Está en la página 1de 42

llgemeine Einführung

Jeweils die ersten zwei Seiten der Erfolgsgesetze in
sechzehn Lektionen von Napoleon Hill. Diese sind
in 3 Bänden erhältlich:
Band I: Lektion 1 bis 5 - http://goo.gl/72VGyb
Band II: Lektion 6 bis 11 - http://goo.gl/NXyZWy
Band III: Lektion 12 bis 16 - http://goo.gl/R6FqXj

Einführung
„Wer sagt da, dass es nicht möglich sei?
Und welche großen Leistungen kann dieser Mensch vorweisen, die ihn
dazu befähigen würden, andere so unmissverständlich einzustufen?“
Napoleon Hill
Vor etwa dreißig Jahren kündigte ein junger Geistlicher
namens Gunsaulus in den Chicagoer Zeitungen an, dass er am
darauf folgenden Sonntag eine Predigt mit folgendem Titel
halten werde:
„Was ich tun würde, wenn ich eine Million Dollar hätte!“
Diese Annonce wurde auch von dem wohlhabenden Kühlhausbesitzer Philip D. Armour gelesen, der sich dazu entschloss, sich diese Predigt anzuhören. In seiner Predigt
beschrieb Dr. Gunsaulus eine vorbildliche Technikerschule, in
der junge Männer und Frauen lernen könnten, wie sie im
Leben Erfolg haben würden, indem sie die Fähigkeit des Denkens auf praktische, und nicht auf theoretische Weise vermittelt bekämen. Diese Fähigkeit würde ihnen durch das praktische Tun vermittelt.
„Wenn ich eine Million Dollar hätte“, sagte der junge Prediger,
„dann würde ich eine solche Schule ins Leben rufen.“
Nach der Predigt marschierte Mr. Armour den Mittelgang
zum Predigerpult vor, stellte sich vor und sagte: „Junger Mann,
ich glaube, dass Sie im Stande sind, das zu tun, was Sie soeben vorgetragen haben. Wenn Sie mich morgen in meinem Büro aufsuchen, werde ich
Ihnen die Million Dollar geben, die Sie brauchen.“
Für Leute, die praktische Pläne haben und das Kapitel umsetzen können, wird es immer genügend Kapital geben. Das war
der Beginn des Armour Institute of Technology (des späteren
„Illinois Institute of Technology“), einer der technischen Fachhochschulen der USA. Diese Schule entstammte der Vorstellungskraft eines jungen Mannes, der außerhalb der Gemeinde,
in der er predigte, niemals Gehör gefunden hätte, hätte es
nicht auch die Vorstellungskraft und das Kapital eines Philip
D. Armour gegeben.
Jede große Eisenbahnstrecke und jede große Finanzeinrichtung, jeder Großbetrieb und jede durchschlagende Erfindung
Einführung - 2 Bezugslink: http://goo.gl/72VGyb

Erfolgsgesetze in 16 Lektionen
fing als Vorstellung im Geist eines Menschen an.
F.W. Woolworth schuf die Fünf- und Zehn-Cent-Produktion
zunächst in seiner Vorstellung, bevor sie Realität wurde und
ihn zum Multimillionär machte.
Thomas A. Edison schuf seine Sprechmaschine und den Kinematographen sowie die Glühbirne und eine Vielzahl weiterer
nützlicher Erfindungen zunächst in seiner Vorstellung, bevor
sie Wirklichkeit wurden.
Während des großen Brands von Chicago standen hunderte
von Kaufleuten, deren Geschäfte und Läden in Feuer aufgingen, neben der Glut, an denen vorher ihre Betriebe standen
und betrauerten den Verlust. Viele entschlossen sich zum Wegzug, um in einer anderen Stadt neu anzufangen. Einer dieser
Geschädigten war Marshall Field, der in seiner Vorstellung das
weltgrößte Einzelhandelsgeschäft sah, und zwar an derselben
Stelle, an der sein vorheriger Laden seinen Standort hatte und
der nun zu einer Ruine verkohlt war. Dieses Geschäft wurde
Wirklichkeit.
Glücklich ist der junge Mann oder die junge Frau, welche
bereits in jungen Jahren die Vorstellungskraft zu nutzen lernt,
zumal heute, in dieser Zeit, die uns so viele Gelegenheiten bietet.
Die Vorstellungskraft ist eine Eigenschaft des Geistes, welche
durch praktische Nutzung gepflegt, trainiert und entwickelt
werden kann. Falls dem nicht so wäre, hätte der vorliegende
Kursus nie zustande kommen können, weil er zunächst in der
Vorstellung des Autors bestand und auf eine nebenbei fallen
gelassene Bemerkung des verstorbenen Andrew Carnegie
zurückgeht.
Unabhängig davon, wo Sie sich befinden, unabhängig davon,
wer Sie sind, unabhängig davon, welchem Beruf Sie nachgehen, bleibt immer noch Spielraum dafür, dass Sie sich noch
nützlicher machen können.
Dadurch werden Sie auch produktiver. Dies tun Sie, indem Sie
Ihre Vorstellungskraft ausbauen und entwickeln„Wer daran
glaubt, dass er es schafft, kann es auch schaffen“.
Napoleon Hill
Kostenlose Leseprobe

Erfolgsgesetze in 16 Lektionen
Sie haben jetzt einen Kursus über die grundlegenden Elemente des Lebenserfolgs vor sich.
Beim Erfolg geht es größtenteils darum, sein Selbst harmonisch an die sich ständig verändernden Lebensumstände anzupassen.
Die Harmonie beruht auf dem Verständnis der Kräfte, die
unsere Umwelt bilden; aus diesem Grunde ist dieser Kurs eine
Vorlage, der Sie auf dem Weg zum Erfolg folgen können, weil
sie Ihnen hilft, diese Umweltfaktoren zu interpretieren, zu verstehen und optimal zu nutzen.
Bevor Sie mit der Lektüre der einzelnen Lektionen beginnen,
sollten Sie einiges über die Entstehungsgeschichte dieses Kurses wissen. Sie sollten genau wissen, was Sie sich davon versprechen können, wenn Sie das Gelernte so lange einüben, bis
Sie die Gesetzmäßigkeiten verinnerlicht haben.
Sie sollten sowohl seine Grenzen als auch seine Möglichkeiten
kennen, wenn Sie Ihren Platz auf dieser Erde ausfüllen möchten.
Als Unterhaltungswerk wäre dieser Kurs ein schwacher
Abglanz der monatlich erscheinenden Glitzerstorys, die Sie
heutzutage an jedem Zeitschriftenstand erwerben können.
Dieser Kurs wurde für den Menschen geschaffen, der ernsthaft an seinem Weiterkommen interessiert ist, für den Menschen, der einen Teil seines Lebens dem Studium dessen widmet, was für den Lebenserfolg nötig ist.
Der Verfasser dieses Kursus hegt keinerlei Absichten, mit den
nur zur Unterhaltung schreibenden Autoren zu konkurrieren.
Bei der Vorbereitung dieses Kursus hat der Verfasser zwei
Ziele verfolgt, nämlich:
◦ Erstens, dem ernsthaft Interessierten dabei zu helfen, seine
Schwachstellen herauszufinden.
◦ Zweitens, ihm oder ihr zu helfen, einen soliden Plan für
die Überwindung dieser Schwachpunkte aufzustellen.

Lektion 1: Die Mastermind-Allianz - 10 Bezugslink: http://goo.gl/72VGyb

Lektion 1
Die Erfolgreichsten auf dieser Erde mussten zunächst einige
Unebenheiten in ihrer Persönlichkeit glätten, bevor sich das
Blatt in Richtung Erfolg wendete.
Die häufigsten dieser Punkte sind:








Intoleranz
Habgier
Neid
Misstrauen
Rachsucht
Egozentrik
Selbstgefälligkeit
Ernten wollen, ohne gesät zu haben
Mehr ausgeben als einnehmen.

Diese weitverbreiteten Feinde der Menschheit und viele mehr
werden in diesem Erfolgskurs so behandelt, dass sie ein
Mensch mit einer normal ausgebildeten Intelligenz mit relativ
geringem Aufwand meistern kann.
Die Erfolgsgesetze haben ihre Feuertaufe bereits bestanden,
die Experimentierphase ist vorüber. Diese Gesetze wurden
von einigen der pragmatischsten Denker dieser Generation
erprobt und bestätigt.
Dieser Kursus wurde anfänglich über einen Zeitraum von sieben Jahren vom Verfasser in jeder größeren US-amerikanischen Stadt und auch in vielen kleineren Orten als Vortragsstoff verwendet.
Bei diesen Auftritten hatte der Autor Assistenten im Publikum
sitzen, die ihm dabei helfen sollten, die Reaktionen der Besucher auszuwerten. Auf diese Weise erfuhr er viel über die Wirkung, welche diese Vorträge hatten. Als Ergebnis seiner Studien und Untersuchungen wurden hie und da textliche
Nachbesserungen vorgenommen.
Den ersten großen Sieg trug die hier behandelte Erfolgsphilosophie davon, als sie vom Autor bei 3000 Personen benutzt
wurde, welche sich auf den Vertreterberuf vorbereiteten. Die
meisten dieser Personen verfügten über keine vorherige Verkaufserfahrung.
Napoleon Hill
Kostenlose Leseprobe

Erfolgsgesetze in 16 Lektionen
Eine Nachbetrachtung durch den
Verfasser
Die sechs Gespenster sind ...





die Angst vor der Armut
die Angst vor dem Tod
die Angst vor schlechter Gesundheit
die Angst vor Liebesverlust
die Angst vor dem Altern
die Angst vor Kritik.

Jeder Mensch auf Erden hat vor irgendetwas Angst. Die meisten Ängste sind einem in die Wiege gelegt. In dieser Nachbetrachtung erfahren Sie von den sechs Grundängsten, die den
größten Schaden anrichten.
Sie müssen Ihre Ängste in den Griff bekommen, nur dann
können Sie im Leben Lohnenswertes erreichen. Finden Sie
heraus, von wie vielen dieser sechs Ängste Sie geplagt werden,
aber wichtiger noch, finden Sie heraus, wie Sie diesen Ängsten
beikommen!
Während Sie von diesen hässlichen Gesellen lesen, sollten Sie
sich selbst einer Analyse unterziehen und Ihren Erzfeind identifizieren.
Der Zweck dieser Abhandlung ist es, den Lesern dieses Kurses
bei der Verscheuchung dieser Todfeinde Hilfe zu leisten. Denken Sie daran, dass sich diese sechs Feinde hinter Ihnen befinden, dort, wo Sie sie nicht sehen können!
Jeder Mensch wird von einem oder mehreren dieser unsichtbaren Ängste heimgesucht. Der erste Schritt bei der Beseitigung
dieser Ängste besteht darin, herauszufinden, wo und auf welche Weise sie zu Ihnen gefunden haben.
Sie haben über zwei Vererbungsformen den Weg zu Ihnen
gefunden. Eine ist als physische Vererbung bekannt, diese
Form wurde eingehend von Darwin untersucht. Bei der anderen handelt sich um soziale Vererbung, über welche die
Ängste, abergläubischen Vorstellungen und Fehleinstellungen
von Menschen, die in früheren Zeiten lebten, von einer Generation zur nächsten weitergetragen wurden.
Nachbetrachung: Lektion 1 - 81 Bezugslink: http://goo.gl/72VGyb

Nachbetrachtung, Lektion 1
Dazu kommen von den Nutznießern einer schlechten
Gesundheit ausgehende Suggestionen.
Widmen wir uns zunächst der physischen Vererbung und ihrer
Rolle bei den sechs Grundängsten. Wenn wir zu den Anfängen
zurückgehen, stellen wir fest, dass die Natur eine grausame
Baumeisterin war. Von der niedrigsten Lebensform bis zur
höchsten hat es die Natur zugelassen, dass die stärkeren tierischen Lebensformen über die schwächeren herfallen.
Fische ernähren sich von Würmern und Insekten. Vögel
ernähren sich von Fischen. Höhere Formen des tierischen
Lebens jagen nach Vögeln oder nach ihresgleichen. Und der
Mensch macht Jagd auf alle niedrigeren tierischen Lebensformen und auch - nach dem Menschen selbst!
Die gesamte Evolutionsgeschichte ist eine ununterbrochene
Kette von Grausamkeiten und von der Zerstörung des Schwächeren durch den Stärkeren.
Kein Wunder, dass die schwächeren tierischen Lebensformen
gelernt haben, sich vor den Stärkeren in Acht zu nehmen. Das
Angstbewusstsein ist jedem lebenden Tier angeboren.
Der Angstinstinkt wurde uns also über physische Vererbung
„vermacht“. Sehen wir uns nun die soziale Vererbung an und
widmen wir uns der Frage, welche Rolle sie in unserer Innenwelt einnimmt. Unter „sozialer Vererbung“ verstehen wir hier
alles, was uns beigebracht wurde, alles, was wir durch Beobachtung und Erfahrung im Umgang mit anderen Lebewesen
lernen.
Lassen Sie jetzt - zumindest eine Zeit lang - sämtliche Vorurteile und festen Anschauungen beiseite, die Sie eventuell hinsichtlich Ihrer sechs Feinde haben.
Beginnen wir mit der ...
• Angst vor der Armut
Die Wahrheit über diesen Feind der Menschheit zu erzählen
erfordert Mut, und es bedarf sogar noch eines größeren Muts,
sich die Wahrheit anzuhören, nachdem sie erzählt wurde.
Die Angst vor der Armut erwächst aus der Gewohnheit des
Napoleon Hill
Kostenlose Leseprobe

Erfolgsgesetze in 16 Lektionen
Lektion 2: Ein zentrales Lebensziel
„Wenn Sie glauben, dass Sie es erreichen können,
können Sie es auch!“
Sie stehen nun am Anfang eines Kurses, der zum ersten Mal in
der Geschichte der Menschheit auf den bekannten Faktoren
aufbaut, welche von erfolgreichen Menschen schon immer
angewandt wurden und auch weiterhin angewandt werden
müssen.
Auf stilvolle Formulierungen kommt es in diesem Kursus
nicht an; solche Überlegungen wurden hintangestellt. Hier
geht es vielmehr um die Darstellung von Prinzipien und
Gesetzmäßigkeiten, und zwar dergestalt, dass sie von Personen
in den unterschiedlichen Gesellschaftsschichten umgesetzt
werden können.
Einige der hier beschriebenen Prinzipien werden den Lesern
bereits bekannt vorkommen. Von anderen hören Sie vielleicht
zum ersten Mal. Für sämtliche Lektionen gilt, dass der Wert
dieser Philosophie voll und ganz aus den gedanklichen Anregungen besteht, die die Leserin oder der Leser erfährt, und
nicht so sehr aus den eigentlichen Kurseinheiten.
Dieser Kursus ist somit als geistige Stimulanz zu verstehen, die
den Kursteilnehmer anregt, sein Bewusstsein auf ein klar
umrissenes Ziel hin auszurichten und auf diese Weise die
enorme Macht, welche von den meisten Menschen durch verkrampftes oder zielloses Denken vergeudet wird, effizient zu
nutzen.
Für den Erfolg ist Zweckgerichtetheit unabdingbar, unabhängig davon, was Sie im Einzelnen unter Erfolg oder Gelingen
verstehen mögen. Allerdings ist die Zweckgerichtetheit auch
eine Eigenschaft, die in vielen verwandten Bereichen ebenfalls
gedankliche Veränderungen mit sich zieht.
Der Verfasser hat weite Strecken zurückgelegt, um mit eigenen
Augen zu sehen, wie sich Jack Dempsey auf einen bevorstehenden Boxkampf vorbereitet.
Lektion 2: Ein zentrales Ziel - 90 Bezugslink: http://goo.gl/72VGyb

Lektion 2: Ein zentrales Ziel
Er konnte beobachten, dass sich der Boxer nicht nur auf eine
einzige Form des Trainings verließ, sondern eine Vielzahl verschiedener Übungen durchführte.
Der Sandsack half ihm bei bestimmten Muskeln und trainierte
auch sein Auge auf Schnelligkeit. Die Hanteln waren wieder
für das Training anderer Muskeln vorgesehen. Laufen half ihm
beim Aufbau der Bein- und Hüftmuskeln.
Eine gut ausgewogene Nahrung lieferte ihm die Materialien,
um einen Muskelaufbau ohne Fett zu erreichen. Ausreichender
Schlaf, Erholung und Entspannung waren ebenfalls nötig,
damit er Gewinnereigenschaften entwickeln konnte.
Der Kursteilnehmer wird nicht an einem Sieg im Ring, sondern an einem Sieg im Kampf des Lebens interessiert sein.
Auch hier gibt es eine Vielzahl von Faktoren zu beachten. Ein
gut organisierter, wachsamer und energetischer Geist ist die
Folge einer Reihe von Anreizen, welche allesamt in der vorliegenden Kurseinheit zur Sprache kommen.
Zur Erinnerung sei gesagt, dass der Geist ebenfalls eines
Spektrums an Übungen bedarf, so wie dies auch für den Körper gilt; nur so kann er systematisch entwickelt und gefördert
werden.
Pferde werden auf verschiedene Gangarten trainiert. Man lässt
sie über Hindernisse springen, wodurch sie durch Gewohnheit
und Wiederholung unterschiedliche Schrittarten entwickeln.
Auf ähnliche Weise wird auch das menschliche Bewusstsein
trainiert und geschult: es wird einer Reihe gedanklicher Anregungen ausgesetzt.
Bevor Sie in dieser Philosophie weit fortgeschritten sind, werden Sie bereits bemerken, dass Ihnen beim Lesen dieser Kurseinheiten diverse Gedanken durch den Kopf gehen, die sich
auf unterschiedliche Themen beziehen. Aus diesem Grunde
sollten Sie einen Notizblock und einen Schreibstift zur Hand
haben und die Gedanken oder „Ideen“, die Ihnen bei der Lektüre kommen, sofort schriftlich festhalten.
Auf diese Weise werden Sie über eine Ideensammlung verfügen, nachdem Sie diesen Kursus zwei- oder dreimal durchgearbeitet haben. Diese Ideen werden bereits ausreichen, um den
gesamten Lebensplan neu zu konzipieren.
Napoleon Hill
Kostenlose Leseprobe

Lektion 3: Selbstbewusstsein
„Wer will, der kann“
Bevor Sie sich den Grundprinzipien widmen, auf denen diese
Kurseinheit fußt, sollten Sie nochmals bedenken, dass dieser
Kursus praxisbezogen ist, dass er Ihnen Erkenntnisse vorlegt,
die das Ergebnis einer fünfundzwanzigjährigen Forschung sind
und von den führenden Wissenschaftlern der Welt, die jedes
einzelne Prinzip „auf den Prüfstand gestellt“ haben, für gut
befunden wurde!
Skepsis ist ein Todfeind des Fortschritts und der Selbstentfaltung.
Ein Skeptiker kann diesen Kursus ebenso gleich wieder ungelesen beiseitelegen und braucht sich nicht die Mühe zu
machen, weiterzulesen. Falls Sie von dem Vorurteil ausgehen,
dass dieser Kursus von einem realitätsfernen Theoretiker verfasst wurde, der die Grundlagen dieser Einheiten niemals
erprobt hat, täuschen Sie sich sehr und werden aus diesen Darstellungen nicht den Nutzen ziehen, den Sie ziehen könnten.
Der Skeptiker schneidet sich ins eigene Fleisch, denn wir leben
jetzt in einem Zeitalter, in dem mehr Naturgesetze entdeckt
und nutzbar gemacht wurden als in der gesamten Menschheitsgeschichte zuvor. Innerhalb von nur drei Jahrzehnten
haben wir die Lüfte erobert, wird haben die Meere erforscht,
wir haben die Entfernungen auf Erden verkürzt, den elektrischen Strom dazu benutzt, um die Räder der Industrie zu drehen und können jetzt sieben Grashalme wachsen lassen, wo
vorher nur ein einziger wuchs. Zwischen den Nationen der
Welt haben wir Kommunikationsmittel geschaffen. In der Tat
leben wir in einem Zeitalter der Entfaltung, und dennoch
bewegen wir uns nach wie vor an der Oberfläche des Wissens.
Sobald wir das Tor öffnen können, das zur geheimen Macht
im unserem Inneren führt, wird sich uns ein Wissen auftun,
das alle bisherigen Entdeckungen in den Schatten stellen wird.
Denken ist die am höchsten organisierte Form der Energie,
welche dem Menschen bekannt ist. Wir befinden uns jetzt in
einem Zeitalter des Experimentierens, Austestens und Forschens und werden daraus mit Sicherheit ein größeres Verständnis der rätselhaften Kräfte erlangen, die wir „Gedanken“
nennen.

Napoleon Hill - 153 Bezugslink: http://goo.gl/72VGyb

Erfolgsgesetze in 16 Lektionen
Bereits jetzt wissen wir genug über das menschliche Bewusstsein, um mit Fug und Recht sagen zu können, dass ein Mensch
mithilfe des Prinzips der Autosuggestion die akkumulierten
Auswirkungen der über Jahrtausende von Generation zu
Generation weitergetragenen Ängste abstreifen kann. Wir
haben bereits entdeckt, dass Angst der Hauptgrund für Armut
und Scheitern ist und sich in tausenderlei unterschiedlichen
Ausprägungen zeigt. Wir wissen bereits, dass der Mensch, der
die Angst im Schach halten kann, in praktisch jedem Bereich
unversagt voranschreiten kann, auch wenn sich ihm von vielen
Seiten Hindernisse in den Weg stellen.
Die Entwicklung des Selbstvertauens beginnt mit der Beseitigung des Dämonen, der den Namen „Angst“ trägt. Dieser
krallt sich auf den Schultern des Menschen fest und flüstert
ihm ins Ohr:
„Du kannst das nicht! Du wirst dich blamieren! Du fürchtest dich vor
dem, was die Leute sagen! Du hast Angst davor, dich zum Narren zu
machen! Du hast Angst vor dem Scheitern! Du traust es dir nicht zu!“
Die Wissenschaft hat eine Gemeinwaffe gegen diesen Dämon
entdeckt. Damit wird er ein für alle Mal in die Flucht geschlagen.
Diese Geheimwaffe, mit der Sie einen Erzfeind der Weiterentwicklung, die Angst, verscheuchen werden, wird Ihnen mit der
vorliegenden Lektion über das Selbstbewusstsein geliefert.

Die sechs Grundängste des Menschen:
Vor diesen Grundängsten ist kein Mensch gefeit. Unter jeder
einzelnen dieser Ängste ließen sich weitere Ängste aufführen,
die hier aufgeführten Grundängste sind jedoch die Hauptübel:
Es handelt sich um ...
a) die Angst vor Armut
b) die Angst vor dem Altern
c) die Angst vor Kritik
d) die Angst vor Liebesverlust durch eine bestimmte Person
e) die Angst vor Gesundheitsproblemen
f) die Angst vor dem Tode.

Napoleon Hill
Kostenlose Leseprobe

Lektion 4: Die Gewohnheit des Sparens
Der Mensch, der sich hoffnungslos verschuldet, wird unweigerlich von dieser Angst ergriffen, sein Ehrgeiz und sein
Selbstbewusstsein schwinden und er verheddert sich immer
mehr.
Es gibt zwei Arten von Schulden. Diese sind derart unterschiedlich, dass sie einer näheren Erläuterung bedürfen:
1. Schulden aufgrund der Anschaffung von Luxusgütern;
diese erweisen sich als Totalverlust.
2. Schulden im Rahmen einer beruflichen oder geschäftlichen
Tätigkeit; diese stehen für Dienstleistungen oder Waren,
die wieder in Vermögenswerte zurückverwandelt werden
können.
Die erste Art von Schulden ist absolut zu vermeiden. Die
zweite Art ist hinnehmbar, wenn der Mensch, der diese Schulden eingeht, mit Sachverstand vorgeht und das Ausmaß solcher Schulden in einem vertretbaren Rahmen hält. Sobald er
über diesen Rahmen hinausgeht, betritt er den Bereich der
Spekulation und dieser Bereich verschluckt mehr Opfer als es
Reichtümer schafft.
Praktisch jeder, der über seinen Verhältnissen lebt, ist versucht,
zu spekulieren, weil er hofft, dass er mit einem einzigen
Glückstreffer das Blatt zu seinen Gunsten wenden kann.
Das Glücksrad, mit dem er diesen Treffer erreichen wollte,
stoppt leider meist an der verkehrten Stelle und er verliert
nicht nur seinen Einsatz, sondern - schlimmer noch - den letzten Funken Ehrgeiz.
Es vergeht kaum ein Tag, an dem man nicht in den Zeitungen
lesen kann, dass jemand aufgrund einer übergroßen Schuldenlast den Freitod gewählt hat. Die Versklavung durch Schulden
führt jedes Jahr zu mehr Selbstmorden als alle anderen
Gründe zusammen genommen! Dies mag als Hinweis dafür
dienen, wie grausam die Angst vor Armut zu Werke geht.
Während des Kriegs befanden sich Millionen von Männern in
den Schützengräben; obwohl sie wussten, dass sie der Tod
jeden Augenblick einholen konnte, wichen sie nicht zurück.

Lektion 4 - Die Gewohnheit des Sparens - 189 Bezugslink: http://goo.gl/72VGyb

Lektion 4: Die Gewohnheit des Sparens
Dieselben Männer zeigen angesichts der Angst vor der Armut
nicht denselben Mut, sie schrecken zurück und lassen sich einschüchtern, was ihre Vernunft lähmt und häufig tragische Folgen hat.
Der schuldenfreie Mensch kann die Armut in die Flucht schlagen und außergewöhnliche finanzielle Erfolge erringen,
solange er verschuldet ist, sind solche Erfolge in weiter Ferne
oder völlig undenkbar.
Sie sind wie ein menschlicher Magnet,
der ständig andere Menschen anzieht,
deren Charakter mit dem Ihren harmonisiert.

Die Angst vor der Armut ist ein destruktiver Geisteszustand.
Dazu kommt, dass ein negativer Geisteszustand die Tendenz
hat, ähnliche Geisteszustände anzuziehen. So kann die Angst
vor Armut zum Beispiel die Angst vor schlechter Gesundheit
anziehen und diese beiden Ängste ziehen dann die Angst vor
dem Alter an. Die Folge ist, dass das Opfer arm ist, gesundheitliche Probleme hat und vorzeitig altert.
Millionen von Gräbern wurden vorzeitig geschaufelt, weil der
grausame Geisteszustand, der als Angst vor der Armut
bekannt ist, sein Unheil angerichtet hat.
Vor etwa zehn Jahren hatte ein junger Mann einen verantwortungsvollen Posten bei der City National Bank in New York
inne. Er lebte über seine Verhältnisse und verschuldete sich
mit der Zeit derart, dass er einen großen Schuldenberg
anhäufte. Dies führte zu Sorgen, sodass sich diese schädliche
Gewohnheit auch in seiner Arbeit bemerkbar machte. Er
wurde gekündigt.
Er konnte sich eine neue, weniger gut bezahlte Stelle besorgen,
seine Gläubiger stellten ihn jedoch bloß, sodass er von sich aus
kündigte und in eine andere Stadt zog, wo er „untertauchen“
wollte, bis er genügend Geld beisamen habe, um seine Schulden begleichen zu können. Doch Gläubiger sind beim Aufspüren von Schuldnern bisweilen sehr findig.
Napoleon Hill
Kostenlose Leseprobe

Lektion 5: Eigeninitiative und
Führungsqualitäten
Wenn Sie nicht wissen,
was Sie tun sollen oder wie es weiter geht lächeln Sie!
Das wird Sie etwas entspannen!
Bevor Sie sich dieser Kurseinheit widmen, gestatten Sie mir
bitte nochmals den Hinweis, dass die einzelnen Lektionen
zusammenhängen.
Sie werden feststellen, dass die gesamten sechzehn Einheiten
so aufeinander aufbauen und ineinandergreifen, dass Sie ein
harmonisches Ganzes bilden und die Faktoren, welche auf
dem Wege eines organisierten Krafteinsatzes zur Herausbildung von Macht führen, Punkt für Punkt aufzählen.
Sie werden ebenfalls bemerken, dass jeder einzelnen Kurseinheit die grundlegenden Prinzipien der angewandten Psychologie zugrunde liegen, auch wenn in jeder Einheit jeweils unterschiedliche Anwendungen dieser Prinzipien aufgezeigt werden.
Die vorliegende Einheit über Eigeninitiative und Führungsqualitäten baut auf der Lektion über Selbstbewusstsein auf.
Der Grund ist schlichtweg, dass jemand nur dann eine Führungskraft werden oder Eigeninitiative entwickeln kann, wenn
er auch an sich glaubt.
Eigeninitiative und Führungsqualitäten verstehen sich in der
vorliegenden Kurseinheit als zusammenhängender Begriff, da
Führungseigenschaften eine Erfolgsvoraussetzung bilden und
da Eigeninitiative das Fundament darstellt, auf dem die notwendigen Führungseigenschaften aufbauen.
Für den Erfolg ist Eigeninitiative so unerlässlich wie eine Nabe
für ein Speichenrad.
Und was ist Eigeninitiative?
Sie ist eine äußerst seltene Eigenschaft, die nicht nur der Auslöser dafür ist, dass ein Mensch tätig wird, sondern ihn förmlich dazu drängt - ohne dass man ihm dies anschaffen müsste!

Napoleon Hill - 227 Bezugslink: http://goo.gl/72VGyb

Erfolgsgesetze in 16 Lektionen
Ich tat genau das, was ich im Folgenden auch Ihnen anraten
werde. Zunächst machte ich die Aufnahme dieses Kapitals zu
meinem zentralen Ziel. Als Zweites arbeitete ich einen vollständigen Plan aus, über den ich dieses Ziel verwirklichen
würde. Gestärkt durch genügend Selbstbewusstsein widmete
ich mich der Eigeninitiative, ich machte mich an die praktische
Verwirklichung meines Plans. Bevor es zur „Tat“ kam, habe
ich jedoch sechs Wochen damit verbracht, mich gedanklich mit
diesem Vorhaben zu beschäftigen. Damit ein Plan auf einem
soliden Fundament steht, müssen seine Bestandteile sorgfältig
ausgewählt werden.
Hier kommt das Prinzip des organisierten Krafteinsatzes ins
Spiel. Über dieses Prinzip kann man mehrere Interessen so
bündeln, dass jede einzelne dieser Interessen nachhaltig
gestärkt wird und sie sich gegenseitig unterstützen, so wie ein
Kettenglied die anderen Glieder unterstützt.
Ich wollte diese $ 25.000,--, um damit eine Schule für Werbung
und Verkauf zu gründen. Dazu war zweierlei nötig. Zum einen
das fehlende Startkapital von $ 25.000,-- und zum anderen das
Lehrmaterial, welches ich sehr wohl hatte.
Meine Aufgabe bestand nun darin, mich mit einer Gruppe von
Männern zu verbünden, die das, was ich hatte, benötigten und
die mir ihrerseits die $ 25.000,-- gaben. Dieses Bündnis sollte
über einen Plan zustande kommen, der allen Beteiligten Nutzen bringen müsste.
Nachdem mein Plan ausgearbeitet war und er mir tragfähig
und umsetzbar erschien, legte ich ihn dem Eigentümer einer
gut bekannten und renommierten Wirtschaftsschule vor, die
gerade zu diesem Zeitpunkt arg mit dem Wettbewerb zu
kämpfen hatte und einen solchen Plan gut gebrauchen konnte.
Ich legte den Plan etwa mit folgenden Worten vor:
„Sie besitzen eine der anerkanntesten Facheinrichtungen in dieser Stadt
und Sie brauchen einen Plan, um der harten Konkurrenz zu begegnen.
Sie verfügen auch über einen ausgezeichneten Ruf. Ich habe hier einen
Plan, wie Sie diese Aufgabe meistern. Verbünden wir uns also über einen
Plan, der Ihnen das gibt, was Sie benötigen und mir gibt, was ich benötige“.
Dann führte ich meinen Plan weiter aus:
Napoleon Hill
Kostenlose Leseprobe

Lektion 6: Vorstellungsvermögen
Wer über seinen Nächsten herzieht,
gibt unwissentlich preis, wie es in ihm selbst aussieht.
Vorstellungsgabe, Vorstellungskraft, Vorstellungsvermögen,
Imaginationskraft, Fantasiereichtum - der Begriff ist unwesentlich (und wird aus stilistischen Gründen hier abwechselnd
gebraucht), worauf es ankommt, ist, was damit gemeint ist:
Das Vorstellungsvermögen ist die Werkstatt des menschlichen
Bewusstseins. Dort werden alte Ideen und Fakten zusammengebaut und einer neuen Verwendung geführt. Ein Lexikon liefert folgende Definition:
„Die Gabe des konstruktiven Intellekts, Wissen oder Gedanken in
Form neuer, origineller und rationeller Systeme zusammenzufügen, die
konstruktive oder schöpferische Fähigkeit, die Bilderkraft des Bewusstseins, die Ausgestaltung geistiger Bilder oder die geistige Darstellung von
Gegenständen oder Ideen, insbesondere sinnlich wahrgenommener
Objekte; auch die Wiedergabe und Kombination dieser geistigen Bilder
oder Ideen bzw. neu aufgerufenen Fakten mit mehr oder weniger irrationalen oder abnormalen Veränderungen“.
Das Vorstellungsvermögen wurde als die Schöpferkraft der
Seele bezeichnet. Dies klingt jedoch etwas abstrakt und geht
tiefer als für die Zwecke dieses Kurses erforderlich, da wir uns
in diesem Teil darauf beschränken wollen, wie diese Gabe für
die Erreichung materieller Ziele eingesetzt werden kann.
Sofern Sie die vorher gehende Lektion gründlich verstanden
haben und beherrschen, wissen Sie jetzt, dass sich das Rohmaterial, aus dem Sie Ihr zentrales Ziel zusammenstellten und
kombinierten, in Ihrer Vorstellung befindet.
Sie wissen auch, dass Selbstbewusstsein sowie Eigeninitiative
und Führungsqualitäten ebenfalls zunächst in Ihrer Vorstellung geschaffen werden müssen, bevor sie Wirklichkeit werden
können, denn in der Werkstatt Ihrer Vorstellung wird das Prinzip der Autosuggestion eingesetzt, damit es die notwendigen
Eigenschaften erschaffe.
Die vorliegende Lektion über das Vorstellungsvermögen
könnten wir auch als den „Dreh- und Angelpunkt“ dieser Lektionen bezeichnen, denn jede einzelne Kurseinheit führt wieder zu diesem Kurs zurück und dreht sich um dieses Prinzip.
Band II - 272 Bezugslink: http://goo.gl/NXyZWy

Erfolgsgesetze in 16 Lektionen
Sie werden nur dann ein zentrales Lebensziel haben,
Sie werden nur dann Selbstbewusstsein besitzen,
Sie werden nur dann mit Eigeninitiative und Führungsqualitäten gesegnet sein,
wenn Sie entwickeln diese Eigenschaften zuerst in Ihrer Vorstellung und sehen sich bereits in Besitz dieser Qualitäten
sehen.
So wie der Eichbaum aus einem Keim in der Eichel wächst
und sich der Vogel aus einem Keim im Ei entwickelt, werden
auch Ihre Ergebnisse im materiellen Bereich aus den geordneten Plänen erwachsen, die Sie in Ihrer Vorstellung ausarbeiten.
Zuerst kommt das Denken.
Dann werden die Gedanken in Form von Ideen und Plänen geordnet.
Als Nächstes werden diese Pläne in Realität umgesetzt.
Am Anfang steht also die geistige Vorstellung.
Die Vorstellung ist sowohl interpretativ wie auch kreativ: Sie
kann Fakten, Konzepte und Ideen prüfen und sie kann daraus
neue Kombinationen und Pläne erstellen.
Aufgrund seiner interpretativen Fähigkeit besitzt das Vorstellungsvermögen ein etwas, das ihm normalerweise nicht zugeschrieben wird, nämlich die Macht, von außen kommende
Schwingungen und Gedankenwellen zu registrieren, so wie ein
Rundfunkgerät Schallwellen aufnimmt. Das Prinzip, über das
diese interpretative Fähigkeit des Vorstellungsvermögens funktioniert, ist die Telepathie, also die Kommunikation zwischen
Bewusstseinen über kurze oder lange Strecken hinweg, ohne
die Zuhilfenahme physischer oder mechanischer Geräte, so
wie in der Einführungslektion zu diesem Kursus erläutert
(Seite 176).
Für den Kursteilnehmer, der sich auf eine möglichst effiziente
Nutzung seiner Vorstellungsgabe vorbereiten will, spielt die
Telepathie insofern eine große Rolle, als es ja die telepathische
Fähigkeit des Vorstellungsvermögens ist, welche ständig die
unterschiedlichsten Wellen und Schwingungen aufnimmt.
Napoleon Hill
Kostenlose Leseprobe

Erfolgsgesetze in 16 Lektionen
Lektion 7: Begeisterung
Zum Wertvollsten,
was sich der Mensch aneignen kann,
gehört die Kunst,
das Wissen und die Erfahrung anderer zu nutzen.
Begeisterung ist ein Geisteszustand, der uns inspiriert und zur
Tat anspornt.
Die Begeisterung vermag jedoch noch viel mehr: sie ist ansteckend und wirkt sich nicht nur auf den Begeisterten, sondern
auch auf alle anderen, die mit ihm in Kontakt kommen, aus.
Die Begeisterung ist für den Menschen das, was Dampf für
eine Lokomotive ist - sie ist die wichtigste Antriebskraft. Die
großen Führungspersönlichkeiten wissen, wie sie Begeisterung
entfachen. Im Verkäuferberuf ist die Begeisterung der wichtigste Faktor. Dasselbe gilt für öffentliche Auftritte.
Falls Sie den Unterschied zwischen einem begeisterten und
einem nicht begeisterten Menschen sehen wollen, brauchen Sie
nur den legendären Prediger Billy Sunday mit einem anderen
seiner Zunftkollegen zu vergleichen.
Die schönste Predigt fällt auf taube Ohren, wenn sie langweilig
und monoton vorgetragen wird.
Wie sich die Begeisterung auf Sie auswirkt
Bringen Sie Begeisterung in Ihre Arbeit ein und Sie vertreiben
Trott und Routine!
Die Begeisterung wird Ihren ganzen Körper so durchdringen,
dass Sie mit wesentlich weniger Schlaf auskommen, und dennoch das Zwei- oder Dreifache erledigen können.
Jahrelang habe ich nachts geschrieben. Eines Nachts, während
ich begeistert mit meiner Schreibmaschine zugange war, sah
ich zum Fenster hinaus, blickte auf den Metropolitan Tower in
New York City und bemerkte in diesem Turm eine höchst
merkwürdige Spiegelung des Mondes. Es war eine silbergraue
Schattierung, die ich noch nie vorher gesehen hatte.
Napoleon Hill - Band II - 332 Bezugslink: http://goo.gl/NXyZWy

Lektion 7: Begeisterung
Ich blickte genauer hin und stellte fest, dass es die Spiegelung
der aufgehenden Sonne, und nicht des Mondes, war. Ich hatte
die ganze Nacht durchgearbeitet und war so vertieft in mein
Schreiben gewesen, dass ich nicht gemerkt hatte, wie die Stunden verstrichen. Auch den darauffolgenden Tag und die
nächste Nacht arbeitete ich bis auf kurze Essenspausen wieder
durch.
Zwei Nächte und ein ganzer Tag ohne Schlaf und mit nur
wenig Essen - und dennoch spürte ich nicht die geringste
Müdigkeit. Wenn ich nicht begeistert bei der Sache gewesen
wäre, hätte mein Körper dies nie durchgestanden!
Die Begeisterung ist eine Lebenskraft, die auch Sie nutzen
können. Ohne sie würden Sie einer Elektrobatterie ohne elektrischen Strom gleichen.
Die Begeisterung ist die Lebenskraft, die Ihren Körper neu
auflädt und Sie zu einer dynamischen Persönlichkeit macht.
Einige Menschen haben das Glück, mit einer natürlichen
Begeisterung ausgestattet zu sein - andere müssen sie sich erst
aneignen.
Der „Aufladevorgang“ ist einfach: Er beginnt damit, dass Sie
die Arbeit verrichten oder die Leistung erbringen, die Ihnen
am besten zusagt! Sollten Sie sich derzeit in einer Situation
befinden, in der Sie nicht die Arbeit verrichten, die Ihnen am
meisten gefällt, sollten Sie sich als zentrales Ziel wählen, in
absehbarer Zeit in den Beruf Ihrer Wahl überzuwechseln.
Kapitalmangel oder andere Umstände, auf die Sie keinen
unmittelbaren Einfluss haben, zwingen Sie vielleicht, vorerst in
einem Beruf zu verbleiben, der Ihnen nicht zusagt, niemand
aber kann Sie davon abhalten, in Ihrem Bewusstsein ein zentrales Lebensziel festzuhalten und sich Ihr Idealleben vorzustellen.
Es kann Sie ebenfalls niemand davon abhalten, Pläne auszuarbeiten, um dieses Ziel zu erreichen oder Begeisterung in Ihre
Pläne einzubringen.
Das Glück, das Endziel der menschlichen Bemühungen, ist ein
seelischer Zustand, der sich nur über die Hoffnung auf künftiges Erleben erreichen lässt.
Napoleon Hill
Kostenlose Leseprobe

Erfolgsgesetze in 16 Lektionen
Die sieben todbringenden Reiter
Eine Nachbetrachtung des Verfassers

Die sieben todbringenden Reiter heißen ...






Intoleranz
Habgier
Rachsucht
Selbstsucht
Misstrauen
Eifersucht und
?

Der schlimmste Feind, den ein Mann haben kann, befindet
sich direkt auf seinen Schultern.
Wenn Sie sich so sehen könnten, wie andere Sie sehen, könnten Sie Ihre Feinde entdecken und verjagen. Die sieben hier
genannten Feinde halten Millionen von Männern und Frauen
fest im Griff und bezwingen sie, aber sie werden niemals aufgespürt.
Gehen Sie ehrlich mit sich ins Gericht und finden Sie heraus,
welche dieser tödlichen Sieben auch Ihr Denken durchstreifen.
Von der Wiege bis zur Bahre muss sich jeder Mensch diesen
Feinden stellen.
Ihr Erfolg wird zu einem nicht unwesentlichen Teil davon
abhängen, ob Sie die Schlacht gegen diese sieben Gesellen
gewinnen.
Die Reihenfolge der obigen Aufzählung ist nicht zufällig. An
erster Stelle steht der gefährlichste Feind, die Intoleranz. Dieser Feind hat unzählig viele Menschen auf dem Gewissen, er
hat Armut und Leid gebracht und mehr Freundschaften zerstört als jeder andere.
Solange Sie die Intoleranz nicht bezwungen haben, können Sie
kein klarer Denker werden! Dieser Feind der Menschheit führt
zu verbohrten Haltungen und schiebt Vernunft und Logik
unbarmherzig zur Seite. Fakten spielen für ihn keine Rolle

Nachbetrachung - Lektion 7 - 363 Bezugslink: http://goo.gl/NXyZWy

Nachbetrachtung, Lektion 7
Falls Sie sich zum Beispiel dabei ertappen, dass Sie Andersgläubige ablehnen, können Sie sicher sein, dass dieser Feind
Ihr Hausgast ist.
Als Nächstes kommen Rachsucht und Habgier.
Dieses Gespann reitet Seite an Seite. Wo der eine ist, ist der
andere nicht weit. Die Gier verdreht einem Mann den Kopf,
sodass er am liebsten einen Zaun um die Erde errichten will,
damit niemand mehr herein kann.
Dieser Feind treibt den Menschen an, immer mehr anzuhäufen, auch wenn er bereits mehr besitzt, als er je brauchen kann.
Dieser Feind treibt ihn dazu, den letzten Tropfen Blut aus seinen Mitmenschen herauszupressen.
Und die Rachsucht, die an seiner Seite reitet, sorgt dafür, dass
sich der so verblendete Mensch nicht damit zufriedengibt, dem
Mitmenschen seinen irdischen Besitz zu rauben - nein, er will
auch noch seinen Ruf schädigen.
Wenn Sie wissen wollen, wie tödlich Neid und Habgier sind,
studieren Sie die Geschichte jedes Mannes, der sich anschickte,
Herrscher dieser Welt zu werden.
Falls Sie eine so eingehende Untersuchung nicht vornehmen
wollen, studieren Sie die Leute in Ihrem Umkreis. Sehen Sie
sich jene an, die sich auf Kosten anderer vorwärtsboxen wollen. Habgier und Rachsucht stehen an den Weggabelungen des
Lebens, wo sie jeden Menschen, der den Weg zu Erfolg einschlagen will, auf die Straße des Misserfolgs und der Armut
umlenken.
Lassen Sie sich von diesen Wegelagerern nicht in die Irre lenken!
Sowohl Einzelpersonen wie auch Völker gehen rapide dem
Verfall entgegen, wenn sie sich von Habgier und Neid beherrschen lassen. Sehen Sie sich Mexiko und Spanien an, wenn Sie
wissen wollen, was den Neiderfüllten und Habgierigen
geschieht.
Aber vor allem, werfen Sie einen Blick auf sich selbst und stellen Sie sicher, dass diese zwei Todfeinde nicht auch bei Ihnen
ihr Unwesen treiben!
Napoleon Hill
Kostenlose Leseprobe

Erfolgsgesetze in 16 Lektionen
Lektion 8: Selbstbeherrschung
Große Ziele erreicht nur,
wer bereit ist, persönliche Opfer zu bringen.
In der vorhergehenden Lektion haben Sie vom Wert der
Begeisterung erfahren.
Sie haben auch erfahren, wie Sie Begeisterung erzeugen und
wie Sie mithilfe des Suggestionsprinzips andere damit anstecken.
Wir kommen jetzt zum Studium der Selbstbeherrschung, über
welche Sie Ihre Begeisterung in konstruktive Bahnen lenken.
Ohne Selbstbeherrschung gleicht die Begeisterung dem ungenutzten Blitz eines elektrischen Sturms - er kann an jeder
beliebigen Stelle einschlagen, er kann Leben und Besitz zerstören.
Die Begeisterung ist die vitale Eigenschaft, die Sie zur Tat
drängt, die Selbstbeherrschung ist hierbei das Ausgleichsrad,
das Ihre Tat so lenkt, dass sie aufbauend und nicht zerstörerisch wirkt.
Ein Mensch kann nur dann ausgeglichen sein, wenn er die
Begeisterung mit der Selbstbeherrschung ausgleicht. Eine
Untersuchung, die ich an 16.000 erwachsenen Gefängnisinsassen angestellt habe, ergab die überraschende Tatsache, dass
sich zweiundneunzig Prozent dieser unglücklichen Männer
und Frauen deshalb hinter Schloss und Riegel befinden, weil es
ihnen an der gebotenen Selbstbeherrschung mangelte, um ihre
Energien in konstruktive Bahnen zu lenken.
Lesen Sie den vorher gehenden Absatz bitte nochmals; das
sind knallharte Fakten!
Es ist Fakt, dass die meisten menschlichen Sorgen auf eine
fehlende Selbstbeherrschung zurückzuführen ist. Die christliche Bibel ist voll von Ermahnungen zur Selbstbeherrschung.
Dieses Buch schlägt sogar vor, seine Feinde zu lieben und
denen zu verzeihen, die uns Unrecht angetan haben.
Napleon Hill - 368 Bezugslink: http://goo.gl/NXyZWy

Lektion 8: Selbstbeherrschung
Das Gesetz der Widerstandslosigkeit zieht sich wie ein roter
Faden durch die Bibel.
Studieren Sie die Lebensgeschichten derer, die wir als die Großen der Welt bezeichnen, und Sie werden feststellen, dass jeder
Einzelne von ihnen diese Eigenschaft besaß:
Die Selbstbeherrschung!
Nehmen wir zum Beispiel einen Abraham Lincoln. In den
Stunden, in denen er den größten Prüfungen ausgesetzt war,
übte er Geduld, Ausgeglichenheit und Selbstbeherrschung.
Das waren die Eigenschaften, die ihn zu einem herausragenden Mann machten. Aus den Reihen seines eigenen Kabinetts
brachte man ihm ein unloyales Verhalten entgegen, aber Lincoln übte sich in Selbstbeherrschung und sah über diese persönlichen Zwistigkeiten hinweg.
Wie viele Menschen kennen Sie, die zu einer solchen Selbstbeherrschung imstande sind?
In einer keineswegs zimperlichen Sprache, die an Deutlichkeit
nicht zu überbieten ist, predigte Billy Sunday von der Kanzel:
„Es ist etwas faul mit dem Menschen, der immer nur versucht, seinen
Mitmenschen eins auszuwischen!“
Im Rahmen dieses Erfolgskurses wird die Selbstbeherrschung
nicht so sehr deshalb zu einem wichtigen Faktor, als ihre
Nichtausübung den betreffenden Opfern Leid und Schwierigkeiten verursacht, sondern weil der unbeherrschte Mensch an
Macht einbüßt, die er auf dem Weg zum Erreichen eines zentralen Ziels dringend benötigt.
Wenn Sie es unterlassen, Selbstbeherrschung zu üben, schaden
Sie vielleicht anderen, Sie schaden aber mit Sicherheit sich
selbst!
In der Anfangszeit meiner öffentlichen Auftritte entdeckte ich,
welche Verwüstung ein Mangel an Selbstbeherrschung anzurichten imstande ist und diese Entdeckung zeigte sich im Rahmen einer ziemlich alltäglichen Begebenheit.
Diese Entdeckung lehrte mich eine der wichtigsten Lektionen,
die ich je gelernt habe. Es verhielt sich folgendermaßen:
Napoleon Hill
Kostenlose Leseprobe

Lektion 9: Unverlangte Extraleistungen
Es gibt zehn Schwächen, gegen die wir uns zu schützen haben:
Eine davon ist die
Gewohnheit, zu ernten, bevor wir gesät haben.
Die anderen neun verbergen sich hinter der Unsitte,
Ausreden zu erfinden, um unsere Fehler zu vertuschen.
Auf den ersten Blick mag es wie eine Abschweifung vom
Thema dieses Kurses erscheinen, wenn wir diese Lektion mit
einer Behandlung der Liebe beginnen, aber wenn Sie Ihr Urteil
vorerst aufschieben wollen, bis Sie diese Lektion durchgearbeitet haben, werden Sie bereitwillig zustimmen, dass ein Überspringen des Themas Liebe den Wert dieser Kurseinheit
schmälern würde.
Das Wort „Liebe“ wird hier in einer allesumfassenden Bedeutung gebraucht.
Es gibt viele Dinge, Motive und Menschen, die die Liebe auslösen. Es gibt Arbeiten, die wir nicht mögen, eine andere
gefällt uns mehr oder weniger und wieder eine andere lieben
wir!
Große Künstler zum Beispiel lieben ihre Arbeit meist. Der
Tagelöhner liebt seine Arbeit nicht nur nicht, er hasst sie vielmals sogar.
Eine Arbeit, die wir nur als Broterwerb betrachten, tun wir nur
selten gerne. Sie wird oft ungern getan oder gar gehasst.
Wenn der Mensch mit einer Arbeit beschäftigt ist, die er gerne
tut, kann er unglaublich viele Stunden damit verbringen, ohne
zu ermüden. Eine ungeliebte oder verhasste Arbeit führt
jedoch rasch zur Ermüdung.
Die Ausdauer des Menschen hängt deshalb in einem hohen
Maße davon ab, ob der seine Arbeit gerne oder ungerne verrichtet oder ob er sie sogar liebt.
Wir legen hier den Grundstein für eines der wichtigsten
Gesetze der Philosophie, nämlich:

Band II - 411 Bezugslink: http://goo.gl/NXyZWy

Erfolgsgesetze in 16 Lektionen

Wir haben nicht gelernt, was das Gesetz der Vergeltung ist,
aber wir haben gelernt, wie es wirkt und was es für uns tut.
Aus diesem Grunde liegt es a uns selbst, dieses großartige
Prinzip intelligent zu nutzen.
Fragen Sie einen Weisen,
was er mehr als alles andere wünscht,
und er wird Ihnen sagen,
dass er „mehr Weisheit“ wünscht.

In der nächsten Lektion erfahren Sie weitere Gesetze, die auf
vollkommene Art und Weise mit der hier dargestellten
Erfolgsvoraussetzung der Selbstbeherrschung harmonisieren.
Gerade wenn Sie in dieser Lebensphilosophie noch Neuling
sind, wird es Ihnen ein Höchstmaß an Selbstbeherrschung
abverlangen, das größte Gesetz der nächsten Lektion anzuwenden. Hierbei geht es um Extraleistungen - darum, mehr zu
tun, als nur das, wofür Sie bezahlt werden.
Die eigene Erfahrung wird Ihnen jedoch sehr bald zeigen, dass
der Aufwand für die Entwicklung dieser Selbstbeherrschung
mehr als gerechtfertigt ist, da die positiven Ergebnisse dieser
Disziplin nicht ausbleiben können.

Napoleon Hill
Kostenlose Leseprobe

Erfolgsgesetze in 16 Lektionen
Lektion 10: Ein sympathisches Wesen
Wenn Sie es versucht haben
und Niederlagen hinnehmen mussten;
wenn Sie Pläne geschmiedet haben und zusehen mussten,
wie sie vor Ihren Augen zunichte gemacht wurden,
dann denken Sie daran,
dass die größten Persönlichkeiten in der Geschichte
der Menschheit kühn waren
und dass Kühnheit und Unverzagtheit
in der Wiege der Widrigkeiten geboren werden.
Was ist eine anziehende Persönlichkeit?
Die Antwort lautet natürlich: Eine Persönlichkeit, die anzieht.
Aber warum ist ein Mensch attraktiv, wieso zieht er andere an?
Dies wollen wir hier herausfinden.
Ihre Persönlichkeit ist die Gesamtsumme Ihrer Eigenschaften
und Ihres Auftretens, welche Sie von anderen unterscheiden.
Die Kleidung, die Sie tragen, Ihre Gesichtszüge, Ihre Tonart,
Ihre Gedanken, der Charakter, den Sie aufgrund Ihrer Gedanken entwickelt haben, all das ist Teil Ihrer Persönlichkeit.
Ob Ihre Persönlichkeit anziehend ist oder nicht, ist eine andere
Sache.
Mit Abstand der wichtigste Teil Ihrer Persönlichkeit ist der,
der durch Ihren Charakter zum Ausdruck gebracht wird. Es ist
also ein unsichtbarer Bereich.
Ihre Kleidung und sonstigen äußeren Merkmale stellen jedoch
insofern ebenfalls einen wichtigen Teil dar, als sich die Leute
aufgrund Ihrer äußeren Erscheinung einen ersten Eindruck
verschaffen.
Sogar Ihr Handschlag spielt bei Ihrer Persönlichkeit eine wichtige Rolle und kann auf andere Menschen anziehend oder
abstoßend wirken. Diese Kunst lässt sich erlernen.
Ihr Blick ist ebenfalls wichtig, denn es gibt nicht wenige Menschen, die durch Ihre Augen in Ihre Seele blicken und Ihre
geheimsten Gedanken lesen können
Band II - 448 Bezugslink: http://goo.gl/NXyZWy

Lektion 10: Ein sympathisches Wesen
Ein weiterer wichtiger Bereich ist die Vitalität Ihres Körpers manchmal auch „persönlicher Magnetismus“ genannt.
Wir wollen diese äußeren Faktoren nun so anordnen, dass sie
anziehend und nicht abstoßend wirken. Es gibt eine Art und
Weise, in der Sie die Gesamtheit Ihrer Persönlichkeit zum Ausdruck bringen, die immer anziehend wirkt, selbst dann, wenn
Ihre körperliche Erscheinung nicht dem gängigen Schönheitsideal entspricht. Hierzu ...
nehmen Sie ehrlich Anteil an den Interessen Ihrer Mitmenschen!
Ich darf Ihnen dies anhand eines Vorfalls schildern, der einige
Jahre zurück liegt. Dieser hat mir eine praktische Verkäuferschulung beschert.
Eines Tages kam eine ältere Dame in mein Vorzimmer, legte
ihre Karte vor und bestand darauf, dass sie mich persönlich
sehen müsse. Meine Sekretärinnen konnten sie nicht dazu
bewegen, den Grund für ihren Besuch zu verraten.
Ich dachte mir deshalb, dass sie eine arme Frau sei, die mir ein
Buch verkaufen wolle und so erbarmte ich mich ihrer und
machte mich auf den Weg zum Besprechungszimmer, um ihr
das Buch abzukaufen, egal, worum es sich hierbei handeln
sollte.
Achten Sie nun bitte sorgfältig auf jedes Detail, denn auch Sie
können jetzt aus dieser Begebenheit eine wertvolle Lektion lernen.
Ich verlies also mein Privatbüro und ging das Treppenhaus
hinunter. Dort stand die besagte Dame am Geländer, das zum
Besprechungszimmer führte und lächelte mich an.
Ich habe schon viele Leute lächeln sehen, aber so süß wie
diese Dame hatte mich noch nie jemand angelächelt. Ihr
Lächeln war ansteckend. Ich konnte mich dagegen nicht wehren und lächelte zurück.
Als ich das Geländer erreichte, streckte mir die ältere Dame
ihre Hand entgegen.

Napoleon Hill
Kostenlose Leseprobe

Erfolgsgesetze in 16 Lektionen
Lektion 11: Geistige Klarheit
Diese Lektion ist gleichzeitig die wichtigste und interessanteste, aber auch die schwierigste aus dieser Kursreihe.
Wichtig ist sie deshalb, weil sie ein Prinzip behandelt, das sich
durch den gesamten Kursus zieht. Aus demselben Grunde ist
sie auch interessant. Und schwierig darzustellen ist sie, weil sie
die meisten Kursteilnehmer über die Grenzlinie der normalen
Erfahrungen hinaus in einen Gedankenbereich hinein begleiten dürfte, der ihnen üblicherweise fremd ist.
Gehen Sie deshalb unvoreingenommen und aufgeschlossen an
diese Lektion heran; andernfalls übersehen Sie den Hauptgedanken dieses Kurses und ohne diesen Kerngedanken wird
Ihnen ein wesentliches Element zum Lebenserfolg fehlen.
Diese Lektion wird Ihnen eine Vorstellung von der Gedankenwelt vermitteln, die Sie weit über das bisher im Laufe des evolutionären Prozesses erlangte Niveau hinausbringen wird und
aus diesem Grunde sollten Sie nicht enttäuscht sein, falls Sie
bei der ersten Lektüre nicht alles voll und ganz verstanden
haben sollten. Den meisten Menschen fällt es schwer, etwas zu
glauben, das sie nicht verstehen können, und deshalb darf ich
Sie bitten, nicht gleich „abzuschalten“, falls Ihnen nach dem
ersten Lesen nicht alles klar und verständlich sein sollte.
Seit Jahrtausenden hat der Mensch Schiffe aus Holz gebaut.
Aus nichts anderem! Er hat Holz verwendet, weil er nur diese
Substanz für schwimmfähig gehalten hat. Er war jedoch lediglich noch nicht weit genug in seinem Denken vorgeschritten,
um zu verstehen, dass auch Stahl schwimmen könnte und für
den Schiffsbau sogar noch besser geeignet ist. Der Mensch
wusste nicht, dass alles, was leichter als das verdrängte Wasser
ist, schwimmen kann und solange dieses Wissen nicht bekannt
war, wurden die Schiffe überall auf der Welt aus Holz gezimmert.
Bis vor etwa fünfundzwanzig Jahren glaubten die meisten
Menschen, dass nur Vögel fliegen könnten. Jetzt wissen wir,
dass wir Fluggeräte bauen können und dass diese die Flugleistungen von Vögeln sogar um ein Vielfaches übersteigen.
Band II - 478 Bezugslink: http://goo.gl/72VGyb

Lektion 11: Geistige Klarheit
Bis vor Kurzem wusste der Mensch nicht, dass das große
offene Vakuum namens „Luft“ belebter und sensibler ist als
irgendetwas auf der Erde. Der Mensch wusste nicht, dass das
gesprochene Wort mit der Geschwindigkeit eines Blitzes durch
den Äther befördert werden könnte, ohne dass dazu Drähte
nötig wären. Wie hätte er dies auch wissen können, wenn sein
Bewusstsein noch nicht weit genug erweitert war, um sich so
etwas vorstellen zu können?
Der Zweck dieser Lektion ist es deshalb, Ihnen bei der Erweiterung Ihres Bewusstseins zu helfen, damit Sie klar denken
können, denn diese Bewusstseinserweiterung wird Ihnen eine
Tür öffnen, die Ihnen alle Kräfte zur Verfügung stellt, die Sie
brauchen, um den Tempel des Erfolgs betreten zu können.
In den bisherigen Lektionen haben wir Prinzipien behandelt,
die leicht verständlich und umsetzbar sind. Diese Prinzipien
wurden so dargestellt, dass sie zu der Art von Erfolg führen,
wie er durch materiellen Wohlstand zum Ausdruck gebracht
wird. Dies war deshalb nötig, weil das Wort „Erfolg“ für viele
Menschen gleichbedeutend mit „Geldbesitz“ ist. Die bisherigen Lektionen richten sich deshalb vor allem an Personen, die
mit „Erfolg“ ausschließlich Besitz und materiellen Wohlstand
verbinden.
Mir war bewusst, dass die meisten Kursteilnehmer enttäuscht
gewesen wären, wenn ich ihnen die Thematik anders dargestellt hätte und ich sie nicht zuerst durch die Eingangspforten
der Geschäfts- und Finanzwelt geführt hätte.
Wer mit dieser Definition von „Erfolg“ zufrieden ist, möge
damit glücklich werden.
Es gibt jedoch auch Menschen, die auf der Leiter etwas höher
klettern wollen und die mit dem Begriff „Erfolg“ nicht nur
materielle Standards verbinden.
An diese Gruppe richten sich die vorliegende und auch die
weiteren Lektionen dieses Kurses.
Gedankenklarheit beinhaltet zwei Grundvoraussetzungen, die
jeder Mensch beachten muss, dem an einer genauen und klaren Gedankenführung gelegen ist.

Napoleon Hill
Kostenlose Leseprobe

Erfolgsgesetze in 16 Lektionen
Eine Nachbetrachtung des Verfassers
Eine weise Vorsehung hat die Angelegenheiten der Menschheit so geregelt, dass jeder Mensch, der das Alter der Vernunft
erreicht, in der ein oder anderen Form auch mit dem Scheitern, dem Versagen oder mit Misserfolgen in Berührung
kommt.
Milliarden von Menschen leben heutzutage unter dem Joch der
Armut und kämpfen darum, die drei Grundbedürfnisse des
Menschen zu befriedigen: einen Platz zum Schlafen, etwas zu
essen und Kleidung zum Anziehen.
Das Joch der Armut wiegt schwer. Und dennoch fanden es
viele der erfolgreichsten Männer und Frauen, die je gelebt
haben, notwendig, dieses Joch zu tragen, bevor sie es
„geschafft“ hatten.
Versagen gilt allgemein als Fluch. Aber nur wenige Menschen
verstehen, dass das Versagen nur dann ein Fluch ist, wenn es
als solcher akzeptiert wird. Nur wenige erkennen, dass das
Versagen nur in den seltensten Fällen dauerhaft ist.
Gehen Sie gedanklich ein paar Jahre zurück und sehen Sie sich
Ihre eigenen Erfahrungen an; Sie werden dann bemerken, dass
Ihre Misserfolge meist ein versteckter Segen waren. Das
Versagen erteilt den Menschen eine Lehre, die er ohne sie
nicht gelernt hätte. Sie bringt ihm auch eine Sprache bei, die
universell ist, nämlich die Sprache der Demut und Bescheidenheit.
Niemand kann Großes vollbringen, der sich nicht auch demütig fühlt angesichts der Welt, die ihn umgibt, und angesichts
der Sterne über ihm und der Harmonie, mit der die Natur ihre
Arbeit verrichtet.
Auf jeden „Sohn aus gutem Hause“, der einen nützlichen und
konstruktiven Beitrag zur Menschheit leistet, kommen neunundneunzig andere, die sinnvolle Dienste erbringen und über
den Weg der Armut gehen mussten. Dies scheint kein Zufall
zu sein.
Die meisten Menschen, die sich für Versager halten, sind alles
andere als das.
Band II - 525 Bezugslink: http://goo.gl/72VGyb

Nachbetrachtung, Kapitel 11
Die meisten Bedingungen und Umstände, die von den Menschen als Misserfolge angesehen werden, sind nichts anderes
als zeitweilige Rückschläge.
Falls Sie sich selbst bemitleiden und sich für einen Versager
halten, denken Sie nur daran, um wie vieles schlechter Sie dran
wären, wenn Sie mit anderen tauschen müssten, die wirklich
Grund zur Klage haben.
Eine sorgfältige Untersuchung von hundert Männern und
Frauen, die von der Welt als die „Großen“ bezeichnet werden,
ergab, dass sie allesamt gezwungen waren, Mühen und harte
Zeiten zu durchmachen, zeitweilige Rückschläge der Art, die
Sie wahrscheinlich nie gekannt haben und nie kennen werden.
Woodrow Wilson wurde allzu früh zu Grabe getragen, ein
Opfer von Verleumdungen und bitter enttäuscht. Er hielt sich
für einen Versager.
Die Zeit, die große Wunderbringerin, die alle Verfehlungen
richtet und Misserfolge in Erfolge verwandelt, wird den
Namen Woodrow Wilson ganz oben auf die Seite der wahrhaft
Großen setzen.
Lincoln starb, ohne zu wissen, dass sein „Versagen“ den Vereinigten Staaten eine solide Basis gab.
Kolumbus starb als Gefangener in Ketten, ohne jemals zu
erfahren, zu welcher Entdeckung sein „Versagen“ führte.
Wir sollten das Wort „Versagen“ deshalb nicht leichtfertig
benützen.
Zeitweilig ein schweres Joch zu tragen, ist noch kein Versagen.
Falls Sie den wahren Samen des Erfolgs in sich tragen, werden
einige Widrigkeiten und vorübergehende Umwege diesen
Samen nur nähren und ihn mit einer größeren Fülle reifen lassen.
Wenn die göttliche Intelligenz will, dass ein großer Mann oder
eine große Frau der Welt wertvolle Dienste erbringt, wird der
Auserwählte im Feuer des Versagens gehärtet. Falls Sie etwas
durchmachen, was Sie für Versagen halten, üben Sie sich in
Geduld; vielleicht befinden Sie sich inmitten einer Probezeit.
Napoleon Hill
Kostenlose Leseprobe

Erfolgsgesetze in 16 Lektionen
Wenn Sie daran glauben können, können Sie es auch schaffen!“
Diese Lektion nimmt im Rahmen des vorliegenden Erfolgskurses eine zentrale Position ein. Der Grund hierfür ist, dass
das zugrunde liegende psychologische Gesetz auch für jede
andere Kurseinheit von außerordentlicher Bedeutung ist.
Definieren wir zunächst das Wort „Konzentration“ in der hier
gebrauchten Bedeutung:
„Konzentration ist die anhaltende geistige Ausrichtung auf einen
bestimmten Wunsch, bis Mittel und Wege zu seiner Erfüllung ausgearbeitet und erfolgreich in die Tat umgesetzt wurden“.
Bei der Konzentration auf einen bestimmten Wunsch haben
wir es mit zwei wichtigen Gesetzen zu tun: zum einen mit dem
Gesetz der Autosuggestion und zum anderen mit dem Gesetz
der Gewohnheit. Da das Gesetz der Autosuggestion in einer
vorhergehenden Lektion bereits umfassend beschrieben
wurde, widmen wir uns nun kurz dem Gesetz der Gewohnheit.
Die Gewohnheit erwächst aus dem Umfeld; sie ist eine Folge
dessen, dass wir dasselbe ständig wiederholen und uns immer
wieder denselben Gedanken hingeben, sodass sie nach einiger
Zeit einem in der Gussform ausgehärteten Zementblock gleichen, der nur noch mit großem Aufwand auseinandergebrochen werden kann.
Die Gewohnheit ist die Grundlage jeder Gedächtnisschulung.
Diese Tatsache lässt sich leicht belegen, indem Sie den Namen
einer Person, die Sie soeben erst kennengelernt haben, solange
wiederholen, bis er sich fest in Ihr Bewusstsein eingeprägt hat.
Mit Ausnahme seltener Fälle, in denen sich das Bewusstsein
über das Umfeld erhebt, holt sich das menschliche Bewusstsein das Material, aus dem Gedanken erschaffen werden, aus
seinem Umfeld und die Gewohnheit lagert diese Gedanken
dann im Unterbewusstsein ab, wo sie zu einem festen Bestandteil unserer Persönlichkeit werden und uns im Stillen zu unserem Tun treiben, unsere Vorurteile und Voreingenommenheiten aufbauen und unsere Meinungen bilden.
Lektion 12: Konzentration - Band III - 529 Bezugslink: http://goo.gl/R6FqXj

Lektion 12: Konzentration
Ein großer Philosoph drückte die Macht der Gewohnheit wie
folgt aus:
„Erst nehmen wir sie hin, dann bedauern wir uns und schließlich akzeptieren wir sie“.
Die Gewohnheit lässt sich mit den Rillen in einer Schallplatte
vergleichen, während das Bewusstsein die Nadel ist, die in
diese Rillen greift.
Sobald eine Gewohnheit (durch wiederholtes Denken oder
Tun) stark ausgeprägt ist, haftet sich das Bewusstsein an sie
und folgt dieser Gewohnheit so getreu, wie die Schallplattennadel der Rille in der Wachsscheibe folgt.
Um welche Art von Gewohnheit es sich handelt, ist hierbei
ohne Belang.
Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, bei der Auswahl
unseres Umfelds die größte Sorgfalt walten zu lassen, da
das Umfeld der geistige Nährboden ist, auf dem die Nahrung
wächst, die von unserem Bewusstsein aufgenommen wird.
Die Umwelt liefert die Nahrung und die Rohstoffe, aus denen
wir zu bestimmten Gedanken kommen und die Gewohnheit
verfestigt diese Gedanken dann in einen dauerhaften Zustand.
Mit dem Begriff „Umfeld“ bezeichnen wir hier die Gesamtheit
der Quellen, die über die fünf Sinnesorgane auf Sie einwirken.
„Die Gewohnheit wird von den meisten Menschen durchaus anerkannt,
jedoch fast immer von seiner negativen Seite, wobei die positive Seite übersehen wird. Man sagt, dass der Mensch ein ‚Gewohnheitstier‘ sei und dass
Gewohnheiten wie Kabel seien, um die wir jeden Tag einen weiteren
Strang wickeln, bis sie so stark geworden sind, dass sie nicht mehr entzweigerissen werden können.
Falls die Gewohnheit wirklich einem grausamen Tyrannen gleicht, der den
Menschen gegen seinen Willen, seine Wünsche und seine Neigungen
beherrscht und ihn niederzwingt - und in vielen Fällen ist dies sehr wohl
der Fall - , dann stellt sich dem Denker die Frage, ob diese mächtige
Kraft nicht auch zugunsten des Menschen eingesetzt werden kann, so wie
dies auch mit anderen Kräften der Natur geschehen ist.

Napoleon Hill
Kostenlose Leseprobe

Erfolgsgesetze in 16 Lektionen
Lektion 13: Kooperation
Können Sie auf viele Fehlschläge zurückblicken?
Sie haben Glück!
Jetzt kennen Sie bereits viele Wege, die nicht funktionieren!
Die Zusammenarbeit - oder „Kooperation“ wie wir sie hier
nennen - ist der Anfang allen organisierten Krafteinsatzes. Wie
in Kurseinheit zwei erwähnt, hat Andrew Carnegie über die
kooperativen Beiträge einer kleinen Gruppe von Männern ein
riesiges Vermögen angehäuft.
Auch Sie können lernen, sich dieses Prinzips zu bedienen.
Es gibt zwei Arten von Kooperation, auf welche Sie in dieser
Lektion aufmerksam gemacht werden:
Erstens: Die Kooperation zwischen Personen, die sich zum
Zwecke der Erreichung eines bestimmten Ziels in Form eines
Mastermind zusammenschließen oder Bündnisse eingehen.
Zweitens: Die Kooperation zwischen dem bewussten und
dem unbewussten Bewusstseinsbereich, welche den Menschen
befähigt, mit der unendlichen Intelligenz Kontakt aufzunehmen, mit ihr zu kommunizieren und sie „anzuzapfen“.
Falls Sie zu jenen gehören, die sich mit diesem Thema noch
nicht eingehend beschäftigt haben, werden Sie die unter Punkt
zwei genannte Hypothese vielleicht nicht nachvollziehen können, wenn Sie aber die Fakten studieren, auf der diese Hypothese beruht, wird Ihnen die Schlüssigkeit rasch einleuchten.
Beginnen wir zunächst mit einer kurzen Behandlung des physischen Aufbaus des Körpers:
„Wir wissen, dass der gesamte Körper von einem Nervengeflecht durchzogen ist, das als Kommunikationskanalsystem zwischen dem innerkörperlichen spirituellen Ich - das wir Bewusstsein nennen - und den Funktionen
des externen Organismus fungiert.
Napoleon Hill - Band II - 570 Bezugslink: http://goo.gl/R6FqXj

Lektion 13: Kooperation
Dieses Nervensystem ist dualer Art. Ein als „vegetatives Nervensystem“
bekanntes System ist der Kanal für all jene Aktivitäten, die nicht
bewusst über unsere Willenskraft dirigiert werden - zum Beispiel die
Wirkungsweise unserer Verdauungsorgane, die Reparatur der täglichen
Gewebeabnutzung und dergleichen.
Das andere System, das so genannte somatische Nervensystem, bildet den
Kanal, über den wir die bewusste Wahrnehmung der physischen Sinne
empfangen und die Körperbewegungen kontrollieren. Dieses System hat
seinen Sitz im Gehirn, während das andere sein Zentrum in der als
Solarplexus („Sonnengeflecht“) bekannten Ganglienmasse oder Umnervenmasse im hinteren Bereich des Magens hat.
Das somatische Nervensystem dient als Kanal für unsere willkürlichen
oder bewussten Handlungen und das vegetative oder autonome System ist
der Kanal, über den die lebenswichtigen Körperfunktionen gesteuert werden.
Somit ist das somatische System das Organ des Tagesbewusstseins und
das vegetative Nervensystem das Organ des Unterbewusstseins.
Das Wechselspiel zwischen dem Tages- und dem Unterbewusstsein erfordert eine ähnliche Interaktion zwischen den entsprechenden Nervensystemen, wobei eine auffallende Verbindung durch den „Nervus vagus“ hergestellt wird. Dieser weitverzweigte Nerv tritt als Teil des vegetativen
Systems aus der Gehirnregion heraus und mit seiner Hilfe steuern wir
unsere Stimmorgane; dann verläuft er weiter zum Kehlkopf, verzweigt
sich ins Herz und die Lungen und durchwandert das Zwerchfell, um
dann seinen äußeren Mantel, der ihn als vegetativen Nerv ausweist, zu
verlieren und sich mit dem somatischen System zu identifizieren und auf
diese Weise ein Bindeglied zwischen den beiden zu formen und den Menschen körperlich zu einer Einheit zu machen.
Desgleichen zeigen unterschiedliche Gehirnregionen ihre Verbindung zwischen den objektiven und den subjektiven Bewusstseinsaufgaben und vereinfacht könnten wir somit sagen, dass der vordere Bereich des Gehirns
den erstgenannten und der hintere den zweitgenannten Aufgaben zugewiesen wird, während der Mittelbereich an beiden Sphären beteiligt ist.

Napoleon Hill - 571 http://goo.gl/R6FqXj

Erfolgsgesetze in 16 Lektionen
Das Gestern ist nur ein Traum,
das Morgen nur eine Vision.
Aber das gut gelebte Heute
macht jedes Gestern zu einem Gestern des Glücks
und jedes Morgen zu einem Morgen der Hoffnung.
Lebe dein Heute deshalb bewusst!
Normalerweise gelten Begriffe wie „Fehler“, „Scheitern“,
„Misserfolg“ oder „Rückschläge“ als negativ.
In der vorliegenden Lektion verwenden wir überwiegend den
Sammelbegriff „Rückschläge“, jedoch diesmal mit einer neuen
Bedeutung. Der Grund hierfür ist, dass dieser Begriff sehr
missbräuchlich verwendet wird und deshalb Millionen von
Menschen unnötige Probleme und Nöte gebracht hat.
Unterscheiden wir zunächst zwischen „Rückschlägen“ und
„zeitweiligen Niederlagen“.
Sehen wir uns hierzu an, ob das, was gemeinhin als ein „Rückschlag“ bezeichnet wird, in Wirklichkeit nicht bloß eine „zeitweilige Niederlage“, eine „kurzzeitige Vereitelung“, ist. Sehen
wir uns des Weiteren an, ob dieser Umweg nicht auch ein versteckter Segen sein könnte, denn immerhin werden unsere
Energien dadurch in wünschenswertere Bahnen gelenkt!
In Kurseinheit neun haben Sie gelernt, dass die Stärke eine
Folge des Widerstandes ist. In der vorliegenden Einheit lernen
Sie nun, dass ein fester Charakter meist das Werk von Rückschlägen, „Schlappen“ und „Flops“ ist.
Für den Menschen, der vorübergehende Niederlagen oder
andere Widrigkeiten als Lernerfahrungen begreift, die ihm eine
dringend benötigte Lehre vermitteln sollten, sind solche
Erfahrungen keineswegs Misserfolge. In der Tat verbirgt sich
hinter jedem Rückschlag eine große und dauerhafte Lektion
und meist handelt es sich um eine Lektion, die auf andere
Weise nicht hätte gelernt werden können.
Niederlagen sprechen häufig in einer uns unverständlichen
Sprache zu uns.

Lektion 14: Rückschläge als Lehrmeister - 615 Bezugslink: http://goo.gl/R6FqXj

Lektion 14: Rückschläge
Wäre es anders, würden wir nicht dieselben Fehler wiederholen, ohne etwas gelernt zu haben. Wir würden auch sorgfältiger auf Fehler achten, die von anderen Menschen begangen
werden und auch aus diesen unsere Lehren ziehen.
Das Hauptanliegen der vorliegenden Lektion ist es, Ihnen dieses „Kauderwelsch“, in dem Rückschläge und Fehler sich mit
uns zu verständigen versuchen, verständlich zu machen.
Am besten gelingt mir dies wahrscheinlich, indem ich Sie mit
auf die Reise in meine eigene Vergangenheit nehme und Ihnen
einige meiner eigenen Erfahrungen aus den letzten dreißig Jahren schildere.
Innerhalb dieser Zeitspanne bin ich sieben Mal an einen Wendepunkt gelangt, den der Außenstehende als „Rückschlag“
bezeichnen würde. An jedem dieser sieben Wendepunkte
dachte ich erneut, dass ich diesmal in eine Sackgasse geraten
sei, aber rückblickend weiß ich, dass das, was wie eine Sackgasse aussah, eine gütige und unsichtbare Hand war, die mich
veranlasste, meinen Kurs neu zu bestimmen und mit einer größeren Weisheit einen anderen Weg einzuschlagen.
Allerdings gelangte ich erst viele Jahre später im Zuge eines
nüchternen und meditativen Nachdenkens zu dieser Einsicht.
Der erste Wendepunkt
Nachdem ich auf einer Wirtschaftsschule einen Lehrgang
absolviert hatte, fand ich eine Anstellung als Stenograf und
Buchhalter und blieb fünf Jahre lang bei diesem Arbeitgeber.
Da ich mir unverlangte Extraleistungen angewöhnt hatte (wie
in Lektion neun beschrieben), wurde ich auch rasch befördert
und es wurde mir eine Verantwortung übertragen, welche ein
Gehalt mit sich brachte, das für mein Alter überdurchschnittlich hoch war.
Ich sparte mein Geld und auf meinem Bankkonto befanden
sich einige Tausend Dollar.
Mein Ruf verbreitete sich rasch und die externe Nachfrage
nach meinen Diensten stieg.

Napoleon Hill - Band III - 616 http://goo.gl/R6FqXj

Erfolgsgesetze in 16 Lektionen
Wie Türen,
so können auch Herzen
mit sehr kleinen Schlüsseln geöffnet werden.
Diese tragen Aufschriften wie:
„Herzlichen Dank!“
oder
„Würden Sie bitte ...“

Zur Intoleranz gibt es zweierlei zu sagen und auf diese herausragenden Eigenschaften wollen wir gleich zu Beginn verweisen:
Erstens: Die Intoleranz ist eine Form der Ignoranz, die zuerst
überwunden werden muss, bevor sich dauerhafter Erfolg einstellen kann. Sie ist die Hauptursache aller Kriege. Sie schafft
Feinde im Geschäftsleben und in allen übrigen Berufen. Sie
zersetzt die organisierten Kräfte der Gesellschaft auf unzählige
Weise und stellt sich der Abschaffung des Krieges wie ein
mächtiger Riese entgegen. Sie stürzt die Vernunft vom Thron
und setzt an ihre Stelle die Massenpsychologie.
Zweitens: Die Intoleranz wirkt bei den organisierten Weltreligionen als die größte zersetzende Kraft und richtet dort bei
der größten Macht des Guten Verwüstung an, indem sie diese
Macht in kleine Sekten und Glaubensrichtungen aufspaltet, die
mehr Energie darauf verwenden, sich gegeneinander zu wenden als die Übel der Welt abzustellen.
Dies ist sozusagen die allgemeine Anklageschrift gegen die
Intoleranz.
Sehen wir uns nun an, wie sie sich auf Sie als Mensch auswirkt.
Es liegt natürlich auf der Hand, dass alles, was sich gegen den
Fortschritt der Zivilisation richtet, auch beim einzelnen Menschen Schaden anrichtet.
Alles, was den Geist vernebelt und was seine moralische und
spirituelle Entwicklung hemmt, trägt auch zur Verzögerung
des Fortschritts der Zivilisation bei.
Dies ist eine abstrakte Aussage. Abstrakte Aussagen sind
Lektion 15: Toleranz - 641 Bezugslink: http://goo.gl/R6FqXj

Lektion 15: Toleranz
jedoch weder interessant noch informativ; wir wollen uns deshalb die schädlichen Auswirkungen der Intoleranz anhand
konkreter Beispiele ansehen.
Gestatten Sie mir, diese Illustration anhand eines Vorfalls zu
beschreiben, den ich bei fast jeder öffentlichen Ansprache in
den letzten fünf Jahren freimütig vorgetragen habe. Mir ist
bewusst, dass die schriftliche Darstellung dieses Vorfalls zu
einer Fehlinterpretation führen könnte, weshalb ich Sie bitten
darf, nichts hineinzuinterpretieren, was hier nicht geschrieben
steht. Sie würden sich keinen Gefallen tun, wenn Sie aus dieser
Schilderung andere Dinge herauslesen als hier stehen.
Wenn Sie die nächsten Zeilen lesen, sollten Sie sich in meine
Lage versetzen und überlegen, ob nicht auch Sie auf eine ähnliche Erfahrung zurückblicken können und welche Lehren Sie
daraus gezogen haben.
Eines Tages wurde ich einem sehr gut aussehenden jungen
Mann vorgestellt.
Seine klaren Augen, sein warmer Handschlag, seine Stimme
und sein tadelloser Geschmack, der in seiner Kleidung zum
Ausdruck kam, ließen auf einen sehr intelligenten Mann schließen. Ich musterte ihn und bemerkte dann auf seiner Weste das
Wappen der Kolumbusritter.
Sofort zog ich meine Hand zurück, als hätte ich ein Stück
heiße Kohle angefasst. Das ging so schnell, dass es uns beide
überraschte.
Als ich mich entschuldigte und wegging, blickte ich auf des
Freimauererabzeichen, das ich an meiner eigenen Weste trug,
sah dann nochmals auf das Kolumbusritterwappen und fragte
mich, wieso ein kleines Stück Blech eine so tiefe Kluft zwischen zwei Menschen schlagen konnte, die darüber hinaus
nichts voneinander wussten.
Dieser Vorfall ging mir den ganzen Tag über nicht mehr aus
dem Kopf und ärgerte mich. Ich hatte mir immer eingebildet,
dass ich jedermann gegenüber tolerant sei, aber hier war ein
spontaner Ausdruck von Intoleranz, der mir unmissverständlich vor Augen führte, dass sich in meinem Unterbewusstsein
ein Komplex befand, der mich voreingenommen machte.
Napoleon Hill - Band III - 642 http://goo.gl/R6FqXj

Erfolgsgesetze in 16 Lektionen
„Niemand kann die Philosophie der Erfolgsgesetze auch nur
ein einziges Mal durchlesen,
ohne dadurch in jedem
Lebensbereich besser gewappnet zu sein“
- Elbert H. Gary
Anwalt und Geschäftsmann
Mit dieser Lektion erreichen wir in diesem Erfolgskursus die
Spitze der Pyramide.
Diese Lektion ist der Leitstern, der Sie in die Lage versetzen
wird, die aus den vorher gehenden Kurseinheiten gewonnenen
Einsichten gewinnbringend und konstruktiv zu nutzen.
In den bisherigen Kurseinheiten verbirgt sich mehr Macht, als
die meisten Menschen verkraften können, deshalb ist die vorliegende Einheit ein Regulator, mithilfe dessen Sie die Klippen
und Felsen des Misserfolgs, die gerade jene erwarten, die
unverhofft einen Machtzuwachs erhalten, umschiffen können.
Über fünfundzwanzig Jahre lang habe ich beobachtet, wie sich
Menschen verhalten, die Macht erhalten haben; dies hat mich
zu dem Schluss gebracht, dass sich der Mensch, der nicht langsam und schrittweise in diese Machtfülle hineinwächst, in
Gefahr befindet, sich und alle anderen, die von ihm beeinflusst
werden, zu vernichten.
Bereits seit einigen Lektionen wird Ihnen aufgefallen sein, dass
dieser gesamte Kursus in der Erlangung einer Macht gipfelt,
die den meisten „unmöglich“ erscheint.
Glücklicherweise ist ebenfalls offensichtlich, dass eine solche
Macht nur aufgrund der Befolgung vieler Grundprinzipien
erlangt werden kann, welche allesamt in dieser Lektion zusammenfließen und auf einem Gesetz basieren, das jedes andere in
den vorher gehenden Lektionen beschriebene Gesetz an
Bedeutung übersteigt.
Dem umsichtigen und mitdenkenden Teilnehmer ist darüber
hinaus klar, dass diese Macht nur Bestand haben kann, wenn
das hier beschriebene Gesetz beachtet wird.

Lektion 16 - Band III - 667 Bezugslink: http://goo.gl/R6FqXj

Lektion 16: Die Goldene Regel
Dies ist auch das „Sicherheitsventil“, das den unbedachten
Kursteilnehmer vor Gefahren bewahrt, die sich aus seiner
eigenen Unüberlegtheit ergeben könnten, falls er der Versuchung erliegen sollte, die hier zum Ausdruck gebrachte Lehre
zu umgehen.
Die Macht, die der Teilnehmer aus den bisherigen Lektionen
erwerben kann, ist ohne das umfassende Verständnis und die
strikte Einhaltung des in der vorliegenden Lektion beschriebenen Prinzips auch eine Macht, mit der er gleichermaßen zerstören wie aufbauen kann.
Ich ergehe mich hierbei nicht in Mutmaßungen, sondern habe
hinsichtlich des Wahrheitsgehalts dieser Aussage nicht den
geringsten Zweifel! Die Wahrheit, auf der dieser gesamte Kursus, und insbesondere die vorliegende Lektion, beruht, ist
keine Erfindung von mir. Mein einziger Anteil besteht darin,
dass ich ihre Anwendung über einen Zeitraum von fünfundzwanzig Jahren Tag für Tag beobachtet habe und dass ich mir
im Lichte der menschlichen Schwächen so viel davon angeeignet habe, wie mir möglich war.
Falls Sie einen stichhaltigen Beweis für die Richtigkeit der in
diesem Kursus beschriebenen Gesetzmäßigkeiten wünschen,
kann ich Ihnen diesen leider nicht erbringen; ich kann diese
Richtigkeit lediglich von einem Zeugen bestätigen lassen, nämlich von Ihnen selbst!
Indem Sie diese Gesetzmäßigkeiten dem Praxistest unterziehen, werden Sie selbst feststellen, dass alles „Hand und Fuß“
hat und seine Richtigkeit besitzt.
Ich darf Sie auch auf die Lehren und Philosophien von Persönlichkeiten hinweisen, die mir an Größe weit überlegen sind:
Christus, Platon, Sokrates, Epiktet, Konfuzius, Emerson sowie
zwei der neuzeitlichen Philosophen, nämlich James und Münsterberg, standen mir bei meinen Forschungen Pate und bekräftigen die hier dargestellten Wahrheiten.
Seit über viertausend Jahren wird die Goldene Regel bereits als
Verhaltensregel gepredigt, aber die Welt hat nur das Wort gesehen, und den Geist dieser universellen Anordnung völlig vernachlässigt. Wir haben die Goldene Regel nur als ethische Vorgabe akzeptiert, aber die zugrunde liegende Gesetzmäßigkeit
in keiner Weise verstanden.
Napoleon Hill - 668 http://goo.gl/R6FqXj

Investieren Sie in sich!

Weitere Taschenbücher über
Persönlichkeitsentwicklung:
http://goo.gl/5h8T9y