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Mongolisches Reich

Ein Statthalter (darughachi) der Goldenen Horde im 13. Jahrhundert in einer russischen Stadt. Historisierende Darstellung von
1902.

Die Mongolen-Reiche unter Dschingis Khan (ab 1206 bis 1227)
und seinen Erben:
Mongolisches Reich
Ab 1260:
Gebiet der Goldenen Horde (Süd-Russland)
Tschagatai-Khanat (Zentralasien)
Bereich der Ilchane (Persien)
Reich der Yuan-Dynastie (China)

Der letzte Großkhan, der alle mongolischen Teilreiche
beherrschte, war Timur Khan (bis 1307).* [1] Danach
kam es zwar wiederholt zu Tributzahlungen der anderen Khane an den jeweiligen Großkhan, insbesondere an
Toqa Timur (bis 1332)* [2], der während seiner Regentschaft nachweislich 14 Mal solche Tributzahlungen der
anderen Teilreiche erhielt* [3], darunter zB. auch russische Sklaven* [4]. In einem Bericht an Papst Johannes
XXII. wird sogar von jährlichen Tributzahlungen an Toqa Timur berichtet* [5]. Ähnliche Gesten der Unterwerfung und Verbundenheit waren zB. Vermählungen zwischen Prinzen der Yuan-Dynastie einerseits und solchen
der Goldenen Horde beziehungsweise des Ilkhanates andererseits.* [6] Allerdings wurden die politischen Geschicke des Mongolischen Reiches nach Timur Khan weitgehend dezentralisiert gelenkt. Insbesondere unterstützten sich die Khane gegenseitig – beziehungsweise ihren
Großkhan – nur mehr bedingt bei militärischen Aktionen; oft wurden nur symbolisch Soldaten entsandt. Insofern war das Mongolische Reich ab 1307 die meiste Zeit
über eher ein dem Heiligen Römischen Reich ähnlicher
Staatenbund unter mehr formeller denn tatsächlicher Leitung durch den Großkhan als ein einheitlicher Staat im
modernen Sinn.

Das Mongolische Reich war der Hauptsiedlungsraum
der Mongolen und der größte zusammenhängende Herrschaftsbereich der Weltgeschichte. Der Begriff „Mongolen“bezeichnet die ursprünglichen Völker der Mongolei,
einem Land nördlich der heutigen Volksrepublik China
auf der Hochebene. Trotz ihrer geringen Zahl (um 1200
ca. 200.000) spielten die Mongolen eine herausragende
Rolle in der Weltgeschichte.

1

Charakter des Reiches

Unter dem Begriff Mongolisches Reich wird sowohl das
von Dschingis Khan begründete und von seinen Nachfahren Ögedei Khan, Güyük Khan und Möngke Khan
regierte Reich (1190 bis 1260) verstanden wie auch
die Gemeinschaft von vier Nachfolgereichen: TschagataiKhanat (bis 1565), Ilchanat (bis 1507), Goldene Horde (bis 1502) und Yuan-Dynastie (bis 1387, in China
aber nur bis 1368). Das Mongolische Reich kannte auch
nach 1260 noch die Institution des Großkhans, allerdings
wurde der jeweilige Großkhan nach Möngke Khan nicht
mehr von allen mongolischen Khanaten vollständig anerkannt, sondern sie agierten teilweise wie selbständige
Reiche.

Trotz mangelhafter politischer Einheit war der Zusammenhalt innerhalb des Mongolischen Reiches auch nach
1307 noch deutlich erkennbar. Er manifestierte sich unter anderem in dem in der Jassa kodifizierten Recht, dem
Post- und Kommunikationssystem (Örtöö und Païza),
und dem gemeinsamen Kunst- und Kulturgut wie insbesondere Schrift und Sprache. Damit ist die Einheit
des Mongolischen Reiches durchaus mit jener anderer
großen Reiche des Spätmittelalters und der frühen Neu1

der entweder vor Ort verblieb oder jährlich wiederkehrte. linguistisch lassen sich diese Gruppen in drei Kategorien teilen: jene. Geiseln und Strafexpeditionen ausgeübt. Südrusslands und Ostkasachstans – wurden im Mittelalter von nomadischen Gruppen beherrscht.* [7]* [8] GESCHICHTE werden. 1200. Native Herrscher wurden belassen oder neu eingesetzt.* [10] Stieß dem Statthalter etwas zu oder berichtete er dem Khan von Ungehorsam. wurden die zuvor genommenen Geiseln umgebracht und Strafexpeditionen gegen den Vasallenstaat unternommen. die eine Turksprache.2 2 zeit vergleichbar. c. So wurden etwa nach der Eroberung oft die wehrfähigen Männer in das mongolische Heer eingegliedert.→ Hauptartikel: Dschingis Khan sisch. Er stellte die Ablieferung des Tributs an den jeweiligen Khan sicher und gewährleistete.2. Das mongolische Reich beim Tode Möngke Khans (1259). Danach wurde der Vorgang meist wiederholt. 2 2. Diese fünf Gruppen waren miteinander aber auch untereinander oft in Konflikte verwickelt. Die riesigen Steppengebiete der Mongolei – sowie die angrenzenden Gebiete Nordchinas. doch ging dieses Reich bereits 1160/61 wieder unter. dass der Vasallenstaat keine Politik verfolgte. Keraiten. die jener des Mongolischen Reiches entgegenstand. basqaq auf Tür. Tataren und Mongolen. Zusätzlich wurde in der Regel ein Statthalter eingesetzt (darughachi auf Rus. wobei die Merkiten und Mongolen mongolisch sprachen und die Naimanen und Keraiten von manchen als Turkvölker qualifiziert Weltreich der Mongolen . ‫ داروغه‬darougheh auf Persisch* [9].Die Mongolen stiegen erst unter der Führung Dschingis kisch). Merkiten.* [11] Um 1123 wurden die Gruppen der mongolischen Steppengebiete von Kabul Khan geeint. mongolisch oder eine tungusische Sprache sprechen. ausgewählte Familienangehö. Zu einem großen Teil auf den unterschiedlichen Sprachen aufbauend werden für die Jahrzehnte vor Dschingis Khan fünf Ethnien als die mongolischen Steppengebiete dominierend identifiziert: Naimanen.2 Reichsgründung rige jedoch als Geiseln genommen. Die Herrschaft über die insbesondere in der Peripherie zahlreichen Vasallenstaaten des Mongolischen Reiches wurde oft durch ein System von Tributzahlungen.1 Geschichte Ursprünge Das mongolische Reich beim Tode Dschingis Khans (1227) Eurasien vor Beginn der mongolischen Eroberungen. welche sich aufgrund einer Lebensweise in Clans nicht immer leicht klassifizieren und voneinander unterscheiden lassen.

Im Jahr 1241 drangen die mongolischen Reiterscharen bis ins heutige Deutschland. Weiters kam es zu Plünderungen russischer Städte. die (erste) Schlacht bei Liegnitz (Polen) am 9. Herrscher dessen. der noch bis 1502 und somit mehr als ein Vierteljahrtausend lang eines der größten Reiche Europas war: Es umfasste bis zu einem Drittel des geographischen Europa und bis zu 10 % der europäischen Bevölkerung und übte insbesondere die Oberherrschaft über Russland aus. nur wenige Tage nach jener bei Liegnitz. Ein anderer Sohn Dschingis Khans. da sich Dschötschi und Batu Khan an der Wahl des neuen Großkhans beteiligen wollten. teilweise flohen sie nach Ungarn und dienten dem ungarischen König als Söldner. Korea. Jahrhunderts das Byzantinische Reich durch die Einnahme der wirtschaftlich und militärisch bedeutenden Stadt Vicina und wiederholte Einfälle in Thrakien. Bis 1240 Mittelasien. Zur Etablierung einer Zentralgewalt gründete er die neue Hauptstadt Karakorum. in dem 100 Millionen Menschen lebten.Provoziert durch den Überfall auf eine Handelskaraware Reiche auf dem Gebiet des heutigen Russland. was den Mongolen vermutlich deswe. siehe Mongolische Kriegführung. was vom Reich der Kara-Kitai übrig war. Armenien. Transoxanien und Afghanistan. was wesentlich zur Schlagkraft und der Skalierbarkeit beitrug. Muhammad II. Er gab seinem Reich auch eine einheitliche Schrift und ein einheitliches Gesetz (Jassa). Sie bedrohten bis zur Mitte des 14. unterwarfen sich teilweise und schlossen sich – wie schon andere türkische Stämme vor ihnen – dem mongolischen Heer an. dem 1190 wieder eine Vereinigung gelang und der bis 1204 auch die anderen Steppenvölker unterwarf. kam es zum Mongolensturm Iran.3 Mongolische Eroberung in Europa → Hauptartikel: Goldene Horde 3 sischen Fürstentümer ihre Kräfte nur bedingt bündelten oder aufgrund der Wucht des mongolischen Angriffs bündeln konnten. (ʿAlāʾ ad-Dunyā wa-ʼd-Dīn wurden die russischen Fürstentümer mit Ausnahme von Abū ’l-Fatḥ Muḥammad) – unfähig sein Reich effektiv Nowgorod erobert. Dschingis Khan war (persisch ‫)ﺧﻮارزﻣﺸﺎﻩ‬. sowie die dazwischen liegenden Länder.Meer wo er bald darauf starb. Jebe und Subutai. Unter ihm und seinen Nachfolgern konnten die Mongolen so das größte Landreich der Geschichte in Größe von 26.2.und Kommunikationssystem (Örtöö und Païza) hinzu. Ungarn.* [20] In den 1220er Jahren kehrten zwei mongolische Generäle von Dschingis Khan.zu verteidigen – flüchtete auf eine Insel im Kaspischen gen so rasch und scheinbar mühelos gelang. insbesondere die Kiptschak. den Großkhan der Mongolen. woher sie kamen. mongolisches Heer an. sodass in der Nestorchronik für das Jahr 1224 beispielsweise festgehalten ist: „[…] we.* [13] Für die Russen war dieser Zusammenstoß ein traumatisches Erlebnis. über das Territorium der heutigen Ukraine in die Mongolei zurück. das. und die überragenden logistischen Leistungen.* [16]* [17] Die Mongolen überfielen noch zumindest bis ins späte 13. Auf dem Höhepunkt ihrer Macht beherrschten sie das Kaiserreich China. Ein Feldzug gegen über Europa. Jahrhundert immer wieder die Ungarn und Polen. zuerst im Jahr 1237. den Kalifen von Bagdad musste wegen erster militäriDschötschi. Die Russen entsandten ein Heer gegen die Mongolen.ne in Utrar 1218. das in der Schlacht an der Kalka vernichtend geschlagen wurde. weil die rus. Die beiden größten Schlachten.* [12] Seine Nachfolger fügten insbesondere noch ein Post. Die mongolischen Eroberungen in Europa wurden zum Staat der Goldenen Horde.4 Mongolische Eroberung im Nahen und gen unserer Sünden brachen in jenem Jahr unbekannte Mittleren Osten Völker über uns herein. Ein Abbruch des Europafeldzuges erfolgte aufgrund des Todes Ögedei Khans. von wem sie abstammen oder → Hauptartikel: Ilchane welchen Glauben sie haben.* [15] Die Ritterheere der europäischen Staaten hatten den Mongolen nichts entgegenzusetzen. Noch bis ins 15. Persien. Georgien.000. Diese mongolisch-russischen Konflikte waren der erste direkte Kontakt zwischen Mongolen und Europäern. eroberte. Tschechien und Österreich vor. gingen später aber Bündnisse mit mitteleuropäischen Mächten ein – etwa 1410 in der Schlacht bei Tannenberg* [18].“ Die vierte und letzte Dynastie der Choresm-Schahs Weniger als zwei Jahrzehnte später. sowie dessen Sohn Batu Khan führten ein scher Kontakte mit den Mongolen abgebrochen werden. 2.000 km² errichten. Sein Sohn Dschalal ad-Din . Anders als Kabul Khan vor ihm gab er dem geeinten Reitervolk aber diesmal einen Staatsaufbau: In seinem Heer wurde – unabhängig von Sippen und Clans – jeder Krieger einem Tümen (Zehntausendschaft) zugeordnet. Khorassan (heute zu Afghanistan und Iran gehörend).* [19]. Jahrhundert kam es immerhin noch zu Raubzügen nach Mitteleuropa. Zugute kam den Mongolen die Disziplin und Ausdauer ihrer Kavallerie.2. endeten jeweils mit vernichtenden Niederlagen des deutsch/polnischen bzw. von einem Feldzug gegen den Naimanenprinz Kütschlüg. Bulgarien.4 Mongolische Eroberung im Nahen und Mittleren Osten Khans (1155/1162–1227) dauerhaft auf. kleine. diese Politik wurde mit den später in das mongolische Heer eingegliederten Soldaten fortgesetzt.* [14] Türkische Völker auf dem Gebiet der heutigen Ukraine. eroberten die Mongolen das westliche schen Kasachstan und der Ukraine. die muslimischen Anuschteginiden inzwischen gestorben und sein Sohn Ögedei Khan war (Anūšteginiden) beherrschten seit 1077 Choresmien. Russland. von denen keiner wusste wer sie waren. April 1241 und die Schlacht bei Muhi (Ungarn). ungarischen Heeres. zwi.

(Persische Miniatur den Tigris und näherte sich der Stadt von Westen. Der Fall Bagdads war für die islamische Welt ein großer Schock. stellte daraufhin ein 80. kam aus Anatolien über Arbil und überquerte bei Tikrit Belagerungswaffen und Pontonbrücken) an. Nach einer Schwächeperiode des Kalifats in der der Kalif zu einer Marionette seiner Militärsklaven (Mamluken) und türkischer Warlords (Seldschuken) degradiert worden war. Dezember 1256 versuchte von Aserbaidschan aus eine Kampagne gegen Alamut erobern. Das ehemalige Kalifat wur- . Hülegü erhielt hierfür eine große Armee. Der Zeitzeuge Ata al-Mulk Dschuwaini berichtete auch über 1. hatte eine Bevölkerung von einer Million Menschen und wurde von bis zu 60. [25] Möngke Khan. Hasan (1221–1255) sandte Attentäter um Möngke und Kitbuqa zu ermorden was jeDas Anuschteginidenreich zu Beginn des 13. Baiju. Kitbuqa von den Naimanen. die Mongolen. der Dscha- Al-Musta'sim konnte einen ersten Angriff abwehren. schlossen sich Kai Chosrau II.* [21] Neben den Mongolen kämpften auch Verbände christlicher Vasallen wie die Georgier. Sultan der Rum-Seldschuken. Kermānschāh. etwa 150. das (nach vormals Arabien und Syrien) das Zentrum der islamischen Welt geworden war. wurde sein Bruder Hülegü mit einem weiteren Westfeldzug beauftragt. Hülegü konnte nach der Zerstörung mehrerer Festungen am 20. Buqa-Temur. unterlag dann aber. Hulwan von Osten her auf Bagdad zu. wo die zweite Kalifendynastie. Diese kontrollierten mehrere Festungen im Elburs-Gebirge im Nordiran (und in Syrien). Hülegü aus der Dschami' at-tawarich (Universalgeschichte) Raschīd adselbst kam mit seinem Heer vom Hamadan und kam über Dīns). Von den bereits mongolischen Gebieten im Mittleren Osten drang Helegü als nächstes Richtung Bagdad vor. Armenier und einige Franken aus dem Fürstentum Antiochia* [22] für die Mongolen.000 Soldaten verteidigt. Gemeinsam mit georgischen und armenischen Kräften eroberten sie 1242 Erzurum. Als er 1255 Transoxanien erreichte waren in seiner Armee unter anderem Generäle wie Arghun Aqa von den Oiraten. Tutar und Quli von der Goldenen Horde und Hülegüs Bruder Sunitai. die rund ein Fünftel der gesamten mongolischen Armee ausmachte. b. Nach 1241 begannen sie unter Baiju von Aserbaidschan aus weitere Gebiete des Nahen Ostens zu erobern.A.000 Mann starkes Heer auf und erwartete die Mongolen in Sivas. Februar (nach dem islamischen Kalender am 4. jene der Abbasiden. Das Kaiserreich Trapezunt und georgische Adelige. der Chinese Guo Kan.. Jahrhunderts doch verhindert werden konnte.4 2 GESCHICHTE laiyr Koke Ilge. Hülegüs Armee griff von drei Seiten an: Der nördliche Teil unter Baiju Die Mongolen greifen Bagdad mit verschiedenen Waffen (u. an. Am 10. Großkhan war inzwischen südliche Gruppe zog über Lorestan gegen Bagdad. wurde aber 1230 von den zuvor verbündeten Rum-Seldschuken und Aiyubiden in der Schlacht von Yasi-Tschemen (bei Erzincan) besiegt.000 chinesische Artillerieexperten sowie persische und türkische Soldaten. Die * Mehr als zehn Jahre später. Kai Chosrau II. Die Mongolen drangen schon in den 1230er Jahren in Anatolien ein und töteten dabei Kai Kobad I. Jahrhundert wieder mehr – auch weltliche – Macht gewonnen.000 Mann. Doch die Stadt wurde bald wieder aufgebaut* [26]: 3000 mongolische Krieger wurden zu diesem Zweck zurück gelassen. hatte das Kalifat ab dem 12.* [23] Im Iran wurde zunächst die militante Sekte der Assassinen ausgeschaltet. Bagdad.Das Reich der Ilchane in seiner größten Ausdehnung ständig auf. In der Schlacht vom Köse Dağ rieben die Mongolen das gegnerische Heer fast voll. seit 751 herrschte* [24]. Der Führer der Assassinen in Alamut (nördlich von Qazvin) Ala ad-Din Muhammad III. Safar 656 AH) übergab er die Stadt. die wegen der Mongoleninvasion ihr Land verlassen hatten.

anNasir Yusuf. Reich der Yuan-Dynastie um 1294 Bereits zu Dschingis Khans Lebzeiten wurden die Im Jahr 1235 begann von den bereits mongolischen GeTanguten. Die mongolischen Eroberungen im Nahen und Mittleren Osten wurden zum Ilchanat. In diesem Krieg war der später auch im Westfeldzug eine wesentliche Rolle spielende General Subutai beteiligt.5 Mongolische Eroberungen in China. als es in Bagdad der Fall war. erfolgte der Übertritt eines Großteils der mongolischen Oberschicht zum sunnitischen Islam. Die in Syrien verbliebenen Truppen unter dem Feldherrn Kitbuqa konnten noch Damaskus einnehmen und den letzten Sultan von Syrien aus der Dynastie der Ayyubiden. Die Nachfahren Hülegüs beherrschten dieses Khanat rund 100 Jahre lang und dominierten die gesamte Region. Die heutigen Hazara in Afghanistan gelten als direkte Nachkommen der Ilchane. Militärkommandanten (Šeḥna) und zahlreiche Richter. Erst Mitte der 1270er Jahre. Korea und Japan Jurchen. Der Nahe und Mittlere Osten wurden aber bereits ab 1360 insofern wieder unter quasi-mongolische Herrschaft gebracht. konnte Korea “befriedet”werden. die Er- . als ein anderer Teilstaat des Mongolischen Reiches. das südliche Mesopotamien und Chusistan bekamen Statthalter (Wali – Wali der gesamten Region war der mongolische Fürst Sujunjāq). Der jakobitische Reisende Gregorius Bar-Hebraeus besuchte 1265 Bagdad und stellte fest.5 Mongolische Eroberungen in China. Dies führte zum Widerstand der mongolischen Oberschicht sodass 1284 Ahmad Tegüder durch Arghun gestürzt wurde und eine verstärkte Förderung des Buddhismus stattfand. unter Kublai Khan als Großkhan. im Nordosten des heutigen China. Unter Ghazan. 1258/59 wurde in der Stadt eine Volkszählung und Steuerfestsetzung durchgeführt. nach dem Tod eines Statthalters wurde Korea 1231 endgültig unterworfen. Stellvertreter (Nāʾeb). allerdings kam es in der Folge zu wiederholten Aufständen gegen die mongolischen Besatzer. Im Januar 1260 eroberten die Mongolen Aleppo und Homs. Obwohl sich Timur auf seine mongolischen Vorfahren und auf die Legitimation durch das Tschagatai-Khanat berief und sogar eine (echte) Nachfahrin Dschinghis Khans heiratete. tributpflichtig gemacht. – sich auch in Zukunft erfolgreich behauptenden – Mamlukensultanat bildete. Zu dieser Zeit traf aber die Nachricht vom Tod des Großkhans ein. dass die mongolische Eroberung Aleppos verheerender war. unter Timur. Korea wurde ebenfalls bereits 1218 tributpflichtig gemacht. wird sein Versuch sich als Nachfolger Dschinghis Khans zu positionieren von vielen Historikern abgelehnt. erobert und die bieten auf Territorium des heutigen China aus. die Region eroberte. unterwerfen. 2.* [27] 1353 wurde Togha Temür ermordet und das Ilchanat zerfiel. Hülegü zog mit dem größten Teil des mongolischen Heeres nach Zentralasien zurück. Sie unterlagen jedoch noch im September den Mamluken von Ägypten in der Schlacht China 1142: In den Jahrzehnten vor der mongolischen Invasion von Ain Djalut sodass fortan der Euphrat die Grenze zum beherrschten die Song aufgrund der Jurchen nur Teile des heutigen China. dessen Herrschaft als Höhepunkt der Dynastie angesehen wird. das Tschagatai-Khanat. Unter seinem Sohn Ögedei Khan als Großkhan wurden die Jurchen in einem Krieg von 1231 bis 1234 endgültig erobert. Der Ilchan Tegüder war der erste Mongolenherrscher der zum Islam übertrat und den Namen Ahmad annahm. im Herzen des heutigen China.2. Korea und Japan 5 de in das mongolische Verwaltungssystem eingebunden: Bagdad. Gleichzeitig war er auch der erste Ilkhan. der bei seiner Inthronisation nicht persönlich zum Großkhan reiste um um Bestätigung seiner Macht zu ersuchen – obgleich er zu diesem eine freundschaftliche Beziehung unterhielt.

ertränkte Premierminister und Kaiserberater Lu Xiufu (chinesisch 陸秀夫 / 陆秀夫. Später im selben Jahr zog eine neue große Streitmacht von Mongolen. Gründe hierfür dürften einerseits die Versorgungsprobleme gewesen sein. Damit wurde die Einheit des Mongolischen Reiches das Eintreffen weiterer Truppen aus Zentral. 1232– 1279) den 8-jährigen Thronerben Bing und sich durch einen Sprung in den Perlfluss womit die Song-Dynastie endete. Aufgrund des Zeitdrucks beim Bau waren die Ming noch bis 1387 weiter im Norden weiterregiedie Schiffe jedoch von relativ schlechter Qualität. Damit war die Yuan-Dynastie von den vier der Landung in der Hakata-Bucht auf Kyūshū. in dem in der Jassa kodifiziermen und die Japaner nach 20 Tagen der Schlacht aus der ten Recht.6 Mongolische Eroberungen in Süd.auf eine solche eines Staatenbundes reduziert. Diese konnten die Japaner zurückschlagen. So konnten die Mongolen Hakata rasch einneh.Dynastie 1257/1258. schen Befehlshaber bereits vorher zum Rückzug.– obwohl der jeweilige Großkhan ab Kublai Khan imgestellt von den lokalen Herrschern. Dort wollte man gut.und Kommunikationssystem (Örtöö Bucht ins Landesinnere drängen. So wurde zum 2.000 mongolischen. Am 15. Nach der Machtergreifung Khublais wurde die mongolische Hauptstadt 1260 auf vormals chinesischen Boden verlegt. die Linien bis zum 14. Die Hauptstadt Hangzhou kapitulierte 1276. der wiederum etwa ein Drittel der angreifenden Streitkräfte vernichtete.über China ausüben und noch ihrer Vertreibung durch tung Japan auf. Dynastie zerfiel das Mongolische Reich politisch (endder „Ersten Schlacht in der Hakata-Bucht“.und Beispiel der mongolische General Liu Fu-heng schwer Südostasien verletzt. Mit dem Untergang der Yuan⼈). die noch bis 1368 die Oberherrschaft etwa 1. und einem gemeinsamen Kunst. der Provinzen Kyūshūs. März 1279. In der Schlacht von Bun'ei. die allerdings mit Möngkes unerwartetem Tod im Spätsommer 1259.zusammengehalten wurde. auf.Invasion erfolglos beendet. Chinesen und Koreanern über Tsushima und Iki.den folgenden Jahrzehnten weiter desintegrierte. los: Der vietnamesische General Trần Hưng Đạo zwang die Mongolen zu Kämpfen. dem Post. welcher in pan abwarten.000 und 40. Die Japaner konnten auch diesen Angriff zurückzuschlagen. das nurmehr kulturell Invasoren den Japanern zahlenmäßig und technisch über. mit einem von den Song teuer erkauften Waffenstillstand endete. Diese Entscheidung stellte den Wendepunkt der Schlacht dar: Nach der Einschiffung der Truppen in der Mongolische Expeditionen auf dem südostasiatischen Hakata-Bucht zog ein schwerer Sturm auf. Allerdings war dieses Unterfangen zunächst nicht vordringlich. Zwei Feldzüge 1242 und 1245 beispielsweise dienten eher einer Ablenkung von innenpolitischen Streitigkeiten während dem Interregnum zwischen Ögedei Khan und seinem Sohn Güyük Khan. auf Kyūshū und landete zwischen Munakata und der Hakata-Bucht. Allerdings entschieden sich die mongoli. Ein Heer das nach unterschiedlichen Quellen aus zwischen 20. Die Japaner verschanz. der „Zweiten Schlacht in der HakataBucht“.und Ostja.6 oberung des chinesischen Kaiserreichs der Song im Süden. den Gokenin (御家 mer in China residierte.und Païza). Damit war auch die zweite Ebenfalls unter Khubilai Khan kam es 1274 zu einer ers.000 koreanischen* [28] Kriegsschiffen in Rich. als erhaft. insbesondere durch die gelegen. 2 GESCHICHTE Mongoleninvasionen in Japan Im Frühling 1281 drängten die Mongolen die Koreaner zu einer Attacke auf die japanische Insel Tsushima – ohne wesentliche Unterstützung mongolischer oder chinesischer Truppen.ten den indischen Hindu-Einfluss auf die Region dauner interpretierten den Sturm als „göttlichen Wind“. Nach dem Fall der Festungen am Han-Fluss 1273 (mehrjährige Belagerung von Xiangyang) drangen die Mongolen nach Hangzhou vor.meinsame Geschichte. welche ihnen aus verschie- . August 1281 zu halten. An einer neuen Generaloffensive 1267/1268 beteiligten sich neben Khublais eigenen Truppen insbesondere Truppen des amtierenden Ilkhans. Es gelang den Japanern in der Schlacht von Kōan. und 16. Die Japa. Die mongolischen Eroberungen in China wurden zur chinesischen und koreanischen Truppen* [28] brach auf Yuan-Dynastie. 1284 und 1287/1288 waren erfolgvasion. letzte Anhänger der Song hielten sich bis 1279. Währenddessen landete allerdings der Großteil der nachrückenden Truppen in der Provinz Hizen. Unter dem Großkhan Möngke Khan erfolgten tatsächliche Gebietsgewinne 1252 bis 1255 und 1256 erfolgte eine Generaloffensive. ten Japaninvasion. der etwa ein Festland waren militärisch erfolgreich und verdrängDrittel der wenig robusten Schiffe versenkte. andererseits eigene Verluste. Dies markierte das Ende der ersten Japanin.und Kulturten sich in der Festung Mizuki (⽔城). einer der größten Seeschlachten in der Weltgeschichte. Nur die Angriffe auf die vietnamesische TranKamikaze. August zog ein Taifun über die Küste Kyūshūs. trafen die Teilreichen des Mongolischen Reiches das kurzlebigste Mongolen auf die japanische Verteidigungsarmee. waren die gültig) in selbständige Teilreiche. Nach der Seeschlacht von Yamen (chinesisch 崖門戰役 / 崖门战役) am 19. Nach ren sollte.

nannt Babur (persisch „Biber“).* [38] Damit verweist der Name zwar richtigerweise auf die mongolische Abkunft der indischen Dynastie. Auf dem Gebiet des heutigen Laos. Begründer der Timuriden. zahlreiche chinesische Händler fanden ihren Weg nach Südostasien. rief er sich zum Kaiser von Hindustan aus und begründete somit das Mogulreich. geschen Hochebene.* [34] 1522 fiel Kandahar und bis Anfang 1526 hatte er seine Herrschaft weit in den Punjab hinein ausgedehnt. Auch er zog sich danach aber wie• Mitte des 12. mit sehr starkem chinesischen Einfluss. Er war väterlicherseits ein direkter Nachfahre • 1190: Der aus einer mongolischen Kleinfürstenfa- . kehrte jedoch später zum sunnitischen Glauben zurück. Thailand und Kambodscha entstanden neue Hybridkulturen. Jahrhunderts: Die Mongolen (meng) der zurück. die geographische und politische Heimat Timur Langs. Nach einem Hinterhalt mussten die inzwischen ohnedies bereits geschwächten mongolischen Invasoren allerdings wieder abziehen. Die Mongolen brachten nach einer Schlacht vom 15. lässt aber die genauere Beziehung zum Mongolenreich außer Acht. besiegte 1526 den letzten Sultan. es kam somit meist nur zu einer nur mittelbaren Herrschaft – ähnlich der mongolischen Herrschaft in Europa über die Russen. die zur Rückkehr nach Kabul drängten.* [33] Dank seines Vorfahren Timur konnte er Ansprüche auf das Delhi-Sultans stellen. Die Mongolen litten außerdem unter tropischen Krankheiten und mit der Zeit jeweils unter Versorgungsschwierigkeiten. Dort kam es am 20. Jahrhundert von den Portugiesen geprägt (portugiesisch Grão Mogor oder Grão Mogol ‚Großmogul‘). wurde mit 20. und gewann so Samarkand. Erst der aus dem timuridisch beherrschten sorgen für erste Unruhe in der heutigen mongoliTransoxanien stammende Zahir ud-Din Muhammad. die im Jahr 1292 begann. Eine Allianz von rajputischen Herrschern unter dem Fürst Rana Sanga von Mewar versuchte zeitgleich die Hindu-Herrschaft in Nordindien wiederherzustellen. Diese kommt in der persischen Eigenbezeichnung ‫ﮔﻮرﮐﺎﻧﯽ‬ gurkāni der Moguln zum Ausdruck. Ursprünglich bezeichnete „Mog(h)ulistan“das Tschagatai-Khanat. Wie andere Königreiche der Region wurde Vietnam allerdings tributpflichtig – so wie es vietnamesische Könige schon vorher gegenüber dem chinesischen Kaiser waren. 7 Timurs.* [29] Mongolische Eroberungen auf den südostasiatischen Inseln waren weniger erfolgreich. Er bedeutet „Mongole“. Als Gegenleistung für die Unterstützung des Schahs musste er sich öffentlich zum schiitischen Islam bekennen. verbündete sich mit dem Schah des safawidischen Persien.* [32] Er zog 1504 nach Kabul.000 Soldaten und 1.* [35] Nach der Besetzung Delhis und Agras. zog dann aber wieder nach Norden ab. Jahrhundert N Nagor ASIA Lengkasuka Jere Keda Lamuri Kalanten SOUTH CHINA SEA Tringgano Samudra Hujung Medini Lwas Parllak Tumihang Teba Barus Berune Pahang Tumasik Mandahiling Sambas Minangkabwa Karitang Kapuhas Samedang Sukadana Tanjung Puri Kanjab Malayu Darmmacraya Jambi Swarnadwipa Palembang Nusa Tanjungnagara Tanjung Kutei JAVA S E A Sunda Galuh Legend Majapahit capital city Core realm of Majapahit Majapahit vassal states Banggawi Sakasanusa Tabalung Banjar Katingan Sawaku Sampit Makassar Lasem Tuban Madura Pajang Jawadwipa Daha Hujung Galuh Kahuripan Bali Lumajang Sran Luwu Kalapa Pakuan PAC I F I C O C E A N Maloko Kuta Waringin Kuta Lingga Lampung INDIAN OCEAN Udamakatraya Sedu Landa Niran Siyak SEA OF S U L AW E S I Malano Pakamuar Panai Solot Dungun Kelang Gowa Bedahulu Lombok Mirah Trowulan Majapahit Hutan Kadali Butun Dompo Wanin Ambwan B A N DA S E A Salaya Wandan F LO R E S S E A Bima Sapi Timur Lwagajah Gurun Taliwang Saksak 320 km Sea under Majapahit influence Extent of Majapahit naval expedition Majapahit im 14.* [37] wurde und sich vom persischen ‫ ﻣﻐﻮل‬mughul herleitet.000 Krieger die aber ohne nennenswerte ErfolJahrhundert ge wieder abziehen mussten. [39] Dschingis Khan eroberte im Sommer 1222 von Afghanistan kommend die Stadt Multan im heutigen Pakistan.* [31] Das Königreich Majapahit war die letzte große Hindu-Kultur der Region. Die Mongolen begnügten sich auch für diese Regionen allerdings meist mit Tributzahlungen durch die lokalen Herrscher. nur 20.: In der Schlacht bei Panipat gelang Barbur ein überlegener Sieg über den letzten Delhi-Sultan. bis 20.7 Chronik der Mongolen vom 13. März 1527 in der Schlacht von Khanua war seine Herrschaft in Hindustan gesichert. Dschingis Khans. Über den Chaiber-Pass zog er nach Nordwestindien (heutiges Pakistan). bis 18. März 1293 auf Java das Königreich Majapahit unter mongolische Kontrolle. mit großzügigen Belohnungen aus dem Staatsschatz des besiegten Sultans zum Bleiben bewegen. Jahrhundert denen Gründen nicht gelegen kamen.2. April des gleichen Jahres zum entscheidenden Zusammenstoß mit der zahlenmäßig deutlich überlegenen Armee des Sultans Ibrahim II. Nach der Schlacht am Bạch Đằng-Fluss 1288 kam es zu keinen weiteren militärischen Operationen gegen Vietnam. die sich vom mongolischen kürägän „Schwiegersohn“herleitet – eine Anspielung auf die Heirat Timurs in die Familie * In Nordindien bestand seit 1206 das Sultanat von Delhi. Ismail I. Er hinterließ 2. Die Eroberungen Baburs wurden zum Mogulreich. Timur Lang eroberte im Jahre 1398 Delhi.7 Chronik der Mongolen vom 13.* [30] Auch hier fand nichtsdestotrotz ein kultureller Wandel statt: Die großen chinesischen Minderheiten in der Region gehen auf die Zeit der mongolischen Expansion zurück. welche jeweils den Grundstein für die heute noch dort existierenden Staaten legten. bis 18.000 Schiffen geführt. Eine Expeditionen auf die indonesischen Inseln. ein Name der vermutlich im 16. der formal einem Schah (König) übergeordnet ist.* [36] Erst mit dem Sieg über die Rajputen-Allianz am 17. Babur musste seine Soldaten. führte. seine Mutter führte ihre Abstammung in direkter Linie auf Dschingis Khan zurück. das er als Königreich regierte und wo er seit der Auslöschung des letzten anderen verbliebenen Timuriden in Herat ab 1507 den Titel Pad(i)shah (Kaiser).

• 1240–1502: Die Goldene Horde beherrscht weite Gebiete Osteuropas. dringt neuerlich in den Nahen und Mittleren Osten ein und erobert bis 1405 weite Teile der Region. Häufige Überfälle auf die chinesischen Grenzgebiete führen schließlich zum Ausbau der Großen Chinesischen Mauer. Organisation des mongol. • 1252–1255: Wilhelm von Rubruk bereist das Mongolenreich und hinterlässt einen Reisebericht. Esen beanspruchte danach das Khanat und wurde ermordet. 1353–1388) endet die mongolische Herrschaft in Nahen und Mittleren Osten Mongolensturm. • 1258: Die Mongolen erobern Bagdad und vernichten das Kalifat der Abbasiden in Bagdad. Machmud Jalatwatsch und andere Berater. . • 1260: 3. • 1241: Die Mongolen stoßen nach Schlesien (Schlacht bei Wahlstatt. • 1220: Gründung der mongolischen Hauptstadt Karakorum im Norden der heutigen Mongolei. Dagegen gelingt bis 1279 die Eroberung von Südchina. 90 Kilometer östlich von Görlitz) und Ungarn (Schlacht bei Muhi) vor. wo die Song-Dynastie beseitigt wird. • 1449: Ein Sieg der (West-)mongolen unter Esen Taiji gegen die Ming (Tumukrise). wird Kaiser Nordchinas. †1227) eint die Mongolen. Begründung der mongolischen YuanDynastie (bis 1368). Ordos. 1285 • 1236–1242: Die Mongolen unter Batu Khan erobern den größten Teil Russlands (siehe dazu Mongolische Invasion in Russland). • 1388: Zerstörung von Karakorum durch die Chinesen. 1387 endet die Yuan-Dynastie endgültig. • 1360: Das Tschagatai-Khanat unter Timur. Gleichzeitig beginnender Auseinanderbruch des ohnehin lockeren Reichsverbandes in Teilreiche.8 2 milie stammende Temüdschin (*1155 oder 1167. †1294). • 1279–1294: Kublai Khan ist Kaiser von ganz China (Shih Tsu). 1362 • ab 1400: In der Mongolei streiten sich Westmongolen (Oiraten) und Ostmongolen (v. die Legitimation durch das Tschagatai-Khanat und seine Frau. eine Nachfahrin Dschinghis Khans beruft. • 1211–1234: Krieg gegen Nordchina (Jurchen der Jin-Dynastie). Kublai Khan nimmt den Buddhismus an. Kublai Khan (*1215. Der litauische Großfürst Algirdas besiegt die Mongolen in der • 1242: Die Mongolen erreichen die Adria. • 1245–1246: Johannes de Plano Carpini bereist das Mongolenreich und hinterlässt einen Reisebericht. September Schlacht von Ain Djalut • 1257–1258: Drei Feldzüge gegen Dai Viet (Vietnam) wurden abgewehrt. In der Folge Anlehnung an die persisch-islamische Kultur. An seine Stelle tritt das mongolische Ilchanreich. Schlacht am Blauen Wasser und nimmt Kiew ein. Tümed und Uriankhai) um die Macht oder gegen Ming-China. Reiches durch Yelü Chucai. mit dem letzten Ilkhan (Luqman. • 1274 und 1281: Zwei Angriffsversuche auf Japan scheitern (Kamikaze). • 1368: Mit dem Untergang der Yuan-Dynastie (seit 1271) endet die mongolische Herrschaft über China. Chalcha. Beginn des Gesetzbuches Jassa. Neue Reichshauptstadt wird Peking (Beijing). • 1206: Temüdschin wird auf einer Volksversammlung zum obersten Herrscher ausgerufen und erhält den Titel Dschingis Khan („ozeangleicher Herrscher “oder „Weltherrscher“). • 1219–1221: Eroberung des Choresmischen Reiches. • 1226: Eroberung des Tangutenreiches in Kansu GESCHICHTE • 1260: Der Großkhan der Mongolen. Chahar. der sich auf seine mongolischen Vorfahren.a.

Der Kaiser der chinesischen Qing-Dynastie gewährt ihnen Weiderechte am Ili. der Flame Wilhelm der östlichen Oiraten durch die Mandschu unter von Rubruk und der Böhme Odorich von Portenau beKaiser Qianlong erobert und zerstört. ches nicht leisten. Khan der Goldenen Horde. aus dem Westen.Beobachter * lo [40]. nicht zuletzt Marco PoIm Anschluss schlagen Chalcha und Mandschu ge. der sich in der Folge im Mongolenreich durchsetzt (tibetischer Buddhismus). Chalcha der Äußeren Mongolei der Qing-Dynastie. Sönam Gyatso. eine Revolution der Kommunikation.9 • 1468: Die Ostmongolen unter Dayan Khan († 1543) und seinem Enkel Altan Khan (Regent. die schnell wuchsen. Beginn wieder zerfallen. aber vereinzelt auch dem Transport von Gütern (insbesondere zwischen China und der Mongolei). Choschuten (Khoshuud) und Turguten (Torghuud) und weichen auf Druck der Ostmongo. auf eine effiziente Form der KomDen Chalcha der Äußeren Mongolei gelingt es. dem Militärnachrichtendienst. das mongolische Reich wäre Unabhängigkeit noch weiter zu bewahren. Die westlich der Wolga verbliebenen Turguten bezeichnen sich als Kalmücken (Zurückgebliebene) und leben bis heute in Kalmückien. 3 Kommunikation • 1472: Akhmat Khan. ihre munikation zu verzichten. waren stets besonders vom mongolischen Kommeinsam die Oiraten bei Zuunmod (1696). wie andere Reiche. unterwerfen sich die Өртөө) geschaffen. • 1578: Durch Vermittlung des in Tibet herrschenden III. Einerseits konnte • 1634: Unterwerfung der Chahar in der Inneren es sich die jeweilige Regierung des mongolischen ReiMongolei durch die Mandschu. genauso schnell • 1644: Die Mandschu erobern Peking. deren Einfluss wieder bis nach Mittelasien und zum Ural reicht. Laut dem US• 1771: Durch die Bedrohung durch die Kosaken amerikanischen Historiker David Morgan war die interne des mongowandern die östlich der Wolga ansässigen Turguten Kommunikation die effizienteste Institution * lischen Reichs nach ihrem Militärwesen. um es mit einem Straßensystem auszustatten – dies wäre ein Unterfangen gewesen. richteten mit großem Staunen darüber. Dörböd. Seither enge kulturelle Bindung an Tibet. Shaykh Ahmad wird im Juni besiegt und später ermordet • 1552: Der Chahar-Fürst Altan Khan besiegt die Oiraten im Karakorum-Gebiet und übergibt das eroberte Land an die Chalcha. lässt sich im Dezember ein letztes Mal von einem mongolischen Khan formell belehnen und leistet Tribut. Tod Ligdan Khans. technischen Mitteln der heutigen Zeit undurchführbar er• 1691: Um eine drohende Unterwerfung durch die scheint. • 1501: Iwan III. ein. † 1582) übernehmen erneut die Macht in der Mongolei. das selbst mit den 1911). • ab 1600: Die Oiraten spalten sich in Dsungaren. • 1502: Der letzte Khan der Goldenen Horde. munikationswesen beeindruckt. Aber auch der Italie• 1756: Nach inneren Konflikten wird das Restreich ner Johannes de Plano Carpini. Dalai Lama. Ein weiterer Feldzug 1480 endet mit dem fast kampflosen Stehen an der Ugra. gegen den russischen Herrscher Iwan III. Daher wurde das Örtöö-System (Mongolisch: östlichen Oiraten abzuwenden. .zu groß.Mongolischsprachige Inschrift auf Païza – verwendet auf dem len hin nach Westen aus. geht ein Bündnis mit dem polnischen Herrscher Kasimir IV. gewinnt der Buddhismus erneut an Bedeutung. Erneute Blütezeit der Mongolei. [41] quer durch ganz Zentralasien und unter schweren Verlusten in ihre Heimatgebiete in Xinjiang zurück. dem Personentransport (insbesondere dem von mongolischen Adeligen). Die Torghuud stoßen dabei Territorium der Goldenen Horde über den Altai bis an die Mündung der Wolga vor Die enorme Fläche des mongolischen Reiches erforderte und lassen sich dort nieder. Das Örtöö-System diente dem Erteilen von politischen und militärischen Befehlen in alle Gebiete des mongolischen Reiches. andererseits war das mongolische Reich der mandschu-chinesischen Qing-Dynastie (1644.

Manche Posten waren zusätzlich mit eigenen Läufern ausgestattet. u. Die von den Mongolen durchgeführten Volkszählungen dienten unter anderem der Ermittlung der Abgabenpflicht für das Örtöö-System. persisch: ‫پایزه‬. die sich gegenüber dem Postenpersonal durch eine Tafel (Paiza. Zur weiteren Optimierung informierte der Reisende den nächsten Versorgungsposten mit einem speziellen Horn vorab von seiner Ankunft. in schwierigem Terrain weniger. Wasser. Eine der Besonderheiten lag darin. (rechts) Während es im Fernen Osten bis ins 14. dürfte es im Nahen Osten im Laufe Es wurde erst von Dschingis Khans Nachfolgern. unüberwindbaren Distanzen innerhalb des mongolischen Reiches. Diese Ressourcen durften nur von Reisenden in Anspruch genommen werden. Diese bestand je nach Wichtigkeit des Reisenden aus Gold. und der Reisende konnte ohne Pause weiterreiten. Das Örtöö-System deckte demnach nicht bloß den Fernen wie auch Nahen Osten und Europa ab. Das Postenpersonal bereitete daraufhin das oder die Pferde vor. Paiza wurden in mehreren Sprachen (Mongolisch. chinesisch: 牌子) ausweisen konnten. geschaffen. Persisch. in welche sich das mongolische Reich nach dem Tod Dschingis Khans gliederte. sondern leistete auch einen Beitrag zum Zusammenhalt des späten mongoliPersisch (links). Missbrauch wurde streng geahndet. das sich am wenigsten loyal zum jeweiligen mongolischen Großkhan verhielt. Jeder Posten musste stets genügend Pferde. Futter und Nahrung auf Lager haben. aufgrund der inzwischen schier fizient geworden sein. auch auf dem Gebiet der Goldenen Horde (in der heutigen Ukraine) – also jenem der vier Khanate. Die Verwendung des Örtöö-Systems war gesetzlich geregelt. welche in einem Abstand eines Tagesritts voneinander entfernt errichtet waren. wenn es überraschend in Anspruch genommen wurde. Uigurisch) in allen Teilen des mongolischen Reiches gefunden. sondern immer und in jedem Fall ausgestattet sein mussten. So funktionierte das System auch immer dann. Es handelte sich formell zwar um eine militärische und damit mongolische Institution. Das System bestand aus einem Netz von Versorgungsposten. betrug der Abstand in der Regel zwischen 40 und 50 km. die dafür erforderlichen Pferde und Versorgungsgüter muss- . laut mehrerer Quellen. mongolisch: Пайз. Marco Polo. Jahrhundert tadellos funktionierte. Mongolischsprachig Laut dem persischen Gelehrten Raschīd ad-Dīn konnten innerhalb der mongolischen Reichs dank des ÖrtööSystem mehr als 300 km pro Tag zurückgelegt werden.A.der Zeit zunehmend missbraucht und infolgedessen inefmutlich Ögedei Khan. Silber oder aber auch Holz.10 3 KOMMUNIKATION ten aber von der lokalen – auch nichtmongolischen – Bevölkerung zur Verfügung gestellt werden. Marco Polo spricht gar von 500 km am Tag. Bei Konflikten über die Inanspruchnahme von Ressourcen entschied der Rang des Reisenden. dass die Versorgungsposten des Örtöö-Systems nicht nach dem (erwarteten) Bedarf ausgestattet wurden. Die persischen Posten hatten laut Raschīd ad-Dīn beispielsweise stets jeweils zwei Läufer. Mongolischsprachig (Mitte) und Uigurisch schen Reiches. ver.

dass das Volk der Tataren bereits unter Dschingis Khan fast vollständig von den Mongolen ausgerottet und die geringfügigen Überreste von den Mongolen assimiliert wurden. Die Tataren waren daher in Wahrheit eines der ersten Opfer der mongolischen Eroberungen. Den möglichen Stellenwert wa handeln vorwiegend von den beiden (letztendlich ge. gab es auch mittelbare. Eine weitere große Gruppe an Quellen sind Biographien über mongolische Herrscher und KriegsbeAufgrund seiner Größe sind die Primärquellen über das richte.Neben zeitgenössischen Chroniken leisten insbesondesische. Morgan* [48] und der britische Historiker Peter Jackson* [49] sehen den Ursprung dieses „Fehlers“im Versuch westlicher Chronisten. vor allem aber Dschami' at-tawarich von Raschīd Khan als die herausragendste identifiziert. • chinesisch: Yuan Shi (Geschichte der Yuan-Dynastie – eine der Chroniken der 24 Dynastiegeschichten) Selbst diese Quellen weisen jedoch Mängel auf: Die Geheime Geschichte der Mongolen wurde relativ früh in der Geschichte des mongolischen Reichs verfasst und weist hagiographische Züge auf. Trotz offensichtlicher Mängel wie insbesondere eine sehr subjektive Darstellung der Mongolen war sie bis ins 20.* [44] Im Jahr 2015 wurde der außergewöhnlich hohe reproduktive Er• persisch: Die Chroniken von Abdullah Wassaf. die len. erstmals in der Menschheitsgeschichte enorme Distanzen relativ gefahrlos zurückzulegen. Ihr ist vor allem zugutezuhalten. Die wenigen umfassenden Primärquel. welche erstmals in den 1220er Jahren (damals noch unter Dschingis Khan als Großkhan) in Europa einfielen. Die meisten von ihnen befassen sich aber nur mit Archäologie spielt im Vergleich zum Studium anderer einem – relativ betrachtet kleinen – Teil des Reiches und Staaten des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit eher Abschnitt seiner Geschichte: Die japanischen Quellen et. Jahrhundert die erste Wahl für viele europäische Autoren zum Themenkreis „Mongolisches Reich“. Woher diese Fehlbezeichnung stammt. folg gewisser männlicher Linien in Europa und Asien Tabaqat-i Nasiri von Minhadsch ad-Din Dschuzvon einem Team der Universität Leicester untersucht.Universität aus dem Jahr 2003. Jahrhundert. dass sie die bis heute weit verbreitete Fehlbezeichnung der Mongolen als Ta(r)taren* [42] als einen (vermutlich dem französischen König Ludwig IX. Der gleiche Umstand ist auch für den erstmaligen Transfer einer großen Menge von (historischem) Wissen über sehr weite Strecken verantwortlich: Durch die Pax Mongolica gelangten beispielsweise chinesische Schriften in den Nahen Osten und 5 Fälschliche Bezeichnung der Mongolen in Europa als Tataren Die mongolischen Truppen.* [45] ad-Dīn. mongolische Reich vielfältig: Es gibt mongolische. die besonders grausamen Mongolen als „aus dem Tartarus stammend“zu verballhornen. chine.der Genetik bei der Erforschung der Geschichte des monscheiterten) Invasionen der Mongolen in Japan im späten golischen Reichs zeigte eine Untersuchung an der Oxford 13. welche vom späten 12.re Erkenntnisse aus der Numismatik einen wesentlichen sche.11 4 Quellenüberblick umgekehrt. armenische. die Reiseberichte der europäischen Abenteurer Wilhelm von Rubruk und Marco Polo sowie die Nestorchronik. Jahrhundert dauerten. unterlaufener) Irrtum klargestellt* [46]* [47] Der amerikanische Historiker David O. der zufolge in der östlilen sind mongolisch. Die dere. Eine große Zahl der Quellen über das mongolische Reich sind Reiseberichte.me genetische Signatur im Y-Chromosom besitzen. japanische. Jahrhundert sind russische Adelige mongolischer Her- . russi. unterlaufenen) Irrtum klarstellte. bis ins 16. und viele an.* [43] Daneben existieren an europäischen Primärquellen insbesondere noch Ystoria Mongalorum von Johannes de Plano Carpini. dadschani. welche aufgrund der Pax Mongolica und der daraus resultierden Möglichkeit entstanden. Jhdt. persische. persisch oder chinesisch: chen Hälfte Europas und der nördlichen Hälfte Asiens circa 8 % der männlichen Bevölkerung eine gemeinsa• mongolisch: Die Geheime Geschichte der Mongo.Beitrag zur Erforschung des mongolischen Reiches. die Chroniken von Ata al-Mulk Dschuwaibei wurde abermals die genetische Linie des Dschinghis ni.eine untergeordnete Rolle. ist unklar. mutmaßlich von Dschinghis Khan stammt. lateinische. arabische. Die einzige halbwegs umfassende europäische Primärquelle zum mongolischen Reich ist die Chronica Maiora von Matthäus Paris. Schon in der Chronica Maiora von Matthäus Paris wird diese Gleichstellung als ein (vermutlich dem französischen König Ludwig IX.* [50] 6 Nachwirkungen der Mongolenherrschaft Neben den unmittelbaren politischen Auswirkungen auf Europa und Asien vom 12. die noch länger andauerten: Noch bis ins 17. türkische. georgische. wurden in manchen – abendländischen – Quellen als “Ta(r)taren”bezeichnet. Jahrhundert bis ins frühe 16. Der österreichische Historiker Johannes Gießauf verweist darauf. die persischen Quellen stellen die mongolischen Eroberer – dem damaligen muslimischen Weltbild entsprechend – vorwiegend als Katastrophe und Strafe Gottes dar und die chinesischen Quellen konzentrieren sich sehr stark auf China.

dass die Girays. 武經總 要) ein 1044 erstelltes Werk über Militärtechniken der damaligen Zeit Jiaozi (chin.1279) kunft dokumentiert. 1574 stieg ein Urenkel des Khan Shaykh Ahmad. Lon- Modell eines Kompass der Han-Dynastie (206 v. als Legitimation für einen Herrschaftsanspruch verwendet.Chr. Sajin Bulat. davon 37 Dschingisiden – allerdings nur drei im Hochadel (Juspovy. war es selbstverständlich. So blieben etwa die Khane der Goldenen Horde auch nach deren Zusammenbruch wichtige Persönlichkeiten in den russischen Fürstentümern. Ähnliches gelang den Giray (‫ )كرايلر‬. 交子). ihnen nachfolgen würden”(Sebag Montefiore. standen sie z. Nachfahren des Dschingis Khan.Khan. einem Adelsgeschlecht der Dschingisiden.B. bezeichnete sich selbst als gurkāni („Schwiegersohn “)* [55] und deutete damit auf seine Heirat in die Familie Dschingis Khans. um seine Herrschaftsansprüche zu untermauern. Schätzungen gehen von 156 Familien aus. – 220 n. über allen Bojaren und Knes. Außer dem bereits . Die Giray standen damit nur unter dem jeweiligen Sultan aber z.und ehemaligen Vasallenstaaten des mongolischen Reiches noch bis ins 18. Papiergeld der Song-Dynastie (960 .) * [51] don. der nördlichen Kaukasus-region und Südrusslands beherrschte sondern auch das zweit-wichtigste Geschlecht des Osmanischen Reichs nach dem Haus Osman bildete* [54]: “Wenn die Osmanen je aussterben sollten. zuerst zum Oberbefehlshaber der russischen Armee und 15751576 zum Großfürst von Russland auf* [53].Chr.* [56] Die Mongolenherrschaft hinterließ auch noch in mehreren anderen Bereichen ihre Spuren. am Hof der Moskowiter. Prince of Princes: The Life of Potemkin. Cerkasskie und Urusovy)* [52]. Seite 244). Ein Nachfahre des Dschingis Khan zu sein wurde in zahlreichen Nachfolge.12 6 NACHWIRKUNGEN DER MONGOLENHERRSCHAFT Beschreibung einer Bombe im Wu Jing Zong Yao (chin. 2000. das nicht nur von 1444 bis 1758 das Khanat der Krim und damit große Teile der heutigen Ukraine. Der aus Zentralasien stammende Tamerlan der die mongolische Herrschaft über den Nahen und Mittleren Osten nach siebenjähriger Unterbrechung wiederherstelle.B. Jhdt. über dem Großwesir.

der Großkhan hatte als Teil der Kheshig (auch Khishig. Kes. Stuttgart fer nach Europa durch die mongolische Herrschaft umu. Kastilische übersetzt.7 Nachfolgestaaten hichan) . Franktärwesen übernommen.): Die MongoElitetruppen aus Literatur über das mongolische Mililen in Asien und Europa. den • Geschichte der Mongolei Ausruf "Hurra!"). Peter Lang Verlag. Zürich 1970.* [63] Der deutsch-amerikanische Historiker Gustave Alef führt das hervorragende russische Post• Mongolische Kriegführung und Kurierwesen noch Jahrhunderte nach Zusammenbruch der Goldenen Horde auf die Mongolenherrschaft zurück. insbesondere aus den 1934 und furt/M.und Orts-) Namen in diversen slawischen • Dschingis Khan Sprachen. allerdings kann nicht ausgeschlossen werden. u. Tatsächlich existierten die meisten dieser Technologien in China bevor sie in Europa verbreitet waren. kam es auch zu erheblichen Migrationsbewegungen. Alchemie und Mathematik ins Lateinische bzw. ten Wissen auch fernöstliche Technologien * [67]. Die so gewonnenen Erkenntnisse kamen uA. stritten ist.13 Schießpulver.Chr. gab es in Cambaluc und anderen Gegenden des Mongolischen Reiches Russische Siedlungen* [57]. nach Italien und hatten zB. die mongolischen Ursprungs sind. Keshig. zB. Attila – aus Asien”sowie “Das Erbe Tschingis-Chans”(beide Dschingis-Khan – Tamerlan.* [64] Mongolische Militärtaktiken wurden gar bis ins 20. eine 1330 gegründete russische Truppe die unter dem Kommando von General Bayan stand* [58]. dass einige von ihnen nicht durch die Mongolen überbracht wurden. 2004. • Ilchane Auch hatte insbesondere die Pax Mongolica weitreichen• Yuan-Dynastie de Folgen für Handel. • Tschagatai-Khanat Umgekehrt gibt es auch in Europa bis heute eine bud* * dhistische.auch die Uroš (auch Ulosz • Goldene Horde oder Urosh). Physik. . Jan Kusber (Hrsg.a. ältestes mit Sicherheit datieres Ex. ISBN 978-3-631-30636-9. Übersetzerschule von Toledo wurden arabische Schriften aus den Bereichen Astronomie. a. der Sturm • René Grousset: Die Steppenvölker. Da ein Großteil dieser Rezeption in der Zeit der mongolischen Herrschaft über den Nahen und Mittleemplar eines gedruckten Buches (868 n. ebenso führt er diverse Sitten und Gebräuche auf die Mongolenherr• Pax Mongolica schaft zurück. Daneben gibt es zahlreiche Technologien deren Trans• Michael Weiers: Geschichte der Mongolen.) ren Osten stattfand (und grundsätzlich die Pax Mongolica den Wissenstransfer innerhalb des mongolischen Reiches erleichterte) befanden sich unter dem so transferiererwähnten genetischen Fußabdruck des Dschingis Khan. Beiträge zu ließ. mongolischsprachige Minderheit [59] [60].): Die Mongolen. Reisetätigkeit und Weltanschau* ung.seiner Leibgarde . aus der Feder des Historikers Michael Prawdin) welche Himmler unter Anderem jedem SS-Führer zukommen • Michael Weiers (Hrsg.* [66] Als alternative Route für den Transfer asiatischen Wissens nach Europa kommt die arabische Herrschaft über die iberische Halbinsel von 711 bis 1492 in Frage. die prominentesten Beispiele sind Papiergeld.B.Scholastik.* [65] ihrer Geschichte und Kultur. Kompass und Buchdruck.* [62] Der britische Ethnologe Sir Henry Hoyle Howorth identifiziert zahlreiche weitere Worte • Mongolen und (Personen. Darmstadt 1986. insbesondere durch die sog. [61] Der US-amerikanische Anthropologe Jack Weatherford identifiziert unter anderem einen radikalen Wandel im westlichen Kleidungsstil – weg von Tuniken 8 Siehe auch und Roben hin zu Hosen und Jacken – sowie Auswirkungen auf mehrere europäischen Sprachen (z. starken Einfluss auf die Entstehung der Deckblatt des Diamant-Sutra. 1935 erschienenen Werken“Tschingis-Chan. 1997. Jahrhundert studiert und als Vorbild verwendet: 9 Literatur So hat Heinrich Himmler beispielsweise das Konzept der Militarisierung der Gesellschaft sowie die Bedeutung von • Stephan Conerman.

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