SCHMUCK

2015

Sonderschau der 67. Internationalen Handwerksmesse München
Schmuck 2015

Sonderschau der 67. Internationalen Handwerksmesse München
11. – 17. März 2015

3. September – 3. Oktober 2015 in Prag
Schmuck 2015

Katalog/Catalogue Ausstellung/Exhibition Für die Mitarbeit danken wir/
Veranstalter/ Acknowledgments
Exhibition patron
Benno und Therese Danner’
Jivan Astfalck
sche Kunstgewerbestiftung
Giampaolo Babetto
www.danner-stiftung.de
Robert Baines
Christian Ballmer
Peter Bauhuis
Liesbeth den Besten
Renée Bevan
Heidi Bollmann
Rudolf Bott
Attai Chen
Sonja and Michael Collins
Susan Cummins
Redaktion/Editing Konzeption und Leitung
Paul Derrez
Wolfgang Lösche Conception and direction
Jürgen Eickhoff
Wolfgang Lösche
Grafikdesign Anja Eichler
Handwerkskammer für
Edda Greif Ute Eitzenhöfer
München und Oberbayern
Sabine Epple
Herstellung/Printing Auswahl/Selection Maria Rosa Franzin
Holzmann Druck Eva Eisler Elena Gorbunova
86825 Bad Wörishofen Prag Graziella Grassetto
Noel Guyomarc'h
Herausgeber/Editor Arrangements/Display Gésine Hackenberg
©2015 Alexandra Bahlmann Sophie Hanagarth
GHM-Gesellschaft für München Ursula Ilse-Neuman
Handwerksmessen mbH Übersetzung/Translation Manon van Kouswijk
Willy-Brandt-Allee 1 J. W. Gabriel Zbigniew Kraska
81829 München Dr. Zuzana Jürgens Daniel Kruger
Julia Hutter Florence Lehmann
Patricia Lemaire
Organisation/Organization Nina Linde
Eva Sarnowski Renate Luckner-Bien
Handwerkskammer für Bie Luyssaert
München und Oberbayern Kadri Mälk
eva.sarnowski@hwk- Mia Maljojoki
muenchen.de Doris Maninger
www.hwk/sonderschauen.de Jo Pond
Ramon Puig Cuyas
Pamela Ritchie
Fabrice Schaefer
Gisbert Stach
Monica Szpatowicz
Herbert-Hofmann-Preis Tanel Veenre
Jury 2015
Andi Gut, Pforzheim/Zürich
Abbildung auf der Karl Rothmüller, München
Titelseite/Cover Marjan Unger, Amsterdam
Lucy Sarneel Jorunn Veiteberg, Kopenhagen

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Vorwort

»Schmuck« als älteste internationale Sonder- Vratislav Karel Novák, einer der Wegbereiter
schau der Handwerksmesse in München kann des modernen Schmucks, in der Tschechischen
als Wegbegleiter des zeitgenössischen Schmuck- Republik geehrt. Als langjähriger Ratgeber,
schaffens angesehen werden. In ihrer Kontinui- Mentor der Sonderschau »Talente« und oftmals
tät seit 1959 ist sie einzigartig, nicht zuletzt als Jurymitglied war er uns und München
durch die Dokumentation durch den jährlichen freundschaftlich verbunden. 1996 wurde ihm
Katalog seit 1983. Eine ihrer wesentlichen Auf- der Bayerische Staatspreis für seine kinetischen
gaben war und ist es, neben etablierten Gold- Skulpturen in der Sonderschau »Exempla« der
schmieden jungen Gestaltern die Möglichkeit Internationalen Handwerksmesse verliehen.
zu bieten, sich in einem internationalen Wett- Die Welt des Schmucks ist kommunikativ, fle-
bewerb der Konkurrenz zu stellen. Dieses xibel, global und international vernetzt. Eine
Spannungsfeld fasziniert eine immer größer ständig steigende Zahl von Schmuckpublika-
werdende Zahl von Schmuckgestaltern aus tionen, Monographien zu einzelnen Künstlern,
der ganzen Welt. Die Sonderschau »Schmuck« internationale Ausstellungen, Symposien und
hat damit auch die Funktion einer Plattform theoretische Diskussionen beleuchten viele
für junge Goldschmiede übernommen. Diese Fragen zum Thema Schmuck. Ein nicht un-
Tendenz ist in den vergangenen Jahren stark bedeutender Katalysator dabei ist auch die
angestiegen. Ebenso wichtig ist es uns jedoch, Sonderschau »Schmuck«.
Goldschmiede über einen längeren Zeitraum Bereits in den 1980er Jahren von Internationa-
zu begleiten und ihre neuesten Arbeiten in lität geprägt, hat sie in den vergangenen zehn
der Sonderschau vorzustellen. Letztendlich Jahren viele Aktivitäten zur Zeit der Handwerks-
liegt jede Zusammensetzung der Ausstellung messe in München ausgelöst. Das umfangreiche
seit 1995 aber in den Händen einer einzelnen Rahmenprogramm, das auch in diesem Jahr
Person, die von uns eingeladen wird, aus allen wieder in München parallel zur Sonderschau
Bewerbungen die Endauswahl zu treffen. »Schmuck« stattfinden wird, kann auch die
Für die »Schmuck 2015« erreichten uns insge- verantwortlichen Organisationen, die Gesell-
samt 620 Bewerbungen aus 35 Ländern. Eine schaft für Handwerksmessen, die Danner Stif-
neue Entwicklung ist das starke Interesse aus tung und die Handwerkskammer für München
den lateinamerikanischen Ländern Argentinien und Oberbayern, die hinter der »Schmuck«
und Chile sowie aus China. stehen, durchaus mit Stolz erfüllen. Gerade
Eine Tendenz, die man schon seit geraumer Zeit auch deshalb, weil dieses Programm bis heute
beobachten kann, ist die Präsenz bestimmter aus eigener Kraft heraus entstanden, von nie-
Schmuckformen weltweit. Sie führen auffällig mandem gelenkt oder bewusst organisiert
oft zu formalästhetischen Phänotypen in der wird. Es entstand alleine aus der Strahlkraft
Art ihrer Komposition und Ausstrahlung. der Sonderschau »Schmuck« und durch die
Eva Eisler, Professorin an der Akademie für Initiative vieler Akteure und den Möglichkeiten,
Kunst, Architektur und Design in Prag, wurde die sich in diesem Zusammenhang anboten.
gebeten, die Auswahl für die »Schmuck 2015« Nach München geht die Sonderschau diesmal
zu treffen. Ihre Kriterien und Vorgehensweise wieder auf Reisen. Es freut uns besonders,
sind diesem Katalog beigefügt. Ihr architekto- dass die »Schmuck 2015« durch Vermittlung
nisches Denken, ihr interdisziplinärer Ansatz von Eva Eisler im September diesen Jahres
und ihre langjährige Tätigkeit in den USA haben erstmals in Prag, anlässlich der Mercedes Benz
die diesjährige Auswahl für uns besonders Prague Fashion Week gezeigt werden kann.
spannend gemacht. Ein klares Konzept, eine Dem Bayerischen Staatsministerium für Wirt-
motivierende und eigene Biographie sind für schaft und Medien, Energie und Technologie
sie richtungsweisend. Aus den Bewerbungen danken wir für die Förderung dieser Sonder-
hat Eva Eisler 63 Aussteller für die »Schmuck schau, ebenso der Danner-Stiftung für die
2015« ausgewählt. Am Ende war es ihr wichtig, Trägerschaft und der Gesellschaft für Hand-
eine Gruppe der besten und eigenständigsten werksmessen als Veranstalterin der Hand-
Arbeiten der unterschiedlichsten Richtungen werksmesse.
zusammenzustellen, die Aufschluss darüber
geben, mit welcher Freiheit der Gestaltungs- Wolfgang Lösche
möglichkeiten wir unsere Zeit erfahren können. Handwerkskammer für München
Als Klassiker der Moderne wird in der und Oberbayern
»Schmuck 2015« der im Vorjahr verstorbene Leiter der Sonderschau »Schmuck 2015«

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Foreword

»Schmuck«, the oldest special show at the Munich. In 1996 he was awarded the Bavarian
Munich Crafts and Trades Fair, can be viewed State Prize for his kinetic sculptures, displayed
as a companion to contemporary jewellery in the special show »Exempla« at the Inter-
design. Its continuity since 1959 is unmatched, national Crafts and Trades Fair.
as are the annual records kept in catalogue
form since 1983. One of the key tasks of the The world of jewellery is communicative,
show, in addition to presenting established flexible, global and internationally networked.
goldsmiths, is to give young designers the A continually growing number of publications,
opportunity to measure themselves against monographs on individual designers, inter-
international competition. This challenge national exhibitions, symposia and theoretical
fascinates an ever-greater number of jewellery discussions shed light on a range of issues in
designers from all over the world, increasingly the field of jewellery. In this process, the special
making the special »Schmuck« show a platform »Schmuck« show plays a not insignificant role.
for young goldsmiths. Yet it is equally important
to us to accompany the careers of designers Already international in character back in the
over an extended period and present their 1980s, in the past ten years the show has
latest works in the show. Ultimately the sparked a range of activities in Munich during
composition of »Schmuck« since 1995 has the fair and special show. The extensive ac-
been the responsibility of a single person, companying programme held again this year is
whom we invite to make a selection from the certainly a source of pride for the organizers –
submissions received each year. the Association of Crafts and Trades Fairs, the
Danner Foundation, and the Chamber of Trade
For »Schmuck 2015« we received a total of 620 and Craft for Munich and Upper Bavaria –
submissions from 35 countries. A new develop- especially as this programme has emerged
ment is the strong interest shown by creative voluntarily and independent of control by
people from the Latin American nations of any one institution. It has come about solely
Argentina and Chile, and from China. due to the attractiveness of »Schmuck« and
A tendency that has been apparent for some initiatives taken by many people to exploit its
time is the worldwide presence of certain new potentials.
forms of jewellery. These often lead to pheno-
types in terms of composition and effect. After Munich, the special show will travel
once again this year. We are especially gratified
Eva Eisler, Professor at the Academy of Art, that, thanks to the mediation of Eva Eisler,
Architecture and Design in Prague, was re- »Schmuck« will be on view for the first time
quested to make the selection for »Schmuck in Prague, in September, in the context of the
2015«. Her criteria and approach are outlined Mercedes Benz Prague Fashion Week.
in the catalogue. Her architectural thinking,
interdisciplinary approach, and years of activity We are grateful to the Bavarian State Ministry
in the U.S. have made this year's selection of Commerce and Media, Energy and Techno-
especially fascinating. A lucid conception, and logy for the support they have lent this special
a motivated and personal biography provided show, to the Danner Foundation for their
Eisler's guidelines. Her selection totals 63 sponsorship, and to the Association of Trades
participants. Ultimately she decided it was Fairs as organizer of the Crafts and Trades Fair
important to form a group of the best and most Munich.
original pieces representing each different
tendency, in order to illustrate the freedom
of design currently obtaining in the world of
jewellery.

Honoured as a Modern Classic at this year's
»Schmuck« is Vratislav Karel Novák, a pioneer
of modern jewellery in the Czech Republic who Wolfgang Lösche
died last year. A long-time mentor, advisor to Chamber of Trade and Craft for Munich
the special show »Talente«, and frequent jury and Upper Bavaria
member, Novák had a close bond with us and Head of the Special Show »Schmuck 2015«

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Schmuck 2015 Předmluva

Jako nejstarší mezinárodní samostatná výstava poradce, mentora samostatné výstavy »Talente«
Veletrhu řemesel v Mnichově může být výstava a častého člena poroty ho s námi a s Mnichovem
»Schmuck« od roku 1959 pokládána za souput- pojilo přátelství. Roku 1996 získal za své kinetické
níka současné šperkařské tvorby. Její kontinuita plastiky na samostatné výstavě »Exempla«
je jedinečná stejně jako dokumentace pro- v rámci Mezinárodního veletrhu řemesel
střednictvím katalogu vydávaného každoročně Bavorskou státní cenu.
od roku 1985. Jedním z jejích podstatných úkolů
bylo a je nabídnout nejen etablovaným zlatní- Svět šperku je komunikativně, flexibilně, globálně
kům, ale především mladým tvůrcům možnost a mezinárodně propojený. Neustále rostoucí
vystavit se konkurenci mezinárodní soutěže. počet knih o šperku, monografií jednotlivých
Toto silové pole přitahuje stále větší počet umělců, mezinárodních výstav, symposií
šperkařů z celého světa. Výstava »Schmuck« a teoretických diskusí ozřejmuje mnoho otázek
tak také pro mladé zlatníky převzala roli plat- spojených s tématem šperku. Jedním z ne
formy. Tato tendence v uplynulých letech výrazně nepodstatných katalyzátorů je přitom také
posílila. Stejně důležité je pro nás ale i to, výstava »Schmuck«.
abychom zlatníky provázeli po delší dobu
a v rámci výstavy představovali jejich nejnovější Již v osmdesátých letech se nesla v meziná-
práce. Skladba výstavy však v posledku od roku rodním duchu, v posledních deseti letech pak
1995 leží v rukou jediné osoby, kterou jsme v Mnichově v době konání Veletrhu řemesel
pozvali, aby ze všech přihlášek sestavila konečný iniciovala řadu aktivit. Obsáhlý doprovodný
výběr. program, který se bude v průběhu samostatné
výstavy »Schmuck« v Mnichově opět konat,
»Schmuck 2015« byl obeslán celkem 650 může naplnit pýchou také organizátory, kteří za
přihláškami z 35 zemí. Nový je velký zájem ní stojí a nesou za ni zodpovědnost, Společnost
z latinskoamerických zemí Argentiny a Chile pro veletrhy řemesla, nadaci Danner-Stiftung
a z Číny. Tendencí, kterou je možné sledovat již a Řemeslnickou komoru pro Mnichov a Horní
delší dobu, je celosvětová přítomnost jistých Bavorsko. Také především proto, že tento
forem šperku. Nápadně často způsobem program dodnes vzniká z vlastních sil, nikým
své kompozice a svého působení směřují neřízený ani cíleně organizovaný. Vznikl pouze
k formálně estetickým fenotypům. v důsledku síly, kterou výstava »Schmuck«
vyzařuje, a díky iniciativě mnoha aktérů
Evu Eisler, profesorku Vysoké školy umělecko- a možností, které se v této souvislosti nabízely.
průmyslové v Praze, jsme požádali, aby pro
»Schmuck 2015« sestavila výběr prací. Její Po Mnichově se samostatná výstava tentokrát
kritéria a způsob výběru jsou uvedena v tomto opět vydá na cesty. Velmi nás těší, že »Schmuck
katalogu. Díky jejímu architektonickému 2015« se díky zprostředkování Evy Eisler tento
myšlení, jejímu mezioborovému přístupu rok v září poprvé představí v Praze, u příležitosti
a jejímu dlouhodobému působení v USA je pro Mercedes Benz Prague Fashion Weekend.
nás letošní výběr obzvlášť zajímavý. Směrodatný
je jasný koncept, vlastní motivující biografie. Bavorskému Státnímu ministerstvu průmyslu
Z přihlášek vybrala Eva Eisler pro »Schmuck a médií, energetiky a technologie děkujeme za
2015« 63 účastníků. Na závěr bylo důležité podporu této samostatné výstavy stejně jako
vytvořit skupinu nejlepších samostatných nadaci Danner-Stiftung, jež je její nositelkou,
prací nejrůznějších směrů, které mohou podat a Společnosti pro veletrhy řemesel, která
informaci o tom, jakou svobodu tvůrčích Veletrh řemesel pořádá.
možností zažíváme v naší době.

Jako klasika moderny uctíme v rámci »Schmuck Wolfgang Lösche
2015« Vratislava Karla Nováka, který zemřel v Řemeslnická komora pro Mnichov a Horní
loňském roce, jednoho z průkopníků moderního Bavorsko
šperku v České republice. Jako dlouholetého ředitel samostatné výstavy »Schmuck 2015«

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Der Klang der Formen

Für einen Künstler sind ein starkes, klares Schmuckwelt betritt, ist es wie ein Bann. Man
Konzept und eine persönliche Geschichte kommt nicht wieder hinaus, egal, ob man ein
wichtig, die beim Arbeiten motiviert und Macher oder Sammler ist. Und weil ich ur-
anregt. Nicht immer ist es nötig, diese sprünglich eine Macherin bin – erst später
Geschichte zu erzählen. kamen all die anderen Identitäten hinzu, u.a.
die der Kuratorin – erinnere ich mich an den
Ich wurde gebeten, darüber zu schreiben, wie Moment, als dies passierte. Ich wollte reden
ich als Kuratorin an die Auswahl für »Schmuck ohne zu sprechen. Etwas Wichtiges sagen, nur
2015« herangegangen bin. Als erstes möchte durch das Tragen eines kleinen Gegenstands
ich sagen, wie außerordentlich geehrt ich an meiner Kleidung. Ich habe immer die Reak-
mich fühle, mit dieser herausfordernden Auf- tionen von Passanten geschätzt, die ihn be-
gabe betraut worden zu sein. Während ich die merkten und mit einer Bemerkung zeigten,
mehreren Hundert Einreichungen sichtete, dass sie verstanden hatten. Ich trug ein State-
wurde mir klar, wie viele hervorragende Arbei- ment, eine Botschaft. Es ist ziemlich erstaun-
ten da aus aller Welt kommen. Jedes Stück ist lich, wie viel Bedeutung in einem kleinen
einzigartig; jedes Stück entstand in einem an- Schmuckstück stecken kann. Oft vergleiche ich
strengenden Prozess des Lernens, Ausprobie- ein Schmuckstück mit Architektur: Wir tragen
rens, Denkens, Fehlermachens und auch des es auf der Landschaft unserer Körper. Wenn ich
Gelingens. Leider konnte ich nur eine gewisse ein Schmuckstück betrachte, sehe ich es des-
Anzahl von Künstlern auswählen. Von über halb als einen wesentlichen Bestandteil seiner
620 werden 63 ihre Arbeiten vom 11. bis 17. Umgebung. Mir kommt es nicht auf die Größe
März 2015 auf der Internationalen Handwerks- an, das Objekt muss Kraft und emotionalen
messe vorstellen. Gehalt besitzen, über einen einzigartigen
Charakter sowie über eine besondere Struktur
Ich bin keine Historikerin, aber ich verfolge und ein Gerüst verfügen, um seine Form zu er-
und arbeite seit über 40 Jahren in diesem halten.
Gebiet, und mir scheint, dass momentan im
zeitgenössischen Schmuck ein Aufschwung Abschließend lässt sich sagen, dass mein
an künstlerischem und kulturellem Ausdruck Gesamtkriterium für die Auswahl bestimmter
zu erleben ist, der an den Toren des zeitgenös- Stücke war, sie als Werk einer überzeugenden
sischen Designs und der Kunst rüttelt, um als Gruppe von Künstlern wahrzunehmen, die
gleichwertiger Partner angesehen zu werden sich gegenseitig etwas zu sagen haben und
(Basel und Design Miami haben die Tore schon auch in ihrer Gesamtheit gut zusammen-
einen spaltbreit geöffnet). wirken. Ihr Dialog soll wie eine Symphonie
klingen.
Mein Hauptanliegen war es, eine starke Gruppe
der besten, originären und repräsentativen
Arbeiten der aktuellen Stile und Ansätze zu-
sammenzustellen, die den anschaulichen Be-
weis dafür liefern, welch unglaubliche kreative
Freiheit wir in der heutigen Zeit erleben. Es
gibt keine Grenzen, keine Einschränkungen,
obwohl eine Bedingung der »Schmuck« ist,
sogenannte tragbare Stücke auszuwählen.
In vielen Fällen sah ich erkennbare Einflüsse
von führenden Künstlern, die lehren, reisen,
inspirieren und ihre Spuren in der jüngeren
Generation hinterlassen.

Es ist sehr seltsam, wenn ich daran denke,
sobald man das Reich dieser geheimnisvollen Eva Eisler

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The Sound of Form

It is very important for an artist to have a teach and travel and continue to inspire and
strong clear concept, a personal story by which leave their mark on the younger generation.
we are motivated and energized to create. It is
not always necessary to tell the story. It is very strange; when I think of it.... once you
step into the realm of this mysterious world of
However, I was asked to write a statement jewellery, it is like a spell. You can never get out
about how, as a curator, I approached the of there whether you are a maker or a collec-
selection process for »Schmuck 2015«. First of tor. And because I am a maker, and it was only
all I have to say that I am truly very honoured to later that I became also all those other identi-
be given this challenging opportunity. Looking ties including that of a curator, I remember the
through the hundreds of submissions I realized moment when it happened. I wanted to speak
how many excellent works there are coming without talking. To say something important
from all the corners of the world. Each piece just by wearing a small object attached to my
is unique; each piece comes from a labour of clothing. I always appreciated reactions of just
learning, trying, thinking, making mistakes, and passers-by who noticed and made a remark
then sometimes succeeding. Unfortunately that showed they understood something. I was
there were only a limited number of artists I wearing a statement, a message. It is quite
could choose. Out of over 620 we will see 63 surprising how much meaning a small piece of
people exhibiting their works in March 2015. jewellery can contain. I often compare a piece
of jewellery to architecture. We wear it on the
I am not a historian, but by following and working landscape of our bodies. Therefore when I
in this field for over 40 years it seems to me am looking at a piece of jewellery I see it as an
that what is happening now in contemporary essential part of the surrounding environment.
jewellery is a boom of artistic and cultural For me it’s not about the size, it has to have a
expression that is banging on the door of power and emotional content as well as a
contemporary design and art to get accepted unique character, structure and bones to hold
as an equal partner (Basel and Design Miami its form.
already opened a small gap).
To close this brief statement, my overall criteria
My main concern was to bring together a for choosing particular works was to see them
strong group of the best and most original as work of a strong group of individuals who
representational works of all the recent styles have something to say to each other and work
and approaches that are clear evidence of well together as a whole. Their dialogue should
what an incredible freedom of creation we are sound like a symphony.
experiencing at this time that we live in. There
are no boundaries, no limits, although one
condition of »Schmuck« is to select so-called
wearable pieces. In many instances I saw visible
influences of strong leaders in the field who Eva Eisler

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Symfonie tvaru

Pro umělce je velmi důležité, aby se opíral Je to zvláštní; když o tom přemýšlím… jakmile
o silný a jasný koncept, o osobní příběh, který se jednou octneme v prostoru tohoto záhad-
jej motivuje a podněcuje k tvorbě. Samotný ného světa šperku, jsme v pasti. Nelze se
příběh však není nutné vyprávět. odtamtud vymanit, ať už jste tvůrce nebo
sběratel. A protože sama jsem šperkař,
Nyní jsem byla vyzvána popsat, jakým způsobem a teprve později jsem si přivlastnila všechny
jsem přistoupila k výběru šperkařů pro »Schmuck ostatní identity včetně kurátorství, pamatuji
2015«. V první řadě chci zmínit, jak velice si si, kdy se to stalo. Měla jsem touhu mluvit
vážím toho, že jsem dostala tuto vyjimečnou beze slov. Sdělit něco důležitého už jen tím,
příležitost. Při prohlížení stovek zaslaných že si připnu malý objekt na oděv. Vždy jsem
dokumentací jsem si uvědomila, kolik vynikající ocenila reakce kolemjdoucích, kteří si všimli
práce vzniká ve všech koutech světa. Každý a naznačili, že cosi pochopili. Nesla jsem sděle-
exponát je výjimečný, je svědectvím o neutu- ní, zprávu. Je až překvapující, kolik významu
chajícím kreativním procesu, o hledání podstaty může takový malý objekt obsahovat. Často
věcí, o pochybování a nalézání. Bohužel jsem přirovnávám šperk k architektuře. Zasazujeme
mohla vybrat jen omezený počet umělců. jej do krajiny lidského těla. Proto když se dívám
Z více než 600 přihlášených uvidíme v březnu na šperk, vnímám jej jako nedílnou součást
2015 práce 63 autorů. prostředí, jež nás obklopuje. Nejde mi o velikost,
ale musí obsahovat sílu a emociální náboj,
Nejsem historikem umění, ale z pozice někoho, ojedinělý charakter, základní strukturu
kdo pracuje v tomto oboru a sleduje jej přes a kostru, která drží pohromadě jeho formu.
více než 40 let, mi přijde, že to co, se děje nyní
v současném šperku, je exploze uměleckého Abych uzavřela toto krátké vyjádření; mé hlavní
a kulturního projevu, který stojí na prahu kritérium pro výběr určitých děl bylo sestavení
současného designu a umění a zaslouží si prací silné skupiny osobností, které mají co si
být přijat jako rovnocenný. říct navzájem a které spolu pracují dobře jako
celek. Jejich vzájemný dialog by měl znít jako
Mým hlavním cílem bylo sestavit silnou, vy- symfonie.
váženou skupinu nejlepších a nejoriginálnějších
příkladů, které reprezentují současné styly
a tendence a které jsou jasným důkazem
neuvěřitelné svobody tvorby v době, ve které
žijeme. Nejsou žádné hranice, žádná omezení,
ačkoliv jednou z podmínek účasti na výstavě
»Schmuck« je, že budou vybrány pouze nositelné
šperky. V mnoha případech jsem si také uvědo-
mila, jaký vliv a stopu zanechávají vůdčí osob-
nosti oboru, které učí a cestují a nepřestávají
inspirovat mladou generaci. Eva Eisler

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Schmuck 2015 – Vorwort der Danner-Stifung

Erstmals wurde die Sonderschau »Schmuck« Ausstellungen, Stipendien und Zuschüsse.
im Jahre 1959 im Rahmen der Internationalen Eine im Kunsthandwerk herausragende und
Handwerksmesse in München durchgeführt. national wie international mit großem Ansehen
Seither hat sie sich als unverzichtbarer Termin verbundene Auszeichnung ist der 1984 ins Leben
in der Welt des zeitgenössischen Schmucks gerufene Danner-Preis, der einen repräsentativen
etabliert und führt jedes Jahr im März die Ein- und Überblick über die aktuellen Entwick-
internationale Schmuckszene nach München. lungen im zeitgenössischen Kunsthandwerk in
Diese herausragende Plattform lässt die Stadt Bayern bietet. Dieser Wettbewerb wird im Ab-
München während der Messetage zu einem stand von jeweils drei Jahren durchgeführt.
Mekka von Schmuckkünstlern, -liebhabern und Der letzte Wettbewerb fand seinen Höhepunkt
-experten werden. Die »Schmuck« gilt seit mit der Preisverleihung am 17. Oktober 2014
über 50 Jahren als die wichtigste Ausstellung im Stadttheater Aschaffenburg und der an-
ihres Fachs, sie ist ein Ort der Begegnung, des schließenden Ausstellung im Schloss Johannis-
Austausches und vor allem der Inspiration. burg in Aschaffenburg, die bis Januar 2015 an-
Dies zeigt, welch große Anerkennung zeitge- dauerte.
nössischer Schmuck international inzwischen
gefunden hat. Ein weiteres wichtiges Projekt, geradezu ein
Herzstück der Danner-Stiftung, ist die 2004
Die Danner-Stiftung ist stolz darauf, auch 2015 eröffnete und von der Danner-Stiftung maß-
die Trägerschaft für die international hoch- geblich finanzierte »Danner-Rotunde« in der
geschätzte Sonderschau »Schmuck« auf der Pinakothek der Moderne München. In diesem
Internationalen Handwerksmesse in München international einmaligen Präsentationsort für
übernehmen und damit deren Finanzierung Autorenschmuck fand die stiftungseigene
sicher stellen zu können. Hier gebührt beson- Sammlung internationalen zeitgenössischen
derer Dank dem Bayerischen Staatsministerium Schmucks ihr kongeniales und würdevolles
für Wirtschaft und Medien, Energie und Tech- Zuhause. Seit März 2014 ist die Schmuck-
nologie, das auch in diesem Jahr wieder erheb- sammlung nach einer Neukuratierung durch
liche Fördermittel für diese Sonderschau zur Prof. Dr. Florian Hufnagl und Prof. Otto Künzli
Verfügung stellt. wieder in der Danner-Rotunde zu sehen.

Die Trägerschaft der Sonderschau »Schmuck« Das Selbstverständnis der Kunsthandwerkerin-
durch die Danner-Stiftung passt hervorragend nen und Kunsthandwerker und das Profil des
zum Selbstverständnis dieser ausschließlich Kunsthandwerks haben sich gegenüber tradi-
im Bereich Kunsthandwerk engagierten Stif- tionellen Vorstellungen im 20. Jahrhundert
tung. Die »Benno und Therese Danner’sche tiefgreifend gewandelt. Die Grenzen zwischen
Kunstgewerbestiftung« wurde auf Anregung den freien und angewandten Künsten, zwischen
des königlich-bayerischen Hofgoldschmiedes dem reinen Handwerk und der designorientier-
Professor Karl Rothmüller durch die Ökonomie- ten seriellen Produktion sind immer fließender
ratswitwe Therese Danner (1861-1934) im Jahre geworden. Durch ihre Aktivitäten und Förder-
1920 gegründet und ist bis zum heutigen Tag maßnahmen ist die Danner-Stiftung zu einem
als Mäzenin mannigfach aktiv. Sie hat sich unentbehrlichen Forum für die Begegnung und
neben der ideellen und finanziellen Unterstüt- den Austausch zwischen den verschiedenen
zung des »soliden, bodenständigen Kunsthand- Strömungen des Kunsthandwerks geworden,
werks« in Bayern als eines ihrer wesentlichen auch über das Kunsthandwerk im engeren
Aufgaben gerade die Förderung junger und Sinne hinaus.
hoffnungsvoller Talente im Kunsthandwerk auf
die Fahnen geschrieben. Die Danner-Stiftung
fördert begabte Kunsthandwerkerinnen und
Kunsthandwerker quer durch alle Gewerke – Dr. Gert Bruckner
Schmuck, Keramik, Glas, Holz, Textil und Metall Geschäftsführender Vorsitzender
– durch Auszeichnungen, Wettbewerbe und der Danner-Stiftung

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Schmuck 2015 – Foreword of the Danner Foundation

The special show »Schmuck« was held for the in the award of the prize on October 17, 2014,
first time in the context of the International in the City Theater of Aschaffenburg, and the
Crafts and Trades Fair Munich in 1959. Since subsequent show at Schloss Johannisburg
then it has become a must in the contem- there, on view to January 2015.
porary jewellery world, attracting the interna-
tional scene to Munich in March of each year. A further important project, in fact at the
This outstanding platform makes the city an heart of the Danner Foundation and largely
annual mecca for jewellery designers, lovers funded by it, is the »Danner Rotunda«, estab-
and experts. For more than 50 years now, lished in 2004 at the Pinakothek der Moderne
»Schmuck« has been the world's most im- in Munich. This internationally unique museum
portant show in the field, a site of meetings site for the presentation of author's jewellery
and exchanges, and above all of inspiration. has become the congenial home for the
This is an indication of the great acclaim now foundation's own international contemporary
enjoyed by contemporary jewellery on an jewellery collection. Since March 2014, the
international scale. collection has been on view in a new arrange-
ment curated by Prof. Dr. Florian Hufnagl and
The Danner Foundation is proud to sponsor Prof. Otto Künzli.
this special show at the International Crafts
and Trades Fair Munich again in 2015, thus By comparison to traditional notions, the
ensuring its funding. We owe special thanks definition of the applied arts and the self-
in this regard to the Bavarian State Ministry of image of craftsmen and women changed
Commerce and Media, Energy and Technology, markedly in the 20th century. The borderlines
which has again provided considerable support between fine and applied art, between pure
for »Schmuck« this year. crafts and design-oriented series production,
have become increasingly permeable. Thanks
The Danner Foundation's sponsorship of the to its activities and supportive measures, the
special »Schmuck« show perfectly reflects the Danner Foundation serves as an essential forum
purpose of our institution, which is active for encounters and exchanges among the
exclusively in the field of applied arts. The various strands of the crafts, and even beyond
»Benno und Therese Danner'sche Kunstge- the applied arts in the narrower sense.
werbestiftung« was established in 1920 at
the behest of Professor Karl Rothmüller, Gold-
smith to the Royal Bavarian Court, by Therese
Danner (1861-1934), widow of an economic
councillor, and has continued to devote itself
to the support of the applied arts to this day.
In addition to providing moral and financial
support for »solid regional crafts« in Bavaria,
one of its key focuses is on aiding young and
hopeful talents. The Danner Foundation
furthers craftspeople in the full range of fields
– jewellery, ceramics, glass, wood, textile and
metal – by means of awards, competitions
and exhibitions, stipends and allowances.

An outstanding award that enjoys national
and international acclaim, is the Danner Prize.
Established in 1984 and held every three years,
this competition enables a representative review Dr. Gert Bruckner
of current developments in the contemporary Chairman and Business Manager,
crafts in Bavaria. The last edition culminated Danner Foundation

11
Schmuck 2015 – předmluva Danner-Stifung

Samostatná výstava »Schmuck« se v rámci prostřednictvím ocenění, soutěží a výstav,
Mezinárodního veletrhu řemesel v Mnichově stipendií a finančních příspěvků.
konala poprvé v roce 1959. Od té doby se ve
světě současného uměleckého šperku stala Jedním z ocenění, které je v uměleckém
nezastupitelnou událostí a každý rok v březnu řemesle výjimečné a doma i v zahraničí vysoce
přivádí do Mnichova mezinárodní šperkařskou vážené, je roku 1984 založená cena Danner-
scénu. Díky této vynikající platformě se město Preis, která poskytuje reprezentativní vhled
Mnichov v průběhu trvání veletrhu stává do aktuálního vývoje soudobého uměleckého
mekkou šperkařů, odborníků na šperk a jeho řemesla v Bavorsku a přehled o něm. Soutěž
milovníků. »Schmuck« je přes více než padesát se koná vždy jednou za tři roky. Poslední
let pokládán za nejdůležitější výstavu svého soutěž vyvrcholila předáním cen dne 17. října
oboru, je místem setkávání, výměny stanovisek 2014 v Městském divadle v Aschaffenburgu
a především inspirace. To ukazuje, jak velkého a následnou výstavou v zámku Johannisburg
uznání se současnému uměleckému šperku v Aschaffenburgu, jež trvala až do ledna 2015.
na mezinárodním poli od té doby dostalo.
Dalším důležitým projektem, takřka srdeční
Nadace Danner-Stiftung je hrdá na to, že může záležitostí Danner-Stiftung, je Danner rotunda
být také v roce 2015 nositelkou mezinárodně v Pinakotéce moderny v Mnichově, která byla
velmi ceněné samostatné výstavy »Schmuck« otevřena roku 2004 a již Danner-Stiftung
na Mezinárodním veletrhu řemesel v Mnichově, z podstatné části financuje. V tomto mezinárodně
a zajistit tak její financování. Zde patří obzvláštní jedinečném prostoru představujícím autorský
dík Bavorskému státnímu ministerstvu šperk našla svůj kongeniální a důstojný domov
průmyslu a médií, energetiky a technologie, nadační sbírka mezinárodního uměleckého
které i tento rok poskytlo výstavě podstatné šperku. Od března 2014 je sbírka šperků,
finanční prostředky. kurátorsky nově připravená prof. dr. Florianem
Hufnaglem a prof. Ottou Künzli, v Danner
To, že je Danner-Stiftung nositelkou výstavy rotundě opět přístupná.
»Schmuck«, výborně souzní s jejím profilem
nadace, která působí výlučně v oblasti uměle- Představa uměleckých řemeselnic a řemeslníků
ckého řemesla. »Umělecko-řemeslnou nadaci o sobě samých a profil uměleckého řemesla
Benna a Theresy Dannerových« (Benno und se v porovnání s tradičním pojetím ve 20.
Therese Danner`sche Kunstgewerbestiftung), století hluboce proměnily. Hranice mezi volnou
která je dodnes mnohostranně činná jako tvorbou a užitým uměním, mezi čistým
donátorka, založila v roce 1920 z podnětu krá- řemeslem a sériovou výrobou orientovanou
lovsko-bavorského dvorního zlatníka profesora na design jsou stále průchodnější. Díky svým
Karla Rothmüllera vdova po ekonomickém aktivitám a podpůrným opatřením se Danner-
radovi Therese Danner (1861–1934). Kromě Stiftung stala nepostradatelným fórem pro
ideové a myšlenkové podpory »poctivého, setkávání a výměnu mezi nejrůznějšími
původního uměleckého řemesla« v Bavorsku tendencemi uměleckého řemesla, a také přes
si jako jeden ze svých hlavních úkolů zapsala hranice uměleckého řemesla v úzkém slova
do štítu právě pomoc mladým a nadějným smyslu.
talentům v oblasti uměleckého řemesla.
Danner-Stiftung podporuje nadané umělecké
řemeslnice a řemeslníky napříč všemi obory – Dr. Gert Bruckner
šperk, keramika, sklo, dřevo, textil a kov –, a to výkonný předseda Danner-Stiftung

12
Schmuck 2015 – Prag

Wolfgang Losche hat mich während des Pro- druck und die Atmosphäre der Ausstellungs-
zesses der Auswahl der diesjährigen Teilnehmer architektur wird die historische Umgebung
des »Schmuck 2015« mit der Frage angesprochen, des Prager Zentrums bereichern und wir hoffen,
ob ich an einer Wiederholung der Ausstellung dass sie auf ein großes Echo und Publikums-
an einem weiteren Ort interessiert wäre. Es ist interesse stößt.
kein Zufall, dass ich mich für die Tschechische
Republik entschieden habe. »Schmuck 2015« wird um einen tschechischen
Ausstellungsteil ergänzt, in dem vor allem
Ich danke Wolfgang Lösche und Eva Sarnowski Werke der Studenten und Absolventen der
sehr für diese großzügige Gelegenheit als auch Akademie für Kunst, Architektur und Design
allen beteiligten Künstlern, die der Ausleihe vorgestellt werden. Der Besucher gewinnt so-
ihrer Werke nach Prag bereitwillig zugestimmt mit zum einen eine komplexe Vorstellung dar-
haben. über, in welcher Situation sich der internatio-
nale zeitgenössische Schmuck befindet, und
Die Präsentation der Ausstellung »Schmuck gleichzeitig wird er die Gelegenheit zu einem
2015« in Prag wird zweifellos zu einem Um- wertvollen Vergleich mit dem Schaffen der
bruchsereignis, denn zum ersten Mal in der tschechischen Künstler haben.
Geschichte werden wir auf dem Gebiet der
Tschechischen Republik eine umfassende Aus- Der Hauptpartner der Ausstellung »Schmuck
stellung des zeitgenössischen künstlerischen 2015« wird das Mercedes Benz Prague Fashion
Schmucks zeigen, die das ganze Spektrum der Weekend sein, das bereits seit einigen Jahren
neuesten Tendenzen im weltweiten Kontext sehr erfolgreiche Modeschauen veranstaltet.
vorstellt. Sie zeichnen sich durch markante Ästhetik und
Choreographie aus, die es sich zum Ziel macht,
64 Künstler aus 21 Ländern von Australien, unterschiedliche künstlerische Bereiche zu ver-
Neuseeland, Japan, China, Europa, Vereinigten binden. Sie wendet sich an ein interessiertes
Staaten bis zu Südamerika, jeder mit seiner Publikum aus der Welt der Mode, des Designs
eigenen unverwechselbaren Handschrift, in und der Kunst.
der sich die Vielfalt der Gesellschaften und
unsere Zeit spiegeln.

Damit in der Gesellschaft Interesse entsteht
und damit diese in der Lage ist, jeden beliebigen
Bereich kreativer Tätigkeit zu verstehen, an-
zunehmen und sich in ihm zu orientieren,
muss man ihn aktiv und kohärent vorstellen,
und zwar sowohl im lokalen als auch im inter-
nationalen Kontext. Gleichzeitig ist es not-
wendig, neue Herausforderungen, einen neuen
Blick zu suchen und zu kreieren, ohne dass
man versucht, die eine oder andere künstleri-
sche Sparte von den restlichen zu isolieren.

Die Münchner Ausstellung wird Anfang Sep-
tember 2015 in Prag gezeigt. Den Gesamtein- Eva Eisler

13
Schmuck 2015 – Prague

During the selection process of this year’s The Munich exhibit will be relocated to Prague
»Schmuck 2015« participants I was asked at the beginning of September 2015. The over-
whether I would be interested in bringing the all impression and atmosphere of the installa-
exhibition to another venue. No wonder that tion will be enriched by the historical context
I chose the Czech Republic. of the centre of Prague and we believe that it
will generate a strong response and attendance
I would like to thank Wolfgang Lösche and of the public at large.
Eva Sarnowski for this generous opportunity
as well as all the participating artists, who »Schmuck 2015« will be complemented by the
willingly agreed to loan their works for the Czech part of the exhibition that will primarily
Prague exhibition. introduce work by students and graduates of
the Academy of Art, Architecture and Design
Bringing the »Schmuck 2015« exhibition to in Prague. Thus the visitor will gain a compre-
Prague will, without doubt, be a turning point hensive overview of the state of contemporary
as for the first time in history a comprehensive art jewellery in the world and at the same time
exhibition of contemporary art jewellery, re- will have an opportunity to make a valuable
presenting the entire spectrum of the most comparison with the work of Czech authors.
current trends in a worldwide context, will be
introduced in the Czech Republic. 63 artists The main partner of the exhibition »Schmuck
from 21 countries ranging from Australia, 2015« will be Mercedes Benz Prague Fashion
New Zealand, Japan, China, Europe, the United Weekend, who now for several years has been
States to South America, each with their own producing a very successful series of fashion
unmistakable style that reflects the diversity shows with distinctive aesthetics and choreo-
of society and our own time. graphy with the goal to both connect different
art disciplines and focus on the attractive
In order for society to generate interest in and public from the world of fashion, design and
the ability to understand, accept and better art.
orient itself in any field of creative endeavour,
it is necessary to actively and consistently
present it in the best possible form both on
a local as well as in an international context
and at the same time search for and create
new challenges for a fresh look, without the
tendency to isolate one or another art field
from others. Eva Eisler

14
Schmuck 2015 – Praha

Během pracovního procesu vybírání letošních Mnichovská výstava se přesune do Prahy
účastníků »Schmuck 2015« mne Wolfgang začátkem září 2015. Celkový dojem a atmosféru
Lösche oslovil, zdali bych měla zájem o reprízu instalace obohatí historické prostředí centra
výstavy v další lokaci. Není náhodou, že jsem Prahy a věříme, že bude mít velký ohlas
se rozhodla pro Českou republiku. a návštěvnost širokého publika.

Wolfgangovi Löschemu a Evě Sarnowské za »Schmuck 2015« doplní česká část výstavy,
tuto velkorysou příležitost velmi děkuji stejně která představí především práce studentů
jako i všem zúčastněným umělcům, kteří a absolventů Vysoké školy uměleckoprůmyslové.
ochotně souhlasili se zápůjčkou svých děl Návštěvník tak jednak získá ucelenou představu
pro Prahu. o tom, v jaké situaci se nachází současný
světový autorský šperk, a zároveň bude mít
Uvedení výstavy »Schmuck 2015« v Praze bude příležitost cenného srovnání s tvorbou
bezpochyby přelomovým okamžikem, protože českých autorů.
poprvé v historii představíme na územi České
republiky soubornou výstavu současného Hlavním partnerem výstavy »Schmuck 2015«
uměleckého šperku v šíři, která reprezentuje bude Mercedes Benz Prague Fashion Week-
celé spektum nejnovějších tendencí v celo- end, který již několikátým rokem pořádá velmi
světovém kontextu. úspěšné série módních přehlídek s výraznou
estetikou a choreografií, jež si klade za cíl
63 autorů z 21 zemí od Austrálie, Nového propojovat různé umělecké disciplíny
Zélandu, Japonska, Číny, Evropy, Spojených a zároveň se soustředí na atraktivní publikum
Států až po Jižní Ameriku, každý se svým vlast- ze světa módy, designu a umění.
ním nezaměnitelným rukopisem, ve kterém
se odráží rozmanitost společnosti a naše doba.

Na to, aby ve společnosti vznikl zájem a aby
byla schopná porozumět, přijmout a lépe se
orientovat v jakékoliv oblasti kreativní činnosti,
je třeba ji aktivně a konzistentně prezentovat
tou nejlepší možnou formou jak v lokálním,
tak mezinárodním kontextu. Zároveň je třeba
hledat a vytvářet nové výzvy k čerstvému
pohledu, bez tendence izolovat ten či onen
umělecký obor od ostatních. Eva Eisler

15
Herbert-Hofmann-Preis

Herbert Hofmann (1899–1971)

Der Kunsthistoriker und langjährige Leiter der
Handwerkspflege in Bayern, Herbert Hofmann,
hat im Jahr 1959 die erste Schmuckschau
initiiert. Sie wird bis heute alljährlich auf der
Internationalen Handwerksmesse in München
durchgeführt. Mit dem Herbert-Hofmann-Preis
zeichnet die Gesellschaft für Handwerks-
messen Schmuckkünstler aus, deren Arbeiten
durch die Neuartigkeit der Schmuckidee,
Originalität der Konzeption, hervorragende
handwerkliche Ausführung, Tragbarkeit und
schmückende Wirkung exemplarisch sind.

Herbert Hofmann, art historian and long-time
head of the Handwerkspflege (the Bavarian
Craft Support Association) initiated the first
special jewellery show in 1959. This exhibition
is organized every year at the International
Trade Fair in Munich. With the Herbert-Hof-
mann-Award the Trade Organization awards
goldsmiths where the work is exemplary in
terms of innovativeness of idea, originality of
conception, outstanding artisanal execution,
and ornamental effect.

Jury 2014

Warwick Freeman, Auckland
Cornelia Holzach, Pforzheim
Thomas Raff, München
Marjan Unger, Amsterdam

16
Herbert-Hofmann-Preis 2014

Iris Bodemer
Deutschland

»Relief II«
35 Broschen/brooches, 2013
Silber/silver
40x48x1,5 cm

Iris Bodemers großes Silberrelief ist eine Iris Bodemer's large silver relief is a compo-
Komposition aus 34 Broschen, die zusammen sition of 34 brooches, which together form a
ein geschlossenes Bild ergeben. In diesem Zu- unified picture. In this respect, it represents
sammenhang stellt sie eine Neuentwicklung a new development. Bodemer pays uncom-
dar. Iris Bodemer hat dabei dem Material Silber promising reverence to the medium of silver.
eine kompromisslose Referenz erwiesen. In Richly detailed in its unity, each part is wear-
seiner Geschlossenheit ist es reich detailliert, able brooch in itself. In Bodemer's hands,
jedes Teil dient als tragbare Brosche. Zeichnun- drawings are an important part of designing
gen sind ein wichtiger Bestandteil im Prozess jewellery. The energy of her drawings seems
der Schmuckentwicklung von Iris Bodemer. to transmit itself directly to the material.
Die Energie der Zeichnung scheint unmittel-
bar in das Material geflossen zu sein.

17
Herbert-Hofmann-Preis 2014

Akihiro Ikeyama
Japan

»Holey Holye Abnorm« Schmuckstücke zeigt jedoch deutlich, dass
Broschen, Anhänger/brooches, pendant, 2013 nicht das Material, sondern Akihiro Ikeyama
Geweih, Edelstahl, Farbe der Meister ist.
Antlers, stainless steel, paint
each ca. 8x4x3 cm The network of the natural realm and its
creatures fascinates Akihiro Ikeyama. The
Das Gefüge des Naturreiches und seiner energy that pervades every living being is
Geschöpfe bezaubert Akihiro Ikeyama. Die his theme. Deer and elk antlers are among
Energie, die sich hinter allen Lebewesen his typical jewellery configurations. In his
verbirgt ist sein Thema. Vor allem das Reh- eyes, their branching conveys the impression
und Hirschgeweih verwandelt er zu seinen of a special power that symbolizes life per se.
typischen Schmuckformen. Mit seinen Ver- Wearing this jewellery is intended as an
ästelungen erweckt es für ihn den Eindruck homage to nature and imagination. Yet as
der besonderen Stärke, durch die das Leben the design of these pieces show, not the
an sich symbolisiert wird. Durch das Tragen material but Ikeyama is the true master.
dieses Schmuckes soll der Natur und seiner
Fantasie gedacht werden. Die Gestaltung der

18
Herbert-Hofmann-Preis 2014

Noon Passama oder real? Auf alle Fälle sind es faszinierende
Niederlande/Thailand Beispiele von Charakteren in einer bewunderns-
werten handwerklichen Umsetzung. Das
»Portrait 6« uralte Thema der Maske in einer aktuellen
Brosche/brooch, 2013 Interpretation.
Kalbsfell, Rentierfell, Leder, Silber und
Messing vergoldet/calf fur, reindeer fur, Born in Thailand and a resident of the Nether-
leather, gold plated silver and brass lands, the jewellery artist Noon Passama is
9x14x4 cm active in various areas of jewellery-making.
Her brooches from the »Portraits« series are
Die in Thailand geborene und in den Nieder- irresistible, gazing at the viewer with great
landen lebende Schmuckkünstlerin Noon self-confidence. They play on the themes of
Passama bewegt sich in verschiedenen Be- portrait, face and mask. We have the feeling
reichen des Schmucks. Ihren Broschen aus of knowing these figures. Are they humans
der Serie »Porträts« kann man sich nur schwer or animals, imagined or real? At any rate, they
entziehen. Selbstbewusst und charakterstark are fascinating examples of characters, exe-
blicken sie auf den Betrachter. Sie spielen mit cuted with remarkable artisanal skill. The
den Themen Porträt, Gesicht und Maske. ancient theme of the mask in a contemporary
Man scheint die Typen zu kennen. Sind es interpretation.
Menschen oder Kreaturen? Sind sie erfunden

19
Vratislav Karel Novák – Klassiker der Moderne 2015

Der Lebensweg Vratislav Karel Nováks ist abge- kodiert, so dass das Schmuckstück zu einem außer-
schlossen (12.12.1942 – 12.2.2014). Während eines sprachlichen Kommunikationsmittel wurde, das die
halben Jahrhunderts intensiven Schaffens hatten Beziehung zwischen Autor und Träger ausdrückt,
wir Gelegenheit, sein Werk im Interieur und Ex- zwischen dem Gedanken des Autors und der Fähig-
terieur zu betrachten, es wurde in Dutzenden von keit des Trägers, diesen anzunehmen und damit zu
Ausstellungen vorgestellt und viele Texte darüber verbreiten.
geschrieben. Das bedeutet allerdings nicht, dass Vratislav Karel Nováks Schmuck aus den 70er und
wir seine geistige Welt, deren Spuren er seinen 80er Jahren zeichnet sich größtenteils durch einen
Kunstwerken und dem Denken seiner Schülerinnen konstruktivistischen Charakter aus, verbunden mit
und Schüler einprägte, voll verstanden hätten. einem beweglichen Element. Die einfachen geo-
Diese Unsicherheit mag uns irritieren, aber gleich- metrischen Formen von Kreis, Oval, Würfel oder
zeitig auch zur wiederholten Begegnung mit Quader sind aus rostfreiem Blech gefertigt, aus Stahl,
seinem Vermächtnis anspornen. vernickeltem Draht, Spiralfedern, Messingschrauben,
Vratislav Karel Novák durchlief eine breit gefächer- als Ausnahme treten Perforierungen oder Farbak-
te Ausbildung. Die Fachschule in Jablonec war zente durch roten bzw. weißen Lack auf. Schrittweise
spezialisiert auf die Herstellung von Bijouterie, begannen die Schmuckstücke allerdings minimalis-
die Metallklasse von Professor Nuçl an der Hoch- tische Tendenzen anzunehmen, an Körperlichkeit
schule für Kunstgewerbe in Prag (heute Akademie und realer Gestalt zu verlieren und wurden so zu
für Kunst, Architektur und Design) umspannte imaginären Objekten, wie z. B. die an einen Stahlseil
Monumentalplastiken, Gebrauchs- sowie deko- aufgehängte Feder.
rative Gegenstände und Schmuck. Im Schaffen Der Autor verließ die reale Welt und begann das ge-
V. K. Nováks entstand im Laufe der Jahre daraus schaffene Werk als gedankliche Konzeption wahrzu-
ein Gleichgewicht. Er selbst erlag nicht der stereo- nehmen, deren Ziel nicht in der gegenständlichen
typen Einteilung von Kunstwerken in etablierte Realisierung besteht. Ihn beschäftigte das Spiel von
Kategorien, er hatte vielmehr das Bedürfnis, einen Licht und Schattenwurf auf dem menschlichen
Gedanken auszudrücken, und es schien ihm nicht Körper, er befasste sich mit dem Umschnüren des
wesentlich, ob dessen stoffliche Umsetzung eine Körpers mit Stahlseil und Installationen mit Glas-
Skulptur, ein Objekt oder ein Schmuckstück ergab. splittern, die als Symbol von Gewalt zu gelten haben,
Viele Skulpturen und räumliche Objekte entstan- von Verletzung und Opfer. Diese Konzeptionen eines
den als Auftragsarbeiten für einen bestimmten mystischen und geheimen Augenblicks sind in Foto-
Ort, ob unter freiem Himmel oder in geschlossenen graphien festgehalten, als deren Substanz der
Räumen. Andere Plastiken, Mobiles, Cykloten Mensch erscheint, nicht das Schmuckstück.
(seine Rollwagen mit zwei Schlepprädern) und In den letzten Jahren ließ Vratislav Karel Novák sich
Schmuckstücke schuf er aus eigenem Antrieb. weder durch die gängige Vorstellung, wie ein
Allen Werken jedoch war ein Zug gemeinsam – Schmuckstück auszusehen habe, einschränken,
und zwar die Variabilität und das kinetische Ele- noch durch Vorstellungen über dessen Größe und
ment. Damit wurde er zum geistigen Vater, zum die Bedingung seiner Tragbarkeit. Vor allem kleinere
Designer, Konstrukteur und Schöpfer, wobei er Drahtwürfel mit kinetischen Elementen wurden
gleichzeitig eine klar umrissene Vorstellung von zu einfallsreich konstruierten Objekten, bestimmt
der Art der Präsentation seiner Kunstwerke, den zur Handhabung, zum Spiel, zum Beobachten von
Möglichkeiten ihrer Handhabung und der letzt- Bewegung.
endlichen Wirkung auf den Betrachter hatte. Die freie, uneingeschränkt offene Wahrnehmung
Novaks erste Schmuckstücke entstanden bereits von Schmuckstücken prägte Professor Novák auch
ab dem Jahr 1973. Das Bedürfnis, sich diesem seinen Studenten ein. Die Bandbreite seines Ateliers –
Gebiet intensiv zu widmen, reifte in ihm jedoch vom bildhauerischen Schaffen über Gebrauchs- und
erst an der Wende der 70er und 80er Jahre, in dem Dekorationsgegenstände, von konstruktivistischem,
Moment, als er bereits eine klare Anschauung minimalistischem, postmodernem und Körper-
hatte von der Gestalt des Schmucks, seinem schmuck bis zu konzeptionskünstlerischen Projek-
Charakter, seiner Funktion und der Art, ihn zu ten – wurde zu einem einzigartigen Attribut seiner
tragen. Lehrtätigkeit an der Akademie für Kunst, Architektur
Novák zufolge sei die primäre Aufgabe eines und Design, Prag und später an der Westböhmischen
Schmuckstücks nicht, zu schmücken und zu ver- Universität in Pilsen. Durch sein Beispiel führte er
schönern: Es ging also nicht nur um die Schöpfung Studentinnen und Studenten zu »konstruktivem
traditioneller ästhetischer Werte im Geiste ge- Skeptizismus« gegründet auf schöpferischer Ver-
läufiger Typologien. In seinen Schmuckstücken antwortlichkeit.
war die Mitteilung eines philosophischen, mys-
tischen, magischen oder erotischen Kontextes PhDr. Alena Kř íñová

20
»Forehead Windmill«, 2004
Edelstahl, Taubenfeder
Stainless steel, pigeon feather
Větrník čelní, nerez ocel,
holubí pírka
(Foto VKN – Selbstporträt –
autoportrét)

21
Karel Novák – Modern Classic 2015

The long march of Karel Novák's life has come author and wearer, the author's ideas and the
to an end (Dec. 12, 1942 – Feb. 12, 2014). During ability of the wearer to accept and disseminate
half a century of devoted activity, we had the them.
opportunity to view his work both in interiors Vratislav Karel Novák's jewellery of the 1970s
and exteriors, and enjoy its presentation in and 80s is largely characterized by a construc-
dozens of exhibitions and essays. This is not to tivist tendency, combined with a movable
say that we have entirely understood Novák's element. The simple geometric forms of circle,
intellectual world and the traces it has left in oval, square or cube consist of sheet stainless
his art and the thinking of his students. This steel, accompanied by nickel-plated wire, spiral
uncertainty may worry us, but at the same springs, and brass bolts, and in exceptional
time it is capable of spurring us on to a conti- cases by perforations or accents of colour, in red
nuing concern with his legacy. or white lacquer. Gradually the pieces began
Vratislav Karel Novák enjoyed a wide-ranging to reflect minimalistic tendencies, to grow
education. The middle school he attended in decreasingly corporeal and actual in shape,
Jablonec specialized in the manufacture of becoming well-nigh imaginary objects, as, for
bijouterie; the metal class of Prof. Nuçl at the instance, a feather suspended from a woven
College of Decorative Arts in Prague (now steel wire.
Academy of Art, Architecture and Design) The author forsook the real world and began
included monumental sculpture, useful and to view the created work as a mental concep-
decorative objects, and jewellery. Over the tion whose aim was not to take on actual,
years. an equilibrium developed in Novák's objective shape. He concerned himself with
oeuvre. Rather than adhering to the conven- the play of light and shadow on the human
tional categories governing works of art, his figure, began to focus on wrapping the body
first urge was to express his ideas, no matter with steel wire and on installations based on
whether this ultimately involved creating a shards of glass, which gave the impression of
sculpture, an object or a piece of jewellery. symbols of violence, injury and victimization.
Many of his sculptures and objects in space These conceptions of a mystical, arcane moment
emerged from commissions for particular were captured in photographs, in which the
sites, whether outdoors or in enclosed spaces. substance appears to be the human being
Other pieces, mobiles and cyklotes (wagons rather than the jewellery.
with two trailing wheels) were done inde- In his final years, Novák allowed himself to be
pendently. Every work, however, had two traits restricted neither by conventional notions of
in common – variability and a kinetic element. how a piece of jewellery should look nor by
This made him a spiritual father, a designer, norms regarding its dimensions or wearability.
constructor and creator. At the same time, Comparatively small wire cubes with kinetic
Novák held a clearly defined idea of how his elements, in particular, became imaginatively
works were to be presented, the possibilities constructed objects, made to handle, play
of using them, and ultimately of their effect with, and observe their movement.
on the viewer. A free, unbiased perception of jewellery was
Novák's first jewellery emerged as early as something Novák also instilled in his students.
1973. Yet the need to express himself inten- The range of his studio activities – from making
sively in this medium did not develop until sculptures through practical and decorative
the turn of the 1970s to 80s, at the moment objects, constructivist, minimalist, post-modern
he arrived at a lucid conception of the confi- and body jewellery, down to conceptual projects
guration of pieces, their character, function – became a unique attribute of his teaching
and ways of wearing them. activity at the Prague Academy of Art, Archi-
According to Novák, the primary task of a piece tecture and Design, and later at the Western
of jewellery was not to adorn a woman or Bohemian University in Pilsen. Through his
augment her beauty – not, in other words, to example, Novák led his students to adopt a
create traditional aesthetic values in the guise »constructive scepticism« based on creative
of current typologies. Encoded in his jewellery responsibility.
was the presence of a philosophical, mystical,
magical or erotic context, transforming each
piece into a non-verbal means of communica-
tion that expressed the relationship between PhDr. Alena Kř íñová

22
Vratislav Karel Novák – Klasik moderny 2015

Životní dráha Vratislava Karla Nováka se uza- charakter s pohyblivým elementem. Jednoduchý
vřela (12. 12. 1942 – 12. 2. 2014). Během půlstoletí geometrický tvar kruhu, oválu, čtverce nebo
intenzivního tvoření jsme měli příležitost obdélníku je zhotoven z nerezového plechu,
vidět jeho díla v interiérech i exteriérech, byla oceli, niklovaných drátů, pružin, mosazných
prezentována na desítkách výstav a bylo šroubů, výjimečně se vyskytuje perforace nebo
napsáno mnoho textů. To však neznamená, barevný akcent červeného či bílého laku.
že jsme plně porozuměli duchovnímu světu, Postupně však šperky začaly přejímat mini-
jehož stopy vtisknul do svých výtvorů i myslí malistické tendence, ztrácet na hmotnosti
svých žáků. Tato nejistota nás může iritovat, a reálné podobě a stávaly se z nich imaginární
ale zároveň také vybízet k opětovnému objekty, jako například peříčko zavěšené na
setkávání se s jeho odkazem. ocelové struně. Autor opustil skutečný svět
a začal pojímat výtvarné dílo jako myšlenkový
Vratislav Karel Novák měl široce zaměřenou koncept, jehož cílem není předmětná realizace.
studijní průpravu. Střední škola v Jablonci byla Zabýval se vrháním světla a stínu na lidské tělo,
specializována na bižuterii, ateliér kovu profesora svazováním těla ocelovou strunou, instalacemi
Nušla na Vysoké škole uměleckoprůmyslové se skleněnými střepy, které jsou symbolem
v Praze byl rozkročen mezi monumentální násilí, ubližování a obětování. Tyto koncepty
plastikou, užitkovými a dekorativními předměty mystického a tajemného okamžiku jsou zachy-
a šperkem. V tvorbě V. K. Nováka nastala ceny na fotografiích, jejichž podstatou je člověk,
v průběhu let rovnováha. Sám nepodléhal ne šperk. V posledních letech se Vratislav Karel
stereotypnímu dělení na zavedené kategorie Novák nenechával omezovat ani vžitou před-
uměleckých děl, měl potřebu vyjádřit myšlenku stavou, jak má šperk vypadat, jakou má mít
a nebylo podstatné, zda jejím zhmotněním velikost, zda je podmínkou jeho nositelnost.
bude socha, objekt nebo šperk. Mnohé sochy Nevelké drátěné krychle s kinetickými prvky se
a rozměrné objekty vznikaly na objednávku do staly především důmyslně zkonstruovaným
konkrétního vnějšího nebo vnitřního prostředí, objektem určeným k manipulaci, ke hře,
jiné plastiky, mobily, cykloty a šperky vytvářel k pozorování pohybu.
z vlastního popudu. Všechna díla však sjednocoval
podstatný společný rys – a tím byla variabilita Svobodné pojetí šperku bez svazujících hranic
a kinetický prvek. Tím se stával duchovním vštěpoval profesor Novák i svým studentům.
otcem, návrhářem, konstruktérem a tvůrcem, Velké rozpětí v zaměření ateliéru od sochařské
současně měl naprosto vyhraněnou představu tvorby, přes užitkové a dekorativní předměty,
o způsobu prezentace, možnostech manipulace konstruktivní, minimalistický, tělový, post-
a konečného působení na diváka. moderní šperk a konceptuální projekty se
stalo jedinečným atributem výuky na Vysoké
První Novákovy šperky začaly vznikat již od roku škole uměleckoprůmyslové v Praze a později
1973, potřeba věnovat se intenzivně této oblasti na Západočeské univerzitě v Plzni. Svým
v něm uzrála až na přelomu sedmdesátých příkladem vedl studenty ke »konstruktivnímu
a osmdesátých let, ve chvíli, kdy měl již zcela skepticismu«, založenému na tvůrčí zodpověd-
vyhraněný názor na podobu šperku, jeho nosti.
charakter, funkci a způsob nošení. Podle něj
není primárním úkolem šperku zdobit a krášlit,
nešlo tedy jen o vytvoření estetické hodnoty
podle tradičních zvyklostí a v duchu běžně
zavedené typologie. V jeho šperku bylo zakó-
dováno sdělení s filozofickým, mystickým,
magickým nebo erotickým kontextem, takže
šperk se stal mimoslovním komunikačním
prostředkem, který vyjadřoval vztah mezi
autorem a nositelem, mezi autorovou myšlenkou
a schopností nositele ji přijmout a stát se jejím
šiřitelem.

Šperky Vratislava Karla Nováka ze sedmdesátých
a osmdesátých let mají většinou konstruktivní PhDr. Alena Křížová

23
Katalog 2015
Ulla Ahola

»To Remember (Not) To Forget«
Brosche/brooch, 2014
Kalkstein, Holz, Silber
Chalkstone, wood, silver
8(10(2 cm

26
Nicole Beck

»Acht«
Halsschmuck/neckpiece, 2014
Tombak, Silber/tombac, silver
9(7 cm

27
Sofia Björkman

Ring, 2014
Stein/stone
5(4(1 cm

28
Becky Bliss

»Penumbra Rust«
Brosche/brooch, 2014
Kupfer, oxidiert/copper, oxidised
je/each 3(3 cm

29
Jim Bove

Broschen/brooches, 2014
Kupfer, Autolack, Patina
Copper, car paint, patina
14(5 cm

30
Helen Britton

»Redgrey«
Halsschmuck/neckpiece, 2014
Silber, Farbe/silver, paint
45(4(2 cm

31
Beatrice Brovia

»Potlàc«
Halsschmuck/neckpiece, 2012
Rekonstruiertes Holz, Gummi,
Silber/reconstructed wood,
rubber, silver
37(9(3 cm

32
Kim Buck

»Life Saver«
Anhänger/pendant, 2014
Kork, Polyester, Acryl, Metall
Cork, polyester, acrylic, metal
9(3(3 cm

33
Florian Buddeberg

Brosche/brooch, 2014
Silber, Lack/silver, lacquer
4(4 cm

34
Jorge Castanon

»Blood«
Ring, 2013
Holzfundstück/found wood
4(3(3 cm

35
Mercedes Castro Corbat

»The Dowry«
Halschmuck/neckpiece, 2014
Papier, Kunstharz, Papiermaché,
Silber/paper, resin, paper pulp,
silver
55(5(1 cm

36
Eunmi Chun

»Rhinozeros«
Anhänger/pendant, 2014
Darm, Silber/intestin, silver
17(13(11 cm

37
Kat Cole

»Construction«
Broschen/brooches, 2014
Stahl, Emaille/steel, enamel
13(10(5 cm

38
Simon Cottrell

»Double Double Circles On
Circles«
Brosche/brooch, 2014
Monel, Edelstahl, pulverbe-
schichtet/monel, stainless
steel, powdercoated
7(4(3 cm

39
Paul Derrez

»DOT«
Broschen/brooches, 2014
Acryl, Stahl/acrylic, steel
12(10 cm

40
Katharina Dettar

»Whatever It Is«
Brosche/brooch, 2013
Kupfer, Gold/copper, gold
35(6(6 cm

41
Maria Diez Serrat

»Ice Forest«
Anhänger/pendant, 2014
Alpaka, Acrylfarbe, gefärbte
Gaze/nickel silver, acrylic
paint, tinted gauze
11(13 cm

42
Maria Carolina Dutari

»My Land«
Halsschmuck/neckpiece, 2014
Steinzeug, Silber/stoneware,
silver
120(20(2 cm

43
Jantje Fleischhut

»Contact«
Halsschmuck/neckpiece, 2012
Silber, Kupfer, Seidenfaden,
Pigment, Kunststofffundstück,
Fiberglas, Harz/silver, copper,
silk thread, pigment, found
plastic, fiber glass, resin
9(60(60 cm

44
Sol Flores

»Plane«
Brosche/brooch, 2014
Holz, Kunststoff, Silber
Wood, plastic, silver
8(15(1 cm

45
Kyoko Fukuchi

»Tradition Meets Future«
Brosche/brooch, 2014
Urushi, Hanf, Steinpulver
Kanshitsu/urushi, hemp,
stonepowder kanshitsu
7(8(5 cm

46
Emi Fukuda

»Relation«
Brosche/brooch, 2014
Aluminium, Papier, Pigment,
Bienenwachs, Messing, Glas,
Stahl/aluminium, paper,
pigment, beeswax, brass,
glass, steel
2(10(6 cm

47
Aran Galligan

»Bifid«
Halsschmuck/neckpiece, 2013
Sterling Silber, Kupfer, Edelstahl,
Harz/sterling silver, copper,
stainless steel, resin
27(5(2 cm

48
Christine Graf

»Xaver, Lorenz, Josef, Bernhard«
Broschen/brooches, 2014
Kupfernetz, Emaille, Gold, Silber
Copper mesh,enamel,gold,silver
5(6(4 cm

49
Stanislava Grebenickova

Brosche/brooch, 2013
Glas/glass
9(9 cm

50
Mirjam Hiller

»O«
Brosche/brooch, 2014
Edelstahl, pulverbeschichtet
Stainless steel, powdercoated
10(10(2 cm

51
Nils Hint

»Shadow«
Broschen/brooches, 2014
Eisen Ready-made, geschmiedet
Forged iron ready made
6(5 cm

52
Christiana Jöckel

»Red Tide«
Brosche/brooch, 2014
Silber, Edelstahl, Emaille
Silver, stainless steel, enamel
6(5(2 cm

53
Junwon Jung

Ohrschmuck/earring, 2014
Gips, Kunststoff, Gold
Plaster, plastic, gold
4(7(8 cm

54
Kaori Juzu

»Rock Vision«
Brosche/brooch, 2014
Kupfer, Silber, Edelstahl, Emaille
Copper, silver, stainless steel,
Enamel
5(8(3 cm

55
Kimiaki Kageyama

»Stone of Kamo-river«
Ring, 2014
300 Jahre alte Urushi Frag-
mente, Spessartin, Goldpig-
ment, Zinnober, Gold/300
years old urushi fragments,
spessartine, gold pigments,
cinnabar, gold
2(2(2 cm

56
Minna Karhu

»Scars Do Not Heal«
Anhänger/pendant, 2014
Silber, Farbe, Lack, Textil
Silver, paint, lacquer, textile
2(18 cm

57
Merle Kasonen

»Metropol«
Brosche/brooch, 2014
Gips, Steinscheibe, Stahl
Plaster, terne plate, steel
7(10(2 cm

58
Merlin Klein

Anhänger/pendant, 2014
Asche, Knochenleim
Ash, bone-glue
8(4(2 cm

59
Manon van Kouswijk

»Ornamental Residue«
Brosche/brooch, 2013
Porzellan, Silber, Stahl
Porcelain, silver, steel
1(5(5 cm

60
Anne Leger

»Nude«
Halsschmuck/neckpiece, 2014
Holz, Silber, Kupfer, Emaille,
Stein/wood, silver, copper,
enamel, stone
11(11(3 cm

61
Hadas Levin

»Black Steel«
Anhänger/pendant, 2014
Stahl, pulverbeschichtet
Black steel, metal powders
4(5(2 cm

62
Li Liang

»Line«
Halsschmuck/neckpiece, 2014
Papierkopie, Lack/copy, lacquer
50(50(5 cm

63
Gigi Mariani

»Dreams«
Brosche/brooch, 2014
Silber, Gold, Niello, Patina
Silver, gold, niello, patina
2(5(7 cm

64
Sharon Massey

»Brickwork Stacks«
Broschen/brooches, 2014
Kupfer, Emaille, Silber, Stahl
Copper, enamel, silver, steel
8(2(2 cm

65
Mikiko Minewaki

»Ladybird«
Halsschmuck/neckpiece, 2014
Kunststoffspielzeug, ausge-
stopft/stuffed plastic toy
35(25(5 cm

66
Neke Moa

»Taonga Tuarua«
Anhänger/pendants, 2014
Neuseeländische Nephrit Jade,
Farbe/New Zealand nephrite
jade, paint
5(5(4 cm

67
Carla Movia

»Aperto«
Anhänger/pendant, 2014
Wachs, Feinsilber, Stahl, Docht
Wax,fine silver,steel,candle wick
12(10(10 cm

68
Kazumi Nagano

»Non«
Brosche/brooch, 2014
Leinen,Papier,Nylon,Gold,Silber
Linen, paper, nylon, gold, silver
11(9(4 cm

69
Karla Olsakova

»New Breath«
Halsschmuck/neckpiece, 2013
Holz, Furnier, Kunststoff,
Baumwolle/wood, veneer,
plastic, cotton
40(15(5 cm

70
Pavel Opocensky

Brosche/brooch, 2014
Kunststofffaser, Snowboard
Plastic fibre, snowboard
10(30 cm

71
Martin Papcun

»Buildings«
Brosche/brooch, 2013
Silber, gegossen/silver cast
17(8(9 cm

72
Ruudt Peters

»Hei Sha«
Brosche/brooch, 2013
Blaustein, Silber
Bluestone, silver
10(10(1 cm

73
Katja Prins

»Offspring«
Anhänger/pendant, 2014
Messing, verchromt, Dental-
harz/brass chrome plated,
dental resin
9(5(7 cm

74
Ramón Puig Cuyàs

»Subtle Architectures«
Brosche/brooch, 2014
Alpaka oxidiert, Emaille,
Alabaster/oxidized nickel
silver, enamel, alabaster
7(8(2 cm

75
Anne-Marie Rebillard

»Trace«
Brosche/brooch, 2013
Treibholz, Kunststoff, Epoxid-
harz, Pigment, Baumwolle
Driftwood, plastic, epoxy,
pigment, cotton
6(5(2 cm

76
Lucy Sarneel

»Starry Sky Limousine Drive«
Halsschmuck/neckpiece, 2014
Zink, Acrylfarbe, Firnis, Holz,
Lapislazuli, Nylon/zinc, acrylic
paint, varnish, wood, lapis
lazuli, nylon
47(12(4 cm

77
Pedro Sequeira

»Spitting Teeth«
Brosche/brooch, 2014
Bronze/bronze
2(7 cm

78
Martina Singerova

Anhänger/pendant, 2014
Bernstein, Kunststoff, Textil
Amber, plastic, texile
14(40 cm

79
Arnaud Sprimont

»My Body is a Chaotic Forest«
Brosche/brooch, 2014
Jesmonite, Pigment, Neodym-
Magnet/jesmonite, pigment,
neodymium magnet
6(4(3 cm

80
Yuki Sumiya

»Garden«
Halsschmuck/neckpiece, 2012
Silber oxidiert, Schwamm,
Draht/oxidized silver, sponge,
wire
95(4(3 cm

81
Tore Svensson

»Lomtjärn«
Brosche/brooch, 2013
Stahl, Farbe/steel, paint
4(7 cm

82
Georgina Trevino

»Nostalgia«
Halsschmuck/neckpiece, 2014
Zement, Messing, Stahl, Tau
Cement, brass, steel, rope
43(12(12 cm

83
Jessica Turrell

»Field«
Brosche/brooch, 2013
Fensteremaille, Kupfer, Silber
oxidiert/vitreous enamel,
copper, oxidized silver
9(4(1 cm

84
Karen Vanmol

»Cultivate«
Ring, 2014
Holz, Laminat, Silber, oxidiert,
Messing, Sprühfarbe/wood,
laminate, oxidized silver, brass,
spraypaint
3(4(4 cm

85
Julia Walter

»Balance«
Anhänger/pendant, 2014
Galalith, Eichenholzintarsie
Galatithe, oak wood inlay
13(13 cm

86
Asami Watanabe

»The Insides«
Brosche/brooch, 2014
Messing,Edelstahl,Polypropylen
Brass, stainless steel, polypro-
pylene
12(10(6 cm

87
Annamaria Zanella

»Blue Boot«
Brosche/brooch, 2014
Holz, Stahlgewebe, Lapislazuli-
pulver, Acryl/wood, steel mesh,
lapislazuli powder, acrylic
7(8(1 cm

88
Herbert-Hofmann-Preis 2014/Herbert Hofmann Award 2014

Iris Bodemer Akihiro Ikeyama Noon Passama
Klingstr. 27 Kamiise131.kotoura-cho.touhaku-gun Neuweg 217
73175 Pforzheim 689-2315 Tottori 1214 GR Hilversum
Deutschland Japan Niederlande
www.akihiroikeyama.com www.noonpassama.com
*1970, DE
Ausbildung/education *1984, JP *1983, TH
1989-1992 Berufskolleg für Ausbildung/education Ausbildung/education
Formgebung, Pforzheim, DE 2003-2008 Hiko Mizuno Jewelry 2000-2005 Chulalongkorn University,
1992-1996 Hochschule für College, JP Industrial Design,TH
Gestaltung, Pforzheim, DE 2008-2013 Akademie der Bildenden 2007-2010 Gerrit Rietveld Academie,
1997-1998 Sandberg Institut, Künste München, DE Amsterdam, NL
Amsterdam, NL 2011-2013 ArtEZ Institute of the Arts

Auszeichnungen/awards
2001 Marzee Preis, Nimegen, NL
2010 Cominelli Award, 1. Preis, IT

90
Herbert-Hofmann-Preis/Herbert Hofmann Award 1973–2014 – Die Preisträger/The Awardees 1973–2014

1973 1984 1997 2009
Rüdiger Lorenzen, D Linda Müller, D Rudolf Bott, D Sam Tho Duong, VIE
Michael Meyer, D Josef Symon, A Beppe Kessler, NL Beppe Kessler, NL
Karl Heinz Reister, I Ramón Puig Cuyàs, E Annamaria Zanella, I Felix Lindner, D
Francesco Pavan, I
1985 1998 2010
1974 Giampaolo Babetto, I Ted Noten, NL David Bielander, CH
Therese Hilbert, CH Francesco Pavan, I Bettina Speckner, D John Iversen, USA
Paolo Maurizio, I Erico Nagai, I Andrea Wippermann, D Mia Maljojoki, FIN
Rita Große-Ruyken, D
Gabriele v. Pechmann, D 1986 1999 2011
Hubertus v. Skal, D Barbara Weinberger, D Mari Funaki, AUS Attei Chen, IL
Bussi Buhs, D Sophie Hanagarth, CH
1975 1987 Iris Eichenberg, NL Mirei Takeuchi, J
Uwe Böttinger, D Daniel Kruger, SA
Waltrud und Arthur Viehböck, A Hiroko Sato-Pijanowski, J 2000 2012
Charlotte Lochmüller, D Gene Michael Pijanowski, USA Georg Dobler, D Alexander Blank, D
Giampaolo Babetto, I Willem Honing, NL Mari Ishikawa, J Despo Sophocleous, CAN
Chequita Nahar, Surinam Tore Svensson, S
1976 1988
Hildegard Risch, D Andreas Treykorn, D 2001 2013
Mario Pinton, I Michael Becker, D Bettina Dittlmann, D Robert Baines, AUS
Erico Nagai, J Graziano Visintin, D Christiane Förster, D Helena Lehtinen, FIN
Thomas Gentille, USA Fumiki Taguchi, J
1977 1989
Hermann Schafran, D Wolfgang Lieglein, D 2002 2014
Clarissa Weinbeer, D Francesco Pavan, I Kyoko Fukuchi, J Iris Bodemer, D
Otto Künzli, CH Detlef Thomas, D Sally Marsland, AUS Akihiro Ikeyama, J
Adam Paxon, GB Noon Passama, TH/NL
1978 1990
Traute und Walter Sänger Vera Rhodius, D 2003
Erika Richard, D Falko Marx, D Peter Chang, GB
Gerda Breuer, D Alexandra Bahlmann, D Andi Gut, CH
Gabriele von Pechmann, D Ike Jünger, D
1991
1979 Eric Spiller, GB 2004
Jens Schleede, D Mihoko Katsura, J Svenja John, D
Eva Mascher-Elsässer, D Georg Dobler, D Naoka Nakamura, J
Herbert Schoemaker, D Ruudt Peters, NL
1992
1980 Caroline von Steinau-Steinrück, D 2005
Elisabeth Treskow, D Giovanni Corvaja, I Helen Britton, AUS
Aiko Kitagawa, J Jared L. Taylor, GB Sergey Jivetin, USA
Jan Wehrens, NL Daniel Kruger, SA
Clarissa Weinbeer, D 1993
Hildegard Risch, D kein Preis 2006
Annelies Plantejdt, NL
1981 1994 Bernhard Schobinger, CH
Gerda Breuer, D Michael Becker, D Annamaria Zannella, I
Dagmar Hagen, D Ramón Ruig Cuyàs, E
Ramón Puig Cuyàs, E Hana Miyamoto, J 2007
Rolf Elsässer, D Christiane Förster, D
1995 Karl Fritsch, D
1982 Karl Fritsch, D Iris Nieuwenburg, NL
Michael Meyer, D Christoph Zellweger, GB
Miriam Sharlin, USA Hans Stofer, GB 2008
Suzan Rezac, USA Eun-Mi Chun, KOR
1996 Dongchun Lee, KOR
1983 Doris Betz, D Jantje Fleischhut, NL
Ingeborg Bornhofen, D Mari Funaki, AUS
Emmy van Leersum, NL Mielle Harvey, USA
Hans Georg Pesch, D

91
Katalog/Catalogue 2015 – Aussteller/Exhibitors

Ulla Ahola Jim Bove Kim Buck Eunmi Chun
Tietäjänkatu 2 C 30 1497 Route 136 Radhusstraede 10 Ganghoferstraße 21
53100 Lappeenranta, FI 15301 Washington, USA 1466 Kopenhagen K, DK 80339 München, DE
www.aholaulla.com www.jimbove.com www.kimbuck.dk eunmi_chun@yahoo.de
aholaulla@gmail.com jimbove@hotmail.com kim@buck.dk
* 21.06.1971, KR
* 11.06.1984, FI * 18.04.1969, USA * 23.04.1957, DK 1990-1994 BA, Seoul Women's
2010-2012 MA, Saimaa University of 1994-1996 State Teacher Certification, 1979-1982 Apprenticeship, Aarhus, DK University, Seoul, KR
Applied Sciences, Imatra, FI USA 1983-1985 Institute of Precious 1997-1999 BA, Sookmyung Women's
1996-1998 Jewellery/Metals, Edinboro Metals, Copenhagen, DK University, Seoul, KR
University, USA 1999-2001 Professor at School of Art 1999-2002 MA, Kookmin University,
Nicole Beck and Design, University of Gothenburg, Seoul, KR
Agnesstraße 13 SE 2004-2011 Diplom, Akademie der
80798 München, DE Helen Britton 2004 Guest Professor, Konstfack, Bildenden Künste München,
nicole-beck@gmx.de Westendstraße 19 Rgb. Stockholm, SE Prof. Otto Künzli, DE
80339 München, DE
* 30.06.1973, DE helenbritton@mac.com
1995-1999 Zahntechnikerlabor, DE Florian Buddeberg Kat Cole
1999-2002 Berufsfachschule für Glas * 03.05.1966, AU Westendstraße 20 5106 Pershing St.
und Schmuck, 1999 MFA, Curtin University, AU 80339 München, DE 75206 Dallas, USA
Kaufbeuren/Neugablonz, DE 1999-2003 Akademie der Bildenden www.buddeberg-schmuck.de cole.jewellery@gmail.com
2003-2007 Hochschule für Gestaltung, Künste München, Prof. Otto Künzli, DE florian@buddeberg-schmuck.de
Pforzheim, DE 2002 Own Workshop, DE * 26.03.1985, USA
2007-2014 Akademie der Bildenden 2005 Diplom, Akademie der Bildenden * 12.10.1963, DE 2003-2007 BA, Virginia Common-
Künste München, Prof. Otto Künzli, DE Künste München, DE 1989-1996 Akademie der Bildenden wealth University, USA
1997 Postgraduate Research Award, Künste München, DE 2009-2012 MA, East Carolina
Curtin University, AU University, USA
Sofia Björkman 1999 Development Grant, Australia 2012-2013 Visiting Professor, Western
c/o Platina, Box 6116 Council, AU Jorge Castanon Michigan University, Kalamazoo MI,
10232 Stockholm, SE 2005 DAAD-Preis für ausländische Pasaje La Nave 1025 USA
www.sofiabjorkman.se Studierende, Akademie der Bildenden 1424 Ciudad Autonoma de Buenos
sofia@platina.se Künste München, DE Aires, AR
2005 Herbert-Hofmann-Preis, DE www.jorgecastanon.com.ar Simon Cottrell
* 11.06.1970, SE 2006 Bayerischer Staatspreis, DE info@jorgecastanon.com.ar 81 Wattle Street
1996-1997 Bezalel University College 2006 Projektstipendium, Landeshaupt- 2602 O’Connor, AU
of Arts, Jerusalem, IL stadt München, DE * 29.09.1957, AR simon.cottrell@hotmail.com
1998 MFA, Konstfack University 2007 Stadtgoldschmiedin, Erfurt, DE 1976-1985 Biology, University of
College of Arts, SE 2009 Luitpold Stipendium, München, Buenos Aires, AR * 30.11.1975, AU
Founder of Gallery Platina Stockholm DE Workshop with Juan Passenheim, 1996-2010 MA, Royal Melbourne
Board member, Art Jewellery Forum, 2010-2011 Artist in residence, Midland Edgard Michaelsen, Intitute University, AU
USA, Konsthantverkscentrum, SE Atelier, AU Ramón Puig Cuyás, Gemma Drapper, AR 2002-2011 Associate Lecturer, Monash
2013 Svensk Form Award, the Swedish 2013 Förderpreis der Landeshauptstadt Founder of La Nave, Contemporary University, Melbourne, AU
Society of Crafts, SE München, DE Jewellery School, Buenos Aires, AR since 2011 Lecturer and Researcher,
2013 Design Award, Art Grants 2014 Artists in Residence, Villa Bengel, 2006 First Award, Design in Palais Australian National University,
Committee, SE Idar-Oberstein, DE de Glace, Buenos Aires, AR Canberra, AU
2014 Grant, Stiftelsen Längmanska 2010 The National Contemporary
Kulturfonden, SE Jewellery Award, Griffith Regional
Beatrice Brovia Mercedes Castro Corbat Art Gallery, AU
Essinge Brogata 16, lgh. 115 Jose C. Paz 324 2012 The Inaugural Ronnie Bauer
Becky Bliss 11261 Stockholm, SE 1641 Acassuso, AR Research Alumni Prize, RMIT, AU
104A Rintoul Street www.beatricebrovia.com www.mercedescastrocorbat.com 2013 Silver medal, Beijing World Art
6242 Wellington, NZ beatricebrovia@gmail.com mercedes.castrocorbat@gmail.com Museum, CN
bliss@actrix.gen.nz
* 08.11.1985, IT * 09.01.1962, AR
* 08.02.1956, NZ 2004-2007 Bsc, Interior Architecture, 1981-1985 Escuela Nacional de Bellas Paul Derrez
1974-1976 Graphic Design, Wellington Politecnico di Milano, IT Artes, Buenos Aires, AR Nes 120
Polytechnic, NZ 2006-2007 Industrial Design 1982-1988 History of Arts University 1012KE Amsterdam, NL
2008-2010 BA Jewellery, Whitireia (exchange), Akademie der bildenden of Buenos Aires, AR mail@galerie-ra.nl
Community Polytechnic, NZ Künste, Stuttgart, DE 1989-1990 Kent Institute of Art &
Graduate Jewellery Box Award, 2007-2009 MFA, Konstfack, Stockholm, Design, Canterbury, Kent, GB * 20.02.1950, NL
Masterworks Gallery, Auckland, NZ SE 1994-1995 Arts administration for 1968-1970 Design Academy, Eindhoven,
Guild of Emerging Metalsmiths NGO´s, New York University, USA NL
Award, Winthrop University, NZ 2006-2008 La Nave, Jorge Castañon 1971-1972 School for Drama, Utrecht, NL
Studio, AR 1972-1975 Goldsmith training,
2012-2013 Workshop with Ruudt Peters, Schoonhoven, NL
Gemma Draper, Hanna Hedmann, AR since 1976 Director Galerie Ra,
2013-2014 Teaching Accessory De- Amsterdam, NL
sign, University of Buenos Aires, AR

92
Aussteller/Exhibitors

Katharina Dettar Sol Flores 2006-2007 MA, Birmingham City 2005, 2007 Akademie für Gestaltung
53 Hatcham Park Road Pedro Goyena 561 - dto 2 University, UK und Design der Handwerkskammer
London SE14 5QE, UK 1424 Caba, AR 2003 Assistentin bei Erico Nagai, für München und Oberbayern,
katharinadettar@gmail.com blobi@hotmail.com Sommerakademie Salzburg, AT Workshop bei Erico Nagai, DE
2011, 2013 Teaching, EASD, Valencia, ES 2007-2008 MA, Birmingham City
* 23.09.1988, DE * 14.09.1981, AR 2013 Teaching,Akademie für Gestaltung University, Dr. Jivan Astfalk, UK
2006-2009 Escola Massana, Barcelona, 2000-2014 Architecture, University und Design der Handwerkskammer
Prof. Ramon Puig Cuyàs, ES of Buenos Aires, AR für München und Oberbayern, DE
2008-2009 South Carelia Polytechnic, Workshop with Jorge Castañón, Junwon Jung
Lappeenranta, FI Eubel, Francine Schloeth, AR Implerstraße 73A
2010-2013 Fachhochschule Trier, Stanislava Grebenickova 81371 München, DE
Idar-Oberstein, DE Polevsko 99 junwonj@gmail.com
since 2014 Royal College of Art, Kyoko Fukuchi 47116 Polevsko, CZ
London, UK Naka-ku nishi-tokaiti 2-20-801 stanislava.grebenickova@seznam.cz * 15.10.1978, KR
730-0806 Hiroshima, JP 2004-2010 MFA, Kookmin University
phf@sage.ocn.ne.jp * 27.11.1954, CZ Seoul, KR
Maria Diez Serrat 1970-1974 Glass School of Applied since 2010 Akademie der Bildenden
Ptge. Josep Llovera 3, 3er 2a * 28.03.1946, JP Arts, elezn Brod, CZ Künste München, Prof. Otto Künzli,
08021 Barcelona, ES 1964-1966 Musashino College of Fine 1974-1980 Academy of Arts, Architec- DE
info@mariadiezserrat.com Art, Prof. Yasuhiko Kishida, Tokyo, JP ture and Design, Prague, CZ
1966-1976 Jewellery design with 1978 Scholarship at the Gerrit
* 05.03.1980, ES Prof. Y. Kishida, JP Rietveld Academy, Amsterdam, NL Kaori Juzu
1999-2007 Architecture, Barcelona, ES 1970 Japan Jewellery Exhibition since 1981 Free-lance artist Moellegade 11, Tejn
2010-2014 Escola Massana, Barcelona, Award since 2007 Teacher, The Glass School, 3770 Allinge, DK
Prof. Ramon Puig Cuyàs, ES 1980 Sonderauszeichnung, Texturen Nov Bor, CZ www.klenodie.com
in Gold, Friedrich-Wilhelm-Müller kaori@klenodie.com
Wettbewerb, DE
Maria Carolina Dutari 2002 Herbert-Hofmann-Preis, DE Mirjam Hiller * 22.05.1978, JP
Conde 2190 depto 20 2003 Bayerischer Staatspreis, DE Behlertstraße 25 1997-2002 Sophia University, Depart-
1428 Buenos Aires, AR 14469 Potsdam, DE ment of Hispanic Philology, Tokyo, JP
carolinadutari@gmail.com www.mirjamhiller.com 2003-2008 Goldsmith training, Per
Emi Fukuda info@mirjamhiller.de Suntum, DK
* 21.08.1962, AR Schleißheimerstraße 18 2009-2010 teaching, The Art High
1982-1984 Fundacion de profecionales 80331 München, DE * 21.06.1974, DE School of Bornholm, DK
publicitarios, Buenos Aires, AR www.emifukuda.com 1999-2002 Berufskolleg für Schmuck
1990-2012 Workshop with Marta emifukuda07@gmail.com und Gerät, Pforzheim, DE
Kerns, Maria Medicci, Juan Astica, 2003-2008 Hochschule für Gestaltung, Kimiaki Kageyama
Ernesto Pesce, Cristina Pallarols, * 07.11.1980, JP Pforzheim, DE 1-27-4 Komoa Shiotsu
Eduardo Medicci, Rudth Peters, Jorge 2007-2010 Royal Melbourne Institute 2005-2006 Nova Scotia College of 409-0126 Uenohara-shi, JP
Manilla, Nelli Tanner, AR of Technology, AU Art and Design University, Halifax, CA kimiaki.kageyama@nifty.com
2010-2014 Akademie der Bildenden seit 2008 Studio, Potsdam, DE
Künste München, Prof. Otto Künzli, DE * 05.11.1948, JP
Jantje Fleischhut 1974 MA,Tokyo National Arts University,
Van Ostadestraat 19/3 Nils Hint JP
1072SM Amsterdam, NL Aran Galligan Sirbi 10 since 1983 Teaching, Hiko Mizuno
jantje@jantjefleischhut.com 2442 Market St #145 11713 Tallinn, EE College of Jewellery, Tokyo, JP
98107 Seattle, USA www.nilshint.com
* 11.04.1972, DE arangalligan@gmail.com nils.hint@gmail.com
1991-1993 Goldschmiedeschule Minna Karhu
Pforzheim, DE * 08.11.1977, USA * 19.01.1986, EE Kaamaniementie 287
1993-1997 Atelier Georg Plum, 1995-2000 Virginia Commonwealth 2006-2013 Estonian Academy of 54720 Laksiainen, FI
Hamburg, DE University, USA Arts, Tallinn, EE minna.karhu@minnakarhu.fi
1997-2000 BA, Gerrit Rietveld 2006-2008 Penland School of Crafts, 2013-2014 Associate Professor, Estonian
Academy, Amsterdam, NL USA Academy of Arts, Tallinn, EE * 02.12.1977, FI
2000-2002 MA, Sandberg Institute, 2010-2012 State University of New 1998-2002 BA, South Karelia Poly-
Amsterdam, NL Paltz, USA technic, Lappeenranta, FI
since 2002 Atelier, Amsterdam, NL Christiana Jöckel 2003-2006 Salpaus Further
2004 Re-Places/Key-Places Collabo- Angererstraße 4 Education, Lahti, FI
ration between Tokyo, München, Christine Graf 80796 München, DE
Amsterdam, NL Klarastraße 1 christiana.joeckel@yahoo.de
2006 Artist in Residence, Villa Bengel, 80636 München, DE * 12.02.1958, DE Merle Kasonen
Idar-Oberstein, DE cg.christine.graf@web.de Tina 19-7
since 2007 Docent, Royal Academy of 1978-1981 Goldschmiedelehre in 10126 Tallinn, EE
Art Den Haag, NL * 18.06.1968, DE München, DE www.gram.ee
since 2014 Docent, Gerrit Rietveld 1988-1991 Berufsfachschule für 1983-1985 Staatliche Zeichenakademie merle.kasonen@gmail.com
Academy, Amsterdam, NL Glas und Schmuck, Neugablonz, Hanau, DE, Gast-Studentin bei Prof.
2008 Red Light Design, Project 1012 Kaufbeuren, DE Jens Rüdiger Lorenzen * 29.06.1981, EE
coordinated by Droog Design & 1996 Meisterprüfung 2000-2008 BA, MA, Estonian Academy
Community, Amsterdam, NL of Arts, Tallinn, EE

93
Aussteller/Exhibitors

Merlin Klein Gigi Mariani Kazumi Nagano Ruudt Peters
Tumblingerstraße 62 Via Carteria 9 1-38-10 Higashitamagawa Setagaya-ku Berenstraat 17
80773 München, DE 41121 Modena, IT 148-0084 Tokyo, JP 1016 GG Amsterdam, NL
rosmarie68@web.de gigimarianimo@virgilio.it knagano@hf.catv.ne.jp info@ruudtpeters.nl

* 07.11.1983, DE * 14.03.1957, IT * 26.07.1946, JP * 17.08.1950, NL
2000-2003 Lehre zum Konditor, DE 1983 Apprenticeship 1966-1972 BA, MA, Tama University 1967-1970 Medical Instrumentmaker,
2006-2009 Staatliche Zeichenakademie since 1985 Own studio in Modena, IT of Art, Tokyo, JP Leiden, NL
Hanau, DE since 2001 Collaboration, Archaeolo- 1968-1979 Freelance artist 1970-1974 Gerrit Rietveld Academie,
Seit 2009 Akademie der Bildenden gical Museum Modena, IT 1996 Learning jewellery with Minato Amsterdam, NL
Künste München, Prof. Otto Künzli, DE 2009 Workshop with Graziano Nakamura, JP 1973-1978 Co-founder Galerie Ekster,
Visintin, Maria Rosa Franzin, IT Leeuwarden, NL
2009 co-founder AGC| Association 1983-1990 Teacher, Highschool for the
Manon van Kouswijk Contemporary Jewellery, IT Karla Olsakova Arts Constantijn Huygens, Kampen, NL
Young Street 193 2011 Workshop with G. Corvaja, IT Zizkova 7 1990-2000 Head of Jewellery Dept.
3065 Melbourne, AU 2012 Curator with H.Herb, International 692 01 Mikulov, CZ Gerrit Rietveld Academy, Amsterdam,
manon@hetnet.nl Jewellery Competition www.karlaolsakova.cz NL
2013 Vice Chairman AGC, IT karla.olsakova@gmail.com 2001 Founder Opere International
* 17.09.1967, NL Jewelery School, NL
1985-1990 MTS Vakschool Schoonhoven, * 27.09.1983, CZ 2004-2009 Professor Ädellab, Konst-
NL Sharon Massey 2005-2011 Academy of Arts, Archi- fack University of Arts and Crafts,
1990-1995 Gerrit Rietveld Akademie, Washington St. 1177 tecture and Design, Prag, CZ Stockholm, SE
Amsterdam, NL 15701 Indiana, USA 2009 Academy of Fine Arts and 2006 Selector, Schmuck 2006, DE
2005 Konstfak Stockholm, Ädellab, SE sharon@sharon-massey.com Design, Bratislava, SK 2007-2008 Jury Dutch Design
2010 Pontificia Universidad Católica Award, Eindhoven, NL
* 01.04.1977, USA del Perú, Lima, PE since 2010 Professor Alchimia Contem-
Anne Leger 2006 MFA, East Carolina University, porary Jewellery School Firenze, IT
Gabbi Lunds 12 USA 2013 Opponent Ädellab, Konstfack
0677 Oslo, NO Assistant Professor, Indiana University Pavel Opočenský University of Arts and Crafts,
www.anneleger.com of Pennsylvania, USA Neklanova 40 Stockholm, SE
annelege66@gmail.com 12800 Prag 2, CZ
pavel.opocensky@centrum.cz
* 27.08.1966, FR Mikiko Minewaki Katja Prins
1986 Certificat d´Initiation Plastique, 3-16-32-1F koenjiminami suginamiku 1972 College for Design, Jablonec nad Galgenstraat 16
Orléans, FR 166-0003 Tokyo, JP Nisou, CZ 1013 LT Amsterdam, NL
1989 Certificat d´Etudes Supérieures mine@hikohiko.jp 1974 College for Jewellery Design, info@katjaprins.com
d´Arts Plastiques, Orléans, FR Turnov, CZ
1990 Diplome National Supérieur * 11.06.1967, JP 1987 Teaching, Parson´s school od * 29.04.1970, NL
d´Expression Plastique, Orléans, FR 1987-1989 Hiko Mizuno College of Design, New York, USA 1989-1993 MTS Vakschool Schoonhoven,
1996-1997 Post Graduate Certificate Jewellery, Tokyo, JP 1986-1987 Teaching, Fashion Institute NL
in Education of Arts, Oslo and Akershus since 1991 Teaching at Hiko Mizuno and Technology, New York, USA 1993-1997 Gerrit Rietveld Academy,
University, NO College of Jewellery, Tokyo, JP 1989 Teaching, New York University, Amsterdam, NL
2004-2008 BA, MA, Oslo National USA
Academy of the Arts, NO 1985 Art Quest 85, University Art
2007 Assistant, I. Hanevold, Torstad Neke Moa Museum, California, USA Ramon Puig Cuyas
Lower Secondary School, NO 105 Avro Rd. 1986 New York Foundation of the pg. Maritim, 107, 7º.2ª
5371 Upper Hutt, NZ Arts, USA 08800 Vilanova i la Geltrú, ES
nekemoa@gmail.com 1990 Pollock Krasner Foundation of puigcuyas@gmail.com
Hadas Levin the Arts/Empire State Craft Alliance,
Hamitnadev 28 * 30.11.1971, NZ USA * 10.06.1953, ES
69690 Tel Aviv, IL 2004 BFA, Whitireia, NZ 1993 Nadace bratri Capku, Prag, CZ 1969-1974 Massana School, Depart-
levinhadas@gmail.com 2000 Diploma,Waananga-o-Raukawa, 2003 34th Idar-Oberstein, Edelstein ment of Jewellery, Barcelona, ES
NZ Wettbewerb, 1. Preis, DE since 1977 Head of Jewellery Depart-
* 23.05.1964, IL Part time jeweller, Whitireia, NZ 2004 Kasna, Kurim u Brna, CZ ment, Escola Massana, Barcelona, ES
1984-1988 Bezalel Academy of Art
and Design, IL
2003-2006 MA, Tel-Aviv University Carla Movia Martin Papcun Anne-Marie Rebillard
Art History, IL Via Karl von Zinzendorf 3 Westendstraße 137 519, Saint-Mathias
34151 Trieste, IT 83039 München, DE G1N 1A6 Quebec, CA
carlamovia@yahoo.it papcun.net@gmail.com amrebillard@hotmail.com
Li Liang
Essvik 260 * 19.01.1989, IT * 12.10.1979, SK * 18.04.1983, FR
Uddevalla, SE 2011-2014 BFA, MFA, Alchimia 2000-2007 Academy of Art, Design 2004 École de joaillerie de Québec, CA
liangli.se@gmail.com Contemporary Jewellery School, and Architecture, Prag, CZ 2012 Workshop with Ela Bauer &
Florence, Prof. Ruudt Peters, Peter 2008 Assistent, Prof. Eva Eisler, Andrea Wagner, CA
* 13.09.1969, CN Bauhuis, IT Academy of Art, Design and 2014 Workshop with Katja Prins,
2009-2014 BA, MA, Gothenburg Uni- Architecture, CZ Atelier Rudee, Bangkok, TH
versity, SE 2009-2015 Akademie der Bildenden
2012 China Central Academy of Fine Künste München, Prof. Otto Künzli, DE
Arts, Beijing, CN

94
Aussteller/Exhibitors

Lucy Sarneel Yuki Sumiya Karen Vanmol Fotonachweis/
Pesthuislaan 11 3-13-13 Inamuragasaki Zwijgerstraat 39 Photographic credits
1054 RH Amsterdam, NL 248-0024 Kamakura, JP 2000 Antwerp, BE Die Fotos wurden von den Ausstellern
l.sarneel@planet.nl www.yukisumiya.com karenvanmol@hotmail.com zur Verfügung gestellt/photographs
info@yukisumiya.com were provided by the exhibitors.
* 04.03.1961, NL * 27.01.1983, BE
1985-1989 Gerrit Rietveld Academie, * 25.12.1971, JP 2006-2012 BFA, MFA, Royal Academy Eva Jünger, 3, 18
Amsterdam, NL 1991-1993 Joshibi Junior College of of Fine Arts Antwerp, BE Karel Novak, 21
1982-1985 Stadsacademie, Maastricht, Art and Design, Tokyo, JP 2011-2012 Jewellery Design, Rhok, Mirei Takeuchi, 27, 37, 47
NL 2005-2007 Alchimia Contemporary Brussels, BE Dirk Eisel, 31
2007-2010 Commission member, Jewelery School Florence, IT 2014-2015 Object & Jewellery, PXL, Damian Wasser, 35, 45
Basisstipendia Fonds BKVB,Amsterdam, 2012 Workshop with Prof. Ruudt Peters MAD-Faculty, Hasselt, BE Ani Sirabonian, 36
NL 1997-2000 Basic course instructor, Rob Bohle, 40, 77
2009-2014 Teacher, Gerrit Rietveld Jewellery Studio Infinity, Tokyo, JP Manu Ocaña, 41
Academy, Amsterdam, NL 2000-2004 Goldsmith, Jewellery Julia Walter Aina de Gispert, 42
2009 Mentor, Quaternitas-program, Studio Infinity Corporation, Tokyo, JP Steinpilzweg 43 Wouter Stelwagen, 44
Alchimia, Florence, IT 70599 Stuttgart, DE Barnwell Photography, 48
2011 Mentor, Handshake project, juliawalter.jewellery@gmail.com Eva Heyd, 50
organisation Peter Deckers, NZ Tore Svensson MindGap, 55
2013 Interim-head of Jewellery Dept., Konstepidemin 6A * 10.10.1979, DE Jeremy Dillon, 60
Gerrit Rietveld Akademie, Amsterdam, 413 14 Gothenburg, SE 2001-2003 Ar.Co, Lissabon, Fachbereich Paolo Terzi, 64
NL tore.s@comhem.se Schmuck, PT Spring Rees, 67
2003-2007 Diplom, Fachhochschule Federico Cavicchioli, 68
* 02.10.1948, SE Pforzheim, DE Mr.Ryota Sekiguchi, 69
Pedro Sequeira 1973-1974 Västerbergs Art School, 2007 Marzee Graduate Prize, NL Patrik Boreck, Tomá Brabec, 70
Rua do Trombeta, 22 Gävle, SE 2009 Artist in Residence, Galerie Martin Tuma, 71
1200-471 Lisboa, PT 1974-1978 Gothenburg University, Marzee, Amsterdam, NL Merlijn Snitker, 74
www.pedrosequeira.info School of Design and Craft, SE Michel Gauvin, 76
mail@pedrosequeira.info 1989-2006 Teaching at Gothenburg Franz Karl, 82
University, School of Design and Asami Watanabe James Champion, 84
* 20.10.1976, PT Craft, SE Akuaeriasu kamakura F,1-17-18 Marco F. Magliani, 88
1995-1998 Centro de Joalharia do Yuigahama, Kamakura,
Porto, PT 248-0014 Kanagawa, JP
2001-2007 Akademie der Bildenden Georgina Trevino wata.asam@gmail.com
Künste München, DE 1354 La Crescentia Dr
2007-2009 Instituto Português de 91910 Chula Vista, USA * 25.11.1987, JP
Fotografia, Porto, PT georginatrevit@gmail.com 2008-2011 Hiko Mizuno College of
2009-2011 Faculty of Fine Arts, Porto Jewellery,Tokyo JP
University, PT * 18.04.1989, USA 2010 Exchange student, Alchimia
2008-2014 San Diego State University, Contemporary Jewellery School
CA Florence, IT
Martina Singerova with Seth Papac, Sondra Sherman, 2011-2012 Hiko Mizuno College of
Jenecska 14 Helen Shirk Jewellery, Tokyo, JP
16100 Praha, CZ 2014 Haystack School of Crafts, Deer 2012-2014 Master Course, Musashino
www.martinasingerova.com Isle, with Jim Cotter and Tara Locklear, Art University, JP
martina@martinasingerova.com USA
2014 Penland School of Crafts,
* 11.05.1987, CZ Asheville, North Carolina, USA Annamaria Zanella
2009-2014 Kunsthochschule Burg Via Padana 99
Giebichenstein Halle, DE 35020 S. Angelo di Piove PD, IT
Jessica Turrell zanella.annamaria@libero.it
23 Leighton Road
Arnaud Sprimont Bristol BS3 1NS, GB * 25.12.1966, IT
Rue du mohery jessica@jessicaturrell.co.uk 1980-1985 Istituto Statale d'Arte
4280 Avin, BE »Pietro Selvatico«, Padova, IT
info@arnaud-sprimont.be * 08.12.1964, GB 1986 Fachhochschule für Gestaltung,
1985-1988 Central School of Art and Sommer Akademie, Pforzheim, DE
* 07.02.1974, BE Design, London, GB 1988-1992 Academia di belli arte,
1990-1999 Royal Academy of Fine 2004-2007 University of the West of Venezia, IT
Arts, Brussels, BE England, Bristol, GB 1987-2000 Professore, Istituto Statale
2010-2011 Syntra, Tongeren, BE d'Arte »Pietro Selvatico«, Padova, IT
2011-2014 Workshop with Jorge
Manilla, Peter Vermandere, BE
since 2014 MA, Rhok Academy, with
Peter Vermandere, Brussels, BE

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