Vorabend zum Nationalfeiertag LKdt. Mjr. Mag. Fritz Tiefenthaler ab, der in Innsbruck. Beim traditionellen „Zapfen-
Österreichs begeisterte die SK Fieberbrunn im Anschluss an den Festakt mit Stolz streich“ am Vorabend des Nationalfeiertags
Festgäste und BesucherInnen am Innsbru- meinte: „Ich danke unseren ausgerückten betonte Tirols Landeshauptmann Günther
cker Landhausplatz. Schützenkameraden und Marketenderin- Platter die wichtigsten Voraussetzungen,
Die Fieberbrunner Schützen rückten mit nen, die wieder einen großen Anteil am um künftige Herausforderungen meistern
insgesamt 50 Schützen und Marketende- Gelingen dieses traditionellen Festaktes zu können: „In vielen ländlichen Regionen
rinnen aus, überzeugten durch ihr exaktes hatten!“ Den Südtiroler Schützenbund herrscht Sorge, dass man von der moder-
Auftreten und vor allem mit zwei perfekten vertrat Südtirols Landeskommandant Mjr. nen Welt abgehängt wird. Deshalb setzt die
Ehrensalven. Das Kommando führte dabei Elmar Thaler. Tiroler Landesregierung viele Schwerpunk-
der Kompaniekommandant Hptm. Leo Neben der Militärmusik Tirol sorgte noch te für gleichwertige Lebenschancen in allen
Trixl. Zu den Ehrenformationen zählten die Musikkapelle Birgitz gemeinsam mit der Teilen Tirols. Eine hohe Lebensqualität
ebenso die Bundesstandarte und die Stan- Ehrenkompanie der Lehrkompanie/Jägerba- hängt nicht nur von der herrlichen Land-
darte des Südtiroler Schützenbundes. taillon 6 für die feierliche Umrahmung die- schaft ab, sondern auch von einer funktio-
Die Front schritt in bewährter Weise unser ses Festabends am Eduard-Wallnöfer-Platz nierenden Infrastruktur.“ n

Matrei am Brenner/Innsbruck
von Fritz Gastl

Offiziersbildung vom 24. bis 25.Oktober 2017


in Matrei am Brenner
Unter der letztmaligen Leitung von EMjr. arbeit in den Kompanien und über diese Vorher bedankte sich der Landeskomman-
Hans Steiner fand auch heuer wieder eine hinaus. Im praktischen Teil wurde das dant noch bei EMjr. Hans Steiner für seinen
Offiziersausbildung, diesmal im Hotel Krone Formalexerzieren genauso geübt wie der Einsatz beim Aufbau der Offiziersschulung
in Matrei, statt. Umgang mit dem Säbel und das Exerzieren und deren langjährige Organisation und Lei-
43 Teilnehmer aus allen Teilen Nordtirols mit dem Gewehr. tung. Unter großem Applaus der Teilnehmer
wurden in Referaten über die Aufgaben eines Am Abend des 1. Tages fand dann ein überreichte Lkdt. Fritz Tiefenthaler Hans
Schützenoffiziers, die Marketenderinnen interessantes Kamingespräch mit unserem Steiner einen Geschenkskorb, verbunden
und Frauen im BTSK, die Mitgestaltung Landeskommandanten Mjr. Fritz Tiefentha- mit den besten Wünschen für die Zukunft.
von kirchlichen Feiern, die Organisation ler und dem Zillertaler Regimentskdt. Mjr. Im anschließenden „Schützenhoangart“
des BTSK, die Geschichte Tirols sowie die Herbert Empl statt. Die Kursteilnehmer wurde von manchen Teilnehmern bis spät
Sicherheit beim Exerzieren und Ausrücken konnten aus diesem Gespräch wertvolle in die Nacht noch intensiv über das Tiroler
ebenso informiert wie über die Bildungs- Impulse für ihre Kompanien mitnehmen. Schützenwesen diskutiert.
N° 6 | Dezember 2017

Aus den LANDESTEILEN … 5

Teilnehmer, flankiert durch die Ausbildner, in Erwartung des Festaktes vor dem Landhaus

Abschluss und Höhepunkt dieser Fortbil- Oberst des Bundesheeres, an den Landes- Kurses waren auch für die Ausbildner EMjr.
dung war dann die Teilnahme beim Festakt hauptmann von Tirol Günther Platter. Nach Hans Steiner, Mjr. Andreas Raass, Hptm.
am Vorabend des Nationalfeiertages am der Frontabschreitung, der Flaggenparade, Joachim Fuchs, Hptm. Toni Senfter und die
Landhausplatz in Innsbruck. Gemeinsam den Ansprachen des Militärkommandan- Referenten Bundesmarketenderin Franziska
mit der Militärmusikkapelle Tirol, einem ten Generalmajor Herbert Bauer und des Jenewein, Diakon Mag. Michael Brugger,
Ehrenzug des Bundesheeres, der Bundes- Landeshauptmannes Günther Platter wurde Mjr. Kurt Mayr, Mjr. Hans Eller, Olt. Gerhard
standarte mit weiteren Fahnenabordnungen der „Große Österreichische Zapfenstreich“ Gstraunthaler, Mjr. Rupert Usel und Mjr.
sowie der Musikkapelle Birgitz und der durch die Militärmusikkapelle dargebo- Fritz Gastl „Balsam für die Seele“. Aufgrund
Ehrenkompanie Fieberbrunn marschierten ten. Ein beeindruckendes Erlebnis für alle der großen Nachfrage ist für 2018 zum glei-
der Block „Offizierskurs“ zu diesem Festakt Teilnehmer und die zahlreichen Zuschauer chen Termin wiederum dieser Fortbildungs-
am Landhausplatz ein. Pünktlich um 19.00 am Landhausplatz. Die vorwiegend positi- kurs vorgesehen. n
Uhr erfolgte die Meldung durch Felix Resch, ven Rückmeldungen der Teilnehmer dieses

Hui
… dem Vahrner Gemeinderat, der in Zukunft
auf Einnamigkeit setzt
Der Tourismusverein Brixen und der HGV Vahrn arbeiteten kürz-
lich einen Vorschlag für neue Panoramatafeln in Vahrn aus. Dieser
Entwurf strotzte nur so von frei erfundenen italienischen Namen,
welche teils von Ettore Tolomei und teils von anderen „kreativen
Namenserfindern“ stammen. Ende September befasste sich schließ-
lich der Vahrner Gemeinderat mit dem Vorschlag der Touristiker.
Nach kurzer Diskussion stimmte der Gemeinderat (mit nur einer
Gegenstimme!) dafür, in Zukunft die Namen von Bergen, Seen,
Bächen, Weilern, Flurnamen usw. in ihrer Einnamigkeit zu belas-
sen. Besonders erfreulich ist der Umstand, dass sich die Gemeinde
Vahrn beim Festhalten der Einnamigkeit nicht nur auf die geplan- Mit nur einer Gegenstimme hat der Vahrner Gemeinderat
ten Panoramatafeln beschränken wird, es wurde nämlich auch den Vorschlag der Touristiker eiskalt versenkt.
ausdrücklich beschlossen, in Zukunft die angestammten deutsch-
sprachigen Namen generell in ihrer Einnamigkeit zu belassen bzw. klares Bekenntnis zur Tiroler Identität und zum örtlichen Sprach-
richtigzustellen. Dieser Gemeinderatsbeschluss von Vahrn, der von gebrauch. Bleibt zu hoffen, dass diese Entscheidung von Vahrn eine
Bürgermeister und zugleich Präsidenten des Süd-Tiroler Gemein- Signalwirkung erzeugt und auch andere Gemeinden dem Beispiel
deverbandes Andreas Schatzer voll mitgetragen wurde, ist ein folgen werden, meint Euer Raffl
N° 6 | Dezember 2017

6 Aus den LANDESTEILEN …

von Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Olt

Italienische Manipulationen (Teil 2)


50 Jahre nach dem Vorfall auf der Porzescharte wäre es an der Zeit, die damals in Florenz zu Unrecht Verurteilten völlig
zu rehabilitieren.

Was gegen Italiens Darstellung spricht geblichen Attentat um eine rein inneritalienische Manipulation auf
Im Rückblick auf die Geschehnisse von vor nunmehr 50 Jahren ist der Porzescharte“ handelte, womit er aber in der ÖVP-Regierung
es Speckners Forschungsergebnissen zufolge höchst zweifelhaft, ob unter Kanzler Josef Klaus kein Gehör fand.
seinerzeit die vier „Attentatsopfer“ überhaupt auf der Porzescharte
zu Tode gekommen waren. Weder die österreichische noch die Aus den erstmals ausgewerteten österreichischen Quellen geht her-
italienische Seite legte in den in Österreich stattgehabten Gerichts- vor, dass sich in den Erhebungen dieser „Untersuchungskommis-
verfahren Totenscheine, Obduktionsbefunde oder eine amtliche sion“ zahlreiche Unstimmigkeiten finden und sich vieles von dem,
Tatortbeschreibung vor. Innenminister Dr. Franz Hetzenauer was den damaligen Justizverfahren gegen die „Attentäter“ zugrun-
(ÖVP) und Dr. Stocker von der Sicherheitsdirektion Tirol (Fern- de gelegt worden war, so nicht ereignet haben konnte. Es ergaben
sich aus Speckners Untersuchung zudem objektive Befunde, welche
den Aussagen von italienischen „Zeugen“ und den Verlautbarun-
gen aus dem italienischen Militär entgegenstehen. Einiges spricht
dafür, dass die Getöteten diametral bei einer Verminungsübung
des italienischen Heeres auf dem Kreuzbergsattel einem Unfall
zum Opfer gefallen und zur Porze verbracht worden sein dürften.

„Strategie der Spannung“


Politisch nahm Italien das angebliche „Porze-Attentat“ zum
Vorwand, um sein Veto gegen den Beginn von Verhandlungen
über Österreichs EWG-Assoziierungsbegehr einzulegen. Darüber
hinaus passte es im Rahmen der gesamten Südtirol-Problematik
auch nur allzugut in die „Strategie der Spannung“. Mit der „stra-
tegia della tensione“ trachteten verschwörerische Kreise in Teilen
italienischer Dienste sowie des geheimen „Gladio“-Netzwerks des
Militärs danach, die gesellschaftliche Unterfütterung zu bereiten
für einen (letztlich erfolglos gebliebenen) Wechsel in Italien hin
zu einem autoritären Regime. Dabei gab es durchaus nicht wenige
„getürkte“ Attentat(sversuch)e, von denen Senator
Marco Boato im

schreiben an das Innenministerium vom 28.06.1967) sowie der


Osttiroler Bezirkshauptmann Dr. Othmar Doblander (Bericht vom
27.06.1967), die unmittelbar nach der italienischen Geschehens-
meldung unabhängig voneinander den Tatort besichtigten und
dort nichts gewahrten, was nach Tod und Verderben aussah, wur-
den nicht zu den 1968 beginnenden mehrinstanzlichen Prozessen
geladen und ihre Berichte offensichtlich bewusst zurückgehalten.
Diese belegen, dass der angebliche Tatort ungesichert war und
anders aussah, als ihn die eingesetzte italienisch-österreichische
„Untersuchungskommission“ vorfand, die ihn erst nach zehn Ta-
gen (sic!) in Augenschein nahm. Was den (parteifreien) damaligen
österreichischen Justizminister Prof. Dr. Hans Richard Klecatsky
(† 23.04.2015) davon überzeugt sein ließ, dass es sich bei dem „an-
N° 6 | Dezember 2017

Aus den LANDESTEILEN … 7


1992 veröffentlichten parlamentarischen Untersuchungsbericht abspielte, wäre es an der Zeit, das florentinische Fehlurteil aus der
auch auf Südtirol bezogene auflisten ließ. Aufschlussreich ist eine Welt zu schaffen, das ihnen ein Kainsmal aufdrückte.
Bekundung des Carabinieri-Obersten Amos Spiazzi, wonach „der
Staatsapparat in den Südtirol-Terrorismus involviert gewesen“ sei. Seit Jahren raten und/oder empfehlen regierende österreichi-
Oberster Drahtzieher war General Giovanni De Lorenzo, ur- sche Bundes- und Landespolitiker (vornehmlich jene Tirols und
sprünglich Leiter des Militärgeheimdienstes SIFAR, danach zuvorderst jene von ÖVP und SPÖ), aber auch Politiker des 1919
Kommandeur der Carabinieri-Truppe, aus der heraus er Vertrau- von Italien annektierten südlichen Teils Tirols, vorzugsweise jene
ensleute ins Gladio-Netz einschleuste. Der Gladio-Prozess in Rom der Südtiroler Volkspartei (SVP), den wenigen BAS-Aktivisten,
1994 warf ein bezeichnendes Licht auf die Umtriebe De Lorenzos denen noch immer die Vollstreckung italienischer Urteile in Italien
und seiner Mannen, auch in Südtirol. Angeklagt waren unter droht, sie mögen doch bitteschön Gnadengesuche einreichen. Mit
anderen General Paolo Inzerilli, ehemaliger SISMI-Chef und Kom- Verlaub - das ist Chuzpe. Die in der „Causa Porzescharte“ unrecht-
mandeur der illegalen Gladio-Einheiten sowie das Gladio-Mitglied mäßig Beschuldigten und zudem menschenrechtswidrig Verurteil-
Francesco Stoppani. Eigens dazu angeworben, sollte Stoppani ten, von denen nurmehr Univ.Prof. Dr. med. Erhard Hartung und
Kienesberger entweder nach Italien entführen oder liquidieren. Egon Kufner unter den Lebenden weilen, wären doch von allen
Inzerilli hatte in dem Verfahren die früheren Minister Attilio guten Geistern verlassen, so sie um Gnade bettelten für eine Tat,
Ruffini und Virginio Rognoni – beide bekleideten in diversen die sie nicht begangen haben. Sollten indes maßgebliche Organe
Kabinetten Ministerämter – beschuldigt, von alldem gewusst zu der Republik Österreich, deren damalige Amtsträger sich hasen-
haben. Schließlich und endlich stellte Peppino Zangrando, als Prä- füßig und gegenüber Italien unterwürfig verhielten, 50 Jahre nach
sident der Belluneser Anwaltskammer von hoher Reputation, in einem „Attentat“, das es Speckners Forschungen zufolge (so) nicht
der „Causa Porzescharte“, in der er jahrelang recherchiert hatte, ein gab, noch immer keine Verpflichtung zur Rehabilitierung politisch
Attentat des BAS in Abrede. 1994 wollte er den Fall neu aufrollen, und justitiell malträtierter Staatsbürger sehen, so wäre das eine
sein Wiederaufnahmeantrag scheiterte aber an der Staatsanwalt- Schande. n
schaft.

Verfehlte Empfehlungen
Was folgt aus alldem? Der BAS hat 1967 auf der Porzescharte kein
Attentat verübt. Die dafür verantwortlich gemachten Hartung,
Kufner sowie (der mittlerweile verstorbene) Kienesberger sind zu
Unrecht verfolgt worden. Ein halbes Jahrhundert nach dem Ge-
schehen, das sich offenkundig anders denn offiziell dargestellt,

Porzescharte-Prozess Wien,
Dezember 1968, Verhör von
Peter Kienesberger.

Porze-Untersuchungsrichter Dott. Mario Martin, ein


„furchtbarer Jurist“ in Aktion.

Der Autor gehörte 27 Jahre der Redaktion der „Frankfurter


Allgemeinen Zeitung“ an und war von 1994 bis 2012 deren
Wiener Korrespondent. Seitdem lehrt er an österreichischen
und ungarischen Hochschulen.
N° 6 | Dezember 2017

8 Aus den LANDESTEILEN …

von Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Olt

Konspirative politische Händel zu


Ungunsten Südtirols (Teil 2)
Wie ein bisher weitgehend im Dunkel verborgener Emissär das Nachkriegsgeschehen zwischen Wien und Rom hinter
den Kulissen zu beeinflussen vermochte

Delikate Besuche Sachsenburg zu Gast, bediente sich Mosers


Für das zweite Geheimtreffen Figls mit De Diensten hinsichtlich Italiens aber kaum.
Gasperi am 18. und 19. August 1952 sorgte Das war auch gar nicht erforderlich, denn
Moser, der es arrangiert hatte, auch eigens die politischen Prioritäten Wiens waren
dafür, den Ministerpräsidenten inkognito während Raabs Ägide vornehmlich auf
über den Grenzübergang Winnebach nach das Ausverhandeln des Staatsvertrags
Osttirol zu schleusen und von dort aus (1955) und damit das Wiedererlangen der
auf sein Anwesen in Sachsenburg (Bezirk Souveränität gerichtet. Was dazu führte,
Spittal/Drau) zu geleiten. Während zweier dass es – worüber in Bozen und Innsbruck
Tage unterhielten sich De Gasperi und Figl Unmut herrschte – in der Südtirol-Politik
bei ausgedehnten Spaziergängen unter vier zu keinen nennenswerten Aktivitäten oder
Augen, niemand sonst war zugegen. In Initiativen mehr kam.
einem späteren Rückblick, angefertigt zu
Weihnachten 1973, vermerkte Moser: „Seit Handreichung für Folterer Rudolf Moser (links im Bild) begrüßt den
1949 gab es in meinem Kärntner Landhaus Nach De Gasperi, mit dem sich Moser auch italienischen Ministerpräsidenten Alcide De
gar viele Zusammenkünfte, Besprechun- weiterhin freund(schaft)lich austauschte, Gasperi 1952 vor seinem Haus in Kärnten.
gen, Beratungen und Konferenzen, aber wechselten in Italien die Regierungschefs
beinahe jährlich; bis 1981 war das Amt des er selbst, beseelt sein vom Willen „engster
„Presidente del Consiglio dei Ministri“ stets vertraulicher Zusammenarbeit …
sozusagen ein „Erbhof “ der DC. Bis zum mit den aufrechten Europäern und jenen
Abschluss des Südtirol-Pakets 1969 unter Christen, welche den Mut haben, solche
Mario Rumor, der zwischen 1968 und 1970 der Tat zu sein“ sowie beitragen zur „ge-
drei wechselnden, DC-geführten und domi- meinsamen Verurteilung jeder Äußerung
nierten (Koalitions-)Regierungen vorstand, von unzeitgemäßem Nationalismus und
hatten sieben DC-Regierungschefs 14 Ka- unchristlichen Gewalttaten“ und mithelfen,
binetten vorgestanden. Mit allen pflegte(n) jene Kräfte zu isolieren und auszuschalten,
Moser (und die ÖVP) mehr oder weniger „die unbedingt Gegner einer Einigung,
enge Kontakte. Zu Mario Scelba, der später einer Versöhnung sind“. An Scelba schrieb
traurige Berühmtheit erlangte, weil unter er am 16. September 1961, er möge „im
seiner Billigung 1961 in Carabinieri-Ka- Alto Adige jene wahnsinnigen Radikalen
sernen politische Häftlinge aus den Reihen isolieren, welche mit verbrecherischen Ta-
des „Befreiungsausschusses Südtirol“ (BAS) ten sich als Handlanger des Bolschewismus
gefoltert worden waren und er als damali- erweisen“.
ger Innenminister den Folterknechten dazu
„freie Hand“ („mani libere“) gelassen hatte, ÖVP-Geheimdiplomatie
waren sie ebenso intensiv wie zu Fernando Mosers Engagement ging so weit, dass er
Tambroni, Antonio Segni, Amintore Fanfa- sich nicht scheute, daran mitzuwirken,
Helmut Golowitsch: Südtirol – Opfer für
ni und Aldo Moro. 1962 hatte Moser ein ge- hinter dem Rücken des damaligen Au-
das westliche Bündnis. Wie sich die öster- heimes Treffen zwischen dem stellvertreten- ßenministers Kreisky (SPÖ) sozusagen
reichische Politik ein unliebsames Problem den DC-Generalsekretär Giovanni Battista „christdemokratische Geheimdiplomatie“
vom Hals schaffte; Graz (Stocker) 2017, Scaglia sowie der DC-Fraktionsvizechefin zu betreiben und dessen mit Giuseppe
Hardcover, 607 Seiten, ISBN 978-3-7020- Elisabetta Conci und ÖVP-Generalsekretär Saragat ausgehandeltes „Autonomie-Maß-
1708-8, Preis 34,80 € Hermann Withalm sowie Außenamtsstaats- nahmenpaket“ zu desavouieren, welches
sekretär Ludwig Steiner eingefädelt, das die Südtiroler Volkspartei (SVP) dann auch
nicht selten wurden auch in fröhlichem in seinem Beisein am 12. Mai in der am am 8. Januar 1965 für „zu mager“ befand
Zusammensein weitreichende Beschlüsse Comer See gelegenen „Villa Bellini“ der mit und infolgedessen verlangte, es müsse
gefaßt. Im Gästebuch dieses ,Hauses der ihm befreundeten Papierfabrikantin Anna nachverhandelt werden. Schon am 6. Janur
Begegnung‘, wie es vielfach genannt wurde, Erker-Hocevar stattfand. Einmütiger Tenor 1962 hatte er in einer an zahlreiche ÖVP-
gibt es von den delikaten Besuchen fast des Treffens: Südtiroler „Friedensstörer“ Politiker und -Funktionäre verschickten
keinerlei Eintragungen, weil ja jedwede seien „gemeinsame Feinde“ und als solche „Südtirol-Denkschrift“ bemerkt, Kreis-
Dokumentation vermieden werden sollte.“ „unschädlich zu machen“. ky betreibe „eine dilettantisch geführte
Auf Figl folgte Julius Raab. Auch er war in Moser bekundete stets, man müsse, wie Außenpolitik.“ Das bezog sich just auf den
N° 6 | Dezember 2017

Aus den LANDESTEILEN … 9


seit den verheerenden Auswirkungen des der damalige Leiter der Politischen Ab- Aus dem Dunkel ans Licht
Gruber-De Gasperi-Abkommens ersten teilung des Außenministeriums, Heinrich Mosers konspiratives Wirken endete
zielführenden und erfolgreichen Schritt der Haymerle, versucht, Kreisky, wie dieser 1969/70. Bevor er sich als Pensionist aufs
Wiener Südtirol-Politik, nämlich der Gang festhielt, „in stundenlangem Gespräch zu Altenteil in seine Geburtsstadt Wien
Kreiskys 1960 vor die Vereinten Nationen. überreden, dass wir uns jetzt aus der Affäre zurückzog, hinterließ er seine gesamten
Die Weltorganisation zwang mittels zweier ziehen sollten ... Andernfalls würde Öster- Aufzeichnungen, Dokumente und Pho-
Resolutionen Italien zu „substantiellen reich als ein Störenfried betrachtet werden, tographien einem Kärntner Nachbarn.
Verhandlungen zur Lösung des Streit- und dies wäre uns keineswegs zuträglich“. Begünstigt von einem glücklichen Zufall
Mosers vielfältiges und nicht eben einfluss-
los gebliebenes Wirken beschränkte sich
indes nicht auf die eines Kontaktknüpfers
oder Verbindungsmannes zwischen ÖVP
und DC. Er betätigte sich auch auf inter-
nationalem Parkett und vertrat die ÖVP
auf den seit 1947 stattfindenden jährlichen
Parteikongressen der DC sowie auf den
Jahrestagungen der „Nouvelles Équipes In-
ternationales“ (NEI), die sich 1965 in „Uni-
on Européenne des Démocrates-Chrétiens“
(EUDC) / „Europäische Union Christlicher
Demokraten“ (EUCD) umbenannte. Die
von Gegnern als „Schwarze Internationa-
le“ verunglimpfte EUCD ging 1998 in der Rudolf Moser (links im Bild) zusammen mit
Europäischen Volkspartei (EVP) auf. dem damaligen österreichischen Außen-
minister Kurt Waldheim (Bildquelle: Archiv
Josef Klaus beugt sich Golowitsch).
römischem Druck
Der italophile Moser ist nicht selten als war es Helmut Golowitsch nach langwieri-
politischer Stichwortgeber auszumachen, gen Recherchen gelungen, an den zeitge-
wenn es um den Versuch der in Wien Re- schichtlich wertvollen Fundus zu gelangen,
gierenden – insbesondere der von der ÖVP in den zuvor noch nie ein Historiker ein
Rudolf Moser (links im Vordergrund) gestellten Bundeskanzler der ersten 25 Auge geworfen hatte. Ergänzt durch Ma-
zusammen mit dem österreichischen Nachkriegsjahre – ging, sich des mehr und terial aus dem im niederösterreichischen
Bundeskanzler Alfons Gorbach (Bildquelle: mehr als lästig empfundenen Südtirol-Pro- Landesarchiv verwahrten Nachlass Figls
Archiv Golowitsch). blems zu entledigen. Dies trifft in Sonder- sowie durch einige Dokumente aus dem
heit auf die „Ära Klaus“ zu. Rudolf Moser Österreichischen Staatsarchiv und dem
falls“ mit Österreich, womit der Konflikt fungierte just in der Südtirol-Causa als des- Tiroler Landesarchiv hat er ihn umsichtig
zudem internationalisiert und der römi- sen enger Berater. Die Regierung Klaus ließ aufbereitet, ausgewertet und nunmehr in
schen Behauptung, es handle sich um eine sich – von Rom in der von Wien angestreb- dieser voluminösen Dokumentation publi-
„rein inneritalienische Angelegenheit“ die ten EWG-Assoziierung massiv unter Druck ziert, worin er die für die Geschehenserhel-
Grundlage entzogen worden war. gesetzt – auf (verfassungsrechtlich äußerst lung brisantesten Notizen Mosers erfreu-
fragwürdige (bis unerlaubte) Händel ein, so licherweise faksimiliert wiedergibt. Alle
Ludwig Steiner und beispielsweise auf die auf sicherheitsdienst- Moser’schen Dokumente hat Golowitsch
Kurt Waldheim licher Ebene mit italienischen Diensten zudem zu jedermanns Einblick und Nut-
In den Rom-freundlichen Kreisen der insgeheim verabredete Weitergabe poli- zung dem Österreichischen Staatsarchiv
Bundes-ÖVP war dies jedoch mit Unwillen zeilicher Informationen über Südtiroler, übergeben. Seiner Publikation, die ein
registriert worden. Zunächst hatte ÖVP- obwohl dies für politische Fälle unzulässig bisher im Dunkel verborgenes wichtiges
Staatssekretär Ludwig Steiner versucht, war. Das Wiener Justizministerium und die Kapitel der mitteleuropäischen Nach-
Kreisky zu bewegen, die „österreichische für Rechtshilfe zuständigen Institutionen kriegsgeschichte ins Licht hebt und, wie
UNO Initiative zurückzunehmen“, denn wurden dabei kurzerhand übergangen. der Salzburger Historiker Reinhard Rudolf
„seiner Meinung nach habe Italien in einer Für all dies und einiges mehr gab Klaus, Heinisch zu Recht in seinem Vorwort
UNO Debatte d[er]z[ei]t. eine bessere der hinsichtlich der Südtirol-Frage ähnlich schreibt, „durch dessen Ergebnisse die
Stellung und im übrigen solle man nicht die dachte wie sein deklarierter Freund Rudolf tragische Geschichte Südtirols nach 1945
westlichen Freunde Österreichs strapazie- Moser, allen Forderungen der italienischen in vielen Bereichen umgeschrieben werden
ren“. Kreisky vermerkte über Steiner: „Seit Seite bereitwillig nach. Moser hatte alles muss“, ist weite Verbreitung zu wünschen.
seinem Eintritt als Staatssekretär haben die getan, um im Sommer 1966 ein gehei- n
Intrigen gegen die gemeinsame Außenpolitik mes Treffen in Predazzo, wohin Klaus im
in hohem Maße zugenommen.“ Ebenso ver- Anschluss an seinen üblichen Urlaub (in
geblich wie Steiner hatten auch (der spätere Bonassola an der Ligurischen Küste) reiste,
ÖVP-Außenminister) Kurt Waldheim und mit Aldo Moro zustande zu bringen.
N° 6 | Dezember 2017

10 Aus den LANDESTEILEN …


Innsbruck
von Heinz Wieser

MMag. Hermann Glettler neuer Bischof von Innsbruck


In Innsbruck wartet man seit Jänner 2016 Hermann Glettler wurde am 8. Jänner
auf einen Nachfolger von Bischof Man- 1965 in Übelbach in der Steiermark, einer
fred Scheuer, der nach Linz wechselte. Die rund 2000 Einwohner zählenden Gemein-
lange Sedisvakanz hatte zuletzt sowohl de nordwestlich von Graz, geboren. Nach
kirchenintern als auch auf politischer Seite der Matura am Bischöflichen Seminar
für Unverständnis gesorgt. So hatte etwa und Gymnasium in Graz weilte er 1983 in
Tirols Landeshauptmann Günther Platter Frankreich, wo er in Paray le Monial zufäl-
mehrmals auf eine rasche Bischofsernen- lig an einem internationalen Jugendtreffen
nung gedrängt. der Gemeinschaft Emmanuel teilnahm,
Mit ruhiger Hand und dennoch mit erfolg- der er seit 1987 angehört. Im Gespräch
reichem Engagement leitete während der mit jungen Theologiestudenten hatte sich
letzten 22 Monate Monsignore Mag. Jakob damals sein Wunsch verstärkt, Priester zu
Bürgler als Diözesanadministrator die Diö- werden in einer Gemeinschaft, die mitten
zese Innsbruck. in der Gesellschaft von heute lebt, betet und
Mit dem 52-jährigen Grazer Bischofsvikar arbeitet. Glettler studierte Theologie und
Hermann Glettler ist nicht nur ein lang Kunstgeschichte in Graz, Tübingen und
gedienter Seelsorger, der sich über viele München.
Jahre in der Migranten- und Armenseelsor- Am 23. Juni 1991 erhielt Hermann Glettler
Der Heilige Vater, Papst Franziskus hat den ge engagierte, als neuer Diözesanbischof für das Sakrament der Priesterweihe. Nach Ko-
bisherigen Bischofsvikar der Diözese Graz- Innsbruck ernannt worden, er ist zugleich operatorenjahren in Judenburg-St. Nikolaus
Seckau, Hermann Glettler (52), zum neuen auch ausgebildeter Kunsthistoriker und lei- und Wagna verbrachte er ein Fortbildungs-
Oberhirten von Innsbruck ernannt. denschaftlicher Künstler. 14 Jahre lang leite- jahr 1998/99 in St. Nicolas des Champs in
Der 5. Bischof der 1964 gegründeten te der gebürtige Steirer die Pfarre St. Andrä Paris. Von 1999 bis 2016 war er Pfarrer im
Diözese Innsbruck kommt wie Dr. Alois im Grazer Multikulti-Bezirk Gries, einem Pfarrverband Graz St. Andrä-Karlau. Als
Kothgasser aus der Steiermark. Er ist der „Auffangbezirk für die Angeschwemmten, Pfarrer im kulturell und religiös vielfältigen
dritte Ostösterreicher nach dem letzten Ti- in Graz Gestrandeten“, wie ihn Glettler in Bezirk Gries engagierte er sich besonders
roler im bischöflichem Amte, Dr. Reinhold der Missio-Zeitschrift „alle welt“, der Infor- auch für sozial Benachteiligte und Flücht-
Stecher. Landeshauptmann Günther Platter: mationsschrift der Päpstlichen Missions- linge. Er gehört der Kommission für den
„Ich freue mich auf eine gute Gesprächsba- werke, einmal beschrieb. 2016 ernannte ihn interreligiösen Dialog und der Kunstkom-
sis, wie wir sie auch mit Bischof Manfred der Grazer Bischof Wilhelm Krautwaschl mission der Diözese an. Zusätzlich zur
Scheuer hatten.“ zum Bischofsvikar für die Caritas sowie für Kunstvermittlung ist er auch als eigenstän-
Mit Hermann Glettler erhält die Diözese neue missionarische Aufgabenstellungen. diger Künstler tätig. Seit einigen Jahren
Innsbruck einen dynamischen, aufgeschlos-
senen, kunstsinnigen, sozial gesinnten und
den Problemen unserer Zeit offenen Bi-
schof, der es versteht, als bekannt glänzen-
der Prediger auf die Menschen zuzugehen,
also ganz im Sinne des Papstes. Mit seiner
bischöflichen Ernennung ist für die Kirche
unseres Landes ein positiver Aufbruch
zu erwarten. Der steirische Bischof Dr.
Wilhelm Krautwaschl zu Glettler: „Der
bisherige Pfarrer von Graz-St. Andrä, von
dem man auch als „Armenpfarrer“ spricht,
vereint viele Qualitäten in sich, die ihn für
die Aufgabe, Brücke zwischen Diözese und
Caritas der Kirche zu sein, geradezu präde-
stinieren. Er bringt Menschen unterschied-
lichster Kulturen und religiöser Bekennt-
nisse zusammen und lebt das Miteinander
aus einer tiefen christlichen Spiritualität.
Glettler selbst sagte: „Ich will mich verstärkt
Der neu ernannte Bischof rief die Gläubigen auf, so weit wie möglich zu ihm zur Kom-
jenen widmen, die kein Nahverhältnis zur munionbank vor zu kommen. Er möchte die Menschen berühren, die Hand auflegen und
Kirche haben: Ich will die Kirche vor allem Kontakt mit ihnen haben. Während er sich kniend in die Mitte der Kommunionbank begab,
auch für Menschen öffnen, die mit Kirche seine beiden Arme weit ausstreckte und im Gebet verharrte, strömten die Menschen zu
nichts am Hut haben“. ihm ebenfalls betend vor. Ergriffenheit und Rührung erfasste das barocke Gotteshaus!
11
Alpenregionstreffen 2018
Sa., 26. bis So. 27. Mai
Aus den LANDESTEILEN …

ist er Vorsitzender des Arbeitsausschusses mit einigen Taufen von Kindern afrikani- zeitgenössische Kunst setzte Glettler auch in
des steirischen Priesterrates. Im Septem- scher Familien. Die Einführung englisch- seiner eigenen Kirche St. Andrä in die Pra-
ber 2016 wurde er zum Bischofsvikar für sprachiger afrikanischer Gottesdienste xis um. Das aus der Barockzeit stammende
Caritas und Evangelisation in der Diözese band die Menschen dann an St. Andrä, die Gotteshaus ließ er von zahlreichen zeit-
Graz-Seckau bestellt. Als Provisor leitet er Pfarrgemeinde wurde Heimstätte der Af- genössischen Künstlern umfassend − von
die Pfarre Graz - Christus der Salvator. rican Catholic Community mit einem von der unkonventionellen Fassadenbemalung
Einer breiteren Öffentlichkeit wurde der Musik und dem Temperament Westaf- bis zu den Glasfenstern − umgestalten. Mit
Glettler bereits durch seine Zeit in Graz/ rikas geprägten sonntäglichen Gottesdienst. konzeptuellen Bildgestaltungen ist er auch
St. Andrä bekannt, in der er bald neben Auch eine spanischsprachige Gemeinschaft selbst künstlerisch tätig, mit einer seiner
der traditionellen Pfarrseelsorge auch die fand sich dort ein, der vor allem Leute aus Arbeiten war er u.a. bei der Ausstellung
zahlreichen Migranten in den Blick nahm: der Dominikanischen Republik angehören. „Leiblichkeit und Sexualität“ in der Wiener
Im Jahr 2000 erfolgte dazu der „Startschuss“ Seine Affinität und Liebe vor allem für die Votivkirche präsent. n

Rottach-Egern
von Günther Mairhofer

Treffen der Landeskommandanten in Oberbayern


Am Samstag, den 14. Oktober 2017 fand das traditionelle Treffen der Landeskommandanten der Schützen der Alpenregion
statt. Das Treffen wird abwechselnd von einem der vier Schützenbünde organisiert; heuer war der Bund der Bayerischen
Gebirgsschützenkompanien an der Reihe.

Das traditionelle Landeskommandanten-Treffen war wiederum ein wichtiger Beitrag, die Alpenregion in ihren unterschiedlichsten
Facetten kennenzulernen und zusammen zu führen.

Am diesjährigen Treffen teilgenommen von seinem Stellvertreter Mjr. Fabrizio Mayrhofen im Zillertal stattfinden wird, ge-
haben der Landeshauptmann der Bayeri- Trentin und von Bundesgeschäftsführer klärt. Am Nachmittag führte Landeshaupt-
schen Gebirgsschützen Mjr. Karl Steininger Mjr. Umberto Facchinelli vertreten. mann Steininger die Gruppe ins ehemalige
und der Landeskommandant des BTSK Nach einer kurzen Begrüßung durch den 1. Kloster Tegernsee. Das Kloster wurde im
Mjr. Fritz Tiefenthaler mit ihren jeweili- Bürgermeister von Rottach-Egern Christian 8. Jahrhundert gegründet und war bis 1803
gen engsten Mitarbeitern. In Vertretung Köck wurde die Arbeitssitzung vom gast- die wichtigste Benediktinerabtei Oberbay-
des Landeskommandanten des Südtiroler gebenden Landeskommandanten Mjr. Karl erns. Heute befinden sich die Gebäude des
Schützenbundes Mjr. Elmar Thaler, der als Steininger im örtlichen Rathaus eröffnet. Es Klosters als Schloss Tegernsee im Besitz
Festredner bei der Gedenkfeier zum 150. folgten die Rückblicke über das abgelaufene der herzoglichen Linie der Wittelsbacher.
Todestag von Julius Mosen im sächsischen Jahr sowie auf das Alpenregionsschießen Besichtigt wurde von der Schützengruppe
Plauen verpflichtet war, wohnten Bundes- der Schützen, welches am 13. Mai 2017 u.a. auch die Herzogliche Gruft im Kloster
kassier Mjr. Franzjosef Roner, der Schrift- in Meran im Süden Tirols stattfand. Je 25 Tegernsee. Berühmteste Person in der Gruft
leiter der Tiroler Schützenzeitung Mjr. Marketenderinnen und Schützen der vier ist wohl Herzogin Ludovika in Bayern,
Günther Mairhofer und der Adjutant des Schützenbünde der Alpenregion maßen Gemahlin des Herzogs Maximilian in
Landeskommandanten Olt. Jürgen Wirth sich dabei im sportlichen Wettstreit. Or- Bayern und Mutter von „Sisi“, der Kaiserin
Anderlan dem Treffen bei. Der LKdt. des ganisatorische Details wurden schließlich Elisabeth von Österreich. n
Welschtiroler Schützenbundes Mjr. Enzo zum nächsten Alpenregionstreffen der
Cestari war ebenfalls verhindert; er wurde Schützen, welches vom 25.−27. Mai 2018 in
N° 6 | Dezember 2017

12 Aus den LANDESTEILEN …


Lusern/Salzburg
von Hartmuth Staffler

Kranz aus Salzburg für Standschützen-Kreuz


Im Rahmen ihrer historischen Tirol-Reise 2017 „Auf den Spuren der Kaiserjäger“ hat eine Gruppe von Politikern, Geschichte-
und Kulturinteressierten aus Salzburg Welschtirol besucht und sich mit dem Drama des Ersten Weltkrieges sowie mit den
deutschen Sprachinseln befasst.

Angeführt wurde die Gruppe vom Salzburger Landtagsabgeord-


neten Helmut Naderer, Klubobmann und Landesparteiobmann
der Freien Wähler Salzburg, sowie vom Militärhistoriker Reinhold
Jaksch. In Lusern führte Altbürgermeister Luigi Nicolussi durch das
dortige Dokumentationszentrum und informierte über die „zim-
brische“ Minderheit in Welschtirol. Würdiger Höhepunkt des Tages
war die Kranzniederlegung am Kreuz, das im Gedenken an die
gefallenen Standschützen beim Kriegerfriedhof Costa Alta oberhalb
von Lusern errichtet worden war. Dazu erklang das Lied vom Guten
Kameraden. Nach der Besichtigung des Festungswerkes Gschwendt
mit Lt. Fredy Öttl von der Kaiserjäger-Ortsgruppe Lafraun konnte
am Abend noch mit einem Stadtrundgang durch Trient und das
ehemalige deutsche Viertel ein Eindruck vom heutigen Welschtirol
vermittelt werden. n
Altbürgermeister Luigi Nicolussi und L.-Abg. Helmut Naderer bei
der Kranzniederlegung am Gedenkkreuz Costa Alta.

Sillian
von Hans Bergmann

Landesschießen (LG) der Tiroler Schützen in Sillian


81 Teilnehmer aus allen Vierteln des Bundes der Tiroler Schützen-
kompanien fanden sich am 13. und 14. Oktober am Schießstand
der Schützengilde Hochpustertal in Sillian ein und absolvierten als
Bewerb jeweils eine 20er-Serie „Stehend Frei“ mit dem Luftgewehr.
Die Teilnahme am Landesbewerb erfolgte ausnahmslos in Tracht.
Bei den Marketenderinnen ging Christine Aßmayr (SK Strassen)
vor Sabrina Raass (SK Wilten) und Bettina Waldauf (SK Anras) mit
162 Ringen als Siegerin hervor.

In der Schützenklasse triumphierten die erfahrenen Wettkampf-


schützen aus dem Viertel Tirol Mitte mit dem Landesmeister 2017
Herbert Hagleitner − 171 Ringe (SK Axams). An zweiter Stelle
Franz Voglbauer – 170 Ringe (SK Fulpmes) und an dritter Stelle
Klaus Bucher − 170 Ringe (SK Grinzens). Auf dem vierten Rang ein
junges Talent aus unserem Viertel Osttirol – der 12-jährige Kevin
Weiler – Jungschütze der SK Anras, mit einem Ergebnis von 169
Ringen. Sein Name wird wohl auch in Zukunft bei Schießveranstal-
(V.l.) Schießreferent Hans Bergmann, Helmut Bodner, (verdeckt
tungen und Ergebnislisten an den vorderen Plätzen aufscheinen.
hinten:) Bez. Mjr. Patrick Rossmann, Thomas Lanser, Baon-Kdt.
Im Bewerb „Tiefschuss“ wurde der beste Innenring-Zehner er- Hans Obrist, Jungschütze Kevin Weiler, dahinter Christine Aßmayr,
mittelt, und darüber durfte sich der Schütze Daniel Valtiner von Viertelkdt. Osttirol Mjr. Sepp Aussersteiner, dahinter Viertelkdt. Tirol
der SK Strassen freuen. Mit 41,2 Teiler ist er der Sieger in diesem Mitte Mjr. Andreas Raass, Daniel Valtiner, 1. Schützenmeister Franz
Bewerb, gefolgt von Stefan Walder (SK Sillian) mit 79,5 Teiler. Auf Mair, Gilde Hochpustertal, Mario Bodner, und Manfred Schachner,
dem dritten Platz landete die Marketenderin Christina Aßmayr (SK Viertelkdt. Unterland
Strassen) mit 80 Teiler.
Die „Mannschaftswertung“ − mit den sechs besten Schützen eines schaft Tiroler Oberland mit Schützen der Kompanie Pfunds. Auf
jeden Viertels entschied das Team Tirol Mitte mit 25 Ringen Vor- dem vierten Rang landete das Viertel Tiroler Unterland, vertreten
sprung vor dem Viertel Osttirol. Auf den 3. Platz kam die Mann- durch Viertelkdt. Mjr. Manfred Schachner. n
N° 6 | Dezember 2017

Aus den LANDESTEILEN … 13


Thaur

„Schützen Helfen Begleiten“ –


die soziale Seite der Tiroler Schützen

Sozialprojekt zum Mullerlaufen in Thaur am 4. Februar 2018

„Schützen Helfen Begleiten“, so lautet das qualität der Personen im Hospiz schützen. Worten „eh klar – das machen wir“ be-
Motto des großen Mullerlaufens in Thaur Damit der Übergang ins neue Leben so schrieben werden könnten. Die drei Begriff-
am 4. Februar 2018, dessen Veranstalter die schön als möglich bereitet werden kann, lichkeiten im Dialekt sprechen auch in ihrer
SK Thaur ist. helfen die Schützen finanziell dem Hos- Form den Bund der Tiroler Schützenkom-
piz!“, erklärt der Kompaniekommandant panien, den Südtiroler Schützenbund und
Wenn jemand an die „Tiroler Schützen“ der Thaurer Schützen das Sozialprojekt. den Welschtiroler Schützenbund direkt an.
denkt, dann wird er nicht sofort damit den Mit jedem verkauften Eintrittsband geht 1 Dies soll als Zeichen des Zusammenhaltes
Begriff „sozial“ verknüpfen. Doch, dass sich € direkt an die Organisation des Hospizes. der drei Schützenbünde verstanden werden.
die Tiroler Schützen an mehreren sozialen Mit der Spende können die Betroffenen „Es wäre schön, wenn viele Schützenkame-
Projekten beteiligen, ist dem informier- ihre letzten schweren Stunden in würde- raden, Marketenderinnen und Bekannte
ten Schützenfreund bewusst. Ein großes voller Weise verbringen. Jeder Besucher durch ihren Beitrag dem Projekt ‚Schützen
soziales Projekt hat die SK Thaur ins Leben des Mullerumzuges am 4. Februar 2018 in Helfen Begleiten‘ die notwendige Unterstüt-
gerufen: „Schützen Helfen Begleiten“. „Die Thaur hilft als Schütze, dass Betroffene im zung zukommen lassen würden, sodass uns
SK Thaur veranstaltet am 4. Februar das Hospiz in Würde ins neue Leben begleitet alle ein unvergessenes Mullerlaufen 2017
große Mullerlaufen. „Sei auch du dabei und werden können. in Thaur in Erinnerung bleibt!“ freut sich
hilf an einem wohltätigen Projekt mit!“, ruft Hptm. Giner auf viele BesucherInnen. n
Hptm. Romed Giner Interessierte auf. „Die Als Zeichen des sozialen Engagements be-
Definition des Wortes ‚Schützen‘ ist jedem kommt jede Besucherin und jeder Besucher
Schützenkamerad klar: schützen bedeutet des Mullerlaufens in Thaur ein besonderes
etwas zu bewahren. Die meisten denken an Eintrittsband mit folgender Aufschrift:
‚schützen‘ von materiellen Objekten. Aber schützen/helfen – „wull hoi“ „sem isch
viel wichtiger sind uns Schützen die imma- gewiss“ „tutto bene“
teriellen Dinge, wie Traditionen, aber auch
wie im Projekt ‚Schützen Helfen Begleiten‘ Die Aussagen im Dialekt signalisieren die
eine Lebensqualität. Du kannst dich an Entschlossenheit zu diesem sozialen Projekt,
diesem Projekt beteiligen und die Lebens- wobei alle drei Begrifflichkeiten mit den
N° 6 | Dezember 2017

14 Aus den LANDESTEILEN …


Zillertal
von Gerhard Hauser

Ranghöchste Schützen der Alpenregion im Zillertal


Das ließen sich die ranghöchsten Schützen aus Bayern, Südtirol und
Nordtirol nicht nehmen, dem langjährigen Zillertaler Regiments-
kommandanten Hermann Huber bei einem gemütlichen Beisam-
mensein die Ehrenscheibe zum 80. Geburtstag zu beschießen.

Langzeitregimentskommandant Hermann Huber, seit über 60


Jahren Mitglied der SK Zell am Ziller, feierte am Freitag, den 3.
März 2017 seinen 80. Geburtstag. Hermann war von 1984 bis
2015 Hauptmann der Kompanie Zell am Ziller. Dem Regiment
Zillertal, gegründet im Jahre 1908 mit seinen 3 Bataillonen, wobei
die Einteilung entsprechend der geografischen Gegebenheiten in
das Vordere, das Mittlere und das Obere Zillertal vorgenommen
wurde, und den 15 Schützenkompanien des Tales stand Hermann
Huber 28 Jahre (1985−2013) vor. Diese rekordverdächtig lange
Periode ist für künftige Regimentskommandanten vermutlich kaum
wiederholbar. Empl dankte für seinen unermüdlichen Einsatz zum
Wohle des Regimentes. Der Landeshauptmann der Bayerischen Beschießen der Geburtstags-Ehrenscheibe von Langzeit-
Gebirgsschützen Karl Steininger gratulierte mit einer Ehrenscheibe. Regimentskdt. Hermann Huber zum 80. Geburtstag.
Bei dieser Gelegenheit gratulierte er Karl Steininger zur Verleihung
der Europa-Medaille für besondere Verdienste für Bayern in einem Verleihung des Tiroler Adler Ordens in Gold durch Landeshaupt-
vereinten Europa durch Europaministerin Dr. Beate Merk sowie zur mann Platter. n

Brixen
von Heinz Wieser

Dompropst Josef Matzneller neuer Präsident


der Brixner Hofburg
Kirchberg (1250−1288) ließ an der südwestlichen Ecke der ummau-
erten Stadt Brixen eine neue Burg errichten, in die er 1265 einzog.
Der ehemalige Südtiroler Generalvikar und Träger des Ehrenzei-
chens des Landes Tirol tritt damit die Nachfolge von Prof. Josef
Gelmi an.

Die Hofburg war bis 1972 Sitz des Bischofs. Als Matzneller 1975
bischöflicher Sekretär wurde, wohnte der Bischof bereits in Bozen.
Der damalige Dompropst Kanonikus Dr. Josef Wolfsgruber gestal-
tete die Brixner Hofburg zum Diözesanmuseum. Als Generalvikar
war Matzneller Mitglied des Hofburg-Kuratoriums und dann
Stiftungsratsmitglied. Dem neuen Präsidenten stehen die fachlich
hochqualifizierten Direktoren Johann Kronbichler für das Diö-
zesanmuseum und Erika Kustatscher für das Diözesanarchiv zur
Seite.
Der neue Präsident der Brixner Hofburg, Dompropst Kanonikus
Josef Matzneller, dahinter Bischof Dr. Manfred Scheuer, früherer Josef Matzneller (73) wurde am 10. Oktober 1970 zum Priester
Oberhirte der Diözese Innsbruck geweiht. Bischof Josef Gargitter ernannte ihn zum bischöflichen
Sekretär. Nach Gargitters Pensionierung blieb er sein Privatsekretär
Dompropst Kanonikus Josef Matzneller ist neuer Präsident der bis zu dessen Tod im Jahre 1991. Bischof Wilhelm Egger ernann-
Stiftung Hofburg Brixen mit Diözesanmuseum und Diözesanarchiv. te ihn 1996 zum Generalvikar der Diözese Bozen-Brixen. Nach
Das Diözesanmuseum genießt durch seine einmaligen Sammlun- dem Tod von Bischof Egger (16. August 2008) wie auch nach dem
gen weit über Südtirols Grenzen hinaus einen hervorragenden Ruf Rücktritt von Bischof Karl Golser am 27. Juli 2011 wurde Matzneller
und beherbergt eine wertvolle Sammlung kirchlicher Kunst aus jeweils zum Diözesanadministrator gewählt. Er war Dozent für Pa-
Mittelalter und Neuzeit. Es befindet sich in der ehemaligen fürst- trologie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Brixen. n
bischöflichen Residenz, der Hofburg in Brixen. Bischof Bruno von
N° 6 | Dezember 2017

Aus den LANDESTEILEN … 15

Eine Unabhängigkeitserklärung wie in


Katalonien – Eine Idee auch für Süd-Tirol?
Am 1. Oktober 2017 wurde von der Regionalregierung Kataloniens ein Referendum über die Unabhängigkeit Kataloniens abge-
halten. Die spanische Regierung versuchte bereits im Vorfeld die Befragung zu verhindern, da die spanische Verfassung keine
Abstimmungen über die Unabhängigkeit einer Autonomen Gemeinschaft vorsieht. 2.020.144 Katalanen (= 90,09 %) stimmten
für die Unabhängigkeit ihres Landes, 176.565 (= 7,87 %) stimmten mit Nein, die restlichen knapp 3 % verteilten sich auf weiße bzw.
ungültige Stimmen. Am 27. Oktober 2017 stimmte das katalanische Parlament schließlich für die Umsetzung der Unabhängigkeit.

Dr. Karl Zeller, Ehrenkranzträ- Eva Klotz, ehemalige Bundes-


ger des SSB und seit 2013 Se- marketenderin des Südtiroler
nator in Rom: „Die Ausrufung Schützenbundes und lang-
des Selbstbestimmungsrechts in jährige Abgeordnete zum
Form einer Sezession würde von Südtiroler Landtag: „[…] die
Italien wohl kaum Unterstüt- Position Süd-Tirols ist stärker
zung auf internationaler Ebene als jene der Katalanen, da
finden und auch nur schwer zu Österreich als Schutzmacht
rechtfertigen sein.“ in der Verantwortung stünde.“

NEIN – Aus meiner Sicht ist JA – In Süd-Tirol sind wir dem


die Situation Kataloniens nicht Beispiel Kataloniens in mancher
mit jener in Südtirol vergleichbar: Südtirols Autonomie gründet auf Hinsicht bereits gefolgt. Wir haben als Bewegung Süd-Tiroler Frei-
einem internationalen Abkommen, nämlich dem Pariser Vertrag, heit 2013 das landesweite selbstverwaltete Referendum abgehalten,
wobei Österreich über dessen Einhaltung wacht. Im Unterschied nachdem zwei Jahre zuvor in der Gemeinde Ahrntal der „Vorlauf “
zur spanischen Zentralregierung hat Rom auch nach der Streitbei- dazu durchgeführt worden war. Katalonien ist uns in vielem voraus, es
legung im Jahr 1992 einen dynamischen Ausbau der Landeskompe- hatte bereits vor Jahrzehnten die Weichen gestellt und in zahlreichen
tenzen sowohl auf gesetzgeberischer als auch auf Verwaltungsebene kleineren Schritten die Vorarbeiten für den Unabhängigkeits-Akt
ermöglicht. Es hat zwar − vor allem durch die restriktive Judikatur geleistet. Als schließlich die Unabhängigkeitsparteien die Mehrheit im
des Verfassungsgerichtshofes in den Jahren bis 2013 − Rückschritte Parlament erreichten, konnte die auf konkrete Gesetze gebaute Abstim-
in einigen Bereichen gegeben, doch konnten diese vielfach wieder mung erfolgen. Die katalanische Regierung, die daraufhin von Spanien
korrigiert werden. Insgesamt ist im Vergleich zu 1992 ein Zuwachs in undemokratischer und gewaltsamer Weise abgesetzt wurde, hält den
an autonomen Befugnissen für Südtirol zu verzeichnen (Konzes- Kopf für alle anderen Völker hin, die nach Unabhängigkeit streben. In
sionen für große Wasserableitungen, Lehrer, Staatsstraßen, Ge- Süd-Tirol sind die Zivilgesellschaft, aber auch die Politik nicht so weit
bäudeimmobiliensteuer, jagdbare Arten, Stilfserjoch-Nationalpark wie in Katalonien, aber ein demokratischer und friedlicher Prozess
usw.), wie auch eine vor kurzem erschienene Studie der Universität wäre damit auch in Süd-Tirol vorgezeichnet. Im Unterschied zu Kata-
Innsbruck bestätigt hat. Zudem verfügt Südtirol über eine ungleich lonien stünde in Süd-Tirol nach derzeitiger Lage bei einer Abstimmung
bessere Finanzausstattung als jene, die im novellierten Autono- aber nicht nur die Ausrufung eines eigenen unabhängigen Staates zur
miestatut für Katalonien von 2005/2006 vorgesehen war (50% der Wahl, sondern auch die Wiedervereinigung Tirols durch Angliederung
Steuereinnahmen), das der spanische Verfassungsgerichtshof zu Fall an Österreich. Dies macht die Position Süd-Tirols stärker als jene der
gebracht hat. Katalanen, da Österreich als Schutzmacht in der Verantwortung stün-
In diesem Kontext würde die Ausrufung des Selbstbestimmungs- de. Voraussetzung dafür sind klare politische Forderungen an unser
rechts in Form einer Sezession von Italien wohl kaum Unterstüt- Vaterland auf der Grundlage eines ebenso klaren Bekenntnisses.
zung auf internationaler Ebene finden und auch nur schwer zu
rechtfertigen sein. Anders wäre es natürlich, wenn Rom in Zukunft info@suedtiroler-freiheit.com
die Autonomie − und Minderheitenrechte − in schwerwiegender
Form einschränken würde.
Der große Unmut und Protest der Katalanen ist aber mehr als
verständlich, da ein mit der Zentralregierung vereinbartes und vom
spanischen Parlament genehmigtes Statut nachträglich zu Fall ge-
zur Hochzeit
bracht wurde. Die Hauptschuld an der derzeitigen Krise trägt daher Aus unseren Reihen sind den Bund der Ehe eingegangen:
aus meiner Sicht hauptsächlich der spanische Ministerpräsident
FIEBERBRUNN 2017: Am 30. September 2017 heiratete der
Rajoy, der einer der Gegner der damaligen Verhandlungslösung war
langjährige Fähnrich Johann Feller seine liebe Sonja in der Pfarr-
und die Klage beim Verfassungsgericht mitinitiiert hat.
kirche von Fieberbrunn. Wir gratulieren!

karl.zeller@senato.it
Seit 2005 ist das Kirchlein auf dem Freienbühel

16
unter Denkmalschutz gestellt.

Aus den BEZIRKEN & BATAILLONEN


Meran
von Angelika Haller

Die Wiege Tirols – Rückblick auf die Vorbereitungen


für das Traubenfest
Das Traubenfest 2017 ist nun Geschichte. Erneut traten am Sonntag, den 15. Oktober zahlreiche Traditionsvereine vor unzäh-
ligen Schaulustigen in der Ku(ltu)rstadt Meran auf. Über 30.000 Gäste verfolgten den traditionellen Festumzug mit großer
Begeisterung und bestaunten das farbenfrohe und ordentliche Auftreten der teilnehmenden Gruppen.

Für den Schützenbezirk Burggrafenamt-Passeier ist die Beteiligung an


diesem Aufmarsch seit Jahren ein stiller Protest zum Erhalt der Tradi-
tion und des Kulturgutes Süd-Tirols. Insbesondere der Festwagen mit
dem Abbild von Schloss Tirol und der Aufschrift „Die Wiege Tirols“
soll in Erinnerung rufen, dass Meran vom 14. Jh. bis 1849 Landes-
hauptstadt der Gefürsteten Grafschaft Tirols war. Ein besonders star-
kes und aussagekräftiges Auftreten war in diesem Jahr den Schützen
und Marketenderinnen ein großes Anliegen. Um einen derart starken
Auftritt zu ermöglichen, bedarf es allerdings einer guten Vorbereitung.
Bereits im September begannen die Aufrüstungsarbeiten für den Fest-
wagen. Zahlreiche ideenreiche Köpfe und geschickte fleißige Hände
waren nötig, um das neue Konzept zu verwirklichen. Das Ergebnis
sprach für sich selbst. Auch das gemeinsame Exerzieren von Tam-
perern und Marketenderinnen gehört zur Vorbereitungsphase für das
Traubenfest. Dieses fand am Freitag, den 13. Oktober wie gewohnt in
der Obstgenossenschaft Algund statt. Die Marketenderinnen wurden
dabei von Bezirksexerzierreferent Hannes Holzner, Bezirksschießleiter Die Antwort des Schützenbezirkes Burggrafenamt-Passeier zur
Helmut Unterthurner, Bezirksmarketenderin Angelika Haller und Bewerbung zur Kulturhauptstadt Italiens.
deren Stellvertreterin Magdalena Prantl angeleitet. Zeitgleich fanden
die Tamperer des Bezirks mit Hilfe von Johann Gufler, Hptm. der SK che ihre Zeit für diese Vorbereitung zur Verfügung gestellt und einen
Walten, den richtigen Rhythmus. Die Bezirksleitung dankt allen, wel- ordentlichen Auftritt beim Traubenfest ermöglicht haben. n

Brixen
von Josef Kaser

Wallfahrt nach Freienbühel


Nach dem 2. Weltkrieg pilgerten zahlreiche Kriegsheimkehrer der Umgebung von Brixen in Dankbarkeit für eine glückliche
Heimkehr und als Dank für den Frieden zur Muttergottes nach Freienbühel oberhalb von St. Andrä. Ein Altartuch in der Ka-
pelle belegt zudem, dass bereits 1917 erste Kriegsheimkehrer nach Freienbühel gepilgert sind.

Seit 1995 war es die Ortsgruppe des Südtiroler Kriegsopfer- und


Frontkämpferverbandes Brixen, die jährlich am 1. Samstag im
September diese Wallfahrt mit einer Messfeier beim Kirchlein
durchführte.
Bald darauf wurde sie vom SKFV des Bezirkes Brixen mit Prof.
Paul Rainer und die letzten Jahre mit Kanonikus Markus Moling
abgehalten. Da nun die Frontkämpfer die Organisation aus Alters-
gründen abgaben, wurde von den umliegenden Kompanien, dem
Bezirkskulturreferenten und dem Freundeskreis Milland beschlos-
sen, wie bisher am geschichtsträchtigen Ort der Verstorbenen zu
gedenken und diese Wallfahrt in Dankbarkeit für den Frieden und
für die Erhaltung des Friedens weiterzuführen.
Kulturreferent Kaser sagte in seiner Ansprache: „Einmal verdie-
nen es die Gefallenen und auch die Überlebenden – vor allem die
Frauen daheim, welche Not und Elend des Krieges und der Nach-
kriegsjahre miterleben mussten, dass ihre Erfahrungen nicht zu
schnell vergessen werden. Zum anderen leben wir erfreulicherweise
in friedlichen und guten Zeiten. Aber wenn wir in guten Zeiten die (V.l.) Kanonikus Markus Moling als Zelebrant, die Abordnung des
schlechten vergessen, werden die schlechten wiederkommen.“ n SKFV mit der Bezirksfahne und an die 90 Teilnehmer.
N° 6 | Dezember 2017

Grußbotschaft zum Jahreswechsel


Im abgelaufenen Jahr haben sich die Bayeri- an alle, die bei der erfolgreichen Gestaltung
schen Gebirgsschützen bei vielen Gele- des Schützenjahres mitgewirkt haben. Dank
genheiten präsentiert. Zu nennen sind der auch für die Unterstützung aus dem Bereich
Patronatstag in Gaißach, die Sternwallfahrt der Kirche, der Politik, der Wirtschaft und
zum Marienplatz in München, die Batail- des Handwerks. Den Hauptleuten und Offi-
lonsfeste von Werdenfels in Oberammergau zieren, Marketenderinnen, Spielleuten und
und vom Inn-Chiemgau in Bad Aibling. Musikanten ein herzliches Vergelt’s Gott.
Wir haben in Rom Papst em. Benedikt XVI. Ich wünsche ein gesegnetes Weihnachten
zum 90. Geburtstag gratuliert und uns über und ein gesundes gutes Neues Jahr!
die Ehrenmitgliedschaft von Erzbischof
Georg Gänswein bei der GSK Traunstein Karl Steininger
gefreut. Meinen Dank richte ich Landeshauptmann

Beuerberg
von Hans Baur

Schutzengel-Kapelle eingeweiht
Franz Zimma, Hptm. der GSK Beuerberg- Mario Friedel weihte am Schutzengeltag
Herrnhausen, hatte am 2. Oktober 2017 zur zusammen mit dem Onkel von Franz Zim-
Einweihung der auf seinem Hof in Beuer- ma, dem Geistl. Rat Johannes Wohlfarter,
berg neu erbauten Kapelle eingeladen. Da- die Kapelle ein. Die Hl. Messe wurde von
rin fand auch der Volksaltar Platz, den sein der Musikkapelle Beuerberg umrahmt.
Großvater für die Stiftskirche in Beuerberg Die vielen Besucher waren anschließend
angefertigt hatte. Vor zwei Jahren wurde zur Brotzeit eingeladen.
der Altar ausgetauscht und auf Bitten der Die Kapelle ist tagsüber zur Einkehr für
Familie Zimma zurückgegeben. Franz und Besucher geöffnet. n
seine Frau Vroni beschlossen, den Altar in
einer Kapelle aufzustellen, die sie auf ihrem
Hof bauen wollten. Der Ortspfarrer Dekan Schutzengel-Kapelle

Brüssel
von Hans Baur

30 Jahre Vertretung des Freistaates Bayern


bei der Europäischen Union
Zu diesem Jubiläum reisten 25 bayerische
Gebirgsschützen nach Brüssel, wo sie von
Dr. Angela Niebler, MdEP, empfangen
wurden. Sie vermittelte den Teilnehmern
einen umfassenden Einblick in die Orga-
nisation und die Arbeit des Europäischen
Parlaments. Da zum Jubiläum eine Reihe
von hochrangigen Politikern gekommen
waren, ergaben sich viele Gelegenheiten,
um aus erster Hand aktuelle politische
Entwicklungen zu erfahren und Meinungen
auszutauschen. Die Brüsselfahrt wurde mit
der Eröffnung des Bayerischen Oktoberfes-
tes abgerundet. n
Berichte aus Bayern N° 6 | Dezember 2017

18
Bad Tölz/Kreuth
von Hans Baur

55. Bundesschießen
Das hat es bisher noch nicht gegeben – Josef Danner aus der Einzelwertung Senioren
Jachenau hat beim 55. Bundesschießen des BBGK einen Doppel- Peter Denk Tegernsee 95 Ringe
sieg errungen. Er gewann nicht nur die Königsscheibe und damit Peter Veicht Hofmark-Söllhuben 95 Ringe
die Würde des Bundesschützenkönigs, sondern nahm auch die Josef Loipolder Ellbach 94 Ringe
Festscheibe und mit ihr das von Herzog Franz v. Bayern gestiftete
Luftgewehr mit in die Jachenau. Bundesschützenmeister Harald Punktscheibe Schützenklasse und
Schrangl konnte zum Bundesschießen 787 Teilnehmer begrüßen, Marketenderinnen
davon 30 Marketenderinnen, 298 Senioren, 456 Schützen und 3 Magdalena Freisl Kohlgrub 128 Teiler
Gäste. Den Alterspreis erhielten Helmut Eitzenberger, Oberammer- Josef Dölle Miesbach-Parsberg-Wies 179 Teiler
gau (86 Jahre), Georg Kunert, Waakirchen (85 Jahre) und Franz Andreas Schnitzer jun. Partenkirchen 192 Teiler
Bauer, Benediktbeuern (85 Jahre).
Punktscheibe Seniorenklasse
Königsscheibe Josef Werndl sen. Gotzing 187 Teiler
Josef Danner Jachenau 459 Teiler Hermann Kellner Tegernsee 230 Teiler
Manfred Kneidel Kochel Stefan Schloter Tegernsee 259 Teiler
Franz Zimma Beuerberg
Marketenderinnen
Ehrenscheibe Josefa Gistl Reichersbeuern 94 Ringe
Josef Danner Jachenau 129 Teiler Verena Obermüller Reichersbeuern 88 Ringe
Wolfgang Baier Tegernsee 202 Teiler Johanna Kinshofer Reichersbeuern 85 Ringe
Martin Fürbeck Oberaudorf 207 Teiler
Gästeklasse
Einzelwertung Schützenklasse Luis Jageregger 89 Ringe
Anton Fritschka jun. Wössen-Achental 95 Ringe Walter Depentori 80 Ringe
Adi Keck Ohlstadt 95 Ringe Hubert Straudi 79 Ringe
Andreas Wimmer Endorf 94 Ringe
Mannschaftswertung Schützenklasse
Harald Schrangl übergibt die Ehrenscheibe Reichersbeuern 791 Ringe
an die Kompanie Endorf Wallgau 781 Ringe
Gaißach 750 Ringe

Mannschaftswertung Senioren
Endorf 548 Ringe
Tegernsee 541 Ringe
Ellbach 539 Ringe

Bild links unten: Die Kompanie Reichers-


beuern erhält neben der Ehrenscheibe
auch von Albert Euba vom Sportschüt-
zenbund den Pokal überreicht.
Herzogin Helene in Bayern mit
Fotos: Uta Rowley dem Doppelsieger Josef Danner
N° 6 | Dezember 2017 Berichte aus Bayern

19
Schliersee
von Michael Ausfelder

Gedenkstein an der Bäckeralm


Seit 1931 steht der Gedenkstein an der Tiro-
ler Grenze zur Erinnerung an die von 1805
bis 1809 gefallenen Tiroler und Bayern.
Alle zwei Jahre findet an diesem Platz ein
Gottesdienst statt, für den abwechselnd die
Kompanie Schliersee-Agatharied bzw. die
Kompanie Landl verantwortlich zeichnen.
Die Schützenkameraden Reinhard Bott,
Peps Mühlbauer und Franz Stögmeier
von der Kompanie Schliersee-Agatharied
haben es sich heuer zur Aufgabe gemacht,
das Fundament des Einfassungsgitters neu
anzulegen und das Gitter neu zu lackieren.
Beim diesjährigen Grenzlandtreffen am
10. September 2017 hat sich der Landler
Hauptmann Martin Sieberer bei den drei
Schützenkameraden für ihre Arbeit bedankt
und ihnen ein kleines Präsent überreicht. n

Benediktbeuern
von Hias Hammerl

Ehrungen bei den Benediktbeurer Antlaßschützen

Vorsitzender Michael Waldherr (l.),


stv. LH Martin Haberfellner (2.v.l.), Hptm.
Stefan Schmid (r.) und Gau-Hptm. Michael
Bromberger (hi., 4.v.r.) bedanken sich
bei den Jubilaren (vorne ab 3.v.l.), Klaus
Schwaiger sen. (40 Jahre aktive
Mitgliedschaft), Hans Huber (40),
Christoph Huber (25), Werner Englert
(40 Jahre passiv), Sepp Haslinger (40),
sowie (hinten v.l.) Michael Huber jun. (25),
Hans Bauer (50), Max Schönsteiner (25),
Hans Michael Hundegger (40),
Sepp Linderl (40 Jahre passiv), Michael
Huber sen. (50), Markus Grabmeir (25) und
Willi Strobl (50).

Bayerische Landesausstellung 2018


in Ettal Mai bis November 2018, täglich 9–18 Uhr

Wald, Gebirg und Königstraum – Mythos Bayern


Wie aus einem Naturraum Bayerische Alpen in 1000 Jahren ein Kulturraum und
daraus das Idealbild für Bayern wurde.

Mittwoch, 15. August 2018, 17 Uhr, Parade Bayerischer Gebirgsschützen mit Gebet
zu Ehren der „Patrona Bavariae – Schutzpatronin Bayerns“ im Innenhof von Kloster Ettal
Berichte aus Bayern N° 6 | Dezember 2017

20
Oberaudorf Samerberg
von Fritz Kelzenberg

Wir gratulieren … Bartholomäus


Hans Hollrieder – 90 Wilfried Müller – 80 Mayer †
Am 7. Oktober 2017 feierte das Ehren- Der ehemalige Bundesschützenkönig Die GSK Samerberg hatte die traurige
mitglied der GSK Audorf Hans Hollrieder (2007) feierte am 27. Oktober 2017 bei Aufgabe, ihren Rechnungsführer Lt. Bar-
seinen 90. Geburtstag. Kurz nach der Wie- guter Gesundheit seinen 80er. Beim Eintritt tholomäus Mayer zu Grabe zu tragen. Er
dergründung 1952 trat er der Kompanie bei in die Kompanie trat er gleich dem Tromm- verstarb plötzlich und unerwartet im Alter
und war fast bis zum heutigen Tag einer der lerzug bei, den er viele Jahre unterstützte. von 62 Jahren. Seit Wiedergründung der
eifrigsten Ausrücker. Die Kompanie konnte Die Schützen schätzen besonders sein Kompanie 1977 war er aktives Mitglied und
sich immer seiner Unterstützung sicher handwerkliches Können, handgeschnitzte gehörte seit 1990 dem Kompanie-Ausschuss
sein. Die Kameraden schossen ihm einen Schützenscheiben, die von ihm angefertig- an, zunächst als Rottmeister, ab 1996 als
schneidigen Salut und überbrachten ihm ten Bataillons- und Kompanietaferln sowie Oberjäger, ab 2006 als Schützenmeister und
die besten Wünsche. n die Aufbewahrungskästen der wertvollen seit 2014 als Rechnungsführer. Hauptmann
Schützenketten von Bund und Bataillon Dräxl würdigte seine Verdienste, und die
Inn-Chiemgau. 2017 wurde er zum Ehren- Kompanie verabschiedete sich mit einer
mitglied ernannt. n dreifachen Salve. n

GÜNTER REICHELT: EIN GUTER FREUND IN ROM

Das neue Buch von Günter Reichelt ruft mit Text und vielen eindrucksvollen Bildern
die Begegnungen der Bayerischen Gebirgsschützen mit Papst em. Benedikt XVI.
wieder in Erinnerung.

Das Buch „Ein guter Freund in Rom“; 288 Seiten, gebunden, 23,5 x 21 cm mit über
500 Farbabbildungen zum Preis von 19,50 Euro (ggf. zuzüglich Versandkosten)
ist zu beziehen bei:
Günter Reichelt · Hochplattenstraße 27 · 83026 Rosenheim Heilig Blut
reichelt.guenter@t-online.de · Fax: 08031/9009369 · Tel. 08031 688 55

DER OBERBAIERISCHE FEST-TÄG- UND ALTE-BRÄUCH-KALENDER 2018

Die Ausgabe spiegelt den Reichtum bayerischen Brauchtums in vielen Facetten wieder. Hinzu kommen
Veranstaltungstermine und ein anspruchsvolles Kalendarium. Der Kalender kann direkt beim Raab-Verlag
bestellt werden.

T. +49 8801 915 452, F. +49 8801 915 453 oder raab@raab-verlag.info

Preis: 15,00 Euro (zzgl. Versandkosten)


N° 6 | Dezember 2017

Aus den BEZIRKEN & BATAILLONEN 21


Innsbruck
von Bernhard Huter

56. Bataillonsfest des Schützenbataillons Innsbruck


im Stadtteil Arzl
Ehrenmusik Amras, der Stadtmusikkapelle
Innsbruck-Arzl, des Trommlerzuges des
Viertels Mitte, der Kompanien des Batail-
lons Innsbruck, der Speckbacher SK Rum
als Gastkompanie, der Abordnungen der
Vereine und Kooperationen des Stadtteils
Arzl mit der dazugehörigen Ehrensalve war
der erste Höhepunkt dieses Festtages in
Arzl. Im Anschluss bewegte sich der Festzug
zum Festplatz am „Schusterbühel“, wo
die Feldmesse durch den Pfarrer von Arzl
zelebriert wurde. Nach den auf die Feldmes-
se folgenden Ansprachen und Ehrungen
marschierte der Festzug zur Defilierung
durch die festlich beflaggten Straßen und
Gassen des Stadtteils in die Arzler Straße.
Den Defiliermarsch spielte die Stadtmusik-
Bei herrlichem Wetter konnte mit dem 56. Bataillonsfest des Baon Innsbruck in Arzl die Tradition
des Tiroler Schützenwesens gepflegt werden. Das Fest war nicht nur ein Ereignis für das Schüt- kapelle Innsbruck-Arzl. Der farbenprächtige
zenbataillon Innsbruck mit seinen 11 Kompanien, sondern auch für den Stadtteil Arzl. und disziplinierte Anmarsch zur Defilie-
rung und die Defilierung selbst waren der
Am 10. und 11. Juni 2017 veranstaltete die Ab 8.15 Uhr erfolgte die Aufstellung der Höhepunkt der Veranstaltung. Der Ab-
Speckbacher SK Innsbruck-Arzl im Stadtteil Formationen in der Alois-Schrott-Straße. marsch erfolgte über die Arzler Straße und
Arzl das 56. Bataillonsfest des Schützen- Der Einmarsch der Veranstalterkompanie den Schusterbergweg zum Festgelände beim
bataillons Innsbruck. Es war dies das 7. mit der Stadtmusikkapelle Innsbruck-Arzl Vereinsheim Arzl. Nach dem Abtreten beim
Bataillonsfest, welches durch die SK Arzl und der „Landesübliche Empfang“ in Anwe- Vereinsheim Arzl klang das Bataillonsfest
durchgeführt wurde. Den Auftakt bildete senheit vieler Ehrengäste, u.a. der Landes- mit einem zünftigem Fest und musikali-
am Samstagabend ein Konzert der Blasmu- rätin Patrizia Zoller-Frischauf, des Vize-BM scher Unterhaltung aus. Die Veranstalter-
sik „Karvenka“ im Festzelt beim Vereins- der Landeshauptstadt Innsbruck Christoph kompanie bedankt sich bei den unzähli-
heim Arzl. Dank des Entgegenkommens der Kaufmann, von Landtagspräs. a.D. Prof. gen Helfern und Unterstützern, bei allen
Innsbrucker Stadtführung konnte das Kon- Ing. H. Mader und der Kommandanten der Behörden und vor allem den teilnehmenden
zert bis 24.00 Uhr im Festzelt durchgeführt Bataillone Innsbruck, Mjr. Ing. Helmuth Musikkapellen und Schützenkompanien für
werden. Der Festakt zum Bataillonsfest Paolazzi, Stubai und Hörtenberg, sowie des ihr schneidiges und korrektes Auftreten. Die
begann am Sonntag um 6 Uhr traditionell Baon-Kdt.-Stv. des Baon Sonnenburg, der Salven der Ehrenkompanie waren präzise
mit 10 Böllerschüssen vom Kalvarienberg. Ehrenkompanie St. Nikolaus Mariahilf, der kommandiert und geschossen. n

Nikolsdorf von Erich Mayr

Pustertaler Haupt- und Obleutetreffen


Am Samstag, den 21. Oktober 2017 fand in Nikolsdorf in Ost-Tirol es in den Saal der Gemeinde, wo man sich bei einem Abendessen
das Haupt- und Obleutetreffen des Schützenbezirkes Pustertal und austauschte. Grußworte an die Teilnehmer richteten Viertelkdt. Sepp
des Schützenviertels Ost-Tirol statt. Mehr als 50 Offiziere, Schützen Aussersteiner, Bgm. Georg Rainer, Bezirksmjr. Haymo Laner und
und Marketenderinnen des Bezirkes Pustertal fuhren nach Nikols- der Obmann der SK Nikolsdorf Albert Pichler. Es wurde auch die
dorf, wo man bei einem Umtrunk vor dem Schloss Lengberg von neu angeschaffte Fahne der örtlichen Kompanie vorgestellt. n
den Ost-Tiroler Kameraden begrüßt wurde. Bei einer Schlossfüh-
rung wurden den Teilnehmern die Geschichte des Schlosses und
die jetzige Funktion veranschaulicht. Schloss Lengberg wird heute
vom Aufbauwerk der Jugend genutzt. Dieses ist eine Organisation,
gefördert vom Bundesland Tirol, um Jugendliche von Sonderschulen
und Integrationsklassen auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten. Das
Schloss, das aus dem 12. Jh. stammt, wurde für die jetzige Nutzung
vor einigen Jahren renoviert und instandgesetzt. Anschließend ging
Das alle zwei Jahre stattfindende Treffen soll ein Gedanken-
austausch der Schützen östlich und westlich der Grenze sein, um
Kontakte zu pflegen und sich auszutauschen.
Vom 16. September 2017 bis 3. Oktober 2017
fand das 184. Oktoberfest statt, die Veranstaltung

22
hatte etwa 6,2 Millionen Besucher.

Aus den BEZIRKEN & BATAILLONEN


Passeier/München
von Bernadette Pfeifer

Mit dabei beim größten Volksfest


Bereits im vergangenen Jahr wurde eine Teilnahme am Oktoberfest in München ins Auge gefasst und mit der Organisation
unter der treibenden Kraft von Gemeindereferent und Schützenmitglied der SK Andreas Hofer, Robert Tschöll, in Angriff ge-
nommen. Dass die Begeisterung groß war, bewiesen die vielen Musikanten und Schützenkameraden, die sich für die Teilnah-
me meldeten. Am Samstag, den 16. September standen drei Busse für 135 Personen bereit. Die Fahrt führte zum Übernachten
nach Aschau im Chiemgau. Seit dem vergangenen Jahr pflegen die SK Andreas Hofer und die Gebirgsschützen Aschau freund-
schaftliche Beziehungen. Gemeinsam wurde der Abend nach einer unendlich langen Anfahrt im Stau mit einem Grillfest
genossen.

Kurz war die Nacht für viele. Trotzdem gab es niemanden, der sich
dadurch vom Marsch von 7 Kilometern entmutigen ließ. Ein far-
benfrohes Bild boten die Fahnenträger der 7 Musikkapellen und der
5 Schützenkompanien. Insgesamt präsentierten sich der Menschen-
menge rund 9.000 Teilnehmer. Das Oktoberfest gilt als das größte
Volksfest der Welt. Der gemeinsame Auftritt der Musikkapellen
des Passeiertales als Musikkapelle Passeier unter der Leitung von
Stabführer Andreas Lanthaler und des Bataillons Passeier mit BKdt.
Florian Krezdorn wurde für alle Teilnehmer zu einem besonderen
Erlebnis. n

Die Gruppe unter der Führung von Andreas Lanthaler setzte sich aus
insgesamt 77 Teilnehmern zusammen.

Oberndorf
von Christian Fuchs

„Unsere regionale Tracht, Entstehung, Entwicklung –


mit Stolz richtig tragen!“
Das Schützenbataillon Rupert Wintersteller hüte wurden gezeigt. Weiters wurde über
hat sich heuer das Thema „Unsere regionale das jeweils richtige Tragen der Trachten
Tracht“ zum Jahresbildungsthema gemacht. informiert und an Beispielen aufgezeigt.
Lt. Dipl.Ing. Christian Hopfensperger, der Unter anderem wurde darauf hingewiesen,
Bildungsoffizier des Winterstellerbataillons, dass zur Unterländer Festtagstracht auch
organisierte im Gemeindesaal von Obern- immer eine geschlossene Trachtenbluse und
dorf einen interessanten Vortrag zum Jah- keine Dirndlbluse getragen werden sollte.
resbildungsthema „Unsere regionale Tracht“. Der schwarze Flor sollte auch nur mit einer
Die St. Johanner Trachtenspezialistin Angela Trachtenbluse getragen werden. Lange Haa-
Obertanner und Baon-Kdt. Mjr. Hans Hin- re müssen hochgesteckt oder gezopft wer-
terholzer hatten aus ihrem privaten Fundus den. Auch bei den Schützen wurde anhand
und aus den Gemeindearchiven der Region von positiven und negativen Beispielen
eine umfangreiche Präsentation zusam- das richtige Tragen der Winterstellertracht
mengestellt. Diese wurde von Mjr. Hans und das korrekte Anbringen der Abzeichen
Hinterholzer präsentiert. Bei den Trachten gezeigt. Dass Marketenderinnen auf ihren
lag der Schwerpunkt bei der „Unterländer Hüten keine Federn tragen sollten, wurde Baon-Kdt. Mjr. Hans Hinterholzer beim Vor-
Festtagstracht“, dem „Röckelgewand/Ka- auch thematisiert. Im Anschluss an den Vor- trag „Unsere regionale Tracht“ in Oberndorf
settl“ und der „Winterstellertracht“. Neben trag gab es noch eine rege Diskussion mit
der geschichtlichen Entwicklung unserer dem Publikum. Die Bildungsverantwortli- „Herbstln tuat’s“ eine Trachtenmodeschau
Trachten vom Mittelalter bis in die Neu- chen der einzelnen Kompanien werden nun durchgeführt. Mit Beispielen von ganz alten
zeit wurde auch auf die Herstellung von das Thema aufnehmen und über Vorträge Trachten (u.a. das original Josef-Hager-Ge-
Leinen- und Lodenstoff sowie dem Ran- und Diskussionsrunden in die Kompani- wand und ein Leukentaler-Kasettl) bis hin
zen vom jeweiligen Rohmaterial bis zum en tragen. Als nächste Veranstaltung zum zu modernen Sportalm-Dirndln. n
fertigen Kleidungsstück eingegangen. Auch Thema wird am Samstag, den 7. Oktober
unterschiedliche Männer- und Frauen- 2017 im Zug des Oberndorfer Herbstfestes
N° 6 | Dezember 2017

Wir gratulieren … 23
Hall i.T. Vahrn

Hans Lener – 85 Franz Fleckinger – 80


Die Speckbacher Schützen durften kürzlich zu einem besonderen Am 28. Oktober 2017 feierte Franz Fleckinger seinen 80. Geburts-
Fest gratulieren: Ehrenleutnant Hans Lener feierte am 12. Okto- tag. Eine Abordnung der SK Vahrn besuchte den rüstigen Jubilar
ber 2017 seinen 85. Geburtstag. Seit nunmehr 72 Jahren ist Hans und überbrachte stellvertretend die Glückwünsche der gesamten
aktives Mitglied der Kompanie. In dieser Zeit bekleidete er mehrere Kompanie. Franz Fleckinger ist seit dem Jahre 1971 Mitglied der SK
Funktionen, davon über 20 Jahre die Position des dienstführenden Vahrn und war die gesamte Zeit hindurch stets ein zuverlässiger und
Oberjägers. Die Speckbacher Schützen bedankten sich mit einem treuer Kamerad. Als im Jahre 1999 Not am Mann war, übernahm
kleinen Präsent für seine Treue zur Kompanie und wünschen ihm er die Verantwortung und führte bis 2001 die Vahrner Schützen als
weiterhin viel Gesundheit und noch viele glückliche Jahre mit Hauptmann an. Dafür ist ihm die Kompanie auch heute noch sehr
seiner Frau Vevi. n dankbar. Die SK Vahrn wünscht ihrem ehemaligen Hauptmann
noch viel Gesundheit und viele weitere Jahre in der Kompanie. n

Trins Proveis

Hofrat Dr. Otto Sarnthein – 70 Ehrenhauptmann Josef Moser –


Dr. Otto Sarnthein ist ein rüstiger 70er. Neben seiner langjährigen 80 Jahre
Ehrenamtlichkeit gegenüber den Tiroler Schützen ist er auch der
„Jagerei“ leidenschaftlich zugetan. Bereits mit fünf Jahren wurde Am 27. August feierte EHptm. Josef Moser seinen 80. Geburtstag.
er in das Tirol-Brauchtum eingeführt, und zwar von seinem Vater, Zu diesem Anlass überbrachte ihm die SK „Kanonikus Michael
dem damaligen Schützenhauptmann von Trins. Otto Sarnthein Gamper“ Proveis ihre allerbesten Wünsche und überreichte ihm ein
folgte seinem Vater nach seinem Tode als Schützenhauptmann kleines Präsent. Anschließend lud Josef zu einer kleinen Marende
nach. Sein großartiges Engagement gegenüber dem Tiroler Schüt- ein. Er freute sich sehr, dass die Kompanie so zahlreich zum Gra-
zenbrauchtum dauert bis heute an. Vieles konnte er mit „Laptop tulieren angetreten war. Josef Moser trug wesentlich zur Wieder-
und Lederhose“ vereinbaren und neue Ziele im Tiroler Schützenwe- gründung der Schützenkompanie im Jahre 2005 bei und war bis
sen definieren. Das Tiroler Brauchtum wurde von Otto Sarnthein zur Vollversammlung 2014 ihr Hauptmann. Unter seiner Leitung
immer wieder mit neuem Leben präsentiert, und das kulturelle Erbe konnte unter anderem die St.-Anna-Kapelle renoviert, die neue
wurde in seiner Hand aktiv mitgestaltet. Ehrenlandeskommandant Schützenfahne geweiht und auch mit der Wiedererrichtung des
Dr. Otto Sarnthein erlegte am 23. September 2017 in der Eigenjagd Kalkofens begonnen werden. Die SK „Kanonikus Michael Gamper“
Statz mit einem perfekten Schuss seinen Geburtstagshirsch. Zu sei- Proveis wünscht ihrem Ehrenhauptmann viel Gesundheit und viele
nem Geburtstag nur das Allerbeste und weiterhin viel Gesundheit weitere Jahre in der Kompanie. n
wünschen ihm seine Schützen- und Jagdkameraden. n
N° 6 | Dezember 2017

24 Aus den KOMPANIEN …


Amras
von Werner Erhart

Festlicher Schützenjahrtag in Amras


bedurften einer Renovierung; die Kosten
dafür übernimmt zur Hälfte Bernhard
Egger mit seiner Gattin. Edith Zebisch hat
sich spontan bereit erklärt, ebenfalls dazu
beizutragen. Nach einigen anstehenden
Beförderungen und Auszeichnungen erhiel-
ten der ehemalige Bundesgeschäftsführer
Ehrenmajor Josef Haidegger für die 55-jäh-
rige Zugehörigkeit zur Kompanie, ebenso
wie Zugführer Hans Schiener, den Kranz
zur Andreas-Hofer-Medaille. Fähnrich
Gottfried Schapfl wurde für seine jahrzehn-
telangen Verdienste für die Kompanie und
das gesamte Schützenwesen die Silberne
Verdienstmedaille verliehen. Für seine
bahnbrechenden Verdienste zur gesetzli-
chen Neuordnung der Waffenregistrierung,
welche dem Wohl aller Tiroler Schützen
dient, zeichnete Bataillonskdt. Mjr. Paolazzi
Selbst der Starkregen konnte die Festlaune sowie eine Abordnung der SK Laag − dem den Leutnant Dr. Bernd Stampfer mit der
zum Amraser Schützenjahrtag, der am Landtagspräsidenten und Ehrenhauptmann − selten verliehenen − Verdienstmedaille
Sonntag, den 1. Oktober 2017 stattfand, der SK Amras DDr. Herwig van Staa, der des Schützenbataillon Innsbruck aus. Auch
nicht verderben. In seiner Predigt ging nach dem Abspielen der Landeshymne unsere Jungschützen gingen nicht leer aus.
Pfarrer Busskamp erfreulicherweise aus- gemeinsam mit Bataillonskdt. Mjr. Helmuth Alle, welche zur anspruchsvollen Prüfung
führlich auf die elf im Reflexionsprozess Paolazzi die Front abschritt. Im Gemeinde- für das Jungschützen-Leistungsabzeichen
des Bundes der Tiroler Schützenkompa- saal konnte anschließend der Hauptmann angetreten waren, haben diese auch bestan-
nien erarbeiteten Leitmotive ein, welche viele Amraser Persönlichkeiten begrüßen. den. Abschließend dankten Hauptmann
im Leitspruch: „Auf dich kommt es an!“ Es folgten Grußworte von Bataillonskdt. Stampfer Traudi und der Ballobmann Ma-
gipfeln. Nach der hl. Messe ließ der Regen Mjr. Paolazzi, Bürgermeisterin Neppel, nuel Rauscher allen freiwilligen Helferinnen
so weit nach, dass das Totengedenken an Gemeinderat Hitzl und Landtagspräsident und Helfern, welche das ganze Jahr über, im
der Totenkapelle im Amraser Friedhof und van Staa. Anschließend überreichte Bern- Speziellen aber zum Gelingen des Schüt-
der Landesübliche Empfang in der Philip- hard Egger dem Hauptmann in gerahmter zenballs und des Schützenjahrtags beige-
pine-Welser-Straße durchgeführt werden Form den von ihm komponierten und den tragen haben. Den Frauen wurden dafür
konnten. Hptm. Alexander Stampfer mel- Schützen gewidmeten Trommelmarsch, Blumensträuße überreicht. Den offiziellen
dete die angetretenen Formationen − die SK der später, das sei vorweg genommen, von Abschluss der Veranstaltung bildete − wie
Amras, die Musikkapelle Amras, Fahnen- seinen beiden Söhnen Florian und Lukas immer − ein kleines, aber feines Konzert
abordnungen der Freiwilligen Feuerwehr sowie unserem Schützenkameraden Stefan der Musikkapelle Amras. n
und des Trachtenvereins „Die Amraser“ Wegscheider uraufgeführt wurde. Diese

Ein frohes Weihnachtsfest und ein gesegnetes neues Jahr!


Die Kommandanten der in der Alpenregion vereinten Schützenbünde wünschen allen ein frohes Weihnachtsfest
und Gesundheit, Freude und Erfolg für das Jahr 2018.

Mjr. Elmar Thaler


geschäftsführender Landeskommandant des Verbandes Tiroler Schützen,
die Landeskommandanten
Mjr. Fritz Tiefenthaler und Mjr. Enzo Cestari
und Karl Steininger, Landeshauptmann des BBGK
sowie ihre Schriftleiter
Hptm. Hans Baur, Franziska Jenewein, Mjr. Günther Mairhofer
N° 6 | Dezember 2017

Aus den KOMPANIEN … 25


Ehrenburg
von Juri Oberlechner

Buchvorstellung „Unsere Helden“: „Gelungene Tirolensie mit


Bedeutung weit über die Gemeindegrenzen hinaus“
Am 9. September lud die SK Ehrenburg zur Buchvorstellung „Unsere Helden – Das Schicksal der Gefallenen der Gemeinde
Kiens im Ersten Weltkrieg“ ein. Nach über zwei Jahren intensiver Arbeit konnten die Ehrenburger Schützen im voll besetzten
Veranstaltungssaal das 391 Seiten zählende Werk präsentieren. In mühevoller Kleinarbeit war das Schicksal von 85 Gefallenen
der Gemeinde Kiens rekonstruiert und dokumentiert worden.

auf keinem der Kriegerdenkmäler aufschie-


nen, etwa weil sie erst nach Kriegsende an
den Kriegsverletzungen gestorben waren. In
ihrer Rezension verwies die Kulturreferentin
des Südtiroler Schützenbundes, Dr. Mar-
gareth Lun, darauf, dass dieses Werk eine
Bedeutung weit über die Gemeindegrenzen
hinaus habe. Gerade die vielen zusätzlichen
Informationen wie die in das Buch einge-
streuten Erklärungen von Fachbegriffen,
die Ausführungen über den Aufbau des
Heereswesens der Doppelmonarchie und
der Tiroler Einheiten, die Darstellung der
damaligen Gesellschaftsstruktur, die grafisch
sehr ansprechend gestalteten Statistiken so-
wie die Erläuterung von Zusammenhängen
machten dieses Buch zu einer wertvollen
Tirolensie. Auch Lkdt. Elmar Thaler lobte
V.l.n.r: Medienreferent des SSB Efrem Oberlechner, Bürgermeister Andreas Falkensteiner, die hervorragende Arbeit. n
LKdt. Elmar Thaler, Verfasser Rupert Gietl, Pfarrer Michael Bachmann, Hptm. Juri Oberlech-
ner, Ehrenmitglied Karl Pfeifhofer und die Kulturreferentin des SSB Margareth Lun

Der Verfasser Rupert Gietl berichtete, dass gefallen sind. Hptm. Juri Oberlechner, der
nicht nur eine ganze Reihe von Familien selbst am Entstehen dieses Buches beteiligt
und Fachleuten kontaktiert, sondern auch war, ging auf die menschlichen und lokalen
Quellen in Archiven in ganz Tirol und in Geschichten der Gefallenen ein und verlas
Wien ausgehoben sowie hunderte Zeitungen unter anderem berührende Zitate aus Feld-
dieser Jahre durchforstet wurden. Sehr in- postkarten. Der Medienreferent des Südtiro-
formativ sind auch die Landkarten, die jeder ler Schützenbundes, Efrem Oberlechner, der
einzelnen Biografie beigefügt sind und die ebenfalls zum Gelingen des Buches beitrug,
Aufschluss darüber geben, wo diese Männer ging u.a. auf die Geschichte des ersten
herkamen, wo sie gekämpft und gelitten Kriegerdenkmals in der Kirche von Ehren-
haben, wo sie eventuell in Gefangenschaft burg ein und erklärte, dass im Buch auch
gerieten und interniert waren und wo sie Männer aufgenommen wurden, die bisher

Das Buch „Unsere Helden – Das Schicksal der Gefallenen der Gemeinde Kiens im Ersten Weltkrieg“
ist im guten Buchhandel unter der ISBN-Nummer: 978-88-97053-42-2 für 29,90 Euro erhältlich.

Oberndorf
von Christian Fuchs

Trachtenmodeschau beim Oberndorfer Herbstfest


Als zweite Veranstaltung zum Angela Obertanner und der des heute gebräuchlichen Kasettls
Jahresbildungsthema „Unsere regionale Bildungsoffizier des Winterstellerbataillons, (Röckelgewand), dem Blusengewand
Tracht“ des Rupert Wintersteller Lt. Dipl.Ing. Christian Hopfensperger, (’s Nagstbeste), der Unterländer Sonn-
Schützenbataillons wurde im Zuge des moderierten die Veranstaltung. oder Festtagstracht bis hin zu zwei
Oberndorfer Herbstfests „Herbstln tuat’s“ Bei den Frauentrachten ging der Weg modernen Dirndlgewändern. Neben den
eine Trachtenmodeschau durchgeführt. von der heute fast schon unbekannten unterschiedlichen Möglichkeiten an Stoffen
Die St. Johanner Trachtenspezialistin alten Leukentaler-Tracht über Beispiele und Verzierungen wurde auch ausführlich
N° 6 | Dezember 2017

26 Aus den KOMPANIEN …

auf Hüte, Bänder, Tücher, Schmuck und die


jeweils richtige Trageweise eingegangen. Bei
den Männertrachten wurde neben einem
nachgeschneiderten „Josef-Hager-Gewand“
mit langem Haftelrock, als Beispiel der
Leukentaler Männertracht, auch die
im Winterstellerbataillon einheitlich
verwendete Winterstellertracht vorgestellt.
Die sehr informative Veranstaltung fand
sehr guten Anklang beim Publikum. Man
hat leider nur selten die Gelegenheit, die
verschiedenen Trachten und moderne
Dirndlgewänder direkt nebeneinander zu
sehen und so gut erklärt zu bekommen. n
Gruppenfoto von der Trachtenmodeschau
in Oberndorf. In der Mitte Lt. Hopfensper-
ger mit dem Josef-Hager-Gewand, ganz
rechts Angela Obertanner.

Haiming
von Günter Egger

Ehrenscheiben-Schießen zugunsten
Kirchenrenovierung in Haiming
Anlässlich der 500-Jahr-Feier der Pfarrkirche Haiming und der
Einweihung des Gemeindezentrums am 8. Oktober 2017 fand
im Schießstand der Haiminger Schützen ein Ehrenschießen statt.
Bereits bei der Einweihung des Gemeindehauses am 29. September
1968 haben die Haiminger Schützen ein Schießen auf eine Ehren-
scheibe veranstaltet, die bis heute im Schießstand ihren festen Platz
hat. Über 141 Teilnehmer folgten diesmal der Einladung. Der Rein-
erlös aus den freiwilligen Spenden kommt der Kirchenrenovierung
zugute. Die Haiminger Schützen bedanken sich bei allen Teilneh-
mern für die rege Teilnahme und werden auch dieser Ehrenscheibe
in ihrem Schützenheim einen würdigen Platz geben. n
(v.l.) Hptm. Bernhard Leitner, Vikar P. Camillus Essig ORC, Pfarrer
Mag. Volodymyr Voloshyn, Diözesanadministrator Mag. Jakob
Bürgler, Obmann Lt. Günter Egger

Innsbruck
von Hans Gregoritsch

27. Pradler Großkaliberschießen in Arzl


Auf großes Interesse stieß das 27. Pradler Großkaliber-Schießen
am Landeshauptschießstand in Innsbruck/Arzl. Die große Teilneh-
merzahl von über 100 Schützen zeigte auf, dass die Tradition der
Schützen und des Schießsports aufrechterhalten wird. Zwei Tage
lang schossen Schützen aus Bayern, Vorarlberg und Tirol um schö-
ne Preise, die nach der Veranstaltung im Pradler Schützenheim bei
der Siegerehrung verteilt wurden. „Eine gute Organisation und eine
tolle Stimmung“, war von den vielen Teilnehmern zu hören, die für
die nächstjährige Veranstaltung schon wieder ihr Kommen zugesagt
haben. Herzliche Gratulation der Pradler Schützenkompagnie! n

Das Großkaliberschießen fand am 8. und 9. September in


Innsbruck/Arzl statt.
N° 6 | Dezember 2017

Aus den KOMPANIEN … 27


Innsbruck
von Hans Gregoritsch

Gedenkfeier auf dem Soldatenfriedhof in Amras


Bei der alljährlichen Gedenkfeier wurde
auf dem Internationalen Kriegerfriedhof
der Opfer der beiden Weltkriege in Amras
gedacht. Die Gedenkfeier wurde vom Mi-
litärkommando Tirol des Österreichischen
Bundesheeres und dem Österreichischen
Schwarzen Kreuz, Kriegsgräberfürsorge,
Landesgeschäftsstelle Tirol, gemeinsam
veranstaltet. Hermann Hotter, Präsident des
Schwarzen Kreuzes Tirol, konnte zahlreiche
hochrangige Ehrengäste aus Österreich,
Deutschland, Italien, Russland, der Ukra-
ine, Nord- und Südtirol sowie der Provinz
Trient begrüßen. NR Hermann Gahr hielt
in Vertretung von LH Günther Platter die Schon zu etwas tieferen Temperaturen wurde am 14. Oktober 2017 auf dem
Gedenkrede. Die Militärmusik Tirol unter Soldatenfriedhof der Opfer beider Weltkriege gedacht.
Leitung von Oberst Prof. Hannes Abfolterer
umrahmte die Feierlichkeit. Militärische Italien sowie Fahnenabordnungen der Tra- ger und die Standschützenkompagnie Pradl
Ehrenzüge aus Österreich, Deutschland und ditionsverbände nahmen teil. Die Kaiserjä- schossen die Ehrensalve. n

Mils bei Hall


von Christian Unterberger

Schützenkompanie Mils unterstützt Alpenpark Karwendel


Bereits das vierte Jahr in Folge war die SK
Mils am 9. September 2017 für den Naturpark
im Halltal, ein beliebtes Ausflugsziel vieler
Wanderer aus der Umgebung, im Einsatz,
um das Naturjuwel Alpenpark Karwendel
zu erhalten. In den ersten Einsatzjahren
wurden die Latschen am Issanger gelichtet,
um den Lebensraum des Birkhuhns zu
erhalten. Vergangenes und dieses Jahr
bestand die Aufgabe darin, den teilweise
sehr feuchten Hirschbadlsteig auszubessern
und zu verlegen, damit die Wanderer wieder
trockenen Fußes zum Issanger gelangen
können. n
Wir freuen uns auf die weitere Zusammen-
arbeit mit dem Alpenpark Karwendel im
nächsten Jahr. Ein Dank gilt allen Kamera-
den für ihre Unterstützung.

Mareo/Enneberg
von Lois Taibon

Der SK Mareo/Enneberg ist es ein Anliegen, den Beitrag von Hans Knoflach auf Seite 44
der Sondernummer vom August 2017 über die Gedenkkreuze mit folgender Stellungnahme zu ergänzen:

„In der letzten Schützenzeitung, der Sonder- Lanz. An der Gedenkfeier haben Schützen kalisch umrahmt wurde. Nach der offiziellen
ausgabe vom August 2017, wurde ausführ- der Nachbarskompanie Katharina Lanz so- Feier mit den Ansprachen vom Bürgermeis-
lich über die Gedenkkreuze berichtet. Leider wie der Kompanien von Patsch und Natters ter von Enneberg und von Alt-Landeshaupt-
ist der Beitrag von Hans Knoflach über das aus Nordtirol sowie von Lienz und Ainet aus mann Wendelin Weingartner am Limosee,
Gedenkkreuz Nr. 58 am Limosee nicht kor- Osttirol teilgenommen. Hochw. Heinrich der sich auf der Groß-Fanes-Alm befindet,
rekt bzw. unvollständig. Das Gedenkkreuz Perathoner, Pfarrer von La Pli/Enneberg, hat die SK Mareo/Enneberg abschließend
am Limosee wurde von der SK Mareo/Enne- hat einen Wortgottesdienst gefeiert, der von allen Teilnehmern das Mittagessen auf der
berg aufgestellt, nicht von der SK Katharina Musikanten der Musikkapelle La Pli musi- Fanes Hütte spendiert.“ n
„Zeitblende · Defner-Fotografien
Tirol – 1925 bis heute“
Alte Ansichten und moderne Perspektiven

28 Aus den KOMPANIEN … Jetzt im Buchhandel

Ramsau
von Georg Huber

Pietà für Kirche Ramsau restauriert


Da die Ramsauer Schützen bereits seit der
Gründung 1994 mit diesem Kunstwerk
verbunden sind – die Pietà als Fahnenbild
auf der Schützenfahne steht auch als
Zeichen ihrer Grundsätze –, ist für sie die
Übernahme der Kosten der Restaurierung
ein Beitrag zur Erhaltung eines kirchlichen
Kunstwerkes. Beim Erntedankfest am 24.
September 2017 stand die Pietà wieder an
ihrem ursprünglichen Platz. n

Die SK Ramsau mit der restaurierten


Pietà über dem Eingangsportal der
Ramsauer Kirche.

Rietz
von Gregor Prantl

Spurensuche – erste allgemeine Rietzer Wald- und Flurnamenkarte


interessanter Flur- und Waldnamen, die ein aufschlussreiches his-
torisches, aber auch modernes Bild der Ortsgeographie der kleinen
Oberländer Gemeinde zeichnet. Diese Erhebungen und Nachfor-
schungen haben etwas mehr als zwei Jahre in Anspruch genommen.
Dabei waren sehr viele Arbeitstreffen und Arbeitsstunden notwen-
dig. Dabei wurden verschiedene Quellen eingearbeitet. Bei dieser
aufwändigen Recherche wurden mehr als 500 Ortsbezeichnungen
erhoben und entsprechend zugeordnet. Das Ziel war es, von Anfang
an das Ergebnis auf eine möglichst breite Basis zu stellen, damit die
eingetragenen Toponyme bestmöglich abgesichert sind. Dies war
einerseits nur durch unzählige Gespräche mit ortskundigen, infor-
mierten und interessierten Personen aller Altersgruppen möglich,
andererseits wurden altes Kartenmaterial und alte Aufzeichnungen
Die Karte kann von Interessierten bei der SK Rietz erworben werden, sowie diverse „Waldbücher“ von Teilwaldberechtigten gesichtet
wobei der Erlös der Vereinskasse zugute kommt. und gewissenhaft ausgewertet. Obendrein wurden – insbesondere
im Zweifel − diverse Örtlichkeiten bei Begehungen persönlich in
Nicht unter denselben Voraussetzungen wie in Südtirol, wo seit Augenschein genommen. Durch diese intensiven Nachforschungen
Jahren eine emotionale Toponomastik-Debatte geführt wird, aber konnte ein reicher Namensschatz für die nächsten Generationen
dennoch nicht weniger wichtig war die Arbeit dreier Mitglieder der bewahrt werden. Im Rahmen einer kleinen Festlichkeit wurde diese
SK Rietz, Hans Prantl, Matthias Pfurtscheller und Gregor Prantl, die Wald- und Flurnamenkarte am 5. Juli 2017 von der SK Rietz der Öf-
in ihrem Heimatort begonnen haben, alte, überlieferte, heute noch fentlichkeit präsentiert. Dabei wurde den Gewährsleuten, die durch
mehr oder weniger geläufige und gebräuchliche Wald- und Flurna- ihre Mitarbeit die Entstehung der Karte aktiv unterstützt haben,
men im Gemeindegebiet von Rietz zu erfassen, für die Nachwelt zu gedankt und ein druckfrisches Exemplar übergeben. Bei dieser Prä-
erhalten und in weiterer Folge auch auf einer Karte zu dokumentie- sentation waren auch zahlreiche offizielle Vertreter der Gemeinde
ren. Dieses erste Resultat der 2-jährigen Arbeit ist eine Karte voller Rietz sowie der lokalen Presse anwesend. n

Rom
von Georg Posch

Pilger- und Bildungsfahrt der SK Imst zum Hl. Vater nach Rom
Am 9. September 2017 starteten die Ims- unter anderem die „Piazza dei Miracoli“, das Erwähnenswert ist, dass der Imster Pfarrer
ter Schützen die Pilger- und Bildungsfahrt Baptisterium, der Schiefe Turm und der Dom Cons. Alois Oberhuber, ein Ehrenmitglied
nach Rom. Die Anreise erfolgte über den von Pisa besichtigt. Am nächsten Tag ging es der Schützenkompanie, die Möglichkeit
Cisa-Pass mit Stopp und Besichtigung der weiter in die Ewige Stadt. In den folgenden hatte, im Petersdom für die Schützen eine hl.
Sehenswürdigkeiten in Pisa. Dort wurden Tagen besichtigten die Imster Schützen Rom. Messe zu feiern – wahrlich ein eindrucksvol-
N° 6 | Dezember 2017

Aus den KOMPANIEN … 29


les Erlebnis in diesen heiligen Räumlichkei-
ten. Natürlich wurden bei dieser Gelegenheit
die Vatikanischen Museen, die Sixtinische
Kapelle, der Petersdom und die Vatikani-
schen Grotten besichtigt. Außerdem wurde
es den Imster Schützen auch ermöglicht,
nach Castel Gandolfo, in die Sommerresi-
denz der Päpste zu fahren. Der einzigartige
Höhepunkt dieser Reise bildete jedoch die
Audienz mit dem Hl. Vater am Petersplatz.
Papst Franziskus begrüßte alle persönlich
und reichte jedem Teilnehmer seine Hand
zur Begrüßung. Als Dankeschön wurden
Papst Franziskus und seinem Sekretär,
Erzbischof Dr. Georg Gänswein, ein Imster Einer Idee von Hptm. Georg Posch folgend, plante die SK Imst ca. ein Jahr lang die Pilgerreise
Schützenhut und eine Erinnerungsmedail- in den Vatikan.
le der Schützenkompanie überreicht. Als abschiedete er sich mit dem Satz: „Betet für dem Apostolischen Ritter Dr. Eduard Meze
Gegengeschenk überreichte Papst Franziskus mich – ich brauche es!“ Trotz des auffallend ist es zu verdanken, dass die Imster Schützen
allen teilnehmenden Pilgern einen von ihm nervösen Sicherheitsdienstes war es möglich, diese einmaligen Tage erleben durften. Bei
eigens geweihten Rosenkranz. Der Papst mit Papst Franziskus ein Gruppenfoto zu der Rückfahrt standen ein Besuch in Mantua
verweilte einige Zeit im Kreise der Imster machen. Diese persönliche und prägende und natürlich ein Halt beim Andreas-Hofer-
Schützen und richtete auf seine sympathische Erfahrung mit dem Papst war erst durch Denkmal auf dem Programm. Das Ehren-
und persönliche Art und Weise noch einige den persönlichen Einsatz von Erzbischof gedenken an Andreas Hofer rundete diese
persönliche Worte an sie. Schließlich ver- Dr. Georg Gänswein möglich. Diesem und Pilger- und Bildungsfahrt ab. n

St. Pankraz
von Chris Laimer

40. Wiedergründungsjubiläum der SK St. Pankraz


„Hätten wir Schützen nicht Jahrhunderte lang gegen den Gegenwind angekämpft, dann würden wir heute sicher nicht hier
stehen“. Dies in etwa werden sich Albert Paris und Serafin Tratter im Jahre 1977 auch gedacht haben, als sie mit Hilfe des dama-
ligen LKdt.-Stellvertreters, dem Lananer Jörg Pircher (gest. 1988), und ihren Kameraden den Schützengedanken im Dorf wieder
auflodern ließen und somit im Dezember desselben Jahres die Wiedergründung feierten.

Nun konnte die SK St. Pankraz am 30. Juli 40 Jahre Wiedergrün-


dung feiern. Nach der Frontabschreitung durch Bundeskassier
Mjr. Franzjosef Roner, marschierten die Jubelkompanie und die
Formationen unter dem Gesamtkommando von Hptm. Hansjörg
Mitterhofer in Begleitung der Musikkapelle auf den Sportplatz im
„Sandenwaldele“ ein. Dort zelebrierte Landeskurat P. Christoph
Waldner OT die Feldmesse. Nach den Ansprachen der Ehrengäste,
des Bundeskassiers Franzjosef Roner und des Bezirksmajors Stefan
Gutweniger durfte Hptm. Hansjörg Mitterhofer fünf von sechs
Wiedergründungsmitgliedern die Andreas-Hofer-Langjährigkeits-
medaille für ihre 40-jährige Treue zur Kompanie überreichen. Ab-
schließend zum offiziellen Teil der Jubiläumsfeier marschierten die
Formationen zur Defilierung der Ehrengäste. Auf ein gemütliches
Beisammensein und gemeinsames Feiern lud die Jubelkompanie
auf dem Festplatz im Sandenwaldele ein. n Die verschiedenen Abordnungen bei der Feldmesse.

Hias Dosser / Hartwig Röck


An der Front - 67 Wanderungen auf den Spuren des Ersten Weltkriegs

In diesem vorliegendem Wanderführer werden über 60 Wanderungen in der einzigartigen Berglandschaft


unserer Heimat vorgestellt. Wo einst die ehemalige Frontlinie des Ersten Weltkrieges standhaft von den Tiroler
Schützen verteidigt wurde, können wir heute in Frieden und Freiheit auf den Spuren unserer Vorfahren diese
geschichtsträchtigen Orte erwandern. Dort eine Wanderung zu unternehmen, in der Stille der einsamen
Frontberge innezuhalten und dabei des Einsatzes der Männer zu gedenken, ist ein unvergessliches, besonderes
Erlebnis.
24,90 Euro, ISBN 978-88-97053-45-3, in den Bundeskanzleien und im guten Buchhandel erhältlich.
N° 6 | Dezember 2017

30 Aus den KOMPANIEN …


Stumm
von Gerhard Hauser

225 Jahre Schützenkompanie Stumm


Mit den Menschen und bei den Menschen sein. − Das sieht der neue
Weihbischof von Salzburg Hansjörg Hofer als zentrale Aufgabe seines
Amtes. Sieht man die Bilder der Bergmesse vom Sonntag, den 27.
August inmitten dieser schönen Bergwelt auf dem 2.287 m hohen
Sonnenjoch, so kann dieser Leitspruch als umgesetzt bezeichnet
werden. Ein großer Dank gilt der Bläsergruppe der BMK Stumm für
die Mitgestaltung der Bergmesse und der Familie Kerschdorfer für die
Bewirtung. „Heimat geben und gemeinsam erleben“; „Gemeinschaft
bilden und pflegen“. n
Bergmesse auf dem 2.287 m hohen Sonnenjoch mit Weihbischof Dr.
Hansjörg Hofer. Seit 1974 feiern die Schützenkompanien Alpbach,
Hopfgarten, Stumm und Wildschönau immer am letzten Sonntag
im August diese Bergmesse.

Gais
von Erich Mayr

Und ist das Schwarze noch so klein …


Nach dem Erfolg des letzten Jahres luden die Bezirksmarketen-
derinnen der Bezirke Brixen und Pustertal am Freitag, den 29.
September zur zweiten Auflage des Freundschaftsschießens der
Marketenderinnen ein. Auch heuer folgten zahlreiche Marketen-
derinnen der Einladung, um ihr Können zu beweisen. Geschossen
wurde stehend aufliegend je eine 15er-Serie und ein Tiefschuss.
Zuletzt durften alle teilnehmenden Marketenderinnen noch am
„Glücksschießen“ teilnehmen, wo es einen verlockenden Preis,
einen Dirndl-Gutschein im Wert von 150,00 €, zu gewinnen gab.
Nach der Auswertung fand die Preisverteilung statt. Die beste
Serie schoss Sonia Hackhofer mit 142 Ringen. Der beste Tiefschuss
gelang Roswitha Gatterer mit 9,9 Ringen. Die beste Bezirksmann-
schaft, bestehend aus den drei besten Serien des jeweiligen Bezirkes,
Bei der zweiten Auflage des Freundschaftsschießens der Marke- stellte der Bezirk Brixen. Beim „Glücksschießen“ konnte sich die
tenderinnen der Bezirke Brixen und Pustertal ging es neben dem Jungmarketenderin Miriana Gasser über den Gutschein freuen. Ein
sportlichen Wettkampf vor allem um Freundschaftspflege. großer Dank gilt beiden Bezirken für die finanzielle Unterstützung
und der SK Gais für die gute Betreuung am Schießstand. n

Weerberg
von Martin Sprenger
Kurz & bündig
Gedenkstätte eingeweiht
- Am Sonntag, den 15. Oktober 2017 fand im Rahmen der
Kastanientage Tisens, Prissian, Völlan und Lana das tra-
Die SK Weerberg weihte im Rahmen des Erntedankfestes das neu ditionelle Kestnfestl in Völlan statt. Auch der Schützenzug
restaurierte Heimkehrergedenkkreuz ein. Die Gedenkstätte am Völlan beteiligte sich wieder erfolgreich daran. Das Fest,
Kirchplatz der Kirche St. Peter soll an die gefallenen beider Welt- das von Völlaner Vereinen getragen wird, ist ein fixer Pro-
kriege und an die verstorbenen Schützenkameraden erinnern. n grammpunkt im Schützenjahr des Schützenzugs Völlan.
Bestehend aus 10 Mitgliedern, sorgte die Untergruppe der
SK Lana mit ihrem Stand für herbstliche Geschmacks-
erlebnisse und bodenständige Unterhaltung.

Die Fahnenträger und Funktionäre der Schützenkompanie


Weerberg mit dem Heimkehrer Hans Egger
N° 6 | Dezember 2017

Aus den KOMPANIEN … 31


Innsbruck
von Heinz Wieser

Ehemaliger Präsident des Südtiroler Kulturinstituts


Dr. Marjan Cescutti
Ein großartiger Gesamttiroler, der sich dieser Funktion hat Cescutti zahlreiche Pub-
zeitlebens wirksam und nachhaltig für die likationen von Wissenschaftlern der Univer-
Kultur des ganzen Landes Tirol und dessen sität Innsbruck unterstützt. Er gehörte dem
Jugend eingesetzt hat, vollendete am 22. Verwaltungsrat an und hat die Geschichte
September das 80. Lebensjahr. Unzählig dieses Vereins maßgeblich geprägt. Auch als
sind seine erfolgreichen Fahrten nach Inns- Obmann des Vereins zur Förderung der wis-
bruck und Wien, um viele Anliegen und senschaftlichen Ausbildung und Tätigkeit
Wünsche für das Südtiroler Kulturleben zu von Südtirolern an der Landesuniversität
deponieren. Innsbruck sowie als Mitglied des Südtiroler
Marjan Cescutti wurde am 22. September Freundeskreises der Universität Innsbruck
1937 in Bozen geboren, besuchte das Fran- und der Stiftung Südtiroler Sparkasse
ziskanergymnasium in Bozen, wurde 1961 hat sich Cescutti stets für das Wohl der
zum Doktor der Philosophie promoviert Landesuniversität für Südtirol eingesetzt.
und unterrichtete seit 1961 an den Ober- Bei der Generalversammlung des Institutes
schulen die Fächer der klassischen Philolo- am 12. Mai 2014 nahm er Abschied. Den Seine Rolle und Aufgabe erfüllte Cescutti
gie. 1972 wurde er Direktor des Realgymna- Vorsitz übernahm Dr. Georg Mühlberger. im Begleiten, im Lenken, im Zusammen-
siums „Raimund von Klebelsberg“ und 1980 Als Motor und Ideenträger hat er insbeson- führen, im Organisieren und vor allem im
Direktor des Humanistischen Gymnasiums dere in den Beziehungen zu Innsbruck und Fördern, Anregen und Helfen, im Ringen
„Walther von der Vogelweide“ in Bozen. Seit Wien ein unglaubliches und nachhaltiges um Authentizität und um Qualität.
1963 ist er Mitglied des Ausschusses des Pensum abgearbeitet. Was er im Dienste
Südtiroler Kulturinstitutes und seit 1999 war Südtirols und seiner Bevölkerung bewirkt Veranstaltungen seine Unterschrift getragen
der Ehrenbürger der Universität Innsbruck hat, steht nicht unbedingt im Rampenlicht haben. Fast alles, womit er beschäftigt ist,
Präsident des Südtiroler Kulturinstituts. In der Öffentlichkeit. Wenige wissen, wie viele hat im weitesten Sinne mit Kultur zu tun. n

Lienz
von Erich Mayr

Sommerausflug der Pusterer Jungschützen


Am 23. September fand der alljährliche Sommerausflug der Jungschützen des Bezirks Pustertal nach Lienz statt. Zum ersten
Mal wurde dieser zusammen mit den Kameraden aus Ost-Tirol organisiert. Die 35 Jungschützen und 10 Betreuer fuhren mit
der Seilbahn zum Schlossberg hinauf. Dort erwarteten sie der Ost-Tiroler Bezirksmajor Patrick Rossmann, der Bataillons-
schriftführer Josef Walder sowie Jungschützen des Viertels Ost-Tirol.

Die Jungschützen konnte sich im Klet-


tergarten messen sowie den Zoo und den
Spielplatz besuchen. Nach dem gemeinsa-
men Mittagessen ging es um 17 Uhr mit
der Sommerrodelbahn ins Tal. Es war ein
gelungener und lustiger Tag, bei der so
manche Freundschaft geknüpft wurde. Ein
großer Dank gilt dem Bezirk Pustertal für
die großzügige finanzielle Unterstützung. n

Eine tolle Initiative: Pusterer und


Ost-Tiroler Jungschützen organisierten
erstmals einen gemeinsamen
Sommerausflug.
www.mukoviszidose-bz.it/de

32 Unsere JUNGSCHÜTZEN & MARKETENDERINNEN


Bozen
von Verena Geier

Marketenderinnen unterstützen Mukoviszidose-Hilfe


Neben volkstumspolitischer und kultureller Tätigkeiten haben es sich die Schützen und Marketenderinnen auch zur Aufgabe
gemacht, anderen zu helfen und in Not geratene Mitmenschen zu unterstützen. Auch die Marketenderinnen des Südtiroler
Schützenbundes haben sich diesen Grundsatz zu Herzen genommen und eine Aktion für den guten Zweck gestartet.

Kürzlich wurde das Geld im Schützenheim der SK Pater Haspinger Klausen an Thomas Emanuel Meraner, dem Vorsitzenden der Mukovis-
zidose-Hilfe Südtirol, übergeben. Dieser zeigte sich sehr erfreut über die Spende und dankte den Marketenderinnen für ihren Einsatz. Bei
einem anschließenden Gespräch berichtete er von dieser in Süd-Tirol noch eher unbekannten Krankheit.

Die fleißigen Marketenderinnen aller Bezirke fertigten an wurde insgesamt die stolze Summe von 1.871,35.- Euro gesammelt.
einigen Nachmittagen und Abenden Schlüsselanhänger aus Filz Gedankt sei allen fleißigen Helferinnen für ihren Einsatz. Ein
und Zirbensäckchen. Dankenswerterweise durften diese beim großes Dankeschön gilt auch den Schützenkompanien Gais,
Marketenderinnentreffen in Pfalzen, bei der 40-Jahr-Feier der Naturns und Terlan – sie haben ihre Schützenheime zur Verfügung
Schützenkompanie St. Pankraz und bei der 220-Jahr-Feier der SK gestellt. Vielen Dank Gerald Leiter für die Zirbenspäne und der SK
Steinegg gegen eine freiwillige Spende angeboten werden. Dabei Klausen für die Marende bei der Scheckübergabe! n

Längenfeld
von Albin Raffl

Längenfelder Jungschützen-Ausflug
Am 25.−26. August unternahmen die Län-
genfelder Jungschützen einen Ausflug mit
Übernachtung auf der Amberger Hütte. Für
Speis und Trank war reichlich gesorgt, und
der Spaß kam auch nicht zu kurz. Auf dem
Heimweg gab es noch eine Einkehr auf der
Sulztal-Alm. Ein großes Vergelt’s Gott gilt
den beiden Hütten für die gute Verpflegung
und die nette Gastfreundschaft! n

Die Jungschützen aus Längenfeld


wanderten mit ihren Betreuern von einer
Hütte zur nächsten.
N° 6 | Dezember 2017

Unsere JUNGSCHÜTZEN & MARKETENDERINNEN 33


Schwaz
von Fabian Woloschyn

Belohnung für fleißige Jungschützen


Am 16. September unternahmen die
Jungschützen und Jungmarketenderinnen
des Bataillons Schwaz mit ihren Betreuern
einen gemeinsamen Ausflug zum Skyline
Park nach Wöhrigshofen /Bayern.
Als kleines Dankeschön für die zahlreichen
fleißigen Ausrückungen des vergangenen
Jahres starteten die 86 Teilnehmer gegen
8.00 Uhr früh zum Vergnügungspark. Spaß
und Spannung standen ganz oben auf der
Tagesordnung der Besucher, welche ge-
spannt die über 60 Attraktionen des Parks
durchstreiften. Ob Achterbahn, Streichel-
zoo oder großer Schiffsschaukel, für jedes
Alter war etwas geboten.
Die Jungschützen des Bataillons Schwaz
bedanken sich auf diesem Weg recht herz-
lich bei Baon-JS-Betreuer Mario Moser und
Zahlreiche Ausrückungen in einem Schützenjahr absolvieren die Jungmarketenderinnen ihren Betreuern für den ereignisreichen
und Jungschützen im Bataillon Schwaz – der Ausflug soll ein kleines Dankeschön sein. Ausflugstag. n

Volders von Herbert Rettl

Tag der Jungschützen – Auf den Spuren des Sensenschmieds


Beim Tag der Jungschützen besuchten die
Jungmarketenderinnen und Jungschützen
des Schützenbezirkes Hall Volders und
informierten sich über die Geschichte des
Sensenschmieds Anton Reinisch.

In den Schützenkompanien des Schützen-


bezirkes Hall wird besonderer Wert auf
die Jugendarbeit gelegt. So sind in den 15
Kompanien an die 90 Jungmarketende-
rinnen und Jungschützen ein wichtiger
Bestandteil des Schützenwesens. Neben der
Nachwuchsarbeit in den einzelnen Kom-
panien werden vom Jungschützenbetreuer
Lt. Martin Mimm auf Bezirksebene laufend
Aktivitäten für die Jungmarketenderinnen
und Jungschützen organisiert. Am vergan-
genen Samstag stand die Geschichte von Jungschützen und Jungmarketenderinnen mit Begleitung vor der Gedenktafel
Volders, des Sensenschmieds Anton Rei- für den Sensenschmied Anton Reinisch
nisch und der Senseler Schützenkompanie
im Mittelpunkt. führte die Jugend durch das Dorf und er- mit einer Tal-, Mittel- und Bergstation auf
Bgm. Maximilian Harb erklärte den Jung- klärte ihnen, dass es früher in Volders fünf den Volderberg gegeben hat.
marketenderinnen und Jungschützen die Schlösser und Burgen gab. Der Weg führte
Gemeindegrenzen, und die jungen Men- vom Senseler Denkmal zum Geburtshaus Im Anschluss konnten die Jungmarketen-
schen staunten nicht schlecht, als sie hörten, von Anton Reinisch bis in die Pfarrkirche. derinnen und Jungschützen bei einer Pizza
dass sie im Wattener Schwimmbad im Z- Die jungen Leute lauschten gespannt den das geballt vorgetragene Wissen verdauen
Becken von Wattens nach Volders schwim- Ausführungen und waren sehr überrascht, und hatten zuhause sicherlich Interessantes
men können. Der Ortschronist Wurzer dass es in Volders sogar einen Materiallift zu berichten. n
N° 6 | Dezember 2017

34 Unsere JUNGSCHÜTZEN & MARKETENDERINNEN


Lienz
von Eric Krautgasser

Kinder für Kinder – gemeinsam stark!


Die Leukämie- und Kinderkrebshilfe die Fantasie der Kinder und so manches Er-
Osttirol veranstaltete auch heuer wieder, wachsenen entstanden viele kleine Kunst-
am 24. Oktober, eine Spendengala, um auch werke für die Spendengala. Viel Spaß und
in Zukunft entsprechende Hilfe leisten zu Freude sorgten dafür, dass dieser Nachmit-
können. Da dies alle in irgendeiner Form tag viel zu schnell verging. Am Ende dieses
betrifft, wollte sich auch die SK Lienz dem kreativen Nachmittags waren dann alle
nicht verschließen und organisierte einen stolz, ihren Beitrag für die Gesellschaft und
„kreativen Nachmittag“. Die Jungschützen vor allem für jene geleistet zu haben, denen
der Kompanie legten sich zusammen mit es nicht so gut geht. n
Freunden, Bekannten und Verwandten Die fleißigen Lienzer Jungschützen und
ordentlich ins Zeug. Stein um Stein wurde deren Freunde hatten sichtlich viel Spaß
bemalt, um für die Spendengala einen und Freude beim gemeinsamen Bemalen
schönen Tischschmuck zu zaubern. Durch der Steine.

Salzburg von Maria Luise Feichtner

Haus der Natur in Salzburg


Der heurige JS-Ausflug des Bataillons Innsbruck führte am 16. Sep-
tember nach Salzburg ins Haus der Natur. Für die 55 Kinder und
deren Betreuer fing der Tag schon gut an: Das Busunternehmen hat
aufgrund eines Eingabefehlers die Abfahrt falsch weitergegeben,
und so mussten alle zuerst ins McDonalds frühstücken gehen. Mit
einer Stunde Verspätung starteten die Jungschützen dann Rich-
tung Salzburg; die mitgenommenen Lunchpakete wurden schon
während der Hinfahrt gegessen. Im Haus der Natur angekommen,
schwärmten die Größeren in die verschiedensten Bereiche aus.
Zwischendurch wurden Hunger und Durst gestillt. Besonders die
Abteilung Weltraum und Technik weckten das Interesse aller. Nach
ca. 5 Stunden Bildung ging es wieder zurück nach Tirol. Den Teil-
nehmern hat dieser Tag besonders gut gefallen und der Gemein-
schaft gutgetan. n

55 Kinder durften einen besonderen Ausflug genießen.

Pergine
von Verena Geier

Trachtenschau der Marketenderinnen beim Euregio-Fest


Am Sonntag, den 17. September fand in Welsch-Tirol das zweite Euregio-Fest statt. In diesem Rahmen wurde auch eine
Trachtenvorführung organisiert, bei der Marketenderinnen
sowohl des Welschtiroler als auch des Südtiroler Schützenbun-
des die Vielfalt der Trachten ihrer Landesteile präsentierten.

Nach der Eröffnung und den Grußworten der drei Landeshauptleu-


te zeigten Evelyn Burger (SK Jenesien), Irene Pfraumer und Laura
Thaler (SK Kaltern), Tina Hopfgartner (SK Pfalzen) und Manuela
Lastei (SK Untermais) ihre traditionellen Gewänder. Letztere über-
nahm auch, gemeinsam mit Verena Geier, die Moderation. Dabei
wurden die Besonderheiten einer jeden Tracht hervorgehoben und
den interessierten Zuschauern erklärt.
Ein herzliches Dankeschön allen Teilnehmerinnen! n

Das Fest der Europaregion Tirol in Pergine wurde durch eine


Trachtenschau der Marketenderinnen aufgewertet.
N° 6 | Dezember 2017

Wir gedenken … 35
Albert Ties der Kompanie und trug viel und war von da an immer mit Mathias Weber
† 21. FEBRUAR 2017  GRIES (BZ) dazu bei, dass die Kompa- Rat und Tat zur Stelle, wenn † 1. MÄRZ 2017  PICHL/GSIES
Im Februar musste die SK nie am 10. September 1973 seine Hilfe benötigt wurde. Die SK Pichl/Gsies trauert
„Major Josef Eisenstecken“ gegründet werden konnte. In Manfred ist am 6. März 2017 um ihren Kameraden, Grün-
Gries ihren Kameraden Albert Anerkennung seiner Verdiens- im 61. Lebensjahr nach schwe- dungsmitglied Mathias Weber.
Ties zu Grabe tragen. Seit 1977 te wurde Romuald Niescher rer Krankheit von uns gegan- Geprägt von der einschneiden-
war er mit Leib und Seele bei bei der Kompanieversamm- gen. Die Kompanie begleitete den Erfahrung einer 3-jährigen
den Grieser Schützen. Für viele lung am 4. Februar 1974 zum ihn auf seinem letzten Weg. Kriegsgefangenschaft war
Jahre war er vorbildlicher und Ehrenhauptmann gewählt. Mathias zeit seines Lebens
auch hartnäckiger Zeugwart. Er hatte von der Gründung ein tief gläubiger und äußerst
Vor 15 Jahren traf Albert ein weg den Ehrenschutz über heimatverbundener Mensch,
schwerer Schicksalsschlag. Die die SK Innsbruck-Reichenau welcher mit seiner Geselligkeit
Krankheit Parkinson bestimm- übernommen. Anlässlich des die Kompanie bereicherte und
te von nun an seinen Lebens- Gründungsfestes am 2. Juni seine Kameraden mit seinen
weg. Trotz Einschränkung und 1974 wurde ihm in feierlicher Erzählungen fesseln konnte.
Verschlechterung der Krank- Form der Säbel überreicht. So Mit einer Ehrensalve durch
heit ließ er keine Ausrückung war es auch selbstverständlich, die SK Pichl/Gsies und die
und keine Versammlung aus. dass bei der Begräbnisfeier eine SK Taisten sowie dem letzten
Im Februar 2017 kam dann die fast vollständige Kompanie mit Fahnengruß verabschiedete die
Erlösung, und Albert schlief exakten Ehrensalven Abschied Kompanie Mathias am 4. März
friedlich ein. nahm. 2017 am Friedhof von Pichl.

Ehrenmitglied Fhr.
Anton Müller Hans Gander
† 24. APRIL 2017  LEISACH † 17. OKTOBER 2017 − KAPPL
Die SK Leisach trauert um Am 17. Oktober 2017 ist
ihren langjährigen Kameraden Ehrenmitglied Fähnrich Hans
Anton Müller vlg. „Unterhöller Gander nach schwerer Krank-
Toni“, der im 64. Lebensjahr heit im 77. Lebensjahr verstor-
verstorben ist. Unterjäger ben. Er war 50 Jahre Mitglied
Anton Müller war von 1965 bis der SK Kappl und davon 25
1968 bei den Jungschützen in Jahre Fähnrich vom „Zaggali“.
Leisach und ab 1986 bei den In den letzten Jahren hat es
Altschützen der Hauger SK ihm seine Erkrankung leider
Leisach. Für seinen Einsatz unmöglich gemacht, an den
EHptm. und seine Treue erhielt er 2008 Ausrückungen der Kompanie Johann Graf
Romuald Niescher die Speckbacher-Medaille. Am
24. April 2017 ist Anton nach
teilzunehmen. Im Jahre 2016
wurde Hans zum Ehrenmit-
† 5. FEBRUAR 2017  PICHL/GSIES
Mit Johann Graf trauert die SK
† 22. MAI 2017 schwerer Krankheit von uns glied der SK Kappl ernannt. Pichl/Gsies um einen langjäh-
INNSBRUCK-REICHENAU gegangen. Am 20. Oktober 2017 wurde rigen Unterstützer, welcher seit
Die SK Innsbruck-Reichenau er in Kappl zu Grabe getragen. der Gründung der Kompanie
trauert um ihr Gründungs- Die SK Kappl, Fahnenabord- im Jahre 1970 als unterstüt-
mitglied, Ehrenmajor des nungen aus Galtür, Ischgl und zendes Mitglied dabei war und
Schützenbataillons Innsbruck See sowie Viertel- und Regi- dessen Einsatz für die Allge-
und Ehrenhauptmann der SK mentskdt. Mjr. Fritz Gastl ha- meinheit in vielen weiteren
Innsbruck-Reichenau, Ro- ben Hans mit einer Ehrensalve Vereinen und Institutionen mit
muald Niescher, der im Alter die letzte Ehre am Friedhof in der Verdienstmedaille des Lan-
von 84 Jahren verstarb. Er war Kappl erwiesen. des Tirols gewürdigt wurde.
Mitinitiator zur Gründung

Manfred Senfter
† 6. MÄRZ 2017  LEISACH
Senfter „Zenza“ Manfred war
von 1966 bis 1971 bei den
Leisacher Jungschützen. 2008
wurde er wieder Mitglied der
Hauger Schützenkompanie
N° 6 | Dezember 2017

36 Für langjährige Treue WURDEN GEEHRT ...

10 Jahre
Melanie Hofer (St. Johann in Ahrn); Ptrf. Silvio Grün und Stefanie
Termine 2018
Grün (Kappl) 13. Jänner Tiroler Ball, Wien
26. Jänner Podiumsdiskussion „Schaffen wir das?“
15 Jahre Girlan
Michael Schuchter und Hans Brunner (Allerheiligen); Michael 30. Jänner Viertelversammlung Tirol Mitte, Absam
Eigentler (Gries im Sellrain); Mark. Silvia Kleinlercher, Andreas
7. Februar Übernahme Präsidentschaft der EUSAlp,
Grimm und Simon Holzer (Hopfgarten i. Def.); Bernhard Kircher,
Bernhard Larcher, Johannes Ölhafen und Andreas Puelacher Innsbruck/Igls
(Innsbruck-Arzl); Christian Steger und Günther Walcher (St. Jo- 18. Februar Andreas-Hofer-Landesfeier, Meran
hann in Ahrn); Ptrf. Thomas Schöpf (Kappl); Manuel Winkler und 20. Februar Andreas-Hofer-Gedenkfeier, Mantua
Matthias Egger (Kolsassberg); Valentina Saumweber und Martin 20. Februar Andreas-Hofer-Feier,
Saumweber (Pradl) Verleihung Ehrenzeichen
des Landes Tirol, Bergisel
20 Jahre 21. Februar Viertelversammlung Unterland, Kirchbichl
Uj. Josef Stark (Kappl) 24. Februar Peter-Mayr-Gedenkfeier, Brixen
18. März Bat. Schützenjahrtag des Bat. Kufstein, Söll
25 Jahre 15. April Landesfest 60 Jahre SSB mit Fahnenweihe,
Leo Brunner und Uj. Reinhard Waibl (Allerheiligen); Udo Haller Sarntal
und Andreas Mair (Götzens); Hansjörg Pernlochner (Innsbruck- 21. April Landesjungschützenschießen, Lienz/Osttirol
Arzl); Olt. Horst Agostini, Stefan Gasteiger, Heinrich Gruber und
Manfred Stolzlechner (St. Johann in Ahrn); Martin Laner (Kolsass- 22. April 60. Wiedergründungsjubiläum
berg); Josef Engl (Latzfons) sowie Christian Haid (Pradl) der Schützenkompanie Lana
28. April Bundesversammlung des SSB Bozen,

30 Jahre
Waltherhaus
29. April 40-Jahr-Feier der SK St. Johann in Ahrn
Zgf. Wolfgang Handle (Kappl)
29. April Bundesversammlung BTSK, Innsbruck

40 Jahre
Olt. EObm. Josef Ploner und Fhr. Michael Steinkasserer (Hopf-
garten i. Def.); Zgf. Gerhard Felderer und Andreas Sparber
(Innsbruck-Arzl); Fhr. Josef Gasteiger, Sebastian Innerhofer und
Alfred Stolzlechner (St. Johann in Ahrn); Zgf. Hubert Rudigier
(Kappl); Georg Rauter und David Unterthiner (Latzfons) sowie
EHptm. Heinrich Pöder, EOlt. Josef Gruber, Helmuth Koller,

Impressum
Johann Gruber, Peter Hillebrand und Albert Paris (St. Pankraz)

50 Jahre Anschriften der Schriftleitungen:


Alfred Kapferer (Gries im Sellrain); Fhr. Hans Blassnig (Hopfgarten Bayern: Hptm. Hans Baur, Schöttlkarstr. 7, D-82499 Wallgau,
i. Def.); Elmar Loidl (Innsbruck-Arzl); Wilfried Nothegger (Pradl) Tel. 08825/9219560, Fax 08825/9219561 E-Mail: Baur-Hans@t-online.de
Nord-/Osttirol: Franziska Jenewein, Gschnitz 140, A-6150 Gschnitz,
Tel. 0664/88265867, E-Mail: zeitung@tiroler-schuetzen.at
55 Jahre Süd-Tirol: SSB, Schlernstr. 1, I-39100 Bozen,
Tel. 0471/974078, E-Mail: presse@schuetzen.com
Hans Haller (Götzens); ELt. Manfred Juen (Kappl) und Redaktionsschluss ist der jeweils letzte Tag der Monate Februar, April,
Hptm. Alfred Winkler (Kolsassberg) Juni, August, Oktober und Dezember.
In der TSZ abgedruckte Bilder und Texte unterliegen dem Urheber-

60 Jahre
recht und dürfen nur mit Zustimmung der Schriftleiter reproduziert
werden.
ELt. Rudolf Unsinn (Innsbruck-Arzl); ELt. Johann Künig Die Beiträge müssen nicht die Meinung der Redaktion wiedergeben.
(St. Johann in Ahrn) und EMgl. Eugen Rudigier (Kappl) Eigentümer und Herausgeber:
Bund der Tiroler Schützenkompanien, Brixner Str. 2, Innsbruck, und
Abs.: Bund der Tiroler Schützenkompanien, Brixner Str. 2, A-6020 Innsbruck Südtiroler Schützenbund, Schlernstr. 1, Bozen
Eingetragen beim Landesgericht Bozen, Nr. 6/77. Verantwortlicher
Schriftleiter im Sinne des Pressegesetzes Hartmuth Staffler. Die Tiroler
Schützenzeitung versteht sich als Mitteilungsblatt des Südtiroler
Schützenbundes, des Welschtiroler Schützenbundes, des Bundes der
Tiroler Schützenkompanien und des Bundes der Bayerischen Gebirgs-
schützenkompanien. Schriftleiter SSB: Mjr. Günther Mairhofer; BGSK:
Hptm. Hans Baur; BTSK: Franziska Jennewein, WTSB: Romina Tomasini
Druck: Karodruck, Frangart