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Demian
Die Geschichte von Emil Sinclairs Jugend

Demian Die Geschichte von Emil Sinclairs Jugend

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Demian Die Geschichte von Emil Sinclairs Jugend

valoraciones:
4/5 (31 valoraciones)
Longitud:
208 página
4 horas
Publicado:
Jan 1, 1969
Formato:
Libro

Publicado:
Jan 1, 1969
Formato:
Libro

Sobre el autor

Hermann Hesse (1877–1962) was a German poet and novelist. Hesse spent time writing in Europe and later traveled to India to study ancient Eastern cultures and religions, forming the foundation for several of his works. His writing tends to focus on the quest of the individual for authenticity, spirituality, and understanding of the inner self. Best known for his novels Siddhartha and Steppenwolf, Hesse received the Nobel Prize in Literature in 1946.

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Demian Die Geschichte von Emil Sinclairs Jugend - Hermann Hesse

The Project Gutenberg EBook of Demian, by Hermann Hesse

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re-use it under the terms of the Project Gutenberg License included

with this eBook or online at www.gutenberg.org

Title: Demian

       Die Geschichte von Emil Sinclairs Jugend

Author: Hermann Hesse

Release Date: January 24, 2013 [EBook #41907]

Language: German

*** START OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK DEMIAN ***

Produced by Jens Sadowski

Demian

Die Geschichte von Emil Sinclairs Jugend

von

Hermann Hesse


1921

S. Fischer, Verlag, Berlin

27.—36. Auflage

Alle Rechte, insbesondere das der Übersetzung, vorbehalten

Copyright 1919 S. Fischer, Verlag, Berlin

Ich wollte ja nichts als das zu leben versuchen, was von selber aus mir heraus wollte. Warum war das so sehr schwer?

Um meine Geschichte zu erzählen, muß ich weit vorn anfangen. Ich müßte, wäre es mir möglich, noch viel weiter zurück gehen, bis in die allerersten Jahre meiner Kindheit und noch über sie hinaus in die Ferne meiner Herkunft zurück.

Die Dichter, wenn sie Romane schreiben, pflegen so zu tun, als seien sie Gott und könnten irgendeine Menschengeschichte ganz und gar überblicken und begreifen und sie so darstellen, wie wenn Gott sie sich selber erzählte, ohne alle Schleier, überall wesentlich. Das kann ich nicht, so wenig wie die Dichter es können. Meine Geschichte aber ist mir wichtiger als irgendeinem Dichter die seinige; denn sie ist meine eigene, und sie ist die Geschichte eines Menschen — nicht eines erfundenen, eines möglichen, eines idealen oder sonstwie nicht vorhandenen, sondern eines wirklichen, einmaligen, lebenden Menschen. Was das ist, ein wirklicher lebender Mensch, das weiß man heute allerdings weniger als jemals, und man schießt denn auch die Menschen, deren jeder ein kostbarer, einmaliger Versuch der Natur ist, zu Mengen tot. Wären wir nicht noch mehr als einmalige Menschen, könnte man jeden von uns wirklich mit einer Flintenkugel ganz und gar aus der Welt schaffen, so hätte es keinen Sinn mehr, Geschichten zu erzählen. Jeder Mensch aber ist nicht nur er selber, er ist auch der einmalige, ganz besondere, in jedem Fall wichtige und merkwürdige Punkt, wo die Erscheinungen der Welt sich kreuzen, nur einmal so und nie wieder. Darum ist jedes Menschen Geschichte wichtig, ewig, göttlich, darum ist jeder Mensch, solange er irgend lebt und den Willen der Natur erfüllt, wunderbar und jeder Aufmerksamkeit würdig. In jedem ist der Geist Gestalt geworden, in jedem leidet die Kreatur, in jedem wird ein Erlöser gekreuzigt.

Wenige wissen heute, was der Mensch ist. Viele fühlen es, und sterben darum leichter, wie ich leichter sterben werde, wenn ich diese Geschichte fertiggeschrieben habe.

Einen Wissenden darf ich mich nicht nennen. Ich war ein Suchender und bin es noch, aber ich suche nicht mehr auf den Sternen und in den Büchern, ich beginne die Lehren zu hören, die mein Blut in mir rauscht. Meine Geschichte ist nicht angenehm, sie ist nicht süß und harmonisch wie die erfundenen Geschichten, sie schmeckt nach Unsinn und Verwirrung, nach Wahnsinn und Traum wie das Leben aller Menschen, die sich nicht mehr belügen wollen.

Das Leben jedes Menschen ist ein Weg zu sich selber hin, der Versuch eines Weges, die Andeutung eines Pfades. Kein Mensch ist jemals ganz und gar er selbst gewesen; jeder strebt dennoch, es zu werden, einer dumpf, einer lichter, jeder wie er kann. Jeder trägt Reste von seiner Geburt, Schleim und Eischalen einer Urwelt, bis zum Ende mit sich hin. Mancher wird niemals Mensch, bleibt Frosch, bleibt Eidechse, bleibt Ameise. Mancher ist oben Mensch und unten Fisch. Aber jeder ist ein Wurf der Natur nach dem Menschen hin. Uns allen sind die Herkünfte gemeinsam, die Mütter, wir alle kommen aus demselben Schlunde; aber jeder strebt, ein Versuch und Wurf aus den Tiefen, seinem eigenen Ziele zu. Wir können einander verstehen; aber deuten kann jeder nur sich selbst.

Erstes Kapitel

Zwei Welten

Ich beginne meine Geschichte mit einem Erlebnisse der Zeit, wo ich etwa zehn bis elf Jahre alt war und in die Lateinschule unseres Städtchens ging.

Viel duftet mir da entgegen und rührt mich von innen mit Weh und mit wohligen Schauern an, dunkle Gassen und helle, Häuser und Türme, Uhrschläge und Menschengesichter, Stuben voll Wohnlichkeit und warmem Behagen, Stuben voll Geheimnis und tiefer Gespensterfurcht. Es riecht nach warmer Enge, nach Kaninchen und Dienstmägden, nach Hausmitteln und getrocknetem Obst. Zwei Welten liefen dort durcheinander, von zwei Polen her kamen Tag und Nacht.

Die eine Welt war das Vaterhaus, aber sie war sogar noch enger, sie umfaßte eigentlich nur meine Eltern. Diese Welt war mir großenteils wohlbekannt, sie hieß Mutter und Vater, sie hieß Liebe und Strenge, Vorbild und Schule. Zu dieser Welt gehörte milder Glanz, Klarheit und Sauberkeit, hier waren sanfte freundliche Reden, gewaschene Hände, reine Kleider, gute Sitten daheim. Hier wurde der Morgenchoral gesungen, hier wurde Weihnacht gefeiert. In dieser Welt gab es gerade Linien und Wege, die in die Zukunft führten, es gab Pflicht und Schuld, schlechtes Gewissen und Beichte, Verzeihung und gute Vorsätze, Liebe und Verehrung, Bibelwort und Weisheit. Zu dieser Welt mußte unsre Zukunft gehören, so mußte sie klar und reinlich, schön und geordnet sein.

Die andere Welt indessen begann schon mitten in unsrem eigenen Hause und war völlig anders, roch anders, sprach anders, versprach und forderte andres. In dieser zweiten Welt gab es Dienstmägde und Handwerksburschen, Geistergeschichten und Skandalgerüchte, es gab da eine bunte Flut von ungeheuren, lockenden, furchtbaren, rätselhaften Dingen, Sachen wie Schlachthaus und Gefängnis, Betrunkene und keifende Weiber, gebärende Kühe, gestürzte Pferde, Erzählungen von Einbrüchen, Totschlägen, Selbstmorden. Alle diese schönen und grauenhaften, wilden und grausamen Sachen gab es ringsum, in der nächsten Gasse, im nächsten Haus, Polizeidiener und Landstreicher liefen herum, Betrunkene schlugen ihre Weiber, Knäuel von jungen Mädchen quollen abends aus Fabriken, alte Frauen konnten einen bezaubern und krank machen, Räuber wohnten im Wald, Brandstifter wurden von Landjägern gefangen — überall quoll und duftete diese zweite, heftige Welt, überall, nur nicht in unsern Zimmern, wo Mutter und Vater waren. Und das war sehr gut. Es war wunderbar, daß es hier bei uns Frieden, Ordnung und Ruhe gab, Pflicht und gutes Gewissen, Verzeihung und Liebe — und wunderbar, daß es auch alles das andere gab, alles das Laute und Grelle, Düstere und Gewaltsame, dem man doch mit einem Sprung zur Mutter entfliehen konnte.

Und das Seltsamste war, wie die beiden Welten aneinander grenzten, wie nah sie beisammen waren! Zum Beispiel unsre Dienstmagd Lina, wenn sie am Abend bei der Andacht in der Wohnstube bei der Türe saß und mit ihrer hellen Stimme das Lied mitsang, die gewaschenen Hände auf die glattgestrichene Schürze gelegt, dann gehörte sie ganz zu Vater und Mutter, zu uns, ins Helle und Richtige. Gleich darauf in der Küche oder im Holzstall, wenn sie mir die Geschichte vom Männlein ohne Kopf erzählte, oder wenn sie beim Metzger im kleinen Laden mit den Nachbarweibern Streit hatte, dann war sie eine andre, gehörte zur andern Welt, war von Geheimnis umgeben. Und so war es mit allem, am meisten mit mir selber. Gewiß, ich gehörte zur hellen und richtigen Welt, ich war meiner Eltern Kind, aber wohin ich Auge und Ohr richtete, überall war das andere da, und ich lebte auch im andern, obwohl es mir oft fremd und unheimlich war, obwohl man dort regelmäßig ein schlechtes Gewissen und Angst bekam. Ich lebte sogar zuzeiten am allerliebsten in der verbotenen Welt, und oft war die Heimkehr ins Helle — so notwendig und gut sie sein mochte — fast wie eine Rückkehr ins weniger Schöne, ins Langweiligere und Ödere. Manchmal wußte ich: mein Ziel im Leben war, so wie mein Vater und meine Mutter zu werden, so hell und rein, so überlegen und geordnet; aber bis dahin war der Weg weit, bis dahin mußte man Schulen absitzen und studieren und Proben und Prüfungen ablegen, und der Weg führte immerzu an der anderen, dunkleren Welt vorbei, durch sie hindurch, und es war gar nicht unmöglich, daß man bei ihr blieb und in ihr versank. Es gab Geschichten von verlorenen Söhnen, denen es so gegangen war, ich hatte sie mit Leidenschaft gelesen. Da war stets die Heimkehr zum Vater und zum Guten so erlösend und großartig, ich empfand durchaus, daß dies allein das Richtige, Gute und Wünschenswerte sei, und dennoch war der Teil der Geschichte, der unter den Bösen und Verlorenen spielte, weitaus der lockendere, und wenn man es hätte sagen und gestehen dürfen, war es eigentlich manchmal geradezu schade, daß der Verlorene Buße tat und wieder gefunden wurde. Aber das sagte man nicht und dachte es auch nicht. Es war nur irgendwie vorhanden, als eine Ahnung oder Möglichkeit, ganz unten im Gefühl. Wenn ich mir den Teufel vorstellte, so konnte ich ihn mir ganz gut auf der Straße unten denken, verkleidet oder offen, oder auf dem Jahrmarkt, oder in einem Wirtshaus, aber niemals bei uns daheim.

Meine Schwestern gehörten ebenfalls zur hellen Welt. Sie waren, wie mir oft schien, im Wesen näher bei Vater und Mutter, sie waren besser, gesitteter, fehlerloser als ich. Sie hatten Mängel, sie hatten Unarten, aber mir schien, das ging nicht sehr tief, das war nicht wie bei mir, wo die Berührung mit dem Bösen oft so schwer und peinigend wurde, wo die dunkle Welt viel näher stand. Die Schwestern waren, gleich den Eltern, zu schonen und zu achten, und wenn man mit ihnen Streit gehabt hatte, war man nachher vor dem eigenen Gewissen immer der Schlechte, der Anstifter, der, der um Verzeihung bitten mußte. Denn in den Schwestern beleidigte man die Eltern, das Gute und Gebietende. Es gab Geheimnisse, die ich mit den verworfensten Gassenbuben weit eher teilen konnte als mit meinen Schwestern. An guten Tagen, wenn es licht war und das Gewissen in Ordnung, da war es oft köstlich, mit den Schwestern zu spielen, gut und artig mit ihnen zu sein und sich selbst in einem braven, edlen Schein zu sehen. So mußte es sein, wenn man ein Engel war! Das war das Höchste, was wir wußten, und wir dachten es uns süß und wunderbar, Engel zu sein, umgeben von einem lichten Klang und Duft wie Weihnacht und Glück. O wie selten gelangen solche Stunden und Tage! Oft war ich beim Spiel, bei guten, harmlosen, erlaubten Spielen, von einer Leidenschaft und Heftigkeit, die den Schwestern zu viel wurde, die zu Streit und Unglück führte, und wenn dann der Zorn über mich kam, war ich schrecklich und tat und sagte Dinge, deren Verworfenheit ich, noch während ich sie tat und sagte, tief und brennend empfand. Dann kamen arge, finstere Stunden der Reue und Zerknirschung, und dann der wehe Augenblick, wo ich um Verzeihung bat, und dann wieder ein Strahl der Helle, ein stilles, dankbares Glück ohne Zwiespalt, für Stunden oder Augenblicke.

Ich ging in die Lateinschule, der Sohn des Bürgermeisters und des Oberförsters waren in meiner Klasse und kamen zuweilen zu mir, wilde Buben und dennoch Angehörige der guten, erlaubten Welt. Trotzdem hatte ich nahe Beziehungen zu Nachbarsknaben, Schülern der Volksschule, die wir sonst verachteten. Mit einem von ihnen muß ich meine Erzählung beginnen.

An einem freien Nachmittag — ich war wenig mehr als zehn Jahre alt — trieb ich mich mit zwei Knaben aus der Nachbarschaft herum. Da kam ein größerer dazu, ein kräftiger und roher Junge von etwa dreizehn Jahren, ein Volksschüler, der Sohn eines Schneiders. Sein Vater war ein Trinker und die ganze Familie stand in schlechtem Ruf. Franz Kromer war mir wohl bekannt, ich hatte Furcht vor ihm, und es gefiel mir nicht, als er jetzt zu uns stieß. Er hatte schon männliche Manieren und ahmte den Gang und die Redensarten der jungen Fabrikburschen nach. Unter seiner Anführung stiegen wir neben der Brücke ans Ufer hinab und verbargen uns vor der Welt unterm ersten Brückenbogen. Das schmale Ufer zwischen der gewölbten Brückenwand und dem träg fließenden Wasser bestand aus lauter Abfällen, aus Scherben und Gerümpel, wirren Bündeln von verrostetem Eisendraht und anderem Kehricht. Man fand dort zuweilen brauchbare Sachen; wir mußten unter Franz Kromers Führung die Strecke absuchen und ihm zeigen, was wir fanden. Dann steckte er es entweder zu sich oder warf es ins Wasser hinaus. Er hieß uns darauf achten, ob Sachen aus Blei, Messing oder Zinn darunter wären, die steckte er alle zu sich, auch einen alten Kamm aus Horn. Ich fühlte mich in seiner Gesellschaft sehr beklommen, nicht weil ich wußte, daß mein Vater mir diesen Umgang verbieten würde, wenn er davon wüßte, sondern aus Angst vor Franz selber. Ich war froh, daß er mich nahm und behandelte wie die andern. Er befahl, und wir gehorchten, es war, als sei das ein alter Brauch, obwohl ich das erstemal mit ihm zusammen war.

Schließlich setzten wir uns an den Boden. Franz spuckte ins Wasser und sah aus wie ein Mann; er spuckte durch eine Zahnlücke und traf, wohin er wollte. Es begann ein Gespräch, und die Knaben kamen ins Rühmen und Großtun mit allerlei Schülerheldentaten und bösen Streichen. Ich schwieg und fürchtete doch, gerade durch mein Schweigen aufzufallen und den Zorn des Kromer auf mich zu lenken. Meine beiden Kameraden waren von Anfang an von mir abgerückt und hatten sich zu ihm bekannt, ich war ein Fremdling unter ihnen und fühlte, daß meine Kleidung und Art für sie herausfordernd sei. Als Lateinschüler und Herrensöhnchen konnte Franz mich unmöglich lieben, und die beiden andern, das fühlte ich wohl, würden mich, sobald es darauf ankäme, verleugnen und im Stich lassen.

Endlich begann ich, aus lauter Angst, auch zu erzählen. Ich erfand eine große Räubergeschichte, zu deren Helden ich mich machte. In einem Garten bei der Eckmühle, erzählte ich, hätte ich mit einem Kameraden bei Nacht einen ganzen Sack voll Äpfel gestohlen, und nicht etwa gewöhnliche, sondern lauter feinste Reinetten und Goldparmänen, die besten Sorten. Aus den Gefahren des Augenblicks flüchtete ich mich in diese Geschichte, das Erfinden und Erzählen war mir geläufig. Um nur nicht gleich wieder aufzuhören und vielleicht in Schlimmeres verwickelt zu werden, ließ ich meine ganze Kunst glänzen. Einer von uns, erzählte ich, hatte immer Schildwache stehen müssen, während der andre im Baum war und die Äpfel herunterwarf, und der Sack sei so schwer gewesen, daß wir ihn zuletzt wieder öffnen und die Hälfte zurücklassen mußten, aber wir kamen nach einer halben Stunde wieder und holten auch sie noch.

Als ich fertig war, hoffte ich auf einigen Beifall, ich war zuletzt warm geworden und hatte mich am Fabulieren berauscht. Die beiden Kleinern schwiegen abwartend, Franz Kromer aber sah mich aus halb zugekniffenen Augen durchdringend an und fragte mit drohender Stimme: „Ist das wahr?"

„Jawohl," sagte ich.

„Also wirklich und wahrhaftig?"

„Ja, wirklich und wahrhaftig," beteuerte ich trotzig, während ich innerlich vor Angst erstickte.

„Kannst du schwören?"

Ich erschrak sehr, aber ich sagte sofort Ja.

„Also sag: Bei Gott und Seligkeit!"

Ich sagte: „Bei Gott und Seligkeit."

„Na ja," meinte er dann und wandte sich ab.

Ich dachte, damit sei es gut, und war froh, als er sich bald erhob und den Rückweg einschlug. Als wir auf der Brücke waren, sagte ich schüchtern, ich müsse jetzt nach Hause.

„Das wird nicht so pressieren, lachte Franz, „wir haben ja den gleichen Weg.

Langsam schlenderte er weiter, und ich wagte nicht auszureißen, aber er ging wirklich den Weg gegen unser Haus. Als wir dort waren, als ich unsre Haustür

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Reseñas

Lo que piensa la gente sobre Demian Die Geschichte von Emil Sinclairs Jugend

4.1
31 valoraciones / 29 Reseñas
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Reseñas de lectores

  • (3/5)
    This was swallowed the same period as Steppenwolf. I recall this one for the inclusion of jazz in its milieu. Not much of a chance for a return.
  • (4/5)
    Published in 1919, it’s the coming-of-age story of a middle class boy and his struggle between a “world of light” and a "world of illusion". This was my first Hermann Hesse book, and I’ve added several more to my reading list. Good stuff.
  • (5/5)
    This book made such a progress in my brain, that at the moment I finished it, I literally threw it in the ground and couldn't speak for half an hour. It made me think of things I have never thought before. Amazing. :D
  • (3/5)
    Although an early work Hesse was 42 at time of publication and no youth. Overall I think he tried to do too much and the novel doesn't come together dissolving into a morass of symbols. The ideas are complex requiring external reading and in the end unless you are religious it won't be terribly profound, except as an intellectual exercise. It was perfect for the post-FIrst World War generation in Germany who questioned authority and God in the face of defeat. And I might have liked it as a younger person in the 1960s counter-culture environment. Hesse is a godfather of counter-culture, though not by design, he was 40 years ahead of his time and couldn't have predicted beats and hippies. But there is a connection worth exploring. Germany's collapse created a new culture that spread westward, not unlike what is happening with new Russian culture spreading in the decades after its collapse. Sadly the Russians do it through a different form of art then prestige literature.
  • (5/5)
    Demian, is a book about the growth of an individual,a story about a boy becoming an adult.Demian offers a poignant statement of the terrors and torments of adolescence."Now everything changed. My childhood world was breaking apart around me. My parents eyed me with a certain embarrassment. My sisters had become strangers to me. A disenchantment falsified and blunted my usual feelings and joys: the garden lacked fragrance, the woods held no attraction for me, the world stood around me like a clearance sale of last year's secondhand goods, insipid, all its charm gone. Books were so much paper, music a grating noise. That is the way leaves fall around a tree in autumn, a tree unaware of the rain running down its sides, of the sun or the frost, and of life gradually retreating inward. The tree does not die. It waits." _ Hermann HesseOne of the major themes is the existence of opposing forces (good and evil) and the idea that both are necessary using the God Abraxas as a Symbol through the story.
  • (3/5)
    One of the books that made Hesse into such a hero back in the day. We are entertained, but also prodded into thinking.
  • (4/5)
    Herman Hesse has a way with writing that it makes you feel like he is telling you the secrets of the world. The book is mainly insight driven. You experience a person's struggle as he grows up and experiences the world outside the safety of his home. There are many allusions of good vs evil and I feel Herman Hesse does a good job showing that it is not as easy to define as some would think. The protagonist meets many "guides" along the way that help him with his journey, which only we could all be so lucky. But it served as a good way of detailing the ups and downs of life, growth and experiences, but mainly that you really have to work on yourself to figure out who you are and where you would like to fit in the world. While this book is good, if you are looking to start a Herman Hesse book I would recommend starting with his other books as they are much stronger reads.
  • (3/5)
    I love Hesse, one of my favorite authors ever. Not only is the spirtualism/sensualism dichotomy (which forms the major theme of all of his works) one of the more interesting philosophical questions of mankind, but I can't think of any author who has continually revealed his own personal neuroses and self-doubts through their characters. This quality has always provoked a certain empathy, admiration, and even self-recognition when I read his books. As someone concerned with those important questions of life, I can identify with his characters, and, because his characters are so autobiographical, I feel like I can consequently identify with Hesse himself.

    One of the more fascinating thought exercises related to Hesse is studying his works as attempts to reconcile these two aspects of life: the ethereal, divine and ecstatic with the corporeal, material and sensual. As brilliant as he was, he never figured out how to do it completely, which is what makes all of his novels ultimately unsatisfying. The interesting part, however, is that each successive novel comes closer to the answer, so that Demian feels by far the least developed, and while Hesse realizes "Nirvana" in Siddhartha, it never feels authentically earned. Steppenwolf feels altogether more on the right track before devolving into a psychedelic madhouse (perhaps precisely because he didn't know where next to take it?), and then Narcissus and Goldmund and The Journey to the East get even closer to the ultimate reconciliation while still falling short. The Glass Bead Game is by far the most developed of his novels and gets tantalizingly close to a "solution" for this problem, but it still leaves the reader vaguely grasping at the "how" of Hesse's prescription.

    As obsessed as Hesse was with this issue, he was never able to solve it, and it leaves us with the suspicion that it is an insoluble problem, perhaps THE insoluble issue of humanity. His books are so enjoyable, though, precisely because nobody has ever taken up the question with such earnest seriousness. All of his books leave us unsatisfied, but upon further thought one concludes that they are unsatisfactory only because they so unerringly reflect the great human predicament: the paradox of the divine animal. **Full Disclosure: I can no longer remember concretely, but I suspect that I owe a lot of credit for this analysis to Colin Wilson, from his fantastic The Outsider.**
  • (5/5)
    I thought this was brilliant when I was a teenager. Someday I should reread it and see if I agree as an adult.
  • (5/5)
    Why had I not discover this book when I was a teenager? Would I have enjoyed it so much if I had??

    Hesse is a great writer. A great read for anyone really interested in exploring what it means to think independently.
  • (5/5)
    Herman Hesse writes in the Prologue to Demian, "Each man's life represents a road toward himself, an attempt at such a road, the intimation of a path."(p 2) Is there a reality apart from our "constructed self"? Rather is each man on the road? The story of Emil Sinclair and his relationship with Max Demian is Hesse's attempt to narrate one young man's journey on the road toward himself. Hesse draws upon Nietzsche, Jung and others for his ideas, but the story is almost an archetypical example of the search both for meaning and identity. The forming of an identity involves discovering values, forming beliefs, and learning how to deal with reality. For Emil this includes his dream life. He tells a friend, "I live in my dreams--that's what you sense. Other people live in dreams, but not in their own. That's the difference." (p 118) The experiences of Emil are dramatic and result in a rejection of the convention life for one of a seeker. In his search Emil confronts his beliefs, dreams, and more. An epiphany occurs on one Spring day when he is attracted by a young woman in the park. He names her Beatrice and is soon transformed "into a worshipper in a temple." (p 81) He says,"I had an ideal again, life was rich with intimations of mystery and a feeling of dawn that made me immune to all taunts. I had come home again to myself, even if only as the slave and servant of a cherished image."(p 81)Thus the narrator describes what in Jungian terms is his "anima". This inspires him to create and to read as his journey takes him in a new direction. For Hesse and the reader it is always a path on "a road toward himself".
  • (4/5)
    Published in 1919, it’s the coming-of-age story of a middle class boy and his struggle between a “world of light” and a "world of illusion". This was my first Hermann Hesse book, and I’ve added several more to my reading list. Good stuff.
  • (3/5)
    Demian is the story of Emil Sinclair, a boy who doesn't fit in with the other boys, his family, or society in general, and how he comes to embrace his uniqueness as he grows into adulthood with the help of another oddball named Max Demian. So far, so good.Unfortunately, the latter part of the novel consists mainly in a lot of self-congratulatory mutual back-patting about how special they are, along with Max's mother Eva, and not part of the herd...but as far as I could tell, there was practically no substance behind their sense of their own specialness (or their utter contempt for the masses), which was rather based on nothing more than their choice to be their own little herd of three. This illustrates the problem with this sort of Nietzschean pseudo-egoism very well: the alternative to populism is not elitism, but individualism...and elitism is by definition not individualism. As one dictionary aptly puts it, elitism is "consciousness of or pride in belonging to a select or favored group"...it may be a smaller group, but it is still defining oneself primarily in terms of and in relation to the group.Then there's all that stuff about Emil's crush on his best friend's mother, which came off not so much as liberating as just plain awkward. Throw in some all-too-obvious Jungian symbolism and bad Nietzschean philosophy (Nietzsche is explicitly mentioned more than once), and what started out as an interesting coming of age story degenerates into an overblown and in some respects absolutely ludicrous exercise in pomposity.Still, I enjoyed this more than Siddhartha...but not as much as Narcissus and Goldmund, which felt both more honest and more relevant to me. But there are some nice passages here, and the beginning was pretty good, and it was certainly instructive to see what Beyond Good and Evil would look like put into practice (not very impressive)...so it might be worth reading once if you're interested in this sort of thing.
  • (5/5)
    Long my favorite novel. I'm just a sucker for an existentialist Bildungsroman.
  • (5/5)
    Excellent book. Great coming of age story with an emphasis on spiritual and philosophical development. Love the subtle supernatural elements. Brilliant and more than a little creepy.
  • (3/5)
    DemianHesse has yet to live up to his reputation as far as I am concerned. Of what little I have read nothing has stood out to me as having been fantastic. Demian did not do much to rectify this. It is another book about hollow nameless spirituality. The book has been described as elusive by the friend who handed it to me. I found it to be vague, though I can understand why some would mistake the one for the other. It has a lot to do with Hesse’s technical skill as a writer. He is, in that respect, good. But it is the substance of the piece that fails. The character Demian is seen throughout the book in an almost magical light, and it is the quest for the root of this magic that drove me as a reader to the end. And then it stopped short. At the end of the tunnel there appeared to be simply more tunnel. Part of it might be my own fault. I am truly one of the people that will one day confront God with a simple ‘Would you have bought it?’ Keeping something vague does not spell a complicated argument for me – it spells poor articulation.At the end of the book knowing that there indeed was this enclave of chosen people – who had somehow mysteriously been uplifted to a higher spiritual existence to which I simply was not and will not be invited – did not make me feel better.It made me feel damned.
  • (3/5)
    Hesse is a great writer and thinker; I have always liked his work but I think he misses the mark a bit with Demian. What I liked:- The expression of the importance and difficulty of the path to discovering oneself ("if Nature has made you a bat you shouldn't try to be an ostrich.")- As in some of his other books, Hesse's ability to capture the angst of growing up- Demian's inverted view of the story of Cain and Abel as well as his critical commentary about the story of Christ's death and religion in general- The book is conciseWhat I didn't like:- The story itself is weak; after a couple of very interesting initial chapters it devolves into philosophy- The characters and their actions are often unrealistic (characters feeling their way to find others, or feeling it when another is thinking of them); the book seems overly influenced by Hesse's study of Jung.- Symbolism seems a bit forced; the painting, Eva/Eve, Demian/Daemon, etcFavorite quotes: "Many people experience the dying and rebirth - which is our fate - only this once during their entire life. Their childhood becomes hollow and gradually collapses, everything they love abandons them and they suddenly feel surrounded by the loneliness and mortal cold of the universe. Very many are caught forever in this impasse, and for the rest of their lives cling painfullly to an irrevocable past, the dream of the lost paradise - which is the worst and most ruthless of dreams.""But the world consists of something else besides. And what is left over is ascribed to the devil, this entire slice of world, this entire half is suppressed and hushed up. In exactly the same way they praise God as the father of all life but simply refuse to say a word about our sexual life on which it's all based, describing it whenever possible as sinful, the work of the devil. I have no objection to worshipping this God Jehovah, far from it. But I mean we ought to consider everything sacred, the entire world, not merely this artificially separated half! Thus alongside the divine service we should also have a service for the devil.""But we consist of everything the world consists of, each of us, and just as our body contains the genealogical table as far back as the fish and even much further, so we bear everything in our soul that once was alive in the soul of men. Every god and devil that ever existed, be it among the Greeks, Chinese, or Zulus, are within us, exist as latent possibilities, as wishes, as alternatives. If the human race were to vanish from the face of the earth save for one halfway talented child that had received no education, this child would rediscover the entire course of evolution, it would be capable of producing everything once more, gods and demons, paradises, commandments, the Old and New Testament.""If you hate a person, you hate something in him that is part of yourself. What isn't part of ourselves doesn't disturb us."
  • (5/5)
    A new way of thinking of the Cain & Abel story; an evil guy with an extraordinary power of making everything sound real...Nowadays, he'd probably be a SALES person.One of my favorite Hesse's tales.
  • (5/5)
    1173. Demian: The Story of Emil Sinclair's Youth, by Herman Hesse (read 26 Jul 1972) This is the first book of Hesse's I read and I was much moved, being reminded of Kafka and The Wanderer by Alain Fournier, I having read The Wanderer in June of 1961, but felt Demian was much more connected and less obviously dreamlike. I was carried away by the word painting of mood: "But I felt dispirited, and when I took my leave and walked alone thru the hallway, the stale scent of the hyacinth seemed cadaverous. A shadow had fallen over us." I went on to read seven other Hesse books, with appreciation of nearly all of them.
  • (5/5)
    wonderfull book, reminded me of some of my own feelings when growing up.
  • (3/5)
    a darker yet more approachable child shouting out to the education system, being too smart for his own good, growing up, and dying. hesse at his in-between.
  • (5/5)
    a favourite and classic book!
  • (5/5)
    An enlightening examination of duality and individual transformation that everyone should read. Those who do not wholly identify with Sinclair will still be absorbed by the great story and beautiful language. Those who do identify with Sinclair however, will be amazed that someone was able to articulate in writing this scarce man whose path is rarely comprehended. None better than Hesse to do it, surely. An amazing novel by an amazing novelist. One of my favorites.
  • (4/5)
    My younger sister bought this book for me, informing me that it was pivotal to her own life story, that she reads it twice a year. So honestly my reading is very much entrenched in understanding her psyche, and with what relevance comes this novel?I have a reverence for Hesse, I find his existential "crises" to be refreshing, and Siddhartha is a story that I enjoy and often suggest to others. Demian, however, is quite entrenched in religious imagery and I wonder if many who read it understand that this is Christian imagery.For instance, the band around the arm of Demian, friend of Emil Sinclair, to symbolize the death of his "father"- is this the Father ie God/Jesus? This again played out in the changing relationship between Sinclair and his own father, and that he feels he cannot "return to his father's house." Intriguing.The inner struggle that Sinclair finds himself in is also incredibly overcome by his connection to his "inner self," rather than to others- a great difference between the enlightenment of those religious greats that Hesse later reflected upon, such as Siddhartha, who found enlightenment through love and compassion to others, a more complete connection to the divinity in humanity and the connection of all people.Is this the great change that Hesse is pointing to through Demian and Sinclair? That of a truer humanity rather than of "forced gaiety"?"Most people love to lose themselves. He had loved and had found himself."
  • (5/5)
    This is an excellent book that chronicles a young man's discovery of a personal philosophy. The duality of nature as well as many of the tenants of individualism are fictionalized in an engaging manner. Personally I found the book to be an easy read, but there were certain passages that I read over and over out of sheer joy.
  • (5/5)
    I first read Demian (my first Hermann Hesse) when I was 14. It was eye-opening and I fell in love with Bildungsroman in general, probably because at that time I was a teenager myself. The struggles Emil Sinclair goes through are not unlike those of many other young people, and the issue of belonging and peer pressure is explored in a realistic and yet lyrical manner by Hesse. On a borader and more universal level, the book also is an exercise in personal judgment, beliefs and reasoning right as Europe was emerging from the ashes of the Great War. Beautiful book, it should be required reading in high schools across the United States.
  • (4/5)
    This book was one of my first introductions to the idea of following an unconventional spiritual path. Rereading it recently, I found the story of how Max Demian guided the young Emil Sinclair away from his familiar world and into the pursuit of spiritual fulfillment just as engrossing as I had the first time. I was also struck by how similar Demian’s message was to so many modern spiritual teachers today. The idea that he and Sinclair were among a select few with the courage to break free of societal limitations and help humanity leap forward into a new stage of evolution sounded exactly like something I might have heard yesterday from the local guru-du-jour. I found myself wondering just what it says about human evolution that this book was first published in 1919—does that mean humanity made a quantum leap back then, and is now working on a new one? Or are we still trying at that first one almost a hundred years later? Hmmm…..
  • (2/5)
    What should have taken me only hours to read ended up taking me nearly three days; Demian can be an exhausting read, especially if you're not used to heavy philosophical diatribes passed-off as dialogue. I'm sure that Demian is a lot better than I've suggested here, but it depends on the person reading, and I really struggled. It isn't the first Hesse novel I've read, but I'm frankly put off now, and it'll take a lot to get me back in. I'll stick with what I can more readily understand.
  • (3/5)
    Unfortunately I read Narcissus and Goldmund before this book, so I was not as impressed as I may have been otherwise. Demian is Narcissus and Goldmund's less experienced little brother; both books explore the same ideas about education, sprituality, and individual will, but N&G is much longer and more developed, spanning the entire lives of its main characters, whereas I felt Demian ended abruptly with too many questions left unanswered. If you are going to read this, read it before Narcissus and Goldmund.