Está en la página 1de 1

Aufgaben des Bundeskanzlers

Die Bundeskanzlerin oder der Bundeskanzler hat eine hervorgehobene Stellung in


der Regierung. Die Kanzlerin oder der Kanzler bestimmt, wer Mitglied der Regierung
werden soll, da ihr beziehungsweise ihm allein das Recht zur Kabinettsbildung
zusteht. Die Regierungschefin oder der Regierungschef wählt die Ministerinnen und
Minister aus.
Außerdem entscheidet sie oder er über die Zahl der Ministerinnen oder Minister und
legt ihre Geschäftsbereiche fest. Die Bundeskanzlerin oder der Bundeskanzler
bestimmt die Eckpfeiler der Regierungspolitik (Kanzlerprinzip).

------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Die stärkste Person der Bundesregierung ist der Bundeskanzler. Der Bundeskanzler
hat das Recht, das Bundeskabinett zu bilden. Er schlägt dem Bundespräsidenten die
Kandidaten für die Ministerämter, die auch Mitglieder des Bundeskabinetts sind, vor.
Auch auf gleiche Weise erfolgt die Entlassung der Bundesminister. Der
Bundeskanzler bestimmt die Richtlinien der Regierungspolitik und trägt dafür auch
die Verantwortung. Innerhalb der vom Bundeskanzler bestimmten Richtlinien leitet
jeder Bundesminister seinen Geschäftsbereich selbständig und unter eigener
Verantwortung (der Kanzler oder die Kanzlerin kann aber seinen/ihren Einfluss auf
die Bundesminister ausüben). Der Bundeskanzler leitet die Geschäfte der
Bundesregierung nachdem sie vom Bundeskabinett beschlossen und die
Geschäftsordnung vom Bundespräsidenten genehmigt wurde. Er trägt die
Regierungsverantwortung gegenüber dem Bundestag. Häufig werden Regierungen
durch koalierende Parteien gebildet. Zwei oder mehrere Parteien koalieren
miteinander, um über eine Mehrheit im Bundestag zu verfügen. Der Bundeskanzler
ist an die Absprachen mit dem Regierungspartner gebunden, will er, dass das
Bündnis weiter bestehen bleibt. Er hat auch den Vorsitz im Bundeskabinett und leitet
die Kabinettsitzungen. Der Bundeskanzler entscheidet wer sein Stellvertreter wird. In
der Regel ist das der Außenminister. Bei einer Koalition wird meist ein Parteimitglied
des Regierungspartners zum Stellvertreter ernannt. Im Verteidigungsfall besitzt der
Bundeskanzler die Befehls- und Kommandogewalt über die Streitkräfte. Der
Bundeskanzler kann mit Hilfe der Vertrauensfrage sich vergewissern, ob seine Politik
vom Bundestag immer noch unterstützt wird. Findet der Antrag keine mehrheitliche
Zustimmung der Abgeordneten, hat der Bundeskanzler das Recht, dem
Bundespräsidenten die Auflösung des Parlaments vorzuschlagen. Dieses Recht
erlischt jedoch, wenn der Bundestag mit der Mehrheit seiner Mitglieder einen neuen
Bundeskanzler wählt.

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Im Grundgesetz steht in Artikel 65, dass der Bundeskanzler die Richtlinien der Politik
bestimmt und dafür auch die Verantwortung trägt. Der Bundeskanzler leitet also die
Regierung (deshalb ist er auch Regierungschef) und er sorgt dafür, dass die
Regierung ihre Arbeit zum Wohl des deutschen Volkes tut (so lautet das in dem Eid,
den er ablegt). Der Bundeskanzler kann (zur Vermeidung von Regierungskrisen) nur
dadurch gestürzt werden, dass der Bundestag gleichzeitig mit dem Ausspruch des
Misstrauensvotums einen Nachfolger wählt (sog. konstruktives Misstrauensvotum).
Diese Regelung soll verhindern, dass der Bundeskanzler von einer Mehrheit gestürzt
wird, die sich selbst auf kein gemeinsames Regierungsprogramm einigen kann.