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Deutsch_Comunicado grupo REDDeldía

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10/22/2012

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MITTEILUNG REDDeldía VORGETRAGEN IM FORUM DER REGIERENDEN PRO REDD

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Guten Tag an alle. Wir sind Repräsentaten diverser indigener ländlicher Gemeinden, Regionen und Bezirke des Bundesstaats Chipas und sind zu diesem Treffen gekommen um das Wort selbst zu ergreifen, weil uns die Regierung es nicht erteilen wollte. Für die Selva Lacandona sind Vertreter der Gemeinden der Region Amador Hernández, die sich im Herzen des Bioreservats Montes Azules befindet, und Gruppen der Bezirke Las Margaritas und Marques de Comillas anwesend. Für die Region Altos de Chiapas sind außerdem Gruppen der Bezirke San Juan Cancuc, Oxchuc und Chenalho gekommen. Wir sind heute hierhergekommen und stehen Ihnen gegenüber um die Programme und Projekte zur Ausbeutung unserer Territorien und Ressourcen öffentlich zu verurteilen, die seit einiger Zeit die schlechten Regierungen versuchen gegen uns einzusetzen, jetzt mit einem anderen Vorwand: dem Klimawandel und dem Projekt namens REDD+. Die transnationalen Geschäftspläne für die ländlichen Gebiete Chiapas gibt es schon seit einiger Zeit. Die natürlichen Ressourcen von Biodiversität und Wasser, Mienen, Biokraftstoff und schließlich bis zum Öl wurden von den Leuten erbeutet, vergifteten das Land oder verwandelten den Bauern in einen Knecht seines eigenen Landes. Und immer wird ein Delikt als Grund benannt. Das jetzige Vergehen ist, dass wir die Schuldigen an der globalen Klimaerwärmung seien. Deshalb soll es unterlassen werden, unsere Nahrung zu produzieren und besser Maismehl von dem Geld kaufen, das sie uns für den Erhalt der Wälder zahlen oder mit der sogenannten produktiven Wiedererhaltung, die darin besteht uns die Anbauflächen wegzunehmen um Obstbäume zu pflanzen, wovon den Vögeln und anderen Tieren gestattet ist, reichlich zu fressen, dass mit ihnen auch die Biodiversität wachse. Die Biodiversität, von der die Wirtschaftspatente für Medikamente und Lebensmittel kommen werden, deren die Regierung einen Namen gibt, der für uns komisch klingt: Biogenetik Mit REDD+ reissen sich die reichen Geschäftsleute und deren gerissene Regierungen ein weiteres Geschäft auf ihre schleierhafte Art an sich, das Geschäft des Kohlenstoffs, und verursachen in den Bauern eine Angst mehr: Nämlich dass es die Wälder Chiapas sein werden, die sie aussaugen und bedrohen werden, da wir es sind, die den Regenwald erhalten. Wir sind eben nicht die Produzenten dieses Kohlenstoffs, das die Erwärmung des Planeten verursacht, wie es die schlechten Regierungen behaupten, um uns Angst zu machen, denen selbst nicht möglich ist, dessen Ausstoß zu reduzieren.

Wir sind nicht mit diesem REDD+ einverstanden, noch ist es gesichert, dass sich mit der Aufforstung unserer Agrarflächen die weltweite Kohlenstoffverschutzung zurückgehen wird. Noch ist es Teil unserer Kultur der Erde einen Preis zu geben, weder für ihre Wälder, noch für ihre Flüsse, noch für die Mutter Natur, genausowenig wie sie uns, den Menschen,

durch die Großzügigkeit Gottes gegeben worden ist, umso weniger, wenn die Bezahlung uns zu Komplizen des Käufers macht, damit er sie weiter verschutzen und die Welt auslöschen kann. Im Bioreservat Montes azules werden wir es nicht zulassen dass die Brecha Lacandona, die Grenzziehung, unsere Gebiete passiert, die kräfteringend durch den Stamm der Karibik versucht wird, um den Unternehmern unter dem Deckmantel des Programmes REDD+ und dem Vorwand der Klimaerwärmung, die Sicherheit des Gesetzes gibt, Einlass zu gewähren um sich die natürlichen Ressourcen zunutze zu machen, die allen Mexikanern und der indigenen Bevölkerung gehören, die sie kennen und benutzen. Wir haben nichts gegen die Nachbarschaft mit den Caribes, denen die Regierung vor vierzig Jahren Land übertragen hat, um das sie weder gebeten hatten, noch kennen sie es. Aber was wir nicht wollen ist, dass sie dieses Land mit der größten Biodiversität und der größten Wasserreserven Mexikos unter dem Vorwand des nachhaltigen Nutzens der Biodiversität und jetzt der Zügelung des Klimawandels der Kontrolle des mächtigen Auslands überlassen. Außerdem möchten wir mit diesen kleinen Worten Einspruch erheben, dass Sie uns nicht benutzen, verlogene Regierende neoliberaler Regierungen. In Ihrer Einladung zu dieser Veranstaltung, in der Sie um verstehenzugeben, dass auch alle bis zu den Rebellischten mit Ihrem Projekt einverstanden sind, ein Foto protestierender zapatistischer Bauern im Gemeindeland Amador Hernández von 1999 abgebildet haben. Hier sind wir, verlogene Regierungen; wir haben nicht aufgegeben, noch vergessen auf welcher Seite das ehrliche Leben der Armen geht. Warum bilden sie nicht die Caribes als Bild ihrer Veranstaltung ab, die doch die Einzigen sind, die akzeptiert haben und immer akzeptieren werden, Land zu verkaufen, das nicht ihnen gehört hat? Oder glauben Euch jetzt auch schon eure Chefs nicht mehr, dass sie die einzigen Bewohner des Regenwalds sind und dazu noch die ursprüngliche? In Marqués de Comillas fällen sie uns die Regenwälder, die ursprünglichen Regenwälder um Ihre afrikanischen Palmen zu pflanzen, die sie Wälder nennen, wie sie gestern der Gobernateur von Chiapas, Juan Sabines bezeichnet hat, und wenn wir müde werden durch den schlechten Preis oder weil wir beginnen darüber nachzudenken was wir getan haben und diese Palmen umsägen, werfen sie uns ins Gefängnis, weil sie uns sagen, dass dies versprochen war um den Klimawandel aufzuhalten, auch wenn sie dies nie zu den Kollegen gesagt hatten, die sie gepflanzt haben.

In San Juan Cancuc wollen sie mit Bestechung den Staudamm erhalten, für die Umstellung auf saubere Energie, wie sie sagen, auch wenn die kommunalen Kräfte Ihnen bereits einen Beschluss überreicht haben mit der Aufforderung zu gehen, Sie lassen weiter Material liefern und den Wasserfall an der Stelle mit Helicoptern überfliegen, wo Sie den Damm passieren lassen wollen.

In las Margaritas, wo Sie die Gemeinschaftsversammlungen nicht auf Ihrer Seite haben, wollen Sie auch ihre Projekte zur Verteilung des Gemeindelandes mit Ihren Zertifikationsprogrammen el FANAR oder Procede, wie Sie es zuvor nannten, durchführen, um mit den einzelnen Personen verhandeln zu können ohne die Notwendigkeit der Zustimmung aller. Warum konsultieren Sie nicht uns? Warum wollen Sie um alles in der Welt ihren reichen Zuwendern imponieren? Die Wälder sind heilig und sind für die Leute da, um großzügig zu dienen weil sie uns auch so von Gott gegeben worden sind; wir gehen nicht in Eure Länder um Ihnen zu sagen, was Sie mit Ihren Leben und Ihrem Land machen sollen, respektieren Sie das unsere, gehen Sie dorthin zurück, woher sie gekommen sind, Geschäftsmacher mit Leben. San Cristóbal de Las Casas, Chiapas, México, den 26. September 2012

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