Está en la página 1de 27

Der Kreutzer – Alle Einzelartikel chronologisch

Inhaltsverzeichnis
a.A. 66 t.n........................................................................................................................................................................................................................2
10. Ague......................................................................................................................................................................................................................2
Maximilian vom Güldenen Haupte..........................................................................................................................................................................2
Ein Leserbrief..........................................................................................................................................................................................................2
Bernhard der Pfähler..............................................................................................................................................................................................3
Tavernenbesatzung ausgelöscht.............................................................................................................................................................................3
11. Ague......................................................................................................................................................................................................................3
Der Pfähler & Der Wüterich....................................................................................................................................................................................3
Im Brennpunkt........................................................................................................................................................................................................3
Euer Land Liebt Euch!............................................................................................................................................................................................4
Gardebericht...........................................................................................................................................................................................................4
Alkoholsoll übererfüllt!.............................................................................................................................................................................................4
Aufruf zur Gegenwehr.............................................................................................................................................................................................4
12. Ague......................................................................................................................................................................................................................4
Feindpropaganda....................................................................................................................................................................................................4
Kurznachrichten au+ Rabenstein............................................................................................................................................................................4
13. Ague......................................................................................................................................................................................................................4
Axel: Verzweifelt gesucht........................................................................................................................................................................................4
Für Akron & den Kreutzer.......................................................................................................................................................................................4
Enthüllungen von Maximilian+ Hof..........................................................................................................................................................................5
14. Ague......................................................................................................................................................................................................................5
Au+ den Flüchtlingslagern......................................................................................................................................................................................5
Unheimliche Begebenheiten...................................................................................................................................................................................5
16. Ague......................................................................................................................................................................................................................5
Der Kreutzer trauert: Hermann Hirsch ist tot!..........................................................................................................................................................5
17. Ague......................................................................................................................................................................................................................6
Gardebericht...........................................................................................................................................................................................................6
18. Ague......................................................................................................................................................................................................................6
Der Fehler de+ Pfähler+.........................................................................................................................................................................................6
25. Ague......................................................................................................................................................................................................................6
RABENSTEINER HEER ZURÜCKGEWORFEN....................................................................................................................................................6
Komplott aufgedeckt...............................................................................................................................................................................................6
6. Raneh......................................................................................................................................................................................................................6
Akronische Truppen in Rabenstein.........................................................................................................................................................................6
18. Sacor.....................................................................................................................................................................................................................6
Einfuhrstopp für Rabensteiner Feigen....................................................................................................................................................................6
1. Awar - Zum bretonischen „House of Lord+“.............................................................................................................................................................7
Neue+ au+ Aredrokh...............................................................................................................................................................................................7
Schlimm! Akronerin sollten beide Beine abgehackt werden!...................................................................................................................................7
Grauenvoll - Akroner Scout+ in Todesfalle geraten.................................................................................................................................................7
12. Awar......................................................................................................................................................................................................................7
Unglaublich! Finstere Rituale und Leichenschändung!...........................................................................................................................................7
12. Winter-Astarte.......................................................................................................................................................................................................7
Blitznachrichten......................................................................................................................................................................................................7
a.A. 67 t.n........................................................................................................................................................................................................................8
15. Aeron.....................................................................................................................................................................................................................8
NA TOLL: Frieden...................................................................................................................................................................................................8
20. Gibil.......................................................................................................................................................................................................................8
Offizielle+ Dementi de+ akronischen Heereskommando+......................................................................................................................................8
12. Sommer-Astarte....................................................................................................................................................................................................8
Au+ der Redaktion..................................................................................................................................................................................................8
16. Sommer-Astarte....................................................................................................................................................................................................9
Kalter Sonnenschein...............................................................................................................................................................................................9
18. Sommer-Astarte....................................................................................................................................................................................................9
Tragische Todesfallen.............................................................................................................................................................................................9
IMMOBILIENANZEIGE...........................................................................................................................................................................................9
19. Sommer-Astarte....................................................................................................................................................................................................9
Neuer Berater an Celeste+ Hof...............................................................................................................................................................................9
21. Sommer-Astarte....................................................................................................................................................................................................9
Aufbau West...........................................................................................................................................................................................................9
22. Sommer-Astarte..................................................................................................................................................................................................10
Rasputin Radieschen ist tot..................................................................................................................................................................................10
25. Sommer-Astarte..................................................................................................................................................................................................10
Kaozisch Rayon minnt Aredrokh...........................................................................................................................................................................10
11. Ferret ..................................................................................................................................................................................................................10
Sonderkreutzer zum Bluthrauschfest....................................................................................................................................................................10
Thorgal besteigt seinen Thron!.............................................................................................................................................................................10
28. Ferret...................................................................................................................................................................................................................11
Die gefallene Fee..................................................................................................................................................................................................11
Bericht au+ Bernland............................................................................................................................................................................................11
11. Muscul.................................................................................................................................................................................................................11
AKRON FORDERT SEIN RECHT.........................................................................................................................................................................11
18. Muscul.................................................................................................................................................................................................................12

- 1 -
Schlachtgerede.....................................................................................................................................................................................................12
20. Muscul.................................................................................................................................................................................................................14
Ein Schreiben der Heeresleitung..........................................................................................................................................................................14
24. Muscul.................................................................................................................................................................................................................14
SIEG!....................................................................................................................................................................................................................14
Stimmen zur Schlacht...........................................................................................................................................................................................15
Einige Stimmen nach der Schlacht.......................................................................................................................................................................17
25. Muscul.................................................................................................................................................................................................................17
Wenn kluge Köpfe sich schlagen oder DIE SCHLACHT.......................................................................................................................................17
29. Muscul.................................................................................................................................................................................................................18
Extra Beilage au+ der Schreibstube seiner Hoheit Sir Edward Henrey Arthur Bowen Woodcastle zu Veröffenlichung im akronischen Keutzer.. .18
05. Awar....................................................................................................................................................................................................................19
Kurznachrichten....................................................................................................................................................................................................19
Redaktion zerdroschen!........................................................................................................................................................................................19
Richard Rosenherz erleidet Nervenzusammenbruch!...........................................................................................................................................19
Wyrz Knyrzer wählen Spiel de+ Jahre+!...............................................................................................................................................................19
Walküre fort!.........................................................................................................................................................................................................19
a.A. 68 t.n......................................................................................................................................................................................................................20
3. Aeron.....................................................................................................................................................................................................................20
NOTSTAND IN AKRONISCH AREDHROKH?......................................................................................................................................................20
6. Aeron.....................................................................................................................................................................................................................20
Oukfreykischer Kapitän legt Krise bei...................................................................................................................................................................20
22. Aeron...................................................................................................................................................................................................................20
Kurznachrichten....................................................................................................................................................................................................20
Blitzschlag brät 68 Gänse in Kelkheim..................................................................................................................................................................20
Proklamation au+ Kaozien....................................................................................................................................................................................20
1. Ague......................................................................................................................................................................................................................21
Au+ aller Welt – Kukuk Nachdruck........................................................................................................................................................................21
11. Ague....................................................................................................................................................................................................................22
BLICKPUNKT: Reichsversammlung.....................................................................................................................................................................22
3. Gibil.......................................................................................................................................................................................................................22
Die Reichsversammlung.......................................................................................................................................................................................22
Direkt von der Reichsversammlung......................................................................................................................................................................22
Ohne Titel.............................................................................................................................................................................................................23
18. Gibil.....................................................................................................................................................................................................................23
WAHLBETRUGSSKANDAL? Nach Kanzlerwahl ungültige (?) Stimmzettel aufgetaucht!.....................................................................................23
30. Raneh..................................................................................................................................................................................................................23
SONDERKREUTZER ZUR REICHSVERSAMMLUNG.........................................................................................................................................23
a.A. 69 t.n......................................................................................................................................................................................................................25
24. Winter-Astarte.....................................................................................................................................................................................................25
Gebildeter Mob verprügelt Gomez de la Muerte-Leugner.....................................................................................................................................25

a.A. 66 t.n.
10. Ague
Maximilian vom Güldenen Haupte
Ich, Justus Jonathan, bringe hier ein brandheißes Gespräch mit einem akroner Kesselflicker, der Vorort in Rabenstein scheußliches erlebt hat. Exklu-
siv und brandaktuell für den Kreuzer. Wir in Akron müssen uns nun fragen: War der schreckliche Überfall auf Akron, inzwischen Landesweit als 28/2
bekannt, etwa von langer Hand geplant??? Hat Maximilian den Verstand verloren??? Nach den Aussagen des Kesselflickers Fressty S. (Name v.d.
Red. geändert) drängt sich dem hart arbeitenden Akroner mal wieder der Verdacht auf, dass die Dekadenz des außerakronischen Adels schwere
geistige Schäden zur Folge haben könnte. Die ganze Wahrheit und das unzensierte Gespräch folgen.
JJ: "Schiessen Sie los!"
FS: "Also, nachdem ich mit der Armbrust auf den Tavernentisch gespr...-nein, das war danach noch, also auf jeden Fall war das in Rabenstein im letz-
ten Jagdmond, äh, Muscul, und da war dieser Mann mit dem unermesslich vielen Gold auf dem Kopf-"
JJ: "Sie meinen König Maximilian?"
FS: "Ja genau, so hammse ihn genannt! Also, der lief da ganz fahrig ´rum im Rittersaal, is so getorkelt und hat so unverständliche Sachen genu-
schelt...und dann hat ihn der eine Ritter auf so´n Stuhl gedrückt mit unermesslich viel Gold dran-"
JJ: "Ein Thron?"
FS: "Äääh, vielleicht, ja,....da war so unermesslich viel Gold überall, dass konntich nich so genau sehen....auf jeden Fall saß der König dann da so to-
tal starr und hat unverwandt in die Menge gestiert und ich bin mir nicht sicher, ich glaube, er hat sich dann ein paar Mal über die Lippen geleckt, rich-
tig unheimlich war das..."
JJ: "Hatten Sie etwas getrunken an dem Abend?"
FS: "Also bitte, ich bin Akroner!"
JJ: "Entschuldigung, fahren Sie fort."
FS: "Na, dann isses passiert. Da isser dann plötzlich aufgesprungen, hat den Kopf so schräg auf die Schulter gelegt und so ganz leise vor sich hinge-
murmelt...und dann hatter laut gesagt, dass er dis Akroner Bürgerrecht ein für allemal aufhebt in Rabenstein..."
JJ: "BITTE???"
FS: "Ja, das hatter gesagt. Ich war da nich alleine, also da war´n noch andere, die das auch gehört ham. Ich bin natürlich total erschrocken und
gleich raus aus dem Rittersaal, der gleichzeitig auch Taverne war nebenbei und schnell nach Akron, also man, ich will garnich daran denken, was die
nunmehr mit mir gemacht hätten, wenn die mich erw-" *pomp*
JJ: "Erschütternd. Vielen Dank für das Gespräch."
Maximilian hat also das Akroner Bürgerrecht, überall in den Mittellanden anerkannt, schon vor fünf Monaten willkürlich aufgehoben. Muss dem noch
etwas hinzugefügt werden? Wir denken NEIN. Ich bin Justus Jonathan, Gute Nacht, gute Schlacht!!!

- 2 -
Ein Leserbrief
Der Brief eines betroffenen Akroners an der Rabensteiner Grenze: Hochverehrter Don Miguel, bitte helft uns!...
Wir sind die Bewohner des Dorfes Löwenzahn, etwa 2 Meilen vor der Rabensteiner Grenze. Gestern musste ich mit ansehen, wie Rabensteiner
Schergen auf der Wiese vor meinem Haus Gänseblümchen herausgerissen und zertrampelt haben. An dem Tempel im Dorf wurde ein Knecht Bernd
des Pfählers dabei beobachtet wie er, vergib mir Don, dass ich es schreibe, "Astahte is dof" in die Tempeltür ritzte. Bauer Jansen traf fast der Schlag
als er im Obstgarten dutzende Äpfel auf dem Boden liegen sah; alle einmal! Angebissen. Bitte helft uns Don! Bevor sie unsere Taverne anzünden und
uns zwingen an ihre zwei Götter zu glauben! Cedrik, der Schmied

Bernhard der Pfähler


Hermann Hirsch, unterwegs für den Kreutzer und gerade auf einer besonders grausigen Mission. Ich schreibe aus den noch sicheren Wäldern Akro-
nisch-Welfens, nahe den Kriegsschauplätzen. Es kommen immer mehr Flüchtlinge aus dem Krisengebiet.
Grausam entstellte Menschen, mit Zahnstochern über und über gespickt; Elfen, deren Ohren rundgeschnitzt und denen Bärte angeklebt wurden;
Zwerge denen die Beine auf den Rücken gebunden sind. Oh, Astarte schütze uns, der Pfähler ist über Akron hereingebrochen. Aus den Berichten der
letzten Jahre ist uns gerade dieser Scherge des Rabensteiner Königs als besonders erbarmungsloser Schlächter bekannt geworden. Er hatte schon
im zarten Alter von 5 Jahren seiner Familien die Zeit mit lustigen Hasenmorden und Spatzenwürgen vertrieben. Auf Banketten des Rabensteiner Kö-
nigshauses war er es, der mit seiner "Messer auf die Maid-Show" für Beifall sorgte, und es gerade zu genoss wenn mal ein Messer genau ins
schwarze traf. Und jetzt schickt der Rabensteiner König genau diesen Ritter um seinen so friedlichen Nachbarn zu überfallen. Ihr lest mich überwäl-
tigt und schier der Ohnmacht nahe, es fehlen mir die Worte diese Hinterhältigkeit zu beschreiben. Warum musste es nur soweit kommen. "Es gibt
doch immer andere Wege, als Krieg", wie der Don so friedvoll sagt. Aber jetzt ist es anders gekommen und jetzt, da ich in die tränenüberlaufenden
Gesichter der nun heimatlosen Kriegsweisen sehe, bitte ich Astarte, möge Akrons Antwort kommen. Und zwar richtig und unmissverständlich.
Hermann

Tavernenbesatzung ausgelöscht
Welcher Akroner hatte nicht schon von Ihr gehört, die berühmte Taverne "Astartes Glück"? Von dieser, gelegen an der Handelsstraße nahe Magde-
burgum, ist nichts weiter übrig als Schutt, Asche und das letzte Blut ihrer Betreiber.
Diese hatten verzweifelt versucht ihre Taverne gegen die Expansionswut der marodierenden Rabensteiner Horden, angeführt von Bernhard von Wie-
senburg (vielen eher bekannt als "BERND DER PFÄHLER") zu verteidigen. Aber der Versuch war zum Scheitern verurteilt. Zur Zeit des Überfalls be-
fanden sich nur der Wirt Gerhard der Spendable (nach Kreutzerumfagen Wirt des Jahres '65), seine geliebte Frau und seine drei Töchter auf dem
Hof. Die grund- und gnadenlose, perverse Gewalt mit der die Rabensteiner hier vorging macht mir jetzt noch Angst. Das unblutigste Ende fanden
wohl die Töchter, ertränkt in Metfässern. Zum Schicksal der Eltern will ich hier aus Pietät nicht mehr schreiben, aber der Beiname des Rabensteiner
Truppenführers spricht wohl für sich. So sollte für uns, das Akronische Volk, klar sein, dass wir diesen Märtyrertod von Gerhard dem Spendablen und
seiner Familie nicht ungesühnt lassen können. Für uns sollten sie auch die ersten wahren Helden des Krieges sein sollten. Mir stellt sich nun letzt-
endlich noch eine Frage: "Geht es König Maximilian und seinen Vasallen hier wirklich nur um Akronischen Boden?" Aufgrund dessen, was ich gese-
hen habe, wirft sich mir der Eindruck auf, dass es ihnen darum geht unsere hochentwickelte Akronische Tavernenkultur zu zerstören. Immerhin ist
uns allen bekannt mit wie viel Hass, resultierend aus blankem Neid, Rabensteiner dem Akronischen Tavernenbesucher begegnen. Nicht umsonst gilt
Rabenstein als Teil der "ACHSE DES OEDEN". Der Kreutzer wird, sich seiner aufklärenden Funktion bewusst, natürlich weiterhin über die Entwick-
lung berichten.

11. Ague
Der Pfähler & Der Wüterich
Astarte steh uns bei, Bernd der Pfähler hat ein SAEGEWERK BESETZT! Auf seinem Feldzug wider der Akronischen Tavernenkultur (Der Kreutzer
berichtete) hat Bernhard von Wiesenburg nun mit seinen Truppen ein Akronisches Sägewerk besetzt.
Mir, Axel Hüpfer, gelang es mit einem tüchtigen, aufrechten Holzfäller Akrons zu sprechen, welcher den Klauen der Rabensteiner entwischen konnte.
Dieser berichtete mir, dass der Rabensteiner Feldherr dass Sägewerk besetzt hält und alle Arbeiter versklavt hat. Diese müssen nun für ihn im Ak-
kord Pfähle spitzen, damit er weiterhin seinem perversen Zeitvertreib frönen kann. Damit jedoch noch nicht genug der Grausamkeiten, denn ebenfalls
lässt er Pferdekutschen mit Pfählen beladen, damit er auch in den schönen Akronischen Ebenen nicht auf sie verzichten braucht. Doch noch immer
nicht genug der Schreckensmeldungen. Gerüchten zufolge hat Bernhard von Wiesenburg dieses Sägewerk zu seinem Taktischen Zentrum gemacht
und wartet auf Verstärkung. Man munkelt gehört zu haben das König Maximilian einen weiteren seiner Schergen auf Akron loslässt. Mir kam dabei
sofort ein Name in den Kopf: Wilbur von Wittgenstein!!! Oje, Astarte steh uns bei: BERND DER PFÄHLER & WILBUR DER WÜTERICH vereint auf
einem blutigen Feldzug gegen das friedliche Akron??? Der Kreutzer hofft, dass dieses Gerücht sich nicht bestätigt und wird weiterhin von der Front
berichten. In diesen grausigen Zeiten fällt es schwer ein gutes Wort zum Schluss zu finden. Deshalb möchte ich unseren verehrten Don zitieren: "Wir
wollten den Frieden, sie wählten den Krieg." In diesem Sinne, auf die Gefallen von Akron,
AXEL HÜPFER [Redaktion Der Kreutzer]

Im Brennpunkt
Aus der Redaktion in eigener Sache DIE FRAGE NACH DEM WARUM/Ohnmacht der Weisen
Noch am 11. Tag nach Beginn der grausam gezielten Aggressionen bricht der Strom der Schrecklichkeiten nicht ab! Stunde um Stunde trifft ein weite-
rer Eilbote aus dem Krisenherd Akronisch-Dracconias ein. Noch wissen wir um dem Verbleib tapferer akronischer Berichterstatter wie Axel Hüpfer,
Hermann Hirsch, und Justus Jonathan! WIR ERHEBEN EHRFÜRCHTIGST UNSER GLAS AUF DIE GEFALLENEN SO OFT NUR MÖGLICH. Doch
mehr als nur einer der hartgesottenen, akronischen Botenläufer bricht unter der ungebändigten Last seines fatalen Wissens wimmernd zusammen.
So gleicht die Redaktionshöhle des Kreutzers einem Lazarett, einem Tempel (nie wurde so oft und unverhohlen Astarte angerufen), und schließlich
auch einem Schlachtfeld. DER KREUTZER IST VOR ALLEM AKRONER UND WEISS, WAS TUN IN SOLCHEN SCHWEREN ZEITEN! Lasst uns
Schulter an Schulter um unsere akronische Freiheit kämpfen, Schwestern und Brüder! Für unsere Tavernenkultur, auf die Gefallenen! Mit dem Kater
jedoch und der folgenden Nüchternheit schleichen sich unangenehme Fragen und nagende Zweifel in unsere vom Met zerfressenen Hirne. WER ist
dieser grobschlächtige Nachbar der an unseren südlichen grenzen marodiert? DER ohne Kriegserklärung aufrechte akronische Tavernenbetreiber
(siehe Hüpfer, der Kreutzer berichtete) massakriert, den unantastbaren Frieden mit Füßen tritt. WAS für eine Kreatur ist solcher unakronischen Taten
fähig? Siehe oben. WOHER dieser Gewaltgenuss, diese Missachtung jeglicher Mittelländischer Konventionen? Schon vor einiger Zeit zeigte das
Monstrum wohl offen sein bluttriefendes Maul.Unabänderlich sind seine Unfassbarkeiten in unsere Erinnerung gebrannt, gleich der friedlichen Taver-
ne niedergebrannt, werden uns zeitlang verflogen (schon jetzt schläft jeder 2. Kreutzerianer nur mit Hilfe noch stärkerer Drogen) und auch unsere
astartegefällige, freiheitliche akronische Kultur verändern. Werden wir uns ab jetzt auf Nachahmungstaten gefasst machen müssen? Die Suche nach
eben jenen Antworten wird unser heiliger Feldzug gegen die degenerierte rabensteiner Elite sein. Auf der Suche nach Antworten schreckt der Kreut-
zer auch vor dem krankhaftesten Entdeckungen und Geständnissen nicht zurück. Nur so, durch absolut abhängige, zensierte und parteiische Bericht-
erstattung, werden wir unsere Freiheit schützen, unsere Tavernenkultur sichern und den Toten gebührlich gedenken. AUF ASTARTE, IHRE ZEHN

- 3 -
STARKEN SÖHNE, DEN MILDTÄTIGEN DON, UND ALL UNSERE PLÄNKLER DA DRAUßEN IM FELD!!! Ein Rabenstein zwingt AKRON nicht in die
Knie, kann uns nicht das Wasser reichen, und stinkt sowieso. IO ASTARTE
Schon morgen: Rex Maximinus 14, Opfer des Marionetten-Dämons, oder eben jener selbst?
Später: Die zwielichtige Vergangenheit Bernd des Pfählers, Schicksal einer Geschwisterliebe.
Dann : Willburs steiniger Weg der Enttäuschungen, und sein Fall.
Außerdem: Gehäufte tödliche Unfälle und giftige Krankheiten am Höfen der Mittellande.
Mit spitzer Feder eure
Ludmila Kurzsocke
IO ASTARTE

Euer Land Liebt Euch!


Hola, liebe Akroner. Herrmann Hirsch meldet sich zurück von den kriegsnahen Lehen. Es ist einfach UUNNnglaublich, nachdem gestern die Schre-
ckensnachrichten wie ein Blitz durch das Land fuhren, erlebe ich heute eine grandiose Umkehr der Gefühle.
Hunderte Bürger Akrons sind aus dem ganzen Reich hier her gekommen und haben in Windeseile Heilerzelte und Nahrungslager errichtet, die an
strömenden Opfer des Überfalls werden offenherzig begrüßt und sofort versorgt, einfache Bauern und weise Gelehrte arbeiten Hand in Hand für die
Hilfe in Akron. Milizen und Kampfangler sind aus den Bergen herunter gekommen und sichern alle Stellungen... Da... Was ist das..? Es ist überwälti-
gend meine Damen und Herren, die zwergischen Wissenschaftler haben eine Flugmaschine bereitgestellt die Kehrpackete für die Vertriebenen lie-
fern, und jetzt, ja, jetzt, sie schreiben etwas mit bunten Rauchschwaden an den Horizont, hoi, der Jubel ist ohrenbetäubend und die Menge tost; da
steht, Euer Land liebt Euch, Haltet durch, Wir sind gleich da... DON, ich bin überwältigt von solcher Verantwortung und meine Damen und Herren. Es
ist mir eine Ehre Akroner zu sein und eine solche Führung zu haben. Danke, höre ich hier von allen Seiten und mit DANKE möchte ich heute schlie-
ßen, ja wir werden durchhalten und Bernd Wiesenburg, (der Pfahle) bei Astarte, bald bist du raus!!!
Hermann Hirsch für den Kreutzer

Gardebericht
Heute in den frühen Morgenstunden wurde Padre Leif vom Blitz getroffen. Er wurde von Gardist Derrik auf seinem morgendlichen Rundgang rau-
chend, mit glasigen Augen und rußgeschwärzten Gewändern vor seinem Haus aufgefunden. Sein Kettenzeug hatte wohl schlimmeres verhindert und
inzwischen ist er wieder wohlauf. Der Hauptmann der Garde vermutet dahinter einen anti-akronisch motivierten Anschlag von Rabensteiner Seite.

Alkoholsoll übererfüllt!
Das Dorf Steinacker gibt bekannt, ihren Monatsplan bezüglich Alkoholkonsum um 353% übererfüllt zu haben. Der Kreutzer ist froh in diesen düsteren
Tagen über ein solch erfreuliches Ereignis berichten zu können. Wir brauchen jedes bisschen Hoffnung zu dem wir fähig sind.

Aufruf zur Gegenwehr


Alle Akroner Bürger sind angehalten dem rabensteiner Agressor Widerstand zu leisten. Auch Alte und Kinder können zur erfolgreichen Landesvertei-
digung beitragen, indem sie rabensteiner Truppenführern heimlich Beine stellen, ausweichenden akroner Kampfgruppen mit Schaf- und Schweine-
herden den Rückzug decken oder rabensteiner Militärkurieren den falschen Weg weisen (hierzu wird geraten, alle Wegweiser auf dem Dorfplatz zu
entfernen oder die Beschriftungen zu vertauschen).
Gemeinsam sind wir stark!

12. Ague
Feindpropaganda
Hermann Hirsch hier, direkt aus den Krisengebieten, mittendrin für den Kreutzer. Ich möchte diesen dritten Bericht, am dritten Tag X, nutzen, um auch
eine andere Seite des grausamen Überfalls hier nicht unbeleuchtet zu lassen. Wir berichten frei und fair und beleuchten alle Seiten.
Soeben ist mir eine Ausgabe der einzig erlaubten Rabensteinen Wochenzeitschrift "Der Ranzer" überbracht worden. Zu den Vorfällen schreibt der
Rabensteiner Agressor folgendes, und ich möchte noch einmal betonen das hier nichts geschönt oder weggelassen wird!
10. Marz, 1002 Die Rabensteiner Herrschaft in all seiner Güte und Rechtschaffenheit gibt bekannt, dass von nun an jeder Akroner das Leben in un-
seren Landen verwirkt hat, das nicht einmal das Wort Akron genannt werden soll. Wir, die allherrliche Majestät, bestimmen außerdem, dass unsere
glorreiche Armee ausziehen soll und die Landen der Geächteten übernehmen und von jeglichen Akronern befreien wird. Heute beginnen wir, unter
der Leitung des Hervorragenden Kriegsmeisters Bernhart von der Wiesenburg, die Westfront aufzutun. Wir erhöhen dafür den Zehnten auf einen
Fünfizigsten. Alle Rabensteiner Mannen ab 9 Lenzen findet sich sofort in den örtlichen Magistraten für Wehrhaftigkeit ein.
Hermann Hirsch für den Kreutzer

Kurznachrichten au+ Rabenstein


Neuesten Beobachtungen zufolge fressen Rabensteiner kleine Kinder. In Rabenstein ist es seit kurzem bei Prügelstrafe verboten die Wahrheit zu sa-
gen. Es gilt unter rabensteiner Adligen als großer Spaß alten Leuten die Krücken weg zu treten. Die Bierpreise sind schon wieder verdoppelt worden.
Ein Bier soll inzwischen ca. 2 Gold kosten!

13. Ague
Axel: Verzweifelt gesucht
MISSING IN AKTION: AXEL HÜPFER
Mit Bestürzung erhielten wir heute folgendes Schreiben:
Ich bin dem Pfähler in die Hände gefallen. Ich hatte versucht mich in die Reihen der Rabensteiner ein zu schleichen. Aber meine ach so geniale Tar-
nung flog schon nach wenigen Stunden auf, nachdem ich im Versorgungszelt der Rabensteiner pünktlich nach dem aufstehen (später Nachmittag)
nach nem Frühstücksbier fragte. Ich Depp, dieser Fehler hätte mir nicht passieren dürfen. Da frag ich am späten Nachmittag schon nach 'nem Bier,
und überhaupt BIER. Man ich dachte immer ich wär'n Profi. Das mit dem Außenkorrespondenten üb' ich aber noch.
Wie auch immer; nun Sitz ich hier, bin Rabensteiner Kriegsgefangener und kriege nix zu essen außer einmal täglich einen Junior-Chef-Salat mit 'nem
Weißbrot ohne Kruste und dazu ein Liter warme Milch auf ex. Ich weiß nicht wie lange ich unter diesen akronfeindlichen Bedingungen (die Jungs ha-

- 4 -
ben ihre Kulturhausaufgaben zumindest besser gemacht als ich, siehe oben) durchhalte. Aber solange es mir möglich ist werde ich versuchen den
Kreuzer und das Akronische Volk weiterhin mit Berichten aus Rabensteiner Kriegsgefangenschaft zu versorgen. Verschwendet keine Träne an mich,
es geht um unser geliebtes Land. Aber trinken dürft ihr auf mich.
Axel Hüpfer [Redaktion: DER KREUTZER]
Wir sind zerschmettert, wollen dieses Schreiben aber kommentarlos stehen lassen. DER KREUTZER

Für Akron & den Kreutzer


Hermann Hirsch aus den kriegsnahen Gebieten für Akron und den Kreutzer. Ich möchte in meiner Einleitung, mit ein paar Worten, den kleinen alltägli-
chen Helden am Rande des Krieges gedenken.
Den kleinen Redakteuren und Berichterstattern, die täglich ihr Leben und Morgenbier aufs Spiel setzen, um Akron zu informieren. Auch wir im Kreut-
zer haben wieder einen dieser kleinen Helden Akrons verloren: Axel Hüpfer ist bei warmer Milch auf ex in die Hände des Pfählers gefallen, und, oh
Astarte, niemand weiß, ob er jemals wieder das Tageslicht erblicken wird. Wir vermuten, dass ihm der Pfähler schon in den nächsten Stunden die
Finger bricht, ihm die Augen ausbrennt, ihn eigenhändig entmannt und, ach ich will gar nicht daran denken. Armer Axel. Aber nichts desto trotz, er
und wir gehen dieses Risiko bewusst ein und werden es auch bei solchen Nachrichten noch lieber tun, denn wir bringen so unseren Beitrag für ein
schönes und großes Akron. Nun aber zu den Grenzberichten. Den ersten Opfern geht es schon wieder viel besser, den Elfen wurden provisorische
Ohren gebaut und angelegt, den Menschen die Splitter gezogen und den Zwergen die Beine vom Rücken gebunden. Und was tut ein wahrer Akroner,
wenn es ihm besser geht? Genau, er trinkt ein Bier auf die gefallenen Freunde, packt sich noch so viele er tragen kann ins Gepäck, schnappt sich ir-
gendeine Waffe, murmelt was von "jetzt bin ich grün" und geht wieder in die erste Kampfreihe. Ja, meine Lieben Leser, hier ist die Stimmung langsam
besser und wie die Massen vom ersten Schock hierher strömten strömen sie jetzt wieder rein, hin zu ihm, hin zum Herr der Finsternis. Oh, ja! Bernd
Pfähler, jetzt ist unsere Zeit nahe und du wirst bald Geschichte sein und, Gnade dir Astarte, wenn erstmal die schrecklichste Kriegsmaschinerie der
Mittellande hier eintrifft, oh ja, dann wirst du Akrons Heerscharen gegenüberstehen und die jagen dich bis... bis du dir freiwillig den Pfahl gibst. Für
Akron, Astarte, den Don und Axel
Hermann Hirsch -KREUTZER-

Enthüllungen von Maximilian+ Hof


INTERVIEW - Es ist der Redaktion gelungen mit einem hohen Würdenträger am Hofe Maximilianus´ zu sprechen. Obwohl das folgende Gespräch
beunruhigende Neuigkeiten enthüllt, zeigt es doch, dass der rabensteiner König auch in den eigenen Reihen Gegner hat.
RED.: Ihr seid am rabensteiner Königshof hoch angesehen. Trotzdem gebt Ihr bedrückende Geheimnisse Preis! Warum?
: (Name von der Red. geändert) Ich kann nicht mit ansehen, wie Maximilianus die Mittellande mit Krieg und Chaos überzieht. Das ist Wahnsinn!
RED.: Aber Maximilianus führt nur Krieg gegen Akron!
: Ja, noch! Aber wenn Akron erst bezwungen ist, wird er nicht Halt machen. Er wird nicht eher ruhen bis er auch das letzte Bollwerk des Guten unter-
jocht hat!
RED.: Was könnt Ihr uns über die Gerüchte sagen, dass Maximilianus dem dunklen Reich Treue und Gefolgschaft geschworen haben soll?
: Es ist die Wahrheit! Ich war dabei.
RED.: Vielen Dank für dieses aufschlussreiche Gespräch.
Wir sehen also, dass es alle Reiche des Guten angeht, Rabensteins finsteren, dem Wahn verfallenen Herrscher aufzuhalten.
AKTUELLES: Maximilianus´ neueste Grausamkeit ist es, akronischen Gefangenen nach wochenlangem Entzug alkoholfreies Bier zu geben! Be-
kanntlich löscht alkoholfreies Bier in keiner Weise den Durst. Im Bestreben seine Bedürfnisse zu erfüllen, trinkt der bemitleidenswerte Akroner so viel
von dieser abscheulichen Flüssigkeit, dass sich sein Bauch schmerzhaft aufbläht. Die Redaktion kann sich keinen schlimmeren Tod vorstellen und
hofft, dem gefangenen Redakteur Axel Hüpfer bleibt dieses Schicksal erspart.

14. Ague
Au+ den Flüchtlingslagern
Herman Hirsch hier, von den kriegsnahen Gebieten. Heute mal mit einer Kurznachricht, da ich gerade den Typen suche, der behauptet, dass Axel zu
ihm gesagt hat, "er wäre zu faul jeden Tag für den Kreutzer zu schreiben" und sich dann in Haft begeben hat, weil ihn die Greifenfurter (C-Land) Kon-
ventionen eh schützen, ha, so ne Frechheit.
Also, heute ist Freiherr August von der Rige-Rose, ins Flüchtlingscamp gekommen und beginnt die MannInnen zu koordinieren und Garnisions-Ein-
heiten aufzustellen, um dann später die akronischen Heere zu unterstützen und einzelne nicht blindlings ins Messer laufen zu lassen. Ansonsten sta-
bilisiert sich die Lage. Das war es heute, ich habe noch was zu erledigen bis bald
Für den Kreutzer berichtet
Hermann Hirsch

Unheimliche Begebenheiten
Aus einigen grenznahen südwest-akronischen Dorfern kamen der Redaktion merkwürdige Vorfälle zu Ohren. Die Schafherden der Region seien
schon seit einer Woche sehr unruhig und abgemagert, so berichten die Schafhirten. Des Nächtens höre man verängstigtes Blöken von den Weiden,
und morgens ist das Gras zertreten, und die armen Schäfchen zittern vor Erschöpfung. Vermutete Wolfsrudel sind nie entdeckt worden, woher also
diese Unruhe?
Seit aber vor zwei Tagen einer der Schafhirten zwei Kupfer mit rabensteiner Prägung auf seiner Weide im zertrampelten Gras liegend fand, denkt sich
jeder im Ort so seinen Teil. Die Kuh- und Schweinehirten verschließen jedenfalls ihre Ställe für die Nacht; nur zur Sicherheit.
Wissenswertes über rabensteiner Bier: Merkwürdig anzuschauende Schwebeteilchen im Humpen, der leicht faulige Geschmack, erbärmlicher Mund-
geruch, morgendliche Übelkeit und Kopfschmerzen; wer, der in Rabenstein schon Bier getrunken hat, kennt das nicht? Das, liebe Landsleute, kommt
daher, dass in Rabenstein das akronische Reinheitsgebot nicht beachtet wird. Hiernach ist es Pflicht, einen ganzen Tag bevor das Bier über die offe-
ne Kanalisation von der Brauerei in die Lagerbecken geleitet wird, eben diese Kanäle mit Wasser von Unrat und Jauche freizuspülen. In Rabenstein
geschieht das nicht! Daher auch der rabensteiner Ausspruch: "Hast du was in der Gosse verloren, trink ein Bier in der Taverne und es wird sich schon
finden!" Mit diesem Wissen ist es auch nicht schwer sich vorzustellen, wie in Rabenstein die gelbe Farbe des Bieres zustande kommt. Na denn,
Prost!

- 5 -
16. Ague
Der Kreutzer trauert: Hermann Hirsch ist tot!
In den kriegsnahen Gebieten, in einem kleinen Waldstück, wurde am frühen Sonntag morgen die Leiche des beliebten Kreutzer-Reporters Hermann
Hirsch entdeckt.
Seine Taschen waren unberührt und in der Nähe wurde sein Fluggsz-Schreiber gefunden. Dieser ist zur weiteren Ermittlung an den Freiherrn von der
Rige-Rose übergeben worden. Dieser gab bekannt, dass politische Hintergründe nicht auszuschließen sind, Raub aber schon. (Iwar kann`s also nicht
gewesen sein) Des weiteren bittet er alle Akroner, ein Auge auf ihre Nachbarn und vor allen auf Fremde und Neueinzügler zu haben, da Kollaborateu-
re nicht auszuschließen sind. Das weitere Vorgehen dazu wird in den Aufgabenbereich der Legion gestellt. Was bleibt ist ein fahler Geschmack... für
den Kreutzer
Achim Ganz-Vorn (Volontär)
P.s.: Ich berichte weiter von der Front, bis Ersatz da ist.

17. Ague
Gardebericht
Am heutigen Abend wurde Ivar ausfindig gemacht und zum Tode Herrmann Hirschs befragt. Nur zur Sicherheit - schließlich hat er auch schon leere
Tavernenkassen geraubt. Allerdings wird nach einer Befragung seines schlecht rasierten, augenbeklappten Bekannten "Drei Finger Joe" eine Tatbe-
teiligung ausgeschlossen. "Er ist Unschuldig. Wir waren die ganze Zeit zusammen.", so die entlastende Aussage Joes.

18. Ague
Der Fehler de+ Pfähler+
Nach den traurigen Nachrichten der letzten Tage, freut sich DER KREUTZER bekannt geben zu können, dass Axel Hüpfer wieder bei uns ist. Nach-
dem wir gestern vom tragischen Tod unseres geschätzten Redakteurs Hermann Hirsch berichten mussten, haben wir nun einen verlorenen Sohn zu-
rück.
Momentan leidet Axel noch schwer unter den Nachwirkungen des Rabensteiner Kulturschocks (Calciumüberschuss, Seifenablagerungen, Gemüse-
finger und dergleichen) wird aber, so bald es ihm möglich ist, berichten. Freuen sie sich also auf die große Serie: "Axel Hüpfer: Mein Leben in Raben-
steiner Gefangenschaft und wie ich dem Pfähler durch einen Fehler vom Fahl..Pfehl...PFAHL sprang" Bis dahin und in diesem Sinne
[Redaktion: DER KREUTZER]

25. Ague
RABENSTEINER HEER ZURÜCKGEWORFEN
Heute gelang es der glorreichen, akronischen Streitmacht die feigen rabensteiner Söldner in einer entscheidenden Schlacht zu schlagen und bis zur
Stadt Magdeburgum zurückzuwerfen! Zwar halten die Rabensteiner die Stadt und das umliegende akronische Land, dennoch ist dies ein freudiger
Tag der Befreiung für alle Akroner aus den vormals besetzten Gebieten und der unmissverständliche Beweis der Macht unserer strahlenden Herrin
Astarte über die rabensteiner Heiden.
Natürlich gibt es viel zu tun, bis der einstige Wohlstand der nun ausgebluteten Gegend wieder hergestellt ist. So wird es wohl einige Zeit dauern bis
die abgemagerten Kühe sich vom vampiergleichen Milchdurst der Rabensteiner erholt haben und die Schafe ihre notwendig gewordene Scheu verlie-
ren. Die Sonne jedenfalls hat schon wieder begonnen zu scheinen.

Komplott aufgedeckt
Durch aufmerksame südwest-akronische Bauern wurde ein Komplott, wie es feiger und unehrenhafter kaum sein kann, aufgedeckt. Nach eingehen-
der Prüfung der Karten und genauen Vermessungen wurde festgestellt, dass viele der Grenzpfosten zum benachbarten Aldarien heimlich nach akro-
ner Seite hin verschoben worden sind! Weitere Nachforschungen haben ergeben, dass diese Schandtat von einigen einflussreichen aldarischen
Kaufherren initiiert wurde. Es gibt zweifelsfreie Beweise, welche belegen, dass Rabenstein seine brutalen Söldner mit aldarischem Gold bezahlt. Die-
se gierigen aldarischen Fettsäcke hatten darauf hin die wirren des Krieges als Ablenkung für ihren niederträchtigen Landraub genutzt. Es stellt sich
die Frage, ob Rabenstein ohne aldarisches Gold so viel Leid und Kummer über unsere Landsleute gebracht hätte.

6. Raneh
Akronische Truppen in Rabenstein
Astartes Namen auf den Lippen und die Gefallen im Gedächtnis. So sind heute Akronische Truppen, über die Havel nach Rabenstein einmarschiert.
Rabenstein, südlicher Nachbar Akrons, einst treuer Bündnispartner und beliebtes Reiseziel für Akronische Bürger und Adlige. Dieses Rabenstein,
welches die einstige Freundschaft im Frühjahr aufs finsterste verraten hat, als es auf grausame Weise in Akronisch-Dracconia eingefallen ist und ein
Dorf nach dem anderen geschliffen hatte. Das, was einst nach einem Feldzug wider der Akronischen Tavernenkultur aussah, entpuppte sich bald
ganz offensichtlich als ein Akt puren Hasses gegen jedweden Akroner und das göttliche Licht Astartes. Was ist mit diesem Rabenstein los?
Um diese Frage zu ergründen hat unser allseits geliebter Fürst Miguel Don Pacos, in all seiner göttlichen Weisheit auf der letzten Reichsversamm-
lung den Einmarsch befohlen, um so die Finsternis zu ergründen, welche über Rabenstein und seinen König gekommen ist. Dieser scheint nach Au-
genzeugenberichten nun endgültig nicht mehr Herr seiner Sinne zu sein. Er scheint vielmehr nur noch eine Hülle für all das Böse und Finstere zu
sein, welches er nun auf Akron und danach auf den Rest der Mittellande regnen lassen wird. Um dies zu verhindern, und, um Akron und die Mittellan-
de vor diesem Schicksal zu Bewahren, zieht das Akronische Heer angeführt von den Elfkreuzern ein, in die Heimat von Bernd dem Pfähler und Wil-
bur dem Wüterich. Akron wird das Licht in die letzten Winkel Rabensteins tragen und so auch das letzte Böse vertreiben, welches über dieses einst

- 6 -
so schöne und in Akronischen Kreisen auch geschätzte Land gekommen ist. Die Befreiung Rabensteins hat heute begonnen. Das Akronische Heer
ist über die Grenze getreten. In voller Überzeugung und für das Licht streitend, werden die Elfkreuzer und das Akronische Heer den göttlichen Auftrag
Astartes erfüllen und die Finsternis aus Rabenstein treiben. Astartes Namen auf den Lippen und die Gefallenen im Gedächtnis.
Axel Hüpfer
[Redaktion: DER KREUTZER]

18. Sacor
Einfuhrstopp für Rabensteiner Feigen
Aufgrund der momentanen politischen Situation wurde der Import von Feigen aus Rabenstein unterbunden. Auch Produkte mit Feigen-Anteilen dür-
fen momentan nicht eingeführt werden. Dies schließt auch den recht beliebten Feigen-Schnaps „Feiger Rabe“ ein. Man erhofft sich davon eine wirt-
schaftliche Schwächung Rabensteins, welches, wie man munkelt, von seinen Feigen lebt, da es ja dort nur von solchen Früchtchen wimmelt.

1. Awar - Zum bretonischen „House of Lord+“


Neue+ au+ Aredrokh
Akronisch Aredroc ist größer geworden! Jawohl! Unser geliebter Fürst Don Miguel don Pacos wurde auf der Versammlung des Bretonischen Reiches
ehrenvoll seiner Ritterpflichten entbunden und mit dem bretonischen Aredroc für seine Treue belohnt. Die auf dem nun Akronischen Boden beheima-
teten edlen Herrschaften, allen voran der gierige Tassilo, schlugen jedoch das generöse Angebot des Dons aus, unter Akronischer Herrschaft weiter-
hin über dies Land zu herrschen. Mehr noch weigern sie sich dreist, das nun Akronische Gebiet frei zu geben; und das obwohl sie von Bretonien mit
ganz Mentarien entschädigt wurden! Fast könnte man meinen, die Herrschaften entstammen dem Geschlecht finsterer und blutgieriger Piraten, denn
ihr schändliches Verhalten richtet sich ganz nach dem Piratengesetz: "Nimm was du kriegen kannst und gib nichts wieder her!"

Schlimm! Akronerin sollten beide Beine abgehackt werden!


Wie unsere Redaktion erst jetzt erfuhr, entging eine Akronische Bardin in Bretonien nur knapp einem feigen Attentat. Offensichtlich wurde ein armer
bretonischer Knappe von einem nach Rache lüsternden Aredrocianern dazu gezwungen, einer unschuldigen Akronerin die Beine ab zu hacken. Um
es noch schlimmer zu machen, sollte dieses Gemetzel nach dem Willen der finsteren aredrocianischen Auftraggebern inmitten des House of Lords
stattfinden. Die Akronische Bardin konnte sich in aller letzter Sekunde ans Lagerfeuer zu einigen aufrechten Akronern retten. Wann wird Akron end-
lich etwas gegen diese Übergriffe gegen Zivilisten tun? Wie viel muss noch passieren? Eure Kreuzer-Redaktion wird weiter berichten.
Lügnix Federkiel

Grauenvoll - Akroner Scout+ in Todesfalle geraten


Die aufrechten Akroner Scouts Wilbur und Bernhard aus T. an der H. in A. (Namen von der Red. geändert), waren dazu eingesetzt, die neuen Land-
striche Akrons zu erkunden und detailiertes Kartenmaterial anzufertigen. Leider werden sie von Ihrer doch so harmlos anmutenden Reise nicht le-
bend zurückkehren.
Es ereignete sich vor zwei Tagen, als Wilbur und Bernhard, nach einem wiedermal harten Tag, ihr wohlverdientes Bier trinken wollten. Also, was
macht der aufrechte und treue Akroner natürlich, wenn er in geselliger Runde bei Bier, Weib und Gesang entspannen möchte? Richtig, er geht in eine
Taverne. Genau wie der geneigte Leser dachten auch Wilbur und Bernhard. So schritten sie entschlossenen Fußes ins erste sich bietende Wirtshaus
ein. Doch der Anblick, welcher sich ihnen dort bot war schrecklich. Die Öde war förmlich greifbar. Die "Taverne" mäßig gefüllt, die anwesenden saßen
meist um ein seltsames Konstrukt beisammen, steckten sich reihum einen Schlauch in den Mund und schwiegen in scheinbar harten Wettkämpfen
um den Preis des leisesten Tisches im Raum. Wilbur und Bernhard waren wie gelähmt. Ihre Ohren waren gänzlich überfordert, da sie natürlich vor
dem Betreten erstmal auf akronische Tavernenlautstärke eingestellt wurden. So mussten sich die Sinne unserer beiden Helden erstmal wieder neu
ordnen und sie beschlossen, sich erstmal zu setzen und ein Bier zu trinken. Es wird schon noch Stimmung aufkommen, müssen sie irrtümlicher Wei-
se gedacht haben. Aber weit gefehlt, wenige Zeit später erlag Wilbur der Aura der Langeweile und schied von Astartes Erden. Bernhard durch den
Tod seines Freundes derart erschüttert, konnte es kaum fassen und tat das, was jeder aufrechte Akroner in einem solchen Fall tuen würde. Er sprang
auf den Tisch und hob seinen Krug um auf seinen Freund und all' die Gefallenen zu trinken. Doch bei der Ausführung dieses Ruhmreichen Gedan-
kens, stolperte er über eines dieser seltsamen Konstrukte (sind angeblich als Wasserpfeifen bekannt), fiel vom Tisch und brach sich das Genick, als
er mit dem Kopf auf ein Fass Ziegenmilch aufschlug. So endet das traurige Schicksal von Wilbur und Bernhard, zwei neue Helden, die nichts weiter
wollten, als ein ehrliches Bier zu trinken. Viele Fragen werfen sich uns nun auf, lieber Leser. Sind Aredroquanische Taverne, teilweise getarnte Todes-
fallen, um stolze Akroner langsam und qualvoll zu Tode zu langweilen? Werden die Familien der Verstorben diesen harten Schlag verkraften können?
(Wilburs Gattin kam während des Rabensteinkonflikt ums Leben. Seine fünf Kinder stehen nun ohne Eltern da) Und was wird aus der "Stiftung zum
Auffang von Kriegswaisen" welche von Wilbur und Bernhard geleitet wurde. Dieser wollten sie ihre ganze Kraft widmen, nachdem sie ihren letzten
Auftrag vor dem Ruhestand UNERWARTETES ENDE...

12. Awar
Unglaublich! Finstere Rituale und Leichenschändung!
Unseren beiden toten Helden Wilbur und Bernhard aus A., die den Mut hatten, eine der lebensgefährlich langweiligen Tavernen in Aredroc zu betre-
ten, wurden noch im Tode weitere Grausamkeiten angetan. Wie uns aus aredrocianischen Kreisen zugetragen wurde, wurde mit ihren toten Körpern
von einem aredrocianischen Priester ein finsteres und blutrünstiges Ritual durchgeführt, um die beiden danach in einem leeren Ziegenmilchfaß zur
Abschreckung quer durch das ganze Land zu ziehen. Zumindest diesem Fass schlägt das den Boden aus! Kann man solche Gräueltaten
hinnehmen? ? Der Kreutzer sagt nein ! Die Kreutzer-Redaktion wird weiter berichten.
Lügnix Federkiel

- 7 -
12. Winter-Astarte
Blitznachrichten
Folgender Artikel bezieht sich auf die Proklamation eines Sir Tassilo von Armingstein, erstmals gesichtet am 12. Winter-Astarte a.A. 66 t.n. auf akro-
nisch Aredroker Boden, die leicht überarbeitet und verbessert worden ist, um in akronischen Landen verständlicher zu sein. Sie ist zum ausschneiden
und sollte die alten Zettel, die keiner Versteht, ersetzen.
Volk von West-Aredhrokh, sehet in Eure Burgen. Kaum haben wir Eure Freiheit errungen, trachten andere nach dem Land das die Allianz des Lichtes
hart erstritten hat und nun rechtmäßig Akronisch wurde. Viele Fragen werfen sich bei Euch auf und einige der häufigsten, wollen wir versuchen zu
beantworten. Ist der Aredhrokh Adel Euer Feind? Nein, es ist nicht der Feind. Die meisten Herren sind ein friedliebender Menschenschlag. Sie sind
wie Ihr. Eure harte Arbeit ist denen nicht fremd und sie feiern mindestens genauso gerne wie Ihr. Sie waren zwar nicht bei Eurer Befreiung dabei, au-
ßer der ehrwürdigen Herr Falk von Falkenstein, damals ein Streiter Bretoniens und nun Veteran Aredhrokhs. Aber dafür erinnert Ihr Euch der Helden,
die vor mehr als 4 Jahren Ihr Blut auf Aredhrokhs Boden für unser aller Freiheit vergossen haben und jetzt endlich rechtmäßig Heim kommen. Erin-
nert Euch an Lasse, Ivia, Norwik, Hyla, Ronzo, Pan, Miguel don Pacos u.v.m.. Erinnert Euch an Gorillion, Tarn, Skoja, Agrahil und an all die Elfkreu-
zer, die in Aredhrokhs Erde Ihre letzte Ruhe gefunden haben. Ihr Andenken darf nicht entehrt werden durch Hass, Wut und Zorn auf Akroner. Wieso
auch, die sitzen ja nicht in Euren Burgen und schreien Krieg! Wer ist dann der Feind der Eure Grenzen bedroht? Euer Feind bedroht gar nicht die
Grenzen, er verteidigt sie. Es ist, der, vom bretonischen Fürsten zum Sir ernannte, Tassilo von Armingstein. Er hat sich von der dunklen Seite einkau-
fen lassen und sich durch seinen Erfolg gegen das zerrüttete Mentarien gestärkt gefühlt . Blutrünstig und noch mit den Träumen eines schnellen Sie-
ges will nun Euer Land besetzen. Tassilo von Armingstein ist der Feind, der von einem Spion der Barghaanis wiederbelebt wurde und dem Licht den
Rücken gekehrt hat. Ihm gilt Eure Aufmerksamkeit. Viele seiner Berater, scheinbar seinen eigenen Lehnsherren, hat er schon zu seinen dunklen We-
gen konvertiert. Wir können nicht sagen ob der Glaube ans Licht stark ist, in den Köpfen seines Gefolges, aber Akron betet täglich für sie. Stehen wir
Allein? Ja! Mit Euch und Akron steht noch Niemand, wir wissen noch nicht ob es wieder eine Allianz des Lichtes geben wird, die Abkommen sind alt
und scheinbar längst vergessen. Aber bei uns stehen die Veteranen vieler Feldzügen gegen die Finsternis und die erinnern sich an die Bündnisse
und den ritterlichen Eid. All jene, denen wir geholfen haben, werden auch treu an unserer Seite stehen, solange der Verblendete mit seinen Truppen
Euer Land besetzt hält. Nehmet Wehr und Waffen auf und Blickt mutig dem Feind entgegen! Volk von Aredhrokh, nun ist es an der Zeit Widerstand
gegen den Aggressor zu leisten. Solange er in den Grenzen Eures Heimatlandes schreitet, wird Ihn das Licht durchleuchten und allen die Finsternis
in seinem Herzen zeigen, denn auf seiner Fahne steht Krieg und der behauptet, das Schwert Ulthors müsse in dieses sinnlosen Blutvergießen zie-
hen. Jetzt, Volk von Aredhrokh, ist der Tag gekommen, an dem das Licht beginnt sich gegen die Finsternis im großen Maße zu wehren. Was wir heu-
te beginnen, wird einst auf dem Berg Cullam Toroll in Torog Nai enden. Und wer da streitet, streitet für Wahrhaftigkeit und Freiheit. Nun muss zum
zweiten mal ein Land von dem Wahnsinn eines Ritters befreit werden, hoffen wir nur, das dieses ein schnelles Ende nimmt und wir uns den wahren
Feinden dieser Welt stellen können, bevor es zu spät ist.
Ewig und Wahrhaftig! Stehend und kämpfend!
Tsi im Tsi.

a.A. 67 t.n.
15. Aeron
NA TOLL: Frieden
Der Konflikt mit Rabenstein ist endgültig beendet. Alle Landansprüche sind geklärt. Wie dem KREUTZER berichtet wurde, befindet sich der Kriegs-
verbrecher Bernhard der Pfähler weiterhin auf der Flucht. Angeblich wurde er in Kaotien gesichtet. Der rabensteiner König distanzierte sich von die-
sem, offenbar eigenmächtig operierenden Kriegstreiber. Darum sagt der KREUTZER: Wir sind keine hirnlosen Vernichtungsmaschinen, Rabensteiner
sind unsere Freunde. Wir fordern den Adel dazu auf, jeweils einen rabensteiner Freund zur Reichsversammlung mitzubringen. Der Kreutzer wird wei-
ter berichten.
Lügnix Federkiel

20. Gibil
Offizielle+ Dementi de+ akronischen Heereskommando+
Mitbürger! Wir alle haben schon Wind davon bekommen, die Lage ist ernst! Akron gerät fälschlicherweise in den Mittellanden zunehmend in Verruf
wegen diverser haltloser Vorwürfe. Die Vorwürfe sind allesamt völlig banal und haben weder Hand noch Fuß!
Justus Jonathan deckt auf: In einem exklusiven Gespräch mit dem Vertreter des obersten Heereskommandos, Herrn Guntram von Wartenberg, Ge-
neral der Westarmee.
JJ: "Herr Guntram, was sagen Sie zu den Vorwürfen, Akron würde sich im Besitz von Massenvernichtungselephanten befinden?"
GvW: "Diese Behauptung bedarf der Klarstellung. Massenvernichtungselephanten sind durch die Mittelländer Konventionen in ihrer Verwendung aus-
drücklich eingeschränkt. Das Heereskommando hat diesbezüglich bereits mit den mittelländischen Elephanteninspektoren Kontakt aufgenommen,
damit die Situation schnell und unbürokratisch geklärt werden kann."
JJ: "Aha. Also gibt es nun Massenvernichtungselephanten in Akron oder nicht?"
GvW: "Ich bin sicher, das diese Frage bald zu aller Zufriedenheit geklärt wird. Es wurde schon im Astartemond ein Unterausschuss gebildet, der die
korrekte Situation und Untersuchungsergebnisse demnächst dem Konzil vorlegen wird. Nächste Frage."
JJ: "Gut...äh. Was ist mit der Drachenflugverbotszone über Nuevo Wherdos? Sie können nicht leugnen, dass zur Durchsetzung dieses Pro-
jektes schwere Geschütze erforderlich sind."
GvW: "Wie jedermann bekannt ist gibt es aus rein hygienischen Gründen eine Drachenflugverbotszone über Nuevo Wherdos. Die äußeren Türme
der Stadt sind, und das kann jeder sehen, mit Beobachtungskatapulten ausgestattet. Eine Installation der Speerschleudern, oder Hornissen, war aus
rein wirtschaftlichen Gründen zwingend notwendig, da die Zielvorrichtung dieser Geräte zur Beobachtung des Himmels am besten geeignet ist und
nicht ohne die dazugehörige Wurfmaschine erhältlich ist oder produziert wird."
JJ: "Also sind bemannte Geschütze vorhanden?"
GvW: "Neben den standardisierten Installationen auf den Türmen ist selbstverständlich Wachpersonal vorhanden, welches normalen Wachdienst ab-
leistet und gelegentlich Reinigungsfachkraftaufgaben übernimmt. Nächste Frage."
JJ: "Nun, Herr Guntram, bleiben wir doch noch einmal bei den Anlagen in Nuevo Wherdos. Was ist dran an den Langstreckenzwergen?"
GvW: "Da wenden sie sich bitte an den Vertreter aus Khazad-Dum."

- 8 -
JJ: "Ich meine, gibt es Langstreckenzwerge in Akron?"
GvW: "Zur Sicherung unserer Gebiete und im Einvernehmen mit den Mittelländischen Konventionen hat Akron ständig ein Kontingent Langstrecken-
zwerge unter Waffen. Ich distanziere mich ausdrücklich von den Behauptungen, es handele sich dabei um sogenannte 'Hohlkopf- oder Hohlmantel-
langstreckenzwerge'. Das ist eine infame Untertreib...äh.Unterstellung! Wenn du mich jetzt bitte Entschuldigen würdest, dahinten hält mir gerade eine
junge Mutter ihr Baby entgegen."
JJ: "Herr Guntram, wir danken für dieses Gespräch."
Mitbürger, es spricht für sich. Wir haben die richtigen Männer an der Spitze. Männer, die bereit sind, alles zu geben und sich nicht zu schade sind, auf
harte Fragen unbeschönigte Antworten zu geben. Männer wie Guntram von Wartenberg, General der Westarmee. Manchmal müssen diese Männer
schnell harte Entscheidungen treffen, doch ihre Liebe zu Akron wiegt mehr als jede Verantwortung sie belasten könnte! Ich verbleibe untertänigst,
Justus Jonathan

12. Sommer-Astarte
Au+ der Redaktion
Akroner, der Kreutzer ruhte einige Tage, denn es geschehen Dinge in unserer Welt, die sind schier unbegreiflich. Aber wir haben es wie immer ge-
schafft diese Dinge, in diesem Fall mit Verzögerung und natürlich wie immer ganz ohne Absprachen zu Papier zu bringen.
Mein Name ist Achim Ganz-Vorn und ich berichte über die Konflikte, die unser schönes, lichtes Land scheinbar immer wieder heimsuchen. So gab es
sich, dass schon im letzten Herbst unser geliebtes Akron ein wenig wuchs. Das Könige und Fürsten sahen, was Akron möglich machen kann. Was es
wahrhaftig heißt, ein Teil von Akron zu sein. So haben Regenten einiger Länder dem unseren, sonnigen Lande einige scheinbar verloren geglaubte
oder ritterlich verdiente Gebiete zum Geschenk gemacht, sodass auch in diesen herzlichen Landstrichen die akronische Sonne scheinen und die
Fahne Akrons wehen mag. Um so verwunderlicher war es, dass genau der Umstand, dass ritterlich verdiente Schenkungen einen einstigen akroni-
schen Verbündeten völlig unverständlicher Weise aufbrachte, gegen Akron und dessen Licht in ein FINSTERES Gefecht zu ziehen. So ergab es sich,
das unter dem hochwohlgeborenen Herrn Falk von Falkenstein ein Knappe heran wuchs, der sich Tassilo von Armingstein nennt und zu seiner Zeit
unter Richard, dem Fürsten von Bretonien, zum Ritter erhoben, nichts anderes tut, als sich gegen seine Herren zu verschwören und in die akronisch
Süd-Aredrock Gebiete mit einer mordlüsternen Heerschar einzudringen und dieses akronische Land fortan brutalst knechtet. Natürlich bleibt dies
nicht ohne Konsequenzen für die wackeren Akroner und, wie wir alle wissen, reagiert der Kriegsherr und unserer aller akronischer Fürst Don Miguel
sofort. Er schickte Mannen, er schickte Diplomaten, er schickte Angebote des Friedens, aber alles bleibt beantwortet mit dem Blute von Akronern. Die
Mannen wurden aufgerieben, die Diplomaten geköpft, die Friedensangebote verbrannt. Was bleibt da übrig? Ganz klar wird Akron in seiner lichten
Grundfeste angegriffen! Was bleib da, als einen Teil der akronischen Heerscharen in unser Land zu berufen wie damals gegen Rabenstein..? Um
Akron zu verteidigen, gar zu befreien, und das Heimatland, welches uns den Rücken stärkt, und unweigerlich stärken muss, gegen unseren eigentli-
chen feind, *pfui* dem dunklem reich Torog Nai und dreimal *pfui*, mit freiem Rücken entgegentreten zu können. Wir alle kennen die Konsequenzen
eines Krieges. Wir alle wissen, was es heißt, in einem Kriegszustand zu leben, doch sind wir Akroner und wir wissen, dass es für uns, solange solch
dunkle Reiche existieren, nie einen Friedenszustand geben kann. Denn unser Kampf ist noch nicht gefochten und, ASTARTE möge uns leiten, dass
es diesen Frieden einst geben wird! Auch mit diesem völlig unnötigen Angriff von Fehlgeleiteten, hoffen wir weiterhin! So ist dies auch und unter allen
Umständen, aus den genannten Gründen, als Aufruf an die wahrhaftigen Streiter des Lichtes, die wahrhaftigen Verbündeten, denen Ritterlichkeit und
der Kampf wider der finsteren Machenschaften am Herzen liegt zu sehen. Denn wann sonst, als in dieser schweren Stunde, brauchen wir Euch und
scheint es an das Schicksal unserer Lichten Sache zu sein, dass es ebenfalls unerhoffte schwere Stunden geben kann, an denen euch Akron zur
Seite stehen muss; so wie einst Akron an dem Schwur gebunden war, mit seinen Waffenbrüdern für die Befreiung von Rock Sorge zu tragen. Und
dieses Bündnis tritt nun wieder ein. Es geht hierbei um einen schrecklichen Besatzer. Einen Besatzer der einst Verbündeter wahr und jetzt nur den
Namen, "Verblendeter", nein, dies wär' wohl zu hoffnungsvoll, eher *pfui* finsterer Raubritter *pfui* genannt werden können. somit seit stark Akroner
und Waffenbrüder, wappnet euch!
Berichte folgen...
Achim Ganz-Vorn

16. Sommer-Astarte
Kalter Sonnenschein
Justus Jonathan schreibt diese Zeilen. Staub brennt in seinen Augen und trocknet die Tinte, kaum dass sie das Pergamtent berührt. Wie allgemein
bekannt ist, werden die Milizen ausgehoben. Die Felder und Fluren liegen Brach. Von der Feldarbeit gehärtete und knotige Hände schließen sich um
das Heft kalten Stahls.
Männer werfen mit grimmig entschlossenem Blick einen vielleicht letzten Blick auf ihren Hof, Frauen zurren die Riemen ihrer schon lange nicht mehr
gebrauchten Rüstungen fest und geben ihre Kinder in die Obhut der Alten. Zu jeder Quart schallt der Ruf der bronzenen Kriegshörner über das Land.
Unter dem Banner der in strahlendes Weiß und unheilverkündendes Schwarz gewandeten akronischen Lehnsherren sammeln sich die Menschen. In
strahlendem Sonnenschein wirken die Staubwolken der Trosse auf den wenigen Straßen fast malerisch, doch der trockene Staub legt sich auf die
Häupter derer, die ziehen. Zu fest sind die Kiefermuskeln der Streitenden gespannt, als das der Sand zwischen ihren Zähnen knirschen könnte. Noch
nie galt es, diese furchtbaren Schritte zu tun. Aber nun ist es soweit. Und wie die bloßen Füße der Milizen und die Hufe der ritterlichen Schlachtrösser
die lehmigen Straßen fest wie Stein stampfen, ziehen dunkle Wolken westwärts auf. Erstmals in 67 Jahren weist die Sonne mit bleichem Licht den
Weg des Schwertes in besetztes akronisches Land. Der Geist Akrons richtet seine harten Augen hinter die eigenen Reihen. Der Verrat wird nicht un-
gesühnt bleiben.

18. Sommer-Astarte
Tragische Todesfallen
Nicht nur aredroquianische Tavernen sind eine Todesfalle! Der Kreutzer berichtete unlängst von den tragischen Todesfällen, welche sich in Tawernen
in Aredhrokh ereigneten. Nun steht fest, dass auch in trawonischen Tavernen die Gefahr hoch ist, sich zu Tode zu langweilen. Das letzte, wohl promi-
nentestes Opfer der trawonischen Langeweile ist kein geringerer als der Bruder des Königs von Trawonien. Nach einigen Humpen Ziegenmilch, ein-
gekesselt von aredoquer Schichas und rayonischem Dünnbier, zog er im aller letzten Moment, den sicheren Tod durch Langeweile vor Augen, die
Konsequenzen und nahm sich das Leben. Er schnitt sich erst die Kehle durch und stach sich dann ungefähr 15 Mal ein Messer in den Rücken. Der
Kreutzer wird weiter berichten.

- 9 -
IMMOBILIENANZEIGE
Neu: Immobilienteil Biete einige Burgen zum Verkauf an.

Beste Lage im sonnigen West-Aredroc. Leicht verwohnt und eventuell Burgtor beschädigt, aber mit hässlicher Inneneinrichtung. Sehr günstig. Be-
sichtigungstermin nach Vereinbarung zum Ende dieses Jahres. Vorher Besichtigung mit höchstens 12 unbewaffneten Personen möglich.

19. Sommer-Astarte
Neuer Berater an Celeste+ Hof
Euer Berater für Ehre und Etikette an Fürstin Celestes Hof! Wie dem Kreutzer aus zuverlässiger Quelle zugetragen wurde, ist Bernhard der Pfähler
seines Postens als Berater für Ehre und Etikette von ihrer Fürstlichen Hoheit entlassen worden. Zum neuen Berater ist nun durch die Gnade von
Fürstin Celest Herr Gay de Larisse berufen worden, der sich bereits in seinen Zeiten als bretonischer Ritter durch Tugendhaftigkeit und Mut hervor
tat. Er sollte sogar vor einiger Zeit für seine bedingungslose Treue seines Herrn Fürst Richard gegenüber von Herrn Reginald Front de Boeuf höchst-
persönlich belobigt werden. Dies tat man nun endlich in Kaozisch-Rayon, indem man Gay de Larisse zum Reichsritter schlug. Dort weiß man Männer
wie ihn noch zu schätzen. Sein Gehalt soll 30 Silberlinge pro Jahr betragen. Der Kreutzer wird weiter berichten.
Lügnix Federkiehl

21. Sommer-Astarte
Aufbau West
Akronische Wirte bereiten sich auf den „Aufbau-West" vor. Die „Aufbau-West" genannte Entwicklungshilfe für West-Aredrock wird von akronischen
Wirten mit Begeisterung angenommen. Die Brauereien in Pilsen können sich vor Mehraufträgen kaum noch retten und müssen ihre Produktion erwei-
tern, ebenso wie die Apfelkeltereien in Mindor und Kornwall. Ebenfalls ist ein großer Zustrom an akronischen Bardenschulen zu verzeichnen, da of-
fensichtlich die Notwendigkeit erkannt wurde und viele nun scheinbar eine Karriere im kulturell unerschlossenen Westen anstreben. Auch die akroni-
schen Sägewerke und Tischlereien in Akronisch Dracconia arbeiten im Akkord daran den Bestellungen der Wirte nachzukommen. Hierzu Johan Sä-
gemehl, Leiter einer bekannten Tischlerei: „Die Wirte überhäufen uns g'radezu mit Aufträgen, möglichst viele, stabile Tische anzufertigen, welche dem
Verlauf einer akronischen Feier gewachsen sind. Da dies bekanntlich nur bei der dracconischen Eiche wirklich gewährleistet ist, konzentriert sich die
Produktion natürlich auf die Ländereien des Herrn Guntram von Wartenberg. Wir sind hier sehr zuversichtlich, dass unsere Sägewerke endlich wieder
zu alter Blüte wachsen werden, nachdem sie doch von Bernd dem Pfähler so arg gebeutelt wurden." Gerüchten zufolge soll als sogenannter Prototyp
für die herzustellenden Tische, der legendäre „Tisch 1" dienen. Eben jener „Tisch 1", welcher von akronischen Reisenden in Rabenstein entdeckt
wurde und seitdem im „akronischen Reisemuseum" zu bewundern war. Das Orginal dieser Tisch-Legende wurde wohl, in einer Nacht-und-Nebel-Akti-
on, aus dem „akronischen Reisemuseum" hier nach Akronisch Dracconia gebracht und soll nun unter hohen Sicherheitsmaßnahmen, in der Burg von
Herrn Guntram von Wartenberg aufbewahrt sein. Tischler aus ganz Dracconia pilgern Tag für Tag zur Burg von Herrn Guntram um den „Tisch 1" mit
eigenen Augen sehen zu können und sich ein Bild von dessen Konstruktionsweise machen zu können. Soviel zum „Aufbau-West",
Axel Hüpfer [Redaktion: der Kreutzer].

22. Sommer-Astarte
Rasputin Radieschen ist tot
Ein in Akron und an akronischen Feuern gern gesehener Gast wurde aus seinem noch jungen Leben gerissen. Vielen war er auch besser bekannt als
der zukünftige Kaiser der Mittellande (Gerüchten zufolge, hätte er nächste Woche gekrönt werden sollen). Immer gut gelaunt und immer um die gute
Laune anderer besorgt wird er uns im Gedächtnis bleiben. Zu erkennen war er immer gut an seinem auffälligen Leinen-Hut, welchen er sich dereinst
im Torfdorf zu Akron auf Maß schneidern ließ und seitdem immer auf seinem Haupte trug. So verdankt Akron die Verbreitung der akronischen Hutmo-
de in den Mittellande zu großen Teilen dem guten Rasputin.
Wir möchten an dieser Stelle nicht näher auf die Umstände eingehen, doch heißt es, dass Rasputin Radieschen, im Lande Samarkand, feige danie-
der gemeuchelt wurde. Täter soll ein Elb sein, welcher wohl ehemals ein Ritter Kaotiens war und in den Diensten der heutigen Fürstin stand. Aus re-
spekt wird der Kreutzer hier keine näheren Vermutungen ob dieses Umstandes anstellen. AKRON TRAUERT. Ein jeder Akroner sei hiermit aufgeru-
fen am heutigen Tage einmal auf die Gefallenen anzustoßen und insbesondere auf einen Freund vieler Akroner.
Auf RASPUTIN RADIESCHEN.
[Redaktion: DER Kreutzer]

25. Sommer-Astarte
Kaozisch Rayon minnt Aredrokh
Wie dem Kreutzer kürzlich zugetragen wurde, steckt die größenwahnsinnige Zauberfee Celeste mit dem seelenlosen Raubritter Tassilo unter einer
Decke. Zeugenberichten zufolge kam im fernen Lande Aethronnien der Abgesandte und nicht weniger zwielichtige rayonische Ritter und Kriegsherr
Daurrant vom Tannenberg herunter und erklärte, dass sich Kaozien und Akron zwar im Krieg befinden würden, bat aber auf Knien die beiden über-
raschten Akroner Helden ihn und seine aus Untoten und Schwarzmagiern bestehende Gesandtschaft nicht umzubringen.
Damit ist klar, was viele nicht glauben konnten: Rayoner Bier schmeckt nach Pisse! Außerdem ist nun bestätigt, was selbst über die Kaozier kein an-
ständiger Bürger je gedacht hätte: Kaozien hat auf feigste Art und Weise unterstützende Truppen nach West-Akron beordert, um dessen untote Be-
satzungsmacht zu verstärken, sich damit also in den Aredhrokh-Akron-Konflikt eingemischt, ohne jemals den Krieg erklärt zu haben. Solch unehren-
haftes Verhalten hätte man den ehemaligen Waffenbrüdern des Fürsten Miguel Don Pacos in der Befreiung Aredrokhs vor einigen Jahren niemals zu-
getraut. Wie aber Recherchen alter Kriegslisten ergeben haben, waren damals nur wenige Männer aus Kaozien vertreten, doch selbst jene ehrenhaf-
ten Männer stammten nicht aus den, heute als Kaozien zusammengefassten, kaozischen Fürstentümern Rayon und Tir Tercal, sondern aus dem, bis-
her noch nicht am Akron-Aredhrokh-Konflikt beteiligten, Herzogtum Caldrea. Somit sind es also nicht die ehrenhaften ehemaligen Waffenbrüder unse-
res Fürsten, die uns nun hinter vorgehaltener Hand den Krieg erklärt haben, sondern nur ein Haufen kriechender Emporkömmlinge, die sich im

- 10 -
Schein der glanzvollen Taten ehemaliger Kaozier sonnen. Aufrechte Bürger Akrons, achtet auf Eure Rücken und auf Eure Beine. Die rayonischen
Würmer strecken ihre glitschigen Köpfe nach unseren Ländereien aus. Sie tragen keinerlei Ehre in sich und sind für jeden Hinterhalt bereit. Zertretet
das Gewürm, bevor es sich an Eurer Kleidung empor winden kann und ihre flüsternden Versprechungen Euren Geist vernebeln.
Konrad Kriecher [Außenreporter: der Kreutzer]

11. Ferret
Sonderkreutzer zum Bluthrauschfest
Blutrauschfest in vollem Gange! Bier, Blut und Tränen fließen in Strömen! Exklusiv im Kreutzer (alles inklusive!)

Thorgal besteigt seinen Thron!


Spät kam er, aber er kam! Der Jarl, Herrscher der Wikinger, Statthalter von Wyrzknyrz, begann umgehend mit dem Aufräumen vor seiner Haustür:

Kampf!
Wie aus dem Nichts auftauchende Horden von schwarzen Piraten hieb er „einen links, einen rechts" entzwei! Vielen Dank auch an die Gäste des
Festes und die Stadtbevölkerung, die wieder einmal ihre Wehrhaftigkeit unter Beweis stellen konnten.

Verrat!
Ein Attentat erschütterte kurz darauf die Stadt: „Schneller als das Licht" stürzte sich eine Bestie in Menschengestalt in der Kommandatur auf Thorgal,
„mit rotglühenden Augen" und Händen wie Krallen! „Er war wie ein Schatten", sagten die Gardisten auf unsere Frage, warum dem Unhold erst in
letzter Sekunde von Halbtier, dem tapferen Gardisten, der Kopf abgerissen werden konnte. Thorgal ging zu Boden, heimtückisches Gift in den Adern!

Liebe!
Sein Ende vor Augen, brach Batida schluchzend neben ihrem Manne zusammen: „Vergib mir! Ich werde Dich nie wieder verlassen", so flehte sie ihn
an, wie Augenzeugen berichten konnten. Und die Liebe machte Thorgal stark, er lebt!
Sein Kommentar zum Attentäter, nachdem er dessen Körper zermalmt hatte: „Ein Hundesohn!" Und über seine Frau und die vorherigen Streitigkei-
ten: „Die lernt noch."

Wettkämpfe!
Das Bootsrennen ist entschieden: Die „Black Betty" sind die schnellsten! „Pfeilschnell und von hinten aus dem Gebüsch" hätten allerdings beste Aus-
sichten auf den ersten Platz gehabt, wenn nicht ihr Bier vergiftet worden wäre. „Kaozische Einmischung", so ihr knapp dem Tode entronnener Kapitän
Häggar.

Aktuell!
Der Bardenwettstreit findet heute abend statt, das Beste Akrons wird heiß aufgetischt, kommt zu Hauf!

Die Beine in die Hand nehmen und fliehen!


So der Ratschlag des berühmten Magus Melchior zu den Piratenüberfällen. „2 Schiffe liegen vor der Küste", wissen Kundige zu berichten. „Ihre Au-
gen leuchten grün" und „Man erkennt sie an den roten Augen", so berichten Beobachter übereinstimmend. „Sie sind auf der Suche nach zwei
Schatzkarten, die nur zusammen zu ihrem Schatz führen", sagen wohlinformierte Quellen. „Und sie werden alles und jeden vernichten, der sich ihnen
in den Weg stellt!" Der Kreutzer fragt: Wann unternimmt die Garde endlich etwas gegen diesen zu Wasser und zu Lande operierenden Gaunerring
unter Kapitän Ramirez? Informationen über die Schatzkarten bitte an den leitenden Reakteur William van Worten.

Unterhändler wie+ den Weg!


Wie wir erfuhren, wurde dem feigen Attentäter der Weg zur Kommandantur vom Unterhändler des Herrn der Ostmarschen, Raduin Ben Djali, gewie-
sen. Dieser ist gerade in der Stadt, um mit Thorgal über „Truppen im Westen" zu verhandeln, wie man munkelt. Politische Intrige? Wir ermitteln wei-
ter! Der Kopf des Wesens wurde auf den Palisadenzaun der Kommandantur gespießt, damit die Bevölkerung bei der Erkennung des Toten helfen
kann.

Blutmarie mit großer Auswahl!


Norwick, Telcontari, nach seinem gestrigen Besuch im Etablissement: „Ich hatte sie alle. Und was trinke ich dann heute Abend?" Vielleicht mal eine
„Hula Hure" probieren?

Patriot auf der Flucht!


Griswal, Patriot des Jahres, entzog sich durch tollkühne Flucht der Verhaftung durch die Stadtgarde. Lytande, seine Frau, treibt nun die Angst um:
„Sollte er sterben, werde ich nach Telcontarigesetz mit Lasse verheiratet!" Wie er an diesen Titel kam? „Ich streite für mein Land", so Griswal aus sei-
nem Versteck. Sein Metier seien „gefährliche Auslandseinsätze". Ob das nur als Synonym für „Reisen auf Staatskosten" verstanden werden kann, ist
derzeit noch im unklaren, da weitere Auskünfte laut G. als „geheim" gelten.

Zwerg verliert Wasserscheuheit!


Nori Erdferkel, Kämpfer des „Bierbartclans", in einem „kurzen" Gespräch: „Dank Irina, von „Irina und Olafs billige Heiltränke" (die sich vielfach be-
währt haben), habe ich meine letzte Angst verloren, gehe nun angstfrei durchs Leben!" Wie er mit dem ersten Bad seines 124jährigen Lebens auch
erfolgreich demonstrierte. „Und Wasser schmeckt gar nicht so übel!" Den hilfreichen Talisman brachte Irina an einem Organ des stämmigen Zwergen
an, dessen Erwähnung in dieser Zeitschrift laut N. aber „axtrechtliche Konsequenzen" nach sich zöge.

- 11 -
Tavernen-Interna!
Nach Justavs fast erfolgtem Ableben im Kampfe, wobei er „3 Mann" mitnahm (seine letzten Worte wären „Es lebe Akron" gewesen, wir wir hörten)
stellt sich die Frage: Wer erbt die Taverne, so ihm etwas zustoßen sollte? Erste Anwärterinnen, die sich auffällig oft am Tresen herumtreiben, wurden
schon gesichtet, Namen dürfen aber „nicht genannt werden".Derweil bleibt das Bett der verführerischen Brunhilde, Schankgehilfin und von manchen
„Prinzessin Jenny" genannt, leer: „Ich fror heute nacht!", vertraute sie unserem Sonderkorrespondenten an.Gibt es keine Männer mehr in Akron?

Skandal unter der Gürtelline!


„Diese Akroner Edelleute haben nix im Kopp und stinken nach Pipi!", sagt N., ein knapp Hüfthoher Zwerg mit hohem Ansehen in der Zwergengemein-
de, auf die Frage, ob er von angebelich in der Oberschicht der Hauptstadt kursierenden Gerüchten gehört hätte, dass Hobgoblins in Verkleidung sich
in den Clan eingeschlichen hätten. „Wenn das so weitergeht, muss sich unsere Kriegsbeteiligung ernsthaft in Frage stellen!" N. erholt sich derweil
von einigen Schwertstreichen im Rückenbereich, die ihm „im ehrenhaften Kampf gegen gut ein Dutzend Piraten" zugefügt wurden...

GUTE ARBEIT, GUTES GELD!


Der Kreuzer zahlt für aufschlussreiche Informationen, die die Öffentlichkeit angehen, bare Münze. Melden bei William van Worten.

28. Ferret
Die gefallene Fee
Celest unfeeig? Der KREUTZER befragte Heinzel Stiehlmann zu seinem neuesten Werk "Die Flügel ab! Und was Jetzt?" Nach seinen Bestsellern
"Der Troll - Ein Haustier mit Nebenwirkungen", "Haben Großmagier zu kleine Genitalien?" und "Ich bin Dunkelelf und Nachtblind. Wie geh ich damit
um?" hat sich der bekannte Akroner Phantasto-Biologe Heinzel Stiehlmann in seinem neuesten Werk mit dem Verhalten einst beflügelter Wesen und
der Veränderung, die eine Entflügelung solcher, in ihrem Benehmen bewirken kann, befasst. Der Autor kommt dabei zu verblüffenden Ergebnissen
und völlig neuen Theorien, was das kaozische Einmischen in den Krieg betrifft. Ausgehend von einer im Süden weit verbreiteten Religion, genannt
das Christentum, die von einem einst geflügelten Engel berichtet, der, nachdem ihm seine Flügel abhanden gekommen sind, nicht mehr in den Him-
mel darf und daraufhin ein Dunkles Reich auf Erden errichten will, tritt Stiehlmann den Beweis an, dass die Entflügelung bestimmter Kreaturen oft-
mals mit Allmachts-Fantasien und Größenwahn einhergeht.
Im Gespräch mit dem KREUTZER äußerte sich der Autor besorgt über die Vergabe von Führungspositionen an solche Wesen. Das grundlose Einmi-
schen in Kriege und das Einheiraten in Königshäuser seien nur erste Anzeichen. Es sei zu befürchten das Lady Celest demnächst eine Affinität zu
dunklen Messen und Pentagrammen entwickeln würde und in der Endphase ihrer Metamorphose sich einen Dunklen Thron errichten wird, um von
dort den Sturz imaginärer Lichtesgottheiten und das Ende der Welt zu planen. Erste äußerliche Anzeichen seien eine leichte Rötung der Hautfarbe,
Hörner- und Hufwuchs, sowie Quastenbildung im Schwanzbereich. Der KREUTZER wird weiterhin berichten.
Eduart Schreibtseltenhart

Bericht au+ Bernland


Kaozier haben die Schnauze voll! Bericht über die Erlebnisse eines Kreutzer-Verteilers in Bernland.
Liebe Leserinnen und Leser, als Gesandter des KREUTZERS, unterwegs im Namen der Wahrheit, begab ich mich nach Bernland, um unter den dort
anwesenden Streitern die goldenen Worte unseres lichten Blattes zu verbreiten. Gar grausige Szenarien spielten sich ab, als ich mich des Morgens
aufmachte um den Herren die Frühstückslektüre zukommen zu lassen.
Ich hatte offensichtlich den Drang der kaozischen Kämpfer nach Aufklärung unterschätzt. Schon bei meiner Ankunft in ihrem Lager wurde mir das An-
gebot unterbreitet, ihnen sämtliche Exemplare gegen Gold auszuhändigen. Als ehrlicher Mann lehnte ich vorerst ab, und gab einem der bereits in
Scharen aufgelaufenen Interessenten ein Probeexemplar um die Qualität der Lektüre zu testen. Kaum hielt der Recke dieses in den Händen, verfins-
terte sich sein Gesicht, ob der aufkeimenden Erkenntnis die ganze Zeit den Lügen seiner Herren aufgelegen zu sein. In dem daraufhin, durch den An-
drang von kaozischem Adel und Gemeinen entstehenden Tumult, verlor ich das Bewusstsein. Als ich wieder zu mir kam war ich von Silber überhäuft,
und hielt kein einziges Exemplar mehr in den Händen. Die Kaozier scheinen nun endgültig die Schnauze voll zu haben von der Desinformationspolitik
ihrer Anführer und der ein oder andere Fürst wird nach diesem Wochenende seinen Untergebenen einiges zu erklären haben. Ein großer Tag für die
Wahrheit und ein großer Tag für den KREUTZER. Da sich unser Blatt anscheinend auch in kaozischen Reihen großer Beliebtheit erfreuet, halte ich
es für angebracht ihnen weiterhin eine Vielzahl von Artikeln zu widmen. Auch ist es wahrscheinlich, dass der Kreutzer dieser Tage sogar die Morgen-
tafel von Celest und D´Ornbuse zieren wird, und für die Zukunft regelmäßige Zustellung an kaozische Herrscherhäuser erwünscht werden. Dank der
Grosszügigkeit jener Streiter in Bernland ist die Finanzierung der nächsten Ausgabe mehr als gesichert. Daher wird der Rest des Silbers in die Akro-
nische Kriegskasse fliessen, um den katastrophalen Zuständen der kaozischen Medienpolitik ein Ende zu bereiten. Ich denke dies wäre auch im Sin-
ne jener großzügigen Spender. DANKE KAOZIER! AUCH IHR HABT EIN RECHT AUF WAHRHEIT! WIR HELFEN EUCH! EUER KREUTZER
Ein Bericht von
Eduart Schreibtseltenhart

11. Muscul
AKRON FORDERT SEIN RECHT
An so einem Astartefreudigem Datum, dem 11. Muscul a.A. 67 t.n. meldet sich Achim Ganz-Vorn, mit der Nachricht des Tages. Nun ist es endlich so-
weit. Nach vielen Tagen und rechtzeitig vor der Schlacht hat das Warten ein Ende. Brunhild die gekürte „schürfste Bardin Akrons", der bekannte Ra-
bensteiner Knabenchor und die unvergleichlichen Akron-Allstars haben ihre erste Singleauskopplung „Akron fordert sein Recht" von ihrem zum Weih-
nachtsgeschäft erscheinenden Album „romantisches Frühjahrsschwelgen" veröffentlicht. Der Kreutzer konnte als allererster eine Kostprobe der bei
„Akron-Singers&Records" erscheinenden Tonträger genießen und tut nun allen, mit freundlicher Erlaubnis von „Akron-Singers&Records" den Text
kund, auf das ein jeder Streiter auf der Seite Akrons mitsingen kann, wenn es heißt: „AKRON FORDERT SEIN RECHT"

Akron fordert sein Recht


Refrain
Hey, Hey, Hey, Ho, Truppen rückt voran
wir stehen im Kampf bis zum letzten Mann
Hey, Hey, Hey, Ho, reißt die Waffen raus
akronische Stärke, des Gegners Graus

- 12 -
1.
Wenn Elfkreuzer in den Kampf ziehen
Aredhrokhs, dann geht es euch schlecht
Bahia, Kaotien, ihr solltet fliehn
denn Akron fordert sein Recht

Refrain

2.
Oh Tassilo von Armingstein
Du feiger kleiner Wich
Ja, wir hauen Deine Truppen klein
denn Akron kämpft für das Licht

Refrain

3.
Aredhrokh, Kaotien, seid auf der Hut
Astarte erfüllt uns mit Macht
und unsere Kämpfer mit göttlichem Mut
denn Akron zieht in die Schlacht

Refrain

So, nun schreibe ich noch zum dritten mal, wie versprochen: „Akron-Singers&Records", damit dürften die Exklusivrechte für den Kreutzer und die In-
terviews mit den Stars gesichert sein und verbleibe ehrwürdig, bis die Tage.
Achim Ganz-Vorn, Kreutzer.

- Anzeige -
Lord Pilsen empfielt:
TRINKTMEHRBIER!

18. Muscul
Schlachtgerede
Hier ist Achim Ganz-Vorn. Letztens traf ich in einer Schenke einen akronischen Diplomaten, der mit einem rayoner Boten sprach. Ich lauschte dem
Gespräch und möchte es hier nun einmal wiedergeben, da es vielleicht noch für den einen oder anderen ein wenig Wahrheit bringt.

Der Bote sprach: Fakt ist, dass ein Land, das unabhängig ist, nicht verschenkt werden kann, so geschehen mit dem Lande Aredhrokh im Jahre 1203.
Fakt ist, dass ein Land, das immer unabhängig war und nur einem Bund beigetreten war, wie Mentarien, nicht verschenkt werden kann. Obskur ist,
dass sich der Duke Richard von York dennoch dazu bevollmächtigt sah, diese Ländereien zu verschenken. Dazu kann man auch die Unabhängig-
keitserklärung lesen oder die Chroniken einsehen: Im Jahre 1203 begab es sich, dass in der Reichsmarkgrafschaft Mentarien das Chaos Einzug
hielt. Während der rechtmäßige Heerzog Mentariens im Süden gegen Balgwandler kämpfte, zog im Norden Mentariens eine Gefahr auf, die selbst
Aredhrokh bedrohte. Ein Usurpator namens Sigurd vom Stamm der Gerander begehrte gegen Recht, Ordnung und Licht auf, um im Namen von fins-
teren Göttern ein neues Dunkles Reich im Norden der Mittellande zu errichten. Geeint unter dem Banner des Markgrafen von Aredhrokh stellten sich
die Truppen aus Aredhrokh, Kaozien, Solania, Drakenstein und dem Bretonischen Reichsverband dem Feind und besiegten ihn im September des
Jahres vernichtend. In Übereinstimmung mit den Mentarischen Heerleuten übergab der Herzog Siegfried den Norden Mentariens an Aredhrokh. Der
Süden blieb in der eigenständigen Verwaltung der Mentarier und wird Warien genannt. Es ist sehr tugendhaft und ehrenwert, wenn Bündnispartner
für die Bretonische Krone Ländereien befrieden, so kann man dies nur Wertschätzen, die Frage bleibt, was hat das mit Akron zu tun? Das neue akro-
nische Gebiet befindet sich nicht auf dem ehemaligen Gebiet Mentariens, sondern dies sind Ländereien die u.a. Akron damals gemeinsam mit vielen
Bündnispartner wie Vinland, Zarorien und natürlich auch Kaozien, allerdings keinen Streitern aus Rayon, befreite und da dieser Kreuzzug von Breto-
nien einberufen wurde, an die bretonische Krone ging. Diese Ländereien wurden bis zum Ende des Jahres 1203 vom ehrenwerten Falk von Falken-
stein zum Wohlwollen aller und für das Bretonische Reich verwaltet. Und eben dieser ehrenwerte Falk von Falkenstein gab beim House of Lords
1203 persönlich und vor Zeugen seine Zustimmung zur Entscheidung und zur Echtheit der Schreiben von Richard von York. Schließlich akzeptierte
er stets auch seine neuen Ländereien ohne ein Widerwort. Der Oktober des Jahres 1203 brachte der Markgrafschaft Aredhrokh die Unabhängigkeit.“

Ja, das mein ich und dies durch ein Schreiben von Richard von York, welcher als Lehnsherr über diese Provinz als einziger das Recht auf Lehns- und
Landvergabe hat. Aber wie gesagt, um Mentarisches Gebiet, welches jetzt rechtmäßig unter der unabhängigen Fahne Aredhrokhs regiert wird, geht
es überhaupt nicht.“

Was niemand in Unserer Allianz daran versteht, ist die Position Akrons. Akron mit seinen viel gerühmten Streitern des Lichtes, bei denen auch viele
persönlich hoch in Unserem Ansehen stehen, nimmt ein solches vermeintliches Geschenk an, ohne Nachfrage zu stellen.“

Nun ja, wie schon erwähnt, haben die Akroner sich bei den damaligen Verwaltern erkundigt, ob diese Entscheidung rechtmäßig sei, und dies wurde
immer bestätigt.“

Aber dies scheint wieder so typisch, warum überhört Ihr eigentlich immer die Wahrheit, wenn sie Eure Argumentation einfach hinfällig macht.“

Hey, noch mal, wir haben gefragt und einige Aredhrokh Adlige wissen das nur zu gut, denn sie saßen dabei.“

Verwunderlich ist es auch, dass Akron auf „seinen neuen" Landbesitz beharrt und die friedlichen Einwohner Aredhrokhs mit Gewalt beherrschen will,
sogar einen Krieg eingeht um dieses schmähliche Geschenk anzunehmen. Welcher Landesherr würde seine Stammlande und seine Hauptstadt ein-
fach so räumen und sich „verschenken" lassen. Es enttäuscht Uns sehr, dass Akron eine solche tyrannische, habgierig erscheinende Position ein-
nimmt und auch noch Reden in seinem Land duldet, die Länder als Dunkle beschimpft, die mehr als einmal bewiesen haben, dass sie absolut im
Licht stehen.“

- 13 -
Äh, warte mal das ist ein wenig viel und sehr phantasievoll. Erstens beharrte niemand in Akron auf dieses Gebiet, welches bestätigter Weise von je-
dem Kartographen fortan als Akron geführt wird. Im Gegenteil es gab duzende diplomatische Vorschläge, die einen Krieg verhindert hätten. Doch die
Verhandlungen wurden schließlich von niemand anderen als Tassilo von Armingstein geführt und trotz Protesten aus seinen eigenen Reihen stets mit
einem frechen: „Nö, Krieg!" beantwortet. Mit Gewalt beherrscht Akron niemanden, das geht nach der Auffassung der akronischen Regierung auch gar
nicht. Im Gegenteil, als die neu-akronische Bevölkerung hörte das Akrons Fahnen fortan in Ihren Ländereien wehen, wurde gefeiert und die Akroner
als Ihre heimkehrende Kriegshelden der damaligen Befreiung begrüßt. Dies wurde allerdings von Aredhrokhs Adel unterbunden und zwar unter militä-
rischer Gewalt. Ach und übrigens, die ganze Zeit waren Truppen unter Kaozisch-Rayoner Banner an Ihrer Seite. Warum? Das können wir bis heute
nicht nachvollziehen. Es gibt da allerdings einige Ahnungen...“

Was Uns auch wundert, ist die absolute loyale Haltung gegenüber eines Herrschers, der nicht mal Akroner ist, der plötzlich verschwunden ist...“

Ah, Ihr meint den Herren der Franken, Reginald Front de Beouf? Der ermordet...“

Nein, wir meinen den Fürsten Richard of York, der, nachdem öffentlich wurde, dass er mit dem Dunklen Reich, auch als Torog Nai bekannt, paktiert
hat, verschwand. Richard von York hat mit dem Dunklen Reich paktiert und jeder der nur dagegen schreit, weil er es nicht wahrhaben will, ist wirklich
verblendet und sollte sich darum bemühen, die Wahrheit zu erfahren.“

Hmm, ich konnte bis jetzt in keinem Protokoll eines House of Lords, in keinem Bericht, in keiner Chronik lesen, dass es einen solchen Pakt gegeben
haben sollte und der einzige, den man dazu befragen könnte, ist der Fürst Richard of York höchst persönlich, dies geht nun gerade nicht. Würd mich
auch arg wundern, denn dieser Fürst den ihr da verdächtigt führte die Truppen gegen das dunkle Reich in Aredrock und besiegte diese erstmals in
der Geschichte der Mittellande, und zwar blutig, nicht durch irgendeinen Pakt. Aber wieso rückt Ihr eigentlich immer Bretonien in den Vordergrund,
um Bretonien geht es hier nicht. Es geht, wie ihr selbst immer wieder sagt, um das freie Aredhrokh und freie Akron, wie man es auf den Karten sehen
kann. Und wenn man sich eben diese Karten ansieht, wird man schnell feststellen, das Eure Truppen nicht auf Bretonischen oder Aredhrokhanischen
Boden stehen sondern auf Akrons Gebieten.“

Ach was, nicht umsonst haben sich ehrbare Leute, die Richard einst treu und loyal ergeben waren in Abscheu abgewandt. Auch befreundete Reiche,
zu denen einst Kaozien gehörte. Im Grunde ist es auch so, dass Bretonien Akron zu diesem Krieg getrieben hat! Wegen Landanspruch einen Krieg
einzugehen, hätten Wir nicht erwartet, dieser Krieg hat nichts mit dem zu tun, der vor Jahren gegen das Dunkle in Aredrog geführt wurde, es geht hier
nur um Landbesitz!“

Ach, dann geht es also darum, Eure Obrigkeit hat einen persönlichen Hader gegen Bretonien und genau das dürfen jetzt die lichten Akroner ausba-
den; in deren Land Ihr einmarschiert? Mich dünkt daher weht der Wind, das Ganze hat gar nichts mit Akron zu tun, sondern soll ein Exempel in Ver-
tretung für diesen Bretonischen Hader statuieren. Na, dann wird euch wundern, das der bretonische Adel sich ganz offiziell nicht an den Kriegshand-
lungen teilnimmt. Ihr sollte nicht den Fehler begehen, das ihr durch solch „um die Ecke" gedachtes Spiel, auch nur im geringsten den Fakt verdrehen
könnt, dass ihr gerade gegen Akron und seine Verbündeten kämpft und nicht gegen irgendein anderes Reich. Aber dies ist nun eh zu spät und das
werden euren Mannen bald am eigenen Leib und mit aller Härte eines Krieges erfahren. Wirklich schade, das die Eure Obrigkeit, in dieser Hinsicht,
Akron bei weitem unterschätzt.“

Vielleicht sollte nach den Vorfällen in der jüngsten Vergangenheit Akron in seinen eigenen Reihen sehen, mit wem es Kontakte pflegt, - Melchior!“

Sehr zweifelhaft, was ihr dort sprecht. Dieser Melchior ist unmittelbar an der Ermordung des ehemaligen ersten Ritters Akrons Martin Schwertfeger
und dem Elfkreuzer Shavek beteiligt gewesen und wird seit dem gesucht und gejagt wie ein Vogelfreier. Kein Elfkreuzer hätte sich wissentlich mit die-
ser Kreatur eingelassen und sagt ihr so etwas, so nenne ich euch einen Lügner. Im übrigen haben die höchst ehrenhaften Brüder des Ordens der
Shartar vor kurzem diese Kreatur in den Berner Landen zur Strecke gebracht. Daher gilt aller Dank für diese Tat diesem wackeren Orden.“

Viele Mannen haben damals gekämpft, Seite an Seite, viele aus Akron und Kaozien, Uns ist es unverständlich, dass man sich nun gegenüberstehen
muss, denn wir werden es nicht dulden, dass Unschuldige Aredroquianer gewaltsam aus ihrem Land vertrieben werden, weil sie nicht unter Akrons
Flagge leben wollen.“

Äh, seht ihr, genau das mein ich, warum hört ihr nicht auf das was ich sage. Jetzt wiederholt ihr euch schon wieder, kommt ihr euch dabei nicht selbst
albern vor? Aber noch eins dazu: Niemand, der auf dem Schlachtfeld eine Waffe gegen das Akronische Heer und seine Verbündeten erhebt ist Un-
schuldig.“

Warum kann Akron nicht in seinen Stammlanden bleiben und West- Aredhrokh seinen Frieden lassen? Warum muss Gewalt an den Tag treten, um
ein Stück Land in Besitz zu nehmen, das unrechtmäßig verschenkt wurde? Man stelle sich vor, irgendwer, der einmal über Akron geherrscht hat,
kommt daher und verschenkt einfach wichtige Teile des Stammlandes an jemand anderen, weil er meint, es tun zu müssen. Würden die Akroner,
dann einfach so ihre Heimat verlassen?“

Junge, ich sagt dir mal was. Wenn der akronische Fürst eine solche Entscheidung trifft, wissen alle ehrbaren Akroner, das dies im Sinne Akrons ge-
schehen muss. Denn wenn der Fürst Akrons so etwas befiehlt, dann ist das sein Recht, dann ist es das Recht Akrons.“

Wir hoffen, dass sich die Führung Akrons besinnt, ansonsten werden wir einen sinnlosen Landkrieg führen müssen und Aredhrokh tatkräftig zur Seite
stehen. Doch wenn es sich nicht vermeiden lässt, werden wir es ehrenvoll tun, denn wir achten die Akroner und sind kein Volk von hinterlistigen
Meuchlern. Wir schätzen die Ehre und hoffen, dass Akron in diesem Sinne auch nicht von seinen Uns einst bekannten Prinzipien abweicht und eh-
renvoll handelt.“

Das ist wirklich schön beschrieben, doch von welcher Ehre sprechen wir? Der Ehre einen zweifelhaften Pakt mit einem Wiedergänger einzugehen?
Der Ehre ein Land mit zu besetzen und kein einziges Schreiben an die Obrigkeit zu senden, die es betrifft? Die Ehre alle friedlichen diplomatischen
Lösungsvorschläge abzulehnen und in den Schmutz zu tun? Die Ehre für einen persönlichen Hader mit Dritten seine besten Streiter vor die Hunde
des Krieges zu führen? Die Ehre die vielleicht letzte Order seines Königs mit Füßen zu treten und zu missachten?“

Vielleicht die Ehre von Tassilo von Armingstein, der einst Champion des Bretonischen Reiches war, der zusammen mit Don Miguel in Stedingen einen
Schwarzmagier auf den Scheiterhaufen führte, der Dragan noch als Königsanwärter im Zweikampf bezwang, weil dieser den bretonischen Fürsten
beleidigte?“

Die Ehre eines Mannes der scheinbar nach seiner Wiederkehr nicht mehr Herr seiner Sinne ist, gar fremdgesteuert von dunkler Hand? Von welcher
Ehre sprecht Ihr, Bote Kaoziens?“

In diesem Moment verließ der Bote die Schenke.


Für den Kreutzer
Achim Ganz-Vorn

- 14 -
20. Muscul
Ein Schreiben der Heeresleitung
Dieses Schreiben wurde uns soeben von der obersten Heeresleitung zur Veröffentlichung bereitgestellt von seiner Königlichen Majestät Hector von
Kronenburg, König von Beilstein, Herzog zu Kronenburg, Graf von Schattenwald, Begründer des Ordens vom goldenen Schild, Wahrer der Kultur und
Erbe des Lindorianischen Reiches.

Streiter Akrons. Wir stehen euch in der bevorstehenden Schlacht in gütigem Angedenken zur Seite. Da wir selbst noch all unsere Truppen in den neu
eroberten Gebieten im Süden benötigen, können wir euch nur mit den besten Wünschen unterstützen. Wir wissen das ihr eure Gebiete ebenso er-
folgreich verteidigen werdet, wie wir es getan haben. Vertraut auf den Mut und die Kraft Eurer Schwerthand, so werdet Ihr Eure Feinde bezwingen.
Wer sich euch entgegen wirft, sollte sich sicher sein auf der richtigen Seite zu stehen. Wer diesen Krieg nicht wahrlich sein eigen nennt, sondern
durch Hetzerey in die Schlacht getreieben wurde, wird in der Zukunft den Tribut für seine voreilige Tat zahlen müssen.
Wir wünschen Eurem Heere Kampfgeschick und rührige Kraft auf dass ihr Eure Feinde bezwingen möget.
Seine Majestät Hector von Kronenburg

24. Muscul
SIEG!
SIEG! Akron gewinnt überlegen die Befreiungsschlacht um West Akron, dazu aber erst später mehr. Ich bin gerade wieder in der Heimredaktion an-
gekommen und schreibe noch einige Berichte zur Schlacht. Hier veröffentlichen wir zum Andenken, den Feind Kreutzer, welcher vor zwei Tagen [22.
Muscul a.A. 67 t.n., Anm. d. Red], speziell für die Schlachtaufklärung gefertigt wurde und bei dem Einsatz "Briefträger" von den Telcontari im gegneri-
schen Lager ausgetragen wurde.

Dies ist eine Sonderausgabe des Kreutzers. Dieser ist Bestimmt für All diejenigen, die den kriegerischen Weg in jener Unheil bringenden Allianz
suchten, die nun Akron bedroht. Was sehen wir dort? Zuallererst einen Wiedergänger, der als Initiator dieses Konfliktes gilt und sich nicht nehmen
lässt, bei dieser Schlacht seine untoten Augen über das Schlachtfeld streifen zu lassen und die Ahnungslosen in die Verderbnis treibt. Jener Tassilo
von Armingstein der obwohl er wusste, dass sein ehrwürdiger Herr Falk von Falkenstein die Landübergabe bestätigte und Akron willkommen hieß,
die Geschicke von Aredhrokh an sich riss und nichts weiter vollbringen konnte, als die Hunde des Krieges über akronisches Gebiet zu senden. Seine
durchtriebene Art vergiftete lichte Verbündete und das Intrigenspiel der Adelshöfe schuf Bündnisse, die kaum Raum lassen, als an seiner verdamm-
ten Seite zu streiten. Aber ist dies wirklich so? Inwieweit kann man vergiftete Verträge mit einem Wiedergänger, ahnungslos unterschrieben, als
Rechtens bezeichnen? Wir sagen: Niemals! Diese Verträge sind keinen Deut wert und jeder der noch rechtzeitig diese Verblendung begreift, wird
sich nun besinnen können und das Schlachtfeld als Freund Akrons verlassen können. Ihr könnt auch das geweihte Wasser Astartes über Ihn ergie-
ßen und sehen, wie er schmilzt in der geweihten Flüssigkeit, wie einst Ariat verging. Aber nehmt viel davon den er ist gerissen und hat sich sicher gut
geschützt. Und da steht Kaozien an der Seite Tassilos. Ein alter Bündnispartner aus einer Zeit, in der an ein befriedetes Aredhrokh nicht zu denken
war. Schreibt nun das Rayoner Adelshaus Todeslisten gegen Akron und spuckt despotische Galle in die alten Freundschaften. Dabei ist das Interes-
se Kaoziens sehr zweifelhaft. Haben sie nicht gerade noch mit Kriegern des elffachen Kreuzes Hand in Hand, in einem Bündnis, in Ihrem eigenen
Land, gegen Scharen von Choaskreaturen gekämpft? Haben diese Kreaturen mit ihren gierigen Krallen letztendlich doch das Fürstenhaus erreicht?
Welcher Verbündete kann sich denn sicher sein, das er morgen nicht selber von Kaozien angegriffen wird. Euer Kriegsherr Tassilo ist tot, Celest
scheint krank. Also, für was? Für was, bringt Ihr den Tod? Für was geht ihr eigentlich in den Tod? Für ein Stück Land im alten Mentarien, das Kaotien
jetzt schon in Sack und Tüten hat?

Wir danken an dieser Stelle den Pilsner Brauereien für die Unterstützung!
Lord Pilsen empfielt: Trinkt mehr Bier!

Zitate des Tages:


Akron bringt nie Eroberung, Akron heißt Befreiung!
Wer seine Waffen gegen Akron zieht, ist niemals unschuldig.
Sterben müsst ihr sowieso, schneller gehts dank Tassilo!

Seid Euch gewahr!


Ihr Kämpft nicht nur gegen Akron, eines der tugendhaftesten und lichtesten Reiche der Mittellande, welches inzwischen in vier Kriegen gegen die
Finsternis stritt und trotz schwerer Verluste immer siegreich bleib.
*Ihr kämpft gegen Dataron, gegen Terrion, gegen Rabenstein, gegen das Jarltum, gegen Bretonien, gegen ein Bündnis der Nordhanse, gegen Dana
Kera, Kranichfels, Aldarien, gegen die Gunst Beilsteins und auf See in diesem Moment entbrennt eine Seeschlacht akronischer Wikinger auf vinländi-
schen Booten direkt an den Nachschubruten Eurer Herren.*
So rufen wir die Recken aus Solania auf, sich zu besinnen. Den Truppen aus Bahia senden wir einem besonderen Gruß der Kreuzkirche, Kardinal
Jähzorn sagt: „Ihr sollt verschwinden!"
Ihr freien Länder der Mittellande, die sich im zweifelhaften Bunde befinde, noch ist Zeit. Noch bevor die vereinbarte Schlacht am 23. Muskul beginnt,
habt Ihr freies Geleit zu gehen und in Freundschaft mit Akron zu verbleiben, Noch ist es nicht zu spät. Doch sollten Eure Truppen auf dem Schlacht-
felde stehen, werden sie mit aller Härte des akronischen Kieges in die Schranken gewiesen und viele von Ihnen völlig sinnlos ihr Leben lassen und
uns und Euch fehlen in der Schlacht gegen die Torog Nai.
Den Akron fordert sein Recht!
IO Astarte

*Dementi in eigener Sache: Bei den Angaben über Mitstreiter und Unterstützer sind wohl in der Eile des Kreutzerdrucks einige Inhalte verwechselt
oder versehentlich hinzugefügt worden. Wir bitten einen Jeden der sich hier fälschlich genannt sieht dies zu entschuldigen, die akronische Drucktech-
nik ist noch nicht weit fortgeschritten und birgt ab und zu; äh : DRÜCKFEHLER. (Ente gut, alles Gut )
Für den Kreutzer
Achim Ganz-Vorn

Stimmen zur Schlacht


Hier ist Achim Ganz-Vorn, ich hatte nicht nur die Ehre dem Verlauf der Schlacht beizuwohnen, ich durfte auch bei einigen geheimen Gesprächen und
vielen Vorbereitungstreffen dabei sein. Ich war die ganze Zeit an der Seite des Fürsten und viele meiner Redaktionskollegen waren an anderer Stelle
und werden später berichten. Von der Siegesfeier brummt mir zwar immer noch der Schädel und vom Jubelgesang bin ich heiser, aber meine Stimme

- 15 -
brauche ich als Kreutzerreporter nicht und anderen muss es noch schrecklicher gehen, denn die hatten in den letzten Tagen der Schlacht wesentlich
mehr zu sagen und lauter zu schreien. Drum leset die Begebenheiten wie ich sie erfahren hab, ungeschminkt und in vielen Details, denn Akron hat
nichts zu verbergen, im Gegenteil.

Viele Wochen vor Schlachtbeginn starteten die Vorbereitungen. Einige wichtige Punkte dessen waren z.B. die Verhandlungen und das Anheuern von
Söldnern, welches durch Sir Jaromir von Breitenfels, Sir Hylar Hornfell, Richard Rosenherz und Karl von Klinge zum Erfolg gebracht wurde. In den
taktischen Vorbereitungen gibt es ebenfalls einige Personen Hervorzuheben. Schwester Nadessha und Kieth McSudro von den Jarlern sowie Ritter
Gwen Fjandal Turpack, die Ihre Vorschläge zur Kennzeichnung der Truppen und zum Bau brauchbarer Kriegsgeräte auch sofort in die Tat umsetzen.
Über die etlichen Schlacht taktischen Gespräche werde ich nicht mehr viel sagen, wer weiß was es in der Zukunft noch so alles geben wird. Nur so-
viel: Unter den vielen erwogenen Möglichkeiten entschieden sich unser aller Fürst Miguel don Pacos und seine Generäle für ein strategisches Vorge-
hen, welches aus Reihen des kampferfahrenden Zwergenclans zu Akron, den Bierbärten, kam. Dieser besagte, dass die Truppen in ihren drei Einhei-
ten vorgehen, die linke einzig ihre Stellung halten soll, die Mitte Druck macht und die rechte Flanke, als mannstärkste und erfahrenste Einheit, einen
gewagten Keil schlägt und dann versucht die feindlichen Heere zurück zu treiben, um mit Hilfe des Talhofers Trosses auf der linken Seite zu kesseln.
Das ganze sollte von den drei berittenen Reserveeinheiten, den Artilleristen und Bogeneinheiten unterstützt werden. Leichte Einheiten sollen versu-
chen, wenn es das Gelände her gibt, an den Reihen vorbei durch Wälder oder einen größer gelaufenen Bogen an die feindliche Artillerie zu gelan-
gen. Wie es dann wirklich laufen sollte durch mannigfaltig zusammengetragene Optionen vom Heerführer spontan entschieden werden. Der wichtigs-
ten Punkt, und da waren sich alle einig, sollte es aber sein, egal was geschieht, den Zusammenhalt und die akronisch sonnige Lebensart zu demons-
trieren. Diese unerschütterliche Lebensfreude die schon viele Frauen und Mannen nach Akron brachte. Aber natürlich wusste niemand zu diesem
Zeitpunkt, wie es schließlich wirklich ablaufen wird. Viele Fragen konnten nur vor Ort entschieden werden. Wie viele unserer Truppen kommen wirk-
lich aufs Feld? Was macht der Gegner? Wie stark ist die gegnerische Artillerie und wie hoch könnte der Schaden sein den sie anrichtet? Wo wird das
Schlachtfeld gewählt werden? Vielleicht ist eine Hinterhalts-Wald-Taktik, eine morgengräuliche Angriffstaktik oder wirklich eine rein hannibalsche
Feldtaktik angebracht? Vieles musste bedacht sein und als ich das alles mitbekam, wollte ich wirklich nicht in der Haut der Heeresleitung und der Ge-
neralität stecken, das könnt ihr mal glauben. Nun ging es aber los. Am zweiundzwanzigsten Muscul akroner Zeitrechnung werden Informationsblätter
für den Feind verteilt. Das Lager in einem neunstündigen Marathon im Torhaus vom unglaublichen Sir Ronzo Klamides und Großmeister Pan regis-
triert und mit Passierscheinen, nach einem eigens für die Schlacht ausgeklügeltem System, ausstattet. Das führte dazu, dass noch in der Nacht klar
war, dass einige Spione im Lager waren und wer sie sind. Ich sage nur Nummer 27 und 28 EK. Diese konnten dann gezielt mit Fehlinformationen ge-
füttert werden. Die hervorragenden Spione im Gegnerischen taten ihr Übriges und informierten uns über die Gegebenheiten des Gegners innerhalb
von Minuten. Miguel don Pacos höchst persönlich begrüßt in einer feurigen Ansprache die Truppen, die hervorragende Generalität des Fürsten, Gun-
tram von Wartenberg, Sir Edward Henry Arthur Boen Woddcastle und Jaromier von Breitenfels, stellen die Strukturen und das weitere Vorgehen vor,
und der großartige Lagerkommandant Hylar Hornfell gibt die Lagersicherheit bekannt. Wachen werden eingeteilt. Commandantes gewählt. Und zu
guter Letzt heizt die Akronische-Astarte-Inquisition ordentlich ein und die Priesterschaft gibt den Schlachtensegen.
Es beginnt.
Die einzelnen Heeresteile strukturieren sich für die Sicherheit im Lager. Fast undurchschaubare Dunkelheit und der Mangel an Kerzen, Öl und Fa-
ckelband machen dieses Unterfangen zu einer schwierigen Aufgabe, doch alle ziehen an einem Strang, positionieren sich und halten im ermutigen
Licht des schwarz-weißen Halbmondes am Firmament ihre Wache. Der Fürst sitzt im ersten Kriegsrat mit den Commandantes und erklärt ihnen die
Vorgehensweise in Ihren Rängen. Geduldig beantwortet er alle Fragen und macht noch einmal Ihre höchste Verantwortlichkeit klar. In dieser Zeit
überprüfen die Generäle die erste Heeresstärke und bringen diese zu Papier. Nach der Besprechung der Commandantes treffen sich die Generäle
und der Fürst zum ersten vorbereitenden Generalstab und erörtert die ersten Truppenerkenntnisse, gehen noch einmal die Vorgehensweise der
Nacht durch, besprechen immer und immer wieder die Schlachtentaktik und werten ungeduldig die Informationen über den Feind aus. In den frühen
Morgenstunden begeben sich die nicht wachhabenden Generäle zur Ruhe, der Fürst erwartet noch die ersten Botschaften vom feindlichen Lager. Sie
ergeben allerdings keine neuen Erkenntnisse, so dass er sich, zum Kampf bereit, aber im Wissen um seine große Aufgabe am nächsten Tag zur
Schlafstätte begibt. Die Nacht ward lang, Patrouillen erfragen Passierscheine, die Generäle koordinieren ihre Einheiten zu den Wachzeiten, leises
Getuschel dringt aus der Taverne, die schwere Garde des Fürsten rotiert scheppernd um sein Zelt. Dennoch, es legt sich eine Unheil schwangere
Ruhe über die Heeresstätte. Dann, wie aus heiterem Himmel und in der frühen siebenten Stunde des dreiundzwanzigsten Muscul akroner Zeitrech-
nung, läuten laut die Alarmglocken im akronischen Lager. „Angriff!“ heißt es, eine leichte Infanterie Einheit befindet sich schon vor den Toren und wird
vom Talhofer Tross im Schach gehalten. Aber viel schlimmer, ein Trupp von achtzig schwer Gerüsteten ist dabei die Furt zu überqueren und zum An-
griff zu blasen. Was für ein großartiger, wenn auch nicht allzu ritterlicher Schachzug klingt es noch aus dem Kommandozelt. Bei Astarte, das hält die
stehende Wache von Jaromir nicht lang auf, auch wenn sie sich todesmutig dem Feind entgegen werfen und schnell das leichte feindliche Spähkom-
mando mit Hilfe der Talhofer und den fabelhaften Telcontari, Mok´s Mannen und Askahvar unter der treuen Führung des „Patrioten des Jahres" Griz-
wei aufreiben. Beständig und blitzschnell erwacht das Lager beim ersten Glockenschlag. Nun geht es zu, wie in einem Bienenkorb. Doch bei all dem
Durcheinander weiß jeder, was er zu tun hat. Die Knappen rüsten Ihre Herren an, die Läufer bringen ununterbrochen Meldungen vom Scharmützel an
der Furt, die Mannen werfen Kettenhemden und Plattenteile über, greifen ihre Waffen und sind innerhalb von Minuten kampfbereit und an Ihren Posi-
tionen. Allen voran die Generalität und der Fürst, die als erstes stehen, Meldungen empfangen und Ihre Einheiten sammeln. Aber trotzdem. Wenn in
diesem hochbrisanten Moment ein voll gerüstetes Heer ins Lager einfällt, werden sie es alle schwer haben lange Stand zu halten. Doch da kommt die
errettende Botschaft. Die fliehenden Infanteristen gaben dem feindlichen Kriegsheeren zu verstehen, dass im akroner Kriegslager mächtige Einheiten
aufmarschiert sind und es schwer werden würde sie zu überfallen. Das bewegt die Generalität des Gegners zu dem Entschluss, sich lieber in Ihr La-
ger zur Neuorientierung zurückzuziehen. Bei warmer Frühstücksmilch und Morgenshisha ist Ihr gut geschütztes Lager eh vorzuziehen.
Boohrr, ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie groß die Erleichterung im Akroner Lager war, als dies bekannt wurde. Doch der Erleichterung folgte
schnell die Erkenntnis, dass es inzwischen zur achten Stunde des Morgens kräht, alle nur wenig schlafen konnten und kaum einer genug Bier getrun-
ken hatte. Und es folgte Wut. Bevor diese Wut in Unmut umschlägt, galt es dem Luft zu verschaffen. So beschloss die Heeresführung einen großen
Trupp unter dem Banner der rechten Flanke zusammen zustellen und dem Gegner die Milch ein wenig zu säuern. Gesagt getan, brachte Guntram 80
Mann in Position und brüllte in den Wald was das Zeug hielt. Eine halbe Stunde später kehrten sie zurück, ohne Feindkontakt aber sichtlich erleich-
tert. Eine Schlüsselszene spielte sich ab, als der General entschied, noch drei kleinere Trupps für Feldplänkeleien beim Gegner zu lassen, diese wa-
ren allerdings ohne eindeutig bestimmter Führung nicht in der Lage koordiniert vorzugehen und hätten sich dadurch fast in Lebensgefahr gebracht als
Feindkontakt zustande kam. Durch Ihren beherzten Rückzug konnte aber schlimmeres verhindert werden und dem Heeresstab war klar, das kein
Trupp außerhalb Ihrer Befehle oder eindeutiger Kommandostruktur einzusetzen ist. Einige Momente später kamen Parlamentäre der Gegenseite und
handelten mit Sir Edward an der Furt bei akronischem Teechen und Keksen die Schlachtmodalitäten aus. Klar wurde, wo das gewählte Feld der Ehre
sein wird, das die Parteien zu den halb vierer Nachmittagsstunden das Schlachtfeld betreten und die Heere dann freien Aufmarsch haben sollten.
Aber was war es für ein Schock, als bekannt wurde, dass trotz eiserner Verhandlungen vom Einsatz der Kavallerie abgesehen wurde. Damit hat
Akron sein Heer buchstäblich halbiert und die vorher entschiedene Taktik mit den Finten der schweren Reserve fiel ins Wasser, so bliebe für diese
Aufgabe nur die schwere Leibgarde des Fürsten übrig. Aber das musste nun genügen, schließlich waren die Kriegsschweine um Karl von Klinge, Jes-
se Bluthund und die erfahrende Elite mit Sir Judas Demetrius und Lord Helmbrecht von Pilsen, Kampfmaschinen in Persona von der schweren Leib-
wache, die nichts stoppen kann. Gut eine halbe Stunde später ergab sich dann, als unserer Informant berichtete, dass der Feind sich nicht an die Ab-
machungen hielt und schon mehrere Stunden vor dem Aufmarsch schwere Artillerie auf dem Feld errichtete und sich einschoss. Jetzt ist schnelles
Handeln gefragt. Die gesamte leichte Waldläufergruppe rückte aus, um zu berichten, versprengte Gegner auszuschalten und vor allem in der Nähe
des Schlachtfeldes im Wald Stellung zu beziehen und, so möglich, die Artillerie auszuschalten.
Nun wurde die sofortige Heeressammlung durch eindringlichen Trommelschlag einberufen. Alle, überrascht von der Dringlichkeit des Zusammenzie-
hens, beeilten sich und bezogen Stellung bei Ihren Bannern. Eine viertel Stunde später waren alle bereit und der Fürst befahl den Abmarsch zum
Schlachtfeld. Und zwar durch Pfade im Wald, damit der Gegner nicht frühzeitig von dem Aufmarsch erfahren konnte. Trrrom, Trrrum, Trrrom ging der
Takt der Trommeln, die den schier endlosen Tross begleitete. Der Herbst schickte leichte Böen, als wollte er fröhlich ankündigen, da das ist Akron,
Feinde spürt, hier kommt ein Sturm. Leichte immerwährende Nieselschwaden bedeckten Gewänder und Rüstungen mit perlendem Tau und kühlten
den hitzigen Marsch. Vorbei an verbrannten Feldern durch Wälder, dessen Blätter gelb und blutrot schimmerten. Trromm, Trruumm, Trroomm! „Hey

- 16 -
Hey Hey Ho...": zu den eindringlichen Trommelschlägen gesellte sich der kraftvoll, kehlige Gesang der Männer als allen voran der Fürst und seine Eli-
te das Feld betraten. Tiefe Furchen und schlammige Pfützen bestimmten den Boden. Auf einer leichten Anhöhe kamen sie an. Vom Walde her, am
Rand des Areals blitzten die Spiegelsignale der Waldläufer. Ein Melder eilte herbei, als der erste Heeresteil unter General Guntram von Wartenberg
Stellung bezog. „Artillerie, zu schwer geschützt für die Waldläufer, aber für eine Handvoll Gerüsteter zu knacken", hieß es. Guntram war schon auf
dem halben Weg zum Fürsten als dieser Ihm entgegen hielt und schrie das die gesamte rechte Flanke sofort vorrücken sollte. Und das Ziel war klar.
Die Artillerie und die Wachen des Gegners mussten sofort zerstört werden um diesen taktischen Nachteil auszuräumen. Dies musste schnell gesche-
hen und unter wenigen Verlusten, danach sollten sie sofort wieder Ihre Heeresposition einnehmen. Guntram hielt inne, nickte verstehend und mit hit-
ziger Glut in seinen Augen ging er zu seinen Mannen und gab den Marschbefehl. „Los Männer, auf den Feind zu!" Inzwischen bezog das Zentrum un-
ter General Edward und General Jaromir mit der linken Flanke auf dem Feld Stellung. Während hinter dem Fürsten Kriegsgeschrei ertönte, wurden
ruhig die beiden Heeresteile in Position gebracht. Vor! Vor! Aufrücken! Ein wenig nach rechts, Anschließen und Stopp! Klang es vom Fürsten und
blind verstehend, fast im selben Atemzug, aus den Mündern der Generale. Die Truppen folgten Ihnen ohne zu zögern und eiserner Wille stand ihnen
im Gesicht. Da erklang ein ersten krachen vom gegnerischen Feldplatz und Miguel don Pacos wusste die erste Hürde ist genommen, die Artillerie ist
vernichtet. Kurze Zeit später bestätigte ein Läufer den Erfolg und das Banner General Guntrams näherte sich, um wieder Stellung zu beziehen. Als
schließlich dem kompletten Heer verkündet wurde, das eine ihrer größten Ängste, die schwere Artillerie des Gegners zu Schutt geschlagen worden
war, wich auch noch dem letzten Zweiflern die Angst aus dem Herzen und eines war klar, das wird kein Spaziergang auf einer netten Herbstwiese,
aber ein Trauermarsch kann es jetzt schon nicht sein.
Doch keine Zeit für voreilige Schlüsse und so ging es weiter. Der Gegner kamen nun ebenfalls unter lautem Getöse heran marschiert. Nach und nach
platziert er seine Einheiten. Endlich hat er Stellung bezogen. Von der Heerführung des Feindes ist niemand zu sehen. Der Fürst Akrons steht vor sei-
nen Truppen, die Generäle warten mit der Ruhe von Tigern, bevor sie sich auf die Beute stürzen. „Guntram Bereit? JAAA! Edward bereit? JAAA!
Jaromir Bereit? JAAAA! Klingt es über das Schlachtfeld, alles andere versinkt für einen Moment in Stille. Dann brüllt der Fürst „AKRON! ANGRIFF!"
und das Heer setzt sich im Gleichschritt in Bewegung, jetzt tosend wie die Brandung eines Ozeans. Der Kriegsherr geht an die Position hinter den
Schlachtreihen, wo seine Garde Ihn erwartet. Noch 50 Meter bis zur feindlichen Schlachtreihe. Was tut der Feind? Er bewegt sich kein Stück. Dann
beschließt der akronische Feldherr nicht länger zu warten. „Schultert das Kriegsgerät! Zieht blank! Geht auf Kontaktstellung! Vorwärts! Für Akron!",
ertönt es erneut. Mit lautem Kriegsgebrüll rücken die Truppen vor. Jetzt treffen sie endlich aufeinander. Von nun an geht alles unheimlich schnell. Die
Ballisten feuern, was das Zeug hält; Armbrustschützen und Bogeneinheiten lichten die feindlichen Reihen aus dem hinteren Bereich. Vorn prasseln
Schwerthiebe auf Schilde und Rüstungen. Dann gibt es eine Sekunde der Ruhe, alles läuft wie in Zeitlupe und fast gleichzeitig ab. Links bohren sich
die Truppen Jaromirs in den Boden und halten einfach nur Stand, wartend auf den Befehl zum Vormarsch. Sie treffen auf den schwersten Wider-
stand. Miguel schickt seine Kriegshunde zur Verstärkung rüber. Das Zentrum geht in wildem Kampfgeschrei auf Vollkontakt, die Jarler werden wahr-
lich zu Wildsäuen und geben alles, die Kreuzkirche ist voll in ihrem Element. Der Kardinal kreiselt sich fast blind vor Jähzorn in die feindlichen Reihen
und muss immer wieder von Sir Wieland in die Schlachtreihe gezogen werden, ein wahrlich impulsanter Anblick. Edward hält trotz aller Wildheit die
Zügel fest in der Hand und rückt entschlossen vor. Dann zur rechten Flanke, General Guntram. „Jetzt!": brüllt der Kriegsheer und der General reagiert
sofort. Die Zwerge und die Astarte Inquisitoren fräsen sich als Keil in die linke Flanke des Gegners, Rabensteiner und Terrioner geben Ihnen De-
ckung. Guntram zieht seine übrigen Truppen in einem lang gezogenen Wall um die Flanke des Gegners, in diesem Moment schickt Griswai seine
Spähtrupps in einen heroischen Nahkampf. Askahvar, Moks und Telcontari kämpfen bis aufs Blut. Das ist der Moment an dem die Moral der malträ-
tierten, gegnerischen linken Flanke vollends bricht, und sie beginnen eine chaotische Flucht. Das reißt das generische, hauptsächlich solanische
Zentrum, mit ins Chaos, die wilden Attacken der Jarler und des Blutsturms tun den Rest, auch sie türmen.
Guntram lässt seine Truppen nun die wilde Verfolgung aufnehmen und zerreibt die Flüchtenden bis zum nahe gelegenen Waldrand vollends. Edward
steht auf seinem zentralen Platz und hört den Ruf des Dons. Er zieht daraufhin seine Truppen im Halbkreis auf die rechte Flanke des Gegners und
beginnt diese einzukesseln. Auf der stark attackierten Flanke Jaromirs werfen Karl von Klinge und Lord Pilsen die Mannen in den Kampf und erset-
zen selbst entstandene Lücken. Viel Zeit blieb Jaromir und Ihnen nicht mehr, aber sie stehen eisern. Genau in diesem Moment, genau rechtzeitig, hat
Edward mit dem Zentrum seine Position erreicht. Jaromir schickt den Talhofer Tross links vor und die Falle schnappt zu. Eingekesselt und zu einer
Schildkröte zusammengezogen können die feindlichen Truppen nur noch in die Knie beugen und kapitulieren. Die Aredroqueaner, die auf dieser Seite
stehen, werden durch die schwere Fürstengarde ausgeschaltet. Dabei bringt Jesse Bluthund den feindlichen Kriegsherrn, der bis zu Letzt verbittert
kämpfte, zu Fall. Die übrigen im Kessel geben nicht vollends auf, sie palavern was das Zeug hält und beinahe wäre es ihr Verhängnis geworden,
denn in diesem Moment erreicht den Heerführer ein Läufer mit der Botschaft, das weitere schwere Reserven sich auf die angeschlagene Einheit un-
ter General Guntram zu bewegen. Da bleibt keine Zeit: Tod oder Kapitulation. Mit ernster Mine bringt er den eingekesselten Feind dazu, die Waffen
weg zu stecken und lässt ihnen freies Geleit aus ihrer Falle. Sie nehmen an. Edward beginnt sofort seine Truppen erneut um sein Banner zu versam-
meln. Die linke Flanke, vor allem aus Söldner bestehend, wird von Jaromir zur Räson gebracht und sie brechen ihre Plünderungen entschuldigend
ab. Zu früh kam ihr Siegestaumel. Die Heereseinheiten haben sich gerade in Stellung begeben, als der bedankenswerte Bote `Kian` die alles ent-
scheidende Botschaft zum Kriegsherrn bringt: Aufgabe! Kapitulation! Die Feindliche Reserve hat sich kampflos ergeben. Das hieß nicht mehr und
nicht weniger als:
SIEG FÜR AKRON.
Innerhalb von gerade einmal dreißig Minuten besiegen die Truppen Akrons den vermeintlich weit überlegenden Feind und, wir erinnern uns, mit ge-
nau der Taktik die sie zwei Wochen davor beschlossen hatten. Es ist unwirklich, was nun geschieht: Die Jarler beginnen aus Unglaube über ihre we-
nigen Wunden erstmal eine derbe Prügelei. Sir Edward Henry Arthur Boen Woddcastle und Sir Phillip geben sich erstmal ein Duell, da Sir Edward ir-
gendetwas versprochen hat, was Sir Phillip falsch verstand. Jetzt, obwohl er es nicht machen müsste, stellt General Edward sich im Namen der Ehre
und besiegt Sir Philip erneut. Vor dem akronischen Kriegsfürsten kniet einer der ehrenwerten Adligen und überreicht sein Schwert, ich kann von hier
aus nicht erkennen, wer es ist, aber Hochachtung vor diesem Mann, der hat mal Ehre. Heiler flitzen ungläubig über das Schlachtfeld und suchen
Akroner - aber vergebens. Aus lauter Verzweiflung heraus heilen sie die Feinde im Akkord. Was für ein Durcheinander. Da! Der Leichnam des feindli-
chen Feldherrn Tassilo von Armingstein ist geborgen. Dann kommt auch schon der Priester Elmar. Er segnet den Körper, reinigt den Geist des Gefal-
lenen Helden, befreit ihn von seinem untoten Fluch. Ein treuer Freund des Verstorbenen, Sir Nicola, tritt hervor und erweist seinem Herrn einen letz-
ten Dienst, befolgt seine letzte Weisung. Mit voller Kraft senkt er sein Schwert in den Leib Tassilos. Was für ein heilloses Wirrwahr. Ich weiß grade
nicht wovon, ich zu erst berichten soll, und bringe jetzt schon vieles durcheinander. Darum tat ich das was ein jeder unbedeutender Akroner in sol-
chen Momenten tut: Ich kniete nieder und dankte Astarte für dieses großartige Ereignis.
Nun ist es ein für alle mal klar; Akron ist heimgekehrt in sein Land. In diesem Moment versagt leise der Regen, langsam verschwinden die Wolken
vom Himmel und der Wind flaut ab. Die Sonne, göttliche Friedensbotin, erhellt mit ihren Strahlen die Szenerie als wollten sie sagen, hier ist Akron,
hier seid ihr willkommen, willkommen zu Haus Schwestern und Brüder. Damit legt sich das durcheinander um mich herum und es stehen die siegrei-
chen Helden wieder vereint. Nun Stimmen sie an, das alte Lied der Elfkreuzer, und glaubt mir, noch nie habe ich es so gehört wie in diesem Moment,
so klar, so heroisch, so rein. „Beherrschen dies Gebiet, singen stolz ihr Lied..." Alle versammeln sich nun zu diesem friedlichen Reigen. Der Fürst er-
klärt mit mächtiger Stimme, dass auf diesem Schlachtfeld der Krieg und die Feindlichkeiten beendet seien und ein für alle mal zu Grabe getragen. Es
beginnt die Zeit der Besinnung und die Zeit der neuen alten Bunde, die es zu schließen gilt, für den noch immer währenden Kampf gegen die Finster-
nis, den Kampf gegen die Torog Nai, verkündet er weiter und die Streiter toben vor Begeisterung. Kardinal Jähzorn wird nach vorn gerufen und be-
kommt vor allen Anwesenden für seine Helden taten und die Heldentaten seiner Mannen, welche nicht das erste mal für Akron stritten, eine Trutzburg
in West Akron zugesprochen. Herr Gadur Dieberberg aus Rabenstein bekommt für seinen besonderen Mut vor dem Feind ein Lehen in den Stamm-
landen zugesprochen. Kieth McSudro aus Jarl, ein Lehen in West Akron. Dann geht es zurück ins Lager.
Ich bedauerte ja schon nach der Schlacht all diejenigen die zu Hause bleiben mussten, aber jetzt, nach dem Siegesfest, bedaure ich sie umso mehr.
Das war ein Erlebnis Freunde. Erst die feierliche Verbrennung von Tassilo von Armingstein; und hört: ich sah seinen Geist im Ultorgewand lächelnd
am Rande stehen, friedlich nicken und entschwinden. Oder der grandiose Ritterschlag und die Belehnung des Sir Rigobert von der Steinwacht, da
flossen wahrlich Freudentränen. Der Höhepunkt war dann aber die spontane Feier in der Kommandantur. Da dachten die hohen Herren, sie können
sich mal so still und heimlich ob der Strapazen der Schlacht in kleiner Runde zurückziehen und einfach so einpennen. Da hatten sie sich aber reich-
lich geschnitten. Alle kamen und alle sangen mit ihnen einen akronischen Hit nach dem Anderen, ließen sie und die Taten aller hoch leben. Es tanz-
ten viele ausgelassen auf den Tischen bis früh in den morgen hinein...

- 17 -
Einige Stimmen nach der Schlacht
Miguel don Pacos: „ Akroner, Freunde, Verbündete! „Veni, vidi, vici!" So sieht das nun mal aus, wenn man Akron angreift."
Judas Demetrius, erster Ritter Akrons: „Oh Mann, ich lege mein Schwert nieder, nenn mich Piwo und gehe zurück auf meinen Hof. Akron hat zu viele
Schwertarme für solche Angreifer und das war in den letzten zwei Kriegen nicht anders."
Guntram von Wartenberg: „Was? Wie? Schon vorbei! Neeeiiiinnnn! Vorwärts Attacke!"
Jaromir von Beitenfels: „Na Großartig, wir standen wie die Eins, äh, Elf, machten den Job und glänzten, pah. Richard, das mit der Platte dauert mir zu
lange, hol die Schuppe."
Sir Eduard of Woodcastel: „Oh no, what motherf***´n Shit! Wir hielten nicht das vereinbarte Schritttempo ein? Ich gestehe meinen Fehler und gehe
die Ehrenhandel ein. Für die Ehre!!!"
Alena, Richard, Corso, Bob, Badarius im Chor: „Nischt wärn sie, die Herren ohne Elefen und Knappen, aber wir machen das gern denn bald kriegen
wir auch Rappen...!"
Der Waibel des Talhofer Trosses: „Wow, brillante Taktik, große Disziplin, hervorragende Struktur und ein erschreckend leichter und trotzdem eiserner
Willen. Was für ein Fürst und was für Generäle, es wahr mir mehr als eine Ehre bei euch gestanden zu haben. Wir kämpfen seit vielen Jahren und
haben so wie Ihr, niemals auf der Seite der Unterlegenden gestanden, aber so etwas, haben wir noch nie erlebt. Sollten die guten alten Talhofer viel-
leicht eine würdige Heimat gefunden haben..."
Bur Askahvar: „Wag wallum carnun y taliesin y hurl. pirka cha tai ketu wash kryn miguel don pacos."
Nori Erdferkelfänger: „Har, Har, für das Erbe von Gorillion, für Miguel von Sacknuss. Was für ein Spaß, rollt die Fässer rein jetzt wird gesoffen, au ja,
bei Borins Hammer"
Lord Pilsen: „Ich sag ja, trinkt mehr Bier, dann würde es allen jetzt besser gehen..."

An dieser Stelle werde ich den Weisungen meiner Helden folgen und alle die, die es zu erwähnen gilt, noch einmal mit persönlichem Dank anspre-
chen. Wir danken zu erst einmal: dem akronischen Nachschub und Versorgungstross der besonders durch das Engagement von Batida für Erfri-
schung und Freude vor, während und nach der Schlacht sorgte. Wir danken der unglaublich liebreizenden Lyrgain, die mit ihren Heilern, die durch
Ihre Erfahrung und mit Ihrer Beherztheit einen jeden der lebte wieder zu Kräften brachte. Wir danken Schwester Nadessha mit ihren Bogenschützen,
hervorzuheben hierbei die Schützen aus al Shavek, ihre Armbrustschützen und ihren Eliten an den schweren Ballisten. Danken dem heldenhaften
Herrn Del de Brack der als einziger für Drakenstein stritt und sich als wahrlich guter Unterhändler entpuppte. Wir danken der linken Flanke mit den
Helden vom Talhofer Tross, von Kors Bluthunden, vom den Hodos Chamelionis, von den Blutadlern, vom Haufen der Sadauker, den Leuten aus Ca-
landris und den Orbalesen. Wir danken dem Zentrum mit den Tapferen aus Jarl, dem Nordischen Blutsturm, den Edlen um Del de Brack, den Sechs
Winden und den Terrionern/Dataronern. Wir danken der rechten Flanke, die den alles entscheidenden Dolchstoß vollzog, mit den Helden des Bluts-
banners, den Rabensteinern, Mok´s Schweinehaufen, den Telcontari denen voran der Mann für besondere Angelegenheiten, den Patrioten des Jah-
res: Herrn Grizwai, den Bierbärten, der akronischen Inquisition und den guten, rauen Freunden aus den Reihen der Askhavar. Wir danken vor allem
den beherzten Helfern am Rande, den Läufern, Elefen, den Knappen und Schildträgern Frauen und Mannen die sooft übersehen im Hintergrund,
wahre Heldentaten verrichten. All den Helden die Kriegsgerät bauten und Pavisen, Stellschilde und Ballisten hin und zurück schleppten. Wir, die wir
danken. Das sind alle Akroner, ist General Jaromir von Breitenfels, General Edward Henry Arthur Boen Woddcastle, General Guntram von Warten-
berg und der Feldherr Miguel don Pacos.

P. s.: Die akronische Kanzlei gibt bekannt, dass fortan, als dank für den Beistand in vielen Schlachten Akrons, es dem Volk der Askhavar von nun an
gestattet ist innerhalb aller - der akronischen Herrschaft unterliegenden - Lande zu lagern, zu jagen und sich von den Früchten des Landes zu näh-
ren, sofern die gejagten Tiere sich nicht innerhalb einer eingezäunten Weide oder die Früchte auf einem ebensolchen Feld befinden.
Noch was: Ein Bote erreicht das Zelt der holden Batida. Unter dem Arm trägt er ein güldenes Päckchen. „Hier holde Maid. Für Euch, direkt vom Fürs-
ten," sagt der Bote, ist außer Atem und lächelt stolz. Batida öffnet das Päcken und merkt, dass es an den Außenseiten durchlöchert ist. Samtig wurde
es ausgelegt und eine kleine grüne Schildkröte mit genügend Salatblättern vor sich, blinzelt sie liebevoll an. Auf dem Rücken der Schildkröte ist ein
Schreiben, welches das Siegel des Fürsten trägt. Sie bricht das Siegel und ein kleiner silberner Schlüssel fällt in Ihre Hand. Sie liest: " Hey Batida, im
Hafen zu akronisch Aredrock liegt ein niegelnagelneurer Sechsmaster, voll bemannt und mit Kanonen an Bord, und du hältst gerade den Schlüssel
dafür in der Hand. Warum du eine „Tortuga", das heißt in meiner Heimat Schildkröte, haben wolltest, weiß ich nicht, aber hier, sollst du haben. Einen
Namen hat sie noch nicht, aber dir fällt bestimmt etwas ein. Es grüßt dich dein Fürst Miguel don Pacos P.s. und danke für deine entspannenden
Übungen.“

So, dass schrub Achim Ganz Vorn und der nimmt jetzt, nach einer Panschen Schlammkur, erstmal ein halbes Jahr Urlaub macht.
Für Akron. Für den Kreutzer.

25. Muscul
Wenn kluge Köpfe sich schlagen oder DIE SCHLACHT
von Cord, akronischer Gardist, stationiert im Kriegshafen zu Wyrz Knürz.

Ich heiße Cord ap Dycter und bin Skote aus Ar-Ghaeil. Es ist nicht mein Talent, Verse zu dichten, aber ich will berichten von der Schlacht am Laugar-
dagr, der in Akron Samstag genannt wird, dem 23. Tage des Jagdmonats Gormanuthr, der in Akron Muscul heisst. Der große König Don Pacos, der
ein noch größerer Häuptling ist als mein Herr Thorgal, rief zum Heerzug nach Aredhrokh. So legten die Männer ihr Heergewand an, baten die Götter
um Glück und bestiegen die Schiffe in Wyrz Knürz. Bei dieser Walfahrt kam viel Volk zusammen, denn Don Pacos ist landauf, landab bekannt, viel
Glück in der Schlacht zu haben, so dass er die Dächer seines Hofes mit Silber decken hat lassen können. Die Klugen wussten zu berichten, dass er
immer siegreich gewesen ist in seinen Schlachten und ein verständiger Mann nicht seinen Zorn wecken sollte. Vor unserer Abfahrt bat ich noch die
Gode um Weissagung, denn es ist nie falsch, zu wissen, was die Zukunft bringt. Sie sagte mir, dass es für einen aufrechten Mann nichts zu gewinnen
gäbe, wenn Leute, die in großen Städten wohnen sich bekämpfen, denn sie sind alle von hinterhältiger und listiger Wesensart. Aber die Gunst der
Götter gelte es nicht zu verlieren. Dies hielt ich für einsichtige Worte.
Als im Morgengrauen unsere Flotte bei der ersten Flut aus lief, warf ich dann sicherheitshalber einen Priester der akronischen Göttin über Bord, denn
die Götter des Meeres mögen es nicht, wenn ihnen nicht angemessen geopfert wird. Darob gab es aber großes Aufhebens und Geschrei, ein Häupt-
ling der Akroner und der Herr des Schiffes, auf dem ich fuhr, war rot vor Zorn und meinte, wenn dem Priester etwas passiert wäre, würde es mir
schlecht ergehen. Aber der zappelnde Priester wurde unversehrt aus der Umarmung der Töchter Rans an Bord zurück geholt. Er redete dann lange
und eindringlich auf mich ein, dass es nur einen Sohn des Wassers gäbe, und dass dieser stärker sei als Ran und keine Menschen schätze. Silber
sollte ich ihm lieber opfern und am besten gleich ihm, dem Priester aushändigen. Das eine sei so gut wie das andere, dachte ich bei mir und gab ihm
ein Stück Silber - wo doch hier in Akron dieser Sohn wohl stärker ist als Ran. Vorsichtshalber schüttete ich aber noch eine Kanne Bier in die Wellen,
als er mich nicht beobachtete.

- 18 -
Von der Überfahrt nach Aredhrokh gibt es nicht viel zu berichten, wir hatten gutes Wetter und kamen schnell voran. Der Herr unseres Schiffes war je-
doch unverständig, mehrfach sahen wir die Segel fremder Handelsschiffe am Horizont, aber wir durften sie nicht überfallen. Auch untersagte er das
Plündern der Küstensiedlungen, wo wir nachts anlegten; es ist mir ein Rätsel, wie diese Häuptlinge in schwarz-weissen Röcken zu solchem Reichtum
gekommen sind. Mit noch größerer Fremdartigkeit ging es dann weiter, als wir die Küste des Jarls von Aredhrokh erreichten.
Geordnet sollte man ins Landesinnere ziehen und ein Lager errichten und nicht gleich über die vom Stamme Aredhrokhs herfallen und alles nieder-
brennen. Als ich den Häuptling danach fragte, wurde er wieder zornig und meinte, die Gardisten in Wyrz Knürz müssten wohl ein noch üblerer Haufen
sein als die restlichen Bewohner der Gegend, eben um sie unter Kontrolle zu halten. Darauf sagte ich, dass eine gute Axt durchaus für Ruhe sorgen
könnte, wenn es zu viel Aufhebens um gewissen Dinge und laute Worte generell gäbe. Daraufhin wurde der Häuptling, Elfkreuzer heißen diese in
Akron, noch wütender und meinte, es wäre unvertretbar, solche wie mich dem Feinde direkt entgegen zu werfen und ob ich mit dem Bogen umgehen
könnte. Bevor ich ihn darüber aufklären konnte, auf welche Entfernung ich ihn anhand seiner Geschreis im Dunkeln zu treffen wüsste, zog mich Ludz
Flake, der Hafenmeister in Wyrz Knürz, beiseite und riet mir, den Unterhäuptling des Königs Don Pacos nicht zu verärgern, da wir hier seien, um für
die Gerechtigkeit zu kämpfen und die Elfkreuzer seien sehr gerecht. Er selber diene unter seiner Schwester Nadessha und befehlige die Geschütze
als Unterhauptmann und er würde mir anraten, es ihm gleich zu tun, denn zum einen sei nichts falsches daran, Aredroquianer mit Pfeilen zu spicken
und zum anderen kämen wir aus der gleichen Gegend und würden wohl besser miteinander umzugehen verstehen. Dies hielt ich für verständige
Worte und wandte mich an eben jene Nadessha. Wie ich von ihr erfuhr, sei sie von allen Häuptlingen in schwarz-weiß die Schwester und sie alle, die
Elfkreuzer, würden Don Pacos als ihren König anerkennen; also stammen sie wohl aus seinem Geschlecht. Wie dem auch sei, wir errichteten also
ein Heerlager und die klugen Häuptlinge berieten sich, wie dem Gegner, der wohl weit überlegen war, beizukommen sei.
An die Krieger im Lager wurden ulkige kleine Blättchen verteilt, Passierscheine genannt, von denen mir ein kluger Mann zu berichten wusste, dass
sie aus dünnem Holz gemacht werden. Ich sollte so den ein oder anderen nach seinem Schein fragen, und wenn jemand keinen hätte, solle ich ihn
niederschlagen, was ich ungemein komisch fand. Dennoch wurde mir angeraten, niemanden aus unserem Lager zu erschlagen, was mir Sorge berei-
tete, denn mein Herr Thorgal vermisst seit langem sein Schädelservice und ich soll ein neues beschaffen und er gerät leicht in Zorn, wenn er seinen
Met aus einem Becher trinken muss. Worauf das Volk Akrons, zu dem ich nun auch schon seit einigen Jahren gehöre, sich aber wirklich versteht, ist,
seine Krieger bei Laune zu halten. Wir hatten einfach ein paar Bräute der Blutmarie aus Wyrz Knürz mitgenommen nach Aredhrokh, auf dass sie es
dort an keiner Labsahl mangeln lassen sollten. So gab es drei verschiedene Arten von Bieren, zwei helle Gebräue, wie sie Männer bevorzugen, und
ein dunkles, weiches Bier, wie es von Frauen und Elfkreuzern getrunken wird. Angeblich hat die Göttin der Elfkreuzer ihnen das befohlen und da sie
eine Göttin ist, steht es den Frauen in Akron nicht schlecht an, dunkles Bier zu trinken. Aber einige mögen auch das helle. Wobei die Schwester Na-
dessha überhaupt kein Bier trinkt, sondern Wein, wie die Priester ihn mögen. Ich mochte das Bier des Jarls Helmbrecht von Pilsen am liebsten, auch
weil es in guten, großen Krügen ausgeschenkt wurde. Dann gab es noch einen Met, aber der war schlecht, denn der Metsieder benutzte wohl
Schwefel, um die Gärung anzuhalten, und das schmeckt man einfach. Auch gab es einen fürchterlichen Trunk von vergorener Ziegenmilch aus dem
Wendenlande, aber der war scheußlich. Dennoch liefen bald alle im Lager mit so einer Flasche herum und priesen die Großzügigkeit des Königs Don
Pacos, der verfügt hatte, den Trunk der dummen Wenden für weniger als eine Hand voll Kupfer zu veräußern.
Was mir gut gefiel war, dass eine Heerfahrt in Akron ähnlich dem Fest zur Wintersonnenwende in meiner Heimat war, denn es gab, wie schon er-
wähnt, Trunk für alle und dazu auf offenem Feuer geröstetes Schweinefleisch. Ein paar Köche guten Rufes brutzelten und bepinselten das Schwein,
dass es eine Freude war. Auch wenn es nicht umsonst verteilt wurde, sondern jeder, der nicht nur Brot, sondern auch Schwein wollte, etwas geben
musste, troff doch das Fett von Bart und Kinn im ganzen Lager. Auch das viel gesungen wurde ist etwas gutes, nimmt es doch den ängstlicheren Ge-
mütern die Furcht vor dem Tod.
Und so komme ich dann zur Schlacht und wie sie geschlagen werden sollte. Nachdem in der Nacht von Frjadagr auf Laugardagr die Kundschafter
unseres und des gegnerischen Lagers viele gute Ratschläge tauschten, wollte dann am Laudardagrmorgen ein Haufen Aredroquianer sehen, wie wir
es denn mit der Nachtruhe hielten. Da der Stamm der Akroner pflegt, bei Walfahrten in Heeresgewand und Brünne zu schlafen, kamen die Krieger im
Verhältnis recht langsam von ihren Lagern hoch, aber schnell genug, um zu erfahren, dass die neugierigen Aredroquianer von ihrem Herrn zurück ge-
pfiffen wurden. Das war schade, denn wären sie zu uns ins Lager gekommen, hätte daraus wohl ein lustiges Gemenge entstehen können. Von der
am Laugardagr um die dritte Stunde nach Mittag dann stattfindenden Schlacht gibt es nichts aufregendes zu berichten. Das Heer des Königs Don
Pacos wählte den akronischen Breitkeil als Angriffstaktik, während die Aredroquianer lieber auf einem Haufen von knapp 200 standen, um weniger
Angriffsfläche zu bieten. Da ich bei den Bogenschützen focht, habe ich nur vier Gegner gefällt, denn mir wurde von der Schwester Nadessha unter-
sagt, zu schießen, wenn ich einen von uns treffen könnte. Da die Bogenschützen von Anfang an irriger Weise hinter den Reihen standen, gab es da-
mit naturgemäß Schwierigkeiten. Aber die Bogenschützen waren eh ohne Nutzen, denn die Fußtruppen Akrons zerfetzten die feindlichen Linien nach
kurzem, heftigem Gerangel.
Auch durfte ich nach der Schlacht den Besiegten nicht die Köpfe nehmen, sie nicht einmal zu Ehren der Götter töten, denn sie waren alle Häuptlinge
von großer Wichtigkeit und der König Don Pacos will trotz seiner Macht kein Blut vergossen sehen, wenn es hell ist. Das ist alles wahrlich fremdartig,
aber dennoch herrscht sonst Friede in Akron und die Frauen und Männer, die Land und Hof besitzen, kommen wohl von alleine, um Steuern zu be-
zahlen und der König Don Pacos muss nicht zu ihnen reiten mit einem großen Heerhaufen. Obwohl so gut wie nicht gekämpft wurde, waren alle
Akroner voller Freude nach dem Sieg und priesen ihre einzelne Göttin und sangen und tanzten. Zu meiner Schande muss ich sagen, dass nicht ein
Akroner auf dem Felde blieb und nur ungefähr 30 der Gegner starben. Ich erwog kurz, noch ein paar Leute zu erschlagen, um sicher zu gehen, dass
die Götter, die einen großen Kampf mit vielen Toten erwarteten, nicht enttäuscht wurden, aber dann entsann ich mich der Worte der Gode und ließ es
lieber bleiben.
Warum der König aber ausgerechnet dieses Land in Besitz nehmen wollte ist mir wahrlich ein Rätsel, denn Akron, grade die Küste, ist grün und die
Erde dort ist fett und schwarz, aber es war wohl ein Ehrenhandel und der König darf überdies nicht dulden, dass man über ihn Spott treibt und freche
Reden schwingt in Aredhrokh. So war also Akron einmal mehr siegreich und einmal mehr haben wir keine Beute genommen. Doch was mir jüngst zu
Sinnen kam, brauchen wir in so einem Land wie Akron überhaupt das Silber anderer Könige? Nein. Die Skoten sind gefürchtet an allen Küsten und
wackere Mordbrenner, aber so sehr es mich auch wundert, in Akron ist dafür kein Bedarf. Vielleicht, wenn meine Dienstzeit in der Garde vorbei ist,
kaufe ich ein paar Schafe.

29. Muscul
Extra Beilage au+ der Schreibstube seiner Hoheit Sir Edward Henrey Arthur Bowen
Woodcastle zu Veröffenlichung im akronischen Keutzer.
Wie wir erfahren haben, ist Sir Edward, General des Zentrums der akronisches Heeres in Westakron, höchst unerfreut über einige wilde Gerüchte,
die bezüglich der Schlacht, nach dem klaren Sieg selbiger, aufgetaucht sind. Daher nun einige Richtigstellungen.

Falsch ist, dass die Parlamentärsverhandlungen zwischen General Edward und Baron Phillippe Michel Coré von der Roten Garde gestört worden sei,
als diese plötzlich über den Fluss gestürmt kamen.
Richtiger ist vielmehr; dass am Freitag Abend der akronische Unterhändler sehr wohl mit Pfeilschüssen vor den Toren der Befestigungsanlage der
aredroquianischen Truppen empfangen wurde. (Jedoch hat man ihn verfehlt.) Die Gespräche am Samstag dagegen, fanden in einer entspannten und
sachlichen Atmosphäre bei Tee und Wein statt... Falsch ist auch, dass der Talhofer Tross Samstag früh den Befehl hatte, ihre Gefangenen zu erschla-
gen. Richtiger ist vielmehr, dass man sich bei den Parlamentärsgesprächen darauf geeinigt hat, derlei Taktiken nachfolgend zu verbieten und weiter-
hin anzuordnen, dass sich ergebenden Truppen Pardon zu gewähren ist.

- 19 -
Falsch ist ebenfalls, dass General Edward nach der Schlacht Sir Phillippe auf Leben und Tod gefordert hätte, weil dessen Artillerie noch vor dem ver-
einbarten Zeitpunkt in Stellung gegangen war.
Richtiger ist vielmehr, dass Sir Phillippe General Edward gefordert hat, weil die kaozische Artillerie schon um die 3. Stunde am Nachmittag angegrif-
fen und vernichtet worden ist, der Schlachtbeginn aber erst eine halbe Stunde später angesetzt war. Falsch ist weiterhin, dass Sir Phillippe von eini-
gen Männern des akroner Heeres während des Zweikampfes verhöhnt worden sein soll. ... Oh! - Wie ich gerade erfahre, ist diese Nachricht doch
nicht falsch. Das bedauern wir zutiefst und General Edward hat sich noch während des Duelles auch dafür entschuldigt. Diesbezüglich bemängelte er
insbesondere die Geschmacklosigkeit der Bemerkungen.

Falsch ist besonders, dass Sir Phillippe den Zweikampf gewonnen hätte, und hinterher von einem wütenden Akroner gemeuchelt worden sei.
Richtiger ist vielmehr - und darauf legt General Edward besonderen Wert - dass Sir Phillippe das Duell verloren hat, ihm jedoch von General Edward
Gnade gewährt wurde. Der Mann, welcher plötzlich ein Messer gezogen hatte - und das Mitten auf dem Schlachtfelde - wurde sofort von einem Com-
mandante zurechtgewiesen, die Waffe auf keinen Fall gegen einen der Sires zu richten. Woran sich dieser auch hielt.

Falsch ist genauso, dass Tassilo von Armingstein auf dem Schlachtfeld gemeuchelt worden sein soll.
Richtiger ist vielmehr, dass ein ulthorianischer Glaubensfreund höchst selbst ein Schwert in die Brust stieß mit den Worten: "Ulthor will es!" Dies führ-
te allem Anschein nach zum endgültigen Ableben des angeschlagenen Korpus.

Falsch ist schließlich auch, dass die Männer, unter General Edwards Kommando, mordend über das Schlachtfeld gegangen wären, wie Bauern bei
der Kornernte.
Richtiger ist vielmehr, dass sich die Männer nicht wie Bauern verhielten, sondern wie Krieger, und auf dem Schlachtfeld dennoch relativ wenig Män-
ner ihr Leben lassen mussten. Ein Großteil der Verluste, wurde dem Gegner nämlich schon in der Nacht und am Vormittag zugefügt. Und zwar haupt-
sächlich auf der akronischen Seite jenes reißenden Flusses, in dem bedauerlicher Weise Streiter beider Seiten ertrunken sind.
Möge Astarte auch ihren Seelen gnädig sein!

29. Muscul a.A., aus Eddyborrow in Akronisch -Welfen,


Berthelm Glimbersieg
Prospektor und Chronist

05. Awar
Kurznachrichten
Hier ist Achim Ganz-Vorn für den ganz normalen Kreutzer post bellum.
Der voll alltägliche Alltag hat uns wieder. Sogar die Zitadelle des Lichtes verkündet, das es am Limes ruhig ist. Wir können endlich in Friedenszeiten
berichten, so wie schon seit Jahren nicht mehr. Aber, wie so oft, kann Ruhe trügerisch sein und wer weiß, wer da alles in Zukunft auf den Busch
klopft.

Redaktion zerdroschen!
Am 1. Awar kam Grimmbert der Grimmige, vom Clan der Bierbärte, in die Redaktion und zerhackte die Einrichtung. Er ließ dann ein, natürlich kleines,
Schreiben zurück, das wir hier jetzt veröffentlichen müs*, äh, *wollen. Nori Erdferkelfänger ist vor der Schlacht um West-Akron zum neuen Clanlord
ernannt worden und ist es damit auch, basta. Und Grimmbart der Grimmige hackte sich mit seinen Bierbärten so dermaßen zwergisch durch die
feindlichen Reihen, wie einst Gorillion durch das rote Gebirge. Das führte dazu das GRIMMBERT dafür sorgte, das die Feinde ordentlich Fersengeld
geben mussten, damit war der Krieg entschieden. So, nu noch einer auf den Weg. Überseht die Zwerge nicht, sonst gib es nächste Runde, gleich die
Axt vor den Brustkorb....

Richard Rosenherz erleidet Nervenzusammenbruch!


Laut Augenzeugenberichten wurde Richard Rosenherz gestern Abend laut zeternd am Burggraben der Feste Aehrenwacht nackig aufgegriffen. Er fa-
selte etwas von 'Knappengewerkschaften' und trug ein Schild in den Händen mit der Aufschrift "Nackig machen für die Herren? Nie mehr!"; auf der
anderen Seite stand "Stoppt die Knappentransporte des Padre". Die Kornwall-Heraldikstelle gab zum Vorfall folgendes bekannt: Aufgrund der sinken-
den Fanbriefzahlen an Richard von 200 auf 189 am Tag, der fehlenden Bartkraulung durch Top-Eleven, der Stagnation der Familienwappenrecher-
chen und der jüngsten Degradierungen im kaozischen Hetzblatt "Narrenfreiheit", in welchem Richard zum ältesten Knappen Akrons gekürt wurde,
führten zu einem Aussetzer im sonst so rosigen Gemüt des allseits beliebten Edel-Knappen. Momentan genießt er die fachmännische Betreuung in
den Temurer Heilanstalten und freut sich natürlich über die zahlreichen Genesungswünsche der AkronerInnen. Bald wird es ihm wieder besser ge-
hen." Die Meldung, dass die Askahvar sich des verwirrten Nackten annehmen wollten, wurde dementiert.

Wyrz Knyrzer wählen Spiel de+ Jahre+!


Im schönen Wyrz Knyrz konnten die Vasallen von Thorgal, das ist übrigens der Thorgal, der mit seinem jetzt versenkten Kahn vor Rock auf ein Riff
fuhr und deswegen zu spät zur Schlacht kam. Daher nahm er, um wieder runter zu kommen, ein dreitägiges Blutbad im nahe gelegenen Drachen-
herzsee, dessen Wasser bekannter Weise rein äußerlich an Blut erinnert. Ein Glück konnte Thorgal sich beherrschen und nahm das Blutbad nicht in
den fliehenden Truppen. Na ja, jedenfalls haben die Mannen vor Wut Planken von dem gekenterten Schiff gesammelt und ein tolles Brettspiel, wel-
ches sie leicht abgewandelt bei den Elfkreuzern gesehen haben, kreiert. Schach. Und das geht so. Die Teilnehmer hauen sich die Bretter solange ge-
gen den Schädel bis einem der Teilnehmer schwindlig wird, der schreit dann schnell: „Schach!". Wenn er das nicht macht, hat er verloren und muss
zur Schmach liegen bleiben. Toll, da freut sich doch halb Akron auf das nächste Blutrauschfest zu Wyrz Knyrz.

Walküre fort!
Viele wunderten sich vielleicht, was für ein güldenes Wesen unserem geliebten Don, seit den Tagen da er Roque betrat, begleitete. Ja, es war eine
Walküre, direkt von Astarte gesandt. Diese Wesen bringen jemanden gelegentlich, so man ehrenhaft gefallen ist, vom Schlachtfeld an die Tafel der
Göttin. Nicht so im Fall der wundervollen Heidi. Die war da, um unseren Fürsten zu beschützen und ihm zur Seite zu stehen, wenn Not an Göttlichkeit
herrscht. Jetzt da der Fürst Roque verlassen hat, ging auch Heidi. In einem Schweif aus tausend Sternen, mit güldenen Tränen in den Augen, verließ
sie die Mannen über einen Regenbogen. Wir danken der Weisheit Astartes und den Segen der Göttin. Wie herrlich schön doch Akron ist, mit solch ei-
ner weltlichen Führung und diesem göttlichem Schutz. So knien wir nieder und beten ein dreifaches Gebet an Astarte. An dieser Stelle möchte ich der
Astarte Priesterschaft danken, die, durch ihr heiliges Silber half, diese Ausgabe des Kreutzers zu finanzieren und den Schaden der grimmbertschen
Attacke beglich.
„Wollt Ihr in Akron seelig schlafen, Astarte hilft!" Andacht zu jeder ersten Morgen und Abendstunde.

- 20 -
Achtung!
Siehe Aushang!
Die ungekürzte Predigt, direkt von der Schlacht von unseren Helden Elmar von der Inquisition, mit den Inquisitionsbrüdern in Wort und Bild ab sofort
in Akron unterwegs: Trollhaedden 12. Awar, Vila Nova 16. Awar, Waidmark 20. Awar, Kelkheim 24. Awar, Kornwall 28. Awar, Nouevo Wherdos 11.
Winter-Astarte, Hertenbruch 13. Winter-Astarte, Askanien 15. Winter-Astarte, Steinwacht 17. Winter-Astarte, Azaghal-Dun 19. Winter-Astarte, Mindor
21. Winter-Astarte, Wyrz Knürz 24. Winter-Astarte, Ostmark 26. Winter-Astarte, Hornfell 28. Winter-Astarte, Pilsen 30. Winter-Astarte, Welfen 01.
Aeon, Akronisch Dracconia 04. Aeon.

Für den Kreuzer und auf die friedlichen Tage die da kommen mögen.
Io Astarte!
Achim Ganz-Vorn

a.A. 68 t.n.
3. Aeron
NOTSTAND IN AKRONISCH AREDHROKH?
Katastrophal! Bald Notstand in Akronisch Aredrokh?

Wie der Kreutzer erfuhr, steht eine Krise in den Küstengarnisonen Akronisch Aredrokhs unmittelbar bevor. Diese Quellen derzeit über von unseren
heldenhaften Truppen des Aredrokh-Feldzuges, die auf eine Verschiffung in die Heimat warten. Schwere Herbst- und Winterstürme hingegen machen
die Küstengewässer für die Transportschiffe seit Wochen unbefahrbar, so dass unsere tapferen Recken festsitzen.
Einige von ihnen haben sich zu Fuß auf den Heimweg begeben, doch das Gros ist von den Strapazen der Schlacht erschöpft und hofft auf eine baldi-
ge Wetteränderung und eine bequeme Schifffahrt nach Akron. Das ganze führte nun dazu, dass den Garnisonen so langsam aber sicher die Vorräte
ausgehen, denn auf so einen langen Besuch so vieler Leute an den sonst so sonnigen Küsten des schönen Akronisch Aredrokhs sind sie nicht einge-
stellt. Schon jetzt mussten die Biervorräte rationiert werden, wenn es so weiter geht müssen sich bald zwei oder gar drei Akroner ein Bier pro Tag tei-
len. Astarte, steh uns bei! Nicht auszudenken, was hier bei fortschreitender Unterhopfung geschehen könnte. Ändert sich das Wetter bald oder ste-
cken am Ende gar kaozische Magier hinter der Geschichte? Der Kreutzer wird weiter berichten.
Herbert Hecke

6. Aeron
Oukfreykischer Kapitän legt Krise bei
Wie der Kreutzer unlängst berichtete, drohte den Küstengarnisonen Akronisch Aredrokhs der Versorgungsnotstand. Die Wetterlage ist hier unverän-
dert, noch immer toben schwere Stürme vor der Küste. Trotzdem wurde plötzlich ein Segel gesichtet und es näherte sich ein Schiff unbekannter Bau-
art. Eine schwarz-rot-blaue Flagge wehte am Mast und bald konnte man Kanonen an Deck erkennen.
Schon wurde sich für einen Angriff gerüstet, glaubte man doch, ein unbekannter Angreifer wolle sich über die ausgezehrten Akroner hermachen.
Doch plötzlich wurde am zweiten Mast des Schiffes das Elfkreuz gehisst und als es noch näher kam, konnte man den Namen „Spöckenkieker" am
Rumpf erkennen. Als die „Spöckenkieker" einlief stand ihr Kapitän an Deck. Sogleich wurde das Schiff vertäut. Er rief der Menschenmenge am Ufer
etwas zu, doch die fremden Worte konnte scheinbar niemand verstehen. Bis auf seine Mannschaft, die damit begann, zahllose Fässer an Land zu
schaffen. Es folgten stundenlange Tumulte, als die verdutzte Menge das Wappen des Lord Pilsen auf den entladenen Fässern erkennen konnte.
Noch bevor der Kreutzer zu ihm durchdringen konnte, wurde der Kapitän von der jubelnden Menge davongetragen. Dem Kreutzer gelang es zumin-
dest, einen sprachverständigen Mann zu finden. Demnach handelt es sich bei dem unbekannten Kapitän um Käpt´n Eilerd. Er und seine Mannschaft
stammen aus Oukfreykland. Doch wer ist dieser Käpt´n Eilerd? Wird er eine akronische Feier unbeschadet überstehen? Und wo liegt eigentlich Ouk-
freykland? Mehr dazu demnächst im Kreutzer. Für den Kreutzer.
Herbert Hecke

22. Aeron
Kurznachrichten
Hier ist Achim Ganz-vorn, zurück aus dem Urlaub, sehe ich, was so unbearbeitet auf meinen Schreibtischlein liegt.

Blitzschlag brät 68 Gänse in Kelkheim


Veenhusen - Im akronischen Veenhusen sind 68 Gänse offenbar im Flug vom Blitz gebraten worden. Mitglieder der Jägerschaft Akrons fanden die
gebratene Vögel in Büschen und Bäumen hängend, alle hatten auf dem Rücken eine kahle Brandstelle und verschmorte Federn. Wohl göttliche Fü-
gung meint Fie der Jäger. Den Jägern zufolge überwintern derzeit tausende der in Söderland beheimateten Vögel auf Rastplätzen entlang der Havel.
Was soll ich dazu sagen außer: IO Astarte, haut rein Mädels...

Proklamation au+ Kaozien


Und nu was zum mitdenken, vielleicht entdeckt ihr ja die Fehler:

Im Namen Ihrer Fürstlichen Majestät Celeste von Kaozisch-Rayon, Herzogin von Rayon, Sei hiermit durch die königliche Reichskanzlei kundgetan:
Nach den Kämpfen in Aredhrokh ist es nun an der Zeit, dass auch Wir Unser Wort erheben, so wie es einige schon vor Uns getan haben. Zunächst
gratulieren Wir aufrichtig Akron und seinen Verbündeten für den Sieg, den sie davongetragen haben. Das Schicksal wollte es so, und auch Wir er-
kennen dieses natürlich an. Weiterhin gilt Unser Dank dem Reiche von Akron dafür, dass es den Arnheimer Brücknern aus Kaozisch-Rayon nun im
Nachhinein doch Ehre zu Teil werden lässt, indem die tapferen Männer, welche auf solch unehrenhafte Art und Weise von Strolchen gemordet wur-

- 21 -
den, posthum geehrt werden und man sich nun auch in Akron ihrer Tapferkeit erinnern wird. Auch gilt Unser Dank dem Reiche Akron stellvertretend
für Unseren Gemahl, Seine Königliche Majestät Dragan I. Tepes D´Ornbuse, dafür, dass Akron sich dem Kampfe Trawoniens und Kaozisch-Rayons
gegen die Finsternis von Torog-Nai anschließen wird. Leider haben Wir mit etwas Verwunderung die Erklärung seitens der akronischen Kanzlei ver-
nommen, dass Bürger Unseres Reiches als Feinde seitens Akron zu behandeln seien. Es sei Akron hiermit versichert, dass Kaozisch-Rayon, nach
dem Ende jener Schlacht, Akron nicht als Feind ansieht. Eine Kriegserklärung ging ad definitionem nicht direkt an Akron, da Kaozisch-Rayon nicht als
hauptkriegführende Partei auftrat, sondern nur als Verbündeter des freien Aredhrokh, so wie es die Bündnisse und Unsere Ehre verlangten. Zudem
irritiert Uns ein wenig die Exklusivität der akronischen Feindschaft post bellum, denn nach Konsultationen mit denen von Akron genannten Verbünde-
ten Aredhrokhs hat niemand in der Art und Weise den Krieg erklärt, so wie es sich das Reich von Akron als würdigend empfinden würde. Es sei aus-
drücklich darauf hingewiesen, dass Vertreter Akrons nicht als Feinde Unseres Reiches anzusehen sind, was eine angemessene Reaktion auf die
Verlautbarung der Kanzlei Akrons gewesen wäre. Allen Vertretern Akrons soll im gleichen Maße Gastrecht und Höflichkeit entgegengebracht werden,
wie alle Freunden und Gästen Kaozisch-Rayons, wie es sich für ein zivilisiertes Land nach einem Kriege gehört. Doch sehen Wir diesen kleineren
Umstand nach, und reichen fürderhin Akron Unsere Hand des Friedens, denn niemals war Kaozisch-Rayon ein Feind des Volkes von Akron und wird
dies auch in Zukunft nicht sein. So hoffen Wir in Zukunft auf ein geeintes Streiten wider der Finsternis und harren erwartungsvoll auf die siegreichen
Standarten Akrons, auf dass sie sich Unserem stetem Kampfe gegen das Üble und die Finsternis anschließen mögen.
Fürstin Celeste von Rayon
Sub Signo Aeternitatis

Na ich, eurer alter Achim, bin total gespannt was ihr dazu sagt. Ihr wisst ja; Leserbriefe wie immer an die alte Adresse nach WyrzKnyrz und beim
nächsten mal gibt's natürlich noch mehr.
Achim Ganz-Vorn für den Kreutzer

1. Ague
Au+ aller Welt – Kukuk Nachdruck
Jüngst erreichte die Kreutzer-Redaktion ein Artikel des Kukuks, dessen Herkunft den Gebieten der Phoenix-Company zugeschrieben wird. Von offizi-
eller Seite distanziere man sich von den Inhalten. Der geneigte Leser wird sich an den Krieg um die Befreiung West-Akron erinnern, wo sich erst jetzt
allmählich herausstellt, wer die wahren Gewinner dieses Konfliktes sind.
Der Kreutzer erlaubt es sich, folgenden Artikel des Kukuks abzudrucken. Es sei die darauf hingewiesen, dass im Gegensatz zum Kreutzer, der ge-
prägt ist von objektiver und wertneutraler Berichterstattung, der Kukuk nur zum Teil diesen hohen Ansprüchen gerecht wird.

Der Krieg zwischen Akron und Aredhrokh oder wie man es diplomatisch nicht machen sollte
Nach einer langen kreativen Schaffenspause, in der ich interessiert die neuesten Entwicklungen mit einigem Stirnrunzeln betrachtet habe, melde ich
mich hoch motiviert wieder zu Wort. Eine neue Ausgabe unseres mehr oder weniger beliebten Blaettchens ist schließlich auch laengst ueberfaellig.
Mit neuen Enthuellungen und kritischen Analysen melden wir uns aus der Versenkung zurueck. Mein besonderes Augenmerk liegt momentan auf
den aktuellen Entwicklungen in den noerdlichen Mittellanden. Was fuer ein Glueck, dass mir Fuerstin Celeste, ist-sie-noch-Fee-oder-nicht, von Kao-
zisch-Rayon, Richard, der Entschwunde, von York, Dragan I., Hilfe-meine-Gemahlin-steckt-in-einer-Identitaetskrise, von Trawonien und nicht zu ver-
gessen das reizende kleine Herzogtum Aredhrokh wieder reichlich Inspiration fuer einen neuen Artikel geliefert haben. Besagte Herrschaften sind die
tragischen Verlierer der Schlacht um West-Aredhrokh, die erst kuerzlich gegen Akron geschlagen wurde. Ausloeser des Nachbarschaftskrieges war
die zweifelhafte Schenkung des fuer Aredhrokh strategisch wichtigen westlichen Landesteiles an Akron durch Fuerst Richard of York, der ja bekann-
termaßen seit mittlerweile ueber einem Jahr spurlos verschwunden ist. Kurz vor seinem mysterioesen Verschwinden, das mittellandeweit zu den ku-
riosesten Spekulationen fuehrte, erließ der Fuerst hoechst selbst die Kunde, dass er das vor einigen Jahren von dunklen Kreaturen befreite
Aredhrokh aus dem bretonischen Reichsverband entlasse, und verschenkte weiterhin in einem Anflug selbstloser Großzuegigkeit seinem langjaehri-
gen guten Freund, dem Fuersten von Akron, das huebsche Fleckchen West-Aredhrokh (kleine Geschenke erhalten schließlich die Freundschaft!).
Dummerweise hatten das gerade aus dem fuersorglichen Nest geflatterte Aredhrokh so gar kein Verstaendnis fuer die Freigiebigkeit seines ehemali-
gen Oberhauptes und weigerte sich trotzig, den Verlust hinzunehmen. Schnell hatte man sein Leid der Fuerstin von Kaotien geklagt, die auch sofort
begeistert Hilfe zusicherte. Wie heißt es doch so schoen: Wenn Zwei sich streiten, freut sich die Dritte. Feeleste, Verzeihung, Celeste von Kaozisch-
Rayon, die eh noch eine kleine Rechnung mit den Bretonen und deren akronischen Verbuendeten offen hatte, rieb sich die Haende. Bereits in der
Befreiungsschlacht im Jahre 1199 um das von dunklen Streitkraeften besetzte Aredroc, mischte Celeste eifrig mit und bekam als Dank lediglich einen
feuchten Haendedruck, was die, den Bretonen in Expansionsfreudigkeit um nichts nachstehende, Fuerstin ziemlich aergerte. Nun aber gab sich Kao-
tien keineswegs so bescheiden und forderte als kleinen Obolus fuer das ,,selbstlose" Engagement die Haelfte des aredroquianischen Ostens ein
(boese Zungen sprechen bereits von Kaozisch-Aredhrokh). Und weil man eh gerade dabei ist, sich kraeftig an einem Krieg zu beteiligen, holte sich
die eifrige Fuerstin auch gleich den zweiten Konflikt ins Haus (nur keine halben Sachen). Auf der lang erwarteten Hochzeit des trawonischen Koe-
nigs, Dragan I., und der ,,entjungfeeten" Fuerstin Celeste im Mai diesen Jahres, konnten es sich bretonische Rostritter nicht nehmen lassen, mit ih-
rem jetzigen Lordkonsul (man beachte: Nach dem Ruecktritt von Aurel Armand de Saint-Morelle und Lady Kathleen von Kistalt der dritte Amtsinhaber
innerhalb von 1½ Jahren. Die Bretonen haben neben Souveraen-Verschleiß eben auch einen ordentlichen Verbrauch an Diplomaten. Zum Trost fuer
unsere bretonischen Leser: Sollte auch der neue Konsul in naher Zukunft die Segel streichen und sein Amt fuer die Rosenzucht aufgeben, veroef-
fentlicht unsere Redaktion gerne ein entsprechendes Stellenangebot) nach Trawonien zu reisen, um diesem denkwuerdigen Ereignis beizuwohnen
(nun gut, ich haette auch lieber Ratten im Keller als trampelige und poebelnde bretonische Ritter auf einer Hofhaltung oder gar auf einer Hochzeit,
dennoch kein Grund wie gleich beschrieben mit verrosteten Gaesten umzuspringen.). Die Delegation wurde waehrend eines Ehrenduells festgesetzt,
das zwischen Sir Reginald Front-de-Boeuf und dem in Bretonien als Hochverraeter deklarierten ehemaligen bretonischen Ritter Guy de Larisse statt-
finden sollte (der sich vom schaerfsten Kaotien-Kritiker und Feen-Hasser innerhalb kuerzester Zeit zum Grafen im Fuerstentum Rayon mauserte),
nachdem man ihnen zunaechst das Gastrecht gewaehrt hatte. In einem Gerichtsverfahren, das in aller Stille einberufen wurde, wurden drei Ritter
zum Tode verurteilt. Dem ehemaligen bretonischen Champion und Lordregulator, einem persoenlichen Feind der Fuerstin, wurde die Ritterehre aber-
kannt (so ein Procedere ist zwar rechtlich nicht wirklich korrekt, aber wen kuemmert's!?), bevor man das Urteil an ihm ebenso still und leise vollzog
(nun gut, wenigstens hat man ihn nicht zwischen Hauptgang und Dessert ganz im bretonischen Stil mit einer Armbrust abgeschossen). Die anderen
beiden Sires wurden begnadigt und zusammen mit dem Lordkonsul des Landes verwiesen, im Gepaeck eine Kriegserklaerung von Seiten Kaoziens.
Im Ausland wurde dieser Eklat mit Ablehnung und harscher Kritik aufgenommen. Aber auch bei dieser Geschichte gibt es einen Gewinner und das ist
ganz zweifelsfrei Akron, das vehement auf die Landschenkung pochte. Denn nach der Hinrichtung des beruehmten Ritters Reginald Front-de-Boeuf
fuehlten sich einige Laender moralisch verpflichtet, auf akronischer Seite den Kaoziern mal so richtig die Leviten zu lesen. Der eigentliche Kriegs-
grund wurde dabei schnell ein wenig in den Hintergrund gedraengt, ein Grossteil sah es wohl eher als einen Rachefeldzug gegen Fuerstin Celeste.
Mit fatalen Auswirkungen: In der entscheidenden Schlacht wurden die aredroquianischen, kaozischen und die weiteren allierten Truppen geradezu
ueberrannt. West-Aredhrokh ist also zukuenftig akronisches Hoheitsgebiet und die Aredroquianer verlieren dummerweise auch noch die Haelfte ihres
oestlichen Territoriums (da hat man sich so richtig ins eigene Fleisch geschnitten. Diese Vereinbarung faellt eindeutig in die Kategorie: Dumm gelau-
fen). Die hoch gelobte Allianz freier mittellaendischer Reiche, ein weitreichendes Defensivbuendnis, welches erst letztes Jahr von Solania, Kaotien,
Aredhrokh und Grenzbrueck ins Leben gerufen wurde, zeichnete sich insbesondere durch die perfektionierte Unfaehigkeit aus. Vielleicht haetten sich
die Foederaten auch zunaechst einmal auf eine einheitliche Definition des Begriffs ,,Defensiv-Buendnis" einigen sollen, denn die unterschiedlichen
Interpretationen zeigten sich nur allzu deutlich (oder die hohen Herrschaften haetten sich einmal durchlesen sollen, was sie unterschreiben). Grenz-
brueck verhielt sich sehr defensiv, indem es erst gar keine Truppen entsandte, Solania fluechtete sich ganz und gar defensiv vom Schlachtfeld und

- 22 -
auch einige kaozische Streiter ließen sich Geruechten zufolge von Akron bestechen und blieben ebenfalls vollkommen defensiv, mit prall gefuellten
Geldbeuteln, dem Kampfe fern. Sehen wir es aber positiv: Jedes Buendnis ist zu etwas nuetze und wenn es nur als schlechtes Beispiel dient. Man
darf gespannt sein, ob es zu einem Krieg zwischen Bretonien und Kaotien kommen wird. Die Zeichen stehen guenstig fuer neue Buendnisse und ich
beobachte interessiert, welche Konspirationen und Ueberraschungen uns in diesem Jahr erwarten werden.
In diesem Sinne wuensche ich geruhsame Wintertage und verbleibe bis zur naechsten Ausgabe. Mit vorzueglicher Hochachtung, Ihre
Caltha Palustris

11. Ague
BLICKPUNKT: Reichsversammlung
Gerüchten zufolge soll nun erstmals auf der kommenden Reichsversammlung von unserem geliebten Fürsten ein aufrechter Adliger zum Kanzler er-
nannt werden, welcher neben dem Don die Geschicke Akrons weise nach innen und außen lenken soll. Bisher ließ sich nicht ermitteln, welche Per-
son diese Ehre treffen wird. Wird der neue Kanzler aus dem Lager der liberalen Friedenstreiber oder von Seiten der geharnischten Steinköpfe kom-
men? Werden die zahlreichen Sexaffären einigen Adligen zum Verhängnis werden?
Auch wurde verlautet, dass auf dem Gerichtstag unter anderem gegen eine gewisse Rynil verhandelt werden soll, welche, so wird vermutet, mit fins-
teren Mächten im Bunde gestanden haben soll. Oder noch schlimmer - war sie mit Rayon im Bett? Der Kreutzer sagt: Erst grillen, dann fragen.
Der Kreutzer wird weiter berichten.
Lügnix Federkiel

3. Gibil
Die Reichsversammlung
Zu Beginn des Keutzers vor der akronischen Versammlung das Vorwort von Achim Ganz-Vorn.

- Anzeige -
Kauft den Druck-Kreutzer der Versammlung, den gibt es in der ersten Auflage nur da, ist somit streng limitiert.

„Kreutzer- alles andre kannste abhaken"

Hier ist Achim Ganz-Vorn für den Kreutzer am 3. Gibil a.A. 68 t.n.
Akroner, der Winter verabschiedet sich nun endlich mit großen Schritten und Astarte beschenkt uns mit einem wundervollen Frühling. Es sprießen die
Maienglocken und das Laub erwacht im zarten Grün. Alle Streiter Akrons, ja Alle!, sind in Ihre Heimat zurückgekehrt und es herrscht Gelassenheit wie
schon lang nicht mehr in unseren Landen. Akron gewann im letzten Jahr nicht nur heroisch eine Schlacht oder verteidigte erfolgreich akronischen Bo-
den; nein; Akron konnte zum Schrecken unserer Feinde und zur Freude unserer Verbündeten und Freunde beweisen, zu was Akrons Truppen fähig
sind und was es heißen mag, wenn man aus Habgier und Verblendung, aus Neid oder aus zweifelhaften Bündnissen heraus Hand ans Schwert legt
und in einen Krieg zieht, gegen Akron und gegen das Licht Astartes. Aber genug von diesen Worten, genug vom Krieg der „Einigen", denn die, die es
betrifft, werden schwerlich vergessen können, welche legendäre Niederlage sie hinnehmen mussten und schweigen; aber die, die diese Schlacht
nehmen können als das was sie war, nämlich als Manöver für höhere Ziele, als Übung, als Beweis unserer gemeinsamen kriegerischen Macht, für all
diese ist es nun Zeit neue Bündnisse zu schließen und den vergangenen Kampf zu vergessen.
Es steht somit die alljährlich stattfindende akronische Versammlung vor der Tür.
Achim Ganz-Vorn
Kreutzer

- Anzeige -
Kauft den Kreutzer, nen Kuckuck kann doch jeder!

Direkt von der Reichsversammlung


Mitten im Getümmel, berichtet für Euch, Ludmilla Kurzsocke, Eure Kreutzer Kulturkorrespondentin.
Seid akronischst herzlich willkommen auf dem Herrensitz zu Hertenbruch des edlen Elfkreuzers Ronzo Clamides, Lehensherr über Hertenbruch, Ba-
ron zu Barenlyn. Uns erwarten spannende Tage und vor allem Nächte angefüllt mit den Ränken der Politik, berühmten Tisch 1 Tavernenfeiern und ei-
nem viel versprechenden Turnier, aber viel wichtiger noch echter akronischer Lebensart. Nunmehr zum dritten Mal in Folge tritt die Reichsversamm-
lung zusammen, dessen Ruf Ritter, Damen und Gelehrte, wie auch einfaches Volk folgen, um gemeinsam die Geschicke unseres Landes zu lenken
und unserem geliebten Don weise zur Seite zu stehen. Der Frieden der dem letzten gewonnen Krieg folgt, soll gefeiert werden, wie auch die Helden,
die sich in ihm auszeichneten! Begrüßen wir unsere alten wie auch neuen Verbündeten und Freunde, und freuen uns gemeinsam auf eine friedliche,
Astarte gefällige Zukunft!
Aus Kanzleikreisen ließ man verlauten, dass angereiste Diplomaten und deren Gefolge die volle diplomatische Immunität zugesichert werde und sie
auf akronische Gastfreundschaft zählen dürfen.
Dies soll uns erwarten: Am 1.Tage ab der 7. Abendstunde können diplomatische Delegationen bei einer persönlichen Audienz vom Fürsten selbst be-
grüßt werden. Dann endlich tritt zur 9.Stunde die Akronische Reichsversammlung unter den wachsamen Augen unseres geliebten Fürsten Miguel
Don Pacos zusammen. Dort soll sowohl der Adel, als auch das Volk über innere und äußere Belange unseres blühenden Akron debattierten. Auch
soll nunmehr erstmals in der Geschichte Akrons ein Kanzler benannt werden. An dieser Stelle sey auf den Hinweis der Kanzlei hin angemerkt, dass
Ausländern ein Rederecht nur zusteht, wenn es ausdrücklich erteilt wurde. Zeitgleich steht die Taverne „Zum Wahren Glauben" unter Führung der
zauberhaften Batida de Coco, Gemahlin des Stadthalters von Wyrz Knyrz, für alle Gäste weit offen. Gerstensaft, Met und Wein schmeicheln hier den
Kennergaumen, Glücksspiel wird dem Geldbeutel schmeicheln. Mit angereist aus Wyrz Knyrz ist auch eine weitere Schönheit: der ozeanische Bade-
zuber samt Besatzung! Dort werden sicher zur späteren Stunde einige der Berühmtheiten der akronischen Gesangselite unter anderem Volk an zu
finden sein. Auch hat die akronische Elite der Barden ihre Anwesenheit angekündigt. Es verspricht eine lange feuchte Nacht zu werden!

- Anzeige -
Hört Hasenscheiße!

Am 2. Tage wird zunächst die morgendliche Andacht zu Ehren Astartes den Feiernden zur 11.Stunde erfrischen und erbauen auf das alle Gemüter
zum ordentlichen Gerichtstag zur 13.Stunde besänftigt und rein seien. Nach alter akronischer Tradition, ist es einem Jedem gestattet, Klagen vor die-
sem hohen Gericht zu erheben. Erst ab dem späten Mittag mag die Turney bestehend aus Bogenschießen und der allseits beliebten Burhurt die Ge-

- 23 -
müter wieder zum kochen bringen. Vor dem abendlich kleinen Bankett seien noch Ritterschläge, Ländereien und Auszeichnungen unter die Edlen,
das Volk und unsere Verbündeten zu bringen! Dies wird unser Fürst sicher mit gewohnter Leichtigkeit und Raffinesse mit links erledigen. Auch wird
mit großer Spannung die Benennung des diesjährigen Patrioten des Jahres erwartet. Auch in dieser Nacht darf zu Ehren Astartes gefeiert werden!

- Anzeige -
Wer bis jetzt noch nicht den Weg zum WyrzKnryz Badezuber fand, hat schon verloren. Geht schwimmen!

Ohne Titel
Hier ist Achim Ganz-Vorn.
Hui, in Hertenbruch beim Herrn Ronzo. Na ehrlich gesagt, wäre mir das zu unheimlich. Es gehen da Gerüchte um über dieses Lehen, das ist schon
einiges. Na ja, ist aber egal, es sind jedenfalls genügend erprobte Streiter vor Ort. Aber ein wenig Klatsch und Tratsch will ich noch schreiben. Eine
Magd bei Hofe hat erzählt, dass wohl Trawonien und Etraklin, sprachlich angeführt vom Kanzler Kaoziens, gefragt haben, ob Akron in eine Allianz für
einen Kriegszug gegen die Torog Nai eintreten würde. Der Kanzler hat angeblich auch gesagt, dass es ein offizielles Entschuldigungsschreiben von
Fürstin Celest von Kaozien gäbe. Hmm, nur leider habe dieses Schreiben mit einer wohl gemeinten Entschuldigung oder gar Erklärung bis zum heuti-
gen Tage noch kein Akroner lesen können. Dafür gab es aber bei diesem Treffen unter Sebastien von Altburg-Leiningen wohl ein Schreiben direkt aus
dem Pfuhl der Finsternis, aus der Torog Nai, dem Land der Lügen, welches beweist, dass Richard von York, verschollener Fürst von Bretonien, einen
Pakt mit dem dunklen Reich hat. Also ehrlich Freunde, wenn ich das so höre, kann ich mir gut vorstellen, dass Sebatien so ein Schreiben als Beweis
geltend unterstützen kann; eben jener Sebastine von Altburg-Leinigen der grade noch als Richter Kaoziens und Trawoniens auftrat und das Todesur-
teil über Reginald Front-de-Boeuf fällte und dessen gründliche Vollstreckung überwachte. Sicherlich würde dieser Kanzler Kaoziens so ein Schreiben
als Beweis hinnehmen und vollstrecken. Das läuft in Akron aber klar anders. Einerseits hat natürlich ein jeder Ritter lichten Glaubens die Astarte ge-
gebene Möglichkeit der Satisfaktion, wie es bei Herrn Reginald angebracht gewesen wäre und andererseits: Äh, ein Schreiben der Torog Nai als Be-
weis?... Aber macht ja nichts, sind sicher nur dumme Gerüchte und keinesfalls vollkommen wahr, ihr kennt ja die Burschen und Mägde und ich
schweife ab. Jedenfalls Abgesandte sind in diesem Jahr viele auf der Versammlung zugegen, zum Beispiel Gesantschaften aus Beilstein, Bretonien,
Rabenstein, Terrion, Jarltum, Bahia, Phönix Tor, Aredhrokh, Aranien, Kranichfels u.s.w. und mögen die, die ich grad vergaß mir verzeihen. So, ich
sehe nun, dass die hundert Zeilen erreicht sind und mehr kann ja keiner aufnehmen.
Also Schluss, bis zum nächsten mal, Euer
Achim Ganz-Vorn
Für den Kreutzer

- Anzeige -
„Lord Pilsen sagt: Trinkt mehr Bier!"

18. Gibil
WAHLBETRUGSSKANDAL? Nach Kanzlerwahl ungültige (?) Stimmzettel aufgetaucht!
"So erhebe Dich, Kanzler Akrons und erster Ritter des Reiches!" sprach der Don und Jaromir von Breitenfels erhob sich. Nur schwer konnte er die
Tränen zurückhalten, Tränen der Freude und des Stolzes. Jedoch ein fleckiger Makel trübt diesen Triumph des ersten Ritters und ersten Herrenaus-
statters Akrons, ein fleckiger, bierbesudelter Makel aus brüchigem Pergament. Unter dem Tisch, an dem Lord Pilsen zur Kanzlerwahl saß, fand eine
hertenbrucher Magd einen unordentlich gefalteten Zettel, auf dem sie Schriftzeichen zu erkennen vermeinte. Getreu den wohlmeinenden Weisungen
der Legion bezüglich Schriftwerk übergab sie diesen Zettel unverzüglich der nächsten Kommandanturstelle nahe Krakenheim. Dort wurde auch der
Kreutzer aufmerksam: "Auf den Zettel sinn obszöhne Zeichnungen und so Gekrakel, dann steht da noch 'Pilsi für Prädistent'," gibt Turgor Inhard an,
örtlicher Kommandante der Garde. "Wahscheinlich so´n Wahlzettel von neulich isset, wejen ditt Elfkreuz hier unten..."
Unbestätigten Berichten zufolge wurde auch Archibald von Sternhagel, Neffe des hochgeschätzten Lord Helmbrecht von Pilsen, zu später Stunde am
Versammlungszelt gesehen, wie er kleine weiße Blättchen in den Wind streute und dabei leise "Elf Bier" vor sich hin sang. Gibt es einen Zusammen-
hang?
Der Kreutzer fragt: Wenn nicht alle Stimmzettel in der Urne gelandet sind, ist die Wahl dann gültig? Und zählt des Volkes Meinung in dieser Frage gar
nichts? Und was hat es mit dem hintertückischen Angriff des Padre auf uns Jaromir auf sich? Wir bleiben am Ball.
Für den Kreutzer schrieb
Justus Jonathan

30. Raneh
SONDERKREUTZER ZUR REICHSVERSAMMLUNG

Danke Astarte! Neuer Reichskanzler und Junggeselle de+ Monat+ gewählt!


Wie unser Korrespondent vor Ort berichten konnte, begeisterte der in einer äußerst knappen Stichwahl durch Astarte frischgebackene Reichskanzler,
Jaromir von Breitenfels, mit seiner packenden Antrittsrede das Publikum zu wahren Begeisterungsstürmen. Sein, entgegen der derzeitigen Tristesse
unter Akronischen Rittern schräggestreifter Wappenrock und der keck nach hinten fallende, doppelt geflochtene Zopf ließen bereits viele Frauenher-
zen höher schlagen - und er ist noch zu haben! Wir gratulieren doppelt, für sein Engagement in der Politik und zum Titel „Junggeselle des Monats!"

Intime+ von der Reichsversammlung - Von Rammel-Radu zu Torkel-Radu


Beim Versuch, vor dem Don niederzuknien, ging Sir Raduin unsanft zu Boden - religiöse Hingabe an den Don? Wir sagen: Es ist seine Pflicht, als
neuer Handelskonsul den verarbeiteten Weizen auf Korn und Kimme zu prüfen! Wohl gewählt, Reichsversammlung, so viel Amtseifer hätten wir kei-
nem Anderem zugetraut!

Alte+ Eisen rostet nicht?


Wie wir erfuhren, konnte Karl von Klinge, Oberster Leibgardist des Don, bei der Vereidigung der Leibwächter nicht zugegen sein. „Inkontinenz ist in
seinem Alter ja nichts Besonderes", versicherten uns wohlmeinende Stimmen aus der Versammlung aber. Wir empfehlen eine Lederrüstung, um

- 24 -
peinliche Rostflecken am Kettenzeug zu vermeiden! Und hoffen, dass der Herr Klinge im entscheidenden Moment, wenn es ums Leben des Don
geht, nicht auf dem Donnerbalken sitzt...

Bretonische Verhältnisse! Mordanschlag auf den neuen Reichskanzler?


„Die Söhne des Friedens geben dir ihren Segen", brummte mit den Zähnen knirschend Padre Leiff Bolgar, Hohepriester der Astarte, dann zog er das
Schwert und hieb auf Jaromir, Liebling der Frauenwelt Akrons, ein! „Der Mann wollte Blut sehen", gaben traumatisierte Damen von Rang später zu
Protokoll, „in seinen Augen sah man das Weiß!" Nur die beherzte und schnelle Reaktion unseres Jaromirs, der die Hiebe mit nur einer Hand am
Schwerte lässig parierte, was einige Jungfern schmachtend zu Boden sinken ließ, verhinderte das Unvorstellbare! Doch auch der Padre wusste die
nun etwas peinliche Situation zu retten: „Die Söhne des Krieges scheinen auch auf deiner Seite zu sein", stieß er heiser hervor, nur schlecht seine
Enttäuschung verbergend. Wir hoffen, dass dieses Beispiel auch die letzten Neider entmutigt, unserem Jaromir seinen wohlverdienten Platz streitig
zu machen!

Skandal! - Bußfreudige Hexe verübt Doppelmordversuch auf Flucht!


Nachdem ihr, durch Astartes unendliche Gnade und den starken Fürspruch Guntrams von Wartenbergs, die Gelegenheit ermöglicht wurde, in einem
Kloster ihre Sünden zu bereuen, unternahm die rätselhafte Ex-Hexe Lyniel einen spektakulären Fluchtversuch. Die Rekonstruktion unseres Reporters
vor Ort ergab folgenden Tathergang:
Zunächst überwältigte die schmächtige Frau ihre Wächter, zwei starke und kampferprobte Telcontari - Annorak und Ruine -, mit einem derer Dolche.
Danach riss sie mit bloßen Händen ein Loch in die Rückwand des stabilen Gefängnisses. Aufgrund dieser enormen Anstrengungen sank sie hinter
der Hütte bewusstlos zu Boden, wo sie kurz darauf von Lady Nadessha und Shandera gefunden und festgesetzt wurde. Auch die Telcontari verdan-
ken lediglich dem schnellen und beherzten Eingreifen der edlen Damen ihr Leben. Im weiteren Verlauf dieser hochbrisanten Ereignisse gelang es der
zuvor noch mit aller Macht fluchtwilligen Hexe unter rätselhaften Umständen, sich mit dem Dolch des fürstlichen Leibwächters Karl von Klinge (s. „Al-
tes Eisen rostet nicht") das Leben zu nehmen.
Der Kreutzer meint: Mit Dolchen ausgestattete Wächter sind ein nicht zu vertetendes Sicherheitsrisiko für die Öffentlichkeit.

Sumpfvolk total degeneriert! Zeter und Mordio in der Akademie


Anhand zweier Krakenheimer Bauern, Zeter und Mordio, mussten wir die üblen Auswirkungen von generationenlanger Inzucht, giftigen Sumpfgasen
und ungenügender Religiosität sowie der lähmenden, abstumpfenden Langeweile des eintönigen Sumpflebens feststellen! Zeter, mit einem unpropor-
tional übergroßen Kopf, von seinen Dörflern auch „der Kürbismann" genannt, „fom vilen Denkhen", wie er sagt - Mordio, mit riesigen, saugnapfähnli-
chen Händen, „fom filen Arbeiten", wobei wir die genaue Art dieser Arbeit gar nicht wissen wollen, genannt auch „die Krake" - Auf den ersten Blick
schienen sie unwiederbringlich verloren, für die Sache der Menschheit! Doch schon die bloße Anwesenheit des Padres Leiff Bolgar und dessen tiefre-
ligiöse Ausstrahlung ersparte ihnen das traurige, aber verdiente Schicksal, elendiglich auf der Schwertspitze eines verirrten Helden, der sie für streu-
nernde Sumpfmonster hielte, zu verenden. Jetzt wollen sie ihre „filen, mindestens mehr als zwei" Schafe verkaufen, sich zusammen das Schwert ih-
res Großvaters nehmen, der gleichzeitig auch ihre Tante väterlichenseits dritten Grades und ihr Schwippschwager mütterschaflicherweise ist, und für
Akron in den Krieg ziehen! „Damit auch wia Helten for Arstate ßein khönnen", vertraute uns Zeter aufdringlich an. Auf die Zusage des angewiderten,
aber auch von der beginnenden Hingabe an Astarte ergriffenen Kreutzer-Korrespondeten verschwanden beide debil kichernd in der Dunkelheit. Mit-
leidsbekundungen an die beiden bitte an die Akademie von Meister Pan richten, wo sie fürderhin in die Geheimnisse des Menschseins eingewiesen
werden! Meister Pan, der Kreutzer wünscht euch viel Glück bei dieser aussichtslosen Mission!

Astarte wiederverheiratet!
Noch grün hinter den Ohren wachte Ritter-Anwärter Richard Rosenheld die ganze Nacht im Tempel, sinnierend über die Verkündung des Don bei der
Reichsversammlung: „Werde mein Mann und ein Ritter!" (oder meinte er „ein Mann und mein Ritter"?), die nur selten von Zwischenrufen wie „Richie,
ich will ein Kind von dir!" und „Rischarr, isch `abe ein Kind von dir!" unterbrochen wurde. Bis zu den Knien im dichten Weihrauchdampf kniend und nur
selten und dann auch „nur kurz" entschlummernd, wie uns angrenzend residierende Gardisten mitteilen konnten, wartete er auf seine spirituelle Ver-
mählung mit unserer Göttin und damit auf die Aufnahme in den Ritterorden der Elfkreutzer. Plötzlich erscheint Astarte, bekleidet nur mit einem Hauch
von Nichts, „wunderschön", wie er später stammelnd und mit rosenroten Wangen unserem Reporter vor Ort in die Feder diktiert. „Du bist bereits, was
ich Dir zu werden bestimmt habe!" spricht sie zu dem noch-Knappen... Zur allgemeinen Befremdung ernannte die Priesterschaft nach dieser unmiss-
verständlichen Offenbarung Richard von Rosenstolz trotzdem zum Ritter und besiegelte damit Astartes wiederholte Vermählung. Wir fragen: Padre
Leiff Bolgar, was spielt sich da in den (Un-)Tiefen der religiösen Hingabe ab?

Brandmarken und dann auspeitschen noch zu gnädig?


Das fragte sich Wicki, Commandante der Würzknürzer Reichs-Stadtwache, als sein Subcommandante, Bjanes Ziegenson, einen Piraten auf frischer
Tat ertappte, wie er in den Tempel eindrang und Bündelweise Papiere heraus schleppte, „für unsa Feua"! Ronzo Clamides, Ritter zu Herttenbruch
und Gastgeber der Versammeley, richtete weich: Eine kleine Tracht Prügel, die an Ort und Stelle verabreicht wurde. Hat da die Angst vor politischen
Verwicklungen dem Lehnsherr die Urteils-Hand geführt, oder wird Sir Ronzo, der „Schlächter von Aredroc", auf seine alten Tage weich?

Brunhild+ neuester Genie-Streich!


Exklusiv für Kreutzer-Leser:
Der Refrain zum Mit"singen"! Elf Bier!
Elf Bier, dann bist du niemals allein
Elf Bier
dann wolln wir Freunde sein
Elf Bier, das zeigt wer trinken kann
Nur die Bretonen stellen sich da an.
Elf Bier
komm hau sie dir in den Bauch
Elf Bier
die andern tun das doch auch
Elf Bier
denn frag Dich wo bist du hier?
Du bist in Akron, drum bestellst du
Elf Bier!

Wie uns zu Ohren kam, will Brunhild nun viele Kinder bekommen „jetzt, wo mein Mann Olaf für sieben Jahre zur See ist" - „ich weiß nur noch nicht,
wie das geht". Akroner, wer kann helfen?

- 25 -
Neuer Patriot de+ Jahre+ - ist der Alte Patriot de+ Jahre+!
„Frag nicht, was du für dein Land tun kannst, frag, was dein Land für dich tun kann!", sagte Ghrizwei, der nun schon zum zweiten Male diesen Titel
auf sich vereinigen kann. Wir fragen eher, wie unser Patriot sich diesen Titel diesmal ohne vorherige Flucht in die Wälder und Morddrohungen seiner
Frau verdienen konnte (s. unsere Berichterstattung auf dem Blutrauschfest) - „für Akron!"

Neue+ von der Old-Chavec Distille!


Wie uns Lady Loksereg versichert, leben Sir Ronzo und der Don „und können die meiste Zeit sehen", obwohl sie von der neuen, verbesserten Re-
zeptur des berüchtigten Old Chavec gekostet haben. Wie sich unser Reporter vor Ort überzeugen konnte, schmeckt man dem Whiskey tatsächlich
seinen im Kampfe gegen Ka auf Rabenstein gefallenen Namensgeber, Sir Shavec, an - und die Flaschenböden eignen sich hervorragend als Sehhil-
fe, „für danach"!
„Old Shavec - soviel Zeit muß sein!"

Der Don - ein Leuchtfeuer der Freizügigkeit!


In eigener Sache wollen wir dem Akroner Fürsten, Don Miguel Pacos (ca.35), unseren tiefsten Respekt dafür ausdrücken, dass Reporter des Kreut-
zers hier fast unbehindert ihrer Arbeit im Namen der Wahrheit unter Berücksichtigung des öffentlichen Interesses nachkommen können. Haben doch
die meisten Nachbarländer Kopfprämien auf Mitarbeiter der „Stimme der Freien Welt" ausgesetzt, und zwar tot oder enthauptet! Es wird schon seinen
Grund haben, dass viele Fürsten eine unabhängige Berichterstattung fürchten...

Lesen sie auf Seite fünf, wie der Don unbekleidet und ohne Orientierung nacht+ durch
Hertenbruch+ Sümpfe taumelte, und wessen Namen er dabei beständig rief!
- Anzeige -
Neuwertige Jarler Schafe - Billig und Willig, Für die Dame und den Herrn!
An Selbstabholer mit gutem Leumund, nach Bronko fragen.

Sport: Zwerge schon wieder besiegt!


Wie der Wettkampfleiter, Hylar Hornfell, bekanntgibt, errangen Dorian Klaud aus Alleronn, Gardur Dieberberg aus Rabenstein und Wulfgard aus Wari-
en die hammerharte Turnei in der Endschlacht gegen drei wohlbekannte Zwerge! Wir freuen uns, das auch ein Rabensteiner Kämpfer mal eine Tur-
nei gewinnt. Thorgal, Jarl von Würzknürz dagegen gratulieren wir herzlich, dass er mit eigener Kraft drei halbwüchsige, schwachgerüstete und unter-
bewaffnete sowie vermutlich unter Alkoholeinfluß stehende Recken knapp niederwerfen konnte! Unvergessen das kurze, fast schon nachdenklich zu
nennende Blinzeln in seinen Augen, als der Kampf begann - ist doch die Wahrscheinlichkeit hoch, dass da drei seiner ihm unbekannten, unehelichen
Kinder gegen ihn stehen! -, dann stürzte er sich unverdrossen in die zugegebenermaßen auch für seine Verhältnisse blutige Schlacht.

„Festgefahrene Strukturen aufbrechen!“


So der Don in einem vertraulichen Gespräch mit einem Reporter des Kreutzers, bei dem - wie üblich - Fragen des öffentlichen Interesses neben per-
sönlichen Dingen zur Sprache kamen.
„Wir treffen uns im Silbernen Elfen, dann geht's zur Festung des Lichts, Torog-Nais Mauern aufbrechen."
Aber doch im Lichte der Völkerverständigung und der Botschaft des Friedens?
„Selbstverständlich ruhen sie dann in Frieden. Wir vernichten die Torog-Nai."
Wann ist die „Pax Akronis" perfekt?
„In ein-zwei Jahren stellen wir ihre Truppen zur letzten Schlacht."
Der Don ist also länger unterwegs?
„Für Regierungsgeschäfte werde ich diesen Feldzug ab und an verlassen müssen, für mein Volk."
Und wenn sich kaozische Truppenteile anschließen?
„Nur ohne ihre Fürstin ‚Celeste'"
Don, wir wünschen euch alles Gute auf dem „langen Marsch" für das Licht und den Frieden! Möget ihr neben dem Sieg in der Schlacht
auch eine neue Doňa finden...
Der Kreutzer wird natürlich brandaktuell für Sie berichten!

„Nur Flaschen sind ganz voll!“


So diverse Besucher der Taverne, die nach einigen Schlücken feststellen mussten, dass sie nur ein halbvolles Glas Bier in der Hand hielten. Wir mei-
nen: Wenn Norwick jedes ausgeschenkte Bier einer Qualitätskontrolle unterzieht, ist das Akroner Volk sicher vor heimtückischen Giftmischern! Nor-
wick, jüngste und bärtigste Schankmaid, ist nach Kreutzer-Recherche außerdem jederzeit offen für tiefsinnige und ernst gemeinte Diskussionen mit
Querulanten, Schwerenötern und besoffenem Gesocks, das seine eigenen Schuhe mit dem Urinoir verwechselt. Einfach mal ansprechen! Wie die Ta-
verne versichert, schenkt sie übrigens nur von Lord Pilsen und Batida „persönlich veredeltes" Bier aus, das auf diesem Wege seine sattgelbe Farbe
und seinen unverwechselbaren Geschmack erhält.

Orchideen jetzt mit neuer Lehrmeisterin?


„Der Orchideen-Orden wird demnächst von Batida in die Geheimnisse der weiblichen Künste eingeführt," so eine bekannte Tavernenbraut. „Das, was
Batida sie lehren könnte, sollen die Orchideen niemals lernen", hält eine bekannte Adlige dagegen. Der Kreutzer ist natürlich auf der Seite der Wiss-
begierigen - sollte man die Mädchen künstlich in Unwissenheit halten?

Komplott gegen den Don?


Es gibt kein Komplott. Zumindest kann der Kreutzer aus finanziellen Gründen leider nichts weiter dazu berichten. Wir danken in diesem Zusammen-
hang Sir Guntram für seine großzügige Spende, die das weitere Erscheinen und die unabhängige Berichterstattung des Kreutzers garantiert!

De+ Don+ neue Kleider!


Wie gut unterrichtete Kreise der Damenwelt berichten, ist die neue Akroner Sommermode für den Herrn jetzt erhältlich. „Er trägt gestreift. Auf jeden
Fall gestreift", so eine wohlbeleumundete Seefahrerin, „genau wie die Unterwäsche von Jaromir. Strumpfhosen, auf jeden Fall Strumpfhosen. Hose
geht, aber nur bis knapp über's Knie. Rock nur, wenn nicht zu sichtnehmend. Farbe. Auf jeden Fall Farbe. Und das heißt nicht matschbraun, schmier-

- 26 -
grün und zahnfäuleschwarz, sondern hell, freundlich. Mut. Auf jeden Fall Mut zur Farbe.". Und was wird da der Feind denken? „Der wird rennen. Der
sieht doch schon von weitem, das da keine Durchschnittsmännerarmee naht. Auf keinen Fall. Auf gar keinen Fall", so eine weniger gut beleumundete
Tavernenbraut. "Der neue Akroner Mann schämt sich nicht, mal abzuwaschen, seiner Frau eine Freude zu machen, der macht das gerne. Der ist
nicht immer betrunken und ungewaschen, auf keinen Fall. Auf gar keinen Fall. Der ist gepflegt, aber trotzdem verwegen. Bart ja, aber nur Spitz, bei
fliehendem Kinn. Kein Schnauz, niemals, und immer flaumig-weich. Hart, aber sinnlich, schöne Hände." Dazu ein anonymer Waldläufer-Wirt: „Der
moderne Akroner Mann kotzt im Sitzen und nicht mehr im Stehen."

a.A. 69 t.n.
24. Winter-Astarte
Gebildeter Mob verprügelt Gomez de la Muerte-Leugner
Hertenbruch - Die Hertenbrucher Miliz meldete in der Woche vor dem Fest der besinnlichen Wehrertüchtigung einen Zusammenstoß zwischen ei-
nem Unbekannten und einer größeren Menschenmenge, angeführt von mehreren Magistern der Akademie und einem aufgebrachten Priester unserer
geliebten Göttin Astarte. Die Menge hetzte den Unbekannten immer tiefer in die fruchtbaren Sümpfe Hertenbruchs und bewarf ihn dabei mit Schimpf-
worten und 9 bis 11 Heißwein-Krügen.
Nachdem die Akademiker allerdings eine kurze Pause zum befeuchten ihrer Kehlen eingelegt hatten, war der unbekannte Hetzer bereits in den
Sümpfen verschwunden.
In einem anschließenden Gespräch mit Magister Fresenius Weisskopf stellte sich die vorhergehende Situation wie folgt dar:
Der Unbekannte hatte sich bereits am Morgen in der bei Familien beliebten Schänke "Zum blutigen Armstumpf" eingefunden und drängte sich dem
Wirt als Geschichtenerzähler auf. Nach einigen mäßig unterhaltsamen Erzählungen kam es allerdings zum Affront. Der Unbekannte stimmte ein Lied
an, in dem 2000 Akroner von 18 Kaozischen Kämpfern bezwungen worden seien sollen. Als einige der jüngeren den scheinbar Verwirrten auf seinen
Realitätsverlust aufmerksam machten geriet dieser in eine wilde Rage. Er deutete wild mit dem Finger auf die 4 bis 7 Lenze Zählenden und sagte
dann das Unfassbare! Er brüllte, es sei undankbar von diesen Besiegten ihn zu beschimpfen, schließlich habe er sich doch aufgemacht, in "kaozisch
Akron" nach der verlorenen Schlacht die "wahren Opfer des Krieges" mit seinen Geschichten und Liedern aufzuheitern. Als die Kleinen ihn wiederholt
auf seine mangelhafte Wahrnehmung aufmerksam machten, schrie der ihnen entgegen, sie litten an Realitätsverlust, schließlich gäbe es den heiligen
Gomez de la Muerte gar nicht und ihre Eltern würden ihnen nachts die kleinen Schwerter, Dolche, Schilde, Kurzbögen, Beilchen, Messer, Streitkol-
ben, Tartschen, Macheten, Dreschflegel, Kampfstäbe, Morgensterne,... Speere, Wurfmesser, Degen, Bihänder, Knüppel und Äxte in den Sack am
Herd legen.Von dieser astartelästerlichen Rede aufgebracht sammelte sich bald eine Menschenmenge vor dem von Leugner-Speichel umgebenen
Schemel, auf den sich der geifernde Unbekannte alsbald erhoben hatte. Unter ihnen befand sich auch eine Abgesandtschaft der Akademie und der
örtliche Astarte-Priester, welche zuerst mit beruhigenden Worten auf den Leugner einredeten. Als dieser jedoch weiterhin den Heiligen als nicht exis-
tent verunglimpfte, wurde es der leicht angetrunkenen Menge zu viel und er

ZENSUR-BILD

wurde danach aus der Stadt gejagt.

Der Astarte-Priester bestätigte dem Kreutzer hinterher jedoch, dass unser Gomez de la Muerte so einfach nicht zu kränken sei, schließlich habe er
sich ja auch, nur mit einem Löffel bewaffnet, durch die Heerscharen des Dunklen Reiches gekämpft, ohne sich entmutigen zu lassen.
Es freut den Kreutzer verkünden zu können, dass auch dieses Jahr wieder unser aller geliebter Heiliger des nächtens die Heimstätten treuer Astar-
tegläubiger besuchen wird, um die Bewaffnung des akronischen Nachwuchses voran zu treiben.

Ein fröhliches Wehrfest wünscht die gesamte Redaktion des Kreutzers.

zensiert aber nicht gegengelesen – n.

- 27 -