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Geschichte und Entstehung des Buchdrucks Das Prinzip des Drucks mit beweglichen Lettern lässt sich in

Geschichte und Entstehung des Buchdrucks

Das Prinzip des Drucks mit beweglichen Lettern lässt sich in Europa seit rund 3.500 Jahren nachweisen. Als ältestes Druckwerk dieser Art gilt die geprägte Tonscheibe des Diskos von Phaistos. Die ältesten Bücher wurden dagegen im Blockdruckverfahren hergestellt, bei dem jede einzelne Seite vollständig in einen Holzdruckstock geschnitten und dann abgezogen wird. Sie werden auch als Blockbücher bezeichnet. Der Buchdruck mit beweglichen Lettern war in China und Ostasien bereits seit dem 11. Jahrhundert verbreitet. Den Durchbruch für den Buchdruck in Europa erzielte Johannes Gutenberg, der die Technik um 1450 im Abendland einführte. Gutenberg schuf die Grundlagen zur massenhaften identischen Herstellung von Büchern und damit zur Verbreitung bezahlbarer Informationen.

und damit zur Verbreitung bezahlbarer Informationen. Die gedruckten Bücher, die noch im 15. Jahrhundert
und damit zur Verbreitung bezahlbarer Informationen. Die gedruckten Bücher, die noch im 15. Jahrhundert

Die gedruckten Bücher, die noch im 15. Jahrhundert entstanden, heißen auch Wiegendrucke (Inkunabeln). Der Buchdruck in der Form, wie Gutenberg ihn verbreitet hat, bestand bis etwa 1830 in fast unveränderter Form fort. Zwar wurden neue Schriften geschnitten, jedoch änderte sich nichts an der Art der Arbeit. Im 19. Jahrhundert wurde die Arbeit des Setzers mechanisiert. Automatische Schriftgießmaschinen wie Monotype und Linotype veränderten den Ablauf, nicht jedoch das Prinzip des Satzes mit Bleilettern. Erst im 20. Jahrhundert wird mit fotomechanischen und digitalen Verfahren die Drucktechnik auf eine völlig neue Grundlage gestellt.

Tabellarischer Überblick über die wichtigsten Erfindungen des Drucks

Jahr der Erfindung

Erfindung

Erfinder

Anwendung

770

Holztafeldruck

Dharani- Sutra

Blockbücher

1440

Bewegliche Lettern

J. Gutenberg

Allgem. Buchdruck

1446

Kupferstich

Nicht Bekannt

Illustrationen

1800

Handpresse

Lord Stanhope

Druck

1822

Setzmaschine

William Church

Herstellung eines Satzes

1863

Rotationsdruckmaschine

W.A. Bullock

Massenauflage von Büchern, Zeitungen

Herstellung eines Satzes 1863 Rotationsdruckmaschine W.A. Bullock Massenauflage von Büchern, Zeitungen
Herstellung eines Satzes 1863 Rotationsdruckmaschine W.A. Bullock Massenauflage von Büchern, Zeitungen
Druckgeschichte in Spanien Die Geschichte des Buchdrucks in Spanien be ginnt im Zeitalter der ‚Katholischen

Druckgeschichte in Spanien

Die Geschichte des Buchdrucks in Spanien beginnt im Zeitalter der ‚Katholischen Könige‘ Isabella von Kastilien und Ferdinand von Aragon. Das erste in Spanien gedruckte Buch erschien Ende des Jahres 1473 in lateinischer Sprache in der Druckerei von Heinrich Botel, Georg von Holz und Johann Planck in Barcelona. Die Drucker kamen aus Deutschland und beherrschten zunächst die spanische Sprache nicht. Sie besiedelten einige Städte bzw. Dörfer in der Nähe des Mittelmeeres. Die ersten Druckerpressen entstanden daher in Barcelona, Valencia, Gerona, Lerida, Tarragona, Tortossa und weiter im Landesinneren in Zaragossa. Erst einige Jahre später gelangten sie auch in südlichere Städte Spaniens. Nachdem die ersten Drucker sich mit der Landessprache vertraut gemacht hatten, entstanden auch Bücher in Katalanisch oder Valenzianisch: Das heutige Kastilisch hatte sich noch nicht als Hochsprache gegenüber den einzelnen regionalen Varietäten etabliert. Das erste in der Volkssprache gedruckte Werk ist die Gedichtsammlung Obres etrobes daual scrites en laors de la Sacratisssima Verge María von 1473.

Die frühe Druckgeschichte in Spanien ist komplexer und weniger gut erforscht als im übrigen Europa. Dies ist auf die Isolation Spaniens durch die kriegerischen Auseinandersetzungen mit den anderen Ländern zurückzuführen. So dauerte es beispielsweise bis zum Jahre 1960, bis Lawrence Witten und Jordi Rubío klären konnten, dass die erste Druckerpresse Spaniens in Barcelona stand. Die Ausbreitung der Druckwerkstätten in Spanien verlief zunächst von Norden nach Süden.

in Spanien verlief zunächst von Norden nach Süden. Holzstich aus der spanischen Erstausgabe von Aristoteles,

Holzstich aus der spanischen Erstausgabe von Aristoteles, Politica y Economia (J. Coci, Salamanca, 1509)

Politica y Economia (J. Coci, Salamanca, 1509) Es begann über Perpignan nach Barcelona im Jahre 1473.

Es begann über Perpignan nach Barcelona im Jahre 1473. Darauf folgten im Jahre 1474 Lerida, Tarragona und ein Jahr später Valencia und Saragossa. 1477 entstand eine Druckerei in Sevilla, in Toledo im Jahre 1483 und in Burgos und Murcia im Jahre 1485/87. Pamplona folgte im Jahre 1490, zehn Jahre später Salamanca und Madrid erst etwa weitere 50 Jahre später.

1502 wurde von Stanislao Polono in Alcalá de Henares, der Geburtsstadt von Miguel de Cervantes eine Druckerei aufgebaut. Zu dieser Zeit war diese Stadt der Mittelpunkt dieser Region und das Wachstum der Bevölkerung nahm kontinuierlich zu. Sechs Jahre später gründete man unter der Leitung des Kardinals Ximenez de Csineros dort auch eine Universität. Das erste Buch, das in Alcalá de Henares gedruckt wurde, war die spanische Übersetzung der Vita Christi von Montesino.

Das erste Buch, das in Alcalá de Henares gedruckt wurde, war die spanische Übersetzung der Vita
Das erste Buch, das in Alcalá de Henares gedruckt wurde, war die spanische Übersetzung der Vita
Spanische Druckgeschichte zur Zeit der Erstausgabe des Don Quijote Die Typographie der spanischen Bücher hat

Spanische Druckgeschichte zur Zeit der Erstausgabe des Don Quijote

Die Typographie der spanischen Bücher hat sich zwischen dem 15. und 16. Jahrhundert kaum geändert. Typisch für diese Zeit waren die dicken schwarzen Lettern, welche später durch die römischen Lettern (dünnere Buchstaben) abgelöst wurden. Illustrationen und graphische Elemente wurden zu dieser Zeit in Spanien immer noch mit Holzplatten gedruckt und nicht wie anderen Ländern mit Kupferplatten. Den Unterschied erkennt man sehr gut an dem Holzstich, der in der Erstausgabe des Don Quijote zu sehen ist.

der in der Erstausgabe des Don Quijote zu sehen ist. Holzstich. Erstausgabe Don Quijote 1605, gedruckt

Holzstich. Erstausgabe Don Quijote 1605, gedruckt von Juan de Cuesta

Erstausgabe Don Quijote 1605, gedruckt von Juan de Cuesta Kupferstich 1670 Ein weiterer bedeutsamer Unterschied

Kupferstich 1670

Ein weiterer bedeutsamer Unterschied zwischen Spanien und dem Rest Europas war das weitaus geringere Volumen der Druckproduktion im Land. So entspricht die Gesamtzahl der gedruckten Bücher im 16. Jh. in Spanien gerade einmal der Zahl derjenigen, die nur in Lyon im gleichen Zeitraum gedruckt worden sind. Erklären kann man dies durch die geschichtlichen Umstände in Spanien. Auch im sogenannten „Goldenen Zeitalter “ der spanischen Kultur gab es unter Philipp II. drei Staatsbankrotte und hohe Kriegsaufwendungen. Daher kam der Buchmarkt nur schleppend in Gang.

Außerdem gab es im Gegensatz z.B. zu England keine Hauptstadt, die als Zentrum und Impulsgeber für den Druckbetrieb des Landes wirkte. In Madrid, das im 16. Jahrhundert zur Hauptstadt aufstieg, etablierte sich die Druckkunst erst recht spät. Die erste Druckerei wurde von Alonso Gómez in Partnerschaft mit Pierres Cosín Ende 1566 gegründet, als die Bevölkerungszahl bereits stark wuchs und eine größere Nachfrage an Büchern entstand. Goméz und seine Nachfolger führten den Titel „Impresor del Rey“ (Drucker des Königs). Keine der Druckereien zu dieser Zeit konnte jedoch eine hoch entwickelte Technik aufweisen. Daher gründete Philipp II. im Jahre 1594 die „Imprenta Real“ (Königliche Druckerei), mit Thomás Junti als ersten Druckmeister. Anfangs vermied Juntí allerdings aus Rücksicht auf die Witwe Goméz eine Kennzeichnung seiner Erzeugnisse mit dem entsprechenden Vermerk. Erst nach dem Tod der Witwe nahm Thomas Juntí offiziell den Titel der „Imprenta Real“ an und bedruckte seine Auflagen damit.

nahm Thomas Juntí offiziell den Titel der „Imprenta Real“ an und bedruckte seine Auflagen damit. Kupferstich

Kupferstich 1835

nahm Thomas Juntí offiziell den Titel der „Imprenta Real“ an und bedruckte seine Auflagen damit. Kupferstich
nahm Thomas Juntí offiziell den Titel der „Imprenta Real“ an und bedruckte seine Auflagen damit. Kupferstich
Die Entstehung von Don Quijote de la Mancha Nach der Vollendung des ersten Bandes von

Die Entstehung von Don Quijote de la Mancha

Nach der Vollendung des ersten Bandes von El ingenioso hidalgo Don Quijote de la Mancha im Jahre 1604 befand sich M. de Cervantes zeitgleich mit dem König in Valladolid. Er bekam die Druckerlaubnis und das Privileg, den Roman zehn Jahre lang verlegen zu lassen. Cervantes überließ sein Skript dem Drucker Francisco de Robles, welcher es wiederum an Juan de la Cuesta in Madrid weiterreichte, der es letztendlich Anfang des Jahres 1605 druckte. Der erste Druck erschien mit einigen Druckfehlern. Dennoch fand das Buch solchen Anklang, dass bereits im ersten Jahr sechs weitere Auflagen erschienen. Zwei Auflagen wurden in Madrid von J. de la Cuesta, zwei weitere in Lissabon und die beiden übrigen in Valencia von Pedro Patricio Mey gedruckt. Eine weitere Auflage soll in Barcelona erschienen sein, doch dies lässt sich nicht zweifelsfrei nachweisen. Im Jahre 1614 erschien in Tarragona anonym eine nicht autorisierte Fortsetzung des Don Quijote von A. Fernández de Avellaneda. Cervantes reagierte hierauf in seinem eigenen zweiten Band des Werkes, der ein Jahr später in Madrid bei J. de la Cuesta gedruckt wurde. Spöttisch wendet er sich an den Leser und rechnet er mit seinem Konkurrenten ab:

Si, por ventura, llegares a conocerle, dile de mi parte que no me tengo por agraviado: que bien sé lo que son tentaciones del demonio, y que una de las mayores es ponerle a un hombre en el entendimiento que puede componer y imprimir un libro, con que gane tanta fama como dineros, y tantos dineros cuanta fama […].

Solltest du einmal zufällig erfahren, wer er ist, so sage ihm in meinem Namen, daß ich mich keineswegs für beleidigt halte, da ich wohl weiß, was Versuchungen des Teufels sind, und weiß, daß es eine der schwersten ist, wenn er einem Manne in den Kopf setzt, daß er imstande sei, ein Buch zu schreiben und drucken zu lassen, mit dem er soviel Ruhm wie Geld und soviel Geld wie Ruhm gewinnen könne.

Ruhm wie Geld und soviel Geld wie Ruhm gewinnen könne. Die Type von J. Ibarra Die

Die Type von J. Ibarra

Die „Prachtausgabe“ (1780)

Die sogenannte Prachtausgabe des Don Quijote aus dem Jahre 1780 entstand in einer der renommiertesten Druckereien Spaniens, derjenigen von Joaquín Ibarra y Maríns in Madrid. Ibarras Drucktechnik war innovativ; er entwickelte z.B. eine spezielle Farbmischung, die das Verschwimmen der einzelnen Buchstaben verhinderte und sorgte mit dafür, dass sich die modernen, gut unterscheidbaren Formen von V und U sowie S und F gegenüber den älteren in Spanien durchsetzten. Als Illustratoren beschäftigte Ibarra bekannte Maler und Zeichner seiner Zeit, u.a. M. Salvador Carmona und Mariano Maella. Insgesamt entstanden in seiner Druckerei bis zum Jahre 1836 circa 2500 Bücher.

Die Prachtausgabe des Don Quijote wurde im Auftrag der Real Academia Española hergestellt und diente z.B. dem König Carlos III. als fürstliches Geschenk an Staatsoberhäupter und Diplomaten. Eine Anekdote erzählt, dass der König bei einem Besuch der Druckerei bei einer Gelegenheit fragte, wie es denn möglich sei, dass dieses Werk, welches so gut gedruckt worden sei, noch eine Druckfehlerbeilage bräuchte. Der Meister antwortete: „Herr, es gibt kein perfektes Werk, das ein solches Accessoire vermissen ließe!“ Heute gilt die Prachtausgabe wegen ihres klaren und ausgewogenen Druckbildes und ihrer sorgfältigen Gestaltung als ein Höhepunkt der spanischen Druckkunst des 18. Jahrhunderts.

Gestaltung als ein Höhepunkt der spanischen Druckkunst des 18. Jahrhunderts. Deckblatt der Prachtausgabe von 1780

Deckblatt der Prachtausgabe von 1780

Gestaltung als ein Höhepunkt der spanischen Druckkunst des 18. Jahrhunderts. Deckblatt der Prachtausgabe von 1780
Gestaltung als ein Höhepunkt der spanischen Druckkunst des 18. Jahrhunderts. Deckblatt der Prachtausgabe von 1780