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Aufgaben des Bundeskanzlers

3. Die Rolle der Bundeskanzlerin oder des Bundeskanzlers

Die Bundeskanzlerin oder der Bundeskanzler hat eine hervorgehobene Stellung in


der Regierung. Die Kanzlerin oder der Kanzler bestimmt, wer Mitglied der Regierung
werden soll, da ihr beziehungsweise ihm allein das Recht zur Kabinettsbildung
zusteht.Die Regierungschefin oder der Regierungschef wählt die Ministerinnen und
Minister aus und macht einen für den Bundespräsidenten verbindlichen Vorschlag
ihrer Ernennung oder Entlassung. Außerdem entscheidet sie oder er über die Zahl
der Ministerinnen oder Minister und legt ihre Geschäftsbereiche fest. Die
Bundeskanzlerin oder der Bundeskanzler bestimmt die Eckpfeiler der
Regierungspolitik (Kanzlerprinzip).

Kanzleraufgaben

Die stärkste Person der Bundesregierung ist der Bundeskanzler.Der Bundeskanzler


hat das Recht, das Bundeskabinett zu bilden. Er schlägt dem Bundespräsidenten die
Kandidaten für die Ministerämter, die auch Mitglieder des Bundeskabinetts sind, vor.
Auch auf gleiche Weise erfolgt die Entlassung der Bundesminister. Der
Bundeskanzler bestimmt die Richtlinien der Regierungspolitik und trägt dafür auch
die Verantwortung. Innerhalb der vom Bundeskanzler bestimmten Richtlinien leitet
jeder Bundesminister seinen Geschäftsbereich selbständig und unter eigener
Verantwortung (der Kanzler hat aber auch ein Weisungsrecht gegenüber den
Bundesministern). Der Bundeskanzler leitet die Geschäfte der Bundesregierung
nachdem sie vom Bundeskabinett beschlossenen und die Geschäftsordnung vom
Bundespräsidenten genehmigt wurde. Er trägt die Regierungsverantwortung
gegenüber dem Bundestag. Häufig werden Regierungen durch koalierende Parteien
gebildet. Zwei oder mehrere Parteien koalieren miteinander, um über eine Mehrheit
im Bundestag zu verfügen. Der Bundeskanzler an die Absprachen mit dem
Regierungspartner gebunden, will er das das Bündnis weiter bestehen bleibt. Er hat
auch den Vorsitz im Bundeskabinett und leitet die Kabinettsitzungen. Der
Bundeskanzler entscheidet wer sein Stellvertreter wird. In der Regel ist das der
Außenminister. Bei einer Koalition wird meist ein Parteimitglied des
Regierungspartners zum Stellvertreter ernannt. Im Verteidigungsfall besitzt der
Bundeskanzler die Befehls- und Kommandogewalt über die Streitkräfte. Der
Bundeskanzler kann mit Hilfe der Vertrauensfrage sich vergewissern, ob seine Politik
vom Bundestag immer noch unterstützt wird. Findet der Antrag keine mehrheitliche
Zustimmung der Abgeordneten, hat der Bundeskanzler das Recht, dem
Bundespräsidenten die Auflösung des Parlaments vorzuschlagen. Dieses Recht
erlischt jedoch, wenn der Bundestag mit der Mehrheit seiner Mitglieder einen neuen
Bundeskanzler wählt. Im Grundgesetz steht in Artikel 65, dass der Bundeskanzler die
Richtlinien der Politik bestimmt und dafür auch die Verantwortung trägt. Der
Bundeskanzler leitet also die Regierung (deshalb ist er auch Regierungschef) und er
sorgt dafür, dass die Regierung ihre Arbeit zum Wohl des deutschen Volkes tut (so
lautet das in dem Eid, den er ablegt).