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Esterházy

Esterházysches Feenreich
Geschichte
Das fürstliche Haus Esterházy war eines der bedeutendsten Adelsgeschlechter
Europas und hat über Jahrhunderte die europäische Geschichte mitgeprägt.

Heute ist Esterházy einer der größten Kulturveranstalter im Burgenland und


eine der größten privaten Veranstaltungsplattformen in Österreich. Aufgabe
der Esterházy Privatstiftung ist es, das kulturelle Erbe zu erhalten, zu er-
forschen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. So wie die Fürsten
Esterházy über vier Jahrhunderte als großzügige Mäzene, leidenschaftliche
Kunstsammler, aber auch ausgezeichnete Wirtschafter die Geschichte der
ganzen Region prägten, kommt Esterházy als Förderer des Kulturgeschehens–
damals wie heute – eine bedeutende Rolle zu.

Burgen und Schlösser in Eisenstadt, Forchtenstein, Lackenbach, Landsee,


dem ungarischen Fertöd sowie der Römersteinbruch St. Margarethen zählen
zu den bekanntesten Liegenschaften der Esterházy im pannonischen Raum.
Sie ziehen jährlich an die 500.000 Besucher an und sind so aus dem kultu-
rellen Leben der Region nicht mehr wegzudenken.
Das Unternehmen heute
Die Esterházy Betriebe verstehen sich heute als modernes Wirtschafts-
und Kulturunternehmen, in dem Tradition groß geschrieben wird. Die
Geschäftsbereiche sind vielfältig und erklären sich durch die ehemalige
Struktur der fürstlichen Domäne.

Die heutigen Geschäftsfelder sind neben der Kultur das Forst- und Natur-
management, die Immobilien und das Weingut.

Traditionelle Wirtschaftsbereiche - wie die Forst- und Landwirtschaft -


werden heute nach modernen und nachhaltigen Grundsätzen geführt. So ist
Esterházy beispielsweise der größte Biobauer Österreichs.
Schloss Esterházy
Schloss Esterházy ist das bedeutendste Kultur-
denkmal des Burgenlandes. Die prunkvollen
Räume mit ihrer festlichen Ausstattung lassen
die fürstliche Vergangenheit und das Leben
am Hofe der Esterházy lebendig werden. Auch
heute ist das Schloss in Eisenstadt Mittelpunkt
des kulturellen Geschehens und strahlender
Schauplatz von Festen und gesellschaftlichen
Ereignissen. Seine Ursprünge gehen auf eine
Burg aus dem 13. Jahrhundert zurück. Seit
1649 im Besitz der Familie Esterházy, wurde die
Burg im 17. Jahrhundert unter Paul I zu einem
Barockschloss ausgebaut, das mehr als 300
Jahre Hauptresidenz der Fürstenfamilie war.
Ab 2010 ist hier eine Ausstellung über die
Familiengeschichte der Esterházy zu sehen.
Haydnsaal
Joseph Haydns (1732-1809) historische Wurzeln
und die zahlreichen Haydn-Stätten in Eisenstadt
und Umgebung zeugen bis heute von der engen
Bindung des Komponisten zu dieser Stadt und
zum Hause Esterházy.
Die besondere Atmosphäre des Schlosses Esterházy
inspirierte den Komponisten Joseph Haydn, der
mehr als 40 Jahre in Diensten der Fürsten stand,
zu seiner außergewöhnlichen Musik, die klang-
volle Geschichte schrieb. Der nach ihm benannte
Haydnsaal ist mit seinen barocken Fresken und
Wandmalereien noch heute einer der schönsten
und akustisch besten Konzertsäle der Welt. Er
bietet als Originalschauplatz die beeindruckende
Kulisse für Aufführungen von Kammermusik, Sym-
phonien, Oratorien sowie Opern.
Ausstellung „Haydn explosiv“ –
poppig und bunt

Dass Joseph Haydns (1732 – 1809) Biografie keineswegs verstaubt und


langweilig, sondern vielmehr die eines musikalischen Superstars ist, wird in
dieser Ausstellung deutlich. Haydn kreierte nicht nur neue Musikgattungen,
sondern beherrschte auch die Methoden der Vermarktung in nahezu perfekter
und visionärer Weise. Als „Erfinder des Streichquartetts“ und als „Virtuose des
Ensembles“ beeinflusst er bis heute die Musikgeschichte nachhaltig.

Besucher der Ausstellung können Joseph Haydn und seine Zeit als Gesamt-
kunstwerk erleben. Noch nie gezeigte Gemälde aus den Esterházyschen
Sammlungen, hochwertige Handschriften und andere bedeutende Kunst-
werke aus bekannten Museen der Welt sind eingebettet in eine poppig bunte
Ausstellung. Ein schriller Teppich des Pop-Art Künstlers Roy Lichtenstein
zieht sich durch die aufwändig restaurierten Schauräume, in denen sich zuvor
das Weinlager Esterházy befand.
Eigens für die Ausstellung produzierte Tapeten von Nobis, Polanszky und Franz
West vermitteln einen Eindruck von dem alle Sinne berührenden Lebensgefühl
des 18. Jhdts. Zeitgenössische Arbeiten renommierter KünstlerInnen, wie
Günter Brus, Franz West, Pipilotti Rist, Gelitin, Otto Zitko und Peter Baldinger
ergänzen das Ausstellungserlebnis. Imposante und monumentale Sound- und
Videoanimationen machen den fürstlichen Kosmos und die Musikwelt Haydns
erlebbar. Kindern ist eine eigene Medienschiene sowie ein maßgeschneidertes
Kinderprogramm gewidmet!

Weinmuseum

In den historischen Kellergewölben des Schlosses Esterházy befindet


sich das Weinmuseum, in dem über 700 Objekte einen historischen und
kulturgeschichtlichen Überblick über den Weinbau im Burgenland vermitteln.
Zu sehen sind beispielsweise das größte erhaltene Fass sowie die älteste
Baumpresse des Burgenlandes.
Eine Sonderausstellung ist dem Thema „Haydn und der Wein“ gewidmet.
Burg Forchtenstein

Schätze der Fürsten


Burg Forchtenstein gilt als Wahrzeichen des Burgen-
landes.
Im 13. Jahrhundert als Grenzburg hoch über dem
Rosaliengebirge errichtet, diente sie in den Tür-
kenkriegen als Bollwerk des Westens. Seit dem
frühen 17. Jahrhundert im Besitz der Esterházy,
beherbergt Burg Forchtenstein als „Tresor“ bis
heute die bedeutenden Sammlungen der Familie.
Besucher begeben sich auf eine spannende Ent-
deckungsreise voller kultureller Höhepunkte und
einmaliger europäischer Schätze.

Wundersame Ahnen
Die Esterházy Ahnengalerie präsentiert die größte
barocke Familiengalerie Mitteleuropas. Die Besucher
erwartet eine spannende und lustvolle Reise durch
die Geschichte der Familie Esterházy.
Kurios erscheint das weltweit einzige erhalte-
ne ganzfigurige Bildnis des Vlad Tepes, genannt
»Graf Dracula«, der, ebenso wie Attila der Hunnen-
könig, als Vorfahre der Familie vereinnahmt wurde.
Sagenhaftes Silber
Glanzlicht der Ausstellung auf Burg Forchtenstein ist ein Raum, der die Sammlung
von einzigartigen barocken Silbermöbeln zeigt. Vergleichbare Stücke anderer
Fürstenhäuser wurden im Lauf der Geschichte zur Aufbesserung der Kriegs-
kassen eingeschmolzen. 2007 ging erstmals der wohl wertvollste Bestand
der berühmten Esterházy Schatzkammer von Burg Forchtenstein zu einer
Ausstellung in die Appartements König Ludwig XIV. nach Versailles.

Esterházy Schatzkammer
Die 1642 als Aufbewahrungsort für kostbare Erbstücke errichtete Schatz-
kammer ist die einzige noch an ihrem ursprünglichen Ort verbliebene Kunst-
und Wunderkammer Europas. Fürst Paul Esterházy sammelte wertvolle Uhren
und Automaten sowie exotische Tierpräparate und Kuriositäten in großem Stil
und verwahrte seine Schätze, durch komplizierte Sperrmechanismen ge-
schützt, sicher in der Schatzkammer. Dort können sie heute noch an ihrem
angestammten Platz bestaunt werden.

Burg Forchtenstein Fantastisch & Advent bei Esterházy


Burg Forchtenstein bietet das ganze Jahr über eine Vielzahl von Veranstaltun-
gen, Konzerten und Programmen für Alt und Jung. In den Sommermonaten
Juli und August ist die Burgmaus Forfel mit einem der beliebtesten Kinder-
und Familienprogramme Ostösterreichs zu Gast. In der Vorweihnachtszeit
wartet Burg Forchtenstein mit einem stimmungsvollen Adventzauber auf.
Schloss Lackenbach
Der Renaissancebau ist einer der ältesten Sitze der Familie Esterházy und
liegt idyllisch in den Niederungen des mittleren Burgenlandes. Besondere
Strahlkraft hatte das Schloss in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts, als hier
Nikolaus Graf Esterházy als Stellvertreter des ungarischen Königs Hof hielt. In
den letzten Jahren wurde das Schloss um einen modernen Gebäudekomplex
erweitert und bietet nun verstärkt Möglichkeiten für eine vielfältige Nutzung
als Veranstaltungsstätte.

So hat sich Schloss Lackenbach zu einem kulturellen Zentrum im Mittel–


burgenland entwickelt und ist einer der Austragungsorte des Festivals
„Weinklang“: In Kirchen und Schlössern von mittelburgenländischen Ge-
meinden finden hochwertige Konzerte statt. Weine und kulinarische Köst-
lichkeiten aus der Region sowie Ausstellungen zeitgenössischer Kunst runden
den Musikgenuss ab und sorgen dafür, dass „Weinklang“ zu einem Gesamt-
kunstwerk wird.

In einem der Nebengebäude des Schlosskomplexes befindet sich ein inter-


aktives Naturerlebnismuseum, in dem unter Einbeziehung aller Sinne die
unterschiedlichen Lebensräume wie Wald, Feld, Fluss- und Seenlandschaft
aus den verschiedensten Blickpunkten betrachtet werden können.
Römersteinbruch
St. Margarethen
Der Römersteinbruch in St. Margarethen ist
einer der ältesten Steinbrüche Europas und seit
2001 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Der
dort abgebaute Sandstein wurde für den Bau des
Stephansdomes und der bedeutendsten Wiener
Ringstraßenbauten verwendet. 1959 wurde
hier das Internationale Bildhauersymposium
gegründet. Zahlreiche Steinplastiken interna-
tionaler Künstler prägen das Gelände rund um
den Römersteinbruch auf einmalige Weise.

Vor dieser spektakulären Naturkulisse finden


jährlich monumental inszenierte Opernfest-
spiele statt, die jeden Sommer von 220.000
Musikliebhabern besucht werden. Die ge-
waltigen Felswände bieten eine für Opern-
aufführungen ideale, orientalisch anmutende
Landschaftsszenerie. Die beeindruckende Frei-
lichtnaturbühne fasst 5.500 Plätze und wurde
in den letzten Jahren grundlegend ausgebaut.
Burgruine Landsee
Die Feste Landsee, in beherrschender Lage über dem Stooberbachtal in-
mitten des Naturparks Landseer Berge gelegen, ist ein beliebtes Ausflugsziel
geworden. Seit 1612 im Besitz der Familie Esterházy, spielte die Burg bis
zur ihrer Zerstörung durch einen verheerenden Brand als Grenzfeste im
österreichisch-ungarischen Raum, als Fluchtburg, sowie als Wohn- und
Verwaltungssitz der Herrschaft Landsee eine wichtige Rolle.

Nach dem großen Brand von 1790 wurde die einst so imposante Anlage
mit ihren sieben Türmen dem Verfall preisgegeben - sie bildet jedoch heute
noch als eine der ausgedehntesten Burgruinen Österreichs ein Kulturdenkmal
allerersten Ranges.
Schloss Esterházy Fertöd
Das durch Fürst Nikolaus I. Esterházy „dem Pracht-
liebenden“ von 1764-1766 erbaute Schloss beim
ungarischen Fertöd, schon von Zeitgenossen
als „Ungarisches Versailles“ gerühmt, war das
größte und prächtigste seiner Art in Ungarn. Hier
war nicht nur Kaiserin Maria Theresia zu Gast,
sondern der fürstliche Hofkapellmeister Joseph
Haydn komponierte auch zahlreiche Opern,
die hier im Rahmen prunkvoller höfischer Feste
mit Jagden und Feuerwerken zur Uraufführung
gelangten. Der Rokokogarten von Fertöd war
nach Schönbrunn die bedeutendste Anlage des
Habsburgerreiches.
Esterházy Weingut
Aus der Tradition in die Zukunft.
Die Fürsten Esterházy haben über Jahrhunderte das kulturelle und politische
Leben Mitteleuropas beeinflusst und geprägt. Nicht nur Kaiserin Maria Theresia
schätzte den Wein, der im milden Klima am See zu reicher Frucht gedieh und
in eigener Kellerei veredelt wurde. Der weltberühmte Hofmusiker Joseph
Haydn erhielt einen Teil seines Gehaltes in Wein, wie das Deputat aus dem
Jahr 1789 beweist.

Seit 250 Jahren widmet sich das Haus Esterházy dem Weinbau im Burgenland
mit Top-Lagen im Zentrum des Weinbaugebietes Neusiedlersee-Hügelland,
an den Südhängen des Leithabergs und des Ruster Hügellandes.
Außerhalb von Eisenstadt wurde 2006 eine neue
State-of-the-Art Winery in die Landschaft ge-
setzt, die mit der modernsten Technik zur Wein-
bereitung ausgestattet ist. Das Bestreben des
Weingutes ist es, die Traditionen des Hauses ge-
konnt mit dem Einsatz moderner Kellertechniken
zu verbinden um die Lagentypizität perfekt her-
auszuarbeiten und die Sortenaromen zu hundert
Prozent ins Glas zu bringen.
Esterházy Privatstiftung Burg Forchtenstein Schloss Lackenbach
Esterházyplatz 5 Melinda Esterházy Platz 1 A-7322 Lackenbach
A-7000 Eisenstadt A-7212 Forchtenstein T +43(0)2619/20012 oder 8626
T +43 (0) 2682 / 63004-0 T +43 (0) 2626 / 812 12 F +43(0)2619/8626-75
F T +43 (0) 2682 / 63004-98 F +43(0)2626/815 11 13 www.naturspur.at
www.esterhazy.at www.burg-forchtenstein.at naturspur@esterhazy.at
tourismus@esterhazy.at burg-forchtenstein@esterhazy.at

Herausgeber: Esterházy Privatstiftung, 7000 Eisenstadt


Bildnachweise: Fotografen: Rudolf Hemetsberger, Manfred Horvath, Manfred Klimek, Thomas Ludwig, Sabine Sommer, Rupert Steiner, Wolfgang Voglhuber, Zweischrittweiter.at
Bildrechte: Esterházy Privatstiftung, Layout: Vukovits Graphic-Design, Druck: Wograndl Druck, Mattersburg