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Kingston, Karen - Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags

Kingston, Karen - Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags

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Ein sehr häufiges Problem ist das Festhalten an Büchern,
besonders für Leute mit neugierigem Geist. Für viele von ihnen
sind Bücher wie treue Gefährten. Sie sind immer da, wenn man
sie braucht, um einem ihr Wissen mitzuteilen, einen zu
inspirieren, zu unterhalten und anzuregen.
Doch wenn Sie sich an alte Bücher klammern, können Sie
keinen Raum für neue Ideen und Denkweisen schaffen. Ihre
Bücher symbolisieren Ihre Ideen und Überzeugungen, und wenn
zu viele von ihnen bei Ihnen zu Hause im Bücherregal stehen,
erstarren Sie in Ihren alten Denkmustern und entwickeln eine
Energie, die genauso muffig ist wie die muffigsten alten Bücher,
mit denen Sie sich umgeben.
Wenn ich zur Beratung bei einem gebildeten Menschen
komme, der Schwierigkeiten hat, einen Partner zu finden,
entdecke ich oft, dass in der Beziehungsecke des Hauses oder
eines häufig genutzten Raumes ein großes Bücherregal steht, das
bis oben hin mit Folianten voll gestopft ist. Diese Menschen tun
das, ohne etwas von Feng Shui zu wissen, einfach nur, weil es
sich dort „gut anfühlt“ – und es zeigt, dass sie dich wichtigste
Beziehung in ihrem Leben mit ihren Büchern führen! Meistens
haben sie dann auch einen Stapel Bücher am Bett liegen, um
nachts lesen zu können – wieder ein Beziehungsersatz. Indem
man das Bücherregal woanders hinstellt oder wenigstens etwas

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Platz darin macht, entsteht Raum für neue Interessen und
Beziehungen.

Womöglich haben Sie so viele Bücher, dass sie längst nicht
mehr ins Bücherregal passen und sich an anderen Orten breit
machen. Vielleicht stapeln sie sich auf Ihrem Schreibtisch, auf
dem Kaffeetisch, neben Ihrem Lieblingssessel oder auf dem Klo
(siehe Kapitel 17 wegen der tieferen Auswirkungen!)?
Lernen Sie, Ihre Bücher loszulassen, wenn es an der Zeit ist.
Am besten fangen Sie mit den Kochbüchern an, die Sie nie
gebraucht haben (nein, nicht öffnen, um schnell noch mal nach
Rezepten zu schauen!). Dann nehmen Sie sich die Lehrbücher
und Nachschlagewerke vor, die Sie seit Jahren nicht angerührt
haben, Kinderbücher, aus denen Sie oder die Ihren
herausgewachsen sind, Romane, an denen Sie nicht interessiert
genug waren, um sie anzufangen oder zu beenden, Bücher mit
Theorien, mit denen sie nicht einverstanden sind. Machen sie
mit den Bändern weiter, die an Orten stehen, die so
unzugänglich sind, dass Sie sie seit Jahrzehnten nicht angerührt
haben, oder die so alt sind, dass sie schon zerfallen. Dann sind
da noch die Bücher, die Sie vor Jahren zutiefst inspirierten,
deren Ideen inzwischen aber so sehr ein Teil von Ihnen
geworfen sind, dass Sie sie nicht länger zu lesen brauchen. Ihr
Ziel sollte eine Büchersammlung sein, die Sie so repräsentiert,
wie Sie heute sind und morgen gerne sein würden. Fügen Sie ein
paar Nachschlagewerke hinzu, die Sie gewöhnlich brauchen,
und gönnen Sie sich den Luxus, ein paar Bücher einfach nur
deshalb zu behalten, weil Sie sie oder die Assoziationen lieben,
die Sie mit ihnen verbinden; den Rest lassen sie los.
Vielleicht haben Sie ja Angst, die Bücher zu vermissen. Dann
ist es eine exzellente Lösung, sie der örtlichen Bücherei zu
spenden. Es ist sehr beruhigend, wenn man weiß, dass man sie
jederzeit für eine Weile leihen kann, falls man sie braucht. In der
Zwischenzeit machen Sie anderen Freude und verstopfen nicht
mehr Ihre Bücherregale und Ihr Leben. Interessanterweise

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leihen die Leute die gespendeten Bücher äußerst selten wieder
aus. Nachdem sie sie einmal losgelassen haben, gehen sie zu
etwas Neuem über und verlieren die alten Wälzer völlig aus den
Augen.

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