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1.

„Politik ist jenes menschliche Handeln, das auf die Herstellung und Durchsetzung allgemein
verbindlicher Regelungen und Entscheidungen (d.h. von allgemeiner Verbindlichkeit) in und
zwischen Gruppen von Menschen abzielt.“
Menschliches Handeln ist im politischen Kontext soziales Handeln, das von
persönlichen Merkmalen und vom gesellschaftlichen Umfeld beeinflusst wird. Soziales
Handeln eines Menschen steht in Verbindung mit dem Handeln anderer Menschen und
erschafft soziale Wirklichkeit. Wiederholt schematisches Handeln verfestigt sich in einer
Rolle, die an eigene und fremde Erwartungen geknüpft ist und mit anderen Rollen eine soziale
Struktur bildet.
Allgemeine Verbindlichkeiten und Entscheidungen entstehen durch soziales Handeln
und manifestieren sich in formalen Gesetzen und informalen Regeln, die dauerhaft gültig
sind, auch wenn sie einzelfallbezogen beschlossen wurden. Sie sind angestrebte Produkte der
Politik und nicht von vornherein gegeben.

2.
Politikwissenschaft untersucht Verhalten, Entscheidungsprozesse und deren Hindernisse,
Ereignisse oder Entwicklungen, Strukturen und Organisationen, die dem Politischen
zugeordnet sind.

3.
Politikwissenschaft beschäftigt sich mit Strukturen und konstitutiven Normen des politischen
Systems, der Analyse von politischen Prozessen und der Planung, Durchführung und
Überprüfung konkreter Aufgaben. Um diesen Bereichen gerecht zu werden erfolgt eine
Dreiteilung des Politik Begriffs nach angelsächsischem Vorbild.
Polity beschreibt die politischen Strukturen und die Akteure, als auch Institutionen und
Organisationen in denen politisches Handeln stattfindet (Parlament, Regierung, Justiz).
Politics steht für politische Prozesse der Willensbildung (öffentliche Debatten),
Entscheidungen (Gesetzgebungsverfahren) und Umsetzung (Verwaltungsbestimmungen,
Überwachung, Sanktionen bei Fehlverhalten).
Policy bezieht sich auf politische Inhalte, insbesondere auf Inhalte in spezifischen
Politikfeldern (Außen-, Familien- und Umweltpolitik). Auch konkrete Aufgaben, Ziele und
Gestaltung politischer Programme werden darin berücksichtigt.

4.
Die vier Dimensionen des politischen Diagnoseinstrumentes sind Macht, Ideologie, Normen
und Kommunikationen.
Macht kann ausgeübt werden, um den eigenen Willen gegen Widerstand
durchzusetzen und Entscheidungen zu verhindern. Sie wird dort sichtbar, wo es gelingt die
Agenda des öffentlichen Interesses zu kontrollieren oder zu beeinflussen.
Ideologie wird auf zwei Ebenen betrachtet. Einerseits auf der Operationsebene, die
Ideologie als subjektiv wahrgenommen Wirklichkeit sieht, in der Akteure mit
unterschiedlichem Erfolg handeln, die aber nichts an der Objektiven Wirklichkeit ändert.
Andererseits auf der Perzeptionsebene, die eine verzerrt Wahrgenommen
Operationswirklichkeit darstellt (Thomas-Theorem).
Normen sind formelle oder informelle Regeln, die das Leben von Menschen
untereinander prägen, und Produkt der Politik.
Kommunikation bezieht sich auf Austausch und Interpretation von Informationen, die
unter anderem von Medien aller Art vermittelt werden können.