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Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit

Themenschwerpunkte 2008 - 2011

Die äußere Freiheit der Vielen


beruht auf der inneren Freiheit
des Einzelnen.
Theodor Heuss

Präambel

Engagement für die Freiheit in Deutschland und in der Welt ist eine Aufgabe, die Augenmaß braucht.
Konzentration auf das Wesentliche. Back to the roots...

Aus diesem Grund legt die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit für ihre Arbeit langfristig angelegte
Themenschwerpunkte fest, deren Inhalt mindestens 50% aller Bildungs- und Beratungsmaßnahmen der Stiftung
ausmachen soll. Leitwert ist dabei die Freiheit als höchster Wert, Garant von Menschenwürde, Basis
wirtschaftlichen und sozialen Fortschritts. Allein-Stellungsmerkmal liberales Netzwerk prosoziale
Marktwirtschaft / Emphatisch / praktisch-menschliche Mitbürgerverantwortung. Optimistisch zupackend.
Themenschwerpunkt Eigentümer-Gesellschaft und Freiheit Motiviert zu breit und selbst bestimmten Formen von
Eigentums- und Vermögensbildung. Einfachsteuer muss den Hochsteuerstaat ersetzen. Erarbeitetes Geld ist in
den Taschen der Bürger am besten aufgehoben. Nur der Eigentumbürger ist wirklich in seinem Handeln
unabhängig, kann erfolgreich auch im härter werdenden globalen Wettbewerb bestehen, unternehmerisch-
innovativ handeln. Dies ist belegt im Beispiel vergleichbarer EU-und OECD-Länder. Abhängigkeit vom Sozial-
Transferstaat darf nicht zum modernen Lebensstil werden – sonst verlöre die liberale Demokratie ihre soziale
Basis. In den ärmsten Ländern der Erde hat Schaffen und Garantieren nachhaltiger Bürger- und
Eigentumsrechte Priorität liberaler Entwicklungspolitik. Ohne Grundrechte können Bürger nie in den Genuss der
Vorteile einer Marktwirtschaft kommen. Soziale Grundsicherung neben garantiertem Kapitalminimum!

Auch Themenschwerpunkt Zivilgesellschaft und Freiheit stärkt Bürgerengagement – unter anderem im Ehrenamt
– als Herzblut der Demokratie. Soviel Staat wie nötig, so wenig wie möglich. Das bedeutet konsequenten
Bürokratieabbau auf allen staatlichen Ebenen, Umkehr der Beweislast, dass nach Ende einer Legislaturperiode
noch bestehende Amtsvorschriften erforderlich - und nicht durch Privatisierung überflüssig. Mehr Wettbewerb –
auch unter Gemeinwohlauflagen - ist in Kommunen überfällig. Beamtete Dienstleistungen sind auf Kern-
aufgaben des Staates zu beschränken. In der Demokratie ist „jeder Bürger ein Stück Staat“ (Friedrich Naumann)
- persönlich für Fairness in der Politik mitverantwortlich. Jede politische Entscheidung muß sich dem
Bürgervotum stellen. Doppelpack Freiheit und Verantwortung!

Themenschwerpunkt Rechtsstaat und Freiheit ist und bleibt Markenzeichen aller Freiheitsfreunde weltweit. Ein
zentraleres Freiheitsthema als Zähmung Unrecht, Widerstand gegen unmenschlicher Diktatur, Terror,
Verhinderung menschenunwürdiger Zustände gibt es nicht. Ständiges Erinnern an deutsche Diktaturzeiten und
das Einfordern von Sensibilität gegenüber Opfer-Schicksalen ist für den freiheitlichen Rechtsstaat
selbstverständlich. Der Schutz der Privatsphäre des Bürgers und seiner Freiheitschancen muss Priorität
staatlichen Handelns bleiben.

„Ziel liberaler Politik ist: alle Bürger können zusammenleben in offener Gesellschaft, der Bürgergesellschaft,
und diese frei gestalten.“ Ohne Freiheit können andere menschliche Werte nicht verwirklicht werden. Jeder
Mensch braucht Freiheit zum Entfalten eigener Anlagen und Fähigkeiten, braucht Freiheit in Aktivität, Eigentun.
Ohne Freiheit ermüdet der menschliche Geist, verfällt Kreativität in Kultur, Gesellschaft, Wissenschaften,
stagniert die Wirtschaft. Kultur-Liberalismus ist Lebensstil des Miteinander in Verantwortung füreinander.
Freiheit ist immer Respekt vor Freiheit der Anderen. „Geistiges Leben braucht Freiheit wie der Körper die Luft
zum Atmen“ - so die politischen Grundsätze unserer Stiftung. Diesen Auftrag will die Stiftung und alle ihre
Mitarbeiter mit den Themenschwerpunkten für 2008 - 2011 realisieren.

Dieser Text war ein erster Entwurf von Peter Menke-Glückert für die Themenschwerpunkte der Friedrich-
Naumann-Stiftung für die Freiheit - vorgelegt dem Programmausschuß und Kuratorium der Stiftung September
2008 (M.G.).