P. 1
_Ascher,

_Ascher,

|Views: 80|Likes:
Publicado porAngel Belle

More info:

Published by: Angel Belle on Jun 07, 2010
Copyright:Attribution Non-commercial

Availability:

Read on Scribd mobile: iPhone, iPad and Android.
download as PDF, TXT or read online from Scribd
See more
See less

05/12/2014

pdf

text

original

Wenn Sie magisch etwas bewirken wollen, sollten Sie lernen, wie man visualisiert. Sie brauchen
diese Technik in jedem Bereich der Magie. Nur wenn Sie ein klares Bild von dem vor sich haben,
was Sie erzeugen wollen, lohnt es sich, ein Ritual anzufangen. Und je komplizierter Ihre Wünsche
sind, desto mehr müssen Sie im Kopf behalten. Wie gesagt: Ein sonst hilfreicher Spickzettel ist
während eines Rituals eher hinderlich. Der Begriff Visualisieren klingt furchtbar technisch und
schwierig. Stellen Sie sich vor, Sie säßen in Ihrem Lieblingsrestaurant. Sie können die Musik im
Hintergrund hören und riechen, was da Gutes in der Küche gebrutzelt wird. Sie können es schon
fast schmecken. Und schwuppdiwupp, schon können Sie visualisieren. Um es gleich vorweg zu
sagen, je mehr Sie üben, desto leichter fällt es Ihnen und desto mehr Spaß macht es auch. Suchen
Sie sich für die folgende Übung eine ruhige Tageszeit. Sorgen Sie dafür, dass Sie ungestört sind.
Ich probiere neue Dinge gern frühmorgens aus, weil mein Kopf dann noch recht frei ist, wenn Sie
sich aber lieber am Abend, nachdem alles erledigt ist, auf den Weg machen wollen, ist dies auch
gut.

Wie Sie das Visualisieren üben

Setzen Sie sich in einen bequemen Stuhl, legen Sie die Füße hoch, wenn dies zu Ihrer
Entspannung beiträgt.

Sitzen Sie ganz ruhig da und spüren Sie in Ihren Körper hinein, beobachten Sie Ihren Atem.
Verändern Sie nichts. (Es sei denn, Ihr Hosenbund zwickt, dann öffnen Sie ihn am besten.
Lassen Sie auch ein Kratzen im Hals, Husten, Niesen und Ähnliches heraus, es ist alles
gestattet.)

Schließen Sie die Augen, damit Sie sich mehr auf Ihre innere Wahrnehmung verlassen
können.

65

Lassen Sie die Gedanken einfach vorüberziehen, Sie können sich später um alles kümmern,
was nötig ist.

Wenn Sie ruhig geworden sind, stellt sich ein Gefühl wie kurz vor dem Einschlafen ein, eine
Art Schwebezustand, in dem Sie zwar entspannt, aber gleichzeitig hellwach sind.

Wenn Sie so weit sind, gehen Sie in Gedanken in Ihre Küche und holen Sie sich Ihre
Lieblingstasse aus dem Schrank (oder einen anderen vertrauten Gegenstand). Spüren Sie, wie
Sie sie in der Hand halten, sehen Sie die Farbe.

Für den Anfang reicht dies schon aus, tragen Sie den Gegenstand wieder zurück in die Küche
und kehren Sie an Ihren Platz zurück. Nehmen Sie wieder ganz bewußt Ihren Atem wahr,
bleiben Sie einige Zeit ruhig und entspannt sitzen. Seien Sie sicher, dass Sie wieder ganz und
gar in Ihrem Körper angekommen sind. Dann öffnen Sie die Augen.

Seien Sie beim Aufstehen vorsichtig, damit Ihnen nicht schwindelig wird.

An den darauf folgenden Tagen können Sie Ihre Übung erweitern. Wenn Sie Ihre Tasse (oder
was auch immer) geholt haben, halten Sie den Gegenstand in Augenhöhe und verändern Sie
seine Farbe, nicht gleich zu dramatisch, wandeln Sie nur seinen Farbton ein wenig ab.
Schauen Sie sich die neue Farbe an und verändern Sie dann das Ganze wieder zurück ins
Original. Stellen Sie den Gegenstand wieder an seinen Platz und kehren Sie zu Ihrem
bequemen Sitzplatz zurück.

Sitzen Sie wieder ein paar Augenblicke entspannt da. Atmen Sie tief durch, spüren Sie Ihre
Hände und Füße, bewegen Sie Ihre Finger und Zehen. Bevor Sie die Augen öffnen, spüren
Sie, dass Sie vollständig wieder anwesend sind.

Diese einfache Übung können Sie so lange durchführen, bis Sie Ihre Lieblingstasse mit einem
Fingerschnippen - oder einem Gedanken - in jede beliebige Farbe verändern können. Wenn Sie
keine Lust mehr auf neue Farben haben, geht es weiter:

Beginnen Sie die folgende Übung wie die vorherige.

Fühlen Sie sich ruhig und entspannt, bevor Sie beginnen. Stellen Sie sich nun eine dunkle
Leinwand vor. Sie halten eine leuchtende, goldene Kreide in der Hand und zeichnen ein
Pentagramm auf die Leinwand, und zwar am ersten Tag eines, das Sie zum Bannen benötigen.
Beginnen Sie immer an der Spitze, die nach oben zeigt:

Am folgenden Tag zeichnen Sie ein Pentagramm, das Sie zum Herbeirufen benutzen werden:

66

Beenden Sie diese Übung wie die erste und stellen Sie sicher, dass Sie wieder ganz und gar in
Ihrem alltäglichen Bewusstsein anlangen.

Am besten üben Sie das Ganze vorher ein paar Mal auf Papier, aber denken Sie daran: Es geht nicht
um den künstlerischen Ausdruck, keiner verteilt hier Noten fürs Zeichnen. Wichtig ist, dass Sie sich
sicher werden, alles auf dieser Leinwand darzustellen, was Sie wollen. Mit etwas Übung werden Sie
merken, dass Sie noch nicht einmal Kreide oder Ähnliches brauchen, ein Gedanke genügt.

Wie lange oder wie oft Sie diese kleinen »Fingerübungen« machen oder brauchen, liegt ganz bei
Ihnen. Manche Menschen finden es schwierig, sich ruhig hinzusetzen und sich zu entspannen.
Probieren Sie es einmal mit Tanzen. Gehen Sie in ein Musikgeschäft und suchen Sie sich
indianische, afrikanische oder asiatische Trommelmusik aus, ganz nach Ihrem Geschmack. Falls Sie
nicht viel Platz haben, können Sie sich im Schneidersitz hinsetzen und sich im Rhythmus der Musik
wiegen, bis Sie den entspannten Wachheitszustand erreichen.

Haben Sie Raum zum Tanzen, bewegen Sie sich mit der Musik. Auch hier geht es wieder nicht um
den künstlerischen Ausdruck, wie Ihre Bewegungen aussehen, interessiert außer Ihrer eigenen
Eitelkeit und Ihrem Ego niemanden.

Wenn Sie das Bewusstsein der Anderswelt durch Tanz erreichen, kann es sein, dass Sie es trotzdem
angenehmer finden, während Ihrer Reise in die Küche auf einer Stelle stehen zu bleiben. Bewegung
kann bei ausgerichteter Energie manchmal stören. Probieren Sie es aus, bis Sie das Richtige für sich
gefunden haben.

You're Reading a Free Preview

Descarga
scribd
/*********** DO NOT ALTER ANYTHING BELOW THIS LINE ! ************/ var s_code=s.t();if(s_code)document.write(s_code)//-->