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Konsolidierung des Portfolios von

Aktivkohle-Filtermedien
Bachelorarbeit
im Fachgebiet Textile Technologien

vorgelegt von: Patrizia Zwierlein


Wohnort: 90522 Oberasbach
Fakultät: Ingenieurswissenschaften
Matrikelnummer: 01500708
vorgelegt bei: Prof. Oliver Lottes

Hof, 12. März 2012


SPERRVERMERK
Die vorliegende Bachelorarbeit beinhaltet interne und vertrauliche Informationen
der Firma:

MANN+HUMMEL Innenraumfilter GmbH und Co. KG

Die Weitergabe des Inhaltes der Arbeit und eventuell beiliegender Zeichnungen und
Daten im Gesamten oder in Teilen ist grundsätzlich untersagt. Es dürfen keinerlei
Kopien oder Abschriften - auch in digitaler Form - gefertigt werden. Ausnahmen
bedürfen der schriftlichen Genehmigung der Firma:

MANN+HUMMEL Innenraumfilter GmbH und Co. KG


I

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung und Zielsetzung 1

2 Grundlagen der Filtration 3


2.1 Filtrationsprinzipien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
2.2 Abscheide- und Transportmechanismen . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
2.3 Leistungskenngrößen eines Filters . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6

3 Aktivkohle in Innenraumfiltern 10
3.1 Grundlagen der Adsorption . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
3.2 Herstellung von Aktivkohle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
3.3 Funktionsweise von Aktivkohle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
3.4 Charakterisierung von Aktivkohle in der Innenraumfiltration . . . . . 13

4 Vorbereitung der Konsolidierung 15


4.1 Aufbau Kombifilter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15
4.2 Herstellung eines Kombifilters . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
4.3 Leistungsmerkmale von Kombifiltermedien . . . . . . . . . . . . . . . 20
4.4 Bestandteile . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20

5 Konsolidierung der Filtermedien 27


5.1 Aufbereitung der Materialkombinationen . . . . . . . . . . . . . . . . 27
5.2 Vorgehensweise für Konsolidierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27
5.3 Konsolidierung und Einzelbetrachtung . . . . . . . . . . . . . . . . . 28

6 Auswertung der Konsolidierung 34


6.1 Messtechnische Auswertung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34
6.2 Fertigungstechnische Machbarkeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35

7 Fazit 37

Literaturverzeichnis 38

8 Anhang 40
II

Abbildungsverzeichnis

2.1 Übersicht über die verschiedenen Abscheidemechanismen [5] . . . . 5


2.2 Verlauf des Druckverlustes ∆p in Abhängigkeit von der Bestaubungs-
zeit t [5] . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
2.3 Mengenverteilung bei Trennprozessen [2] . . . . . . . . . . . . . . . 8
2.4 Abscheidegrad in Abhängigkeit von der Bestaubungszeit t [5] . . . . 8

3.1 Grundbegriffe der Adsorption [3] . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10


3.2 REM Aufnahme von Aktivkohle, basierend auf Holz und Kokosnuss-
schalen [6] . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13

4.1 REM Aufnahme eines Kombifilter mit konventionellem Aufbau . . . . 15


4.2 Kombifilter mit dualem Aufbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
4.3 Herstellung eines Kombifilters . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19
4.4 Schüttbettmessungen Drehrohrofen aktivierte Aktivkohle Typ 1 . . . 22
4.5 Schüttbettmessungen Drehrohrofen aktivierte Aktivkohle Typ 2 . . . 22
4.6 Schüttbettmessungen Wirbelschicht aktivierte Aktivkohle Typ 1 . . . 23
4.7 Schüttbettmessungen Wirbelschicht aktivierte Aktivkohle Typ 2 . . . 24
4.8 Schüttbettmessungen Katalytische Aktivkohle . . . . . . . . . . . . . 24

6.1 Vergleich Produktionsversuch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36

8.1 n-Butan Ergebnisse des Filters KF046 . . . . . . . . . . . . . . . . . . 55


8.2 n-Butan Ergebnisse des Filters KF064 . . . . . . . . . . . . . . . . . . 56
III

Tabellenverzeichnis

4.1 Trägervliese . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26

5.1 Toleranzen der Aktivkohle-Auflagemenge . . . . . . . . . . . . . . . 28


5.2 Einzelbetrachtung Gruppe 3 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29
5.3 Einzelbetrachtung Gruppe 14 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30
5.4 Einzelbetrachtung Gruppe 13 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31
5.5 Einzelbetrachtung Gruppe 20 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32
5.6 Einzelbetrachtung Gruppe 32 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33

6.1 Messergebnisse KF046 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34


6.2 Messergebnisse KF064 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35

8.1 Übersicht Filter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41


8.2 Übersicht Klassen und Gruppen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49
IV

Abkürzungsverzeichnis
AK Aktivkohle

D Dualer Aufbau

DRO akt. Drehrohrofen aktivierte Aktivkohle

IAM Independent Aftermarket

K Konventioneller Aufbau

KF Kombifilter

OE Original Equipment

Prio A Erste Priorität

Prio B Zweite Priorität

TV Trägervlies

WS akt. Wirbelschicht aktivierte Aktivkohle


1

1 Einleitung und Zielsetzung

Der Einsatz von Filtern zur Verbesserung der Luftqualität in Fahrzeugen gehört in
Europa bereits zur serienmäßigen Ausstattung. Hierbei werden für die Partikelab-
scheidung Hochleistungsvliese und für die Adsorption von Gasen und Geruchsstoffen
Aktivkohle auf Basis von Kokosnussschalen eingesetzt. Filtermedien deren Aufbau aus
beiden Komponenten besteht werden als Kombi- oder Komfortfilter bezeichnet. Diese
tragen dem Schutz der Insassen vor gesundheitsschädlichen Gasen und Feinpartikeln
aber auch den gestiegenen Komfortbedürfnissen der Fahrzeughalter Rechnung.
Aufgrund einer Vielzahl von Automobilherstellern und Fahrzeugtypen existiert
eine Vielzahl an verschiedenen Filtern. Jeder Filter ist speziell auf den zur Verfügung
stehenden Bauraum und an die Anforderungen der Hersteller angepasst.
MANN+HUMMEL Innenraumfilter GmbH und Co. KG verfügt über das benötigte
Know-How sowie ein breites Produktportfolio und kann den Ansprüchen der Au-
tomobilhersteller gerecht werden. Jedoch sollen aus Rationalisierungs- und EDV-
technischen Gründen das Portfolio der Kombifiltermedien konsolidiert werden. Ziel
der Konsolidierung ist es, durch Zusammenlegen mehrerer Filtermedien eine Redu-
zierung der Medienvielfalt ohne Leistungseinbußen der Filter zu erreichen. Das heißt,
eine Umstellung von einzelnen Bestandteilen kann nur dann erfolgen, wenn sich
diese letztlich nicht negativ auf die Performance des einzelnen Filters auswirkt. Für
eine Realisierung müssen sowohl die Leistungskenngrößen der einzelnen Bestandteile
sowie des Verbundes bekannt sein.
Aus gegebenem Anlass befasst sich diese Arbeit zu Beginn mit den Grundlagen
der Partikelabscheidung sowie der Funktionsweise von Aktivkohle im Bereich der
Luftfiltration. Anschließend werden die eingesetzten Werkstoffe hinsichtlich ihrer
Zusammensetzung und Leistungsdaten genannt.
Für die folgende Eingrenzung der Materialkombinationen werden alle Bestandsfil-
ter tabellarisch mit deren dazugehörigen Merkmalen erfasst und Filter mit gleichem
Medienaufbau zu einer Klasse zusammengefasst. Unter Berücksichtigung der vorlie-
genden Informationen kann nun die Eingrenzung erfolgen. Aufgrund vorliegender
Messdaten wird zuerst eine theoretische Betrachtung und anschließend eine mess-
1 Einleitung und Zielsetzung 2

technische Auswertung erfolgen.


3

2 Grundlagen der Filtration

2.1 Filtrationsprinzipien

Die Aufgabe eines Filters besteht darin Fest-Flüssige bzw. Fest-Gasförmige-Systeme


mithilfe eines Filterelementes voneinander zu trennen, dabei wird zwischen der
Oberflächen- und der Tiefenfiltration unterschieden.

Bei der Oberflächenfiltration werden die Partikel ausschließlich an der Filtero-


berfläche abgeschieden, dabei bildet sich ein sogenannter Filterkuchen welcher als
eine Art Sperrschicht gegenüber den ankommenden Partikeln wirkt. Der Filterkuchen
wirkt als eigentliche effektive Filterschicht, daher wird die Oberflächenfiltration auch
als Kuchenfiltration bezeichnet. Wenn die Filterkapazität erschöpft ist, muss der
Filter ausgetauscht oder abgereinigt werden. Die Möglichkeit der Regeneration ist ein
charakteristisches Merkmal der Oberflächenfiltration [10]. Oberflächenfilter finden
Verwendung wenn hohe Staubfrachten abgeschieden werden müssen [4].

Die Abscheidung von Partikeln innerhalb der Faserschichten wird als Tiefenfiltration
bezeichnet. Hierbei werden die Partikel mittels Haftkräften an der Faseroberfläche
abgeschieden. Der Transport der Feststoffteilchen an die Oberfläche erfolgt über
verschiedene Abscheidemechanismen. Nach einer gewissen Bestaubungszeit sind die
Porenöffnungen des Filters so zugesetzt dass der Druckabfall steigt und die geforderte
Abscheideleistung nicht mehr gewährt ist, der Filter muss ausgetauscht werden. Eine
Möglichkeit der Regeneration besteht hier nicht [5]. Tiefenfilter besitzen eine hohe
Porösität “um möglichst viele Staubpartikel in der Tiefe des Mediums einlagern zu
können”[4].

2.2 Abscheide- und Transportmechanismen

Bei der Partikelfiltration wird der zu trennende Feststoff an die Faseroberfläche


transportiert und dort mittels Haftkräften, zumeist Van-der-Waal’sche Wechselwir-
2 Grundlagen der Filtration 4

kungen, abgeschieden [5]. Verantwortlich für den Transport der Teilchen sind die
Anströmgeschwindigkeit, die Partikelgröße sowie die Art der Fluiden [2]. Hierbei
unterscheidet man zwischen dem Diffusions-, Trägheits- und Sperreffekt.

Der Diffusionseffekt beruht auf der Brownschen Bewegung und ist am stärksten
bei Partikeldurchmessern dP < 0, 1µm zu beobachten [10]. Die kleinen Partikel be-
wegen sich Regellos, dies hat zur Folge dass sie willkürlich aufeinander stoßen und
somit die Wahrscheinlichkeit des Auftreffens auf der Faseroberfläche erhöht wird.
Dieser Effekt ist stark von der Temperatur T sowie der Viskosität µ des Fluides
abhängig und kann mithilfe des Diffusionskoeffizienten D beschrieben werden. An-
hand eines Abescheidemodells an einer Einzelfaser kann dieser für unterschiedliche
Partikeldurchmesser dP bestimmt werden:

k∗ · T ·Cu
D= (2.1)
3 · π · µ · dP
In die Berechnung gehen die Boltzmann-Konstante k* sowie die Cunningham-
Korrektur Cu ein. Die Auftreffwahrscheinlichkeit eines Partikels auf der Faser kann
mithilfe des Auftreffgrades ηD in folgender Gleichung beschrieben werden:

1
ηD ∼ 2 (2.2)
(v0 · D · dP ) 3
Die Abhängigkeit von dem Diffusionskoeffizient sowie der Anströmgeschwindigkeit
v zeigt , dass mit steigender Temperatur sowie sinkender Viskosität und Partikelgröße
die Wahrscheinlichkeit des Auftreffens auf der Faser erhöht wird [5].

Der Trägheitseffekt wird bei massehaltigen Partikeln mit einem Durchmesser


dP > 1µm beobachtet. Feine Partikel können dem Luftstrom folgen der durch eine
Faser abgelenkt wird, jedoch Partikel mit einer großen Masse bleiben aufgrund der
Trägheit auf ihrer Bahn und bleiben somit an der Anströmseite des Filters haften.
Mithilfe des Trägheitsparameter ψ kann anhand der Gleichung 2.3 gezeigt wer-
den, dass der Trägheitseffekt mit steigender Anströmgeschwindigkeit v0 , größerem
Partikeldurchmesser dP sowie kleinerem Faserdurchmesser d f zunimmt. ρP ist die
Partikeldichte [10]
2 Grundlagen der Filtration 5

ρP · dP 2 · v0
ψ= (2.3)
18 · µ · d f
[5]
Der Sperreffekt beschreibt eine geometrische Sperrwirkung abhängig von dem
Partikeldurchmesser (zwischen 0, 1µm–1µm) und dem Faserdurchmesser. Die Partikel
folgen der Bahn des Luftstromes und berühren, wenn ihr Radius größer ist als
der Abstand von der Faseroberfläche zu der Bahn oder wenn der Abstand zweier
benachbarter Fasern kleiner ist als der Durchmesser des Partikels, die Faser und
werden abgeschieden. Dies kann anhand der Formel für den Sperreffektparameter R
bestimmt werden.

dP
R= (2.4)
df
Dieser sagt aus, je größer der Partikeldurchmesser dP und je kleiner der Faser-
durchmesser d f und -abstand, desto besser ist die Abscheidung über den Sperreffekt
[5].

Abbildung 2.1: Übersicht über die verschiedenen Abscheidemechanismen [5]

Neben den genannten Abscheidemechanismen spielen bei der Filtration noch


weitere Kräfte eine Rolle. Durch elektrostatische Kräfte wird ein Abscheiden über
unterschiedliche Ladungen von Faser und Partikel erreicht. Besonders wichtig ist die-
ser Effekt in der Innenraumfiltration. Klimaanlagen im Automobil unterliegen starken
Beschränkungen hinsichtlich Gewicht und Leistung. Bei der mechanischen Filtration
2 Grundlagen der Filtration 6

ist die Luftleistung reduziert, daher sind elektrostatische Effekte sehr wichtig. Eine
weitere wichtige Größe ist der Haftanteil bzw. die Haftwahrscheinlichkeit zwischen
Partikel und Faser. Für eine tatsächliche Partikelabscheidung müssen die zur Faser
transportierten und abgeschiedenen Teilchen auch dann haften bleiben wenn ein
energiereicheres Partikel dagegen stößt. Das bedeutet die Haftkraft muss größer sein
als die Energie beim Aufprall eines Partikels, damit dieser nicht von der Oberfläche
abprallt bzw. ein bereits abgeschiedenes Partikel mitreist [2].

2.3 Leistungskenngrößen eines Filters

Um Filtermedien und Filterelemente bewerten und vergleichen zu können gibt es


unterschiedliche Leistungskenngrößen welche die Effektivität des Filtrationsvorgan-
ges beschreiben und beurteilen. Im Folgenden werden die wichtigsten Kenngrößen
beschrieben.

Druckverlust/Druckdifferenz
Aufgrund des Widerstandes, welchen jede einzelne Faser in einem Filter der
Strömung entgegensetzt entsteht ein Druckverlust [5]. Dieser wird maßgeblich
von der mikroskopischen Struktur des Filters beeinflusst. Die Struktur umfasst die
Packungsdichte der Fasern sowie deren Oberfläche. Zu Beginn der Filtration werden
Partikel in dem Medium eingelagert (Tiefenfiltration), dadurch werden die Poren
kleiner und der Druck steigt an. Mit fortschreitender Filtration bildet sich ein Fil-
terkuchen (Oberflächenfiltration) welcher einen weiteren Druckverlust verursacht
[10]. Für die Beurteilung spielt vor allem der Anfangsdruckverlust, hierbei wird die
Druckdifferenz eines unbestaubten Filters gemessen, und der Enddruckverlust eine
Rolle. Bei dem Enddruckverlust handelt es sich um eine vorgegeben Größe bei der
der Filter eine bestimmte Staubmenge aufgenommen haben muss und bei welcher
er ausgetauscht werden sollte um Leistungseinbußen zu vermeiden. In der Graphik
sind die zwei Phasen der Filtration deutlich zu unterscheiden [5].
2 Grundlagen der Filtration 7

Abbildung 2.2: Verlauf des Druckverlustes ∆p in Abhängigkeit von der Bestaubungs-


zeit t [5]

Abscheidegrad/Abscheideleistung
Die Charakterisierung der Abscheideleistung eines Filters erfolgt über den Ab-
scheidegrad η, dieser gibt den Anteil der Partikel an, welche bei der Filtration
abgeschieden werden. Er lässt sich über das Verhältnis zwischen der abgeschiedenen
Partikelmenge (Grobgut mG ) zur aufgegebenen Menge (Aufgabegut mA ) berechnen
(oder mithilfe des Fraktionsabscheidegrad T(x) und der Massenverteilungsdichte des
Aufgabegutes qA ) [2].
Z xmin
mG
η= bzw. η = T (x) · qA · dx (2.5)
mA xmax

[2]
Das Grobgut fasst die Masse aller abgeschiedenen Partikel zusammen, wobei
das Feingut mF die Masse der in das Reingas gelangenden, nicht abgeschiedenen,
Partikel bezeichnet . Des Weiteren wird zwischen dem Gasamtabscheidegrad sowie
dem Fraktionsabscheidegrad T(x) unterschieden [5], hierbei beschreibt letzterer
die Abscheidung in bezug auf einzelne Partikeldurchmesser x. Dies ermöglicht eine
Zuordnung der Abscheideleistung auf verschiedene Partikelklassen [10].
Für die Berechnung des Fraktionsabscheidegrades T(x) gilt folgende Gleichung

d · mG (x) qG (x)
T (x) = = g· 0 ≤ T (x) ≤ 1 (2.6)
d · mA (x) qA (x)
[2]
wobei g = mG /mA der Grobgutmengenanteil ist und in diesem Fall dem Gesamt-
2 Grundlagen der Filtration 8

Abbildung 2.3: Mengenverteilung bei Trennprozessen [2]

abscheidegrad entspricht. In der Filtration ist der Abscheidegrad von der Bestau-
bungszeit abhängig. Anhand der Graphik 2.4 ist erkennbar dass der Abscheidegrad
unterschiedliche Steigungen aufweist. Im Neuzustand sind die Poren des Filters noch
größer und somit können feinste Partikel den Filter passieren, bei zunehmender
Beladung verstopfen die Poren und es bildet sich ein Filterkuchen, der als Sperr-
schicht, auch gegenüber feinster Partikel wirkt, die somit abgeschieden werden [5].
Der anfängliche Abscheidegrad wird als Anfangsabscheidegrad bezeichnet.

Abbildung 2.4: Abscheidegrad in Abhängigkeit von der Bestaubungszeit t [5]

Nach dem Erreichen eines Zielwertes, zumeist eines bestimmten Differenzdruckes,


ist der Endpunkt der Bestaubung erreicht woraus sich der Gesamtabscheidegrad
ergibt.
2 Grundlagen der Filtration 9

Staubspeicherkapazität
Eine weitere Kenngröße zur Leistungsbestimmung eines Filters ist die Staub-
speicherkapazität. Sie bezeichnet die Menge der aufgenommenen Partikel bis zum
Erreichen einer vorgegebenen, maximalen Druckdifferenz. Die Angabe kann als
Staubspeicherkapazität in [g] bzw. als spezifische Staubspeicherkapazität G in [g/m2 ],
bezogen auf die Filterfläche, erfolgen. Für die Auslegung eines Filter spielt dieser
materialspezifische Wert eine entscheidende Rolle. Entscheidenden Einfluss auf die
Staubspeicherkapazität hat die Größe der Partikel, viele kleine Teilchen blockieren
einen Filter wesentlich schneller als grobe, voluminöse Partikel [2].
10

3 Aktivkohle in Innenraumfiltern

Aktivkohlen sind hochporöse Kohlenstoffe mit einer verzweigten feinporigen Struktur.


Sie dienen zur Adsorption von schädlichen Gasen aus der Umgebungsluft [3].

3.1 Grundlagen der Adsorption

Als Adsorption wird die Anlagerung bzw. Anreicherung von gasförmigen oder gelösten
Stoffen an der Grenzfläche eines Festkörpers bezeichnet. Zwischen festen und flui-
den Phasen treten an den Grenzflächen Wechselwirkungen auf, aufgrund dieser
Wechselwirkungen kann es zu einer Anlagerung (Adsorption) oder Abstoßung kom-
men. Dieser Effekt wird als Oberflächen- bzw. Grenzflächeneffekt bezeichnet [3].
Der umgekehrte Vorgang wird als Desorption bezeichnet, hierbei wird ein bereits
adsorbiertes Molekül von dem Feststoff entfernt und somit in die freie fluide Phase
überführt [6].

Abbildung 3.1: Grundbegriffe der Adsorption [3]


3 Aktivkohle in Innenraumfiltern 11

Erläuterung der Begriffe:

• Adsorbens ist der Feststoff, der das zu adsorbierende Molekül bindet,

• Adsorptiv ist das zu adsorbierende Molekül, noch in der Gasphase befindlich,

• Adsorpt das adsorbierte Molekül und

• Adsorbat der Komplex aus Adsorpt und Adsorbens [6]

Charakteristisch für Festkörper mit sehr guten adsorptiven Eigenschaften sind


Stoffe mit einer großen Inneren Oberfläche. Des weiteren gibt es sogenannte aktive
Zentren auf der Oberfläche, meist sind das Fehlstellen im Gitter oder funktionelle
Gruppen, an denen Schadstoffe gebunden werden können [3].
Bei der Adsorption wird grundsätzlich zwischen physikalischer und chemischer
Adsorption unterschieden. Die physikalische Adsorption beruht hauptsächlich auf
schwachen Wechselwirkungskräften, wie van der Waals’sche-, Dispersions-, Dipol-
oder Induktionskräfte [6]. Hingegen wird bei der chemischen Adsorption chemische
Bindungen zur Oberfläche des Adsorbens eingegangen welche die Struktur des
Adsorbats verändert. [11].

3.2 Herstellung von Aktivkohle

Ausgangsmaterialien sind Torf, Holz, Holzkohle, Steinkohle und Nussschalen [3]. In


der Innenraumfiltration werden hauptsächlich Aktivkohlen aus Kokosnussschalen
verwendet. Gründe hierfür sind die mikroporöse Struktur und die natürliche Härte
[7]. Das Ausgangsmaterial wird im ersten Schritt verkohlt, hierbei wird durch Er-
hitzen unter Sauerstoffausschluss das Rohmaterial von flüchtigen Stoffen, wie z.B.
Teer-artige Produkte, Schwefel, befreit. Um jedoch ein feinporiges aktives Poren-
system zu erhalten kann das Halbfabrikat zum einen mit oxidierenden Gasen oder
chemisch behandelt werden. Bei der Behandlung mit Gasen werden vorzugsweise
Wasserdampf, Kohlendioxid und Luft verwendet. Hierbei spricht man von einer Gas-
aktivierung, die bei Temperaturen zwischen 800 und 1000 °C stattfindet, wobei ein
Teil des Kohlenstoffs vergast wird und sich die innere Oberfläche stark vergrößert. Die
chemische Aktivierung spielt bei der Herstellung von Aktivkohle für Innenraumfilter
keine Rolle und wird daher nicht weiter erläutert. [3].
Der Aktivierungsprozess kann in Drehrohröfen oder in Wirbelschichtreaktoren
ablaufen. Beim Drehrohrofen handelt es sich um einen kontinuierlichen Prozess,
3 Aktivkohle in Innenraumfiltern 12

der Ofen wird durch direkt am Ofen befindliche Brenner beheizt. Im Gegensatz
zum Wirbelschichtreaktor erfolgt die Temperaturbehandlung langsamer und der Gas-
Feststoff-Kontakt ist schlechter. Der Wirbelschichtreaktor arbeitet im Batch-Modus,
die Aktivkohle wird von unten mit dem heißen Gas durchströmt und dadurch aufge-
wirbelt. Durch den besseren Gas-Feststoff-Kontakt verbessert sich die Adsorption des
Testgases n-Butan. [3].
Aufgrund ihrer Eigenschaften können manche Schadstoffe mittels Adsorption
nur unzureichend entfernt werden. Daher gibt es zum einen die Möglichkeit der
Imprägnierung. Dadurch können die speziellen Substanzen wie z.B. Chlor, Ammoniak
u.a. mittels chemischer Adsorption gebunden oder durch diese in eine adsorbierbare
Form überführt werden. Als Imprägniermittel werden z.B. Metallsalze, Jod sowie
Säueren oder Laugen eingesetzt [1]. Zum Anderen können Kohlen vor oder nach
der Aktivierung mit stickstoffhaltigen Verbindungen behandelt werden, diese werden
dann als katalytische Aktivkohlen bezeichnet [3].

3.3 Funktionsweise von Aktivkohle

Das mit Schadstoff beladene Fluid strömt durch die Aktivkohleschicht und gibt dabei
die Schadstoffe an die Aktivkohle ab. Da Aktivkohle über eine verzweigte feinporige
Struktur verfügt, welche ihr eine große Innere Oberfläche verleiht, kann eine große
Menge an Schadstoffen aufgenommen werden. Die vorhandenen Poren haben zy-
linderförmige, schlitzartige, V-förmige oder unregelmäßige Ausbildungsformen. An
den kleinsten Poren treten starke Kapillarkräfte auf, dadurch wird der Schadstoff
hauptsächlich dort adsorbiert bzw. gespeichert während die größeren Poren für den
schnellen Transport dorthin sorgen [3].

Es werden folgende Porenklassen unterschieden: [6]

• Submikroporen: Porenradius < 0,2 nm

• Mikroporen: 0,2 nm < Porenradius < 1 nm

• Mesoporen: 1 nm < Porenradius < 25 nm

• Makroporen: 25 nm < Porenradius

Abbildung 3.2 zeigt eine Raster-Elektronen-Mikroskop (REM) Aufnahme auf Holz


und Kokosnussschalen basierender Aktivkohle, zu sehen ist die Zell- und Kapillarstruk-
3 Aktivkohle in Innenraumfiltern 13

tur welche beim Pflanzenwachstum entstanden ist. Die Struktur zeigt Makroporen
mit einem Radius im Bereich von 1000 nm [6].

Abbildung 3.2: REM Aufnahme von Aktivkohle, basierend auf Holz und Kokosnuss-
schalen [6]

3.4 Charakterisierung von Aktivkohle in der


Innenraumfiltration

Um die Qualität bzw. die unterschiedlichen Eigenschaften der Aktivkohlen zu er-


mitteln werden unterschiedliche Messungen durchgeführt, die wichtigsten werden
nachfolgend genannt und beschrieben.

Schüttdichte: Die Schüttdichte gibt das Gewicht pro Volumen der geschütteten
Aktivkohlenprobe an. Die Konstanz der Schüttdichte spielt vorallem in der Produk-
tion eine wichtige Rolle, da die Aktivkohke über ihr Gewicht pro Fläche eingestellt
wird. Ändert sich nun das Gewicht pro Volumen ändert sich auch die Dicke der
Auflage welche einen Einfluss auf die spätere Performance des Filters hat [7].

Ball-Pan-Härte: Die Ball-Pan-Härte ist ein Maß für die Härte und Zähigkeit der
Aktivkohle. Relevant ist dies für die Verarbeitung damit die Partikel während des
Produktionsprozess nicht zerstört werden [7].

Korngrößenverteilung und mittlerer Partikeldurchmesser: Die Korngrößenver-


teilung und der mittlere Partikeldurchmesser haben einen großen Einfluss auf den
3 Aktivkohle in Innenraumfiltern 14

Druckverlust sowie auf die Adsorptionseigenschaft der Kombimedien. Je geringer der


mittlere Partikeldurchmesser desto besser ist die Spontanität aber umso höher der
Druckverlust [7].

Aschegehalt: Der Aschegehalt gibt Auskunft über die Herkunft sowie die Qualität
der Aktivkohle. Ändert sich sein Wert, kann daraus geschlossen werden dass sich die
Qualtität oder Herkunft des Rohstoffes geändert hat [7].

pH-Wert: Natürliche Aktivkohle auf Basis von Kokosnussschalen haben einen pH-
Wert von 9 bis 11. Die alkalische Eigenschaft hat einen positiven Einfluss auf die
Adsorption von sauren Gaskomponenten wie z.B. SO2 [7].

n-Butan Kapazität: Bei der Messung der n-Butan Kapazität wird die Menge an
n-Butan bestimmt welche die Aktivkohle, unter vorgegebenen Bedingungen, bis zur
einem Durchbruch von 95% aufnehmen kann. Als Durchbruch wird der prozentuale
Anteil der n-Butan-Konzentration vor und nach der Aktivkohleschicht bezeichnet.
Der Durchbruch in der Anfangsphase der Messung wird als Spontanität bezeichnet.
Der Sofortdurchbruch ist der Durchbruch zum Zeitpunkt Null [3]. Das gleiche gilt
auch für andere Gase.

Aktivierung: Die Aktivierung der Aktivkohle wir hauptsächlich über die BET-Methode
ermittelt [3]. Spezifische Oberfläche (BET): Die BET-Messung (BET steht für Brunauer,
Emmett und Teller welche die Entwickler dieser Methode sind) ist ein Analyseverfah-
ren welches mittels Gasadsorption die innere Oberfläche eines porösen Festkörpers
rechnerisch erfassen kann [12]. Die Oberfläche ist ein entscheidendes Merkmal der
Aktivkohle und hat direkten Einfluss auf die Adsorptionsleistung des Filterelementes
[7].
15

4 Vorbereitung der Konsolidierung

Für die Reduzierung der Filtermedien müssen sowohl die Eigenschaften der einzelnen
Bestandteile sowie des Verbundes bekannt sei. Außerdem muss ein Verständnis für
den Aufbau und die Herstellung der Filter vorhanden sein. Im folgenden werden
auf die bestehenden Formen, die Herstellung sowie die eingesetzten Materialien der
Firma MANN+HUMMEL Innenraumfilter GmbH in Gefrees eingegangen.

4.1 Aufbau Kombifilter

Der Aufbau eines Kombifilters ist mehrschichtig und kann sich in der Zusammen-
setzung der Lagen unterscheiden. Konventionelle Filter bestehen aus einer Partikel-
vlieslage und einer Schicht Aktivkohle, welche mittels Kleber auf einem Trägervlies
befestigt wird. Der Verbund zwischen Aktivkohle und Trägervlies wird als Aktivkohle-
medium bezeichnet.

Abbildung 4.1: REM Aufnahme eines Kombifilter mit konventionellem Aufbau

Duale Filter haben zwei Lagen Aktivkohle, der weitere Aufbau kann sich unter-
scheiden, da es duale Medien mit und ohne Partikelfilter gibt. In Abb. 4.2 sieht man
einen Filter mit einem Partikelfiltervlies. Filter ohne Partikelfilterlage werden zumeist
in Reihe hinter einen reinen Partikelfilter geschalten.
4 Vorbereitung der Konsolidierung 16

Abbildung 4.2: Kombifilter mit dualem Aufbau

Entscheidend für die Performance der Kombifilter ist die richtige Wahl der einzelnen
Bestandteile.

4.2 Herstellung eines Kombifilters

Für die Herstellung eines Filters wird im ersten Arbeitsgang eine bestimmte Menge
Aktivkohle mit Kleber auf ein Trägervlies aufgesprüht. Durch dieses spezielle Verfah-
ren kann eine homogene dreidimensionale Struktur aus Kleberfäden und Aktivkohle
aufgebaut werden [9]. Im zweiten Arbeitsgang werden die Medien zusammengeführt,
plissiert und zum fertigen Filter verarbeitet.
Hierbei werden zuerst das Aktivkohlemedium und das Partikelfiltervlies der Anlage
zugeführt (siehe Bild 1). Anschließend wird Kleber aufgetragen und beide Bestand-
teile zusammengeführt (siehe Bild 2), das dadurch entstandene Filtermedium auf die
geforderte Breite zugeschnitten (siehe Bild 3) und plissiert. Nach dem Plissieren wird
mit Hilfe einer Thermobehandlung die Faltenform fixiert und komprimiert (siehe Bild
4), das Komprimieren dient dazu möglichst dünne Falten zu erhalten, da sich dies
positiv auf den Druckabfall auswirkt. Um den richtigen Abstand zwischen den Falten
zu erhalten wird das plissierte und komprimierte Filtermedium einer s.g. Schnecke
(siehe Bild 5) zugeführt, diese erfasst jede Falte und führt sie im richtigen Abstand
zur vorherigen Falte weiter. Um den eingestellten Abstand zu fixieren werden an
4 Vorbereitung der Konsolidierung 17

beiden Seiten Vliesbänder aufgeklebt. Danach wird der Filter auf die benötigte Länge
geschnitten (siehe Bild 6), die Stirnseiten ebenfalls mit Vliesbändern beklebt und
bedruckt.
Die Herstellung der Filter für die Versuche wäre zu kostspielig und zeitaufwendig sie
auf einer Fertigungsanlage produzieren zu lassen, daher werden sie im Musterbau
gefertigt. Dabei werden die Schritte nach der Komprimierung per Hand durchgeführt.
4 Vorbereitung der Konsolidierung 18

(a) Bild 1 (b) Bild 2

(c) Bild 3 (d) Bild 6


4 Vorbereitung der Konsolidierung 19

(e) Bild 4

(f) Bild 5

Abbildung 4.3: Herstellung eines Kombifilters


4 Vorbereitung der Konsolidierung 20

4.3 Leistungsmerkmale von Kombifiltermedien

Für die Performance eines Kombifilters sind folgende Leistungsmerkmale entscheiden.


Es wird auf die Leistungsmerkmale eingegangen welche noch nicht beschrieben
worden sind.

• Druckdifferenz bei einem bestimmten Volumenstrom

• n-Butan-Sofortdurchbruch

• n-Butan-Kapazität

• Anfangsabscheidegrad

• Staubspeicherkapazität

4.4 Bestandteile

Partikelfiltervlies
Die Aufgabe der Partikelfilterlage im Verbund ist die Staub- und Pollenabschei-
dung. Partikelfilter der Firma MANN+HUMMEL Innenraumfilter bestehen aus Hoch-
leistungsvliesstoffen mit ein- oder mehrlagigem Aufbau. Als Kunststoffe werden
hauptsächlich Polypropylen, Polyester und Polycarbonat eingesetzt. Bei mehrlagigen
Filtermedien wird mittels des Meltblownprozess eine sehr feine Schicht Fasern auf das
Trägermaterial aufgebracht und thermisch fixiert. Diese feinfaserige Schicht erhöht
die Abscheideleistung des Filters, jedoch trägt sie zur Steigerung des Druckverlustes
bei und hat meist einen negativen Einfluss auf die Gesamtstaubkapazität [8]. Für
die vorliegende Arbeit wurde die Betrachtung der Partikelmedien ausgeschlossen, da
sich die Eigenschaften der einzelnen Medien zu stark unterscheiden und somit eine
Umstellung kaum ermöglichen.

Aktivkohle
Aufgaben im Verbund sind gasförmige Verunreinigungen und schlechte Gerüche
zurück zu halten. Insgesamt werden bei MANN+HUMMEL Innenraumfilter fünf
verschiedene, aus Kokosnussschalen hergestellte, Aktivkohlen eingesetzt. Man kann
die verwendeten Aktivkohlen in drei Klassen aufteilen
4 Vorbereitung der Konsolidierung 21

• Standardkohle: Drehrohrofen aktivierte Aktivkohle

• Premiumkohle: Wirbelschichtreaktor aktivierte Aktivkohle

• Kohle für Sonderanwendungen: Katalytische Aktivkohle

Die Unterschiede dieser Kohlen liegen in ihren Performance Eigenschaften. Stan-


dardkohlen haben eine relativ gute n-Butan Kapazität, weisen jedoch niedrigere
Performance gegenüber anderen Gasen auf. Premiumkohlen haben eine besonders
hohe n-Butan Kapazität und Kohlen für Spezialanwendungen haben gegenüber SO2
und NOx hohe Kapazitäten. Daraus resultiert dass ein Austausch der verschiedenen
Aktivkohlen nicht einfach zu gestalten ist. Wichtig ist der genaue Vergleich der Aktiv-
kohlen Typen und welche Anforderungen an den Filter gestellt werden. Ein weiteres
Problem ist, dass Aktivkohle aus einem Naturprodukt gewonnen wird und somit
natürlichen Schwankungen unterliegt. Um einen Überblick über die Schwankungen
der Aktivkohlen zu erhalten, wurden die Messergebnisse der Wareneingangsprüfung
in Diagrammen dargestellt. Daraus kann man die Beständigkeit der Qualität lesen.
Allerdings werden manche Kohlen erst seit kurzen bzw. nur sehr begrenzt eingesetzt,
daher liegen hiervon nur wenige Messwerte vor.

Die Preise der Aktivkohlen werden in Kategorien eingeteilt, hierbei ist Preiskatego-
rie 1 die günstigste und Preiskategorie 5 die teuerste Aktivkohle.

Drehrohrofen aktivierte Aktivkohle:


Für Standardanwendungen

• Drehrohrofen aktivierte Aktivkohle Typ 1


– Korngrößenverteilung: 30x60
– Preiskategorie 1
– Bessere SO2 Kapazität als Drehrohrofen aktivierte Aktivkohle Typ 2
4 Vorbereitung der Konsolidierung 22

Abbildung 4.4: Schüttbettmessungen Drehrohrofen aktivierte Aktivkohle Typ 1

• Drehrohrofen aktivierte Aktivkohle Typ 2


– Korngrößenverteilung: 20x40
– Preiskategorie 2

Abbildung 4.5: Schüttbettmessungen Drehrohrofen aktivierte Aktivkohle Typ 2


4 Vorbereitung der Konsolidierung 23

Wirbelschicht aktivierte Aktivkohle:


Für Anwendung mit hoher n-Butan Kapazität

• Wirbelschicht aktivierte Aktivkohle Typ 1


– Korngrößenverteilung: 30x60
– Preiskategorie 5
– Schnelleres Einbrechen der Performance bei 50% rel. Luftfeuchte als bei
Wirbelschicht aktivierte Aktivkohle Typ 2

Abbildung 4.6: Schüttbettmessungen Wirbelschicht aktivierte Aktivkohle Typ 1

• Wirbelschicht aktivierte Aktivkohle Typ 2


– Korngrößenverteilung: 30x60
– Preiskategorie 3
– Kohle wird erst seit kurzem eingesetzt, daher sind Eigenschaften noch
nicht ausreichend bekannt
4 Vorbereitung der Konsolidierung 24

Abbildung 4.7: Schüttbettmessungen Wirbelschicht aktivierte Aktivkohle Typ 2

Kohle für Sonderanwendungen:


Für Anwendungen mit hohen SO2 - und NOx -Performance bei durchschnittlicher
Leistung für Kohlenwasserstoffe

• Katalytische Aktivkohle
– Korngrößenverteilung: 30x70
– Preiskategorie 4
– 50% katalytische Kohle, 50% Drehrohrofenaktivierte Aktivkohle
– Hohe NOx , SO2 Performance
– Durchschnittliche Leistung für Kohlenwasserstoffe

Abbildung 4.8: Schüttbettmessungen Katalytische Aktivkohle


4 Vorbereitung der Konsolidierung 25

(Informationen von Dr. Alexander Piry und aus Internen Quellen)

Wie man erkennen kann ist ein Austausch unter den verschiedenen Aktivkohlen
nur dann möglich wenn sie zur selben Klasse gehören. Prinzipiell kann auch eine Pre-
miumkohle durch eine Standardkohle ersetzt werden, wenn man das Auflagegewicht
entsprechend erhöht, jedoch können dann andere Parameter wie etwa die Masse, die
Dicke des gesamten Filtermediums, oder der Druckverlust nicht mehr eingehalten
werden. Ein Tausch von einer schlechteren Kohle zu einer besseren Kohle ist natürlich
möglich, jedoch ist das aus wirtschaftlicher Sicht nur in Zusammenhang mit einer
Reduktion der Aktivkohle sinnvoll, um somit keine höheren Kosten zu erhalten.

Trägervlies
Das Trägervlies dient zur Fixierung der Aktivkohle, sie wird mit Kleber in einem Pro-
duktionsschritt auf das Trägervlies aufgesprüht. Des Weiteren spielt die Stabilität des
Trägervlieses eine wichtige Rolle bei der Plissierung der Medien. Für die Performance
der Kombifilter spielt das Trägervlies nur eine untergeordnete Rolle. Zu den wich-
tigsten Eigenschaften des Trägervlieses zählen vor allem die Luftdurchlässigkeit und
die Steifigkeit. Trägervliese werden hauptsächlich im Spunbondverfahren hergestellt
und bestehend aus Polyester und gegebenenfalls aus Polypropylen, anschließender
werden sie thermisch behandelt. Aufgabe im Verbund ist es die Aktivkohle zu fixie-
ren und dem Verbund zusätzliche Stabilität verleihen. Hauptsächlich werden die
folgenden Trägervliese eingesetzt:
4 Vorbereitung der Konsolidierung 26

Tabelle 4.1: Trägervliese


27

5 Konsolidierung der Filtermedien

Da die einzelnen Bestandteile sowie deren Funktionsweisen bekannt sind ist nun die
Betrachtung der einzelnen Filter notwendig. Um die Fülle der unterschiedlichen Filter
überblicken zu können ist ein Aufbereitung sowie eine strukturierte Vorgehensweise
notwendig.

5.1 Aufbereitung der Materialkombinationen

Im ersten Schritt werden alle existierenden Filter in einer Tabelle zusammenge-


fasst und auf ihre Merkmale eingegangen. Hierzu werden Ergänzungen wie Auf-
bau, Absatzzahlen, Absatzmarkt, Größe, Menge an Aktivkohle, Vergleich Soll-Ist
Werte der Serienbegleitenden Messungen (soweit vorhanden) vorgenommen. An-
schließend werden alle Filter nach ihrem Auflagegewicht, dem Aktivkohletyp, dem
Trägermaterial und dem Partikelfilter sortiert. Nach dieser Sortierung konnten Filter
mit dem gleichen Medienaufbau in Klassen zusammengefasst werden. Da die daraus
resultierende Tabelle sehr umfangreich ist, ist sie im Anhang zu finden: Tabelle 8.1
auf Seite 41. Für die weitere Vorgehensweise wurden nur noch die einzelnen Klassen
betrachtet.

5.2 Vorgehensweise für Konsolidierung

Für die Konsolidierung müssen im Allgemeinen folgende Punkte beachtet werden:


Wie bereits im Kapitel 4.4 erwähnt sind die Eigenschaften der Partikelfiltervliese
sehr unterschiedlich und werden daher in dieser Arbeit nicht betrachtet. Das be-
deutet es ist lediglich eine Umstellung der Aktivkohle, deren Auflagemenge sowie
des Trägervlieses möglich. Die Aktivkohle darf nur dann geändert werden wenn
es sich um den gleichen Typ bzw. eine bessere Kohle handelt. Die Umstellung auf
eine Kohle mit schlechteren Performancewerten und gleichzeitiger Erhöhung des
Auflagegewichts ist kritisch zu sehen. Die Veränderung der Aktivkohlenmenge sollte
sich daher nur in dem, durch die Produktion entstandenen, Toleranzbereich bewegen.
5 Konsolidierung der Filtermedien 28

Die Toleranzen sind in Tabelle 5.1 zu finden. Filter aus dem IAM-Geschäft sollten an
Filter aus dem OE-Geschäft angepasst werden. Veränderungen bei OE-Filtern ziehen
einen deutlich höheren Arbeitsaufwand mit sich als Filter des IAM-Geschäftes. Au-
ßerdem sollten bei jeder Veränderung der Aktivkohlenmenge die Serienbegleitenden
Messungen betrachtet werden um einen Überblick über die vorgegeben Soll-Werte zu
erhalten. Bei der Wahl der Trägervliese sollte in erster Linie darauf geachtet werden,
dass sie für die Fertigung geeignet sind. Vor allem bei Filtermedien mit großer Fläche
ist die Steifigkeit entscheidend für den Aufbau und Stabilität der Falten. Trägervliese
haben nur einen unwesentlichen Einfluss auf die Performance der Filter, lediglich die
Luftdurchlässigkeit der Vliese kann einen Einfluss auf die Druckdifferenz haben.

Tabelle 5.1: Toleranzen der Aktivkohle-Auflagemenge

5.3 Konsolidierung und Einzelbetrachtung

Unter Beachtung der Vorgehensweise konnten nun Konsolidierungsmöglichkeiten


herausgearbeitet werden. Durch das Angleichen von sich ähnelnden Filtern konnten
5 Konsolidierung der Filtermedien 29

Gruppen zusammengestellt werden. Die entstandene Tabelle ist im Anhang unter


Tabelle 8.2 auf Seite 49 zu finden. Bei Filtern mit der Priorität A und B wurde eine
einzelne theoretische Betrachtung der Umstellung durchgeführt. Hierbei konnten
jedoch nicht alle Filter der einzelnen Klassen betrachtet werden, daher wurde ein
Stellvertreter pro Klasse gewählt. Dieser ist zumeist einer aus dem OE-Geschäft, aus
den bereits genannten Gründen.

Gruppe 3

Aktivkohletypen
AK Auftragsgewichte in g/m²
Gruppen Klasse Prio Veränderung Filter ID Art der Messung Soll Wert ø
Trägervliese
Partikelfilteredium

DRO akt. Typ1 ∆P @ 400 m³/h < 115 Pa 86 Pa


12 225 - 15 n-Butan Kapa >6g 5,5 g
A FKF050
TV-C-75 n-Butan SDB < 13 % 12,80%
Elektretmedium 50
DRO akt. Typ2 DRO akt. Typ1 ∆P @ 6 kg/min < 70 Pa 54 Pa
11 210 n-Butan Kapa > 10 g 9,9 g
3 A FKF221
TV-C-75 SDB (n. Fiatec) < 10 % 9,20%
Elektretmedium 50
DRO akt. Typ1 ∆P @ 6 kg/min < 70 Pa 72,1
200 + 10 n-Butan Kapa >6g 5,15%
6 KF500
TV-C-75 n-Butan SDB < 10 % 23%
Elektretmedium 50

Tabelle 5.2: Einzelbetrachtung Gruppe 3

Klasse 12:
Betrachtung des Filters KF050
Eine Reduzierung der Aktivkohlenmenge wird sich nicht positiv auf die bereits
schlechte n-Butan-Kapazität auswirken, da sich die Reduzierung noch im Toleranz-
bereich des Auflagegewichts befindet sollte man diese Veränderung trotzdem in
Betracht ziehen.

Klasse 11:
Betrachtung des Filters KF221
Die Änderung der Aktivkohle sollte möglich sein, da es sich hierbei um den selben
Aktivkohletyp handelt. Da Typ 2 gröber ist als Typ 1, kann der Einsatz von AK Typ
1 zu einem Anstieg der Druckdifferenz führen. Jedoch liegt der Durchschnitt der
Messergebnisse noch unter dem Soll-Wert.
5 Konsolidierung der Filtermedien 30

Klasse 6:
Betrachtung des Filters KF500
Eine Erhöhung der Aktivkohlenmenge wirkt sich positiv auf die n-Butan-Kapazität
und den Sofortdurchbruch aus, aber zugleich negativ auf die Druckdifferenz. Aller-
dings handelt es sich hierbei nur um 10 g/m2 höheres AK-Flächengewicht, daher
sollte sich dies nicht allzu stark bemerkbar machen.

Gruppe 14

Aktivkohletypen
AK Auftragsgewichte in g/m²
Gruppen Klasse Prio Veränderung Filter ID Art der Messung Soll Wert ø
Trägervliese
Partikelfilteredium

DRO akt. Typ1 ∆P @ 8 kg/min < 255 Pa 208 Pa


350 + 30 n-Butan Kapa > 2,9 g 3,3 g
21 A TV-J-75 KF046 n-Butan SDB < 17 % 34,0%
PP meltblown mit integrierten
Nanofasern
DRO akt. Typ1 ∆P @ 8 kg/min < 70 Pa 79 Pa
400 - 20 n-Butan Kapa > 5,0 g 5,6 g
14 34 A TV-K-75 TV-J-75 KF064 n-Butan SDB < 13 % 21%
PP meltblown mit integrierten
Nanofasern
DRO akt. Typ1 ∆P @ 6 kg/min < 150 Pa 140 Pa
400 - 20 n-Butan Kapa > 2,0 g 3,7 g
35 TV-J-75 KF197
PP meltblown mit integrierten
Nanofasern

Tabelle 5.3: Einzelbetrachtung Gruppe 14

Klasse 21:
Betrachtung des Filters KF046
Eine Erhöhung der Aktivkohlenmenge dürfte in diesem Fall keinerlei Probleme dar-
stellen, da der Soll-Wert für die Druckdifferenz noch deutlich unterschritten wird.

Klasse 34:
Betrachtung des Filters KF064
Auf die Druckdifferenz dürfte sich die Reduzierung der Aktivkohlenmenge sowie
die Änderung des Trägervlieses positiv auswirken, da TV-J-75 eine bessere Luft-
durchlässigkeit hat als das bisherige Trägervlies. Jedoch könnten sich durch die
Reduzierung der Aktivkohlenmenge die Sofortdurchbruchs-Werte noch weiter ver-
schlechtern. In Bezug auf die n-Butan-Kapazität liegt der Durchschnitt der bisherigen
Werte über dem Soll-Wert.
5 Konsolidierung der Filtermedien 31

Klasse 35:
Betrachtung des Filters KF197
Die Werte für die n-Butan-Kapazität liegen deutlich über dem Soll-Wert daher ist eine
Reduzierung der Aktivkohlenmenge unproblematisch.

Gruppe 13

Aktivkohletypen
AK Auftragsgewichte in g/m²
Gruppen Klasse Prio Veränderung Filter ID Art der Messung Soll Wert ø
Trägervliese
Partikelfilteredium

DRO akt. Typ1 ∆P @ 600 kg/h ≤ 160 Pa 212 Pa


300 + 25 n-Butan Kapa ≥ 2,5 g 2,7 g
15 B KF079
TV-K-75 TV-C-75
einlagig PP meltblown 80
DRO akt. Typ1 ∆P @ 600 kg/h < 195 Pa 197 Pa
300 + 25 n-Butan Kapa >2,1g 2,85 g
13 16 B KF093
TV-C-75
einlagig PP meltblown 80
DRO akt. Typ1 n-Butan Kapa > 2,5 g 3,1 g
350 - 25
19 KF018
TV-J-75 TV-C-75
einlagig PP meltblown 80

Tabelle 5.4: Einzelbetrachtung Gruppe 13

Klasse 15:
Betrachtung des Filters KF079
Hierbei ist die Erhöhung der Aktivkohlenmenge kritisch, da die Werte für die Druckdif-
ferenz bereits deutlich über dem Soll-Wert liegen. Aber die Änderung des Trägervlieses
mit deutlich besseren Luftdurchlässigkeitswerten dies ausgleichen.

Klasse 16:
Betrachtung des Filters KF093
Eine Erhöhung der Aktivkohlenmenge ist auch in diesem Fall kritisch zu sehen, jedoch
ist der Soll-Wert der Druckdifferenz nicht deutlich überschritten.

Klasse 19:
Betrachtung des Filters KF018
Die Reduzierung der Aktivkohlenmenge sollte möglich sein, da für die Werte der
n-Butan-Kapazität noch Spielraum besteht.
5 Konsolidierung der Filtermedien 32

Gruppe 20

Aktivkohletypen
AK Auftragsgewichte in g/m²
Gruppen Klasse Prio Veränderung Filter ID Art der Messung Soll Wert ø
Trägervliese
Partikelfilteredium

DRO akt. Typ1 ∆P @ 600kg/h < 120 Pa 106 Pa


400 n-Butan Kapa > 3,0 g 3,8 g
30 KF108
TV-K-75 TV-C-75 DBButan 1 Min. < 20 % 25 %
einlagig PP meltblown 80
ein DRO akt. Typ1 ∆P @ 9 kg/min < 110 Pa 120 Pa
Filter 400 n-Butan Kapa > 4,5 g 4,45 g
20 31 NKF035
mit TV-C-75
Prio B einlagig PP meltblown 80
DRO akt. Typ1 ∆P @ 300 kg/h ≤ 75 Pa 70 Pa
KF172
400 n-Butan Kapa ≥ 2,0 g 5,91 g
32
TV-J-75 TV-C-75 ∆P @ 300 kg/h ≤ 135 Pa 86,6 Pa
KF031
einlagig PP meltblown 80 n-Butan Kapa ≥ 3,0 g 3,26

Tabelle 5.5: Einzelbetrachtung Gruppe 20

Klasse 30:
Betrachtung des Filters KF108 Eine Änderung des Trägervlieses dürfte unproblema-
tisch sein, da es im Vergleich zu den anderen Trägervliesen die besten Eigenschaften
aufweist.

Klasse 31:
Keine Betrachtung notwendig, da sich hierbei nichts ändert.

Klasse 32:
Eine Änderung des Trägervlieses sollte unproblematisch sein, da es im Vergleich zu
den anderen Trägervliesen die besten Eigenschaften aufweist.
5 Konsolidierung der Filtermedien 33

Gruppe 32

Aktivkohletypen
AK Auftragsgewichte in g/m²
Gruppen Klasse Prio Veränderung Filter ID Art der Messung Soll Wert ø
Trägervliese
Partikelfilteredium

Kataytische AK
500
48
TV-C-75
einlagig PP meltblown 80
32
Kataytische AK ∆P @ 6 kg/min < 100 Pa 85 Pa
500 n-Butan Kapa > 5,0 g 5,2 g
51 B KF012
TV-K-75 TV-C-75
einlagig PP meltblown 80

Tabelle 5.6: Einzelbetrachtung Gruppe 32

Klasse 48:
Keine Betrachtung notwendig, da sich hierbei nichts ändert.

Klasse 51:
Eine Änderung des Trägervlieses dürfte unproblematisch sein, da es im Vergleich zu
den anderen Trägervliesen die besten Eigenschaften aufweist.
34

6 Auswertung der Konsolidierung

Nach der theoretischen Betrachtung und dem Aufbau von Filtermustern wird im
Labor messtechnisch die Auswirkungen der Veränderungen überprüft. Hierbei wird
die Druckdifferenz, die n-Butan-Kapazität sowie der Sofortdurchbruch gemessen. Bis
zur Fertigstellung dieser Arbeit konnten zwei Filtertypen komplett aufgebaut und
vermessen werden.

6.1 Messtechnische Auswertung

KF046

Tabelle 6.1: Messergebnisse KF046

Der Wert für die Druckdifferenz ist erwartungsgemäß gestiegen, doch liegt er
weiterhin im Soll-Bereich. Der Wert für den Sofortdurchbruch hat sich verbessert und
ist damit näher am Sollwert. Die ausführlichen Messergebnisse sind im Anhang für
n-Butan Messungen unter Abbildung 8.1 zu finden.
6 Auswertung der Konsolidierung 35

KF064

Tabelle 6.2: Messergebnisse KF064

Durch die Veränderung hat sich die Druckdifferenz und die n-Butan-Kapazität
verbessert, auch der Sofortdurchbruch liegt nun im Soll-Bereich. Die ausführlichen
Messergebnisse sind im Anhang für n-Butan Messungen unter Abbildung 8.2 auf
Seite 56 zu finden.

6.2 Fertigungstechnische Machbarkeit

Wie bereits erwähnt wurde spielt bei der Herstellung der Filter vor allem die Stei-
figkeit eine Rolle. Diese hat Einfluss auf das Prägen sowie den Faltenbildungspro-
zess. Abhängig ist die Steifigkeit von dem eingesetzten Partikelfiltervlies und dem
Trägervlies. Da bei dieser Arbeit nur letzteres getauscht wurde, wird daher nur
das Verhalten des Trägers betrachtet. Nach Aussage der Fertigungsleitung ist die
Veränderung bei den Filtern KF048 und KF197 unproblematisch, jedoch ist sie bei
dem Filter KF064 aufgrund der Größe und Form kritisch zu betrachten und bedarf
daher einer Überprüfung.

Produktionsversuch KF064
Bei der Herstellung des KF064 mit dem veränderten Aufbau gab es bei dem Prägen
und Plissieren keine Probleme. Jedoch ist in Abbildung 6.1a auf der nächsten Seite
zu erkennen, dass die Stellung der Falten vor der Schnecke im Vergleich zu Abbil-
dung 6.1b auf der nächsten Seite sichtbar schräger stehen. Das kann zu Fehlern bei
der Einstellung des Faltenabstandes führen. Bei diesem Versuch hatte dies keinen
negativen Einfluss.

Leider sind diese Ergebnisse nicht von Nutzen für die Konsolidierung da bei der
Produktion des Aktivkohlemediums das falsche Trägervlies verwendet wurde.
6 Auswertung der Konsolidierung 36

(a) Herkömmliches Trägervlies

(b) Verändertes Trägervlies

Abbildung 6.1: Vergleich Produktionsversuch


37

7 Fazit

Ziel dieser Arbeit bestand darin die Anzahl der existierenden Kombifiltermedien
der Firma MANN+HUMMEL GmbH und Co. KG in Gefrees zu reduzieren und das
Portfolio zusammenzufassen. Die zentrale Bedingung hierfür war, dass die einzelnen
Filter ihre Performance weitestgehend beibehalten. Um Kundenanforderungen zu
erfüllen dürfen Grenzwerte hierbei nicht überschritten werden. Für die Realisierung
muss die Funktionsweise der einzelnen Bestandteile sowie des Verbundes bekannt
sein.
Diese systematische Vorarbeit hat die vorliegende Arbeit geleistet. Der Anhand
von zwei Filtertypen durchgeführte Praxisversuch hat die Richtigkeit der getroffe-
nen Annahmen erwiesen. Für die weiteren Filtertypen sind aufgrund von Materi-
alschwankungen und Fertigungseinflüssen mindestens stichpunktartige Versuche
notwendig. Das bedeutet, dass alle Filter, für die eine Veränderung möglich erscheint,
mit verändertem Aufbau hergestellt und vermessen werden. Sollen die Messergebnis-
se positiv, d. h. Sollvorgaben erfüllt sein, muss die fertigungstechnische Machbarkeit
überprüft werden. Des Weiteren muss nach den abgeschlossenen Mess- und Produkti-
onsversuchen eine Kostenkalkulation erstellt werden. Unter Berücksichtigung aller
entscheidenden Punkte muss abschließend entschieden werden ob die angepassten
Filter produziert und verkauft werden.
Aufgrund des Umzuges der Produktion und der begrenzten Zeitvorgabe konnten
nur zwei Filter gebaut und gemessen werden. Außerdem wurden aufgrund der Medi-
envielfalt nur Filter mit der Priorität A und B genauer betrachtet, für alle weiteren
Filter wurden nur Vorschläge genannt. Aus den Ergebnissen der beiden gemessenen
Filtern geht hervor, dass eine Anpassung möglich ist, da alle Anforderungen erfüllt
werden können.
Jedoch sollten hinsichtlich der natürlichen Schwankungen, welcher die Aktivkohle
unterliegt, weitere messtechnische Untersuchungen durchgeführt werden. Sollten alle
Konsolidierungsmaßnahmen realisierbar sein, könnte die Anzahl an verschiedenen
Kombifiltermedien von 56 auf 38 reduziert werden und damit die Aufstellung des
Produktportfolios entscheidend verbessert werden .
38

Literaturverzeichnis

[1] Aktivkohle und ihre Anwendung. Donau Carbon, Frankfurt : Werbebroschüre


von Donau Carbon,

[2] L AZAREVIC, Alexandra: Charakterisierung von Luftfiltermedien, Diplomar-


beit, 2004

[3] I NTERNE Q UELLEN: MANN+HUMMEL Innenraumfilter GmbH und Co. KG. Ge-
frees,

[4] S CHNIEDERS, I. ; L IFSHUTZ, N.: Nanofasern für Feinstaub-Anwendungen


in der Automobilfiltration, in Haus der Technik Fachbuch: Filtration in
Fahrzeugen, Neuentwicklung - Innovation - Trends. Essen : Brill, Ulrich
(Hrsg.), 2006 (Band 75)

[5] S EELE, Stefan: Ermittlung des Einflusses von Oberflächenstruktur und


Anströmrichtung auf die Filtrationseigenschaften von Luftfiltermedien, Di-
plomarbeit, 2005

[6] S OHNEMANN, Jens: Skript zum Seminar: Aktivkohle und Adsorption. 2007

[7] S OHNEMANN, Jens ; T RAUTMANN, Pius: Adsorption in cabin filtration Major


correlations between activated carbon specification and adsorption per-
formance of combination filter elements. (2007)

[8] S OHNEMANN, Jens ; T RAUTMANN, Pius ; S COPE, Andreas: Filterelemente für


Fahrzeuginnenräume: Anforderungen, Design und Performance, in Haus
der Technik Fachbuch: Filtration in Fahrzeugen, Neuentwicklung - Innova-
tion - Trends. Essen : Brill, Ulrich (Hrsg.), 2006 (Band 75)

[9] T RNETSCHEK, Steffan: Hochwertige Kabinenluftfilter zur Luftreinigung des


Fahrzeuginnenraums, in Haus der Technik Fachbuch: Filtersysteme im Au-
tomobil, Innovative Lösungsansätze für die Automobilindustrie . Essen :
Steinmetz, E. (Hrsg.), 2002 (Band 17)
Literaturverzeichnis 39

[10] W ERFL, Anne: Untersuchung des Kuchenaufbaus bei verschiedenen ISO-


Stäuben, Universität Stuttgart, Diplomarbeit, 2009

[11] W IKIPEDIA: Adsorption. http://de.wikipedia.org/w/index.php?


title=Adsorption&oldid=98806695, Abruf: 01.02.2012

[12] W IKIPEDIA: BET-Messung. http://de.wikipedia.org/w/index.php?


title=BET-Messung&oldid=98794846, Abruf: 26.01.2012
40

8 Anhang
8 Anhang
Tabelle 8.1: Übersicht Filter

Serienbegleitende Messungen
AK Auftrags-
Absatz- Aktivkohle- Träger- Partikelfilter- Auf- Absatz- Fläche Filter AK-Gewicht
Prio ID gewicht Art der Messung Soll Wert ø Klassen
markt typen vliese medium bau zahlen [m²] im Filter
[g/m²]

IAM KF285 DRO akt. Typ 1 125 TV-J-75 TV-J-25 K 2.484 0,52 65
1
IAM KF122 DRO akt. Typ 1 125 TV-J-75 TV-J-25 K 6.654 0,27 33,8
OE KF134 DRO akt. Typ 1 125 TV-C-75 TV-J-25 K 4.212 0,30 37,5 2

∆P @ 9 kg/min < 193 Pa 163 Pa


A OE KF005 Katalytische AK 180 TV-J-60 Elektretmedium 50 D 1.310.295 n-Butan SDB < 25 % 44% 0,28 100,8 3
n-Butan DB 5 Min. > 77 % 83%

IAM KF264 DRO akt. Typ 1 200 TV-J-75 TV-J-25 K 7.010 0,34 68 4
∆P @ 6 kg/min < 70 Pa 72,1
OE KF500 DRO akt. Typ 1 200 TV-C-75 Elektretmedium 50 D 66.748 n-Butan Kapa >6g 5,15% 0,58 116
6
n-Butan SDB < 10 % 23%
FKF001 DRO akt. Typ 1 200 TV-C-75 Elektretmedium 50 D 868.528 0,54 216
Spinnvlies PP mit ∆P @ 600 m³/h ≤ 260 Pa 223 Pa
B OE KF434 DRO akt. Typ 1 200 TV-C-75 K 725.045 0,41 82 7
overblow 59 n-Butan Kapa ≥ 1,9 g 1,3 g
IAM KF129 Katalytische AK 200 TV-C-75 TV-J-25 K 362 0,15 30 8

∆P @ 300 m²/h < 68 Pa 47,9 Pa


OE FKF064 DRO akt. Typ 1 200 TV-C-75 Elektretmedium 65 D 332.400 n-Butan Kapa > 5g 4,9 g 0,26 104 5
n-Butan SDB < 13% 16,2%

IAM KF330 WS akt. Typ1 210 TV-C-75 Elektretmedium 75 K 642 0,44 92,4 9
A OE FKF330 WS akt. Typ1 210 TV-C-75 Elektretmedium 75 D 354.500 0,44 184,8 10
∆P @ 6 kg/min < 70 Pa 54 Pa

41
A OE FKF221 DRO akt. Typ 2 210 TV-C-75 Elektretmedium 50 D 165.000 n-Butan Kapa > 10 g 9,9 g 0,26 109,2 11
SDB (n. Fiatec) < 10 % 9,20%
Serienbegleitende Messungen

8 Anhang
AK Auftrags-
Absatz- Aktivkohle- Träger- Partikelfilter- Auf- Absatz- Fläche Filter AK-Gewicht
Prio ID gewicht Art der Messung Soll Wert ø Klassen
markt typen vliese medium bau zahlen [m²] im Filter
[g/m²]

∆P @ 300 m²/h ≤ 75 Pa 57,9 Pa


A OE FKF050 DRO akt. Typ 1 225 TV-C-75 Elektretmedium 50 D 50.040 n-Butan Kapa > 6g 5,71 g 0,5 225 12
n-Butan SDB < 13% 12,43%

einlagig PP
IAM KF034 Katalytische AK 300 TV-C-75 K 1.649 0,48 144 13
meltblown 80
IAM KF110 DRO akt. Typ 1 300 TV-J-75 TV-J-25 K 5.122 0,35 105 14
einlagig PP ∆P @ 600 kg/h ≤ 160 Pa 212 Pa
B OE KF079 DRO akt. Typ 1 300 TV-K-75 K 35.318 0,41 123 15
meltblown 80 n-Butan Kapa ≥ 2,5 g 2,7 g
einlagig PP ∆P @ 600 kg/h < 195 Pa 197 Pa
B OE KF093 DRO akt. Typ 1 300 TV-C-75 K 2569 0,34 102 16
meltblown 80 n-Butan Kapa >2,1g 2,85 g
einlagig PP
B OE KF217LL DRO akt. Typ 1 300 TV-K-75 K 82.666 ∆P @ 450 m³/h ≤ 98 Pa 122 Pa 0,34 102
meltblown 60
∆P @ 450 m³/h ≤ 98 Pa 120 Pa
einlagig PP
B OE KF242 DRO akt. Typ 1 300 TV-K-75 K 83.058 Tol. DB 1Min @ 0,34 102 17
meltblown 60 < 20 % 29%
200m³/h (10ppm)
einlagig PP
B OE KF087 DRO akt. Typ 1 300 TV-K-75 K 205.349 0,34 102
meltblown 60
mehrlagig PP mit
IAM NKF027 DRO akt. Typ 1 350 TV-J-75 K 200 0,66 231
Nanofasern
mehrlagig PP mit
IAM KF282 DRO akt. Typ 1 350 TV-J-75 K 3.074 0,55 192,5
Nanofasern
mehrlagig PP mit
IAM KF135 DRO akt. Typ 1 350 TV-J-75 K 100.063 0,45 157,5 18
Nanofasern
mehrlagig PP mit
IAM KF068 DRO akt. Typ 1 350 TV-J-75 K 42.962 0,45 157,5
Nanofasern
mehrlagig PP mit
IAM KF171 DRO akt. Typ 1 350 TV-J-75 K 79.509 0,43 150,5
Nanofasern

42
Serienbegleitende Messungen
AK Auftrags-

8 Anhang
Absatz- Aktivkohle- Träger- Partikelfilter- Auf- Absatz- Fläche Filter AK-Gewicht
Prio ID gewicht Art der Messung Soll Wert ø Klassen
markt typen vliese medium bau zahlen [m²] im Filter
[g/m²]

einlagig PP
IAM KF008 DRO akt. Typ 1 350 TV-J-75 K 621 0,50 175
meltblown 80
einlagig PP
IAM BKF025 DRO akt. Typ 1 350 TV-J-75 K 940
meltblown 80
einlagig PP
IAM KF103 DRO akt. Typ 1 350 TV-J-75 K 1.547 0,35 122,5
meltblown 80
einlagig PP
IAM KF107 DRO akt. Typ 1 350 TV-J-75 K 1.985 0,21 73,5
meltblown 80
einlagig PP
OE KF173 DRO akt. Typ 1 350 TV-J-75 K 2.314 0,42 147
meltblown 80
einlagig PP
IAM KF055 DRO akt. Typ 1 350 TV-J-75 K 148 0,40 140
meltblown 80
einlagig PP
IAM KF054 DRO akt. Typ 1 350 TV-J-75 K 5.814 0,48 168 19
meltblown 80
einlagig PP
IAM KF261 DRO akt. Typ 1 350 TV-J-75 K 7.026 0,38 133
meltblown 80
einlagig PP
IAM KF074 DRO akt. Typ 1 350 TV-J-75 K 7.816 0,27 94,5
meltblown 80
einlagig PP
IAM KF040 DRO akt. Typ 1 350 TV-J-75 K 10.184 0,35 122,5
meltblown 80
einlagig PP
OE KF018 DRO akt. Typ 1 350 TV-J-75 K 15.009 n-Butan Kapa > 2,5 g 3,1 g 0,34 119
meltblown 80
einlagig PP ∆P @ 300 m³/h ≤ 55 Pa 36 Pa
IAM NKF005 DRO akt. Typ 1 350 TV-J-75 K 27.362 0,69 241,5
meltblown 80 n-Butan Kapa ≥ 3,8 g 6g
einlagig PP
IAM KF041 DRO akt. Typ 1 350 TV-J-75 K 74.835 0,35 122,5
meltblown 80
IAM KF281 DRO akt. Typ 1 350 TV-J-75 TV-J-25 K 1.351 0,43 150,5
IAM KF038 DRO akt. Typ 1 350 TV-J-75 TV-J-25 K 8.044 0,26 91
20
OE KF073 DRO akt. Typ 1 350 TV-J-75 TV-J-25 K 44.173 ∆P @ 8,5 m³/min < 105 Pa 74 Pa 0,48 168
IAM KF132 DRO akt. Typ 1 350 TV-J-75 TV-J-25 K 58.139 ∆P @ 8 m³/min < 80 Pa 67 Pa 0,42 147
∆P @ 8 kg/min < 255 Pa 208 Pa
PP meltblown mit
A OE KF046 DRO akt. Typ 1 350 TV-J-75 integrierten K 112.567 n-Butan Kapa > 2,9 g 3,3 g 0,34 119 21
Nanofasern
n-Butan SDB < 17 % 34,0%
IAM KF195 Katalytische AK 350 TV-J-75 Elektretmedium 65 K 10.101 0,25 87,5 22
mehrlagig PP mit ∆P @ 600 m³/h < 260 Pa 161 Pa
B OE KF033 Katalytische AK 350 TV-C-75 K 83.291 0,46 161 23
Nanofasern n-Butan Kapa > 3,0 g 2,9 g

43
Serienbegleitende Messungen

8 Anhang
AK Auftrags-
Absatz- Aktivkohle- Träger- Partikelfilter- Auf- Absatz- Fläche Filter AK-Gewicht
Prio ID gewicht Art der Messung Soll Wert ø Klassen
markt typen vliese medium bau zahlen [m²] im Filter
[g/m²]

einlagig PP
IAM KF098 Katalytische AK 350 TV-C-75 K 100 0,36 126
meltblown 80
einlagig PP
IAM KF085 Katalytische AK 350 TV-C-75 K 318 0,49 171,5
meltblown 80
einlagig PP
OE NKF021 Katalytische AK 350 TV-C-75 K 815 0,74 259 24
meltblown 80
einlagig PP
IAM KF088 Katalytische AK 350 TV-C-75 K 1.592 0,74 259
meltblown 80
einlagig PP
IAM KF160 Katalytische AK 350 TV-C-75 K 4.275 0,44 154
meltblown 80
einlagig PP
IAM NKF025 Katalytische AK 350 TV-K-75 K 3.132 0,44 154
meltblown 80
einlagig PP
OE KF139 Katalytische AK 350 TV-K-75 K 11.552 0,37 129,5
meltblown 80
einlagig PP 25
IAM KF065 Katalytische AK 350 TV-K-75 K 16.165 0,28 98
meltblown 80
einlagig PP ∆P @ 9 kg/min < 170 Pa 151 Pa
IAM KF092 Katalytische AK 350 TV-K-75 K 16.740 0,26 91
meltblown 80 DBButan 5 Min. < 78 % 93 %
Spinnvlies PP mit ∆P @ 500 kg/h ≤ 110 Pa 125 Pa
B OE KF044 WS akt. Typ1 380 TV-C-75 K 14.276 0,39 148,2
overblow 55 n-Butan Kapa > 4,5 g 4,8 g
26
Spinnvlies PP mit ∆P @ 500 kg/h < 155 Pa 123
A OE KF157 WS akt. Typ1 380 TV-C-75 K 206.151 0,45 171
overblow 55 DBButan 1 Min. < 20 % 25 %
mehrlagig PP mit
IAM KF028 DRO akt. Typ 1 400 TV-J-75 K 37.167 0,48 192 27
Nanofasern
mehrlagig PP mit
IAM KF167 DRO akt. Typ 1 400 TV-K-75 K 10.615 0,72 288 28
Nanofasern
mehrlagig PP mit
IAM KF080 DRO akt. Typ 1 400 TV-C-75 K 17.278 0,61 244
Nanofasern
29
mehrlagig PP mit
IAM KF056 DRO akt. Typ 1 400 TV-C-75 K 56.522 0,75 300
Nanofasern
einlagig PP ∆P @ 300 kg/h ≤ 90 Pa 92,5
IAM KF052 DRO akt. Typ 1 400 TV-K-75 K 14.006 0,46 184
meltblown 80 n-Butan Kapa ≥ 2,8 g 3,45
∆P @ 600kg/h < 120 Pa 106 Pa 30
einlagig PP
OE KF108 DRO akt. Typ 1 400 TV-K-75 K 42.068 n-Butan Kapa > 3,0 g 3,8 g 0,45 180
meltblown 80
DBButan 1 Min. < 20 % 25 %

44
Serienbegleitende Messungen

8 Anhang
AK Auftrags-
Absatz- Aktivkohle- Träger- Partikelfilter- Auf- Absatz- Fläche Filter AK-Gewicht
Prio ID gewicht Art der Messung Soll Wert ø Klassen
markt typen vliese medium bau zahlen [m²] im Filter
[g/m²]

einlagig PP
IAM KF011 DRO akt. Typ 1 400 TV-C-75 K 55.247 0,61 244
meltblown 80
∆P @ 9 kg/min < 110 Pa 120 Pa 31
einlagig PP
B OE NKF035 DRO akt. Typ 1 400 TV-C-75 K 706.758 0,47 188
meltblown 80 n-Butan Kapa > 4,5 g 4,45 g
einlagig PP ∆P @ 300 kg/h ≤ 75 Pa 70 Pa
IAM KF172 DRO akt. Typ 1 400 TV-J-75 K 555 0,56 224
meltblown 80 n-Butan Kapa ≥ 2,0 g 5,91 g
einlagig PP
IAM KF097 DRO akt. Typ 1 400 TV-J-75 K 2.781 0,38 152
meltblown 80
32
einlagig PP ∆P @ 300 kg/h ≤ 135 Pa 86,6 Pa
IAM KF031 DRO akt. Typ 1 400 TV-J-75 K 3033 0,2 80
meltblown 80 n-Butan Kapa ≥ 3,0 g 3,26
einlagig PP
IAM KF072 DRO akt. Typ 1 400 TV-J-75 K 9.266 0,43 172
meltblown 80
einlagig PP ∆P @ 450 m³/h ≤ 130 Pa 124 Pa
B OE KF287 DRO akt. Typ 1 400 TV-K-75 K 15.401 0,23 92
meltblown 60 DBToluol 1 Min. < 20 % 30 % 33
einlagig PP
B OE KF217RL DRO akt. Typ 1 400 TV-K-75 K 20.960 ∆P @ 450 m³/h ≤ 130 Pa 152 Pa 0,34 136
meltblown 60
∆P @ 8 kg/min < 70 Pa 79 Pa
PP meltblown mit
A OE KF064 DRO akt. Typ 1 400 TV-K-75 integrierten K 700.522 n-Butan Kapa > 5,0 g 5,6 g 0,28 112 34
Nanofasern
n-Butan SDB < 13 % 21%
PP meltblown mit ∆P @ 6 kg/min < 150 Pa 140 Pa
OE KF197 DRO akt. Typ 1 400 TV-J-75 integrierten K 156.478 0,34 136 35
Nanofasern n-Butan Kapa > 2,0 g 3,7 g
Elektretmedium
IAM KF075 DRO akt. Typ 1 400 TV-C-75 K 420 0,51 204 36
225
OE KF221 DRO akt. Typ 2 400 TV-C-75 Elektretmedium 50 D 30.606 0,26 208 37
Elektretmedium
IAM KF150 Katalytische AK 400 TV-K-75 K 1.293 0,23 92
225 38
OE NKF011 Katalytische AK 400 TV-K-75 Elektretmedium 65 K 3.615 0,45 180

45
Serienbegleitende Messungen
AK Auftrags-

8 Anhang
Absatz- Aktivkohle- Träger- Partikelfilter- Auf- Absatz- Fläche Filter AK-Gewicht
Prio ID gewicht Art der Messung Soll Wert ø Klassen
markt typen vliese medium bau zahlen [m²] im Filter
[g/m²]

mehrlagig PP mit
IAM KF030 Katalytische AK 400 TV-K-75 K 18.284 0,45 180
Nanofasern
mehrlagig PP mit
IAM KF035 Katalytische AK 400 TV-K-75 K 47.735 ∆P @ 600 m³/h < 265 Pa 193 Pa 0,45 180 39
Nanofasern
mehrlagig PP mit ∆P @ 600 m³/h < 260 Pa 212 Pa
IAM KF023 Katalytische AK 400 TV-K-75 K 66.922 0,42 168
Nanofasern n-Butan Kapa > 3,0 g 2,97 g
einlagig PP
IAM KF077 Katalytische AK 400 TV-K-75 K 11.086 0,44 176 40
meltblown 80
einlagig PP ∆P @ 9 kg/min < 160 Pa 108 Pa
IAM KF036 Katalytische AK 400 TV-J-75 K 121.929 0,45 180 41
meltblown 80 DBButan 20 Min. < 95 % 91 %

∆P @ 6 kg/min ≤ 85 Pa k.A.
OE FKF148 WS akt. Typ2 420 TV-C-120 Elektretmedium 85 K 1.042.000 DBButan 1 Min. < 10 % 19 % 0,48 202 42
DBButan 5 Min. < 30 % 37 %
einlagig PP ∆P @ 480 kg/h < 105 Pa 81 Pa
B OE KF169 DRO akt. Typ 1 450 TV-K-75 K 47.958 0,52 234
meltblown 80 n-Butan Kapa > 6,0 g 6,8 g
43
einlagig PP ∆P @ 8 kg/min < 70 Pa 88 Pa
B OE KF050 DRO akt. Typ 1 450 TV-K-75 K 53.913 0,51 229,5
meltblown 80 n-Butan Kapa > 6,0 g 6,4 g
einlagig PP ∆P @ 6 kg/min < 125 Pa 115 Pa
OE KF047 DRO akt. Typ 1 450 TV-J-75 K 61.844 0,54 243 44
meltblown 135 n-Butan Kapa > 5,0 g 6,1 g

OE KF049 WS akt. Typ1 475 TV-C-75 Elektretmedium 65 K 54.335 0,23 109,25 45


∆P @ 6 kg/min < 75 Pa 76 Pa
mehrlagig PP mit
A OE KF148 WS akt. Typ2 475 TV-K-75 K 148.268 DBButan 1 Min. < 10 % 13 % 0,48 228 46
Nanofasern
DBButan 5 Min. < 30 % 29 %
∆P @ 600 m³/h < 165 Pa 149 Pa
A OE KF230 DRO akt. Typ 1 500 TV-C-75 PP/PE Spunmelt K 11.000 0,48 240
n-Butan Kapa > 6,0 g 5,9 g
47
∆P @ 600 m³/h < 165 Pa 149 Pa
A OE KF231 DRO akt. Typ 1 500 TV-C-75 PP/PE Spunmelt K 438.338 0,24 120
n-Butan Kapa > 6,0 g 5,9 g

46
Serienbegleitende Messungen
AK Auftrags-

8 Anhang
Absatz- Aktivkohle- Träger- Partikelfilter- Auf- Absatz- Fläche Filter AK-Gewicht
Prio ID gewicht Art der Messung Soll Wert ø Klassen
markt typen vliese medium bau zahlen [m²] im Filter
[g/m²]

einlagig PP
OE KF007 Katalytische AK 500 TV-C-75 K 14.104 0,34 170
meltblown 80
KF082 einlagig PP Paarweise gemessen!
IAM Katalytische AK 500 TV-C-75 K 16.600 0,25 125
RL klein meltblown 80 ∆P @ 9 kg/min < 100 Pa 104 Pa
KF082 einlagig PP n-Butan Kapa >5g 5,5 g
IAM Katalytische AK 500 TV-C-75 K 16.600 0,50 250
RL groß meltblown 80
∆P @ 6 kg/min < 130 Pa 108 Pa 48
einlagig PP
OE KF024 Katalytische AK 500 TV-C-75 K 94.621 0,82 410
meltblown 80 DBButan 5 Min. < 50 % 67 %
KF082 einlagig PP Paarweise gemessen!
IAM Katalytische AK 500 TV-C-75 K 120.338 0,25 125
LL klein meltblown 80 ∆P @ 9 kg/min < 100 Pa 104 Pa
KF082 einlagig PP n-Butan Kapa >5g 5,5 g
IAM Katalytische AK 500 TV-C-75 K 120.338 0,50 250
LL groß meltblown 80
∆P @ 6 kg/min < 95 Pa 102 Pa
A OE FKF049 Katalytische AK 500 TV-C-75 Elektretmedium 65 K 822.428 0,23 115 49
DBButan 5 Min. < 30 % 38 %
mehrlagig PP mit ∆P @ 6 kg/min ≤ 100 Pa 88 Pa
B OE KF048 Katalytische AK 500 TV-K-75 K 222.351 0,42 210 50
Nanofasern n-Butan Kapa > 5,0 g 3,8 g
einlagig PP ∆P @ 6 kg/min < 100 Pa 85 Pa
B OE KF012 Katalytische AK 500 TV-K-75 K 11.548 0,44 220 51
meltblown 80 n-Butan Kapa > 5,0 g 5,2 g

HF121
OE DRO akt. Typ 1 600 TV-K-75 - D 442 0,18 216
klein
HF121
OE DRO akt. Typ 1 600 TV-K-75 - D 442 0,20 240
groß
52
HF033
OE DRO akt. Typ 1 600 TV-K-75 - D 11.124 0,14 168
klein
HF033
OE DRO akt. Typ 1 600 TV-K-75 - D 11.124 0,17 204
groß

∆P @ 6 kg/min < 55 Pa 53 Pa
OE KF027 DRO akt. Typ 1 700 TV-C-75 TV-J-25 K 53.457 0,45 315 53
n-Butan Kapa > 8,0 g 8,8 g
OE NHF012 Katalytische AK 700 TV-C-75 TV-J-25 K 1.994 0,56 392
54
IAM KF090 Katalytische AK 700 TV-C-75 TV-J-25 K 3.257 0,17 119

47
Serienbegleitende Messungen

8 Anhang
AK Auftrags-
Absatz- Aktivkohle- Träger- Partikelfilter- Auf- Absatz- Fläche Filter AK-Gewicht
Prio ID gewicht Art der Messung Soll Wert ø Klassen
markt typen vliese medium bau zahlen [m²] im Filter
[g/m²]

OE HF011 DRO akt. Typ 2 900 TV-C-75 - D 11.328 0,15 270 55

HF021
OE DRO akt. Typ 2 950 TV-C-75 - D 0,18 342
klein
34.282 56
HF021
OE DRO akt. Typ 2 950 TV-C-75 - D 0,23 437
groß

48
8 Anhang 49

Tabelle 8.2: Übersicht Klassen und Gruppen

Aktivkohletypen
AK Auftragsgewichte in g/m²
Klasse Aufbau Veränderung Gruppen
Trägervliese
Partikelfilteredium

DRO akt. Typ1


125
1 K
TV-J-75
TV-J-25
1
DRO akt. Typ1
125
2 K
TV-C-75 TV-J-75
TV-J-25

Kataytische AK
180
3 D 2
TV-J-60
Elektretmedium 50

DRO akt. Typ2 9096


210
11 D
TV-C-75
Elektretmedium 50

DRO akt. Typ1


200 +10
6 D 3
TV-C-75
Elektretmedium 50

DRO akt. Typ1


225 -15
12 D
TV-C-75
Elektretmedium 50

DRO akt. Typ1


200
4 K 4
TV-J-75
TV-J-25

DRO akt. Typ1


200
5 D 5
TV-C-75
Elektretmedium 65

DRO akt. Typ1


200
7 K 6
TV-C-75
Spinnvlies PP mit overblow 59

Kataytische AK
200
8 K 7
TV-C-75
TV-J-25

WS akt. Typ 1
210
9 K 8
TV-C-75
Elektretmedium 75
8 Anhang 50

WS akt. Typ 1
210
10 D 9
TV-C-75
Elektretmedium 75

Kataytische AK
300 +25
13 K
TV-C-75
einlagig PP meltblown 80

Kataytische AK
350 -25
24 K 10
TV-C-75
einlagig PP meltblown 80

Kataytische AK
350 -25
25 K
TV-K-75 TV-C-75
einlagig PP meltblown 80

Kataytische AK
350
22 K 11
TV-J-75
Elektretmedium 65

DRO akt. Typ1


300 +25
14 K
TV-J-75
TV-J-25
12
DRO akt. Typ1
350 -25
20 K
TV-J-75
TV-J-25

DRO akt. Typ1


300 +25
15 K
TV-K-75 TV-C-75
einlagig PP meltblown 80

DRO akt. Typ1


300 +25
16 K 13
TV-C-75
einlagig PP meltblown 80

DRO akt. Typ1


350 -25
19 K
TV-J-75 TV-C-75
einlagig PP meltblown 80
8 Anhang 51

DRO akt. Typ1


350 +25
21 K
TV-J-75
PP meltblown mit integrierten Nanofasern

DRO akt. Typ1


400 -25
34 K 14
TV-K-75 TV-J-75
PP meltblown mit integrierten Nanofasern

DRO akt. Typ1


400 -25
35 K
TV-J-75
PP meltblown mit integrierten Nanofasern

DRO akt. Typ1


300
17 K 15
TV-K-75
einlagig PP meltblown 60

DRO akt. Typ1


350
18 K 16
TV-J-75
mehrlagig PP mit Nanofasern

Kataytische AK
350
23 K 17
TV-C-75
mehrlagig PP mit Nanofasern

WS akt. Typ 1
380
26 K 18
TV-C-75
Spinnvlies PP mit overblow 55

DRO akt. Typ1


400
27 K
TV-J-75 TV-C-75
mehrlagig PP mit Nanofasern

DRO akt. Typ1


400
28 K 19
TV-K-75 TV-C-75
mehrlagig PP mit Nanofasern

DRO akt. Typ1


400
29 K
TV-C-75
mehrlagig PP mit Nanofasern
8 Anhang 52

DRO akt. Typ1


400
30 K
TV-K-75 TV-C-75
einlagig PP meltblown 80

DRO akt. Typ1


400
31 K 20
TV-C-75
einlagig PP meltblown 80

DRO akt. Typ1


400
32 K
TV-J-75 TV-C-75
einlagig PP meltblown 80

DRO akt. Typ1


400
33 K 21
TV-K-75
einlagig PP meltblown 60

DRO akt. Typ1


400
36 K 22
TV-C-75
Elektretmedium 225

DRO akt. Typ2


400
37 D 23
TV-C-75
Elektretmedium 50

Kataytische AK
400
38 K 24
TV-K-75
Elektretmedium 225

Kataytische AK
400
39 K 25
TV-K-75
mehrlagig PP mit Nanofasern

Kataytische AK
400
40 K
TV-K-75 TV-J-75
einlagig PP meltblown 80
26
Kataytische AK
400
41 K
TV-J-75
einlagig PP meltblown 80
8 Anhang 53

WS akt. Typ 2
420 +30
42 K
TV-C-120
Elektretmedium 85
27
WS akt. Typ 1 WS akt. Typ 2
475 -25
45 K
TV-C-75 TV-C-120
Elektretmedium 85

DRO akt. Typ1


450
43 K 28
TV-K-75
einlagig PP meltblown 80

DRO akt. Typ1


450
44 K 29
TV-J-75
einlagig PP meltblown 135

WS akt. Typ 2
475
46 K 30
TV-K-75
mehrlagig PP mit Nanofasern

DRO akt. Typ1


500
47 K 31
TV-C-75
PP/PE Spunmelt

Kataytische AK
500
48 K
TV-C-75
einlagig PP meltblown 80
32
Kataytische AK
500
51 K
TV-K-75
einlagig PP meltblown 80

Kataytische AK
500
49 K 33
TV-C-75
Elektretmedium 65

Kataytische AK
500
50 K 34
TV-K-75
mehrlagig PP mit Nanofasern

DRO akt. Typ1


600
52 D 35
TV-K-75
-
8 Anhang 54

DRO akt. Typ1


700
53 K 36
TV-C-75
TV-J-25

Kataytische AK
700
54 K 37
TV-C-75
TV-J-25

DRO akt. Typ2


900
55 D
TV-C-75
-
Gewicht anpassen auf
38
925
DRO akt. Typ2
950
56 D
TV-C-75
-
8 Anhang
55
Abbildung 8.1: n-Butan Ergebnisse des Filters KF046
8 Anhang
56
Abbildung 8.2: n-Butan Ergebnisse des Filters KF064
57

Erklärung

Ich erkläre hiermit, dass ich die vorliegende Arbeit selbständig und ohne Benutzung
anderer als der angegebenen Hilfsmittel angefertigt habe; die aus fremden Quellen
direkt oder indirekt übernommenen Gedanken sind als solche kenntlich gemacht. Die
Arbeit wurde nach meiner besten Kenntnis bisher in gleicher oder ähnlicher Form
keiner anderen Prüfungsbehörde vorgelegt und auch noch nicht veröffentlicht.

Hof, den 12. März 2012

Unterschrift